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Dokumentenidentifikation DE10143966B4 25.01.2007
Titel Biegeteil eines Endoskops
Anmelder Fujinon Corp., Saitama, JP
Erfinder Torii, Yuichi, Saitama, JP
Vertreter Berendt und Kollegen, 81667 München
DE-Anmeldedatum 07.09.2001
DE-Aktenzeichen 10143966
Offenlegungstag 21.03.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2007
IPC-Hauptklasse A61B 1/008(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 1/01(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung befaßt sich mit einem Biegeteil, welches bei einem Einführungsteil eines Endoskops vorgesehen ist.

Ein Biegeteil, welches an einem Einführungsteil eines Endoskops vorgesehen ist, wird von einer Verbindung aus mehreren Verbindungsringen bzw. Gelenkringen gebildet, welche mittels Nieten verbunden sind. In der japanischen Gebrauchsmusterveröffentlichung Nr. 58-46801, der die Druckschrift DE 26 18 732 B2 entspricht, ist eine Auslegungsform eines Biegeteils nach 11 gezeigt, bei dem die inneren Köpfe der Nieten 1 von den Innenumfangsflächen der Gelenkringe 2 vorstehen und Führungsöffnungen 3 in den inneren Köpfen der Nieten vorgesehen sind. Jeder Biegesteuerzug 4 zum Steuern der Biegung des Biegeteils ist unter Durchgang durch die Führungsöffnungen 3 eingefädelt und mit einer Rolle bzw. Scheibe in einem Handsteuerteil verbunden. Die Biegesteuerzüge 4 ermöglichen eine Biegesteuerung des Biegeteils durch Verdrehen von Bedienungsknöpfen, die an den Achsen der Scheiben bzw. Rollen vorgesehen sind.

Auch aus der Druckschrift US 4 432 349 ist ein entsprechendes Biegeteil bekannt.

Diese übliche Auslegungsform eines Biegeteils bringt die Schwierigkeit mit sich, daß die Biegesteuerzüge 4 manchmal in Kontakt mit den Gelenkringen 2 kommen, wenn das Biegeteil in starkem Maße gebogen ist. Wenn der Biegesteuerzug 4 in Kontakt mit dem Gelenkring 2 ist, wird das Steueransprechverhalten ungünstig, und der Biegesteuerzug 4 kann auch beschädigt werden.

Diese Schwierigkeit läßt sich dadurch überwinden, daß man die Biegesteuerzüge an den Positionen von den inneren Umfangsflächen der Gelenkringe wegführt, aber in diesem Fall müssen die Nieten stärker über die inneren Umfangsflächen der Gelenkringe vorstehen. Wenn man eine Auslegung mit weiter vorstehenden Nieten nimmt, so sind folgende Umstände zu berücksichtigen. Aufgrund der Tatsache, daß ein Durchmesser des Einführungsteils eines Endoskops kleiner gewählt ist, muß ein Durchmesser der Gelenkringe, welche das Biegeteil bilden, kleiner sein, und ein Füllgrad (eine Fülldichte) in dem Biegeteil wird größer, da die Abmessungen (Querschnittsdurchmesser) der darin enthaltenen Teile, bei denen es sich um Schlauchleitungen, Elektroleitungen und dergleichen in dem Biegeteil handeln kann, nicht zu sehr klein gewählt werden können. Da ferner die Nieten zum Verbinden der Gelenkringe auch als Führungen für die Biegesteuerzüge dienen, sind die Positionen, an welchen die Nieten angeordnet sind, eingeschränkt und die Nieten können nicht ohne Behinderung der darin enthaltenen Einrichtungen angeordnet werden. Wenn daher die Nieten in starkem Maße vorstehen, so wird die Aufnahme von weiteren Teilen darin blockiert und dies führt zu Schwierigkeiten hinsichtlich der Anordnung von innenliegenden Teilen und ferner können Beschädigungen an diesen Teilen auftreten. Obgleich Schutzteile zum Verhindern derartiger Beschädigungen zur Verfügung stehen, wird durch das zusätzliche Vorsehen von Schutzteilen in dem Biegeteil der Füllrate noch größer.

Die Erfindung zielt daher darauf ab, unter Überwindung der zuvor geschilderten Schwierigkeiten eine Konstruktion eines Biegeteils eines Endoskops bereitzustellen, bei welcher ein Kontakt eines Biegesteuerzugs mit Gelenkringen verhindert werden kann.

