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Dokumentenidentifikation DE102005033080A1 01.02.2007
Titel Halteteil für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Büttner, Rainer, 38442 Wolfsburg, DE;
Rvacev, Jaroslav, 38124 Braunschweig, DE
DE-Anmeldedatum 15.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005033080
Offenlegungstag 01.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2007
IPC-Hauptklasse B60N 3/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Halteteil (1) für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, das einen Halteteil-Befestigungsbereich (2) und einen Halteteil-Montagebereich (3) aufweist. Das Halteteil (1) ist mittels des Halteteil-Befestigungsbereiches (2) unmittelbar oder mittelbar an einer Fahrzeuginnenwand (4) befestigbar. Am Halteteil-Montagebereich (3) ist wenigstens ein Funktionsteil montierbar, das mit einer Zugkraft belastbar ist. Erfindungsgemäß sind am Halteteil (1) wenigstens ein Zugkraftelement (7) und wenigstens ein Druckkraftelement (8) vorgesehen, dergestalt, dass das Zugkraftelement (7) bei einer Zugkraftbelastung des Funktionsteiles unter Kompensation der Zugkraft an einem fahrzeugfesten Bauteil (4) abstützbar ist und dass das Druckkraftelement (8) bei einer der Zugkraftbelastung in etwa entgegengesetzt ausgerichteten Druckkraftbelastung des Funktionsteiles unter Energieabsorption der Druckkraft deformierbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Halteteil für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein allgemein bekanntes, gattungsgemäßes Halteteil für ein Kraftfahrzeug weist einen Halteteil-Befestigungsbereich und einen Halteteil-Montagebereich auf. Dabei ist das Halteteil mittels des Halteteil-Befestigungsbereiches unmittelbar oder mittelbar an einer Fahrzeuginnenwand befestigbar. Am Halteteil-Montagebereich ist wenigstens ein Funktionsteil montierbar, das mit einer Zugkraft belastbar ist.

Konkret kann am Halteteil ein Haltegriff, insbesondere ein Dachhaltegriff, als Funktionsteil montiert werden, der bei Gebrauch durch einen Fahrzeuginsassen mit einer Zugkraft belastet wird. Der Haltegriff ist durch eine Schraubverbindung am Halteteil-Montagebereich angeschraubt, wobei das Halteteil selbst ebenfalls durch eine Schraubenverbindung am Halteteil-Befestigungsbereich mit der Fahrzeuginnenwand verschraubt ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein alternatives Halteteil zu schaffen, bei dem mit einfachem Aufbau neben einer guten Funktionalität eine einfache Befestigungsmöglichkeit an einer Fahrzeuginnenwand gegeben ist.

Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Gemäß Anspruch 1 sind am Halteteil wenigstens ein Zugkraftelement und wenigstens ein Druckkraftelement vorgesehen. Das Zugkraftelement ist bei einer Zugkraftbelastung des Funktionsteiles unter Kompensation der Zugkraft an einem fahrzeugfesten Bauteil abstützbar. Dagegen ist das Druckkraftelement bei einer der Zugkraftbelastung in etwa entgegengesetzt ausgerichteten Druckkraftbelastung des Funktionsteiles unter Energieabsorption der Druckkraft deformierbar.

