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Dokumentenidentifikation DE202006015916U1 11.01.2007
Titel Kraftfahrzeugscharnierteil
Anmelder Edscha AG, 42855 Remscheid, DE
Vertreter Bonnekamp & Sparing, 40211 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202006015916
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.01.2007
Registration date 07.12.2006
Application date from patent application 18.10.2006
IPC-Hauptklasse E05D 5/00(2006.01)A, F, I, 20061018, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach dem Obergegrif des Anspruchs 1 sowie ein damit gebildetes Kraftfahrzeugtürscharnier.

DE 41 03 199 A1 oder DE 10 2005 022 813 B3 beschreiben Kraftfahrzeugtürscharniere, bei denen wenigstens ein Scharnierteil zusammengesetzt ist aus den Bestandteilen Grundplatte und Tragarm, wobei der Tragarm in eine Öffnung der Grundplatte eingesetzt ist. Nachteilig bei dieser bekannten Bauart von Türscharnieren ist insbesondere, dass der Tragarm noch als relativ kompliziertes Profilteil hergestellt werden muss, und dass ferner eine Türteststelleinrichtung nur extern und nicht integriert angefügt werden kann.

DE 10 2004 036 166 B3 beschreibt ein Kraftfahrzeugtürscharnier, bei dem eines der beiden Scharnierteile eine mit dem Anschlagbereich und dem Scharnierauge in Verbindung stehenden Hohlraum aufweist, der für die Aufnahme einer Rasteinrichtung vorgesehen ist, wobei dieses Scharnierteil als Gußteil ausgebildet ist und im Bereich des Scharnierauges eine Kunststoffauskleidung aufweist.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein gattungsgemäßes Kraftfahrzeugtürscharnierteil bzw. ein Kraftfahrzeugtürscharnier anzugeben, das einfach und kostengünstig herstellbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das in dem unabhängigen Ansprüchen genannte Kraftfahrzeugtürscharnierteil bzw. Kraftfahrzeugtürscharnier gelöst.

Bei einer ersten Ausgestaltung eines Kraftwagentürscharnierteils ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Tragarm einen Hohlraum umfasst, der mit der Öffnung der Grundplatte in Verbindung steht. Damit ist es möglich, die für eine Rasteinrichtung zweckmäßigen oder erforderlichen Teile durch die Öffnung der Grundplatte in den Hohlraum einzusetzen. Der Hohlraum steht zweckmäßigerweise mit einem Scharnierauge, das an dem Tragarm vorgesehen ist, in Verbindung, wobei im Falle einer Rasteinrichtung zweckmäßigerweise vorgesehen ist, dass die in dem Hohlraum aufgenommenen Rastmittel in Richtung auf einen in dem Scharnierauge aufgenommenen Scharnierstift, der eine Umfangsprofilierung, die Rastmarken für eine bevorzugte Haltestellungen der Tür definiert, aufweist, in Eingriff steht. Es ist aber auch möglich, in dem Hohlraum ein sich mitdrehendes vorgespanntes Brems- und Halteglied vorzusehen, das mit einer ohne Rastmarken ausgebildeten Umfangskontur des Scharnierstifts eine stufenlose Feststellung ermöglicht.

Zweckmässigerweise weist die Grundplatte wenigstens über einen Großteil der Öffnung einen Durchzug auf, bei dem es sich um eine Art radialen Kragen handelt, der einen hohlzylindrischen Bereich definiert, der den Außenumfang des Tragarms vorzugsweise über einen entsprechenden Umfangsabschnitt aufnimmt. Hierdurch wird vorteilhaft der Verbindungsbereich von Grundplatte und Tragarm verdickt, was einerseits eine bessere Stabilität im Falle von eingeleiteten Momenten über den Tragarm in die Grundplatte gewährleistet, ferner aber auch eine bessere Längsführung beim Einsetzen des Tragarms in die Grundplatte, so dass diese einen geringen Winkelfehler in ihrer Lage von vorzugsweise unter 0,5° aufweist. Ferner ermöglicht das Vorsehen eines Durchzuges in besonders geeigneter Weise ein Verbinden der beiden Teile Tragarm und Grundplatte, welches vorzugsweise durch Schweißen erfolgt. Es ist aber auch möglich, die beiden Teile durch besondere Verfahren wie Reibrührschweißen oder Aufstauchen miteinander zu verbinden, ferner kann im Falle eines Temperaturgradienten auch ein Aufschrumpfen der Grundplatte auf den Tragarm erfolgen. Die Grundplatte mit dem Durchzug ist vorteilhaft als Zieh- und Biegeteil hergestellt. Alternativ kann der Durchzug auch durch lokales Anstauchen hergestellt sein.

