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Dokumentenidentifikation DE19631994B4 25.01.2007
Titel Stromschienenhalter für Stromschienen zur Stromversorgung elektrischer Triebfahrzeuge
Anmelder BICC Holdings GmbH, 41460 Neuss, DE
Erfinder Müller, Wolfgang, 61191 Rosbach, DE
Vertreter Oppermann, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 65189 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 08.08.1996
DE-Aktenzeichen 19631994
Offenlegungstag 12.02.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2007
IPC-Hauptklasse B60M 1/30(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Stromschienenhalter für Stromschienen zur Stromversorgung der Triebfahrzeuge elektrischer Bahnen, insbesondere von Stadt- und Untergrund-Bahnen.

Stromschienenhalter werden in Abständen zur Halterung von Stromschienen benutzt, auf denen die Stromabnehmer elektrischer Triebfahrzeuge gleiten, die auf Schienen geführt sind. Vorzugsweise handelt es sich um Triebfahrzeuge von S- oder U-Bahnen. Die Stromschienenhalter sind z.B. jeweils an einem L-förmigen Träger befestigt, dessen eines Ende mit z.B. den Schwellen der Schienen verbunden ist. Von dem anderen Ende des Trägers kragt der Stromschienenhalter aus, der jeweils einen Isolator und einen mit dem Isolator verbundenen Haltearm aufweist, der eine Aussparung für das Einhängen einer Klaue hat.

Die Klaue und der Haltearm umgreifen die Stromschiene an deren Fuß, die mit dem Laufabschnitt nach unten hängt. Die Stromschiene zieht mit ihrem Gewicht die Klaue in eine Stellung in der die Stromschiene in der Seiten- und Höhenlage gesichert ist.

Wenn die Schwellen bei mangelhaftem Oberbau sich unter dem Gewicht der Schienenfahrzeuge absenken, kann es bei den vorstehend beschriebenen Stromschienenhaltern zu Vibrationen kommen, die sich verschleißungünstig auf die Stromschiene und deren Halterung auswirken.

Aus der DE 24 58 029 B1 ist ein Stromschienenhalter bekannt, der ein Tragstück aufweist, dessen eines Ende mit einem Flansch versehen ist, der an einem Isolator befestigt ist. Am isolatorseitigen Ende weist das Tragstück einen Vorsprung auf, der eine erste Haltefläche zur Aufnahme eines Stromschienenfußes bildet. Das Tragstück ist derart ausgebildet, dass es eine Klaue zum Umgreifen des Stromschienenfußes am anderen Ende des Tragstücks formschlüssig aufnimmt. Die Klaue bildet am freien Ende des Tragstücks eine zweite Haltefläche zur Aufnahme des Stromschienenfußes.

Die DE 2 314 802 beschreibt einen Stromschienenhalter mit zwei einen Stromschienenfuß umgreifenden Trägerbacken, die von einem Bolzen aufgenommen werden, der seinerseits an einem Isolator befestigt ist. Die Bolzen verfügen über Halteflächen zur Aufnahme des Stromschienenfußes.

Die DE 88 06 387 U1 beschreibt einen Stromschienenhalter mit einem zweistückig ausgebildeten Trägerarm, der zwei Anlageflächen zur Aufnahme eines Stromschienenfußes aufweist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen vibrationsarmen Stromschienenhalter für Stromschienen bereitzustellen.

Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, einen einstellbaren Stromschienenhalter für Stromschienen bereitzustellen, der eine enge Führung der Stromschienen ermöglicht.

