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Dokumentenidentifikation DE202005020982U1 18.01.2007
Titel Vorrichtung zur Geräuschverbesserung für verschließbare oder geschlossene Feuerstätten
Anmelder Hartmann, Uwe, 99096 Erfurt, DE
Vertreter Patentanwälte Liedtke & Partner, 99096 Erfurt
DE-Aktenzeichen 202005020982
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.01.2007
Registration date 04.12.2006
Application date from patent application 24.09.2005
File number of patent application claimed 10 2005 045 797.5
IPC-Hauptklasse F24B 13/00(2006.01)A, F, I, 20061004, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24C 15/00(2006.01)A, L, I, 20061004, B, H, DE   G01H 1/00(2006.01)A, L, I, 20061004, B, H, DE   H04R 3/00(2006.01)A, L, I, 20061004, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verbesserung des Geräuschverhaltens einer verschließbaren oder geschlossenen Feuerstätte.

Als Feuerstätten kommen im Sinne der Erfindung alle Arten von Kaminen, Heizöfen, Kachelöfen und dergleichen mit allen Arten von Brennstoffen wie Holz, Kohle, Alkohol oder anderen Kohlenwasserstoffen in Betracht. Insbesondere können Feuerstätten rein dekorativen Zwecken dienen.

Verschließbare oder geschlossene Feuerstätten werden vorzugsweise in Wohnräumen eingesetzt, weil sie eine geringere Verschmutzung der Wohnräume verursachen und sicherer sind als offene Feuerstellen. Sie werden in der Regel mit Türen verschlossen. Dadurch entsteht der Nachteil, dass sie stark schalldämpfend wirken. Ein Hauptbestandteil der Wirkung des Feuers wird so vermindert oder gar vollständig verhindert, nämlich die akustische Wahrnehmung des Knisterns und Knackens eines Holzfeuers.

Bei Feuerstätten, die mit anderen Brennstoffen als Holz betrieben werden, sind diese Geräusche überhaupt nicht vorhanden. Gerade die Geräusche eines Holzfeuers wirken jedoch über die Sinneswahrnehmung in vielfältiger Weise auf Anwesende, beispielsweise anregend, beruhigend oder entspannend.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die eine akustische Wahrnehmung von Holzverbrennungsgeräuschen bei geschlossenen Feuerstätten ermöglicht.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung, welche die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Signalquelle für Holzverbrennungsgeräusche, eine Steuereinheit mit einem Verstärker und einen Lautsprecher auf, wobei mittels des Verstärkers ein Signal der Signalquelle zu einem Ausgangssignal verstärkbar und das Ausgangssignal über den Lautsprecher, der im Bereich der Feuerstätte angeordnet ist, ausgebbar ist. Diese Vorrichtung ermöglicht in einer Anzahl von Ausgestaltungen die realistische akustische Wahrnehmung von Holzverbrennungsgeräuschen bei einer geschlossen Feuerstätte. Die Verwendung von mehr als einem Lautsprecher ist möglich und zweckmäßig, insbesondere für Stereobetrieb.

In einer ersten Variante der Erfindung ist die Signalquelle als Audiowiedergabegerät ausgebildet, in welchem ein Datenträger angeordnet ist, auf dem Daten von Verbrennungsgeräuschen gespeichert sind. Auf diese Weise können realistische Holzverbrennungsgeräusche auf einfache Weise erzeugt werden. Als Audiowiedergabegerät ist vorzugsweise ein CD- oder DVD-Spieler vorgesehen. Auf CD- oder DVD-Datenträgern können lange und/oder viele Sequenzen von Holzerbrennungsgeräuschen gespeichert werden, beispielsweise mit verschiedenen Holzsorten und Brennzuständen. Diese Datenträger sind zudem vorzugsweise mit geringem Aufwand austauschbar. Insbesondere können so auf unterschiedlichen Datenträgern Holzverbrennungsgeräusche von verschiedenen Holzsorten gespeichert sein. Diese Variante kann mit beliebigen Brennstoffen verwendet werden.

