PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60118731T2 18.01.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001294230
Titel STABILISIERUNG VON LICHTEMPFINDLICHEN SUBSTANZEN
Anmelder Ciba Speciality Chemicals Water Treatments Ltd., Bradford, West Yorkshire, GB
Erfinder ROSE, Simon Alexander Hanson, Bradford, West Yorkshire BD2 2HX, GB;
GREY, Bryan David, West Yorkshire BD6 1BE, GB;
KULLAR, Jatinder Singh, Bradford, West Yorkshire BD2 4BJ, GB
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60118731
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.06.2001
EP-Aktenzeichen 019515758
WO-Anmeldetag 12.06.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/EP01/06602
WO-Veröffentlichungsnummer 2002000023
WO-Veröffentlichungsdatum 03.01.2002
EP-Offenlegungsdatum 26.03.2003
EP date of grant 12.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.01.2007
IPC-Hauptklasse A01N 25/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Wasser-in-Öl-Emulsionszusammensetzungen, umfassend lichtempfindliche Substanzen. In den Emulsionszusammensetzungen werden lichtempfindliche Substanzen gegen schnelle Zersetzung geschützt. Die Erfindung betrifft ebenfalls Emulsionen, umfassend lichtempfindliche Pestizide und im Besonderen Schädlingsbekämpfungsmittel-Formulierungen (Pestizid-Formulierungen), welche diese Emulsionen umfassen.

Es ist allgemeine Praxis, verschiedene hydrophobe aktive Materialien, wie beispielsweise Herbizide und Pestizide, in der Form von Öl-in-Wasser-Emulsionen bereitzustellen. Solche Emulsionen sind ein bequemes Vehikel für den aktiven Bestandteil, da eine wässrige Emulsion leicht zu handhaben ist und leicht für geeignete Verteilung verdünnt werden kann. Die WO-A-89/03175 beschreibt Öl-in-Wasser-Emulsionen mit landwirtschaftlichen Bestandteilen und Tensiden in der wässrigen Phase. Die aufgelisteten Tenside schließen ethoxylierte Alkohole, anionisch/nicht-ionische Mischungen, Block-Copolymere, nicht-ionische ethoxylierte Alkohole und andere Arten ein. Keines der aufgezeigten landwirtschaftlichen aktiven Bestandteile ist lichtempfindlich.

Kürzlich beschrieb die WO-A-95/07613 Öl-in-Wasser-Emulsionen, welche ein wasserlösliches Stabilisierungsmaterial in der wässrigen Phase und ein öllösliches Stabilisierungsmaterial in der Ölphase umfassen. Es wurde beschrieben, dass die Emulsionen verbesserte Stabilität zeigten. Eine Aufgabe dieser Referenz betrifft die Verbesserung der Abgabe von landwirtschaftlichen Pestiziden und anderen aktiven Bestandteilen und die Überwindung des Problems, geeignete Formulierungen von wasserunlöslichen Pestiziden bereitzustellen angesichts der Schwierigkeit, diese als Zusammensetzungen zu formulieren, welche eine hohe Konzentration aufweisen, welche jedoch leicht verdünnt werden können, um eine sprühbare Zusammensetzung zu bilden. Verschiedene Pestizide sind beschrieben, einschließlich Cypermethrin und Fenvalerat, welche Pyrethroide der vierten Generation bzw. dritten Generation sind, welche relativ stabil gegenüber Sonnenlicht sind.

Es wurden verschiedene Versuche unternommen, die Stabilität lichtempfindlicher Substanzen zu verbessern.

Zum Beispiel beschreibt die US-A-5591727 eine Insektizidzusammensetzung, welche mindestens ein Pyrethroid, mindestens ein UV-Absorptionsmittel und mindestens ein Antioxidationsmittel aus der Gruppe, bestehend aus Tocopherolderivaten und Citronensäureestern, umfasst. Diese Insektizidzusammensetzung kann in flüssiger Form unter Zugabe von Verdünnungsmittel oder Lösungsmittel, wie beispielsweise als eine wässrige und/oder Ölsuspension verwendet werden. Keine spezifischen Ausführungsformen von Emulsionen sind aufgezeigt.

Die US-A-4668666 beschreibt Pestizidzusammensetzungen aufbauend auf Pyrethrum und synthetischen Pyrethroiden, die ein flüssiges Alkylarylsiliconpolymer einschließen, welches das Insektizid stabilisiert, um eine verlängerte wirksame Vertilgungslebensspanne zu liefern. Es wird angegeben, dass Ultraviolettschutzsubstanzen und Insektenabwehrmittel ebenfalls eingeschlossen werden können.

Die JP-A-60197607 beschreibt ein Bekämpfungsmittel, welches Pyrethroid als einen aktiven Bestandteil enthält, umfassend ein Pyrethroid als einen aktiven Bestandteil, wie beispielsweise Pyrethrin I oder II, extrahiert aus Dalmatienpyrethrum, Pyrethrinen, erhalten aus Esterbildung von Chrysanthemumsäure, enthaltend Cinerin I und II, und einen Alkohol oder Allethrin, Tetramethrin, Resmethrin, Fenoton, Decamethrin oder Fenvalerat, welche synthetische lichtstabile Pyrethroide sind, erhalten durch Modifikation von sowohl der Chrysanthemumsäure und der Alkoholeinheiten. Sie können in Form einer Emulsion verwendet werden.

Die JP-B-3041709 beschreibt die Stabilisierung von Pyrethroidverbindungen in verdünnten wässrigen Zusammensetzungen. Es wird gesagt, dass die Zusammensetzungen einen äquivalenten Anteil (1:1) von Tensid und Pyrethroidverbindung enthalten und dass die Menge an Tensid in dem Bereich von 0,01 bis 1 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 0,5 Gew.-%, liegt. Die Tenside sind überwiegend auf Polyoxyethylen basierende Verbindungen, zum Beispiel Polyoxyethylenalkyallylether-Copolymer mit Alkylallylsulfonat.

Indes exisitiert immer noch ein Bedarf an einer Zusammensetzung, in welcher der Schutz von lichtempfindlichen Substanzen effektiver reguliert werden kann. Im Besonderen existiert ein Bedarf daran, wässrige Konzentrate von lichtempfindlichen Substanzen (z.B. Pyrethroide) für längere Zeiträume zu stabilisieren. Im Besonderen wird nirgendwo im vorher erwähnten Stand der Technik eine Lösung bereitgestellt für die Aufgabe der Langzeitlagerung von Pyrethroidkonzentraten, z.B. umfassend Konzentrationen von mindestens 10% Pyrethroidwirkstoff.

