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Dokumentenidentifikation DE102005051938A1 25.01.2007
Titel Verbundscheibe mit Craquelé-Einsatzscheibe und Verfahren zu deren Herstellung
Anmelder Eckelt Glas GmbH, Steyr, AT
Erfinder Dirisamer, Wolfgang, Linz, AT;
Schaumberger, Franz, Aschach, AT
Vertreter Dederichs, A., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52072 Aachen
DE-Anmeldedatum 29.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005051938
Offenlegungstag 25.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2007
IPC-Hauptklasse C03C 27/12(2006.01)A, F, I, 20051029, B, H, DE
Zusammenfassung In einer Verbundscheibe (1) aus mindestens einer glatten transparenten oder transluzenten Scheibe (2, 6) und mindestens einer damit flächig verbundenen Einsatzscheibe (3) aus zerborstenem vorgespanntem Glas, springt die Einsatzscheibe (3) erfindungsgemäß gegenüber dem Außen- oder Stirnrand der Verbundscheibe (1) zurück, und deren Rand (4) in der Ebene der Einsatzscheibe (3) ist im Wesentlichen durch Beifüllen von Glas oder anderem Material glatt.
Es wird auch ein bevorzugtes Verfahren zum Herstellen einer solchen Verbundscheibe beschrieben, bei dem die Einsatzscheibe und der Rahmen aus einer einzigen Glasscheibe ausgeschnitten werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Verbundscheiben mit Craquelé-Einsatzscheibe mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 und auf Verfahren zu deren Herstellung.

Es ist bekannt, Verbundglasscheiben mit drei starren Scheiben herzustellen, wobei mindestens die mittlere dieser drei Scheiben aus (thermisch) vorgespanntem Glas besteht und vor oder nach dem endgültigen Herstellen des Scheiben-Verbundes zerstört wird. Infolge der Vorspannung zerfällt diese Glasscheibe vollflächig in kleine Bruchstücke. Die beiden äußeren Scheiben sowie die flächigen Klebeschichten halten jedoch die Scheibenform zusammen und bilden zugleich eine glatte Oberfläche. Insgesamt ergibt sich damit ein dekorativer Effekt. Dieser wird auch als „craquelé" oder englisch „crackled"/„cracked" bezeichnet. Im Internet sind entsprechende Darstellungen unter

http://www.hgb.nl/html/specialiteiten2.htm

http://www.lamberts.de/crackled.htm

(jeweils Stand Oktober 2005) auffindbar.

US 5,277,952 beschreibt einen mehrschichtigen Spiegel, der eine Craquelé-Einsatzscheibe mit bis zum Außenrand reichender Kante umfasst.

Streng genommen ist unter „craquelé" eine Glasscheibe oder ein anderes sprödes Material zu verstehen, deren oder dessen Oberfläche aufgrund einer Wärmebehandlung feine sichtbare Risse hat, die durch eine weitere partiell aufschmelzende Wärmebehandlung teilweise wieder zu einer glatten Oberfläche verschmolzen werden. Der Effekt ist jedoch sehr ähnlich wie der hier zu beschreibende optische Effekt einer in einen Verbund eingeschlossenen vorgespannten und anschließend zerborstenen Sicherheitsglasscheibe.

Wenn eine in kleinste Krümel zerbrochene Mittelscheibe sich bis zum Rand des Verbundes erstreckt, sind aber dort natürlich ebenfalls Risse erkennbar und fühlbar. Eventuell können sich auch einzelne Glas-Krümel aus dem Verbund lösen.

US 3,861,989 beschreibt einen weiteren mehrschichtigen Spiegel mit einem „simulierten" Craquelé-Einsatz, der beispielsweise einen Rahmen im Sichtfeld des Spiegels bilden kann. Dieser dekorative, nicht bis zum Rand des Spiegels reichende Effekt wird mithilfe einer dünnen Schicht erreicht, die in den mehrschichtigen Spiegel einlaminiert ist und einer Wärme- und Trocknungsbehandlung zum Erzeugen einer feinen sichtbaren Rissstruktur unterzogen wurde.

Es ist grundsätzlich bekannt, Verbundscheiben im Bereich des Randspaltes mit zusätzlichen (Kunststoff-)Materialien aufzufüllen oder zu versiegeln, um beispielsweise das Eindringen von Feuchtigkeit in die Klebeschicht und dadurch entstehende Korrosion von metallhaltigen Schichten zu verhindern (DE 195 03 510 A1). Dort geht es aber lediglich um das Verschließen oder Versiegeln einer Angriffsfläche und weniger darum, einen glatten Rand zu schaffen.