Vorteilhaft bei dieser Ausführung des Halteteils ist, dass durch das wenigstens eine am Halteteil angeordnete Zugkraftelement bei einer Zugkraftbelastung am Funktionsteil, das insbesondere durch einen Haltegriff gebildet ist, aufgrund der Abstützung des Zugkraftelementes an einem fahrzeugfesten Bauteil eine Kompensation der einwirkenden Zugkraft stattfindet. D. h., dass eine Einleitung der Kräfte über das Halteteil in die Fahrzeuginnenwand und damit in die Fahrzeugkarosserie stattfinden kann, wobei das Halteteil trotz der einwirkenden Zugkraft unverformt bleibt. Ist das Funktionsteil, das am Halteteil-Montagebereich montiert ist, durch einen Haltegriff, vorzugsweise durch einen Dachhaltegriff gebildet, so ist das Halteteil beispielsweise im Bereich eines Dachholmes des Kraftfahrzeuges mittels des Halteteil-Befestigungsbereiches am Dachholm als Fahrzeuginnenwand befestigt. Durch diese Positionierung des Halteteils und damit des Dachhaltegriffes ist eine gute Bedienbarkeit des Dachhaltegriffes für einen Fahrzeuginsassen gegeben. Im Falle einer etwaigen Kollision des Kraftfahrzeuges besteht aber die Gefahr, dass ein auf einem dem Dachhaltegriff zugeordneten Fahrzeugsitz sitzender Fahrzeuginsasse aufgrund der durch die Kollision auf ihn einwirkenden Kräfte in Richtung Dachhaltegriff verlagert werden könnte. Kommt es dabei zu einem Kontakt zwischen dem Fahrzeuginsassen und dem Dachhaltegriff, so wirkt auf den Dachhaltegriff und damit auf das Halteteil eine Druckkraft, die der Zugkraft, die bei einem normalen Gebrauch des Dachhaltegriffes auf den Dachhaltegriff und damit auf das Halteteil einwirkt, in etwa entgegengesetzt ausgerichtet ist. Um eine Gefährdung des auf den Dachhaltegriff auftreffenden Fahrzeuginsassen zu vermeiden, muss dieser bzw. das Halteteil an dem der Dachhaltegriff befestigt ist, eine gesetzlich geforderte Kopfaufschlagtauglichkeit erfüllen. Dies ist beim erfindungsgemäßen Halteteil durch das wenigstens eine Druckkraftelement sichergestellt, das bei einer Druckkraftbelastung des Funktionsteiles, insbesondere des Dachhaltegriffes, unter Energieabsorption der Druckkraft deformiert. Durch dieses Deformieren des Druckkraftelementes des Halteteiles und die dabei stattfindende Energieabsorption der Druckkraft ist eine Gefährdung eines an den Dachhaltegriff anprallenden Fahrzeuginsassen vermieden.

In einer bevorzugten, konkreten Ausführung kann das Halteteil einstückig ausgebildet sein. D. h., dass das Halteteil durch den Halteteil-Befestigungsbereich und den Halteteil-Montagebereich gebildet ist, wobei integral am Halteteil sowohl das wenigstens eine Zugkraftelement als auch das wenigstens eine Druckkraftelement angeordnet sind. Dadurch kann das Halteteil einfach und kostengünstig hergestellt werden, so z. B. aus einem Metallmaterial. So kann beispielsweise durch unterschiedliche Materialstärken bzw. durch unterschiedliche Abkantungen bzw. Umbiegungen des Metalls das Zugkraftelement und/oder das Druckkraftelement ausgebildet werden, so dass damit die geforderten Funktionalitäten des Zugkraftelementes und/oder des Druckkraftelementes einfach ausgebildet werden können. Grundsätzlich kann das Halteteil aber auch beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sein.

In einer weiteren Ausgestaltung können das Zugkraftelement und/oder das Druckkraftelement an den Halteteil-Montagebereich angrenzend angeordnet sein. Durch die direkt benachbarte Anordnung des Zugkraftelementes und/oder des Druckkraftelementes zum Halteteil-Montagebereich, an dem das Funktionsteil, z. B. ein Dachhaltegriff, montiert ist, ist sowohl bei einer Zugkraftbelastung als auch bei einer Druckkraftbelastung ein kurzer Kraftweg gegeben, so dass die geforderten Funktionalitäten des Zugkraftelementes und/oder des Druckkraftelementes funktionssicher erfüllt werden können.

Gemäß einer Weiterbildung kann der Halteteil-Befestigungsbereich an den Halteteil-Montagebereich angrenzen und an diesem gegenüberliegend zum Zugkraftelement und/oder zum Druckkraftelement angeordnet sein. Damit ist insgesamt gesehen eine kompakte Bauweise des Halteteils einfach möglich, da der Halteteil-Befestigungsbereich direkt an den Halteteil-Montagebereich angrenzt, an den das Zugkraftelement und/oder das Druckkraftelement angrenzt.

