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Dokumentenidentifikation DE10130567B4 01.02.2007
Titel Schrägbandherstellvorrichtung
Anmelder Clover Mfg. Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Ozeki, Katsuhiko, Osaka, JP
Vertreter Grosse, Bockhorni, Schumacher, 45133 Essen
DE-Anmeldedatum 27.06.2001
DE-Aktenzeichen 10130567
Offenlegungstag 28.11.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2007
IPC-Hauptklasse D04D 9/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A41H 43/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65H 45/22(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Herstellung eines Schrägbandes, das hauptsächlich für eine Veredelung oder Verzierung von Kleidung oder dergleichen verwendet wird. Solch eine Vorrichtung wird als Schrägbandherstellvorrichtung bezeichnet.

Ein Schrägband ist ein schmaler Stoffstreifen, der ein Paar Längssäume hat, die aufeinander zu gefaltet sind. Solch ein Schrägband wird durch Schneiden eines Stoffes schräg durch seine Gewebebindung, um einen länglichen Diagonalstoff zu erhalten, und anschließendes Falten der Längssäume des Schrägstoffes aufeinander zu hergestellt. Das so erhaltene Schrägband hat gute Stretcheigenschaften und eine hohe Flexibilität, so dass es für eine Verwendung für die Veredelung und Verzierung von Kleidung und dergleichen geeignet ist.

Die 10 zeigt eine typische Schrägbandherstellvorrichtung nach dem Stand der Technik. Diese Schrägbandherstellvorrichtung 100 weist ein Außengehäuse 102 und einen Innenkern 103 für eine Einfügung in das Außengehäuse 102 auf. Das Außengehäuse 102, das durch Biegen eines dünnen Metallblechs hergestellt werden kann, hat im Allgemeinen eine rohrförmige Ausbildung, die sich zunehmend zu ihrem vorderen Ende hin abflacht. Das Außengehäuse 102 beinhaltet ein Paar Dachränder 21.

Der Innenkern 103, der aus Harz hergestellt sein kann, verjüngt sich von seinem hinteren Ende zu seinem vorderen Ende hin. Der Innenkern 103 ist mit einer im Allgemeinen dreieckförmigen Plattform 131 ausgebildet, die seitlich mit einem Paar längs verlaufender Eingreifnuten 32 versehen ist.

Wie in 11 gezeigt ist das Außengehäuse 102 mit dem Innenkern 103 durch ein Ineinandergreifen der Dachränder 21 des Außengehäuses 102 in die Eingreifnuten 32 zusammengefügt. In der so zusammengebauten Schrägbandherstellvorrichtung 100 wird zwischen dem Innenkern 103 und dem Außengehäuse 102 ein Bandfaltteil (nicht ausdrücklich gezeigt) definiert.

Für eine Anwendung wird ein Hauptband 11 aus dem vorgenannten Diagonalstoff in die Schrägbandherstellvorrichtung 100 von ihrem hinteren Ende eingeführt. Mit Fortschreiten des Hauptbandes 11 durch das nicht dargestellte Bandfaltteil hin zu dem vorderen Ende der Bandherstellvorrichtung 102 wird das Hauptband 11 kontinuierlich in ein Schrägband 1 geformt, das mit einem Paar sich in Längsrichtung erstreckenden Falten 11a versehen ist. Das so gebildete Schrägband 1 wird aus dem vorderen Ende der Schrägbandherstellvorrichtung 100 herausgezogen. Die Falten 11a können dann beispielsweise durch Bügeln befestigt oder gesetzt werden.

Das so erhaltene Schrägband kann dann beispielsweise in der folgenden Weise an Kleidung befestigt werden. Zuerst wird das Schrägband in eine geeignete Form gebogen und beispielsweise zum Setzen der Form gebügelt. Dann wird das Schrägband auf der Kleidung angeordnet und beispielsweise provisorisch mit Stecknadeln oder Nadeln befestigt. Dann wird das Schrägband auf die Kleidung genäht. Auf diese Weise ist der Befestigungsvorgang ziemlich kompliziert und schwierig.