Es ist schließlich eine mehrlagige Verbundglasscheibe bekannt (DE 199 58 372 C1), bei der eine innenliegende Glasscheibe im Randbereich einen Rücksprung aufweist, und wobei in den freigehaltenen Raum eine Platte aus einem anderen Material (Metall) eingesetzt ist. Diese Platte ragt über den Außenrand der Verbundglasscheibe deutlich hinaus und dient zum Befestigen der Verbundglasscheibe an Beschlägen etc. Der Spalt zwischen der rückspringenden Glasscheibe und der eingesetzten Platte wird mit zusätzlichem thermoplastischem Material aufgefüllt, um jede Blasenbildung zu vermeiden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Verbundglasscheibe mit einer Einsatzscheibe aus gebrochenem vorgespanntem Glas zu schaffen, die am Stirnrand keine Unebenheiten aus dem dekorativen Brucheffekt aufweist, sowie ein Verfahren zum Herstellen solcher Scheiben anzugeben.

Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Produkts erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Merkmale der Patentansprüche 18 bis 20 geben entsprechende Herstellungsverfahren an. Die Merkmale der den unabhängigen Ansprüchen jeweils nachgeordneten Unteransprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen dieser Erfindung an.

Die gesprengte oder zerbrochene Einsatzscheibe erstreckt sich erfindungsgemäß nicht bis zum Außenrand der Verbundglasscheibe, und in ihrer Ebene ist der Außenrand der Verbundscheibe glatt. Anders ausgedrückt, springt die Außenkante der Einsatzscheibe gegenüber der Außenkante der Verbundscheibe insgesamt zurück, und der dadurch gebildete Freiraum wird mit anderem Material ausgefüllt, das eine glatte Kante statt der brüchigen Kante der geborstenen Einsatzscheibe bildet. Unter der Ebene der Einsatzscheibe sind hier alle Ebenen des Raums zu verstehen, den die Einsatzscheibe selbst einnimmt und die parallel zu deren Flächenausdehnung liegen, sowie des Raumes, der zwischen Flächen eingeschlossen liegt, die parallel zu den Oberflächen der Einsatzscheibe sich über deren Rand nach außen weiter erstrecken.

Es wäre zwar grundsätzlich denkbar und liegt ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung, die Einsatzscheibe nur einseitig an eine Deck- oder Trägerscheibe anzubringen, jedoch wird die Einsatzscheibe bevorzugt zwischen zwei glatten Scheiben eingeschlossen.

Verwendungen für Verbundscheiben mit nur einseitig abgedeckter geborstener Einsatzscheibe sind beispielsweise Wandverkleidungen und sonstige Einbausituationen, in denen die Fläche der geborstenen Scheibe nicht ohne weiteres zugänglich ist, sondern einer Unterkonstruktion zugewandt ist, während die glatte transparente Deckscheibe die zugängliche und/oder sichtbare Oberfläche bildet.

Verbundscheiben mit beidseitig eingefasster Einsatzscheibe können dagegen frei als Raumteiler, Geländerplatten, Tischplatten usw. verwendet werden.

Das Vorstehende gilt analog auch für gekrümmte Verbundscheiben mit gekrümmten Einsatzscheiben, denn auch solche Ausführungen liegen im Rahmen der vorliegenden Erfindung.

Die glatten Außenkanten in der Ebene der Einsatzscheibe können einerseits mithilfe einer Verguss-Lösung erzielt werden.

Bevorzugt werden jedoch Randstreifen aus Glas, aus einem festen Kunststoffmaterial oder anderen Werkstoffen in den Verbund eingesetzt, die die Einsatzscheibe mit Craquelé-Effekt oder -Optik rundum einschließen und deren Rücksprung gegenüber der Außenkante der Gesamtscheibe auffüllen. Die Einsatzscheibe scheint in jedem Fall -je nach Breite des Randstreifens- inmitten der Verbundglasscheibe oder auch mittenversetzt zu schweben.

Neben Glas- oder Kunststoff-Teilen kann der Randstreifen aus anderen, in den Scheibenverbund dauerhaft einbindbaren Materialien wie Metall, Holz oder dgl. gefertigt werden. Es ist auch möglich, einen Glas- oder Nicht-Glas-Randstreifen noch geringfügig über die Außenkante der glatten Außenscheiben hinausstehen zu lassen. Bei Verwendung geeigneter Profilbauteile können diese ggf. sogar die Außenkanten der Verbundscheibe als Kantenschutz überdecken.

Wenn die Einsatzscheibe und die Rahmenteile nicht aus derselben Ausgangs-Glasscheibe zugeschnitten werden, können sie unterschiedlich gefärbt sein, und/oder unterschiedlich dick sein. Im Zusammenwirken mit transparenten oder zumindest transluzenten Außenscheiben kann man mit einer oder mehreren kontrastierend gefärbten Einsatzscheiben optisch ansprechende Kontrastwirkungen erzielen. Unterschiedliche Färbungen lassen sich natürlich auch bei Verwendung nur einer Glasscheibe herstellen, indem die Rahmenteile oder die Einsatzscheibe oder beide nachträglich mit unterschiedlichen Farbüberzügen (hergestellt z. B. durch Siebdrucken) versehen werden.