Nach der Erfindung wird hierzu ein Biegeteil eines Endoskops bereitgestellt, welches folgendes aufweist: eine Mehrzahl von Gelenkringen, welche jeweils Verbindungsteile an ihrem Ende haben; eine Mehrzahl von Nieten, die jeweils die Verbindungsteile von zwei benachbarten Gelenkringen miteinander verbinden, wobei jeder Niet einen inneren Kopf hat, welcher von einem Innenumfang der jeweiligen Mehrzahl von Gelenkringen vorsteht, und der innere Kopf ein Zuführungsteil hat; und einen Biegesteuerzug, welcher in das Biegeteil eingeführt ist und mit Hilfe des Zugführungsteils des inneren Kopfs der Mehrzahl von Nieten geführt wird, wobei wenigstens eines der Verbindungsteile der jeweiligen Mehrzahl von Gelenkringen einen ausgenommenen Abschnitt zum Verhindern eines Kontakts mit dem Biegesteuerzug hat.

Nach der Erfindung wird verhindert, daß der Biegesteuerzug in Kontakt mit den Verbindungsteilen kommt, indem ausgenommene Abschnitte an den Verbindungsteilen der Gelenkringe vorgesehen sind. Hierdurch verbessert sich das Ansprechverhalten, und Beschädigungen des Biegesteuerzugs lassen sich verhindern.

Nach der Erfindung wird auch ein Biegeteil eines Endoskops bereitgestellt, welches folgendes aufweist: eine Mehrzahl von Gelenkringen, welche jeweils Verbindungsteile an ihrem jeweiligen Ende haben; eine Anzahl von Nieten, die jeweils die Verbindungsteile von zwei benachbarten Gelenkringen der Mehrzahl von Gelenkringen verbinden, wobei jeder Niet einen inneren Kopf hat, der von einer Innenumfangsfläche der jeweiligen Anzahl von Gelenkringen vorsteht, und der innere Kopf ein Zugführungsteil hat; und einen Biegesteuerzug, welcher in das Biegeteil eingelegt und mit Hilfe des Zugführungsteils des inneren Kopfs der jeweiligen Mehrzahl von Nieten geführt wird, wobei ein Abstand in Einführungsrichtung des Biegesteuerzugs zwischen einem Ende der jeweiligen Verbindungsteile und der jeweiligen Mehrzahl von Nieten, welche die jeweiligen Verbindungsteile verbinden, kleiner als ein Abstand senkrecht zur Einführungsrichtung des Biegesteuerzugs zwischen dem Biegesteuerzug und den jeweiligen Verbindungsteilen ist.

Nach der Erfindung ist der Abstand in Einführungsrichtung von dem Biegesteuerzug zwischen den Enden der Verbindungsteile und der Nieten kürzer als der Abstand senkrecht zur Einführungsrichtung des Biegesteuerzugs zwischen dem Biegesteuerzug und den Verbindungsteilen. Damit wird der Biegesteuerzug daran gehindert, daß er in Kontakt mit den Verbindungsteilen kommt. Hierdurch erhält man ein verbessertes Steueransprechverhalten und eine Beschädigung des Biegesteuerzugs läßt sich verhindern.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung, in welcher gleiche oder ähnliche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen sind. In der Zeichnung zeigt:

1 eine Ansicht einer Gesamtauslegungsform eines Endoskops, in welchem ein Biegeteil gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist;

2 eine Vertikalschnittansicht zur Verdeutlichung eines Aufbaus des Biegeteils in 1;

3 eine Schnittansicht zur Verdeutlichung des Biegeteils längs einer Linie 3-3 in 3;

4 eine perspektivische Ansicht von Gelenkringen bzw. Verbindungsringen in 2;

5 eine Vertikalschnittansicht zur Verdeutlichung einer Verbindungsanordnung der Gelenkringe;

6 eine Schnittansicht längs der Linie 6-6 bei Verbindungsauslegung nach 5;

7 eine Ansicht zur Verdeutlichung von Arbeitsweisen der entsprechenden Auslegungsform des Biegeteils;

8(a) und 8(b) Draufsichten zur Verdeutlichung der Verbindungsteile nach ihrer Formgestaltung, welche sich von jener nach 6 unterscheidet;

9 eine Vertikalschnittansicht zur Verdeutlichung der Verbindungseinrichtungen der Gelenkringe mit einer zweiten bevorzugten Ausführungsform;

10 eine Schnittansicht längs der Linie 10-10 zur Verdeutlichung der Verbindungseinrichtungen in 9; und

11 eine Schnittansicht zur Verdeutlichung der üblichen Auslegungsform eines Biegeteils.

Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform nach der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung in Zusammenhang mit einer Auslegungsform eines Biegeteils eines Endoskops gemäß bevorzugten Ausführungsformen nach der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert.

Ein Endoskop 10 in 1, an welchem eine Auslegungsform eines Biegeteils gemäß einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung vorgesehen ist, hat ein Handsteuerteil 12, mit dem ein Basisende eines Einführungsteils 14 verbunden ist. Das Einführungsteil 14 wird von einem flexiblen Teil 20, einem Biegeteil 22 und einem distalen Endabschnitt 24 gebildet. Das Biegeteil 22 wird durch Verdrehen eines Paars von Steuerknöpfen 26 ferngesteuert bedient, welche an dem Handsteuerteil 12 vorgesehen sind, wodurch das distale Endteil 24 in die jeweils gewünschten Richtungen gebracht wird.

Das Handsteuerteil 12 ist mit einem Pinzettenkanal 34 versehen, durch den chirurgische Instrumente, wie Pinzetten oder dergleichen, eingeführt werden können, ferner mit einer Verschlußlösetaste 28, einer Saugtaste 30 und einer Luft/Wasserzufuhrtaste 32. Ferner ist ein Lichtleiter bzw. eine Lichtführung (LG) in Form einer Verbindung 18 mit dem Handsteuerteil 12 über ein flexibles Lichtleiterteil verbunden. Der Lichtleiterverbinder 18 ist mit einem Lichtleiterstab 19 versehen, welcher mit einer Lichtquelle (nicht gezeigt) verbunden ist und auch mit einer elektrischen Verbindungseinrichtung 38 über eine flexible Schlauchleitung 36 verbunden ist. Eine Kappe 39 ist an der elektrischen Verbindungseinrichtung 38 angebracht.

Wie aus den 2 und 3 zu ersehen ist, weist das Biegeteil 22 eine Mehrzahl von Verbindungsringen bzw. Gelenkringen 40 auf, die in axialer Richtung miteinander verbunden sind und vier Biegesteuerzüge 42, welche in gewissen Abständen längs den Innenumfangsflächen der Gelenkringe 40 angeordnet sind.

Die distalen Enden der Biegesteuerzüge 42 sind fest mit einer distalen endseitigen Linse (nicht gezeigt) verbunden, welche fest mit dem distalen Endteil 24 in 1 verbunden ist. Die proximalen Enden der Biegesteuerzüge 42 sind mit Scheiben bzw. Rollen (nicht gezeigt) verbunden, welche durch Steuerknöpfe 26 verdreht werden können. Die Biegesteuerzüge 42 werden unter Steuerung der Steuerknöpfe 26 gedrückt und gezogen, so daß die Rollen bzw. Scheiben eine Drehbewegung ausführen, und das Biegeteil 22 wird in eine gewünschte Richtung gebogen.

Wie aus 4 zu ersehen ist, ist ein Paar von Verbindungsteilen 44 an einer Endfläche des Gelenkrings 40 längs der axialen Richtung ausgebildet, wie ein Paar von Verbindungsteilen 46, die an der anderen Endfläche der Gelenkringe 40 längs der axialen Richtung ausgebildet sind. Das Paar von Verbindungsteilen 44 ist um 180 Grad relativ zueinander angeordnet. Das Paar von Verbindungsteilen 46 ist ebenfalls unter 180 Grad im Verhältnis zueinander angeordnet. Das Verbindungsteil 44 und das Verbindungsteil 46 an ein und demselben Gelenkring 40 sind um 90 Grad bezüglich einander angeordnet. Die Verbindungsteile 46 sind in das Innere des Gelenkrings 44 um eine Größe der Dicke des Gelenkrings 44 eingedrückt, so daß ein Verbindungsteil 46 sich mit dem anderen Verbindungsteil 44 des nächsten Gelenkrings 40 überlappen kann. Ferner sind Einführungsöffnungen 44A und 46A in den Verbindungsteilen 44 und 46 zum Einführen von Nieten 48 nach 5 ausgebildet. Nachdem die Verbindungsteile 44 und 46 teilweise einander überlappen, wird der Niet 48 durch die Einführungsöffnungen 46A und 44A von der Innenseite der Gelenkringe 40 her eingeführt, und das andere Ende des Niets 48 ist zu einem Kopf geformt, wodurch die Verbindungsteile 44 und 46 drehbeweglich miteinander verbunden sind.