Der Hohlraum ist vorzugsweise im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet. Die Hauptachse des Hohlraums ist hierbei zweckmäßigerweise in einer horizontalen Ebene angeordnet, welche senkrecht auf einer vertikalen Achse des Scharnierauges des entsprechenden Scharnierteils liegt. Dadurch ist es möglich, besonders materialsparend das Scharnierteil zu bilden, wobei darüber hinaus geringe Momente auf Grund der Torsion entstehen. Es ist auch möglich, den Hohlraum in einer anderen Geometrie als der des Zylinders auszugestalten. Vorteilhaft kann dann ein in den Hohlraum einzusetzendes Rastglied und die dieses vorspannende Feder durch die Gestaltung des Hohlraums mit einer Verdrehsicherung versehen sein, die verhindert, dass das Rastglied sich im Hohlraum dreht und hierdurch Geräusche entwickelt werden.

Die Grundplatte ist vorzugsweise in ihrem Randbereich mit einer Abfaltung ausgebildet, die eine seitliche Begrenzung wenigstens einiger Kanten der Grundplatte bildet, und die die Grundplatte verstärkt. Vorzugsweise ist die Abfaltung rundumlaufend ausgebildet. Ferner ist die Grundplatte vorzugsweise mit wenigstens einem Loch für den Durchtritt von Befestigungsmitteln wie Schraubenbolzen oder dergleichen ausgebildet, um die Grundplatte an wahlweise einer Fahrzeugtür oder einer Fahrzeugseule befestigen zu können. Die Löcher können auch als Langlöcher oder dergleichen ausgebildet sein, die es ermöglichen, die Positionierung in gewissen Grenzen zu variieren.

Die Grundplatte ist vorzugsweise als Stanzteil aus einem Metallblech hergestellt. Es ist aber auch möglich, die Grundplatte auf andere Weise herzustellen. Insbesondere kann die Grundplatte, wenn sie mit einem Durchzug versehen ist, als Zieh- und Biegeteil hergestellt sein.

Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung umfasst der Tragarm zwei zusammengesetzte Rohrabschnitte. Hierbei bildet einer der beiden Rohrabschnitte vorteilhaft das Scharnierauge, während der andere der beiden Rohrabschnitte den Hohlraum umfasst. Um die beiden Rohrabschnitte miteinander zu verbinden kann wahlweise erst ein Rohrabschnitt auf die Außenumfangswand des anderen Rohrabschnitts aufgebracht, beispielsweise aufgeschweißt, werden und anschließend die von dem aufgeschweißten Rohr begrenzte Umfangswandung des Scharnierauges ausgebohrt werden. Durch dieses Verfahren wird eine besonders gute Maßhaltigkeit erreicht, ferner können geringe Abweichungen bei der Winkligkeit durch das Aufbohren korrigiert werden. Alternativ ist es auch möglich, erst ein Loch in die Umfangswandung des das Scharnier bildenden Rohrabschnitts vorzusehen und dann dieses Loch mit der Achse des den Hohlraum aufweisenden Rohrabschnitts aufzufluchten und miteinander zu verbinden. Zweckmäßigerweise werden die beiden Rohrabschnitte miteinander verschweißt, wobei es sich hierbei vorzugsweise um nahtlose Präzisionsstahlrohre handelt. Vorzugsweise wird zumindest der das Scharnierauge bildende Rohrabschnitt innen verzinkt. Vorzugsweise werden alle Rohrabschnitte innen und zweckmäßigerweise auch aussen verzinkt.

Der eine der beiden Rohrabschnitte wird zweckmäßigerweise im Wesentlichen senkrecht zur Achse des anderen Rohrabschnitts angeordnet, wobei die Schwenkachse des Scharniers möglichst parallel zu der Anlageebene für die Befestigung der Grundplatte verläuft.