In einer zweiten Variante der Erfindung ist die Signalquelle als Richtmikrofon ausgebildet, welches auf die Feuerstätte ausgerichtet ist. Diese Variante wird zweckmäßigerweise für Feuerstätten mit Holzbeschickung verwendet. Auf diese Weise ist es nicht erforderlich, Holzverbrennungsgeräusche zu erzeugen, da sie auf natürlichem Wege bei der Verbrennung entstehen. Durch das Richtmikrofon können die natürlichen Holzverbrennungsgeräusche, die durch das Verschließen der Feuerstätte stark gedämpft werden, ohne konstruktive Veränderungen an der Feuerstätte erfasst und wahrnehmbar gemacht werden. Daher ist diese Variante insbesondere für bereits installierte Feuerstätten vorteilhaft.

In einer dritten Variante der Erfindung ist die Signalquelle als Mikrofon ausgebildet, welches in der Feuerstätte angeordnet ist. Auch diese Variante wird zweckmäßigerweise für Feuerstätten mit Holzbeschickung verwendet. Da das Mikrofon in der Feuerstätte anzuordnen ist, wird diese Variante zweckmäßigerweise für neu zu installierende Feuerstätten verwendet. Das Mikrofon und die Verbindung mit der Steuereinheit müssen wärme- oder hitzebeständig ausgeführt sein. Vorzugsweise steht das Mikrofon mit einem Brennraum der Feuerstätte in einer Luftverbindung. So wird der Schall optimal übertragen. Zu diesem Zweck kann das Mikrofon in einer Kavität des Brennraums angeordnet sein, so dass es nicht in körperlichem Kontakt mit dem Feuer steht. Mit dieser Variante ist eine höchst realistische Geräuschkulisse der Feuerstätte möglich, die mit der optischen Wahrnehmung perfekt übereinstimmt. Es ist von Vorteil, das Mikrofon zu kühlen, insbesondere mit einem separaten, nicht erhitzten Luftstrom.

Die Varianten mit einem Richtmikrofon oder Mikrofon können mit der Variante mit Audiowiedergabegerät kombiniert werden. Durch eine Bedienungshandlung kann dann zwischen den Signalquellen gewechselt werden. Es ist auch möglich, dass die Steuereinheit in einer Kombination solcher Varianten eines von mehreren Holzverbrennungsgeräuschen des Audiowiedergabegerätes anhand des Signals von dem Richtmikrofon oder Mikrofon einstellt, falls die originären Signale nach der Verstärkung nicht authentisch klingen.

In einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist ein mit der Steuereinheit verbundenen Messfühler in der Feuerstätte angeordnet, wobei die Steuereinheit die Ausgabe des Ausgangssignals in Abhängigkeit eines Messsignals des Messfühlers steuert. Dies ermöglicht eine mit der optischen Wahrnehmung des Feuers korrespondierende akustische Wahrnehmung, insbesondere hinsichtlich der Lautstärke des Ausgabesignals und/oder hinsichtlich der Häufigkeit der Holzverbrennungsgeräusche im Ausgabesignal.

In vorteilhaften Weiterbildungen misst der Messfühler eine Temperatur oder eine Farbe einer Verbrennung in der Feuerstätte oder einen Luftdurchsatz der Feuerstätte. Diese Messgrößen ermöglichen eine Aussage über die Intensität und Geschwindigkeit des Brennvorgangs in der Feuerstätte, so dass eine realistische akustische Wahrnehmung erzeugbar ist. Eine hohe Temperatur oder ein hoher Luftdurchsatz entsprechen dabei einem starken Brennvorgang ebenso wie eine gelbe Farbe der Verbrennung. Der Messfühler erzeugt in diesem Fall ein Messsignal hoher Amplitude. Eine niedrige Temperatur oder ein niedriger Luftdurchsatz entsprechen einem schwachen Brennvorgang ebenso wie eine rote oder schwarze Farbe der Verbrennung. Der Messfühler erzeugt in diesem Fall ein Messsignal niedriger Amplitude.

