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Dokumentenidentifikation DE202006010925U1 25.01.2007
Titel Rutenstick mit festem Kern
Anmelder Berger, Henry, 04838 Jesewitz, DE
Vertreter Viehweger & Partner, 04103 Leipzig
DE-Aktenzeichen 202006010925
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.01.2007
Registration date 21.12.2006
Application date from patent application 14.07.2006
IPC-Hauptklasse G10D 13/00(2006.01)A, F, I, 20060714, B, H, DE

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung (Rutensticks mit kreuzgeschlitztem Kern) wird als Zubehör für das Spielen von Schlag- und Perkussionsinstrumente verwandt. Mit der Erfindung wird die Art und Weise des Spiels der Instrumente in ihrer technischen Ausführung sowie dem erzeugten Klang beeinflusst.

Die Erfindung wird zur Tonerzeugung bei Schlag- und Perkussionsinstrumenten wie z.B. Schlagzeug, Bongos, Timbales, Cowbells, Kongas, Pauke u.ä.m. verwendet. Sie kommt neben Drumsticks, Schlegeln, Jazzbesen und anderen technischen Hilfsmittel, zu deren Spiel die Händen erforderlich sind, zum Einsatz. Der Einsatz der verschiedenen Hilfsmittel insbesondere der Erfindung ist einerseits vom zu spielenden Instrument andererseits vom zu erzielenden Klangbild abhängig.

Beschreibung der verwandten Technik

Ein typisches Hilfsmittel für das Spiel eines Schlagzeuges stellen Rutensticks, auch Rods genannt, dar. Der Einsatz der Rutensticks ist von der zu spielenden Musikrichtung sowie der hierbei beabsichtigten Erzeugung eines speziellen Klangs abhängig. Soweit durch den Einsatz der Rutensticks eine weitere klangliche Gestaltungsmöglichkeit für das Spiel eines Schlag- oder Perkussionsinstrumentes eröffnet wird, bringt jedoch die technische Umsetzung des Spiels mit den Rutensticks einen Nachteil mit sich.

In der Handhabung sind Rutensticks, im Vergleich zu den herkömmlichen Sticks, durch die geringere Reboundfähigkeit (Rückspringverhalten auf dem Trommelfell) gekennzeichnet. Das spielen von drumtechnischen Standardfiguren (sogenannten Rudiments), in denen Prall- und Rücksprungtechniken des Sticks eine fundamentale Bedeutung zukommt, sind mit diesen Rutensticks bisher nicht bzw. nur sehr schwer umsetzbar. Eine sonst mit dem Stick unproblematische Schlag- und Tonfolge lässt sich nicht oder nur unzureichend umsetzen. Der Grund dieses Nachteils gegenüber den sonst gebrauchten Sticks liegt im allgemein verwendeten Aufbau der Rutensticks. Diese bestehen aus einer Vielzahl von zu einem „Strauß" zusammengebundenen Rutenstäben. Hierdurch ergibt sich eine geringere Rückprallenergie im Vergleich zum massiven (Holz-)Stick.

Die Rutensticks werden in verschiedenen Varianten und Materialien hergestellt.

Ein Rutenstick besteht in seinem Grundaufbau aus einer unterschiedlichen Anzahl gebündelter Stäbe (Rutenstäbe), welche in Form eines „Strauß" mittels weiterer Materialien, wie Manschetten, Plastikband oder Ringe verbunden sind. Die Dicke der einzelnen Stäbe, welche zwischen 2 mm–5 mm liegt, ist gleich dimensioniert. Die Stäbe werden in einer Länge von ca. 400 mm sowohl in runder wie auch eckiger Form gefertigt.

Vielfältige Experimente mit den verschiedenen Materialien und Formen führten zur Erfindung

– Rutenstick mit kreuzgeschlitztem Kern –

Die Erfindung führt dazu, dass die Rutensticks den üblichen Sticks mit der ihnen immanenten drumtechnischen Möglichkeit das Schlag- und Perkussionsspiel zu variieren in nichts nachstehen, jedoch durch ihren technischen Aufbau einen eigenen Sound/Klage erzeugen.

Zusammenfassung der Erfindung

Ein grundsätzliches Ziel der Erfindung ist, dass Reboundverhalten eines Rutensticks dem des Drumsticks anzugleichen.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass die ansonsten unterschiedlichen drumtechnisch umzusetzenden Spieltechniken sowohl mit Ruten- wie mit normalen Drumsticks uneingeschränkt ausgeführt werden können.

Dieses Ziel wird mit vorliegende Erfindung dadurch erreicht, dass der Aufbau und somit die Form des Rutensticks verändert und durch das hierbei verwendete Material die innere Festigkeit des Rutensticks erhöht wird.

Dies wird im Rahmen der Erfindung damit erreicht, dass die ansonsten bei einem Rutenstick ausschließlich verwendeten Rutenstäbe zunächst durch einen festen Kern (vorwiegend aus einem dicken Buchenholzstab mit einem Durchmesser von ca. 10 mm) ersetzt werden, wobei der Stab keine glatte Oberfläche aufweist (vorwiegend geriffelt). Um den festen Kern (vorwiegend geriffelten Buchenholzstab) werden Bambusstäbchen (vorwiegend 15 an der Zahl) gelegt, welche mittels weiterer Materialien (z.B. Schrumpfschlauchhülse und PVC-Band) zusammengehalten und somit mit dem festen Kern (geriffelten Buchenholzstab) fest verbunden werden.

Damit mit diesem Rutenstick der sonst einem solchen Stick immanenten Klang erzeugt werden kann, wird der feste Kern am oberen Ende eingeschlitzt. Dies sollte vorwiegend kreuzweise erfolgen.

