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Dokumentenidentifikation DE102005034169A1 01.02.2007
Titel Rauchfreie Zigarette
Anmelder NjoyNic Ltd., Glen Parva, Leicestershire, GB
Erfinder Wengert, Christian, 88317 Aichstetten, DE;
Philipp, Thomas, Dr.-Ing., 72127 Kusterdingen, DE
Vertreter KRAMER - BARSKE - SCHMIDTCHEN, 81245 München
DE-Anmeldedatum 21.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005034169
Offenlegungstag 01.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2007
IPC-Hauptklasse A24D 1/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Ein Zigarettenkörper für eine rauchfreie Zigarette, welcher Zigarettenkörper (12) einen zylindrischen Körper mit einer Lufteintrittsöffnung an einer Stirnseite und einer Luftaustrittsöffnung an der anderen Stirnseite, einen die Lufteintrittsöffnung mit der Luftaustrittsöffnung verbindenden Luftdurchlasskanal und eine Heizeinrichtung (26) zum Erwärmen von durch den Luftdurchlasskanal strömender Luft enthält und mit seiner mit der Luftaustrittsöffnung ausgebildeten Stirnseite an eine Stirnseite eines zylindrischen Mundstücks (10) ansetzbar ist, das ein Depot für ein Genussmittel (58) enthält und mit einer Saugöffnung (18) ausgebildet ist, so dass Genussmittel von durch den Luftdurchlasskanal infolge von auf eine Saugöffnung des Mundstücks aufgebrachtem Unterdruck strömender, erwärmter Luft verdampft und zusammen mit der Luft aus der Saugöffnung austritt, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Körper seine radial auswärts zeigende Oberfläche thermisch vom Inneren isolierendes Material (24) enthält, welches einen bildenden Wärmeleiter (26) aus thermisch gut leitendem Material umschließt, der durch die Lufteintrittsöffnung hindurch zugänglich ist und an seinem von der Lufteintrittsöffnung abgewandten Ende in unmittelbarer Anlage an dem Genussmitteldepot (38) ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine rauchfreie Zigarette gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In der DE 103 21 379 A1, von der im Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgegangen wird, ist eine rauchfreie Zigarette beschrieben, deren wiederverwendbarer Zigarettenkörper mit einer Thermo-Kunststoff-Ummantelung mit aufgedampfter, wärmerückstrahlender Beschichtung und einer Heizquelle ausgebildet ist, die so in die Ummantelung eingebracht ist, dass Luftströmungskanäle entstehen. Ein nicht wiederverwendbares Mundstück enthält ein Nikotin-Aroma-Depot und einen Filter. Durch die Heizquelle freigesetzte Wärme erwärmt die von einem Konsumenten durch die Luftströmungskanäle angesaugte Luft, die das Nikotin-Aroma-Depot erwärmt und auf diese Weise das im Depot befindliche Nikotin und Aromastoffe freisetzt, die nach Passieren des Filters vom Konsumenten bzw. Raucher aufgenommen werden. Infolge der rauchfreien Nikotinzuführung ist auf diese Weise ein intensiver Nikotingenuss ohne Rückstände an Verbrennungsprodukten und ohne die Umgebung zu belästigen möglich.

In der DE 297 13 866 U1 ist ein elektrischer Heizluftadapter für Zigaretten beschrieben, der rauchfreies Genießen einer Zigarette erlaubt, indem eine Zigarette in den hülsenförmigen Adapter gesteckt wird, der eine Wärmekammer und ein Heizelement enthält. Von einem Raucher angesaugte Zugluft wird in der Wärmekammer und dem Heizelement erhitzt und gelangt in die Zigarette, um dort, ohne dass der Tabak brennt, die Aromastoffe aus dem Tabak freizusetzen.