Eine Führungsöffnung 48A ist an dem inneren Kopf des Niets 48 ausgebildet, und der Biegesteuerzug 42 ist zur Führung durch die Führungsöffnung 48A eingesetzt.

Das Biegeteil 22, wie es den vorstehend beschriebenen Aufbau hat, ist insbesondere in 7 in stark gebogenem Zustand dargestellt, und ein Biegesteuerzug 42a, welcher an der oberen Seite in 2 angeordnet ist, hat einen größeren Bewegungsbereich als die anderen Biegesteuerzüge 42, so daß die Neigung vorhanden ist, daß der Biegesteuerzug 42a in Berührung mit dem Verbindungsteil 46 kommt. Um diese Schwierigkeit auszuräumen, hat jedes Verbindungsteil 46, welches an dem Biegesteuerzug 42a angeordnet ist, einen ausgenommenen Abschnitt oder eine Einkerbung 50 an dem Ende des Verbindungsteils 46 und einen ausgenommenen Abschnitt oder eine Öffnung 52 an der Basis des Verbindungsteils 46, wie dies aus den 5 und 6 zu ersehen ist. Der Abstand X1 zwischen dem Ende der Ausnehmung 50 und der Nut 48 ist kleiner als ein Abstand Y1 zwischen dem Verbindungsteil 46 und dem Biegesteuerzug 42. Ein Abstand X2 zwischen dem Ende der Öffnung 52 und der Niet 48 ist kürzer als der Abstand Y1 zwischen dem Verbindungsteil 46 und dem Biegesteuerzug 42.

Nunmehr wird die Arbeitsweise eines Biegeteils mit dem vorher beschriebenen Aufbau näher erläutert.

Wie aus 7 zu ersehen ist, nähert sich der Biegesteuerzug 42a dem Verbindungsteil 46 immer stärker an, wenn das Biegeteil 22 zunehmend stärker gebogen wird. Bei der üblichen Auslegungsform kommt der Biegesteuerzug 42 in Kontakt mit den Verbindungsteilen 46 an den Punkten A und B an 7, was zu einem verminderten Steueransprechverhalten und zu einer Beschädigung des Biegesteuerzugs 42 führt. Bei der bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung hingegen hat die Auslegung des Biegeteils Ausnehmungen 50 und Öffnungen 52 an den Verbindungsteilen 46. Somit kommt der Biegesteuerzug 42 nicht in Kontakt mit den Verbindungsteilen 46 an den Punkt A und B, so daß sich eine Beschädigung des Biegesteuerzugs 42 verhindern läßt.

Bei der zuvor beschriebenen Auslegungsform kann der Abstand des Vorsprungs der inneren Köpfe der Nieten 48 von der Innenumfangsfläche der Gelenkringe 40 kurz gewählt werden, wodurch sich der Füllgrad für die im Biegeteil 22 untergebrachten Teile reduzieren läßt. Wenn in anderen Worten ausgedrückt die Ausnehmung 50 und die Öffnung 52 vorgesehen sind, welche derart ausgebildet sind, daß sie den kurzen Abstand X1 in 5 haben, kommen der Biegesteuerzug 42 und die Verbindungsteile 46 selbst nicht in Kontakt miteinander, wenn der Abstand Y1 zwischen dem Biegesteuerzug 42 und den Verbindungsteilen 46 klein ist. Somit kann die Vorstandsgröße des inneren Kopfs des Niets 48 dadurch ausgewählt werden, daß der Abstand Y1 kurz gewählt wird und hierdurch verbessert sich die Flexibilität der innenliegenden Teile im Biegeteil 22. Wie in 3 gezeigt ist, kann es sich bei den innenliegenden Teilen um einen Pinzettenschlauch 54, einen Wasser- und Luftzufuhrschlauch 56, eine Signalleitung 58 und Lichtführungen bzw. Leiterleiter 60 handeln, welche durch das Biegeteil 22 eingeführt werden. Wenn daher der Durchmesser der Gelenkringe 40 dadurch kleiner gemacht wird, daß der Durchmesser des Biegeteils 22 bei der üblichen Auslegungsform reduziert wird, können die im Biegeteil 22 innenliegenden Teile durch die Nieten 48 zusammengedrückt und beschädigt werden, wenn das Biegeteil 22 gebogen wird. Bei der Auslegungsform nach der Erfindung hingegen erhält man eine verbesserte Flexibilität der Anordnung der innenliegenden Teile, die innenliegenden Teile werden nicht zusammengedrückt, und die Widerstandsfähigkeit dieser innenliegenden Formteile läßt sich verbessern. Da ferner die Schutzelemente nicht an den Nieten und dergleichen angebracht zu werden brauchen, kann das Biegeteil 22 ohne Schutzelemente dünner ausgelegt werden, ohne daß sich der Füllgrad vergrößert.