Zusätzlich existiert ein Bedarf, eine Zusammensetzung bereitzustellen, welche wirksam lichtempfindliche Verbindungen gegen Lichtzersetzung stabilisiert, welche jedoch wirksam bei niedrigeren Konzentrationen des Tensids, bezogen auf das Gewicht des lichtempfindlichen Wirkstoffs, ist.

Zusätzlich wäre es auch wünschenswert, eine Zusammensetzung auf zweckmäßige Weise bereitzustellen, in welcher lichtempfindliche Substanzen in einer zweckmäßigen Formulierung geschützt sind und welche auch das Erfordernis für zusätzliche UV-Absorptionsmittel beseitigt. Es wäre insbesondere wünschenswert, lichtempfindliche Pestizide auf zweckmäßige Weise gegen Zersetzung zu schützen. Überdies gibt es auch einen Bedarf, eine stärker verlässliche Kontrolle der Zersetzung von lichtempfindlichen Pestiziden bereitstellen zu können, so dass maximale Wirksamkeit über eine vordefinierte Zeitperiode gezeigt wird und nach einer verlängerten Zeitperiode niedrige Gehalte an Pestizid übrigbleiben, z.B. Gehalte unterhalb eines solchen, bei welchem keine biologische Aktivität beobachtet wird. Es gibt ebenfalls einen Bedarf an einer Zusammesetzung, welche alle diese Merkmale aufweist und welche ebenfalls ihre Aktivität behält, wenn sie in der Dunkelheit gelagert wird.

Aus diesem Grund stellen wir gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung eine Emulsion bereit, umfassend eine organische diskontinuierliche Phase, welche innerhalb einer kontinuierlichen wässrigen Phase verteilt ist,

wobei die organische Phase einen lichtempfindlichen aktiven Bestandteil umfasst,

und die Emulsion durch ein wasserlösliches Stabilisierungsmaterial in der wässrigen Phase stabilisiert ist,

wobei das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial ein wasserlösliches Stabilisierungspolymer ist, welches eine Vielzahl von hydrophilen und hydrophoben Gruppen aufweist und aus

partiell hydrolisiertem Polyvinylacetat und

Additionscopolymeren, welche aus

  • (i) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Carbonsäureester und
  • (ii) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigten Carbonsäureanhydrid gebildet werden,
ausgewählt ist, und wobei die organische Phase weiterhin
  • a) ein organisches Lösungsmittel, welches bei 25°C eine Flüssigkeit darstellt, und/oder
  • b) ein die organische Phase stabilisierendes Material, welches hydrophobe Einheiten aufweist und ein Material ist, welches in der organischen Phase löslicher als in der wässrigen Phase ist,
umfasst, wobei der lichtempfindliche aktive Bestandteil Pyrethrum oder ein Pyrethroid der ersten oder zweiten Generation ist.

Der lichtempfindliche wirksame Bestandteil ist ein Material, welches sich in Reinform bei Lichteinwirkung, z.B. Sonnenlicht, zersetzt.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung stellt eine Schädlingsbekämpfungsmittel-Formulierung bereit, umfassend eine stabile Emulsion, umfassend eine organische diskontinuierliche Phase, welche innerhalb einer kontinuierlichen wässrigen Phase verteilt ist,

wobei die organische Phase einen lichtempfindlichen aktiven Bestandteil umfasst,

und die Emulsion durch ein wasserlösliches Stabilisierungsmaterial in der wässrigen Phase stabilisiert ist,

wobei das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial ein wasserlösliches Stabilisierungspolymer ist, welches eine Vielzahl von hydrophilen und hydrophoben Gruppen aufweist und aus

partiell hydrolisiertem Polyvinylacetat und

Additionscopolymeren, welche aus

  • (i) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Carbonsäureester und
  • (ii) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigten Carbonsäureanhydrid gebildet werden,
ausgewählt ist, und wobei die organische Phase weiterhin
  • a) ein organisches Lösungsmittel, welches bei 25°C eine Flüssigkeit darstellt, und/oder
  • b) ein die organische Phase stabilisierendes Material, welches hydrophobe Einheiten aufweist und ein Material ist, welches in der organischen Phase löslicher als in der wässrigen Phase ist,
umfasst, wobei der lichtempfindliche aktive Bestandteil Pyrethrum oder ein Pyrethroid der ersten oder zweiten Generation ist.

Die Schädlingsbekämpfungsmittel-Formulierung wird vorzugsweise für spezielle lokalisierte Anwendungen verwendet, z.B. Hausgebrauch, industrielle und veterinärmedizinische Anwendungen. Typischerweise kann die Behandlung dazu dienen, Kolonien von Insekten zu vertilgen oder andere Insektenbefälle zu behandeln. Aus diesem Grund tendieren solche Behandlungen dazu, lokalisiert zu sein, im Gegensatz zu z.B. großflächigen landwirtschaftlichen Behandlungen.

Das lichtempfindliche Pestizid ist ein Pesitzidmaterial, welches sich in Reinform bei Lichteinwirkung, z.B. Sonnenlicht, zersetzt. Typische Beispiele für lichtempfindliche Pestizide schließen Pyrethroide der ersten und zweiten Generation, z.B. Pyrethrum oder d-Phenothrin ein.

Das wasserlösliche Stabilisierungspolymer kann aus Stabilisierungsmitteln für die wässrige Phase ausgewählt werden, wie in der WO-A-95/07613 aufgezeigt.

Typischerweise umfasst das wasserlösliche Stabilisierungspolymer sowohl hydrophile Einheiten als auch hydrophobe Einheiten in einem solchen Anteil, dass das Stabilisierungsmittel in der wässrigen Phase löslicher als in der organischen Phase ist. Das Stabilisierunsmittel kann ein Polymertensid sein, welches ein hohes hydrophiles lipophiles Gleichgewicht (HLB) zeigt, z.B. HLB von mindestens 6, vorzugsweise im Bereich von 8 bis 12.