In der DE 199 35 706 A1 ist eine rauchfreie Zigarette beschrieben, deren Zigarettenkörper einen batteriegeheizten Glühfaden enthält, der von einem Raucher angesaugte Luft erwärmt. Die angesaugte Luft durchströmt einen austauschbaren Nikotinfilter, dessen Nikotin von der erwärmten Luft gelöst wird, so dass es vom Konsumenten inhaliert werden kann.

In der DE 40 06 887 A1 ist eine rauchfreie Zigarette beschrieben, in deren Körper als Heizquelle eine Kapsel enthalten ist, in der eine wärmeerzeugende Reaktion auslösbar ist. Durch die Wärme kann ein Aerosol freigesetzt werden, das durch ein Filtermundstück hindurch inhalierbar ist.

Aus der DD 298 347 A5 ist eine ohne Verbrennung arbeitende Zigarette bekannt, die Tabak und eine vom Tabak physisch getrennte, nicht auf Verbrennung basierende Wärmequelle zum Erhitzen des Tabaks enthält.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige und bequem handhabbare Möglichkeit zu schaffen, mit der Raucher nicht auf den intensiven Genuss des Nikotins oder eines Genussmittels mit einem Aroma, das beispielsweise dem herkömmlicher Zigaretten ähnlich ist, verzichten müssen und die Umwelt durch die Raucher nicht beeinträchtigt wird.

Diese Aufgabe wird mit einem Zigarettenkörper gemäß dem Anspruch 1 gelöst.

Der erfindungsgemäße, wiederverwendbare Zigarettenkörper, der keine eigene Wärmequelle enthält, ist kostengünstig und ermöglicht durch Erwärmung des Wärmerohrs eine rasche Erwärmung des Genussmittels von ausreichender Dauer.

Die Unteransprüche 2 bis 5 sind auf vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Zigarettenkörpers gerichtet.

Der Anspruch 6 kennzeichnet die erfindungsgemäße Zigarette insgesamt die mit den Merkmalen des Anspruchs 7 in vorteilhafter Weise weitergebildet wird.

Die Ansprüche 8 bis 10 sind auf ein Mundstück für die Zigarette gerichtet.

Die Ansprüche 11 bis 13 kennzeichnen einen Adapter, mit dem eine erfindungsgemäße Zigarette an eine Wärmequelle anschließbar ist.

Bei Ausbilden des Adapters gemäß dem Anspruch 12 kann eine erfindungsgemäße, rauchfreie Zigarette in ähnlicher Weise gehandhabt werden wie eine konventionelle Zigarette. Insbesondere das "Anzünden" der Zigarette mit einem Feuerzeug ist eine psychologische Komponente, die der gewohnten Handhabung einer herkömmlichen tatsächlich in den Zustand eines Glimmbrandes versetzen Zigarette gleicht.

Die Ansprüche 14 und 15 kennzeichnen eine Zigarettenschachtel, in der die zur Einmalverwendung vorgesehenen Mundstücke zusammen mit dem wiederverwendbaren Zigarettenkörper aufbewahrbar sind.

Mit der Erfindung wird eine Möglichkeit geschaffen, die subjektiven Genusskomponenten des konventionellen Zigarettenrauchens beizubehalten und insbesondere die mit dem herkömmlichen Rauchen verbundenen Belästigungen der Umwelt zu vermeiden. Die erfindungsgemäße Zigarette kann "angezündet" bzw. in Betrieb gesetzt werden, wie eine konventionelle Zigarette, indem sie mit einem Feuerzeug in Betrieb gesetzt wird. Die durch das Feuerzeug erzeugte Hitze bewirkt eine Verdampfung bzw. Lösung des im Genussmitteldepot abgelegten Genussmittels, beispielsweise Nikotin mit Aromastoffen, welches Genussmittel rasch genussbereit ist und intensiv genossen werden kann. Bei diesem Genuss fehlen die schädlichen Stoffe herkömmlichen Rauchens, wie Teer und Verbrennungsprodukte. Da kein Rauch in die Umgebung abgegeben wird, kommt es zu keinem Passivrauchen der in der Umgebung befindlichen Personen. Wenn die erfindungsgemäße rauchfreie Zigarette bei längerem Gebrauch abkühlt, ohne dass das Genussmittel aufgebraucht ist, kann sie in einfacher Weise durch erneutes "Anzünden" mit dem Feuerzeug rasch wieder in Betrieb gesetzt werden, so dass das Genussmittel aufgebraucht werden kann.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten erläutert.