Für eine einfachere Befestigung ist ein Schrägband, das mit einem Hilfsklebestreifen versehen ist, bekannt. Solch ein Schrägband wird als Klebeschrägband bezeichnet. Das in 9 dargestellte Schrägband 1 ist ein derartiges Klebeschrägband und weist ein Hauptband 11 aus Diagonalstoff auf, das ein Paar von Falten 11a und ein Hilfsband 12 beinhaltet, das an dem Hauptband 11 befestigt ist. Das Hilfsband 12, das die Form eines schmalen Streifens hat, hat eine Klebeschicht 12a, welche durch Erhitzen klebrig oder klebend wird, und ein ablösbares Substrat 12b, wie ein Silikonblatt, für das lösbare Tragen der Klebeschicht 12a.

Für ein Befestigen des Schrägbandes 1 beispielsweise auf Kleidung entfernt der Benutzer das lösbare Substrat 12b von der Klebeschicht 12a. Dann befestigt der Benutzer provisorisch das Schrägband 1 durch Bügeln auf der Kleidung, während das Schrägband 1 hierbei in die gewünschte Form gebogen wird, und näht dieses dann auf die Kleidung. Auf diese Art kann das Schrägband 1 einfacher als gewöhnliches (nicht-klebendes Schrägband) befestigt werden.

Solch ein Klebeschrägband kann durch Anordnen eines Hilfsbandes 12 auf den Falten 11a eines Hauptbandes 11 und anschließendes Verbinden beispielsweise durch thermisches Schmelzen der Klebeschicht 12a durch Bügeln des Hilfsbandes 12 mit dem Schrägband 1 gebildet werden.

Jedoch hat solch eine Herstellung eines Klebeschrägbandes die folgenden Probleme. Erstens, da sowohl das Hilfsband 12 als auch das Hauptband 11 die Form von schmalen Streifen haben, ist es schwierig, das Hilfsband relativ zu dem Hauptband genau zu positionieren. Zweitens muss das Bügeln zweimal durchgeführt werden, d. h. für das Setzen der Falten 11a des Hauptbandes 11 und für das Verbinden des Hilfsbandes 12 mit dem Hauptband 11, was schwierig ist.

Aus der DE 30 00 686 A1 ist eine Schrägbandherstellvorrichtung bekannt, die im Wesentlichen dem vorstehen dargestellten Stand der Technik entspricht, und einen Mantelteil als Außengehäuse und ein darin eingeführtes Innenteil als Innenkern umfasst, wodurch ein Bandfalzdurchlauf bzw. ein Banddurchgang mit einem Bandfaltteil gebildet ist.

Aus der DE 17 20 224 U eine Säumtülle bekannt, mittels der ein Hauptband gefaltet wird und ein Hilfsband hinzugeführt wird.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schrägbandherstellvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, die die Erstellung eines Klebeschrägbandes erleichtert.

Diese Aufgabe wird entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden in der nachfolgend gegebenen detaillierten Beschreibung in Bezug auf die beigefügten Zeichnungen dargestellt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine perspektivische Ansicht, die eine Schrägbandherstellvorrichtung zusammen mit einem Schrägband nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

2 ist eine Draufsicht, die ein Außengehäuse der in 1 gezeigten Schrägbandherstellvorrichtung zeigt.

3 ist eine Seitenansicht teilweise im Schnitt, die den inneren Aufbau der in 1 gezeigten Schrägbandherstellvorrichtung zeigt.

4 ist eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in 1.

5 ist eine Schnittansicht entlang der Linie V-V in 1.

6 ist eine Schnittansicht entlang der Linie VI-VI in 1.

7 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Innenkern einer in 1 gezeigten Schrägbandherstellvorrichtung zeigt.

8 ist eine perspektivische Ansicht, die die Schrägbandherstellvorrichtung nach 1 ohne ein Schrägband zeigt.

9 ist eine schematische perspektivische Ansicht, die ein Klebeschrägband zeigt, das als solches aus dem Stand der Technik bekannt und hier durch eine Schrägbandherstellvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung hergestellt ist.

10 ist eine perspektivische Explosionsansicht, die eine Schrägbandherstellvorrichtung nach dem Stand der Technik zeigt.

11 ist eine schematische perspektivische Ansicht, die die gleiche Schrägbandherstellung nach dem Stand der Technik zeigt.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend im Detail mit Bezug auf die 1 bis 8 der beiliegenden Zeichnungen beschrieben.