Bei der bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung sind die Ausnehmungen 50 und die Öffnungen 52 nur an den Verbindungsteilen 46 ausgebildet, die an den Biegesteuerzug 42a angrenzen. Jedoch können die Ausnehmungen 50 und die Öffnungen 52 auch an den Verbindungsteilen 46 ausgebildet werden, welche an weitere Biegesteuerzüge 42 angrenzen.

Wenn ferner die Ausnehmungen 50 und die Öffnungen 52 an den Verbindungsteilen 46 ausgebildet sind, in welchen die innenliegenden Teile in konzentrierter Form angeordnet sind, läßt sich die Vorstandsgröße der Nieten 48 reduzieren, wodurch verhindert wird, daß die innenliegenden Teile die Nieten 48 blokkieren. Auch lassen sich Schwierigkeiten hinsichtlich der Anordnung und der Unterbringung von innenliegenden Bauteilen ausräumen.

Die Formgestaltungen der Ausnehmung 50 und der Öffnung 52 sind nicht auf die dargestellte Ausgestaltungsform bei der bevorzugten Ausführungsform beschränkt, sondern es können beliebige Gestaltungen insoweit gewählt werden, daß ausgenommene Abschnitte vorhanden sind, welche einen Kontakt mit dem Biegesteuerzug 42 verhindern können. Beispielsweise kann das Ende des Verbindungsteils 46 konisch ausgebildet sein. Alternativ kann das Ende eines Verbindungsteils 42 gerade geschnitten sein, wie dies in 8(a) dargestellt ist, oder es kann eine Ausnehmung 64B vorgesehen sein, welche mit einer Einführungsöffnung 64A verbunden ist, welche in einem Verbindungsteil 64 nach 8(b) vorgesehen sein kann.

9 ist eine Seitenansicht zur Verdeutlichung einer weiteren Auslegungsform eines Biegeteils gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung. 10 ist eine Schnittansicht längs der Linie 10-10 in 9. Auch in diesen Figuren sind gleiche oder ähnliche Teile mit denselben Bezugszeichen wie in den 5 und 6 versehen und daher kann eine nähere Beschreibung dieser übereinstimmenden Bauteile entfallen.

Bei der Auslegung des Biegeteils bei der zweiten bevorzugten Ausführungsform sind die Verbindungsteile 66 und 68 insgesamt im Vergleich zu den vorstehend genannten Verbindungsteilen kleiner ausgebildet. Ferner ist ein Abstand X3 zwischen dem Ende des Verbindungsteils 68 und dem Niet 48 in Einführungsrichtung des Biegesteuerzugs 42 kleiner als der Abstand Y2 zwischen dem Biegesteuerzug 42 und dem Verbindungsteil 68. Aufgrund dieser Tatsache kommt der Biegesteuerzug 42 nicht in Kontakt mit dem Verbindungsteil 68, wenn das Biegeteil 22 auf dieselbe wie zuvor im Zusammenhang mit der ersten bevorzugten Ausführungsform beschriebenen Weise betätigt wird. Somit ist das Betriebsverhalten des Biegeteils 22 verbessert, und zugleich läßt sich eine Beschädigung des Biegesteuerzugs 42 verhindern.

Da gemäß der vorangehenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform des Biegeteils nach der Erfindung bei einem Endoskop der Kontakt des Biegesteuerzugs mit dem Verbindungsteil verhindert wird, indem ausgenommene Abschnitte an den Verbindungsteilen vorhanden sind, läßt sich das Steueransprechverhalten verbessern und zugleich lassen sich Beschädigungen an dem Biegesteuerzug oder den Biegesteuerzügen verhindern.

Ferner ist bei der Erfindung der Abstand zwischen dem Ende des Verbindungsteils und dem Niet in Einführungsrichtung des Biegesteuerzugs kleiner als der Abstand zwischen dem Biegesteuerzug und dem Gelenkring. Hierdurch kann somit verhindert werden, daß der Biegesteuerzug in Kontakt mit den Verbindungsteilen kommt, und hierdurch läßt sich die Steuerung verbessern und es läßt sich auch verhindern, daß der Biegesteuerzug beschädigt wird.