In den Figuren stellen dar:

1 in auseinandergezogener Darstellung Querschnitte durch ein Mundstück, einen Zigarettenkörper und einen Adapter,

2 eine Seitenansicht eines Feuerzeugs und

3 eine Aufsicht auf eine geöffnete Schachtel.

1 zeigt nebeneinander angeordnet Querschnitte durch ein Mundstück 10, einen Zigarettenkörper 12 und einen Adapter 14.

Das insgesamt zylindrische Mundstück 10 besteht aus an sich bekanntem Filtermaterial, wie es beispielsweise für die Filtermundstücke konventioneller Zigaretten verwendet wird. Eine Stirnseite des Mundstücks 10 ist als Ansaugöffnung 18 ausgebildet. Die von der Ansaugöffnung 18 abgewandte Stirnseite des Mundstücks 10 ist mit einer hohlzylindrischen Aussparung 20 ausgebildet. Die Oberfläche 22 des Mundstücks 10 ist mit Ausnahme der Oberfläche der Aussparung sowie der gemäß 1 linken Stirnseite geschlossenporig ausgebildet.

Der Zigarettenkörper 12 weist einen zylindrischen Mantel bzw. Körper 24 aus thermisch isolierendem Material, beispielsweise einem Keramikwerkstoff auf, der ein Wärmerohr 26 aus thermisch gut leitendem Material, beispielsweise Kupfer enthält. Das gemäß 1 linke Ende des Wärmerohrs 26 steht aus dem Körper 24 vor, wobei die Außenkontur des vorstehenden Bereiches 28 etwa der Kontur der Aussparung 20 entspricht. Die Stirnseite des vorstehenden Bereichs 28 ist offen und in der zylindrischen Wandung des vorstehenden Bereiches sind vorzugsweise Durchgangsöffnungen 30 ausgebildet. Es ist auch möglich, dass die Stirnseite verschlossen und dann mit wenigstens einer weiteren Durchgangsöffnung ausgebildet ist.

An seinem rechtsseitigen Ende ist der Körper 24 mit einer Aussparung 32 ausgebildet, in der das rechte Ende des Wärmerohrs 26 frei liegt.

Das rechtsseitige Ende des Körpers 24 bildet zusammen mit der Öffnung des Wärmerohrs 26 eine Lufteintrittsöffnung, die auf einer durch das linksseitige Ende des Wärmerohrs 26 gebildeten Lufteintrittsöffnung mittels eines durch das Innere des Wärmerohrs 26 gebildeten Luftdurchlasskanal verbunden ist.

Der Zigarettenkörper 12 bildet zusammen mit dem Mundstück 10 beispielsweise eine Attrappe, deren Aussehen dem einer konventionellen Filterzigarette entspricht.

Der Adapter 14, der beispielsweise insgesamt als Blechteil ausgebildet ist, weist gemäß 1 linksseitig eine Hülse 34 auf, die eine Einschuböffnung 36 zum Einschieben des gemäß 1 rechten Endbereiches des Zigarettenkörpers 12 bildet. Im Abstand von der Hülse 34 ist der Adapter 14 mit einem Einsatzbauteil 38 ausgebildet, das beispielsweise zwei aufwärts gebogene Arme 40 (in 1 ist nur einer sichtbar) aufweist, die nicht zu einer vollständigen Hülse geschlossen sind, sonder federnd aufspreizbar sind.