Man kann den Craquelé-Effekt auch mehrfach innerhalb einer einzigen Verbundscheibe herstellen, indem mehrere „zerbrochene" Einsatzscheiben ggf. mit unterschiedlichen Größen, Formen und Farben darin eingebaut werden. Diese können mit Abstand- oder Teiler-Stücken getrennt sein oder auch unmittelbar aneinander stoßen.

Selbstverständlich lassen sich im Rahmen der Fertigungsmöglichkeiten mit Glasscheiben beliebige Umrisse von Einsatzscheiben herstellen und in erfindungsgemäß ausgeführten Verbundscheiben verwenden. Auch diese selbst können natürlich in beliebigen Umrissformen hergestellt werden. Derartige Verbundscheiben können auch zur Darstellung von Symbolen (Piktogrammen), Wegweisern und dergleichen mehr verwendet werden, wobei nicht nur ihre Außenumrisse, sondern auch die Umrisse der Einsatzscheiben Symbolfiguren oder -zeichen, ggf. auch Buchstaben, Zahlen etc. darstellen können.

Ferner wäre es möglich, in der geborstenen Einsatzscheibe selbst wiederum einen integeren Teil vorzusehen, der also zuvor ausgeschnitten würde, und dann von dem zerborstenen Teil rahmenartig umschlossen ist.

Eine weitere Möglichkeit zum Ausführen erfindungsgemäßer Scheiben besteht darin, eine geborstene Einsatzscheibe bis zu einem Teilabschnitt des Außenrandes sich erstrecken zu lassen, um so ein Auslaufen des craquelé-Effekts an diesem Rand-Teilabschnitt zu erhalten.

Allen Lösungen gemeinsam bleibt der vollständig – oder, in der letztgenannten Ausführungsoption, jedenfalls bis auf Teilabschnitte- glatte Außenrand erhalten, wobei ein gewisser Aufwand zu treiben sein wird, um jegliche Blasenbildung in dem Scheibenverbund zu vermeiden. Blasen können insbesondere durch sorgfältiges Entlüften des Scheibenverbundes und weitestgehendes Auffüllen von Spalten zwischen den Einsatzscheiben etc. vermieden werden. Gesondertes Auffüllen der Spalten ist allerdings nicht unbedingt erforderlich. Wenn die (thermoplastischen) Klebeschichten genügend fließfähiges Material haben, so kann erwartet werden, dass durch das Entlüften des Verbundes dieses Material auch sämtliche Spalten jedenfalls so weit füllt, dass sie von außen optisch nicht mehr wahrgenommen werden.

Es wird klargestellt, dass mit „Verbundglasscheibe" im Sinne dieser Beschreibung auch solche Produkte gemeint sind, in denen nur die Einsatzscheibe(n) mit Craquelé-Optik aus vorgespanntem Glas und die weiteren Scheiben und ggf. Rahmenteile aus (transparentem) Kunststoff bestehen. Es ist auch nicht unbedingt erforderlich, alle Scheiben transparent auszuführen – z. B. kann eine Tischplatte in der erfindungsgemäßen Ausstattung aus einer durchsichtigen oder transluzenten Deckscheibe, der zerbrochenen Scheibe nebst Rahmen und einer undurchsichtigen Platte bestehen. Letztere kann dann durch eigene Farbgebung den Farbeindruck der Verbundscheibe bestimmen, von dem sich die Einsatzscheibe wiederum farblich abheben könnte.

Es kann aber von Vorteil sein, zumindest auch die Deckplatte aus vorgespanntem Glas herzustellen.

In einer besonders vorteilhaften Ausführung und dem zugehörigen Herstellungsverfahren wird der oder werden die Randstreifen und die Einsatzscheibe vor dem Vorspannen aus derselben Glasscheibe ausgeschnitten und danach -ggf. nach Schleifen der Schnittkanten- separat vorgespannt (und ggf. vorher gebogen). Es empfiehlt sich, beim Zuschnitt eine gewisse Schnittbreite vorzusehen. Damit kann der geringfügige Flächenzuwachs der Einsatzscheibe beim Zerspringen/Bersten so kompensiert werden, dass sie auch hernach zwängungsfrei in den Rahmen passt. Verbleibende Spalte können dann mit einem geeigneten Material verfüllt werden. Dieses wird vorzugsweise dasselbe Material sein wie das, aus dem die Klebeschichten oder -folien der Verbundglasscheibe bestehen. Dieses Material kann ferner die Stoßenergie puffern, die beim Bersten der Einsatzscheibe freigesetzt wird. Zwar kann man davon ausgehen, dass bei Verwendung thermoplastischer Klebeschichten oder -folien diese Spalte wenigstens teilweise von selbst aufgefüllt werden, sobald für den Verbindevorgang hinreichende Wärme eingetragen wird, jedoch werden die Spalte bevorzugt mit zusätzlichem Material (dünne Folienstreifen) aufgefüllt.

