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Dokumentenidentifikation DE102006030205A1 01.02.2007
Titel Automatische Spieleinstelleinrichtung
Anmelder Bendix Commercial Vehicles Systems, LLC, Elyria, Ohio, US
Erfinder Kreidler, Kevin L., Brunswick, Ohio, US;
Jones, Dean R., Elyria, Ohio, US
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Anmeldedatum 30.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006030205
Offenlegungstag 01.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2007
IPC-Hauptklasse F16D 65/52(2006.01)A, F, I, 20061025, B, H, DE
Zusammenfassung Automatische Spieleinstelleinrichtung für Fahrzeugbremsen, um das Bremssystem einzustellen, um einen Bremsverschleiß zu kompensieren. Die automatische Spieleinstelleinrichtung weist einen Körper, der um eine Achse schwenkbar ist, um ein Drehmoment durch eine Bremswelle zu übertragen, und wenigstens eine Komponente mit einem gezahnten Abschnitt auf, welcher ein keramisches Material beinhaltet, wie beispielsweise eine oder beide Komponente(n) einer gezahnten konischen Kupplung.

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Spieleinstelleinrichtungen werden häufig in Fahrzeugbremssystemen verwendet, um Einstellungen auszuführen, um einen Bremsenverschleiß zu kompensieren. Beispielsweise wenden Schwerlastfahrzeuge, wie Lastkraftwagen häufig Bremssysteme an, welche einen Luftbremszylinder beinhalten, der an eine automatische Spieleinstelleinrichtung festgelegt ist. Die automatische Spieleinstelleinrichtung ist an einem Ende einer Bremswelle festgelegt, so daß eine Kraft, die durch den Luftbremszylinder aufgebracht bzw. angelegt ist, die Spieleinstelleinrichtung verschwenkt und die Bremswelle dreht. Ein S-Nocken ist an das andere Ende der Bremswelle festgelegt und koppelt an die Bremschuhe derart, daß eine Rotation der Welle die Bremsen gegen Bremstrommeln in Anlage bringt. Wenn die Bremsen verschleißen, wird jedoch der Spielraum bzw. das Spiel zwischen den Klötzen oder Belägen bzw. Auskleidungen und den Trommeln größer und das Bremssystem muß eingestellt werden, um dieses Spiel aufzunehmen, um ein geeignetes bzw. ordnungsgemäßes Bremsen sicherzustellen.

Die automatische Spieleinstelleinrichtung dient diesem Zweck, indem automatisch das Bremssystem eingestellt wird, um das Spiel bzw. den Schlupf zu kompensieren. Typischerweise können jedoch Komponenten der Spieleinstelleinrichtung über die Zeit verschleißen und nachteilig die Spieleinstellfunktion beeinflussen. Beispielsweise ist es üblich, einen konischen einweg-kupplungsartigen Mechanismus als Teil der automatischen Spieleinstelleinrichtung zu verwenden. Dieser Mechanismus enthält typischerweise zahlreiche kleine feine Zähne. Wenn diese Zähne dann über einen bestimmten Punkt verschleißen, kann die Bremseneinstellung nicht länger getätigt bzw. durchgeführt werden und die Spieleinstelleinrichtung hat das Ende ihrer verwendbaren Lebensdauer erreicht.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine automatische Spieleinstelleinrichtung für Fahrzeugbremsen. Spezifischer bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine automatische Spieleinstelleinrichtung für Fahrzeugbremsen, die wenigstens eine Komponente mit einem gezahnten Abschnitt beinhaltet, welcher ein keramisches Material beinhaltet. Es wird jedoch erkannt bzw. geschätzt werden, daß die Erfindung auch auf andere Anwendungen anwendbar ist.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Einstellen des Spiels bzw. Schlupfs eines Fahrzeugbremssystems, welches den Schritt eines Verwendens einer automatischen Spieleinstelleinrichtung beinhaltet, die wenigstens ein Verschleißteil aufweist, welches ein keramisches Material beinhaltet.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