Vorzugsweise ist die Höhe desjenigen Rohrabschnitts, der das Scharnierauge bildet, geringfügig höher als dessen Außendurchmesser. Hierdurch wird eine kompakte, materialoptimierte und stabile Ausgestaltung. Zweckmäßigerweise ist der Innendurchmesser des Rohrabschnitts, der das Scharnierauge bildet, kleiner als der Außendurchmesser des Rohrabschnitts, der den Hohlraum umschließt. Hierdurch lassen sich die beiden Rohrabschnitte in vorteilhafter Form miteinander verbinden, ohne dass es zu einem Überstand kommt, wodurch die Verschweißbarkeit ebenso vorteilhaft gegeben ist wie die Einleitung von Momenten in dem dann zusammengesetzten Tragarm.

Auch die Grundplatte und der Tragarm, der vorzugsweise, aber nicht zwangsläufig aus zwei Rohrabschnitten gebildet ist, werden zweckmäßigerweise durch Schweißnähte miteinander verbunden. Es ist aber möglich, jede beliebige andere Art der Verbindung, beispielsweise Presspassung, Klebung, Heftung, Vernietung oder dergleichen zu wählen.

Der Hohlraum weist vorzugsweise einen gestuften Innenumfang auf, der insbesondere das Abstützen von Federn und das Vorsehen von Anschlägen ermöglicht. Es ist ferner möglich, in dem Hohlraum axial verlaufende Nuten vorzusehen, die eine Führung für ein Rastglied bei dessen axialer Verlagerung bilden. Überdies ist es möglich, die Öffnung zu dem Hohlraum in der der Grundplatte zugekehrten Stirnseite des Tragarms mit einem Deckel oder dergleichen zu verschließen, der vorzugsweise über ein Gewinde oder dergleichen eingebracht wird, so dass die Kraft, die zur Bildung der Haltekraft auf das Scharnier durch ein Federglied aufgebracht wird, durch Verdrehen des Deckels eingestellt werden kann.

Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtürscharnierteil zeichnet sich dadurch aus, dass es modular einsetzbar ist und dass insbesondere die Komponenten Tragarm und Grundplatte jeweils an verschiedenen Positionen innerhalb des Fahrzeugs angebracht werden können, beispielsweise an der selben Tür oben und unten, beispielsweise auf der selben Fahrzeugseite an der Vordertür und der Hintertür oder spiegelbildlich an der linken und rechten Tür des Fahrzeugs, wobei die Grundplatte und/oder der Tragarm jeweils z.B. durch verdrehen um 180° an entsprechenden Positionen anbaubar sein können. Hierdurch ist ein modularer Bausatz gegeben, der aus mehrfach verwendbaren Grundplatten und Tragarmen besteht.

Ein erstes besonders bevorzugtes Verfahren zur Herstellung eines Kraftfahrzeugtürscharnierteils besteht darin, dass zwei Rohrabschnitte zunächst in der Art eines T miteinander verschweißt werden, und dann der Fuß des T mit der Grundplatte verbunden, insbesondere verschweißt, wird. Die Verbindung zwischen den beiden Rohrabschnitten kann wahlweise erfolgen, nachdem ein Loch in die Umfangswand des der Grundplatte abgekehrten Rohrabschnitts hergestellt wurde, es ist aber auch möglich das Loch in der Umfangswand des der Grundplatte abgekehrten Rohrabschnitts vor oder nach dem Verbinden mit der Grundplatte herzustellen.

Ein weiteres besonders bevorzugtes Verfahren zur Herstellung eines Kraftfahrzeugtürscharnierteils besteht darin, dass ein Gewerbeteil, das ein Scharnierauge aufweist und welches vorzugsweise als Rohrabschnitt ausgebildet ist, mit dem einen Ende eines Zwischenstücks verbunden, insbesondere verschweißt, wird und das andere Ende des Zwischenteils an der Grundplatte befestigt wird, wobei das Zwischenteil wahlweise bereits einen Hohlraum aufweist oder aber vor dem Befestigen des Zwischenteil mit dem Gewerbeteil durch Bohren oder ein anderes Innenbearbeitungsverfahren ein Hohlraum in dem Zwischenteil geschaffen wird, der bis zu dem Innenbereich des Türscharnierauges reicht. Es werden vorzugsweise zeitgleich oder nacheinander das Zwischenteil mit dem Rohrabschnitt und mit der Grundplatte im Bereich von deren Öffnung und vorzugsweise eines an der Öffnung vorstehenden Durchzugs verschweisst. Dann wird durch die Öffnung der Grundplatte durch Bohren oder dgl. der Hohlraum und die Verbindung zum im Inneren des Rohrabschnitts vorgesehenen Scharnierauge geschaffen, so dass hierzu nur ein Arbeitsgang erforderlich ist. Wenn das Zwischenteil schon einen Hohlraum aufweist, kann dieser aufgebohrt werden bzw. die erforderliche Oberflächengüte verliehen bekommen, und ferner ggf. vorstehende Bearbeitungsreste wie Grate entfernt werden.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie aus den abhängigen Ansprüchen.

Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

1 zeigt eine perspektivische Liniendarstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürscharnierteils.

2 zeigt eine Ansicht von oben auf das Kraftfahrzeugtürscharnierteil aus 1.

3 zeigt einen Schnitt durch das Kraftfahrzeugtürscharnierteil aus 1 und 2 entlang der Linie III-III.

Das in den 1 bis 3 dargestellte bevorzugte Ausführungsbeispiel eines Kraftfahrzeugtürscharniers 1 ist durch Schweißung zusammengesetzt aus zwei Bauteilen, nämlich einer Grundplatte 2 und einem Tragarm 3.

Die Grundplatte 2 weist eine dem Tragarm 3 abgekehrte Anlagefläche für ein Türanordnungsteil, wie beispielsweise Tür- oder Türholm, auf. Die Grundplatte 2 wird über Löcher 2a, die die Grundplatte durchsetzen und vorliegend als Langloch zur besseren Positionierung ausgebildet wird, an dem entsprechenden Türanordnungsteil befestigt. Die Grundplatte weist eine Kontur ähnlich einer Trizykloiden auf, also einem Dreieck mit abgerundeten Ecken. Hierbei ist der Bereich, an dem der Tragarm 3 angeschlossen ist, gegenüber der Dreiecksform noch etwas verbreitert, so dass die Gestalt sich an die eines Trapezes annähert. Wenigstens an einem Teil ihres Umfangs ist die Grundplatte 2 randseitig mit einer Abfaltung 2b ausgestattet, die in etwa im rechten Winkel von der Anlagefläche von dieser fortgefaltet absteht. Es ist möglich, unterhalb der Anlagefläche der Grundplatte 2 noch eine dünne Platte vorzusehen, die Lackabrissen vorbeugt. Man erkennt, dass die Löcher 2a in den beiden dem Tragarm 3 abgekehrten Bereichen des angenäherten Dreiecks angeordnet sind.

In der Grundplatte 2 ist ferner eine Öffnung 2c vorgesehen, die den Zugang zu einem zylindrischen Kanal bildet, dessen Achse in einem Winkel von ca. 97° zur Anlagefläche und in einer horizontalen Ebene verläuft. Der Kanal wird von einem Durchzug 2d der Grundplatte, der in Gestalt eines Rings oder dünnwandigen Hohlzylinders ausgebildet ist, begrenzt, wobei der Durchzug 2d mindestens in Höhe der Abfaltung 2b über den der Anlagefläche abgekehrten Bereich der Grundplatte 2 vorsteht. Der Durchzug 2d ist umlaufend ausgebildet, wobei es möglich ist, diesen nur abschnittsweise vorzusehen. Die Herstellung des Durchzugs 2d erfolgt bei der durch Stanzen als Blechteil hergestellten Grundplatte 2 als Ziehteil im Bereich der Öffnung 2c. Hierbei ist vorzugsweise die Achse des Durchzugs bereits in dem genannten Winkel ausgerichtet. Die der Anlagefläche abgekehrte Stirnseite des Durchzugs 2d schließt in einer Ebene normal zur Achse des Tragarms ab. Durch die zylindrische Gestalt des Durchzugs 2d wird vorteilhaft eine Belastungsspitze an Ecken vermieden.