Zwischen der Hülse 34 und dem Einsatzbauteil 38 ist ein Bimetallblech 42 ausgebildet, das bei normaler Zimmertemperatur die dargestellte etwa achsparallele Position einnimmt und bei Erwärmung sich aufwärts biegt, so dass es die Hülse 34 verschließt.

Ein an sich bekanntes Feuerzeug, wie es für eine erfindungsgemäße rauchfreie Zigarette verwendbar ist, ist in 2 skizziert und insgesamt mit 44 bezeichnet. Das Feuerzeug 44 weist einen Körper 46 auf, in dem Brennstoff, beispielsweise Flüssiggas aufgenommen ist. In einem Ansatz 48 des Körpers 46 ist eine Brennerdüse angeordnet, der durch Luftdurchlässe und/oder Luft zugeführt wird, so dass nach Anschalten des Feuerzeugs mittels einer Handhabe 52 eine spitze Flamme in Art der Flamme 54 aus dem Ansatz 48 vorschießt. Die Funktion der beschriebenen Bauteile ist folgende:

Das Mundstück 10 wird auf der Innenseite der Aussparung 20 mit einem flüchtigen Genussmittel 58, beispielsweise mit Duft- und/oder Geschmacksstoffen versetztem Nikotin beschichtet. Im Anlieferzustand ist das Mundstück 10 beispielsweise von einer Kunststofffolie umschlossen, so dass das Genussmitel 58 nicht abdampfen kann. Nach Entfernen der Kunststofffolie wird das Mundstück 10 auf den vorspringenden Bereich 28 des Zigarettenkörpers 12 aufgesteckt, so dass eine Baugruppe entsteht, die das Aussehen einer herkömmlichen Zigarette (Mundstück mit Zigarettenkörper) hat.

Zum "Anzünden" wird das gemäß 1 rechte Ende des Zigarettenkörpers 12 in die Einschuböffnung 36 des Adapters 14 eingeschoben. Anschließend wird der Adapter 14 mit seinem Einsatzbauteil 38 auf den Ansatz 48 des Feuerzeugs 44 aufgeschoben. Es versteht sich, dass der Adapter 14 zunächst auch auf das Feuerzeug 44 aufgeschoben werden kann und die Zigarette anschließend in die Einschuböffnung 36 eingeschoben wird. Die gegenseitigen Einschubbewegungen des Zigarettenkörpers 12 in die Hülse 34 sowie des Ansatzes 48 des Feuerzeugs in das Einsatzbauteil 38 sind vorteilhafterweise durch am Adapter 14 ausgebildete Anschläge begrenzt, so dass die geometrische Zuordnung von Feuerzeug zu Zigarettenkörper 12 und damit der Flamme 54 zum Wärmerohr 26 wohl definiert ist, wenn die Flamme 54 eine vorbestimmte Form hat. Auf diese Weise lässt sich die Verformung des Bimetallblechs 42 auf die Erwärmung des Wärmerohrs 26 und damit auch der Erwärmung des Genussmittels 58 und der in der Hand gehaltenen Außenseite des Zigarettenkörpers 12 abstimmen, so dass – bei entsprechender Abstimmung der Wärmeleitfähigkeit des Zigarettenkörpers dessen Außenfläche nur leicht erwärmt wird, obwohl das Genussmittel 58 sicher seine Lösungs- bzw. Verdampfungstemperatur von beispielsweise zwischen 50° und 60° C erreicht hat.

Mit der Handhabe 42 wird das Feuerzeug dann in Betrieb gesetzt, wodurch die Flamme 54 in die Aussparung 32 hinein reicht und der linke Endbereich des Wärmerohrs 26 erwärmt wird, so dass das Genussmittel 58 verdampft bzw. in die Lösung geht. Bei genügender Erwärmung des Wärmerohrs 26, d. h. ausreichender Dauer der Flamme 54 wird das Bimetallblech 42 erwärmt und richtet sich auf, so dass ein Raucher bzw. eine Raucherin, die das Mundstück 10 bereits mit den Lippen umschließt, das Feuerzeug 44 außer Betrieb setzen und abziehen kann.