In den beiliegenden Zeichnungen, welche in die Beschreibung inkorporiert bzw. aufgenommen sind und ein Teil derselben ausbilden, sind Ausbildungen der Erfindung illustriert, welche gemeinsam mit einer allgemeinen Beschreibung der Erfindung, die oben gegeben ist, und der detaillierten Beschreibung, die unten gegeben ist, dazu dienen, die Ausbildungen dieser Erfindung beispielhaft bzw. exemplarisch darzustellen, wobei:

1 eine Querschnittsseitenansicht einer ersten beispielhaften automatischen Spieleinstelleinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung illustriert;

2 eine perspektivische Ansicht des Kupplungsritzels der beispielhaften Spieleinstelleinrichtung von 1 illustriert;

3 eine perspektivische Ansicht der Schneckenwelle der beispielhaften Spieleinstelleinrichtung von 1 illustriert.

Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine automatische Spieleinstelleinrichtung für Fahrzeugbremsen. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine automatische Spieleinstelleinrichtung für Fahrzeugbremsen, die wenigstens ein Verschleißteil beinhalten, welches ein keramisches Material beinhaltet, um die Lebensdauer der Spieleinstelleinrichtung zu erhöhen.

1 illustriert die exemplarische bzw. beispielhafte Spieleinstelleinrichtung der vorliegenden Erfindung. Das allgemeine Design und der Betrieb bzw. die Betätigung der Spieleinstelleinrichtung 10, die in 1 illustriert ist, ist in der Technik bekannt und ist hier als ein exemplarisches Beispiel dargestellt. Die Verwendung von Komponenten innerhalb der Spieleinstelleinrichtung, welche keramische Materialien beinhalten, ist jedoch in der Technik nicht bekannt. Ein Fachmann wird erkennen bzw. schätzen, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die beispielhafte Ausbildung von 1 beschränkt ist. Die Verwendung von Komponenten, welche keramische Materialien beinhalten, ist auf andere Spieleinstelleinrichtungsdesigns bzw. -konstruktionen anwendbar und ist im Rahmen dieser Erfindung mit beinhaltet bzw. enthalten.

Da die beispielhafte Spieleinstelleinrichtung 10 von 1 in der Technik gut bekannt ist, wird nur eine vergleichsweise kurze Beschreibung gegeben. Die Spieleinstelleinrichtung 10 beinhaltet einen länglichen Körper 12, der einen ersten Endabschnitt 14 und einen zweiten Endabschnitt 16 aufweist. Der erste Endabschnitt 12 ist an eine eine Kraft übertragende bzw. Kraftübertragungsvorrichtung 18 festgelegt, wie beispielsweise eine Schubstange für einen Luftbremszylinder. Die Kraftübertragungsvorrichtung 18 überträgt eine Betätigungskraft durch die Spieleinstelleinrichtung 10, um sie auf die Fahrzeugbremsen aufzubringen. Der zweite Endabschnitt 16 beinhaltet eine erste Bohrung 20, die eine erste Achse 21 aufweist, und eine zweite Bohrung 22, die eine zweite Achse 24 quer zur ersten Achse aufweist. Ein Schneckenritzel bzw. -zahnrad 26 ist drehbar in der ersten Bohrung 20 montiert bzw. festgelegt.

Das Schneckenritzel 26 ist weiterhin auf eine drehbare Bremswelle 27, wie eine aufgekeilte s-Nockenwelle für eine Trommelbremse montiert bzw. festgelegt. Somit ist der Körper 12 schwenkbar an der Bremswelle 27 über das Schneckenritzel 26 festgelegt.

Ein Zahnstangenritzelring bzw. ein Zahnstangenmitnehmerring 28 ist drehbar an dem Körper 12 koaxial zu dem Schneckenritzel 26 montiert bzw. festgelegt. Der Zahnstangenring 28 beinhaltet einen Zahnstangeneingriffsabschnitt 30, wie beispielsweise eine Kerbe und ist starr mit einem Steuer- bzw. Regelarm 32 verbunden. Der Steuer- bzw. Regelarm 32 ist an einem festgelegten Punkt 34 derart festgelegt, daß sich der Körper 12 relativ zu dem Zahnstangenritzelring 28 in Antwort auf eine Kraft drehen kann, die durch die Kraftübertragungsvorrichtung 18 aufgebracht ist.