Der Tragarm 3 des Scharnierteils 1 ist aus zwei Rohrabschnitten hergestellt, einem ersten Rohrabschnitt 31, der als Zwischenteil mit der Grundplatte 2 und mit dem zweiten Rohrabschnitt 32 verbunden ist. Somit weist der erste Rohrabschnitt 31 eine horizontale Achse auf, und der zweite Rohrabschnitt 32 eine vertikale Achse. Vorliegend sind beide Rohrabschnitte als nahtlose Präzisionsstahlrohre gebildet, die kostengünstig auf Maß hergestellt werden können. Der innenliegende Bereich des ersten Rohrabschnitts 31 definiert einen Hohlraum 31b.

Die Verbindung der beiden Rohrabschnitte 31, 32 erfolgt durch Schweißung, die durch eine Schweißnaht 33 dokumentiert ist. Hierzu kann das dem zweiten Rohrabschnitt 32 zugekehrte Ende 31a des ersten Rohrabschnitts 31 eine an die zylindrische Umfangswandung des zweiten Rohrabschnitts 32 angepasste, von einer planen Form abweichende Gestalt aufweisen bzw. verliehen bekommen, wie in 3 angedeutet. Es ist möglich, die Durchbrechung in der Mantelfläche des zweiten Rohrabschnitts 32 beispielsweise durch Bohren vorzusehen und erst anschließend den ersten Rohrabschnitt 31 anzuschweißen, wobei dann ein Dorn oder dergleichen während des Schweißens Halt und Sicherheit gegen Verkannten liefert. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt jedoch das Verschweißen an der Umfangswand des zweiten Rohrabschnitts 32, ohne dass darin eine Öffnung eingebracht wurde, was den Vorteil hat, dass der rotationssymmetrische zweite Rohrabschnitt 32 an einer beliebigen Stelle seines Umfangs in der entsprechenden Höhe, vorliegend exakt in der Mitte, mit dem ersten Rohrabschnitt 31 verschweißt werden kann. Zur Positionierung kann eine entsprechende Lehre oder dergleichen vorgesehen sein, so dass der Schweißvorgang durch einen Schweißautomaten ausgeführt werden kann.

Das dem zweiten Rohrabschnitt 32 abgekehrte Ende des ersten Rohrabschnitts 31 wird von der der Anlagefläche abgekehrten Seite in die Öffnung 2c der Grundplatte 2 und den damit korrespondierenden, von dem Durchzug 2d gebildeten Kanal eingesetzt. Auf Grund des Winkels zur Normalen, den die Achse des Kanals 2d aufweist, nimmt die dem zweiten Rohrabschnitt 32 abgekehrte Stirnfläche des ersten Rohrabschnitts 31 in etwa denselben Winkel zur Anlagefläche ein. Die Befestigung des ersten Rohrabschnitts 31 im Bereich der Öffnung 2c erfolgt durch eine erste Schweißnaht 34, die die Stirnseite des Rohrabschnitts 31 im Bereich der Öffnung 2c in einem geringen Abstand von der Anlagefläche mit der Grundplatte 2 verbindet. Eine zweite Schweißnaht 35 ist an dem der Anlagesfläche abgekehrten Ende des Durchzugs 2d und an dem entsprechenden Bereich der außenliegenden Mantelfläche des Rohrabschnitts 31 vorgesehen. Damit ist beiderseits des Durchzugs 2d jeweils eine Schweißnaht vorgesehen. Es ist möglich, statt einer durchgehenden umlaufenden Schweißnaht die Verschweißung nur in mehreren Punkten oder Abschnitten vorzusehen. Zweckmäßigerweise steht die Schweißnaht 34 nicht in dem Bereich des Hohlraums 31b des ersten Rohrabschnitts 31 vor.

Der Hohlraum 31b, der vorliegend rotationssymmetrisch ausgebildet ist, weist eine Stufe bei 31c auf. Es ist möglich, diese Stufe schon bei der Herstellung des ersten Rohrabschnitts 31 vorzusehen. Im Sinne einer rationellen Fertigung ist jedoch bevorzugt, wenn diese Stufe beispielsweise im Anschluß an das Bohren des Lochs in der Umfangswandung des zweiten Rohrabschnitts 32 durch einen weiteren Aufbohrvorgang erzeugt wird. Es versteht sich, dass somit der erste Rohrabschnitt 31 auch aus einem wesentlich kleineren Innendurchmesser hergestellt sein kann, und seine Endmaße erst durch Aufbohren erreicht, oder dass der erste Rohrabschnitt 31 als Zwischenteil aus Vollmaterial ausgewählt sein kann, wobei dann der Hohlraum 31b durch die entsprechenden Bearbeitungsschritte hergestellt wird.