In einer weiteren Ausführung können das Zugkraftelement und/oder das Druckkraftelement durch eine Zuglasche und/oder durch eine Drucklasche gebildet sein. Bevorzugt ragen die Zuglasche und/oder die Drucklasche vom Halteteil-Montagebereich weg. Derartige Zuglaschen und/oder Drucklaschen können bei der Herstellung des Halteteils einfach an diesem ausgebildet werden, so z. B. bei einem aus einem Metallmaterial hergestellten Halteteil können die Zuglasche und/oder die Drucklasche durch einfache Abkantungen bzw. Umbiegungen ausgebildet werden.

In einer Weiterbildung kann die Zuglasche an einem freien Endbereich eine Laschen-Abkantung aufweisen, die sich bei einer Zugkraftbelastung des Funktionsteiles an der Fahrzeuginnenwand abstützt. Damit ist neben einer einfachen Herstellbarkeit der Zuglasche eine optimale Funktionssicherheit bezüglich der Abstützfunktion der Zuglasche an der Fahrzeuginnenwand gegeben.

In einer bevorzugten Weiterbildung kann in der Fahrzeuginnenwand wenigstens eine Wandausnehmung vorgesehen sein, in die die Laschen-Abkantung bei der Montage des Halteteils einsteckbar ist. Damit ist im montierten Zustand des Halteteils bei einer Zugkraftbelastung des Funktionsteiles die Laschen-Abkantung am Wandausnehmungs-Randbereich abstützbar. Dadurch wird im Zuge der Montage des Halteteils sichergestellt, dass durch das Einstecken der Laschen-Abkantung der Zuglasche in die Wandausnehmung im Falle einer Zugkraftbelastung des am Halteteil angeordneten Funktionsteiles eine funktionssichere Abstützung der Zuglasche am Wandausnehmungs-Randbereich stattfinden kann.

Gemäß einer weiteren konkreten Ausbildung kann die Drucklasche an einem freien Endbereich eine Laschen-Umbiegung aufweisen, die bei einer Druckkraftbelastung des Funktionsteiles unter Energieabsorption deformiert. Bevorzugt ist die Drucklasche so ausgebildet und dimensioniert, dass bei einer Druckkraftbelastung neben der Deformation der Laschen-Umbiegung am freien Endbereich der Drucklasche die gesamte Drucklasche selbst unter Energieabsorption deformiert.

Gemäß einer Weiterbildung kann im montierten Zustand des Halteteils die Laschen-Umbiegung an der Fahrzeuginnenwand anliegen. Durch die Ausbildung der Anlageverbindung zwischen der Laschen-Umbiegung und der Fahrzeuginnenwand findet sofort bei einer Druckkraftbelastung des am Halteteil montierten Funktionsteiles eine Deformation der Laschen-Umbiegung bzw. der gesamten Drucklasche statt, so dass bei einem etwaigen Auftreffen eines Fahrzeuginsassen bei einer Kollision an das Funktionsteil, z. B. den am Halteteil montierten Dachhaltegriff, die geforderte Kopfaufschlagfunktionalität des Halteteils gegeben ist.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung können die Zuglasche und die Drucklasche so ausgebildet und dimensioniert sein, dass zur Montage des Halteteils die wenigstens eine Laschen-Abkantung der Zuglasche in die zugeordnete Wandausnehmung eingesteckt wird und zugleich die wenigstens eine Laschen-Umbiegung unter Vorspannung an der Fahrzeuginnenwand anliegt. Damit ist das Halteteil in einem vormontierten Zustand an der Fahrzeuginnenwand selbsthaltend angeordnet, so dass die Endmontage, nämlich z. B. das Anschrauben des Halteteils im Halteteil-Befestigungsbereich an der Fahrzeuginnenwand, einfach stattfinden kann, da ein positionsgenaues Halten des Halteteils zur Befestigung an der Fahrzeuginnenwand durch den Werker entfallen kann. Neben einer Verschraubung des Halteteils an der Fahrzeuginnenwand ist auch z. B. eine Vernietung denkbar.