Eine Zahnstange 36 weist einen gezahnten Abschnitt 38 an einem ersten Ende 40 auf und einen einen Ring ergreifenden bzw. Ringeingriffsabschnitt 42 an einem zweiten Ende 44. Die Zahnstange 36 ist entlang ihrer Längsachse senkrecht zu der zweiten Achse 24 bewegbar. Der gezahnte Abschnitt 38 ergreift ein Zahnstangenritzel 46, welches in der zweiten Bohrung 22 positioniert ist, die auf der zweiten Achse 24 zentriert ist, so daß eine Axialbewegung der Zahnstange 36 das Zahnstangenritzel dreht. Das Zahnstangenritzel 46 ist auf der Schrauben- bzw. Schneckenwelle 48 positioniert, welche koaxial mit dem Zahnstangenritzel in der zweiten Bohrung 22 ist. Das Zahnstangenritzel 46 kann sowohl um die Schneckenwelle 48 drehen als auch sich axial entlang der Schneckenwelle bewegen.

Ein Kupplungsritzel bzw. -zahnrad 50 liegt ebenfalls in der zweiten Bohrung 22 koaxial zur Schneckenwelle 48 und dem Zahnstangenritzel 46. Das Kupplungsritzel 50 verbindet sich mit dem Zahnstangenritzel 46 durch eine Kupplungsfeder 52. Die Verbindung zwischen dem Kupplungsritzel 50, der Kupplungsfeder 52 und dem Zahnstangenritzel 46 erlaubt es dem Zahnstangenritzel, sich unabhängig von dem Kupplungsritzel in einer Richtung (während einer Bremsanwendung) zu drehen. In der entgegengesetzten Richtung (während eines Loslassens der Bremse) drehen sich jedoch das Zahnstangenritzel 46 und das Kupplungsritzel 50 gemeinsam. Eine Belastungs- bzw. Lastfeder 54 liegt ebenfalls in der zweiten Bohrung 22. Die Lastfeder 54 wirkt zwischen dem Körper 12 und der Schneckenwelle 48 und kann auch mit einer Federrückhalteeinrichtung 55 zusammenwirken, um die Schneckenwelle in Eingriff mit dem Kupplungsritzel 50 vorzuspannen bzw. zu beaufschlagen.

Das Kupplungsritzel 50 und die Schneckenwelle 48 bilden eine gezahnte Kupplung der beispielhaften automatischen Spieleinstelleinrichtung 12. 2 illustriert das Kupplungsritzel 50. Das Kupplungsritzel 50 hat eine allgemein ringförmige Konfiguration, welche eine Seitenwand 56, eine große Öffnung 60 an einem Ende und eine relativ kleinere Öffnung 62 an dem anderen Ende aufweist. Die Seitenwand 56 beinhaltet einen abgestuften bzw. vorstehenden Abschnitt 64 benachbart der großen Öffnung 60, welcher mit einem konischen gezahnten Abschnitt 66 durch eine sich radial erstreckende Oberfläche 68 verbunden ist.

3 illustriert die Schneckenwelle 48. Die Schneckenwelle 48 hat einen ersten Endabschnitt 70 und einen zweiten Endabschnitt 72. Der erste Endabschnitt 70 beinhaltet ein Schneckenelement oder Schneckenzähne 74, die adaptiert sind, um in das Schneckenritzel 26 einzugreifen. Der zweite Endabschnitt 72 beinhaltet einen gezahnten Abschnitt 76, der mit dem Schneckenelement 74 durch einen zwischenliegenden bzw. Zwischenabschnitt 78 verbunden ist. Der gezahnte Abschnitt 76 ist adaptiert, um den gezahnten Abschnitt 66 des Kupplungsritzels 50 zu ergreifen. In der beispielhaften Ausführungsform von 1 sind die gezahnten Abschnitte 66, 76 konisch. Ein Fachmann wird jedoch erkennen, daß die gezahnten Abschnitte anders konfiguriert sein können, wie beispielsweise sägezahnförmig. Es ist durch die gezahnte Kupplung, daß die Spieleinstelleinrichtungsfunktion ausgeführt wird.