Wünschenswerterweise schließt das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial z.B. teilweise oder vollständig hydrolysiertes Polyvinylacetat ein. Vorzugsweise ist jedoch das wasserlösliche Stabilisierungsmittel ein Additionscopolymer von wasserlöslichem oder potentiell wasserlöslichem, ethylenisch ungesättigtem Monomer und wasserunlöslichen, ethylenisch ungesättigten Monomeren. Unter wasserlöslich verstehen wir, dass das wasserlösliche Monomer eine Löslichkeit in Wasser von mindestens 5 g in 100 ml Wasser aufweist. Potentiell wasserlöslich bedeutet, dass das Monomer bei Zugabe von Wasser reagieren wird und ein wasserlösliches Monomer mit dem benötigten Grad an Wasserlöslichkeit bereitstellt, z.B. Maleinanhydrid. Unter wasserunlöslichem Monomer verstehen wir, dass das Monomer eine Löslichkeit in Wasser von nicht mehr als 5 g in 100 ml Wasser aufweist. Häufig wird das wasserunlösliche Monomer eine Löslichkeit in Wasser von unterhalb 1 oder 2 g in 100 ml aufweisen und hat typischerweise eine vernachlässigbare Löslichkeit. Wenn das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial ein teilweise hydrolysiertes Polyvinylacetat ist, wird es typischerweise hergestellt durch Hydrolysieren eines Vinylacetatpolymers. Zum Beispiel kann das Homopolymer von Vinylacetat erst durch wässrige Emulsionspolymerisation hergestellt werden und das Polyvinylacetat kann teilweise durch Reaktion mit Natriumhydroxid hydrolysiert werden, um viele der Vinylacetat-Wiederholungseinheiten in Vinylalkohol-Wiederholungseinheiten zu überführen. Das Polyvinylacetat kann z.B. zu mindestens 90% hydrolysiert, vorzugsweise zu ungefähr 95% hydrolysiert sein.

Vorzugsweise ist das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial ein Additionspolymer von wasserunlöslichem, ethylenisch ungesättigtem Monomer und wasserlöslichem, ethylenisch ungesättigtem Monomer, welche frei von Polyethoxygruppen sind, z.B. ethylenisch ungesättigte Monomere, welche funktionelle Gruppen tragen, wie beispielsweise Carbonsäure-, Amin-, Amid-, Hydroxy- oder andere polare oder ionische Gruppen. Bervorzugter wird das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial ausgewählt aus Additionscopolymeren, gebildet aus a) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Carbonensäureester und b) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonensäure oder ethylenisch ungesättigtem Carbonensäureanhydrid, und wobei das Polymer mit einer basischen Verbindung kombiniert wird, um das Polymer wasserlöslich zu machen.

In einer besonders bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial ein Polymer, gebildet aus a) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Carbonensäureester, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Methylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylacrylat, Ethylmethacrylat, n-Propylacrylat, n-Propylmethacrylat, Isopropylacrylat und Isopropylmethacrylat, b) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonensäure oder ethylenisch ungesättigtem Carbonsäureanhydrid, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure und Maleinanhydrid. Wünschenswerterweise kann das Polymer 50 bis 90 Gew.-% Methylacrylat, 10 bis 30% Ethylmethacrylat und 10 bis 40% Maleinanhydrid umfassen.

Das Polymer kann durch eine wässrige Emulsionspolymerisationsstandardtechnik hergestellt werden, gefolgt von Reakion mit einer basischen Verbindung, wie beispielsweise Natriumhydroxid, um die Ester zu verseifen und das Polymer wasserlöslich zu machen. In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform kann das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial in einem organischen Lösungsmittel hergestellt werden, gefolgt von Abtrennen des Polymers und Neutralisieren unter Verwendung eines basischen Mittels, um eine neutralisierte wässrige Lösung zu bilden. Die Polymerisation kann unter Verwendung eines geeigneten Initiierungssystems erreicht werden, z.B. unter Verwendung von thermischen Azoinitiatoren, z.B. Azobisisobutyronitril (AZDN).

Die Menge an benötigtem wasserlöslichem Stabilisierungsmaterial variiert abhängig von dem besonderen Stabilisierungsmittel und dem Verhältnis an dispengierter Phase zu wässiger Phase, welche in der Emulsion enthalten sind. Typischerweise umfasst die Emulsion das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial in einer Menge von 0,1 bis 15,0 Gew.-% der Emulsion. Vorzugsweise liegt die Menge an wasserlöslichem Stabilisierungsmittel zwischen 1,5 und 8 Gew.-% der Emulsion.

Im allgemeinen kann die Menge an wasserlöslichem Stabilisierungsmaterial weniger als 30 Gew.-% bezogen auf das Gewicht an lichtempfindlichem Wirkstoff betragen. Gewöhnlich liegt die Menge an wasserlöslichem Stabilisierungsmaterial nicht über 20% und typischerweise wird sie häufig um 10 Gew.-% liegen.

Die organische Phase kann ein beliebiges organisches Lösungsmittel umfassen, welches bei 25°C eine Flüssigkeit darstellt und eine Substanz ist, in welcher der lichtempfindliche Wirkstoff löslich, mischbar oder dispergierbar ist. Vorzugsweise wird der Wirkstoff in dem organischen Lösungsmittel gelöst. Das organische Lösungsmittel kann eine aromatische oder aliphatische organische Flüssigkeit sein, z.B. eine C3- oder höheralkyl-substituierte aromatische Verbindung oder ein Alkylbenzen/Lösungsmittelnaphtha. Vorzugsweise ist das organische Lösungsmittel ein Alkylester einer Carbonsäure. Bevorzugter ist das Lösungsmittel ein Carbonsäureester, in welchem die/eine Alkoholeinheit mindestens 4 Kohlenstoffatome enthält, z.B. ein C4-30-Alkylester einer Carbonsäure. Typischerweise kann dies ein monomerer, jedoch gesättigter Ester sein, wie beispielsweise Isobutylacetat, Laurylacetat, Isobutylisobutyrat und Laurylisobutyrat. Es kann z.B. ein monomerer, ethylenisch ungesättigter Ester sein, z.B. Isobutylmethacrylat oder Laurylmethacrylat.