Der eigentliche Schneidevorgang zum Herstellen der Einsatzscheibe(n) kann mithilfe eines Wasserstrahl-Schneidgerätes oder auch einer Laserschneidvorrichtung durchgeführt werden. Hierbei lässt sich die Schnittbreite recht genau einstellen, und insbesondere lassen sich Schnittverläufe sehr gut reproduzieren. Auch die Schnittkanten sind bei Verwendung dieser Verfahren sehr glatt. Sie müssen ohnehin nicht unbedingt gebrochen oder geschliffen werden, weil sie im Endzustand ohnehin im Inneren des Scheibenverbundes liegen.

Die Rahmenteile können einstückig sein oder bleiben, können aber auch aus mehreren Stücken und dann ggf. wiederum mit unterschiedlichen Farben zusammengesetzt werden. Sie können, wie schon erwähnt, insbesondere aus Glas, Kunststoff oder auch anderen, nicht transparenten Materialien bestehen. Natürlich ist es auch möglich, Rahmenteile aus unterschiedlichen Materialien in ein und derselben Verbundglasscheibe miteinander zu kombinieren. Die Rahmenteile oder -streifen können, müssen aber nicht gleich dick wie die Einsatzscheibe sein.

Bei mehrteiliger Ausführung der Randstreifen sind natürlich die Spalte oder Fugen zwischen diesen im Verbund sorgfältig auszufüllen, sofern sie bis zur Außenkante verlaufen.

Die (mindestens eine) Einsatzscheibe kann in einer ersten Verfahrensvariante erst nach dem Herstellen des Scheibenverbundes (durch Anschlagen oder Ritzen) gesprengt oder zum Bersten gebracht werden. Hierzu wird man geeignete mechanische Eingriffsmöglichkeiten (Bohrungen, Aussparungen) vorsehen, die am fertigen Produkt verschlossen werden können.

Es ist aber durch Versuche gezeigt worden, dass die Einsatzscheibe auch schon vor dem endgültigen Verbinden, z. B. vor dem Zusammenlegen mit der Deckscheibe, zum Bersten gebracht werden kann, ohne dass sie dabei sich aus ihrer Ebene herauswölbt. Von Vorteil ist allerdings bei dieser Vorgehensweise, wenn die Einsatzscheibe im Moment des Berstens von dem Rahmen bzw. den Rahmenteilen umgeben ist.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Gegenstands der Erfindung gehen aus der Zeichnung eines Ausführungsbeispiels und deren sich im folgenden anschließender eingehender Beschreibung hervor.

Es zeigen in vereinfachter, nicht maßstäblicher Darstellung

1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbundscheibe;

2 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbundscheibe;

3 weitere Formvarianten von Verbundscheiben und Einsatzscheiben;

4 einen Querschnitt durch den Rand einer erfindungsgemäßen Verbundscheibe;

4a eine Variante zu 4 mit einem Kantenschutzprofil;

5 eine Glasscheibe, aus der eine Einsatzscheibe unter Bildung eines Rahmens ausgeschnitten wurde;

6 einen Teil einer Vorrichtung zum Ausschneiden einer Einsatzscheibe aus einer Glasscheibe während des Schneidevorgangs.

Wenn auch die Figuren nur ebene Verbundscheiben zeigen, so bezieht sich die Erfindung doch auch auf gekrümmte Ausführungen, bei denen die Deckscheibe und die Einsatzscheibe, sowie ggf. eine Abschlussscheibe, gleiche bzw. zueinander passende Biegekonturen haben.

1 zeigt eine Verbundscheibe 1 mit einer Deckscheibe 2 und einer unter dieser sichtbaren, in eine Vielzahl von Bruchstücken gesprengte Einsatzscheibe 3 aus vorgespanntem Glas, die zentrisch zum Außenumriss der Deckscheibe 2 angeordnet ist. Die Einsatzscheibe 3 ist von einem Randstreifen 4 ohne Bruchoptik rahmenförmig umgeben.

2 zeigt eine weitere Verbundscheibe mit vier Einsatzscheiben 3, die in diesem Beispiel als „Platzanzeiger" für eine Tischplatte gruppiert sind. Außer dem Rahmenbereich 4 ist hier noch ein Teilerbereich 5 unter der Deckplatte 2 erkennbar, der ebenfalls nicht die Bruchoptik der Einsatzscheiben 3 hat.

Es wird angemerkt, dass die gezeichneten Muster der Einsatzscheiben 3 nicht dem tatsächlichen Bruchbild vorgespannter und durch lokale Schlag- oder Ritzeinwirkung geborstener Glasscheiben entsprechen. Vielmehr ist in aller Regel der Ort des Bruch- oder Berstbeginns ohne weiteres erkennbar. Die vorliegende vereinfachte Darstellung mit regelmäßigem Bruchmuster kann dies nicht genau reproduzieren. Es ist in der Realität möglich, durch gezielte Wahl des Ortes der Brucheinleitung zusätzliche Designeffekte zu erreichen.