Außerdem liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Stromschienenhalter für Stromschienen bereitzustellen, der als montagefertiges Bauteil zum Montageort lieferbar ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Der erfindungsgemäße Stromschienenhalter umfasst einen Haltearm, dessen eines Ende mit einem Flansch versehen ist, der an einem Isolator befestigt ist. Der Haltearm weist dabei in der Nähe seines isolatorseitigen Endes eine an die eine Seite des Stromschienenfußprofils angepasste erste Haltefläche an einem Vorsprung auf. Der Haltearm ist derart ausgebildet, dass er im Inneren eine zum anderen Ende hin offene Führung enthält, in der erfindungsgemäß eine Klaue längsverschiebbar angeordnet ist. In eine Aussparung der Klaue ragt eine Spindelschraube, die von einer sich am Haltearm und der Klaue abstützenden Feder umgeben ist. Die Klaue wird von der Feder gegen eine auf der Spindelschraube längsverschiebbar gelagerte Mutter gedrückt, die auf den Gewindeabschnitt der Spindelschraube aufschraubbar ist bis die Klaue in Halteposition für die Stromschiene mit dem abgekröpften Ende am Haltearm anliegt. Der Halter umgreift hierbei die eine Seite des Stromschienenfußes. Das abgewinkelte Ende der Klaue umgreift mit einer zweiten Haltefläche die andere Seite des Stromschienenfußes. Der erfindungsgemäße Stromschienenhalter ist als montagefertiges Bauteil zum Montageort lieferbar. Der Fuß der Stromschiene wird dabei eng geführt.

Insbesondere sind die Halteflächen ballig ausgebildet. Durch diese Maßnahme wird der Schubkasteneffekt vermieden.

Vorzugsweise ist die Mutter über einer Öffnung in der Stirnseite der Klaue zugänglich. Die Befestigung der Klaue in Montagestellung kann hierbei auf einfache Weise mittels eines z.B. Elektroschraubers erfolgen.

Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben, aus dem sich weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben.

Es zeigen:

1 einen Stromschienenhalter in Seitenansicht, teilweise im Schnitt,

2 eine Ansicht des Stromschienenhalters gemäß 1 von vorne,

3 den Stromschienenhalter gemäß 1 in Seitenansicht mit einem Teil der Schiene,

4 einen Schnitt längs der Linien I-I des Stromschienenhalters gemäß 3,

5 einen Stromschienenhalter mit einer Stromschiene in Seitenansicht mit der Stromschiene im Schnitt.

Ein Stromschienenhalter 1 für Stromschienen von elektrischen Bahnen enthält einen Haltearm 2, der an einem Isolator 3, z.B. aus Gießharz, befestigt ist. Der längliche Haltearm 2 hat im Inneren einen Hohlraum 4. An einem Ende 5 ist der Haltearm 2 am Isolator 3 befestigt, der eine ebene, nicht näher bezeichnete Auflagefläche aufweist. Der an einem Ende von einem Flansch 5 ausgehende Haltearm 2 ist mittels Schrauben G am Isolator 3 befestigt.

Im Inneren des länglichen Hohlraums 4, der an dem anderen Ende 7 des Haltearms 2 offen ist, ist eine Klaue 8 mit zwei länglichen Rahmenträgern 9 verschiebbar. Zur Fixierung der Klaue in der Endlage kann eine Nut und Keilanordnung vorgesehen sein. Die Rahmenträger 9 sind im Abstand parallel zueinander angeordnet und durch das abgeköpfte Ende 20 der Klaue 8 sowie einen Querträger 11 miteinander verbunden.

Vom Flansch 5 des Haltearms 2 geht eine Spindelschraube 12 aus, die in den Hohlraum 4 und in den Raum zwischen den Rahmenträgern 9 hineinragt. Die Querstrebe 11 hat eine nicht näher bezeichnete Bohrung durch die die Spindelschraube 12 verläuft.

Sie Spindelschraube 12 ist von einer Spiralfeder 13 umgeben, deren eines Ende sich an einem Bund 14 des Flansches 5 und deren anderes Ende sich an der Querstrebe 11, die die Rahmenträger 9 verbindet, abstützt.

Auf dem gewindelosen Abschnitt 15 der Spindelschraube 12 ist eine Mutter 16 verschiebbar angeordnet, die durch einen Gewindekopf 17 am Ende der Spindelschraube 12 gegen unbeabsichtigtes Lösen gehalten wird.