Wenn die organische Phase ein organisches Lösungsmittel umfasst, liegt dieses idealerweise in einer Menge vor, welche sowohl Stabilität der Emulsion als auch lange Lebensdauer des lichtempfindlichen wirksamen Materials fördert. Typischerweise wird das organische Lösungsmittel in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-% der Emulsion verwendet. Vorzugsweise umfasst die Emulsion das organische Lösungsmittel in einer Menge von 10 bis 45 Gew.-%, bevorzugter 20 bis 40 Gew.-%. Wir haben herausgefunden, dass hochwirksame Ergebnisse erhalten werden können, wenn die Emulsion 25 bis 35 Gew.-% organisches Lösungsmittel umfasst.

Alternativ umfasst die organische Phase ein die organische Phase stabilisierendes Material, welches eine Substanz ist, die in der organischen Phase vergleichsweise löslicher als in der wässrigen kontinuierlichen Phase ist. Das Stabilisierungsmittel für die organische Phase kann ausgewählt werden aus Aditionscopolymeren, gebildet aus a) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Monomer, enthaltend C8-30-Alkyleinheiten, b) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigtem Säureanhydrid und c) wahlweise anderen wasserunlöslichen, ethylenisch ungesättigten Monomeren. Das ethylenisch ungesättigte Monomer, enthaltend C8-30-Alkyleinheiten, kann z.B. (Meth)acrylester, N-substituierte (Meth)acryamide und (Meth)allylether sein. Vorzugsweise wird das die organische Phase stabilisierende Material ausgewählt aus Additionspolymeren, gebildet aus einer Monomerenmischung, umfassend a) 60 bis 90 Gew.-% C8-30-Alkyl(meth)acrylat, b) 10 bis 40 Gew.-% mindestens eines Monomers, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Maleinsäure, Maleinanhydrid, Acrylsäure und Methacrylsäure und c) 0 bis 50 Gew.-% mindestens eines Monomers, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus C1-7-Alkyl(meth)acrylaten, Styrol, Vinylacetat und Acrylnitril.

Typischerweise können die polymeren Stabilisierungsmittel für die organische Phase durch Polymerisation der Monomerenmischung in einem organischen Lösungsmittel unter Verwendung von Standardpolymerisationstechniken hergestellt werden. Solche Polymere können geeigneterweise durch Polymerisation einer Lösung der Monomerenmischung in einem geeigneten organischen Lösungsmittel und z.B. unter Anwendung von geeigneten radikalerzeugenden Initiatoren, z.B. thermischen Initiatioren, z.B. Azobisisobutyronitril (AZDN), gebildet werden.

Ein alternatives bevorzugtes Stabilisierungsmittel für die organische Phase ist ein Tensid mit geringem hydrophilen/lipophilen Gleichgewicht (HLB). Typischerweise umfasst das Tensid ein hydrophiles/lipophiles Gleichgewicht von unterhalb 7, vorzugsweise im Bereich von 2 bis 6. Das Tensid mit niedrigem HLB muss nicht zwingend ein Polymer sein, vorausgesetzt, dass die Verbindung hydrophile und lipophile Einheiten in Anteilen umfasst, so dass es in der organischen Phase löslicher als in der wässrigen Phase ist. Ein besonders bevorzugtes erfindungsemäßes Tensid mit niedrigem HLB schließt Sorbitanmonooleat ein. Die Menge des benötigten, die organische Phase stabilisierenden Materials variiert abhängig von dem besonderen Stabilisierungsmittel und dem Anteil an dispengierter Phase zu wässriger Phase, welche in der Emulsion enthalten sind. Wir haben im Allgemeinen gefunden, dass zur Erreichung von maximaler Stabilität und maximalem Schutz für die lichtempfindliche Substanz oder im speziellen für das lichtempfindliche Pestizid es für das die organische Phase stabilisierende Material wünschenswert ist, in der Emulsion in einer Menge von 0,1 bis 15,0 Gew.-% der Emulsion anwesend zu sein. Wir haben indes gefunden, dass die besten Ergebnisse erhalten werden, wenn das Stabilisierungsmittel in einer Menge von 1,5 bis 8 Gew.-% anwesend ist.

In einer bevorzugten Zusammensetzung umfasst die Emulsion in der organischen Phase sowohl ein organisches Lösungsmittel in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-% als auch ein polymeres Stabilisierungsmittel für die organische Phase in einer Menge von 0,1 bis 15 Gew.-%.

Es kann wünschenswert sein, andere Bestandteile in die Emulsion des ersten Aspekts der Erfindung und die Schädlingsbekämpfungsmittel-Formulierung des zweiten Aspekts der Erfindung einzuschließen. Um zum Beispiel Probleme mit Instabilität bei kalten Temperaturen zu verhindern, kann es wünschenswert sein, Frostschutzadditive einzuschließen, z.B. Monopropylenglykol und Monoethylenglykol.

Wir haben gefunden, dass die Emulsionen überraschend gute Ergebnisse beim Schutz des lichtempfindlichen wirksamen Bestandteils gegen die Wirkungen von Licht, z.B. Sonnenlicht, liefern. Wir haben gefunden, dass der lichtempfindliche wirksame Bestandteil gegen die schädlichen Wirkungen von Licht (im Besonderen Sonnenlicht) für verlängerte Zeitperioden geschützt werden kann, selbst bei Abwesenheit von UV-Absorptionsmitteln oder Antioxidationsmitteln. Aus diesem Grund ist es uns möglich, zweckmäßig Zusammensetzungen mit einem verlängertem Schutz von lichtempfindlichen wirksamen Bestandteilen bereitzustellen, was die Verwendung von teuren oder umweltschädlichen chemischen UV-Absorptionsmitteln oder Antioxidationsmittel-Coadditiven vermeidet. Aus diesem Grund haben wir in einer noch bevorzugteren Zusammensetzung gefunden, dass der lichtempfindliche Wirkstoff gegen die zersetzenden Wirkungen von Licht, insbesondere Sonnenlicht, geschützt wird, selbst im wesentlichen unter Abwesenheit von UV-Absorptionsmitteln oder Antioxidationsmitteln. In einer bevorzugteren Ausführungsform behält die Zusammensetzung im wesentlichen ihre gesamte Aktivität, wenn sie in der Dunkelheit gelagert wird und behält idealerweise in der Dunkelheit so viel Aktivität wie das reine Pestizid.