3 zeigt eine nicht weiter erörterte Auswahl an Design-Möglichkeiten erfindungsgemäßer Verbundscheiben mit unterschiedlichen Außenumrissen und Umrissen der Einsatzscheiben. Die untere Variante zeigt eine Einsatzscheibe 3, die ihrerseits einen Rahmen für einen integeren Einsatz bildet. Es wäre aber auch hier möglich, diesen inneren Einsatz seinerseits zu brechen; man könnte damit einen Farbkontrast im „Bruchfeld" darstellen.

4 zeigt einen Querschnitt durch den Außenrand der Verbundscheibe der 2 entlang der Linie IV-IV. Man erkennt wiederum die Deckscheibe 2 und die darunter angeordnete Einsatzscheibe 3, sowie den Rahmenbereich 4 und den Teilerbereich 5. Letztere sind in diesem Ausführungsbeispiel exakt gleich dick wie die Einsatzscheibe 3.

Unter der Einsatzscheibe ist eine dritte (untere) Abschlussscheibe 6 angeordnet. Diese ist hier flächengleich mit der Deckscheibe 2. Man kann natürlich abweichend von dieser Darstellung an den Rändern der Verbundscheibe Stufen, Fasen, oder sonstige Formelemente vorsehen. Wie schon erwähnt, kann insbesondere der Rahmenbereich 4 über die Außenkante der Deckscheibe 2 und ggf. der Abschlussscheibe 6 vorstehen. Dies ist schematisch anhand des in 4a gezeigten Ausschnitts angedeutet, wo ein Randstreifen 4' in Gestalt eines Profilstrangs oder -teils verwendet wurde, der einen zwischen die Deckscheibe 2 und die Abschlussscheibe 6 in der Ebene der Einsatzscheibe 3 eingeführten Stegteil und einen die Außenkanten der Scheiben 2 und 6 überdeckenden Teil hat.

Zwischen den jeweiligen Scheiben 2 und 3 bzw. 3 und 6 sind Klebeschichten 7 angeordnet, welche die genannten Scheiben vollflächig adhäsiv miteinander verbinden. Diese Klebeschichten werden bevorzugt durch thermoplastische Klebefolien aus PVB, Polyurethan oder EVA gebildet, wie sie in der Verbundglasherstellung weit verbreitet sind. Wichtig ist, dass jedenfalls die Klebeschicht 7 zwischen der Deckscheibe 2 und der Einsatzscheibe 3 im Endzustand durchsichtig oder zumindest transluzent ist.

Die in der Zeichnung senkrecht verlaufenden Fugen 8 zwischen den Außenkanten der Einsatzscheibe 3 und dem Rahmen 4 bzw. dem Teiler 5 sind ebenfalls mit einem fließ- oder schmelzfähigen Klebematerial ausgefüllt, das vorzugsweise dasselbe Material ist wie das für die Klebeschichten 7 verwendete.

In der Abschlussscheibe 6, die ihrerseits nicht unbedingt durchsichtig sein muss und z. B. aus Holz, Metall oder anderen Werkstoffen bestehen kann, ist eine Bohrung 9 angedeutet, durch die noch nach dem Herstellen des Verbundes die Einsatzscheibe 3 angeschlagen oder geritzt werden kann, um diese bersten zu lassen und damit die gewünschte optische Craquelé-Wirkung zu erzielen. Davon bleiben aber der Rahmen 4 und ggf. der Teiler 5 unberührt. Die mechanische Einwirkung auf die Einsatzscheibe kann durch die Klebeschicht 7 hindurch erfolgen; dies hat den Vorteil, dass auch an dieser Stelle praktisch keine Splitter nach außen dringen können.

Die Füllung der Fugen 8 fängt die geringfügige Ausdehnung der Einsatzscheibe 3 beim Bersten auf und verhindert, dass auch die -ihrerseits ggf. aus vorgespanntem Glas bestehenden- Rahmen- und Teilerbereiche gesprengt werden. Es kann von Vorteil sein, mit dem Füllmaterial nicht die gesamte Fugenbreite auszufüllen, damit noch ein geringer Freiraum für die erwähnte Ausdehnung bleibt und übermäßige Spannungen im Rahmen vermieden werden. Auch eine Ausdehnung oder Auswölbung der Einsatzscheibe aus ihrer Ebene heraus wird durch den festen Scheibenverbund verhindert. Dennoch ist es nicht unbedingt erforderlich, eine Füllung der Fugen 8 vorzusehen.

Die Platzierung der Bohrung 9 bestimmt den Verlauf der Bruchausdehnung und damit das im Endzustand durch die Deckscheibe 2 -und ggf. durch eine durchsichtige Abschlussscheibe 6- sichtbare Bruchbild der Einsatzscheibe. Wird die Bohrung zentrisch in der Einsatzscheibe vorgesehen, so werden die Bruchlinien sich spinnennetzartig von diesem Zentrum ausbreiten, während bei außermittiger Anordnung ein entsprechend verschobener Bruch-Ausgangspunkt sichtbar wird. Das Loch 9 kann natürlich später verschlossen werden. Es versteht sich, dass in einer Verbundscheibe mit mehreren Einsatzscheiben auch mehrere solcher Eingriffsmöglichkeiten vorzusehen sind, wobei aber wiederum unterschiedliche Bruchbilder durch individuelles Anordnen dieser Löcher für jede Einsatzscheibe erzielt werden können.