In einer anderen Weiterbildung ist der Messfühler als Richtmikrofon ausgebildet, mittels dessen die Steuereinheit die Häufigkeit der gedämpften Holzverbrennungsgeräusche ermittelt und als Steuergröße für die Ausgabe des Ausgangssignals verwendet. Insbesondere kann hierbei eine Signalquelle, insbesondere in Form eines Audiowiedergabegerätes, entsprechend gesteuert werden, so dass Holzverbrennungsgeräusche mit unterschiedlicher Lautstärke und/oder Häufigkeit ausgegeben werden.

In einer speziellen Ausführungsform schaltet die Steuereinheit die Ausgabe des Ausgangssignals ein, falls das Messsignal einen ersten vorgebbaren Schwellwert übersteigt. Die Holzverbrennungsgeräusche sind somit ausschließlich oberhalb des vorgebbaren Schwellwerts für die Messgröße wahrnehmbar. Ein manuelles Ausschalten ist zudem nicht erforderlich. Sobald die Feuerstätte abkühlt und die Messgröße unter den ersten Schwellwert fällt, wird die Ausgabe der Holzverbrennungsgeräusche automatisch ausgeschaltet. Der Energieverbrauch der Vorrichtung wird so reduziert.

In einer Weiterbildung dieser Ausführungsform schaltet die Steuereinheit die Ausgabe des Ausgangssignals aus, falls das Messsignal einen zweiten vorgebbaren Schwellwert unterschreitet, wobei der zweite Schwellwert einem schwächeren Brennvorgang entspricht als der erste Schwellwert. Dadurch wird eine Schalthysterese erreicht. Ein zufälliges Ein- und Ausschalten im Grenzbereich des ersten Schwellwertes kann so vermieden werden.

Es ist vorteilhaft, wenn die Steuereinheit in Abhängigkeit des Messsignals den Verstärker hinsichtlich der Amplitude des Ausgangssignals regelt. Dies ermöglicht eine mit der optischen Wahrnehmung des Feuers grob näherungsweise korrespondierende akustische Wahrnehmung.

In einer bevorzugten Ausgestaltung stellt die Steuereinheit in Abhängigkeit des Messsignals eine Häufigkeit der Verbrennungsgeräusche ein. Dies ermöglicht eine mit der optischen Wahrnehmung des Feuers korrespondierende, realistische akustische Wahrnehmung.

Vorzugsweise ist die Vorrichtung mittels einer Fernsteuerungseinheit fernbedienbar. Da die Vorrichtung vorzugsweise unauffällig im Bereich der Feuerstätte angeordnet und somit in der Regel schwer zugänglich ist, kann durch eine Fernsteuerung die Bedienung erleichtert werden.

Mittels der Fernsteuerungseinheit sind für die Ausgabe vorteilhafterweise eine Lautstärke und/oder eine Sequenz der Verbrennungsgeräusche und/oder ein Einschaltzustand der Vorrichtung und/oder ein automatischen Einschaltverhalten der Vorrichtung einstellbar. Damit lässt sich ein individuelles Geräuschverhalten der Feuerstätte mit geringem Aufwand einstellen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorrichtung vorzugsweise in einem Konvektionsraum der Feuerstätte angeordnet. Dadurch ist sie unauffällig im Bereich der Feuerstätte platziert. Im Kaltluftstrom wird die Vorrichtung zudem gekühlt.

Falls der mindestens eine Lautsprecher hinter einer Abdeckung oder sonstigen Blende angeordnet ist, wird diese vorteilhafterweise mit Öffnungen versehen, so dass der Schall von dem Lautsprecher nach außen dringen kann.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.