Folglich stellen wir in einer bevorzugteren Ausführungsform des ersten Aspektes der Erfindung eine stabile Emulsion bereit, welche im wesentlichen aus einer organischen Phase besteht, enthaltend i) einen lichtempfindlichen wirksamen Bestandteil und ii) ein organisches Lösungsmittel, welches bei 25°C eine Flüssigkeit ist, und/oder ein die organische Phase stabilisierendes Material, umfassend hydrophobe Einheiten und welches ein Material ist, welches in der organischen Phase löslicher als in der wässrigen Phase ist, wobei die organische Phase innerhalb einer wässrigen kontinuierlichen Phase verteilt ist, die Wasser und ein wasserlösliches Stabilisierungsmaterial enthält, welches ein wasserlösliches Stabilisierungspolymer ist, welches eine Vielzahl von hydrophilen und hydrophoben Gruppen aufweist, und wahlweise eine Frostschutzverbindung.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung stellen wir auch eine Schädlingsbekämpfungsmittelformulierung bereit, umfassend eine stabile Emulsion, im Wesentlichen bestehend aus einer organischen Phase, enthaltend i) ein lichtempfindliches Pestizid und ii) ein organisches Lösungsmittel, welches bei 25°C eine Flüssigkeit ist, und/oder ein die organische Phase stabilisierendes Material, welches hydrophobe Einheiten umfasst und ein Material ist, welches in der organischen Phase löslicher als in der wässrigen Phase ist, wobei die organische Phase innerhalb einer wässrigen kontinuierlichen Phase verteilt ist, welche Wasser und ein wasserlösliches Stabilisierungsmaterial enthält, welches ein wasserlösliches Stabilisierungspolymer ist, welches eine Vielzahl von hydrophilen und hydrophoben Gruppen aufweist, und wahlweise eine Frostschutzverbindung.

Ein wichtiger Aspekt der Schädlingsbekämpfungsmittel-Formulierungen ist, dass das Pestizid ausreichend wirksam sein muss, um eine wirksame Kontrolle gegen Schädlinge für eine ausreichende Zeit zu liefern. Aus diesem Grund ist es wünschenswert, dass bei Anwendung der Schädlingsbekämpfungsmittel-Formulierung die Zersetzung des Pestizids bei Lichteinwirkung, im Besonderen Sonnenlicht, vermindert ist, so dass im wesentlichen vollständige Zersetzung eine mindestens 2 × oder 3 × so lange Zeit benötigt, als wenn die lichtempfindliche Substanz (z.B. das Pestizid) in reiner Form vorliegt. Wir finden häufig, dass die Langlebigkeit der Zusammensetzung so ist, dass die Zersetzung eine mindestens 10 × so lange Zeit benötigt, als für die reine Substanz. Vorzugsweise benötigt diese Zersetzung eine 5 × bis 20 × so lange Zeit, als wenn die Substanz in reiner Form vorliegt.

Es wird auch zunehmend wichtig, restliche Gehalte an Pestizid zu kontrollieren, im Besonderen für Hausanwendungen, industrielle und veterinärmedizinische Anwendungen. Aus diesem Grund haben wir herausgefunden, dass bevorzugt die Schädlingsbekämpfungsmittel-Formulierungen der vorliegenden Erfindung bei Lichteinwirkung niedrige Restgehalte an dem Pestizid nach 12 Wochen, bevorzugt nach 6 Wochen zeigen. Idealerweise liegen die Mengen an Pestizid, welche nach 6 oder 12 Wochen verbleiben, unterhalb den Gehalten, welche biologische Wirksamkeit zeigen. Noch bevorzugter verbleibt im Wesentlichen kein Pestizid oder nur solche Gehalte an Pestizid, welche im Wesentlichen nicht detektierbar sind, nach dieser Zeitperiode.

Wenn die Zusammensetzung zum Beispiel ein Insektizidkonzentrat ist, welches z.B. mindestens 10% Pyrethroidverbindung enthält, kann es als solches direkt verwendet werden oder, alternativ, verdünnt werden. Typischerweise würde das Konzentrat bis zu einer wirksamen Konzentration von 0,1 bis 0,5 Gew.-% Pyrethroid verdünnt werden. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung tendiert dazu, relativ geringe Mengen an Stabilisierungsmaterialien, bezogen auf das Gewicht an aktivem Bestandteils, zu enthalten. Folglich werden verminderte Gehalte an oberflächenaktiven Matieralien in die Umwelt freigesetzt.

Gemäß einem weiteren Aspekts der Erfindung stellen wir ein Verfahren zum Schützen einer lichtempfindlichen Substanz bereit, welche sich in reiner Form bei Lichteinwirkung, vorzugsweise Sonnenlicht, zersetzt, wobei das Verfahren zum Schützen die Schritte

  • A) Bilden einer organischen Phase, welche die lichtempfindliche Subtanz umfasst,
  • B) Bilden einer wässrigen Phase, welche Wasser und ein wasserlösliches Stabilisierungsmaterial, das ein Polymer mit einer Vielzahl von hydrophilen und hydrophoben Gruppen ist und das in der wässrigen Phase gelöst ist, umfasst,
  • C) Einführen der in Schritt 1 gebildeten organischen Phase in die in Schritt 2 gebildete wässrige Phase und mechanisches Homogenisieren, wodurch eine stabile Öl-in-Wasser-Emulsion bereitgestellt wird,
umfasst, wobei das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial ein wasserlösliches Stabilisierungspolymer ist, welches eine Vielzahl von hydrophilen und hydrophoben Gruppen aufweist und aus

partiell hydrolysiertem Polyvinylacetat und

Additionscopolymeren, welche aus
  • (i) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Carbonsäureester und
  • (ii) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigten Carbonsäureanhydrid gebildet werden,
ausgewählt ist, und wobei die organische Phase weiterhin
  • a) ein organisches Lösungsmittel, welches bei 25°C eine Flüssigkeit darstellt, und/oder
  • b) ein die organische Phase stabilisierendes Material, welches hydrophobe Einheiten aufweist und ein Material ist, welches in der organischen Phase löslicher als in der wässrigen Phase ist, umfasst, und wobei der lichtempfindliche aktive Bestandteil Pyrethrum oder ein Pyrethroid der ersten oder zweiten Generation ist.