Die aus dem Mundstück 10 und dem Zigarettenkörper 12 bestehende Zigarette steht nach dem Abziehen des Adapters 14 wie eine übliche Zigarette für den Genuss zur Verfügung, da das Genussmittel 58 von dem Wärmerohr 26 in Folge dessen hoher Wärmekapazität über einen ausreichend langen Zeitraum auf eine zur Verdampfung ausreichender Temperatur gehalten wird. Beim Einsaugen von Luft durch die Ansaugöffnung 18 hindurch strömt diese Luft durch das Wärmerohr 26 hindurch und dessen Durchgangsöffnung 30 längs der mit Genussmittel 58 beschichteten bzw. getränkten Oberflächenbereiche der Aussparung 20, so dass die Luft die verdampften Bestandteile und sonstigen flüchtigen Bestandteile des Genussmittels 58 aufnimmt, die im Mund oder durch Inhalation genossen werden können.

Die Dimensionierung des Adapters 14 und der Einschublängen des Feuerzeugs in den Adapter einerseits und der Zigarette in den Adapter andererseits sind derart, dass die Spitze der Flamme 54 sich konzentrisch zum Wärmerohr 26 in kurzem Abstand von dessen gemäß 1 rechtsseitigem Ende befindet. Damit die Luftversorgung der Flamme durch den Adapter nicht gestört wird, ist das Einsatzbauteil 38 derart gestaltet, dass die Luftdurchlässe 50 im Wesentlichen frei bleiben. Die Flamme 54 befindet sich im Wesentlichen in dem Bereich zwischen der Hülse 34 und dem Einsatzbauteil 38.

Die Erfindung kann in vielfältiger Weise abgeändert werden. Beispielsweise muss das Mundstück 10 nicht zwingend Filtermaterial enthalten. Die Aussparung 20 kann im Zigarettenkörper 12 ausgebildet sein, so dass das Mundstück mit einem entsprechenden Vorsprung ausgebildet wird. Der Körper 24 und das Wärmerohr 26 können einteilig miteinander ausgebildet werden, indem der Mantel beispielsweise als Schichtkörper ausgebildet ist, der innen aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit mit möglichst hoher Wärmekapazität besteht und außen aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit besteht. Alternativ kann der Körper 24 in Art eines Thermobehälters mehrschalig mit Vakuum zwischen den Schalen ausgebildet sein.

Das Wärmerohr 26 kann massiv als Wärmeleiter und Wärmespeicher mit hoher Wärmekapazität aus einem Material mit gutem Wärmeleitvermögen ausgebildet sein, wobei das gemäß 1 rechte Ende mit möglichst großer Oberfläche, beispielsweise durch Riffelung, ausgebildet ist. Ein Luftkanal ist in diesem Fall beispielsweise längs des Wärmeleiters wenigstens durch eine Nut im "Wärmestab" und/oder Mantel gebildet und führt längs Rippen in der Aussparung 20 und/oder dem vorstehenden Bereich des Wärmestabs in das Mundstück.

Der Adapter kann auch anders aufgebaut sein, beispielsweise zum Anschluss des Zigarettenkörpers 12 an einen Zigarettenanzünder eines Kraftfahrzeugs geeignet sein. Der Adapter enthält dann ein beheiztes Bauteil, das in unmittelbarer Berührung mit dem Wärmerohr 26 gelangt und durch Einschieben des Adapters in den Zigarettenanzünder solange aufgeheizt wird, bis das Wärmerohr 26 bzw. die Aussparung 20 genügend weit aufgeheizt sind, beispielsweise auf etwa 50° bis 60° C.