Da die beispielhafte automatische Spieleinstelleinrichtung 10 von 1 in der Technik gut bekannt ist, wird die detaillierte Betätigung lediglich so weit diskutiert, als sie für ein geeignetes bzw. ordnungsgemäßes Verständnis der Erfindung wichtig ist. Im Betrieb verschwenkt das Kraftübertragungsglied 18 den Körper 12 im Gegenuhrzeigersinn (wie in 1 gesehen bzw. betracht), wodurch die Bremswelle 27 gedreht wird, um die Bremsklötze oder Beläge bzw. Auskleidungen zu einem Eingriff mit den Bremstrommeln zu bringen. Wenn die Bremsklötze oder Auskleidungen verschlissen sind, dann wird das untere Ende 42 der Zahnstange 36 den Zahnstangenring 28 ergreifen, bevor die Bremsen die Trommeln kontaktieren. Der Zahnstangenring 28 wirkt als ein Anschlag für die Zahnstange 36. Als ein Ergebnis dreht, wenn der Körper 12 weiter ein Verschwenken fortsetzt, die Zahnstange 36 das Zahnstangenritzel 46. Wenn die Bremsen in Eingriff gelangen, steigt das Ausmaß eines Drehmoments auf das Schneckenritzel 26 schnell an. Der Körper 12 kann jedoch fortsetzen, sich aufgrund der Elastizität der Bremsen, der Komponenten in dem System usw. zu verschwenken. Wenn der Körper 12 ein Verschwenken fortsetzt, bewirkt das Drehmoment auf das Schneckenritzel 26, daß sich die Lastfeder 54 komprimiert und die Schneckenwelle 48 axial in der zweiten Bohrung 22 von dem Kupplungsritzel 50 wegbewegt. Als ein Ergebnis gelangt die Schneckenwelle 48 außer Eingriff mit dem Kupplungsritzel 50 für den Rest der Bremsanwendung.

Während eines Lösens bzw. Freigebens der Bremsen verschwenkt der Körper 12 in der entgegengesetzten Richtung einer Bremsanwendung. Wenn der Körper 12 zurückschwenkt, und die Bremsen beginnen, außer Eingriff zu gelangen, sinkt das Drehmoment des Schneckenritzels 26 ab, was es der Lastfeder 54 erlaubt, die Schneckenwelle 48 zurück in Eingriff mit dem Kupplungsritzel 50 vorzuspannen bzw. zu beaufschlagen. Wenn der Körper 12 ein Zurückschwenken fortsetzt, bewirkt der Zahnstangenring 28, daß sich die Zahnstange 36 zu ihrer untersten Position in dem Körper bewegt. Als ein Ergebnis schwenkt die Zahnstange 36 das Zahnstangenritzel 46, welches das Kupplungsritzel 50 dreht. Da das Kupplungsritzel 50 und die Schneckenwelle 48 in Eingriff sind, dreht eine Rotation des Kupplungsritzels die Schneckenwelle, welche das Schneckenritzel 26 und die Bremswelle 27 dreht. Durch ein Drehen des Schneckenritzels 26 (und der Bremswelle 27) relativ zu der automatischen Spieleinstelleinrichtung 10 wird die Winkelbeziehung zwischen der Bremswelle und der automatischen Spieleinstelleinrichtung modifiziert; indem effektiv der Spielraum bzw. das Spiel in der Bremsanordnung aufgenommen wird.