In 1 ist eine Schrägbandherstellvorrichtung A für die Herstellung eines Schrägbandes 1 dargestellt, das ein Hauptband 11 eines Stoffes oder Gewebes und ein Hilfsband 12 (siehe auch 9) umfaßt. Nach einem Falten mit der Schrägbandherstellvorrichtung A hat das Hauptband 11 ein Paar Längsränder, die aufeinander zugefaltet als Falten 11a dargestellt und miteinander über das Hilfsband 12 verbunden sind, um eine geschlossene Schleife, die abgeflacht ist, zu bilden. Das Hilfsband 12 beinhaltet eine Klebeschicht 12a, die auf einem lösbaren Substrat 12b, beispielsweise aus Silikonpapier, getragen ist. Die Klebeschicht 12a ist so ausgebildet, dass diese klebrig wird, nur wenn diese erhitzt wird.

Die Schrägbandherstellvorrichtung A umfaßt ein Außengehäuse 2 und einen Innenkern 3 für ein Einfügen in das Außengehäuse 2. Das Außengehäuse 2 kann durch Ausschneiden oder Ausstanzen eines dünnen Metallbleches in eine vorbestimmte Form und Biegen dieses Bleches hergestellt werden. Der Innenkern 3 kann aus Harz gegossen sein.

Wie in den 2, 3 und 8 gezeigt, beinhaltet das Außengehäuse 2 eine Bodenwand 22, ein Paar von Seitenwänden 23, die von der Bodenwand 22 aufsteigen, und ein Paar von Dachrändern 21, die an den entsprechenden Seitenwänden 23 aufeinander zu gebogen sind. Das Außengehäuse 2 verjüngt sich von seinem Hinterende zu seinem Vorderende.

Die Dachränder 21 beinhalten gegenseitige Aneinanderstoßteile 21a nahe dem Vorderende des Außengehäuses 2 (siehe insbesondere 8). Auf diese Art ist das Außengehäuse 2 mit einer Bandaustrittsöffnung 24 an seinem Vorderende versehen. Jeder der Dachränder 21 beinhaltet ein Eingreifteil 21b für ein Ineinandergreifen mit einer korrespondierenden Eingreifnut 32 des Innenkerns 3, wenn der Innenkern 3 mit dem Außengehäuse 2 (siehe insbesondere 2 bis 4) zusammengebaut ist. Das Eingreifteil 21b ist mit einer im allgemeinen dreieckigen Eingreifkerbe 21c für ein Ineinandergreifen mit einem korrespondierenden Eingreifvorsprung (nicht dargestellt), der in der Eingreifnut 32 gebildet ist, versehen, wodurch verhindert wird, dass der Innenkern 3 sich unerwartet von dem Außengehäuse 2 ablöst.

Jeder der Dachränder 21 ist weiterhin mit einem Ausschnitt 21d (2) versehen, der ein Hilfsbandeintrittsfenster 5 angrenzend zu der Bandaustrittsöffnung 24 zusammen mit dem Ausschnitt 21d des gegenüberliegenden Dachrandes 21 bildet. Das Hilfsbandeintrittsfenster 5 hat eine Breite WW, die gleich oder leicht größer ist als die Breite des Hilfsbandes 12. Wie in 8 gezeigt setzt sich, wenn das Außengehäuse 2 und der Innenkern 3 zusammengebaut sind, das Vorderende 3a des Innenkerns 3 teilweise in dem Hilfsbandeintrittsfenster 5 fort. Jedoch wird das Hilfsbandeintrittsfenster 5 weiter für eine Einführung des Hilfsbandes 2 in das Außengehäuse 2 angrenzend zu der Bandaustrittsöffnung 24 offen gehalten. Alternativerweise kann das Hilfsbandeintrittsfenster 5 nur durch das Außengehäuse 2 definiert werden, wenn dieses von dem Vorderende 3a des Innenkerns 3 räumlich beabstandet ist.

Wie in 2 gezeigt, ist die Bodenwand 22 des Außengehäuses 2 mit einem Bandzuführschlitz 29 ausgebildet, der zwischen dem Vorderende und dem Hinterende des Außengehäuses 2 vorgesehen ist. Die Funktion des Bandzuführschlitzes 29 wird später beschrieben.