Aufgrund der Flexibilität der Anordnungen der Auslegung von innenliegenden Teilen lassen sich Schwierigkeiten hinsichtlich der Blockierung der Nieten und der darin liegenden Bauteile verhindern, und somit kann das Biegeteil dünner ausgelegt werden.


Anspruch[de]
Biegeteil (22) eines Endoskops (10), welches folgendes aufweist:

eine Mehrzahl von Gelenkringen (40), die jeweils Verbindungsteile (44, 46, 62, 64) an ihren jeweiligen Enden haben;

eine Mehrzahl von Nieten (48), die jeweils die Verbindungsteile (44, 46, 62, 64) von jeweils zwei benachbarten Gelenkringen (40) der Mehrzahl von Gelenkringen verbinden, wobei jeder Niet (48) einen inneren Kopf hat, welcher von einem inneren Umfang der jeweiligen Mehrzahl von Gelenkringen (40) vorsteht, und der innere Kopf ein Zuführungsteil (48A) hat; und

einen Biegesteuerzug (42), welcher in das Biegeteil (22) eingesetzt und mittels des Zuführungsteils (48A) des inneren Kopfes des jeweiligen Niets (48) geführt ist,

wobei wenigstens eines der Verbindungsteile (44, 46, 62, 64) der jeweiligen Mehrzahl von Gelenkringen (40) einen ausgenommenen Abschnitt (50, 64B) hat, welcher einen Kontakt mit dem Biegesteuerzug (42) verhindert.
Biegeteil (22) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

der ausgenommene Abschnitt eine Einkerbung (50, 64B) aufweist, welche an einem Ende von dem wenigstens einen Verbindungsteil (44, 46, 62, 64) der jeweiligen Mehrzahl von Gelenkringen (40) ausgebildet ist; und

ein Abstand (X1) zwischen einem Ende der Einkerbung (50, 64B) und dem jeweiligen Niet (48), welcher die Verbindung mit wenigstens einem Verbindungsteil (44, 46, 62, 64) herstellt, kleiner als ein Abstand (Y1) zwischen dem Biegesteuerzug (42) und dem wenigstens einen Verbindungsteil (44, 46, 62, 64) ist.
Biegeteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

der ausgenommene Abschnitt eine Öffnung (52) aufweist, welche an einer Basis des wenigstens einen Verbindungsteils (44, 46, 62, 64) der jeweiligen Mehrzahl von Gelenkringen (40) ausgebildet ist; und

ein Abstand (X2) zwischen einem Ende der Öffnung (52) und dem jeweiligen Niet (48), welcher die Verbindung mit wenigstens einem Verbindungsteil (44, 46, 62, 64) herstellt, kleiner als ein Abstand (Y1) zwischen dem Biegesteuerzug (42) und dem wenigstens einen Verbindungsteil (44, 46, 62, 64) ist.
Biegeteil (22) eines Endoskops (10), welches folgendes aufweist:

eine Mehrzahl von Gelenkringen (40), die jeweils Verbindungsteile (44, 46, 62, 64) an ihren jeweiligen Enden haben;

eine Mehrzahl von Nieten (48), die jeweils die Verbindungsteile (44, 46, 62, 64) von jeweils zwei benachbarten Gelenkringen (40) der Mehrzahl von Gelenkringen verbinden, wobei jeder Niet (48) einen inneren Kopf hat, welcher von einem inneren Umfang der jeweiligen Mehrzahl von Gelenkringen (40) vorsteht, und der innere Kopf ein Zuführungsteil (48A) hat; und

einen Biegesteuerzug (42), welcher in das Biegeteil (22) eingesetzt und mittels des Zuführungsteils (48A) des inneren Kopfes des jeweiligen Niets (48) geführt ist,

wobei ein Abstand (X3) in einer Einführungsrichtung des Biegesteuerzugs (42) zwischen einem Ende der jeweiligen Verbindungsteile (66, 68) und dem jeweiligen Niet (48) der Mehrzahl von Nieten (48), welche die jeweiligen Verbindungsteile (66, 68) verbinden, kleiner als ein Abstand (Y2) senkrecht zur Einführungsrichtung des Biegesteuerzugs (42) zwischen dem Biegesteuerzug (42) und den jeweiligen Verbindungsteilen (66, 68) ist, was einen Kontakt mit dem Biegesteuerzug (42) während eines starken Biegens des Biegeteils (22) verhindert.






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