Anstelle des geschilderten Feuerzeugs kann jedwelches andere Feuerzeug verwendet werden, wobei Feuerzeuge mit langer Flamme bevorzugt sind. Als Zubehör kann ein speziell auf die erfindungsgemäße Zigarette abgestimmtes Feuerzeug angeboten werden, das mit vorbestimmter Flamme brennt und nach vorbestimmter Zeitdauer erlischt.

Als Genussmittel können Flüssigkeiten oder Pulver verwendet werden, die in die Aussparung 20 eingebracht werden bzw. mit denen ein Teil des Mundstücks beschichtet oder getränkt wird. Je nach Geschmack der Konsumenten können unterschiedliche Genussmittel verwendet werden, beispielsweise mit Geschmacks- und Geruchsstoffen angereichertes Nikotin usw. Alternativ kann das Genussmittel in einem eigenen Genussmittelkörper enthalten sein, der als Tablette in die Aussparung eingesetzt wird, aber als Mantel die gesamte Aussparung auskleidet. Es versteht sich, dass der als getrenntes Bauteil verfügbare Genussmittelträger porös oder mit Durchgangslöchern ausgebildet ist und zwischen dem eigentlichen Mundstück und den Luftaustrittsöffnungen des Wärmerohr angeordnet ist. Insbesondere bei Einsatz solcher Genussmittelträger ist das eigentliche Mundstück wiederverwendbar, indem es aus einem hygienisch leicht zu reinigenden Material besteht.

3 zeigt eine Aufsicht auf eine Schachtel 60, in der die erfindungsgemäße Zigarette in Art einer konventionellen Zigarettenpackung aufbewahrt werden kann. In einem Fach 62 kann der wiederverwendbare, in unterschiedlicher Hochwertigkeit ausgebildete Zigarettenkörper 12 aufbewahrt werden. Ein Fach 64 ist zur Aufnahme eines Adapters vorgesehen. Fächer 66 sind zur Aufnahme der zum einmaligen Gebrauch vorgesehenen, zunächst vorzugsweise versiegelten Mundstücke 10 vorgesehen. Im dargestellten Beispiel können in der Schachtel vierzehn Mundstücke 10 untergebracht werden. Die Mundstücke 10 werden im Handel oder an Automaten erworben und in die Schachtel 60 eingebracht. Die dargestellte Schachtel 60 entspricht somit einer herkömmlichen Schachtel mit vierzehn herkömmlichen Zigaretten. Die Wiederbefüllung der Schachtel 60, die als hochwertige Schachtel mit einem nicht dargestellten Deckel ausgebildet sein kann, ist verhältnismäßig preiswert, da nur die Mundstücke 10 erneuert werden müssen.

In einer abgeänderten Ausführungsform kann das Mundstück 10 wiederverwendbar konzipiert sein. Die Aussparung 20 wird dann wiederholt mit Genussmittel beschichtet, das vorteilhaft derart zusammengesetzt ist, dass es völlig rückstandsfrei aufgebraucht wird.

10
Mundstück
12
Zigarettenkörper
14
Adapter
16
Filtermaterial
18
Ansaugöffnung
20
Aussparung
22
Oberfläche
24
Körper
26
Wärmerohr
28
Bereich
30
Durchgangsöffnungen
32
Aussparung
34
Hülse
36
Einschuböffnung
38
Einsatzbauteil
40
Arm
42
Bimetallblech
44
Feuerzeug
46
Körper
48
Ansatz
50
Luftdurchlass
52
Handhabe
54
Flamme
58
Genussmittel
60
Schachtel
62
Fach
64
Fach