Wie in den 3 und 7 gezeigt, verjüngt sich der Innenkern 3 von seinem Hinterende zu seinem Vorderende hin. Jede der Eingreifnuten 32 ist auf einer der jeweiligen Seitenoberflächen des Innenkerns 3 gebildet und erstreckt sich in Vorwärtsrichtung nach unten für, wie zuvor beschrieben, ein Ineinandergreifen mit den korrespondierenden Dachrändern 21 des Außengehäuses 2. Der Innenkern 3 weist in erster Linie zwei integrierte Teile auf, d. h. ein Oberteil, das oberhalb der Eingreifnuten 32 angeordnet ist, und ein Unterteil, das unterhalb der Eingreifnuten 32 angeordnet ist. Wenn der Innenkern 3 mit dem Außengehäuse 2 zusammengebaut ist, ist das Oberteil frei, wohingegen das Unterteil von dem Außengehäuse 2 umschlossen ist.

Wie in 1 gezeigt, ist der Innenkern 3 auf seiner Oberseite mit einer Hilfsbandführungsnut 31 versehen, die sich für eine Führung des Hilfsbandes 12 der Länge der Schrägbandherstellvorrichtung A nach auf das Hilfsbandeintrittsfenster 5 zu erstreckt. Die Hilfsbandführungsnut 31 korrespondiert mit ihrer Breite im Allgemeinen mit dem Hilfsband 12. Wie in 4 gezeigt, ist die Hilfsbandführungsnut 31 durch eine Bodenoberfläche 31b und ein Paar von Seitenwänden 31a definiert. Die Bodenoberfläche 31b hat eine Breite WT, die gleich oder leicht größer ist als die des Hilfsbandes 12. Jede Seitenwand 31a hat eine Höhe, die größer ist als die Dicke des Hilfsbandes 12. So ist es möglich, das Hilfsband 12 sanft entlang der Hilfsbandführungsnut 31 zu führen.

Wie in den 3 und 7 gezeigt, ist der Innenkern 3 an dem Hinterende seines Oberteils mit einem Griff 6 versehen, der nach hinten aufwärts geneigt ist. Der Griff 6 ist mit einem Hilfsbandführungsloch 61 (7) für die Führung des Hilfsbandes 12 versehen. Das Hilfsbandführungsloch 61 hat eine Breite, die gleich oder leicht größer ist als die des Hilfsbandes 12, um eine Einführung des Hilfsbandes 12 zu erlauben. Wie in 8 gezeigt, sind das Hilfsbandführungsloch 61, die Hilfsbandführungsnut 31 und das Hilfsbandeintrittsfenster 5 der Länge der Schrägbandherstellvorrichtung A nach ausgerichtet.

Wie in 7 gezeigt weist das Unterteil des Innenkerns 3 unterhalb der Eingreifnuten 32 ein breiteres Breitenteil 34, ein schmaleres Breitenteil 35 und ein im Allgemeinen dreieckiges Teil 36 auf. Das breitere Breitenteil 34 und das Dreiecksteil 36 sind zusammenhängend und stellen eine flache Oberfläche 36a auf jeder Seite der Hilfsbandführungsnuten 31 zur Verfügung. Wie in 3 gezeigt, ist jede der Eingreifnuten 32 zwischen dieser flachen Oberfläche 36a und den korrespondierenden Seitenwänden 31a der Hilfsbandführungsnut 31 definiert. Das schmalere Breitenteil 35 ist unter dem breiteren Breitenteil 34 und dem Dreiecksteil 36 angeordnet. Die obere Oberfläche des schmaleren Breitenteils 35 ist durch das Dreiecksteil 36 in zwei dreieckige Oberflächen 35a geteilt.

Wie in den 4 und 5 gezeigt, werden, wenn das Außengehäuse 2 und der Innenkern 3 zusammengebaut sind, ein Bandeinführteil R1 und ein Bandfaltteil R2 zwischen dem Außengehäuse 2 und dem Innenkern 3 gebildet. Das Bandeinführteil R1 für eine Einführung des Hauptbandes 11 erstreckt sich von dem Hinterende des Außengehäuses 2, wohingegen das Bandfaltteil R2 sich von dem Bandeinführteil R1 zu der Bandaustrittsöffnung 24 für ein Aufeinanderzufalten der Längsränder des Hauptbandes 11 erstreckt. Im Besonderen wird das Hauptband 11 durch das Passieren des Bandeinführteils R1 gebogen, um einen u-förmigen Querschnitt mit aufrechtstehenden Längsrändern zu bilden. Andererseits werden die Längsränder des Hauptbandes 11, wenn diese das Bandfaltteil R2 passieren, aufeinanderzugefaltet, wodurch diese sich in ein Paar Falten 11a verwandeln.

