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Dokumentenidentifikation DE102005034792A1 01.02.2007
Titel Sonnenschutzvorrichtung
Anmelder Moderne Sonnenschutz-Systeme GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Spangehl, Martin, 53819 Neunkirchen-Seelscheid, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 21.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005034792
Offenlegungstag 01.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 10/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F21V 33/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F21V 8/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F21K 2/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E06B 9/40(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E06B 9/11(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Sonnenschutzvorrichtung mit einem Sonnenschutzbehang, die in verschiedensten Ausführungsformen, wie zum Beispiel in Form einer Markise, eines Rollos, einer Jalousie, eines Rollladens oder eines Schirms, ausgebildet sein kann, wobei Leuchtfasern mit dem Sonnenschutzbehang verbunden sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sonnenschutzvorrichtung mit einem Sonnenschutzbehang, die in verschiedensten Ausführungsformen ausgebildet sein kann. So kann die Sonnenschutzvorrichtung als Markise, Rollo, Jalousie, Plissee oder Schirm gestaltet sein.

Aus der DE 101 31 598 C1 ist ein Sonnenschutzbehang bekannt, der zur Erweiterung der optischen Gestaltungsmöglichkeiten mit einem oder mehreren organischen Leuchtdioden (OLED)-Elementen bedeckt ist, die über eine Steuerelektronik ansteuerbar sind. Die Behangoberfläche kann somit derart gestaltet werden, dass die Innen- oder die Außenseite flächig ausgeleuchtet ist und somit unter anderem als Hintergrundbeleuchtung dienen kann. Ferner wird vorgeschlagen, Matrixstrukturen aus OLED-Elementen vorzusehen, deren einzelnen Matrixpunkte einzeln angesteuert werden können. Somit lässt sich ein Display realisieren, das auf dem Sonnenschutzbehang angeordnet ist. Ein Nachteil ist jedoch, dass OLED-Elemente nur in kleinen Größen hergestellt werden können, so dass großflächige Ausleuchtungen nicht möglich sind.

Aus der DE 299 18 618 U1 ist ein Rollo als Sichtschutz oder zur Abdunkelung von Räumen bekannt, das zumindest teilweise mit einer fluoreszierenden oder phosphoreszierenden Beschichtung versehen ist. Mit diesem Rolle ist grundsätzlich eine Abdunkelung eines Raums möglich. Durch die zumindest teilweise aufgebrachte Beschichtung aus fluoreszierendem oder phosphoreszierendem Material leuchtet die Beschichtung jedoch nach, so dass eine geringfügige Ausleuchtung des Raums weiterhin gegeben ist. Ferner können Muster realisiert werden, die eine optisch ansprechende Gestaltung ergeben. Diese Beschichtungen leuchten jedoch nur für eine begrenzte Zeit nach.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sonnenschutzvorrichtung mit einem Sonnenschutzbehang vorzusehen, die steuerbare Leuchtelemente aufweist und möglichst einfach und kostengünstig aufgebaut ist.

Die Erfindung wird durch eine Sonnenschutzvorrichtung mit einem Sonnenschutzbehang gelöst, wobei Leuchtfasern mit dem Sonnenschutzbehang verbunden sind.

Die Leuchtfasern können in beliebiger Form auf dem Sonnenschutzbehang angeordnet werden, so dass auch auf großen Flächen eine Ausleuchtung erzielbar ist. Bei einer Anordnung der Leuchtfasern zur Rauminnenseite hin lässt sich eine angenehme Hintergrundbeleuchtung erzielen. Ebenso können die Leuchtfasern auf der Raumaußenseite angeordnet sein, um lichttechnische Designelemente in die Fassade eines Gebäudes zu integrieren. Mit den Leuchtfasern können optisch ansprechende Designs in beliebigen Formen und Farben erzielt werden. Die Leuchtfasern können auch derart angeordnet werden, dass sich Bilder oder Schriftzüge realisieren lassen, so dass zum Beispiel Werbeleuchtschriften auf dem Sonnenschutzbehang angebracht werden können.

Bei den Leuchtfasern kann es sich um elektrolumineszierende Elemente oder um Lichtleitfasern handeln. Somit kann zum einen eine elektrische Steuerung vorgesehen werden oder ein Einbringen von Licht direkt in die Lichleitfaser.

Bei elektrolumineszierenden Leuchtfasern kann es sich um Leuchtfäden, -schnüre, -drähte, -bänder oder -kabel handeln.

Die Leuchtfasern können auf den Sonnenschutzbehang aufgenäht sein. Andere Verbindungstechniken, um die Leuchtfasern auf einer Oberfläche des Sonnenschutzbehangs zu befestigen, wie beispielsweise Kleben, sind ebenso denkbar. Alternativ kann der Sonnenschutzbehang aus einem gewebten Material hergestellt sein, wobei die Leuchtfasern in den Sonnenschutzbehang eingewebt sind.

Zur Ansteuerung der Leuchtfasern dient eine Steuerelektronik, mit der Lichteffekte, wie zum Beispiel ein Blinken oder Dimmen der Leuchtfasern, erzielt werden kann. Insbesondere, wenn mehrere Leuchtfasern vorgesehen sind, die separat voneinander ansteuerbar sind, lassen sich durch unterschiedliche Ansteuerung der verschiedenen Leuchtfasern zur selben Zeit ansprechende optische Effekte erzielen.


Anspruch[de]
Sonnenschutzvorrichtung mit einem Sonnenschutzbehang, dadurch gekennzeichnet, dass Leuchtfasern mit dem Sonnenschutzbehang verbunden sind. Sonnenschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtfasern elektrolumineszierend sind. Sonnenschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Leuchtfasern um Lichtleitfasern handelt. Sonnenschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtfasern auf den Sonnenschutzbehang aufgenäht sind. Sonnenschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sonnenschutzbehang aus einem gewebten Material hergestellt ist, wobei die Leuchtfasern in den Sonnenschutzbehang eingewebt sind. Sonnenschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Sonnenschutzvorrichtung um eine Markise, ein Rollo, ein Plissee, eine Jalousie, eine Vertikaljalousie oder einen Schirm handelt. Sonnenschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerelektronik vorgesehen ist, mittels derer die Leuchtfasern angesteuert werden. Sonnenschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Leuchtfasern vorgesehen sind, die separat voneinander ansteuerbar sind.






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