Wie dies oben illustriert ist, beinhaltet die automatische Spieleinstelleinrichtung 10 eine Anzahl von Komponenten, welche in Eingriff gelangen, um eine Bewegung zwischen den Komponenten zu übertragen. Häufig weisen diese eingreifenden bzw. Eingriffskomponenten, wie das Schneckenritzel 26, die Zahnstange 36, das Zahnstangenritzel 46, die Schneckenwelle 48 und das Kupplungsritzel 50 gezahnte Abschnitte auf, die miteinander kämmen. Dies ist typisch für die meisten Spieleinstelleinrichtungsdesigns. Diese Eingriffskomponenten sind für Verschleiß, Deformation usw. anfällig, welche nachteilig den Betrieb der Spieleinstelleinrichtung beeinflussen können. Beispielsweise greifen jedesmal, wenn die Bremsen in Eingriff gebracht und gelöst werden, die gezahnten Abschnitte 66, 76 des Kupplungsritzels 50 und der Schneckenwelle 48 ineinander ein und gelangen außer Eingriff bzw. lösen sich voneinander. Über die Zeit verschleißen die gezahnten Abschnitte 66, 76 bis zu dem Punkt, wo die Zähne nicht ordnungsgemäß ineinander eingreifen können und die Spieleinstellung nicht länger gemacht werden kann. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verschleißbedenken wie dieses, indem ein keramisches Material in ausgewählten Verschleißteilen der Einstelleinrichtung 10 aufgenommen bzw. enthalten wird. Beispielsweise enthält in der exemplarischen Ausbildung von 1 wenigstens einer der gezahnten Abschnitte 66, 76 ein keramisches Material. Teilweise aufgrund der hohen Härte dieser keramischen Materialien kann ein Verschleiß zwischen eingreifenden bzw. Eingriffskomponenten verglichen mit vorher bekannten Designs bzw. Konstruktionen reduziert werden.

Keramisches Material kann in bzw. auf die Verschleißteile, wie beispielsweise die gezahnten Abschnitte 66, 76, in einer Vielzahl von Weisen eingebracht werden. Beispielsweise kann der gezahnte Abschnitt 76 der Schneckenwelle 48 ein Teil eines gesonderten keramischen Stücks sein, das adaptiert ist, um über das zweite Ende 72 der Schneckenwelle zu gleiten und in Position gesichert oder festgelegt zu werden. Eine Befestigung bzw. Festlegung des keramischen gezahnten Abschnitts 76 kann in einer Vielzahl von Weisen ausgeführt werden, so daß beispielsweise eine Preßpassung zwischen dem keramischen gezahnten Abschnitt und der Schneckenwelle zur Verfügung gestellt werden kann. Alternativ kann eine Art einer mechanischen Verriegelung, wie beispielsweise Gewinde, eine Schlitz-Fortsatz-Anordnung, eine Zahn-Kerben-Anordnung oder irgendeine andere ineinander verriegelnde Anordnung zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin kann der gesonderte keramische gezahnte Abschnitt mit der Schneckenwelle durch bekannte Verfahren verbunden werden. In einer ähnlichen Weise kann der gezahnte Abschnitt 66 des Kupplungsritzels 50 ein Teil eines gesonderten Stücks sein, welches an dem Kupplungsritzel über ein Verbinden, eine Preßpassung, ein mechanisches Verriegeln ineinander oder eine andere Weise festgelegt ist bzw. sich daran festlegt.

Keramisches Material kann auf die Verschleißteile in der automatischen Spieleinstelleinrichtung 10 durch ein Ausbilden der Teile aus einem keramischen Material oder einem Material eingebracht werden, welches ein keramisches Material beinhaltet. Beispielsweise kann das gesamte Kupplungsritzel 50 aus einem keramischen Material gebildet sein. Zusätzlich kann keramisches Material auch durch ein Beschichten auf den gezahnten Abschnitt mit einem Material eingebracht werden, welches Keramiken bzw. keramisches Material beinhaltet. Keramische Beschichtungen sind bzw. werden weit verbreitet in einer Vielzahl von Industrien verwendet und sie können durch einen Bereich von Abscheidetechnologien abgeschieden werden, die thermisches Sprühen, Plasmasprühen, Dampfabscheidung (sowohl chemische als auch physikalische), Sol-Gel-verarbeiten oder andere beinhalten.

Eine Vielzahl von verschleißbeständigen keramischen Materialien wurde als für die vorliegende Erfindung geeignet identifiziert. Geeignete keramische Materialien können Tonerde, Siliziumnitrid, Chromnitrid, Titannitrid, Zirkonnitrid, Chromoxid, Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Titanchromat, Aluminiumchromat, Siliziumcarbid, Titanaluminiumnitrid, Titancarbonitrid und Titancarbid beinhalten, obwohl andere keramische Materialien geeignet sein können.