Für die Herstellung eines Klebeschrägbandes kann die vorbeschriebene Schrägbandherstellungvorrichtung A in der folgenden Weise verwendet werden.

Zuerst wird ein Hauptband 11 in das Bandeinführteil R1 von dem Hinterende der Schrägbandherstellvorrichtung A eingeführt. Dann wird das Hauptband 11 weitergeführt, bis das führende Ende des Hauptbandes 11 frei an dem Bandzuführschlitz 29 liegt. In diesem Zustand kann der Benutzer das Hauptband 11 über einen Zugriff auf das Hauptband 11 über den Bandzuführschlitz 29 direkt mit einem Finger oder einem kurzen Anstellteil (nicht dargestellt) vorschieben. Durch ein nachfolgendes Passieren des Bandfaltteils R2 werden die Längsränder des Hauptbandes 11 – wie zuvor beschrieben – aufeinander zugefaltet.

Letztendlich wird das Hauptband 11 aus der Bandaustrittsöffnung 24 von dem Benutzer durch Einklemmen des führenden Endes des Schrägbandes 1 (siehe 1) herausgezogen.

Dann wird, wie in 1 gezeigt, ein Hilfsband 12 von der Hinterseite des Griffes 6 in das Hilfsbandführungsloch 61 eingeführt und entlang der Hilfsbandführungsnut 31 geführt. Dann wird das führende Ende des Hilfsbandes 12 durch das Hilfsbandeintrittsfenster 5 in die Schrägbandherstellungsvorrichtung A eingeführt. Das Hilfsband 12 wird geschoben, bis sein führendes Ende sich aus der Bandaustrittsöffnung 24 erstreckt. Wie in 6 gezeigt, liegt das Hilfsband 12, nachdem es den Innenkern 3 nach vorne hin passiert hat, auf den gefalteten Längsrändern (Falten 11a) des Hauptbandes 11.

Während das Hilfsband 12 zusammen mit dem Hauptband 11 aus der Bandaustrittsöffnung 24 herausgezogen wird, kann ein Bügeln von oberhalb des Hilfsbandes 12 vorgenommen werden. Folglich sind die zu Falten 11a gefalteten Längsränder des Hauptbandes 11 befestigt oder gesetzt und zur gleichen Zeit ist das Hilfsband 12 auf die Falten 11a des Hauptbandes 11 geklebt, um auf diese Weise ein Klebeschrägband zur Verfügung zu stellen.

Mit der Schrägbandherstellvorrichtung A nach der vorliegenden Erfindung ist es möglich, das Hilfsband 12 zusammen mit dem Hauptband 11 aus der Bandaustrittsöffnung 24 herauszuziehen, wobei das Hilfsband 12 genau auf dem gefalteten Hauptband 11 positioniert wird. Daher brauchen gegensätzlich zu der Schrägbandherstellungsvorrichtung nach dem Stand der Technik die Benutzer nicht einen gesonderten Schritt des Positionierens des Hilfsbandes relativ zu dem Hauptband durchführen. Außerdem kann das Setzen der Falten 11a und das Kleben des Hilfsbandes 12 auf das Hauptband 11 in einem einzigen Bügelschritt simultan durchgeführt werden. Daher ist es möglich, ein Klebeschrägband effizienter herzustellen.

Außerdem kann, da das Hilfsbandeintrittsfenster 5, die Hilfsbandführungsnut 31 und das Hilfsbandführungsloch 61 der Länge der Schrägbandherstellvorrichtung nach ausgerichtet sind, das Hilfsband 12 verlässlich und sanft in das Hilfsbandeintrittsfenster 5 eingeführt werden und aus der Bandaustrittsöffnung 24 ohne seitliche Reibung herausgezogen werden. Folglich ist es möglich zu verhindern, dass das Hilfsband 12 aufgrund von Reibung reißt.