Dazu zeigen:

1 schematisch eine Vorrichtung mit Richtmikrofon in Ansichten von vorne und seitlich,

2 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung mit einem CD-Spieler,

3 einen Kachelofen mit Geräusch-Vorrichtung im Kaltluftbereich und

4 einen Kachelofen mit Geräusch-Vorrichtung im Heißluftbereich.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in drei Ansichten: Teilfigur 1a zeigt die Frontansicht, Teilfigur 1b eine erste Seitenansicht und Teilfigur 1c eine zweite Seitenansicht.

Die Vorrichtung 1 ist mit einem Gehäuse aus Metall versehen. Andere Werkstoffe wie Holz oder Kunststoff sind möglich. Das Gehäuse ist etwa 12 cm hoch, 18 cm breit und 5 cm tief. Es kann insbesondere schwarz, beige oder weiß sein. In der Frontwand 1.1 ist das Gehäuse mit Löchern 1.2 für den Schalldurchtritt von einem dahinter angeordneten, nicht abgebildeten Lautsprecher versehen. In der ersten Seitenwand 1.3 des Gehäuses ist ein Ein/Aus-Schalter 2 sowie ein Anschluss 3 für ein nicht abgebildetes Ladegerät angeordnet. An der zweiten Seitenwand 1.4 ist ein Richtmikrofon als Signalquelle 4 angeordnet. Nicht abgebildet ist eine Steuereinheit mit Verstärker, die sich im Inneren des Gehäuses befindet. Die Vorrichtung wird von einem nicht abgebildeten, wiederaufladbaren Akkumulator mit elektrischer Energie versorgt. Das Wiederaufladen erfolgt über den Anschluss 3 mittels des Ladegeräts. Das Richtmikrofon ist mit dem Eingang des Verstärkers verbunden. Der Lautsprecher ist mit dem Ausgang des Verstärkers verbunden.

Die Vorrichtung 1 wird so in der Nähe einer Feuerstätte angeordnet, dass das Richtmikrofon auf die Feuerstätte ausgerichtet ist. Vorzugsweise wird sie hinter einer Verkleidung oder Blende der Feuerstätte angeordnet, so dass sie optisch nicht störend wirkt. Sie kann an der Feuerstätte beispielsweise mittels Verschraubungen oder Magneten befestigt werden.

Wird die Vorrichtung 1 mittels des Schalters 2 eingeschaltet, so erfasst die Signalquelle 4 die Geräusche der Feuerstätte, insbesondere Holzverbrennungsgeräusche, und gibt diese in Form eines Signals an den Verstärker weiter. Dieser verstärkt das Signal zu einem Ausgangssignal, das der Lautsprecher ausgibt.

In einer alternativen Ausgestaltung kann der Lautsprecher in einem separaten Gehäuse angeordnet sein. Er kann dann unabhängig von der Steuereinheit und von der Signalquelle 4 platziert werden, so dass eine Ausrichtung auf einen Anwesenden möglich ist.

Anstelle eines Akkumulators kann ein permanenter Netzstromanschluss über ein Netzteil eingerichtet sein.

In 2 ist ein Blockschaltbild einer anderen Vorrichtung 1 dargestellt, die als Signalquelle 4 ein Audiowiedergabegerät aufweist, das als CD-Player ausgeführt ist. In dem CD-Player, der von der Steuereinheit 6 gesteuert wird, befindet sich eine CD mit unterschiedlichen Holzverbrennungsgeräuschen. Dabei sind die unterschiedlichen Holzverbrennungsgeräusche verschiedenen Brennintensitäten zugeordnet. Sie sind in separaten Spuren der CD gespeichert. Die Steuereinheit ist außer mit dem Lautsprecher 7 mit einem Messfühler 8 verbunden, der die Lufttemperatur in dem Brennraum der Feuerstätte 5 misst und als Messsignal der Steuereinheit zur Verfügung stellt. Die Steuereinheit ist außerdem mit einem Fernsteuerungsempfänger 9 verbunden, über den sie mittels einer Fernsteuerungseinheit 10 fernsteuerbar ist.