Es wäre grundsätzlich auch möglich, die Einsatzscheibe(n) durch eine geeignete Öffnung im Rahmen 4 hindurch zu sprengen. Dann gingen die durch die Deckscheibe 2 sichtbaren Bruchlinien natürlich vom Außenrand der Einsatzscheibe 3 aus. Diese Lösung wird man beispielsweise dann bevorzugen, wenn beide Flächenseiten der Verbundscheibe 1 im Einbauzustand sichtbar sind, um die Öffnung möglichst unauffällig im ansonsten glatten Stirnkantenbereich unterzubringen.

In Alternative zu diesem Vorgehen kann man aber die Einsatzscheibe(n) auch schon während des Zusammenlegens zum Bersten bringen, vorzugsweise, nachdem man sie unter Zwischenlage eine thermoplastischen Klebefolie zusammen mit dem Rahmen oder den Randteilen auf die Deckscheibe aufgelegt hat. In diesem Fall muss man natürlich keine Bohrung 9 oder anderweitige Öffnung vorsehen.

Wenn im Endzustand nur eine einseitige Abdeckung der Einsatzscheibe vorgesehen ist, so empfiehlt es sich, den Verbund mit der Deckscheibe herzustellen, ggf. unter Verwendung einer abnehmbaren Abschlussscheibe, und die Einsatzscheibe zu sprengen, während sie auf der später freien Seite vollflächig unterstützt wird. Auch hier ist jedoch ein Berstenlassen der Einsatzscheibe(n) schon vor dem endgültigen Verbinden der Scheiben möglich.

5 zeigt eine Zwischenstufe der Herstellung einer (hier noch nicht vorgespannten/geborstenen) Einsatzscheibe 3 und ihres Rahmenbereichs 4 aus einer einzigen Glasscheibe 10. Hier hat die Einsatzscheibe 3 einen ovalen Umriss. Man erkennt, dass durch das Ausschneiden der Einsatzscheibe eine Fuge 8 mit einer bestimmten Breite entstanden ist, die optional später -nach dem Zusammenlegen des Scheibenverbundes- mit Füllmaterial aufgefüllt wird.

Will man die Einsatzscheibe 3 gegenüber dem Rahmen 4 andersfarbig herstellen, so ist natürlich eine Herstellung beider Teile aus einer Glasscheibe nicht mit vertretbarem Aufwand möglich. Man wird dann den Schneidevorgang an zwei (vorzugsweise gleich dicken) Glasscheiben mit unterschiedlicher Färbung ausführen, so dass hernach die Einsatzscheibe aus der einen Glasscheibe zum Rahmen aus der anderen Glasscheibe passt und sich unter Bildung einer ausreichend breiten Fuge in diesen einlegen lässt. Auch diese Option kann ohne Verschnitt auskommen, weil auch die beiden Restteile (Rahmen bzw. Einsatzscheibe) sich als „Farbnegativ" zur ersten Ausführung zusammenfügen lassen.

6 deutet schematisch das bevorzugte Verfahren zum Ausschneiden der Einsatzscheibe 3 aus der Glasscheibe 10 an, bei dem der Rahmen 4 von dieser abgetrennt wird. Mittels einer Düse 11 wird ein Hochdruck-Wasserstrahl 12 mit abrasiven Partikeln durch die Glasscheibe 10 geführt, aus der die Einsatzscheibe 3 und der Rahmen 4 entstehen sollen. Man wird dabei zunächst in die Glasscheibe 10 ein kleines Loch (nicht gezeigt) einbringen, das den Beginn der Schnittlinie (wie z. B. in 4 erkennbar) bildet. Die Schnittbreite lässt sich mit einer solchen Vorrichtung gut einstellen und kontrollieren. Auch andere Schneidverfahren (Laserschneiden, Sägen) können aber grundsätzlich angewendet werden. Nach Möglichkeit wird man ein Verfahren wählen, mit dem einerseits ein sehr gut reproduzierbarer Schnittverlauf erreicht wird, damit bei dem vorstehend erwähnten Anwendungsfall unterschiedlich gefärbter Rahmen bzw. Einsatzscheiben ein Austausch der Teile ohne nachträgliche Anpassung (Kantenschliff) möglich ist.

Andererseits sollte das Verfahren sehr saubere glatte Schnittkanten herstellen können, die an sich für den hier vorgesehenen Einsatzfall keiner Nacharbeit mehr bedürfen. Diese Schnittkanten kommen ausschließlich innerhalb eines festen Scheibenverbundes zu liegen und sind damit nicht verletzungsgefährlich.

