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Dokumentenidentifikation DE102005029775A1 25.01.2007
Titel Kinderwagen mit Selbststeuerung
Anmelder Bleidt, Peter, 72070 Tübingen, DE
Erfinder Bleidt, Peter, 72070 Tübingen, DE
Vertreter Baumann, H., Dr., Rechtsanw., 70173 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 24.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005029775
Offenlegungstag 25.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2007
IPC-Hauptklasse B62B 9/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Motorgetriebener Kinderwagen, dessen Bewegungen nach Sollwerten gesteuert werden.

Beschreibung[de]

Es ist eine psychologische Erfahrung, dass auf Kleinkinder gleichförmig sich wiederholende Bewegungen beruhigend wirken. Darauf beruhen beispielsweise Kinderwiegen. Auch wirkt es auf Kinder beruhigend, wenn Sie über kleinere Strecken hin- und hergetragen werden.

Herkömmlich wird dies immer durch Betreuungspersonen in der Weise besorgt, dass diese selbst für die Bewegung sorgen. Beispielsweise damit, dass eine Wiege dauernd in Bewegung versetzt und gehalten wird oder beispielsweise damit, dass das Kind auf den Arm genommen und mit ihm hin- und hergegangen wird.

Nachteilig ist dies deshalb, weil die körperliche Anwesenheit der Betreuungsperson unentbehrlich ist. Schon eine kurze Abwesenheit, die den Bewegungsablauf zwangsläufig unterbricht, unterbricht auch dessen Wirkung. Das Kind wird unruhig und protestiert.

Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, mit Hilfe der Technik eine Vorrichtung ohne diese Nachteile vorzuschlagen, die den erwünschten Bewegungsablauf ohne ständige körperliche Presenz der Betreuungsperson gewährleistet.

Als Lösung der Aufgabe könnte erwogen werden, eine herkömmliche Kinderkrippe mit einem Antrieb auszustatten, der die Wiege laufend in Bewegung hält. Diese Lösung hat eine Reihe von Nachteilen. Einmal ist die Möglichkeit einer Bewegung, bedingt durch die jeweilige Krippenform, stark eingegrenzt. Bei allen bekannten Krippen können auf diese Weise lediglich Varianten von Schaukelbewegungen erzeugt werden.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass eine Krippe dann, wenn sie gebraucht wird, häufig nicht zur Verfügung steht. Beispielsweise dann nicht, wenn mit dem Kind ein Ausflug unternommen wird und sich dort kurzfristig die Notwendigkeit ergibt, sich von dem Kind zu entfernen.

Diese Nachteile vermeidet die Erfindung, indem sie die Aufgabe so löst:

Ein Fahrzeug für Kleinkinder, zweckmäßig ein Kinderwagen, wird mit einem Motorantrieb ausgestattet. Drehsinn, Laufzeit und Geschwindigkeit steuert eine Steuerung nach Sollwerten, die zu Wegstrecken, Weglängen und Intervallen der Bewegungsänderung vorgegeben werden. Auf diese Weise kann der Wagen ohne Zutun einer Hilfsperson gleichmäßig hin und her bewegt werden. Dies wird mit Anspruch 1 beansprucht.

Wird ein Kinderwagen nach der Erfindung mit Steuerung und Antrieb ausgestattet, dann wird ein weiterer Gebrauchsvorteil damit erzielt, dass die Sollwerte in einen Speicher eingegeben werden und von dort nach Bedarf – per Knopfdruck – an die Steuerung des Motors übergeben werden. Damit wird die Möglichkeit eröffnet, den Kinderwagen herkömmlich manuell zu benutzen und erst dann, wenn die Situation eine Entfernung der Betreuungsperson vom Kinderwagen erfordert, es dieser gestattet, den Kinderwagen in die beruhigende Hin- und Herbewegung zu versetzen, bis die Betreuungsperson wieder zugegeben ist. Dies wird mit Anspruch 2 beansprucht.

Eine weitere vorteilhafte Ausführung der Erfindung besteht darin, den Wagen mit Sensoren auszustatten, die Hindernisse wahrnehmen und an die Steuerung weitergeben. Solche Sensoren sind Stand der Technik. Insbesondere Bewegungsmelder und akustische Melder. Auf diese Weise wird dann, wenn der Kinderwagen nicht in geschlossenen Räumen selbststeuernd bewegt wird sondern in Bereichen, in denen plötzliche Hindernisse auf den Wegstrecken erwartet werden können, eine Kollisionsgefahr vermieden. Die Sensoren geben die Wahrnehmung an die Steuerung weiter und diese schaltet dann vorzeitig den Drehsinn um, mit der Folge, dass der Wagen in entgegen gesetzter Richtung bis zum entgegen gesetzten Soll-Wendepunkt weiterführt.

Selbstverständlich werden die Sensoren in jede Richtung ausgerichtet, die als Fahrtrichtung für den Wagen in Betracht kommt. Dies wird mit Anspruch 3 beansprucht.


Anspruch[de]
Fahrzeug für Kleinkinder, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einem Motorantrieb ausgestattet ist, dessen Drehsinn, Laufzeit und Geschwindigkeit eine Steuerung nach Sollwerten vorgibt, die zu Wegstrecken, Weglängen und Intervallen der Bewegungsänderung vorgegeben werden. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einem Speicher ausgestattet ist, der die Sollwerte aufnimmt und an die Steuerung übergibt. Fahrzeug nach Anspruch 1, 2, dadurch gekennzeichnet, dass zu jeder Fahrtrichtung Sensoren angebracht sind, die Hindernisse in Fahrtrichtung wahrnehmen, die Wahrnehmung in Signale umsetzen und die Signale an die Steuerung weitergeben.






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