Mittels der Fernsteuerungseinheit 10 kann die Vorrichtung 1 ein- und ausgeschaltet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Betriebsmodi der Vorrichtung 1 umzuschalten.

Ein Betriebsmodus ist der Automatikbetrieb. In diesem wird die Vorrichtung 1 automatisch eingeschaltet, wenn das Messsignal ein Überschreiten eines ersten Schwellwertes von 300 °C für die Lufttemperatur in der Feuerstätte 5 anzeigt. Die Vorrichtung 1 wird automatisch ausgeschaltet, das Messsignal ein Unterschreiten eines zweiten Schwellwertes von 280 °C für die Lufttemperatur in der Feuerstätte 5 anzeigt. In anderen Ausführungsformen kann der erste Schwellwert beispielsweise alternativ mit einer Lufttemperatur von 150 °C oder 80 °C korrespondieren, wobei der zweite Schwellwert entsprechend darunter liegt. In einer Weiterbildung kann die Auswahl des Schwellwerts über die Fernsteuerungseinheit 10 vorgenommen werden.

In einem weiteren Betriebsmodus wertet die Steuereinheit 6 das Messsignal aus, um eine Intensitätsstufe des Brennvorgangs zu ermitteln. Je nach ermittelter Intensitätsstufe wird eine andere Spur der CD mit näherungsweise korrespondierenden Holzverbrennungsgeräuschen ausgegeben.

In einem anderen Betriebsmodus wird über die Fernsteuerungseinheit 10 manuell eine CD-Spur für Holzverbrennungsgeräusche mit einer individuellen Brennintensitätsstufe ausgewählt.

In einem alternativen Betriebsmodus kann eine Liste von nacheinander auszugebenden CD-Spuren, insbesondere für einen realistischen zeitlichen Verlauf von Holzverbrennungsgeräuschen mit verschiedenen Brennintensitätsstufen, mittels der Fernsteuerungseinheit 10 eingestellt werden. Vorzugsweise ist zumindest eine solche Liste fest in der Steuereinheit 6 programmiert, so dass sie über die Fernsteuerungseinheit 10 ohne vorherige manuelle Zusammenstellung aufgerufen werden kann.

Als Audioausgabegerät können auch ein Abspielgerät für auf Speichersteckkarten gespeicherte Klangdateien verwendet werden. Speichersteckkarten sind in einer Vielzahl von Formaten verfügbar. Sie ermöglichen eine hohe Lebensdauer der Vorrichtung 1, da kein mechanischer Verschleiß stattfindet. Auch hier können verschiedene Holzverbrennungsgeräusche gespeichert sein, die in entsprechender Weise ausgegeben werden.

Als Signalquelle 4 kann alternativ ein Synthesizer dienen, der Holzverbrennungsgeräusche automatisch erzeugt. Dies kann insbesondere nach Vorgaben der Steuereinheit 6, insbesondere in Abhängigkeit eines Messsignals eines Messfühlers 8, erfolgen. Insbesondere können die Häufigkeit und/oder die Lautstärke von Knack-Geräuschen in Abhängigkeit einer Brennintensität bestimmt werden.