Anspruch[de]
Zigarettenkörper für eine rauchfreie Zigarette, welcher Zigarettenkörper (12) einen zylindrischen Körper (24) mit einer Lufteintrittsöffnung an einer Stirnseite und einer Luftaustrittsöffnung an der anderen Stirnseite, einen die Lufteintrittsöffnung mit der Luftauntrittsöffnung verbindenden Luftdurchlasskanal und eine Heizeinrichtung (26) zum Erwärmen von durch den Luftdurchlasskanal strömender Luft enthält und mit seiner mit der Luftaustrittsöffnung ausgebildeten Stirnseite an eine Stirnseite eines zylindrischen Mundstücks (10) ansetzbar ist, das ein Depot für ein Genussmittel (58) enthält und mit einer Saugöffnung (18) ausgebildet ist, so dass das Genussmittel von durch den Luftdurchlasskanal infolge von auf eine Saugöffnung des Mundstücks aufgebrachtem Unterdruck strömender, erwärmter Luft verdampft und zusammen mit der Luft aus der Saugöffnung austritt, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (24) einen ihn axial durchquerenden Wärmeleiter (26) aus thermisch gut leitendem Material enthält, der an einem axialen Ende des Körpers durch die Lufteintrittsöffnung hindurch zugänglich ist und an dem anderen axialen Ende des Körpers in wärmeübertragender Anlage an dem Genussmittel (58) ist und dass der Körper einen Aufbau derart hat, das seine radial auswärts zeigende Oberfläche gegenüber dem Wärmeleiter (26) thermisch isoliert ist. Zigarettenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (24) thermisch isolierendes Material enthält. Zigarettenkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeleiter als ein Wärmerohr (26) ausgebildet ist, dessen Inneres den Luftaustauschkanal bildet. Zigarettenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Luftaustrittsöffnung enthaltender Endbereich (28) des Wärmerohrs (26) aus dem Körper (12) vorsteht und in eine das Depot für das Genussmittel (58) enthaltende Ausnehmung (20) des Mundstücks (10) einsetzbar ist. Zigarettenkörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Körper (12) vorstehende Ende des Wärmerohres (26) an seiner Mantelfläche mit Öffnungen (30) ausgebildet ist. Zigarette, enthaltend ein Mundstück (10) und einen Zigarettenkörper (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 5. Mundstück für eine Zigarette nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Mundstück (10) Filtermaterial (16) enthält, in dem sich kondensierender Dampf des Genussmittels sowie in dem Dampf enthaltene Feststoffe absetzen. Mundstück nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine von einer Ausgangsöffnung (18) abgewandte Stirnseite des Mundstücks (10) mit einer Aussparung (20) zum Einsetzen eines Endbereiches des Wärmerohrs (26) ausgebildet ist. Mundstück nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Innenwand der Aussparung mit einem Genussmittel (58) versehen ist. Mundstück nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Genussmittel in einem zwischen dem Wärmerohr (26) und dem Mundstück (10) angeordneten Genussmittelträger enthalten ist. Adapter zum Anschließen der mit einer Lufteintrittsöffnung ausgebildeten Stirnseite einer Zigarette (10, 12) nach Anspruch 6 an eine Wärmequelle (44), gekennzeichnet durch eine Einschuböffnung (36) zum Einschieben des mit der Lufteintrittsöffnung ausgebildeten Endbereiches des Zigarettenkörpers (12) und ein Einsatzbauteil (38) zum Anschließen des Adapters (14) an die Wärmequelle (44) derart, dass das Wärmerohr (26) von der Wärmequelle (44) erwärmbar ist. Adapter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzbauteil (38) zum Anschluss an ein Feuerzeug (44), so dass mit einer vom Feuerzeug erwärmten Flamme einen ihr zugewandten Endbereich des Wärmerohrs (26) erwärmbar ist. Adapter nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet durch eine Schalteinrichtung (42), die die Wärmezufuhr zu dem Wärmerohr (26) nach einer vorbestimmten Erwärmung beendet. Zigarettenschachtel, dadurch gekennzeichnet, dass die Zigarettenschachtel zur Aufnahme mehrer Mundstücke (10) und wenigstens eines Zigarettenkörpers (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 geeignet ist. Zigarettenschachtel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zigarettenschachtel (60) zur Aufnahme eines Adapters (14) nach einem der Ansprüche 8 bis 10 geeignet ist.






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