Des weiteren kann der Benutzer durch Halten des Griffes 6 des Innenkerns 3 die Bodenwand 22 des Außengehäuses 12 gegen eine Werkbank pressen, wodurch das Klebeschrägband davor bewahrt wird, unerwartet von der Werkbank während des Bügelns abgehoben zu werden. Dadurch kann das Aufbügeln des Klebeschrägbandes effizient ausgeführt werden. Da das Hilfsbandführungsloch 61 an dem Basisende des Griffs 6 angeordnet ist, kann der Benutzer den Griff 6 halten, ohne in Kontakt mit dem Hilfsband 12 zu geraten, wodurch das Hilfsband 12 vor einer ungewünschten Verformung bewahrt wird. Auf diese Art kann der Benutzer das Bügeln effizient ausführen, ohne die Notwendigkeit, dafür Sorge zu tragen, dass das Hilfsband 12 nicht deformiert wird.

Das hier vorbeschriebene bevorzugte Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann selbstverständlich in vielen Wegen variiert werden. Beispielsweise kann das Hauptband 12 aus anderen Materialien als Stoff oder Gewebe sein. Der Boden des schmaleren Breitenteils 35 kann mit nach unten geneigten Nuten versehen sein, um die Kontaktfläche zwischen dem Hauptband 11 und dem schmaleren Breitenteil 35 zu verringern, um eine sanfte Bewegung des Hauptbandes 11 zu ermöglichen.


Anspruch[de]
Schrägbandherstellvorrichtung umfassend:

ein Außengehäuse (2) beinhaltend eine Bandzuführöffnung und eine Bandaustrittsöffnung (24) für eine Zufuhr bzw. einen Austritt eines Hauptbandes (11) und einen in das Außengehäuse (2) eingefügten Innenkern (3) für eine Definition eines Hauptbanddurchganges zwischen dem Außengehäuse (2) und dem Innenkern (3), wobei der Hauptbanddurchgang ein Bandfaltteil (R2) für ein Aufeinanderzufalten von Längsrändern des Hauptbandes (11) beinhaltet,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Außengehäuse (2) mit einem an die Bandaustrittsöffnung (24) angrenzenden Hilfsbandeintrittsfenster (5) für eine Einführung eines Hilfsbandes (12) in das Bandfaltteil (2) des Hauptbanddurchgangs versehen ist.
Schrägbandherstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsbandeintrittsfenster (5) eine Breite (WW) hat, die gleich oder leicht größer ist als die des Hilfsbandes (12). Schrägbandherstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengehäuse (2) ein Paar von Dachrändern (21) aufweist, die sich angrenzend zu der Bandaustrittsöffnung (24) aufeinander zu und aneinander anstoßend erstrecken, das Hilfseintrittsfenster (5) durch einen Ausschnitt (21d) definiert ist, der in dem Paar von Dachrändern (21) angrenzend zu der Bandaustrittsöffnung (24) gebildet ist. Schrägbandherstellvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenkern (3) ein von dem Außengehäuse (2) eingeschlossenes Unterteil und ein sich über das Paar der Dachränder (21) erstreckendes Oberteil aufweist, das Paar der Dachränder (21) an einem Teil beabstandet von der Bandaustrittsöffnung (24) im Eingriff mit dem Innenkern (3) steht, das Oberteil des Innenkerns (3) mit einer Hilfsbandführungsnut (31) für eine Führung des Hilfsbandes (12) auf das Hilfsbandeintrittsfenster (5) zu versehen ist. Schrägbandherstellvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsbandführungsnut (31) mit dem Hilfsbandeintrittsfenster (5) der Länge des Hilfsbandes (12) nach ausgerichtet ist. Schrägbandherstellvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsbandführungsnut (31) eine Breite (WT) im Allgemeinen gleich zu der des Hilfsbandes (12) hat. Schrägbandherstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil des Innenkerns (3) ein Vorderende hat, das sich teilweise in das Hilfsbandeintrittsfenster (5) erstreckt. Schrägbandherstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei das Oberteil des Innenkerns (3) ein mit einem Griff (6) versehenes Hinterende hat, der wiederum mit einem Hilfsbandführungsloch (61) für eine Einführung des Hilfsbandes (12) auf die Hilfsbandführungsnut (31) zu versehen ist. Schrägbandherstellvorrichtung nach Anspruch 8, wobei das Hilfsbandführungsloch (61) mit der Hilfsbandführungsnut (31) und dem Hilfsbandeintrittsfenster (5) der Länge des Hilfsbandes (12) nach ausgerichtet ist. Schrägbandherstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei der Griff (6) nach hinten aufwärts geneigt und das Hilfsbandführungsloch (61) an dem Basisende des Griffes (6) vorgesehen ist.






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