Insgesamt stellt sich das Montageverfahren des Halteteils an der Fahrzeuginnenwand wie folgt dar. In einer beispielhaften konkreten Ausführung des Halteteils können vom Halteteil-Montagebereich wegragend zwei voneinander beabstandete Zuglaschen vorgesehen sein, zwischen denen eine Drucklasche angeordnet ist. Zur Montage werden zuerst die beiden Zuglaschen in die zugeordneten Wandausnehmungen der Fahrzeuginnenwand eingesteckt bzw. eingefädelt, so dass die beiden Laschen-Abkantungen den Wandausnehmungs-Randbereich hintergreifen. Im in die Wandausnehmungen eingesteckten Zustand der Zuglaschen liegt die Laschen-Umbiegung der Drucklasche an der Fahrzeuginnenwand so an, dass durch die Laschen-Umbiegung ein entsprechender Gegendruck aufgebaut wird, so dass die Laschen-Umbiegung unter Vorspannung an der Fahrzeuginnenwand anliegt. Dadurch ist das Halteteil an der Fahrzeuginnenwand vormontiert und wird alleine durch die Zuglaschen und die Drucklasche an der Fahrzeuginnenwand gehalten. Anschließend wird das Halteteil beispielsweise durch Schrauben im Halteteil-Befestigungsbereich an der Fahrzeuginnenwand endmontiert. Am Halteteil-Montagebereich kann bereits das Funktionsteil, z. B. ein Dachhaltegriff, montiert sein, wobei auch eine Montage des Funktionsteils am Halteteil-Montagebereich nach der Befestigung des Halteteils an der Fahrzeuginnenwand möglich ist.

Anhand einer Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische, perspektivische Darstellung eines Halteteils,

2 eine schematische Frontansicht des Halteteils von 1,

3 eine schematische Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A–A von 2,

4 eine schematische Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie B–B von 2, und

5 eine schematische Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie C–C von 2.

In 1 ist in einer schematischen, perspektivischen Darstellung ein Halteteil 1 für ein Fahrzeug gezeigt. Das Halteteil 1 weist einen Halteteil-Befestigungsbereich 2 und einen Halteteil-Montagebereich 3 auf. Mittels des Halteteil-Befestigungsbereiches 2 kann das Halteteil 1 an einer Fahrzeuginnenwand 4 befestigt werden (siehe hierzu auch 3 und 5). Am Halteteil-Montagebereich 3 kann ein Funktionsteil (hier nicht mit dargestellt) montiert werden. In einer konkreten Ausführung kann das Funktionsteil durch einen Dachhaltegriff gebildet sein, so dass das Halteteil 1 an einem die Fahrzeuginnenwand 4 ausbildenden Dachholm im montierten Zustand befestigt ist. Sowohl im Halteteil-Befestigungsbereich 2 als auch im Halteteil-Montagebereich 3 sind Durchgangsöffnungen 5 und 6 vorgesehen, durch die hindurch einerseits das Halteteil 1 an der Fahrzeuginnenwand 4 angeschraubt werden kann und durch die andererseits das Funktionsteil am Halteteil 1 montiert werden kann.

Der Halteteil-Befestigungsbereich 2 grenzt an den Halteteil-Montagebereich 3 an, wobei gegenüberliegend zum Halteteil-Befestigungsbereich 2 am Halteteil-Montagebereich 3 zwei Zuglaschen 7 als Zugkraftelemente und eine Drucktasche 8 als Druckkraftelement angeordnet sind. Die beiden Zuglaschen 7 sind voneinander beabstandet am Halteteil-Montagebereich 3angeordnet, wobei die Drucklasche 8 zwischen den beiden Zuglaschen 7 angeordnet ist. Sowohl die Zuglaschen 7 als auch die Drucklaschen 8 ragen vom Halteteil-Montagebereich 3 des Halteteil 1 weg.

In 2, in der eine Frontansicht des Halteteils 1 schematisch dargestellt ist, ist der Aufbau des Halteteils 1 aus Halteteil-Befestigungsbereich 2, Halteteil-Montagebereich 3, Zuglaschen 7 und Drucklasche 8 ebenfalls zu erkennen. An den Zuglaschen 7 ist jeweils eine Laschen-Abkantung 9 und an der Drucklasche 8 ist eine Laschen-Umbiegung 10 jeweils im freien Endbereich der Laschen 7 und 8 ausgebildet.