Der Hohlraum 31b dient zur Aufnahme eines (nicht dargestellten) Rastgliedes, welches von einem (nicht dargestellten) Federglied in Richtung auf den Umfang eines (nicht dargestellten) Scharnierstifts vorgespannt wird, welcher Scharnierstift in einem durch das Innere des zweiten Rohrabschnitts 32 gebildeten Scharnierauge 32a aufgenommenen ist. Zwar kann sich das Federglied im Falle der Montage der Grundplatte 2 gegen eine zu der Öffnung 2c benachbarte Fläche des Türanordnungsteils abstützen, jedoch ist vorzugsweise ein Deckel vorgesehen, der den Hohlraum 31b im Bereich der Öffnung 2c verschließt. Der (nicht dargestellte) Deckel ist hierzu vorzugsweise über ein Gewinde, welches im Bereich der Stirnseite des ersten Rohrabschnitts 31 angebracht wird, durch Verschrauben verschließbar, wodurch die Vorspannung des Federglieds, das in dem dann geschlossenen Hohlraum eingefangen ist, unabhängig von dem Abstand zum Türanordnungsteil einstellbar ist. Es ist aber auch möglich, den Deckel zu verstemmen oder zu verschweißen.

Die Höhe des zweiten Rohrabschnitts 32, in dessen Mitte die Achse des ersten Rohrabschnitts 31 vorgesehen ist, ist mit ca. 33 mm höher als der Außendurchmesser des ersten Rohrabschnitts 31 (25 mm) oder des zweiten Rohrabschnitts 32 (30 mm). Hierdurch überragen die beiden Stirnseiten des zweiten Rohrabschnitts 32 das Zwischenteil 31 und ermöglichen damit einen einfachen Zugang bei der Montage des Scharniers. Beide Rohrabschnitte 31 und 32 sind innen und aussen verzinkt.

Man erkennt, dass der Tragarm 3 in gleicher Weise in eine spiegelverkehrte Grundplatte 2 einsetzbar ist, und man erkennt ferner, dass die Grundplatte 2 durch Drehung um 180° für ein spiegelverkehrtes Scharnier einsetzbar ist.

Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Scharnierteils erläutert worden. Es versteht sich, dass das andere Scharnierteil wahlweise in konventioneller oder in mehrteiliger Art ausgebildet sein kann, wobei eine Rasteinrichtung bei dem anderen Scharnierteil nicht erforderlich ist. In dem anderen Scharnierteil ist der (nicht dargestellte) Scharnierstift unverdrehbar gehalten, während er das Scharnierauge 32a mit Laufsitz durchsetzt, wozu der Innenbereich des Scharnierauges 32a mit einer Buchse oder dergleichen ausgekleidet sein kann, beispielsweise aus Teflon. Der Scharnierstift ist hierbei in geeigneter Weise in dem Scharnierauge 32a noch zu befestigen, beispielsweise über eine Sicherungsscheibe, an der der Scharnierstift vernietet wird oder über eine ausschraubbare Verbindungseinheit.

Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben worden, bei dem das von dem ersten Rohrabschnitt 31 gebildete Zwischenteil eine Achse aufweist, die in einer horizontalen Ebene angeordnet ist. Es versteht sich, dass das Zwischenteil auch als nicht-zylindrisches Teil ausgebildet sein kann, und dass ferner die Lage des Zwischenteils bzw. des Hohlraums 31b auch einen Winkel in vertikaler Richtung zur Horizontalen aufweisen kann. Dann ist vorzugsweise auch der Durchzug 2d entsprechend abgewinkelt orientiert. Die dem Durchzug 2d abgekehrte Stirnseite 31a des Zwischenteils 31 ist dann an den entsprechenden Winkel derart anzupassen, dass das Scharnierauge eine gewünschte Achsrichtung, die in der Regel vertikal sein wird, einnimmt. Es versteht sich, dass die Achse des Scharnierauges 32a auch je nach Anwendung geneigt sein kann.

Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Scharnierteils beschrieben worden, das mit einem anderen Scharnierteil eine mit der Scharnierstiftachse zusammenfallende Gelenkachse definiert. Es versteht sich, dass der Scharnierstift auch zwei parallel zueinander versetzt angeordnete Zapfenabschnitte aufweisen kann, die einen verbesserten Spielausgleich bei der Montage ermöglichen. Ferner kann das Scharnierteil auch ein Teil eines Mehrgelenk-, insbesondere eines Viergelenkscharniers sein, welches bei einem Viergelenkscharniers beispielsweise über insgesamt vier Gelenke und jeweils zwei an verschienden Scharnierteilen angeordnete Gelenke verbindende Lenker eine Schwenkbewegung ermöglicht, wie sie beispielsweise bei Kfz-Heckklappen oder dergleichen bekannt ist.

Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben worden, bei dem die komplementär ausgestalteten, sich gegenseitig axial führenden Durchzug 2d und erster Rohrabschnitt 31 jeweils zylindrisch ausgebildet sind. Es versteht sich, dass andere komplementäre Ausgestaltungen der miteinander in Eingriff stehenden Bereiche, beispielsweise als Konus oder Viereckprofil ebenfalls vorgesehen werden können.


Anspruch[de]
Kraftfahrzeugtürscharnierteil, das gelenkig über einen Scharnierstift mit einem anderen Scharnierteil verbindbar ist, und als Bestandteile wenigstens eine Grundplatte (2) und einen mit der Grundplatte (2) verbundenen Tragarm (3) aufweist, wobei der Tragarm (3) in eine Öffnung (2c) der Grundplatte (2) eingesetzt ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Tragarm (3) ein Verbindungsteil (31) mit einem Hohlraum (31b) umfasst, der mit der Öffnung (2c) der Grundplatte (2) in Verbindung steht.
Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (2) wenigstens über einen Großteil der Öffnung (2c) einen Durchzug (2d) aufweist, der das Verbindungsteil (31) aufnimmt. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (31b) zur Aufnahme eines den Scharnierstift vorspannenden Rastglieds augebildet ist. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (31b) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (2) im Randbereich mit einer Abfaltung (2b) ausgebildet ist. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (2) als Zieh- und Biegerteil hergestellt ist. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragarm (3) zwei zusammengesetzte Rohrabschnitte (31, 32) umfasst. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrabschnitte (31, 32) nahtlose Präzisionsstahlrohre sind. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrabschnitte (31, 32) miteinander verschweißt (33) sind. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster (31) der beiden Rohrabschnitte (31, 32) im Wesentlichen senkrecht zur Achse eines zweiten (32) der beiden Rohrabschnitte (31, 32) angeordnet ist. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnierauge (32a) des wenigstens einen Scharnierteils (1) durch einen im Wesentlichen vertikal angeordneten Rohrabschnitt (32) gebildet ist, dessen Höhe geringfügig höher ist als dessen Außendurchmesser. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser des das Scharnierauge (32a) bildenden Rohrabschnitts (32) kleiner ist als der Außendurchmesser des den Hohlraum (31b) umschließenden Rohrabschnitts (31). Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (2) und der Tragarm (3) durch wenigstens eine Schweißnaht (34, 35) miteinander verbunden sind. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (31b) in dem Tragarm (3) erst nach dem Verbinden mit der Grundplatte (2) hergestellt ist. Kraftfartrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (31b) einen gestuften Innenumfang aufweist. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierstift in einem als Rohrabschnitt ausgebildeten Scharnierauge (32a) drehbar gelagert ist. Kraftfahrzeugtürscharnierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragarm (3) in einem Winkel zur Normalen auf der Grundplatte (2) angeordnet ist. Kraftfahrzeugtürscharnier mit wenigstens einem Scharnierteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierstift in dem anderen Scharnierteil festgelegt ist. Kraftfahrzeugtürscharnier nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Scharnierteil ein Kraftfahrzeugtürscharnier ist, und dass das Kraftfahrzeugtürscharnier eine Schwenkbewegung um eine ortsfeste Achse ermöglicht. Kraftfahrzeugtürscharnier nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Scharnierteil ein Lenker eines Mehrgelenkscharniers, insbesondere eines Viergelenkscharbiers, ist, und dass das Mehrgelenkscharnier eine Schwenkbewegung um eine imaginäre wandernde Achse ermöglicht.






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