Die Düse 11 wird in an sich bekannter Weise über dem erwähnten „Anfangs-"Loch positioniert und sodann -vorzugsweise mithilfe eines Roboters- entlang einer vorgegebenen Bahn geführt. Der Außenrand der Glasscheibe 10, der später den Außenrand des Rahmens 4 und damit die glatte Außenkante der Verbundscheibe in der Ebene der Einsatzscheibe 3 bildet, kann schon vorher geschliffen worden sein. Vorzugsweise wird der Kantenschliff aber erst nach erfolgreichem Ausschneiden der Einsatzscheibe und vor dem Vorspannen des Rahmens und der Einsatzscheibe angebracht.

Nach dem Vorspannen der beiden Teile 3 und 4 werden sie mit einer Deckscheibe 2 und einer Abschlussscheibe 6 zusammengelegt, wobei man die Klebefolien 7 und die Füllungen der Schnittfugen 8 einlegt. Sodann wird unter Einwirkung von Druck und Wärme der Verbund hergestellt. Anschließend wird die Einsatzscheibe 3 durch Ritzen oder Anschlagen zertrümmert, und ggf. die dazu notwendige Öffnung 9 verschlossen.


Anspruch[de]
Verbundscheibe (1) aus mindestens einer glatten transparenten oder transluzenten Scheibe (2, 6) und mindestens einer damit flächig verbundenen Einsatzscheibe (3) aus zerstörtem vorgespanntem Glas, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzscheibe (3) sich höchstens in einem Teilbereich oder an keiner Stelle bis zu den Stirnkanten der Verbundscheibe erstreckt, und dass deren Rand (4) in der Ebene der Einsatzscheibe (3) im wesentlichen Teil des Umfangs oder vollständig glatt ist. Verbundscheibe nach Anspruch 1, bei der die mindestens eine Einsatzscheibe (3) zwischen einer transparenten Deckscheibe (2) und einer Abschlussscheibe (6) eingeschlossen ist. Verbundscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der glatte Rand mithilfe von die Einsatzscheibe (3) in ihrer Ebene umgebenden Stücken oder Streifen (4) aus einem festen Material, wie Glas, Kunststoff, Metall, hergestellt ist. Verbundscheibe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den glatten Rand bildenden Streifen einen einstückigen Rahmen (4) bilden. Verbundscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den glatten Rand bildende Glasstreifen oder -stücke (4) und die Einsatzscheibe (3) vor dem Vorspannen aus einer einzigen Glasscheibe (10) zugeschnitten sind. Verbundscheibe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung unterschiedlicher Rand- oder Rahmenteile diese unterschiedlich gefärbt sind und/oder aus unterschiedlichen Materialien bestehen und/oder gleiche oder unterschiedliche Dicken wie die Einsatzscheibe aufweisen. Verbundscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Randteile (4) und die Einsatzscheibe (3) unterschiedlich gefärbt sind. Verbundscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Spalte (8) zwischen den Randteilen (4) und der Einsatzscheibe (3) mittels einer adhäsiven, vorzugsweise thermoplastischen Füllung wenigstens teilweise aufgefüllt sind. Verbundscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Einsatzscheiben (3) umfasst, die mit Abstand (5) zueinander oder unmittelbar aneinander stoßend angeordnet sind. Verbundscheibe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen beabstandeten Einsatzscheiben (3) ein Teilerbereich (5) angeordnet ist. Verbundscheibe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Tellerbereich (5), der Rahmen (4) und die Einsatzscheiben (3) aus ein und derselben Glasscheibe vor deren Vorspannen zugeschnitten sind. Verbundscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb einer Einsatzscheibe (3) ein weiterer Einsatz (3') angeordnet ist, der aus einem integeren Material oder ebenfalls aus geborstenem vorgespannten Glas mit gleicher oder unterschiedlicher Färbung besteht. Verbundscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzscheibe (3) und/oder ein in dieser vorgesehener weiterer Einsatz (3') ein Zeichen, ein Piktogramm, ein Symbol oder dgl. bildet. Verbundscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Tischplatte vorgesehen ist, in der mehrere Einsatzscheiben (3) Tischplätze für Personen bezeichnen. Verbundscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente oder transluzente Deckscheibe (2) aus Kunststoff oder aus Glas, vorzugsweise aus vorgespanntem oder teilvorgespanntem Glas, besteht. Verbundscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der glatte Rand mithilfe einer in den durch den Rücksprung der Einsatzscheibe (3) gegenüber der Außenkante der transparenten Scheibe gebildeten Randspalt eingefüllten Füllmasse hergestellt ist. Verbundscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie insgesamt gekrümmt ist, wobei die Deckscheibe (2) und die Einsatzscheibe (3) sowie ggf. die Abschlussscheibe (6) vor dem Herstellen des Verbundes mit aufeinander abgestimmten Biegekonturen geformt werden. Verfahren zum Herstellen einer Verbundscheibe (1), die mindestens eine aus geborstenem vorgespanntem Glas bestehende Einsatzscheibe (3) umfasst, die zwischen zwei Scheiben (2, 6) eingefasst ist und mithilfe von Klebeschichten (7) mit diesen verbunden ist, gekennzeichnet durch folgende Schritte:

– Zuschneiden der transparenten oder transluzenten Deck- und der Abschlussscheibe (2; 6),

– Zuschneiden einer Glasscheibe (10), deren Abmessungen denen der Deckscheibe entsprechen, und Ausschneiden der Einsatzscheibe(n) (3) aus dieser Glasscheibe (10), wobei vorzugsweise verschnittfrei ein Rahmen (4) und ggf. ein Teilerbereich (5) entsteht,

– thermisches Vorspannen der Einsatzscheibe (3) sowie ggf. des Rahmens und Tellerbereichs,

– Zusammenlegen der Deckscheibe (2), einer ersten thermoplastischen Klebefolie (7), der Einsatzscheibe(n) (3), des Rahmens (4) und ggf. des Tellerbereichs, einer zweiten thermoplastischen Klebefolie (7) und einer Abschlussscheibe (6),

– Entlüften und anschließendes Verbinden der zusammengelegten Scheiben unter Einwirkung von Wärme und Druck,

– Brechen der Einsatzscheibe(n) (3) mithilfe einer oder mehrerer, mechanisches Einwirken auf die Einsatzscheibe(n) ermöglichenden, vor oder nach dem Zusammenlegen oder Verbinden der Scheiben (2, 3, 6) hergestellten Öffnungen (9).
Verfahren zum Herstellen einer Verbundscheibe (1), die mindestens eine aus geborstenem vorgespanntem Glas bestehende Einsatzscheibe (3) umfasst, die zwischen zwei Scheiben (2, 6) eingefasst ist und mithilfe von Klebeschichten (7) mit diesen verbunden ist, gekennzeichnet durch folgende Schritte:

– Zuschneiden der transparenten oder transluzenten Deck- und der Abschlussscheibe (2; 6),

– Zuschneiden einer Glasscheibe (10), deren Abmessungen denen der Deckscheibe entsprechen, und Ausschneiden der Einsatzscheibe(n) (3) aus dieser Glasscheibe (10), wobei vorzugsweise verschnittfrei ein Rahmen (4) entsteht,

– thermisches Vorspannen der Einsatzscheibe (3) sowie ggf. des Rahmens,

– Zusammenlegen der Deckscheibe (2), einer ersten thermoplastischen Klebefolie (7), der Einsatzscheibe (3), und des Rahmens (4),

– Brechen der Einsatzscheibe (3) durch mechanisches Einwirken auf diese,

– Auflegen einer zweiten thermoplastischen Klebefolie (7) und einer Abschlussscheibe (6),

– Entlüften und anschließendes Verbinden der zusammengelegten Scheiben unter Einwirkung von Wärme und Druck.
Verfahren zum Herstellen einer Verbundscheibe (1), die mindestens eine aus geborstenem vorgespanntem Glas bestehende Einsatzscheibe (3) umfasst, die mit mindestens einer transparenten oder transluzenten Deckscheibe (2) mithilfe einer Klebeschicht (7) verbunden ist, gekennzeichnet durch folgende Schritte:

a) Zuschneiden der Deckscheibe (2),

b) Zuschneiden einer Glasscheibe (10), deren Abmessungen denen der Deckscheibe entsprechen, und Ausschneiden der Einsatzscheibe(n) (3) aus dieser Glasscheibe (10), wobei vorzugsweise verschnittfrei ein Rahmen (4) entsteht,

c) thermisches Vorspannen der Einsatzscheibe(n) (3) sowie ggf. des Rahmens,

d) Zusammenlegen der Deckscheibe (2), einer ersten thermoplastischen Klebefolie (7), der Einsatzscheibe (3) und des Rahmens (4),

e) Brechen der Einsatzscheibe (3) durch mechanisches Einwirken auf diese,

f) Entlüften und anschließendes Verbinden der zusammengelegten Scheiben unter Einwirkung von Wärme und Druck.
Verfahren nach einem der vorstehenden Verfahrensansprüche, bei dem Spalte (8) zwischen der Einsatzscheibe (3) und dem Rahmen (4) vor dem Verbindeprozess oder während des Verbindeprozesses mit einem Klebematerial ausgefüllt werden. Verfahren nach einem der vorstehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man in der Einsatzscheibe (3) mindestens einen weiteren Ausschnitt (3') vorsieht, der entweder ebenfalls mit einer vorgespannten Glasscheibe oder mit einem integeren Material gefüllt wird. Verfahren nach einem der vorstehenden Verfahrensansprüche, ferner umfassend Schritte zum Biegen der Scheiben (2, 3) in aufeinander abgestimmte Biegekonturen vor dem Vorspannen der Einsatzscheibe(n) und dem Herstellen des Verbundes.






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