In den 3, 4 und 5 ist jeweils eine schematische Schnittdarstellung entlang der Schnittlinien A–A, B–B und C–C von 2 dargestellt. Das Halteteil 1 ist in den einzelnen Schnittdarstellungen jeweils im an der Fahrzeuginnenwand 4 befestigten Zustand gezeigt. Die aus den 3 und 5 ersichtliche Verschraubung des Halteteils 1 im Halteteil-Befestigungsbereich 2 durch die Durchgangsöffnungen 5 ist nur schematisch mit strichpunktierten Linien eingezeichnet.

Das Montageverfahren des Halteteils 1 findet folgendermaßen statt. Zuerst werden die beiden Laschen-Abkantungen 9 der Zuglaschen 7 in zugeordnete Wandausnehmungen 11 in der Fahrzeuginnenwand 4 eingefädelt bzw. eingesteckt, so dass die beiden Laschen-Abkantungen den jeweiligen Wandausnehmungs-Randbereich 12 hintergreifen (siehe 3 und 5). Im Verlauf des Einsteckens der Zuglaschen 7 in die Wandausnehmungen 11 wird zwischen der Fahrzeuginnenwand 4 und der Laschen-Umbiegung 10 der Drucklasche 8 eine Anlageverbindung ausgebildet (siehe 4). Die Zuglaschen 7 und die Drucklasche 8 sind dabei so ausgebildet und dimensioniert, dass die Laschen-Umbiegung 10 bei eingesteckten Laschen-Abkantungen 9 unter Vorspannung an der Fahrzeuginnenwand 4 anliegt, so dass das Halteteil 1 in einem vormontierten Zustand an der Fahrzeuginnenwand selbsthaltend angeordnet ist. Nun kann auf einfache Weise die Verschraubung des Halteteils im Halteteil-Befestigungsbereich 2 durch die Durchgangsöffnungen 5 an die Fahrzeuginnenwand 4 erfolgen. In einem abschließenden Arbeitsgang, der hier nicht näher dargestellt ist, kann an den Halteteil-Montagebereich 3 der Dachhaltegriff in die Durchgangsöffnungen 6 eingeschraubt werden.

Wie aus den 3 bis 5 ersichtlich ist, ist im montierten Zustand des Halteteils 1 der Halteteil-Befestigungsbereich 2 in Fahrzeughochrichtung gesehen oben und die Zuglaschen 7 bzw. die Drucklasche 8 unten angeordnet. Durch das Einhaken der Laschen-Abkantungen 9 in die Wandausnehmungen 11 kann im unteren Bereich des Halteteils 1 eine weitere Befestigung vorteilhaft entfallen, so dass gegenüber einem Halteteil, das oben und unten befestigt wird, Montagezeit eingespart werden kann.

Die Zuglaschen 7 und die Drucklasche 8 sind aufgrund der Laschen-Abkantungen 9 bzw. der Laschen-Umbiegung 10 so ausgebildet, dass bei einer Zugkraftbelastung des am Halteteil-Montagebereichs 3 montierten Dachhaltegriffs sich die Zuglaschen 7 an den Wandausnehmungs-Randbereichen 12 abstützen, so dass eine Kompensation der Zugkraft in gewünschter Weise stattfindet. Bei einer Druckkraftbelastung, wobei die Druckkraft der bei einer Betätigung des Dachhaltegriffs einwirkenden Zugkraft in etwa entgegengesetzt ausgerichtet ist, wird das Halteteil 1 in Richtung Fahrzeuginnenwand 4 verlagert, so dass die Laschen-Umbiegung 10 bzw. die gesamte Drucklasche 8 unter Energieabsorption der einwirkenden Druckkraft deformiert. Um die Möglichkeit dieser Deformation sicherzustellen, wird selbstverständlich der dazu benötigte Freiraum 13 zwischen Fahrzeuginnenwand 4 und Halteteil 1 bei der Auslegung der Fahrzeuginnenwand 4 bzw. des Halteteils 1 berücksichtigt. Ebenfalls sind die Zuglaschen 7 so ausgebildet, dass bei der Druckkraftbelastung des Halteteils 1 diese die Deformation der Drucklasche 8 nicht behindern.