Die beiden Rahmenträger 9 sind im Hohlraum 4 geführt. Es sind seitliche Stege 21 im Haltearm 2 vorgesehen, die die Seitenführung bilden. Die Innenseiten der oberen und unteren Wand des Haltearms 2 bilden die oberen und unteren Führungen der Rahmenträger 9.

Im Flansch 5 sind zwei Bohrungen 22 neben und in Höhe der Spindelschraube 12 und eine Bohrung 23 unterhalb des Vorsprungs 18 vorgesehen, die für die Aufnahme der Schrauben 6 bestimmt sind. Die Bohrungen 22, bzw. Löcher 22 sind vom Ende 7 aus durch den Hohlraum 4 zugänglich. Die Spindelschraube 15 ist an einem Ende mit einem Kopf 24 versehen, der in eine Aussparung des Flansch 5 eingesetzt ist und an einem Absatz an einer Bohrung 25 des Flansch 5 anliegt, durch die die Spindelschraube 15 hindurchragt.

Der Flansch 5 des Haltearms 2 hat auf seiner Unterseite einen Vorsprung 18, auf dem die eine Seite des Fußes der Stromschiene aufliegt. Der Vorsprung 18 und die vordere Seite 19 des Flansches 5 fixiert die Position der Stromschiene gegenüber dem Isolator 3.

Das abgekröpfte Ende 20 der Klaue 8 bildet die Auflagefläche für die andere Seite des Stromschienenfußes.

Die Oberseite des Vorsprungs 18 und die entsprechende Seite des Endes 20 sind ballig ausgebildet, wodurch der sog. Schubkasteneffekt, d.h. eine verkantete Halterung der Stromschiene, vermieden wird.

Die Klaue 8 hat an ihrem, dem Haltearm 2 zugewandtem Ende an den Seiten zwei Nasen 31, die in Einbaustellung in Aussparungen 32 des Haltearms 2 eingreifen und eine Art Nut- und Federmechanismus bilden, der die Klaue formschlüssig am Haltearm fixiert.

Bei der in 1, 3 und 4 dargestellten Lage der Klaue 8 drückt die Feder 13 die Klaue 8 in die Montageposition, in der das abgekröpfte Ende 20 den größten Abstand vom Haltearm 2 hat. In dieser Stellung haben der Vorsprung 18 und das ihm zugewandte abgekröpfte Ende einen Abstand, der größer ist als die Breite des Fußes 26 der Stromschiene 27 ist, die mit ihrem Fuß 26 und dem an den Fuß 26 angrenzenden Teil des Stegs in 3 dargestellt ist.

Wenn in dem Stromschienenhalter 1 die Klaue 8 auf die in 1 dargestellte Art eingesetzt, geführt und durch die Mutter 16 gehalten wird, befindet sich der Stromschienenhalter 1 in montagefertigem Zustand, d.h. er ist vormontiert. Die Vormontage geschieht zweckmäßigerweise nicht am Einbauort sondern in einer Fertigungsstätte mit entsprechender Ausrüstung, die eine schnelle und kostengünstige Vormontage ermöglicht.

Der Stromschienenhalter 1 ist mit dem Isolator 3 verbunden, der am oberen Ende eines Vertikalträgers 28 eines Bocks 29 befestigt ist, dessen anderes Ende mit z.B. einer Schwelle 30 einer Schiene verbunden ist, auf der das Triebfahrzeug fährt.

Die Stromschiene 27 wird mit dem Fuß 26 nach oben zwischen dem Vorsprung 18 und das Ende 20 der Klaue 8 angehoben und danach mit einer Seite des Fußes 26 auf den Vorsprung 18 gelegt. Danach wird das abgekröpfte Ende von Hand gegen den Druck der Feder 13 unter die andere Seite des Fußes 26 geschoben und in dieser Position festgehalten. Anschließend wird durch eine Öffnung 33 am abgekröpften Ende 20 der Klaue 8 ein Schlüssel, z.B. eines Elektroschraubers, auf die Mutter 16 aufgesetzt und die Mutter auf den Gewindeabschnitt der Spindelschraube 15 aufgeschraubt, bis die Nasen 31 in die Aussparungen 32 eingreifen. In dieser Stellung des Schienenhalters 1 werden Klaue 8 und Haltearm 2 kraft- und formschlüssig gehalten. Die Halterung ist vibrationssicher. Es entsteht durch die enge Führung der Stromschiene 27 im Stromschienenhalter 1 beim Vorbeifahren der Schienenfahrzeuge am Bock 29 kein nennenswerter Verschleiß an der Stromschiene 27 und dem Stromschienenhalter 1.