Vorzugsweise ermöglicht das Verfahren es, die Zersetzung der lichtempfindlichen Substanz bei Lichteinwirkung, vorzugsweise Sonnenlicht, zu vermindern, so dass im Wesentlichen vollständige Zersetzung eine mindestens 2 × oder 3 ×, bevorzugter mindestens 10 × so lange Zeit benötigt, als wenn die Substanz in reiner Form vorliegt. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Zersetzung der lichtempfindlichen Substanz bei Lichteinwirkung, insbesondere Sonnenlicht, so vermindert, dass im Wesentlichen vollständige Zersetzung eine 5 × bis 20 × so lange Zeit benötigt, als wenn die Substanz in einer Form vorliegt.

Die vorerwähnten spezifischen Merkmale des wasserlöslichen Stabilisierungsmaterials und des die organische Phase stabilisierenden Materials gelten auch für diesen weiteren Aspekt der Erfindung.

Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Erfindung.

Beispiel 1

Emulsion A wird hergestellt durch erst Bilden einer wässrigen Phase, umfassend 48,23 Gewichtsteile Wasser und 2,03 Gewichtsteile eines 95% hydrolysierten Polyvinylacetats. Die wässrige Lösung wird in einen Harztopf gegeben und auf 40°C erwärmt. Die Lösung wird unter Verwendung eines Überkopfschraubenrührers bei 300 U/min gerührt. Eine organische Phase wird hergestellt, umfassend 28,14 Gewichtsteile Isobutylmethacrylat und 0,72 Gewichtsteile Hydroxypropylmethacrylat und 20,10 Gewichtsteile Pyrethrumextrakt. Die organische Phase wird langsam über einen Zeitraum von 90 Minuten unter Verwendung einer peristaltischen Pumpe zu der wässrigen Phase hinzugegeben. Die Dispersion wird für weitere drei Stunden bei 40°C gehalten, dann gekühlt und in eine Probenflasche überführt.

Beispiel 2

Emulsion B wird durch Wiederholen von Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass 27,74 Gewichtsteile Laurylmethacrylat anstelle von Isobutylmethacrylat verwendet werden und 0,71 Gewichtsteile Hydroxypropylmethacrylat, 22,01 Gewichtsteile Pyrethumextrakt, 47,56 Gewichtsteile Wasser und 1,98 Gewichtsteile 95% hydrolysiertes Polyvinylacetat verwendet werden.

Beispiel 3

Emulsion C wird durch Wiederholen von Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass die organische Phase kein Isobutylmethacrylat oder Hydroxypropylmethacrylat enthält.

Beispiel 4

Emulsion D wird durch Wiederholen von Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass 27,74 Gewichtsteile Isobutylisobutyrat anstelle von Isobutylmethacrylat verwendet werden und 0,71 Gewichtsteile Hydroxypropylmethacrylat, 22,01 Gewichtsteile Pyrethrumextrakt, 47,56 Gewichtsteile Wasser und 1,98 Gewichtsteile 95% hydrolysiertes Polyvinylacetat verwendet werden.

Beispiel 5

Emuslion E wird durch Wiederholen von Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass das teilweise hydrolysierte Polyvinylacetat durch das wässrige Stabilisierungsmittel A1 ersetzt wird und das Isobutylmethacrylat und das Hydroxypropylmethacrylat durch das Stabilisierungsmittel für die organische Phase O1 ersetzt werden.

Das Stabilisierungsmittel für die wässrige Phase A1 ist ein Copolymer aus Butylacrylat, Ethylacrylat, Methylmethacrylat und Methacrylsäure (30/30/25/ 15 Gew.-%), hergestellt als eine wässrige Dispersion, welche mit Ammoniumhydroxidlösung neutralisiert wird, um eine 25 gew.-%ige wässrige Lösung des Copolymers zu erhalten.

Das Stabilisierungsmittel für die organische Phase O1 ist ein Copolymer aus Stearylmethacrylat, Styrol und Maleinanhydrid (60/30/10 Gew.-%) in dem organischen Lösungsmittel Isopar G und wird unter Verwendung von Standardpolymerisationstechniken polymerisiert.

Emulsion E wird aus Pyrethrumextrakt 25 Gewichtsteile, Stabilisierungsmittel für die organische Phase O1 12,93 Gewichtsteile, Wasser 46,82 Gewichtsteile, Stabilisierungsmittel für die organische Phase A1 7,75 Gewichtsteile und Monopropylenglykol (in die wässrige Phase eingeschlossen) 7,50 Gewichtsteile gebildet.

Beispiel 6

Emulsion F wird durch Wiederholen von Beispiel 2 hergestellt, mit der Ausnahme, dass die organische Phase in die wässrige Phase homogenisiert wird, um eine geringere durchschnittliche Durchmessergröße der dispengierten Phasentröpfchen herzustellen.

Beispiel 7

Emulsion G wird durch Wiederholen von Beispiel 2 hergestellt, mit der Ausnahme, dass 1 Gewichtsteil 95% teilweise hydrolysiertes Polyvinylacetat als wasserlösliches Stabilisierungsmittel verwendet wird und die Emulsion durch Überkopfrühren hergestellt wird.

Beispiel 8

Emulsion H wird durch Wiederholen von Beispiel 2 hergestellt, mit der Ausnahme, dass 3 Gewichtsteile 95% teilweise hydrolysiertes Polyvinylacetat als wasserlösliches Stabilisierungsmittel verwendet werden und die Emulsion durch Überkopfrühren hergestellt wird.

Beispiel 9

Proben der Emulsionen A bis H werden in Wasser verdünnt und auf eine Glasplatte gesprüht, um eine Konzentration von 250 mg/m2 aktives Pestizid/m2 zu ergeben. Die Proben werden auf biologische Vernichtung von Schaben für 15 Minuten und 24 Stunden Einwirkung auf den Platten getestet und die Wirksamkeit des Pestizids auf den behandelten Platten wird periodisch unter hellen und dunklen Bedingungen überwacht.

Die Ergebnisse der in Sonnenlicht durchgeführten Untersuchungen sind in Tabelle 1 und die der in der Dunkelheit durchgeführten sind in Tabelle 2 gezeigt.