Während die vorliegende Erfindung durch die Beschreibung von Ausbildungen derselben illustriert wurde, und während die Ausbildungen in bewußtem Detail beschrieben wurden, ist es nicht die Absicht der Anmelder, in irgendeiner Weise den Rahmen der beiliegenden Ansprüche auf ein derartiges Detail zu beschränken oder zu begrenzen. Zusätzliche Vorteile und Modifikationen werden Fachleuten in der Technik leicht erscheinen bzw. ersichtlich sein. Daher ist die Erfindung in ihren breiteren Aspekten nicht auf die spezifischen Details, die repräsentative Vorrichtung und illustrative Beispiele beschränkt, die gezeigt und beschrieben sind. Dementsprechend können Abweichungen von derartigen Details gemacht werden, ohne von dem Geist oder Rahmen des allgemeinen erfinderischen Konzepts der Anmelderin abzuweichen.


Anspruch[de]
Automatische Spieleinstelleinrichtung für ein Fahrzeugbremssystem, wobei die automatische Spieleinstelleinrichtung umfaßt:

einen Körper, der um eine Achse schwenkbar ist, um ein Drehmoment auf eine Bremswelle zu übertragen;

eine erste Komponente mit einem ersten gezahnten Abschnitt; und

eine zweite Komponente mit einem zweiten gezahnten Abschnitt, der adaptiert ist, um den ersten gezahnten Abschnitt zu ergreifen,

wobei wenigstens einer aus dem ersten oder zweiten gezahnten Abschnitt ein keramisches Material beinhaltet.
Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 1, wobei sowohl der erste als auch der zweite gezahnte Abschnitt das keramische Material beinhalten. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die erste Komponente eine Schneckenwelle ist und die zweite Komponente ein Kupplungsritzel ist. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das keramische Material auf den wenigstens einen aus dem ersten oder zweiten gezahnten Abschnitt beschichtet ist. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste gezahnte Abschnitt das keramische Material beinhaltet, wobei der erste gezahnte Abschnitt ein Teil eines gesonderten Stücks ist, welches sich an die erste Komponente festlegt. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine aus dem ersten und zweiten gezahnten Abschnitt konisch ist. Automatische Spieleinstelleinrichtung für ein Fahrzeugbremssystem, wobei die automatische Spieleinstelleinrichtung umfaßt:

einen Körper, der an einer Bremswelle montiert bzw. festgelegt ist, wobei der Körper um eine Achse zum Übertragen eines Drehmoments auf die Bremswelle schwenkbar ist; und

eine gezahnte Kupplung, die zwischen einem ersten gezahnten Abschnitt einer ersten Komponente und einem zweiten gezahnten Abschnitt einer zweiten Komponente ausgebildet ist, um automatisch die Winkelbeziehung zwischen dem Körper und der Bremswelle in Antwort auf einen Bremsenverschleiß zu verändern;

wobei wenigstens einer aus dem ersten und zweiten gezahnten Abschnitt ein keramisches Material beinhaltet.
Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 7, wobei die erste Komponente eine Schneckenwelle ist und die zweite Komponente ein Kupplungsritzel ist. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, wobei der wenigstens eine aus dem ersten und zweiten gezahnten Abschnitt konisch ist. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 7, 8 oder 9, wobei sowohl der erste als auch der zweite gezahnte Abschnitt das keramische Material beinhalten. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 7, 8, 9 oder 10, wobei das keramische Material auf den wenigstens einen aus dem ersten und zweiten gezahnten Abschnitt beschichtet ist. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 7, 8, 9, 10 oder 11, wobei der erste gezahnte Abschnitt das keramische Material beinhaltet, wobei der erste gezahnte Abschnitt ein Teil eines gesonderten Stücks ist, welches sich an die erste Komponente festlegt. Eine erste Komponente einer gezahnten Kupplung für eine automatische Spieleinstelleinrichtung für ein Fahrzeugbremssystem, wobei die gezahnte Kupplung drehbar in der automatischen Spieleinstelleinrichtung festgelegt ist, um eine Spieleinstellbewegung auszuführen, wobei die erste Komponente der gezahnten Kupplung umfaßt:

einen ersten gezahnten Abschnitt zum Ergreifen eines zweiten gezahnten Abschnitts einer zweiten Komponente einer gezahnten Kupplung, wobei der erste gezahnte Abschnitt ein keramisches Material beinhaltet.
Die erste Komponente der gezahnten Kupplung nach Anspruch 13, wobei der erste gezahnte Abschnitt ein Teil eines gesonderten Stücks ist, welches sich an die erste Komponente festlegt. Die erste Komponente der gezahnten Kupplung nach Anspruch 13 oder 14, wobei die erste Komponente eine Schneckenwelle ist. Die erste Komponente der gezahnten Kupplung nach Anspruch 13, 14 oder 15, wobei die erste Komponente ein Kupplungsritzel ist. Die erste Komponente der gezahnten Kupplung nach Anspruch 13, 14, 15 oder 16, wobei der erste gezahnte Abschnitt konisch ist. Die erste Komponente der gezahnten Kupplung nach Anspruch 13, 14, 15, 16 oder 17, wobei das keramische Material auf den ersten gezahnten Abschnitt beschichtet ist. Automatische Spieleinstelleinrichtung für ein Fahrzeugbremssystem, wobei die automatische Spieleinstelleinrichtung umfaßt:

einen Körper, der um eine Achse zum Übertragen eines Drehmoments auf eine Bremswelle schwenkbar ist;

eine erste Komponente mit einem ersten gezahnten Abschnitt;

eine zweite Komponente mit einem zweiten gezahnten Abschnitt, die adaptiert ist, um den ersten gezahnten Abschnitt zu ergreifen; und

Mittel zum Widerstehen eines Verschleißes zwischen der ersten Komponente und der zweiten Komponente.
Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 19, wobei die Mittel zum Reduzieren des Verschleißes ein keramisches Material beinhalten. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 20, wobei das keramische Material auf wenigstens einem aus dem ersten und zweiten gezahnten Abschnitt beschichtet ist. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 19, 20 oder 21, wobei die erste Komponente eine Schneckenwelle ist und die zweite Komponente ein Kupplungsritzel ist. Automatische Spieleinstelleinrichtung nach Anspruch 19, 20, 21 oder 22, wobei der erste gezahnte Abschnitt an die erste Komponente gesichert ist. Verfahren zum Einstellen des Spiels in den Bremsen eines Fahrzeugbremssystems, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:

Bereitstellen einer automatischen Spieleinstelleinrichtung, die wenigstens eine Komponente mit einem gezahnten Abschnitt aufweist, welche ein keramisches Material beinhaltet;

Montieren der automatischen Spieleinstelleinrichtung an einer Bremswelle;

Anwenden einer Kraft auf die automatische Spieleinstelleinrichtung, um die Bremsen zu ergreifen; und

Freigeben der Kraft auf die automatische Spieleinstelleinrichtung, um die Bremsen außer Eingriff zu bringen; und

Modifizieren der Winkelbeziehung zwischen der automatischen Spieleinstelleinrichtung auf der Bremswelle, um ein Spiel in dem Bremssystem einzustellen bzw. zu berücksichtigen.
Verfahren nach Anspruch 24, wobei der Schritt eines Modifizierens der Winkelbeziehung die Schritte umfaßt:

Ein- bzw. Ergreifen einer gezahnten Kupplung; und

Drehen der gezahnten Kupplung.
Verfahren nach Anspruch 24 oder 25, wobei wenigstens eine Komponente ein konisches Kupplungsritzel ist. Verfahren nach Anspruch 24, 25 oder 26, wobei wenigstens eine Komponente eine Schneckenwelle ist. Verfahren nach Anspruch 24, 25, 26 oder 27, wobei der Schritt eines Bereitstellens einer automatischen Spieleinstelleinrichtung, die wenigstens eine Komponente mit einem gezahnten Abschnitt aufweist, welcher ein keramisches Material beinhaltet, weiterhin den Schritt eines Beschichtens des keramischen Materials auf den gezahnten Abschnitt umfaßt. Verfahren nach Anspruch 24, 25, 26, 27 oder 28, wobei der Schritt eines Bereitstellens einer automatischen Spieleinstelleinrichtung, die wenigstens eine Komponente mit einem gezahnten Abschnitt aufweist, welcher ein keramisches Material beinhaltet, weiterhin den Schritt eines Sicherns des ersten gezahnten Abschnitts auf die erste Komponente bzw. der ersten Komponente umfaßt.






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