1
Halteteil
2
Halteteil-Befestigungsbereich
3
Halteteil-Montagebereich
4
Fahrzeuginnenwand
5
Durchgangsöffnung
6
Durchgangsöffnung
7
Zuglasche
8
Drucklasche
9
Laschen-Abkantung
10
Laschen-Umbiegung
11
Wandausnehmung
12
Wandausnehmungs-Randbereich
13
Freiraum


Anspruch[de]
Halteteil für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, das einen Halteteil-Befestigungsbereich und einen Halteteil-Montagebereich aufweist, wobei das Halteteil mittels des Halteteil-Befestigungsbereiches unmittelbar oder mittelbar an einer Fahrzeuginnenwand befestigbar ist, und wobei am Halteteil-Montagebereich wenigstens ein Funktionsteil, vorzugsweise ein Haltegriff, montierbar ist, das mit einer Zugkraft belastbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Halteteil (1) wenigstens ein Zugkraftelement (7) und wenigstens ein Druckkraftelement (8) vorgesehen sind dergestalt, dass das Zugkraftelement (7) bei einer Zugkraftbelastung des Funktionsteiles unter Kompensation der Zugkraft an einem fahrzeugfesten Bauteil (4) abstützbar ist und dass das Druckkraftelement (8) bei einer der Zugkraftbelastung in etwa entgegengesetzt ausgerichteten Druckkraftbelastung des Funktionsteiles unter Energieabsorption der Druckkraft deformierbar ist. Halteteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (1) einstückig ausgebildet ist. Halteteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugkraftelement (7) und/oder das Druckkraftelement (8) an den Halteteil-Montagebereich (3) angrenzend angeordnet sind. Halteteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteteil-Befestigungsbereich (2) an den Halteteil-Montagebereich (3) angrenzt und an diesem gegenüberliegend zum Zugkraftelement (7) und/oder zum Druckkraftelement (8) angeordnet ist. Halteteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugkraftelement und/oder das Druckkraftelement durch eine Zuglasche (7) und/oder durch eine Drucklasche (8) gebildet sind, die vorzugsweise vom Halteteil-Montagebereich (3) wegragen. Halteteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuglasche (7) an einem freien Endbereich eine Laschen-Abkantung (9) aufweist, die sich bei einer Zugkraftbelastung des Funktionsteiles an der Fahrzeuginnenwand (4) abstützt. Halteteil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Fahrzeuginnenwand (4) wenigstens eine Wandausnehmung (11) vorgesehen ist, in die die Laschen-Abkantung (9) bei der Montage des Halteteils (1) einsteckbar ist dergestalt, dass im montierten Zustand des Halteteils (1) bei einer Zugkraftbelastung des Funktionsteiles die Laschen-Abkantung (9) am Wandausnehmungs-Randbereich (12) abstützbar ist. Halteteil nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucklasche (8) an einem freien Endbereich eine Laschen-Umbiegung (10) aufweist, die bei einer Druckkraftbelastung des Funktionsteiles unter Energieabsorption deformiert, vorzugsweise die gesamte Drucklasche (8) deformiert. Halteteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im montierten Zustand des Halteteils (1) die Laschen-Umbiegung an der Fahrzeuginnenwand (4) anliegt. Halteteil nach Anspruch 7 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuglasche (7) und die Drucklasche (8) so ausgebildet und dimensioniert sind, dass zur Montage des Halteteils (1) die wenigstens eine Laschen-Abkantung (9) der Zuglasche (7) in die zugeordnete Wandausnehmung (11) eingesteckt wird und zugleich die wenigstens eine Laschen-Umbiegung (10) der Drucklasche (8) unter Vorspannung an der Fahrzeuginnenwand (4) anliegt, so dass das Halteteil (1) in einem vormontierten Zustand an der Fahrzeuginnenwand (4) selbsthaltend angeordnet ist.






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