Beispiel 10

Emulsion I wird durch Wiederholen von Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass d-Phenothrin anstelle von Pyrethrumextrakt verwendet wird und die wässrige Phase Wasser 47,56 Gewichtsteile, 95% hydrolysiertes Polyvinylacetat 1,98 Gewichtsteile enthält und die organische Phase 27,74 Gewichtsteile Laurylmethacrylat, 0,71 Gewichtsteile Hydroxypropylmethacrylat, 5,50 Gewichtsteile technisches d-Phenothrin und 16,51 Gewichtsteile Isopar G enthält.

Beispiel 11

Emulsion J wird durch Wiederholen von Beispiel 10 hergestellt, mit der Ausnahme, dass Laurylmethacrylat und Hydroxypropylmethacrylat in der organischen Phase durch Sorbitanmonooleat und 5 Gewichtsteile Alkylbenzen/Lösungsmittel-Naphta-Lösungsmittel ersetzt werden und das teilweise hydrolysierte Polyvinylacetat durch das wässrige Stabilisierungsmittel A1 aus Beispiel 6 ersetzt wird.

Das Stabilisierungsmittel für die wässrige Phase enthält 62,23 Gewichtsteile Wasser, 12 Gewichtsteile 25-%iges wässriges Stabilisierungsmittel A1 und 7,5 Gewichtsteile Monopropylenglykol, und die organische Phase enthält 10,87 Gewichtsteile technisches d-Phenothrin und 2 Gewichtsteile Sorbitanmonooleat als Stabilisierungsmittel für die organische Phase.

Beispiel 12

Proben der Emulsionen I und J und reines d-Phenothrin werden in Wasser verdünnt und auf eine Glasplatte gesprüht, um eine Konzentration von 30 mg wirksames Pestizid/m2 zu erhalten. Die Proben werden auf biologische Vertilgung von Schaben für 15 Minuten und 24 Stunden Einwirkung auf den Platten getestet und die Wirksamkeit des Pestizids auf den behandelten Platten wird periodisch unter hellen und dunklen Bedingungen überwacht. Die Ergebnisse der in Sonnenlicht durchgeführten Untersuchungen sind in Tabelle 3 und die der in der Dunkelheit durchgeführten in Tabelle 4 gezeigt.

Die Ergebnisse belegen, dass die erfindungsgemäßen Emulsionen A, B, D bis J verbesserte Pestizidlanglebigkeit unter Sonnenlicht im Vergleich zur Emulsion C zeigen. Die Ergebnisse zeigen, dass die effektivsten Zusammensetzungen die Emulsionen D, E und J sind. Folglich ist der Nutzen der Emulsionen, umfassend wasserlösliches Polymerstabilisierungsmittel, im Besonderen die auf Acryl basierenden Stabilisierungsmittel, klar zu erkennen.


Anspruch[de]
Emulsion, umfassend eine organische diskontinuierliche Phase, welche innerhalb einer kontinuierlichen wässrigen Phase verteilt ist,

wobei die organische Phase einen lichtempfindlichen aktiven Bestandteil umfasst,

und die Emulsion durch ein wasserlösliches Stabilisierungsmaterial in der wässrigen Phase stabilisiert ist,

wobei das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial ein wasserlösliches Stabilisierungspolymer ist, welches eine Vielzahl von hydrophilen und hydrophoben Gruppen aufweist und aus

partiell hydrolisiertem Polyvinylacetat und

Additionscopolymeren, welche aus

(i) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Carbonsäureester und

(ii) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigten Carbonsäureanhydrid gebildet werden,

ausgewählt ist, und wobei die organische Phase weiterhin

a) ein organisches Lösungsmittel, welches bei 25°C eine Flüssigkeit darstellt, und/oder

b) ein die organische Phase stabilisierendes Material, welches hydrophobe Einheiten aufweist und ein Material ist, welches in der organischen Phase löslicher als in der wässrigen Phase ist,