Die Stromschienen 27 ist mit einer Abdeckung 34, z.B. aus Kunststoff versehen, die gleichzeitig den Stromschienenhalter 1 abdeckt. Die Teile des Stromschienenhalters 1, z.B. der Haltearm 2, die Klaue 8, die Spindelschraube 15, die Mutter 16 sowie die Feder 13, bestehen insbesondere aus Edelstahl.

Die oben beschriebene und in den 1-5 dargestellte Vorrichtung eignet sich insbesondere für Stadt- und Untergrundbahnen, kann aber auch bei Bahnen von Industrieanlagen eingesetzt werden.


Anspruch[de]
Stromschienenhalter für Stromschienen zur Stromversorgung elektrischer Triebfahrzeuge mit einem Haltearm (2), dessen eines Ende einen Flansch (5) aufweist, der an einem Isolator (3) befestigt ist, wobei der Haltearm (2) nahe an seinem isolatorseitigen Ende eine an die eine Seite des Stromschienenprofils angepassten ersten Haltefläche an einem Vorsprung (18) aufweist und in seinem Inneren eine zum anderen Ende hin offene Führung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass in der eine Klaue (8) längsverschiebbar angeordnet ist, dass in der Führung eine Klaue (8) längsverschiebbar angeordnet ist, dass in eine Aussparung der Klaue (8) eine Spindelschraube (15) ragt, die von einer sich am Haltearm (2) und an der Klaue (8) abstützenden Feder (13) umgeben ist, dass die Klaue (8) von der Feder (13) gegen eine auf der Spindelschraube (15) längsverschiebbar gelagerte Mutter (16) gedrückt wird und dass die Mutter (16) auf den Gewindeabschnitt (35) der Spindelschraube (15) aufschraubbar ist, bis die Klaue (8) in Halteposition für die Stromschiene mit dem abgekröpften Ende (20) am Haltearm (2) anliegt. Stromschienenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Flansch (5) ausgehender Vorsprung (18) und das abgekröpfte Ende (20) der Klaue (8) ballig ausgebildete Halteflächen für den Fuß (26) der Stromschiene aufweisen. Stromschienenhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am abgekröpften Ende (20) der Klaue (8) Nasen (31) und an den den abgekröpften Enden der Klaue (8) zugewandten Ende (7) des Haltearms (2) Aussparungen (32) vorgesehen sind, in die die Nasen (31) in einer Endlage der im Haltearm (2) längsverschiebbaren Klaue (8) eingreifen. Stromschienenhalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter (16) durch eine Öffnung (33) im abgekröpften Ende (20) der Klaue (8) zugänglich ist. Stromschienenhalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindelschraube (15) mit einem Kopf (24) an einem Ende in eine Aussparung des Flansches (5) eingesetzt ist. Stromschienenhalter nach einem oder mehreren der vorhegehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Haltearms (2) Leisten (21) zur Führung von Rahmenträgern (9) der Klaue (8) vorgesehen sind, deren Rahmenträger (9) im Abstand parallel zueinander angeordnet und mit den abgewinkelten Enden (20) der Klaue verbunden sind. Stromschienenhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenträger (9) durch einen Querträger (11) verbunden sind, an dem die Feder (13) mit einem Ende anliegt und die ein Loch für den Durchtritt der Spindelschraube (15) aufweist. Stromschienenhalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm (2), die Klaue (8), die Spindelschraube (15), die Mutter (16) und die Feder (13) aus Edelstahl bestehen.






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