Beschreibung der Zeichnung/Bilddokumentation Rutenstick mit festem, geschlitztem Kern (vorzugsweise: mit kreuzgeschlitztem, geriffeltem Buchenholzkern und mit Bambusstäben ummantelt)

Die schematische Darstellung Bild 6 und 7 zeigt den Rutenstick im Querschnitt und in Vollansicht. Mit der Nummerierung werden folgende Bauteile gekennzeichnet:

1
kreuzweise geschlitzte Oberseite des festen Kerns
2
fester Kern (vorzugsweise Bucheholz)
3
Holzstab (vorzugsweise: Bambus)
4
PVC Band
5
Hülse (vorzugsweise: Schrumpfschlauchhülse)
6
Rutenstick

Bild 1 – zeigt die Rutensticks (6) in ihrer Gesamtansicht; (vorzugsweise: ummantelter Buchenholzkern (2) mit je 4 Schrumpfschlauchhülsen (5) mit den in den Handflächen befindlichen und mit PVC Band (4) umwickelten Unterseite des Rutensticks)

Bild 2 – zeigt die vorwiegend kreuzweise (1) eingeschlitzten Oberseiten des festen Kerns (vorwiegend geriffelten Buchenholzkern (2)) des Rutensticks

Bild 3 – zeigt die Bambusstäbe (3) der Ummantelung (vorzugsweise: ca. 15 Bambusstäbe), den festen Kern (vorzugsweise: geriffelten Buchenholzkern (2) sowie den Rutenstick (6) nach zusammenfügen der Bambusstäbe mit dem Kern

Bild 4 – zeigt die Oberseite des Rutensticks mit Ummantelung, den vorzugsweise kreuzweise eingeschlitzten Kern sowie eine der vorzugsweise verwendeten Schrumpfschlauchhülsen (5)

Bild 5 – zeigt alle Bestandteile des Rutensticks (6); (vorzugsweise: 15 Bambusstäbchen (3), 4 Schrumpfschlauchhülse (5), PVC Band (4), 1 geriffelter Buchenholzkern (2)

Bild 6 – schematische Darstelung eines Rutensticks in Vollansicht und Schnittdarstellung

Bild 7 – fester Kern (2), Hülse (5), Bambusstab (3), kreuzgeschlitzter Kern (1)


Anspruch[de]
Rutenstick mit festem Kern mit einzelnen Stäben ummantelt

(vorzugsweise: mit geschlitztem, geriffeltem Buchenholzkern mit Bambusstäben ummantelt)

dadurch gekennzeichnet,

dass der feste Kern (1), vorzugsweise geschlitzt, geriffelt und aus Buchenholz (2) bestehend von einer variablen Anzahl von (vorzugsweise 15) Bambusstäben (3) ummantelt, die mit vorzugsweise 4 Hülsen (5) vorzugsweise Schrumpfschlauchhülsen in Lage und Zusammenhalt fixiert und vorzugsweise teilweise mit PVC Band (4) umwickelt werden

(im Bild 1, 4, 5, gekennzeichnete mit der Zahl 2, 3, 4, 5)

(im Bild 6, 7 schematische Darstellung)
Rutenstick nach Anspruch 1

dadurch gekennzeichnet

dass der feste Kern (2) vorzugsweise aus einem geriffelten Buchenholzstab besteht und an der oberen Seite eine Schlitzung aufweist, welche vorzugsweise 20 mm tief und kreuzweise eingebracht wird (1) mit vorzugsweise 1 mm Schnittbreite

(Schlitzung im Bild 2, 4, 5, 7 gekennzeichnet mit der Zahl 1)

(Buchenholzkern im Bild 5 gekennzeichnet mit der Zahl 2)
Rutenstick nach einem der vorhergehenden Ansprüche

dadurch gekennzeichnet,

dass der feste (Buchenholz)-kern (6, 2) vorzugsweise max. 400 mm lang und max. 15 mm dick (vorzugsweise 10 mm dick) und vorzugsweise eine Riffelung von ca. 0,5 mm Tiefe aufweist

(fester Kern im Bild 3, 5, 7 gekennzeichnet mit der Zahl 2)

(Rutenstick im Bild 1 gekennzeichnet mit der Zahl 6)
Rutenstick nach einem der vorhergehenden Ansprüche

dadurch gekennzeichnet,

dass die Ummantelung des festen Kerns (2) vorzugsweise aus 15 Bambusholzstäbchen (3) besteht, die vorzugsweise max. 2,5 mm im Durchmesser und max. 400 mm lang sind

(Bambusholzstäbe im Bild 3, 4, 5, 7 gekennzeichnet mit der Zahl 3)
Rutenstick, nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass er auf einer Länge von max. 160 mm (vom unteren Ende, der Schlitzung aus gesehen) vorzugsweise mit PVC Band umwickelt ist

(PVC Band im Bild 1, 3, 5 gekennzeichnet mit der Zahl 4)

(PVC Band/Ummantelung im Bild 6 schematische Darstellung)
Rutenstick, nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass diese vorzugsweise auf einer Länge von 20 mm und Schnittbreite von 1 mm geschlitzte (1) und geriffelte Buchenholzkern (2) in einer Länge von max. 400 mm und einem Durchmesser vom 10 mm mit 15 Bambusstäben (3) im Durchmesser von 2,5 mm und in ihrer Länge an den Buchenholzkern angepasst, mit 4 Schrumpfschlauchhülsen (5) von max. 18 mm Länge und max. 15 mm Durchmesser in ihrer Lage und Zusammenhalt fixiert und mit PVC Band (4) umwickelt

(im Bild 1, 4, 5, gekennzeichnete mit der Zahl 2, 3, 4, 5)

(im Bild 6 schematische Darstellung)






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