In alternativen Ausgestaltungen kann anstelle eines Temperaturfühlers insbesondere ein Luftmengen-, Luftmassen- oder Luftgeschwindigkeitsmesser verwendet werden. Der Luftdurchsatz ist ein Maß für die Brennintensität der Feuerstätte 5. Ein solcher Messfühler wird vorteilhafterweise im Kaltluft-Zustrom der Feuerstätte 5 positioniert. Ein alternativer Messfühler ermittelt eine Farbe der Verbrennung. Bei einer Holzverbrennung findet das Knacken des Holzes in besonderem Maße bei gelber Flamme statt. Bei weißer oder roter Glut oder bei kaltem oder abkühlendem schwarzen Innenraum ist das Knacken kaum noch vorhanden. Entsprechend stellt die Steuereinheit 6 bei gelber Verbrennungsfarbe eine hohe Häufigkeit von Holzverbrennungsgeräuschen entsprechend einer starken Brennintensität oder Brennintensitätsstufe ein. Bei anderen Farben stellt sie eine niedrige Häufigkeit von Holzverbrennungsgeräuschen entsprechend einer schwachen Brennintensität oder Brennintensitätsstufe ein.

3 zeigt die Anordnung einer nicht hitzbeständigen erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem Kaltluft-Konvektionsbereich einer als Kachelofen ausgeführten Feuerstätte.

4 zeigt die Anordnung einer hitzebeständigen erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem Heißluftbereich einer als Kachelofen ausgeführten Feuerstätte.

1
Vorrichtung
1.1
Frontwand
1.2
Löcher
1.3
Erste Seitenwand
1.4
Zweite Seitenwand
2
Schalter
3
Anschluss
4
Signalquelle
5
Feuerstätte
6
Steuereinheit
7
Lautsprecher
8
Messfühler


Anspruch[de]
Vorrichtung (1) zur Verbesserung des Geräuschverhaltens einer verschließbaren oder geschlossenen Feuerstätte (5), aufweisend eine Signalquelle (4) für Holzverbrennungsgeräusche, eine Steuereinheit (6) mit einem Verstärker und einen Lautsprecher (7), wobei mittels des Verstärkers ein Signal der Signalquelle (4) zu einem Ausgangssignal verstärkbar und das Ausgangssignal über den Lautsprecher (7), der im Bereich der Feuerstätte (5) angeordnet ist, ausgebbar ist. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalquelle (4) als Audiowiedergabegerät ausgebildet ist, in welchem ein Datenträger angeordnet ist, auf dem Daten von Verbrennungsgeräuschen gespeichert sind. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Audiowiedergabegerät als CD- oder DVD-Spieler ausgebildet ist. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalquelle (4) als Richtmikrofon ausgebildet ist, welches auf die Feuerstätte (5) ausgerichtet ist. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalquelle (4) als Mikrofon ausgebildet ist, welches in der Feuerstätte (5) angeordnet ist. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen mit der Steuereinheit (6) verbundenen Messfühler (8), der in der Feuerstätte (5) angeordnet ist, wobei die Steuereinheit (6) die Ausgabe des Ausgangssignals in Abhängigkeit eines Messsignals des Messfühlers (8) steuert. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Messfühler (8) eine Temperatur oder eine Farbe einer Verbrennung in der Feuerstätte oder einen Luftdurchsatz der Feuerstätte (5) misst. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (6) die Ausgabe des Ausgangssignals einschaltet, falls das Messsignal einen ersten vorgebbaren Schwellwert übersteigt. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (6) die Ausgabe des Ausgangssignals ausschaltet, falls das Messsignal einen zweiten vorgebbaren Schwellwert unterschreitet, wobei der zweite Schwellwert einem schwächeren Brennvorgang entspricht als der erste Schwellwert. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (6) in Abhängigkeit des Messsignals den Verstärker hinsichtlich der Amplitude des Ausgangssignals regelt. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (6) in Abhängigkeit des Messsignals eine Häufigkeit der Verbrennungsgeräusche einstellt. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Fernbedienbarkeit mittels einer Fernsteuerungseinheit. Vorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Fernsteuerungseinheit für die Ausgabe eine Lautstärke und/oder eine Sequenz der Verbrennungsgeräusche und/oder ein Einschaltzustand der Vorrichtung (1) und/oder ein automatischen Einschaltverhalten der Vorrichtung (1) einstellbar sind. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Anordnung in einem Konvektionsraum der Feuerstätte (5).






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