umfasst, wobei der lichtempfindliche aktive Bestandteil Pyrethrum oder ein Pyrethroid der ersten oder zweiten Generation ist.
Emulsion gemäß Anspruch 1, worin das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial aus Additionscopolymeren ausgewählt ist, welche aus a) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Carbonsäureester und b) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigten Carbonsäureanhydrid gebildet werden, und wobei das Polymer mit einer basischen Verbindung kombiniert wird, um das Polymer wasserlöslich zu machen. Emulsion gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, worin die organische Phase ein organisches Lösungsmittel umfasst, welches aus Carbonsäureestern ausgewählt ist, welche eine Alkoholeinheit mit mindestens vier Kohlenstoffatomen umfassen. Emulsion gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, worin die organische Phase ein die organische Phase stabilisierendes Material umfasst, welches aus Additionscopolymeren ausgewählt ist, welche aus a) mindestens einem ethylenisch ungesättigten, C8-30-Alkyleinheiten enthaltenden Monomer, b) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigten Säureanhydrid und c) wahlweise anderen wasserunlöslichen, ethylenisch ungesättigten Monomeren gebildet werden. Emulsion gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, worin das die organische Phase stabilisierende Material aus Additionspolymeren ausgewählt ist, welche aus a) 60 bis 90 Gew.-% C8-30-Alkyl(meth)acrylat, b) 10 bis 40 Gew.-% mindestens eines Monomers, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Maleinsäure, Maleinanhydrid, Acrylsäure und Methacrylsäure und c) 0 bis 50 Gew.-% mindestens eines Monomers, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus C1-7-Alkyl(meth)acrylaten, Styrol, Vinylacetat und Acrylnitril, gebildet werden. Emulsion gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, worin das die organische Phase stabilisierende Material ein Tensid ist, welches ein hydrophiles/lipophiles Gleichgewicht von unter 7, vorzugsweise im Bereich von 2 bis 6 aufweist. Emulsion gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, worin die Menge an wasserlöslichem Stabilisierungsmaterial 0,1 bis 15,0 Gew.-% der Emulsion ausmacht. Emulsion gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, worin die Menge an organischem Lösungsmittel zwischen 5 und 50 Gew.-% der Emulsion ausmacht. Emulsion gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, worin die Menge an die organische Phase stabilisierendem Material 0,1 bis 15,0 Gew.-% der Emulsion ausmacht. Emulsion gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, worin der lichtempfindliche aktive Bestandteil ein Material ist, welches sich in reiner Form bei Belichtung, vorzugsweise durch Sonnenlicht, zersetzt. Emulsion gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, worin der lichtempfindliche aktive Bestandteil aus einem Pestizid, einem Herbizid und einem Veterinärbehandlungsmittel ausgewählt ist. Emulsion gemäß einem der Ansprüche 1 bis 1 1, worin der lichtempfindliche aktive Bestandteil aus lichtempfindlichen Pyrethroiden ausgewählt ist. Schädlingsbekämpfungsmittel-Formulierung, umfassend eine Emulsion gemäß Anspruch 1, worin der lichtempfindliche aktive Bestandteil eine lichtempfindliche Pestizidverbindung ist. Formulierung gemäß Anspruch 13, worin das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial aus Additionscopolymeren von wasserlöslichen, ethylenisch ungesättigten Monomeren, die frei von Polyethoxygruppen sind, und wasserunlöslichen, ethylenisch ungesättigten Monomeren ausgewählt ist. Formulierung gemäß Anspruch 13 oder Anspruch 14, worin das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial aus Additionscopolymeren ausgewählt ist, welche aus a) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Carbonsäureester und b) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigten Carbonsäureanhydrid gebildet werden, und wobei das Polymer mit einer basischen Verbindung kombiniert wird, um das Polymer wasserlöslich zu machen. Formulierung gemäß einem der Ansprüche 13 bis 15, worin die organische Phase ein organisches Lösungsmittel umfasst, welches aus Carbonsäureestern ausgewählt ist, welche eine Alkoholeinheit mit mindestens vier Kohlenstoffatomen umfassen. Formulierung gemäß einem der Ansprüche 13 bis 16, worin die organische Phase ein die organische Phase stabilisierendes Material umfasst, welches aus Additionscopolymeren ausgewählt ist, welche aus a) mindestens einem ethylenisch ungesättigten, C8-30-Alkyleinheiten enthaltenden Monomer, b) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigten Säureanhydrid und c) wahlweise anderen wasserunlöslichen, ethylenisch ungesättigten Monomeren gebildet werden. Formulierung gemäß einem der Ansprüche 13 bis 17, worin das die organische Phase stabilisierende Material aus Additionspolymeren ausgewählt ist, welche aus a) 60 bis 90 Gew.-% C8-30-Alkyl(meth)acrylat, b) 10 bis 40 Gew.-% mindestens eines Monomers, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Maleinsäure, Maleinanhydrid, Acrylsäure und Methacrylsäure und c) 0 bis 50 Gew.-% mindestens eines Monomers, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus C1-7-Alkyl(meth)acrylaten, Styrol, Vinylacetat und Acrylnitril, gebildet werden. Formulierung gemäß einem der Ansprüche 13 bis 18, worin das die organische Phase stabilisierende Material ein Tensid ist, welches ein hydrophiles/lipophiles Gleichgewicht von unter 7, vorzugsweise im Bereich von 2 bis 6 aufweist. Formulierung gemäß einem der Ansprüche 13 bis 19, worin die Menge an wasserlöslichem Stabilisierungsmaterial 0,1 bis 15,0 Gew.-% der Emulsion ausmacht. Formulierung gemäß einem der Ansprüche 13 bis 20, worin die Menge an organischem Lösungsmittel 5 bis 50 Gew.-% der Emulsion ausmacht. Formulierung gemäß einem der Ansprüche 13 bis 21, worin die Menge an die organische Phase stabilisierendem Material zwischen 0,1 und 15,0 Gew.-% der Emulsion ausmacht. Formulierung gemäß einem der Ansprüche 13 bis 22, worin das lichtempfindliche Pestizid ein Material ist, welches sich in reiner Form bei Belichtung, vorzugsweise durch Sonnenlicht, zersetzt. Formulierung gemäß einem der Ansprüche 13 bis 23, worin das Pestizid aus lichtempfindlichen Pyrethroiden ausgewählt ist. Verfahren zum Schützen einer lichtempfindlichen Substanz, welche sich in reiner Form bei Belichtung, vorzugsweise durch Sonnenlicht, zersetzt, wobei das Verfahren zum Schützen die Schritte

A) Bilden einer organischen Phase, welche die lichtempfindliche Substanz umfasst,

B) Bilden einer wässrigen Phase, welche Wasser und ein wasserlösliches Stabilisierungsmaterial umfasst,

C) Einführen der in Schritt 1 gebildeten organischen Phase in die in Schritt 2 gebildete wässrige Phase und mechanisches Homogenisieren, wodurch eine stabile Öl-in-Wasser-Emulsion bereitgestellt wird,

umfasst, wobei das wasserlösliche Stabilisierungsmaterial ein wasserlösliches Stabilisierungspolymer ist, welches eine Vielzahl von hydrophilen und hydrophoben Gruppen aufweist und aus

partiell hydrolysiertem Polyvinylacetat und

Additionscopolymeren, welche aus

(i) mindestens einem ethylenisch ungesättigten Carbonsäureester und

(ii) mindestens einer/m ethylenisch ungesättigten Carbonsäure oder ethylenisch ungesättigten Carbonsäureanhydrid gebildet werden,

ausgewählt ist, und wobei die organische Phase weiterhin

a) ein organisches Lösungsmittel, welches bei 25°C eine Flüssigkeit darstellt, und/oder

b) ein die organische Phase stabilisierendes Material, welches hydrophobe Einheiten aufweist und ein Material ist, welches in der organischen Phase löslicher als in der wässrigen Phase ist, umfasst, und wobei der lichtempfindliche aktive Bestandteil Pyrethrum oder ein Pyrethroid der ersten oder zweiten Generation ist.
Verfahren gemäß Anspruch 25, in welchem die Zersetzung der lichtempfindlichen Substanz bei Belichtung, vorzugsweise durch Sonnenlicht, so reduziert wird, dass im Wesentlichen vollständige Zersetzung eine mindestens 2 × so lange Zeit benötigt, als wenn die Substanz in reiner Form vorliegt. Verfahren gemäß Anspruch 25 oder Anspruch 26, in welchem die Zersetzung der lichtempfindlichen Substanz bei Belichtung, vorzugsweise durch Sonnenlicht, so reduziert wird, dass im Wesentlichen vollständige Zersetzung eine zwischen 5 × und 10 × so lange Zeit benötigt, als wenn die Substanz in reiner Form vorliegt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com