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Dokumentenidentifikation DE102006035087A1 01.02.2007
Titel Selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen
Anmelder Tsinghua University, Beijing, CN;
Nuctech Co. Ltd., Beijing, CN
Erfinder Hu, Haifeng, Beijing, CN;
Chen, Zhiqiang, Beijing, CN;
Li, Junli, Beijing, CN;
Tang, Chuanxiang, Beijing, CN;
Cheng, Jianping, Beijing, CN;
Ming, Shenjin, Beijing, CN;
Wang, Bing, Beijing, CN;
Cao, Yanfeng, Beijing, CN
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 28.07.2006
DE-Aktenzeichen 102006035087
Offenlegungstag 01.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2007
IPC-Hauptklasse A61L 2/08(2006.01)A, F, I, 20060728, B, H, DE
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen, umfassend: einen Elektronenstrahlbündelstrahler zur Bestrahlung mit Elektronenstrahlen; einen Schirmkörper zum Schirmschutz vor Strahlung und Bremsstrahlung; eine Tragplatte zum Lagern von einem zu bestrahlenden Gegenstand, wobei die Tragplatte im Innenraum des Schirmkörpers angeordnet ist; eine Öffnung zum Hineinlegen des zu bestrahlenden Gegenstandes in den Schirmkörper bzw. zum Herausnehmen aus dem Schirmkörper und eine Schutztür zum Verschluss der Öffnung. Bei der vorliegenden Erfindung sind die Maße der Desinfektionsvorrichtung verkleinert, ist die Ausgestaltung einfach und sind die Kosten reduziert. Außerdem wird der Schutz vor der Strahlung durch die selbstabschirmende Ausgestaltung erheblich verbessert.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen.

Die Sterilisation mit Elektronenstrahlen wird durch die Ionisationsfähigkeit und das Bremsstrahlungseffekt von Elektronenstrahlen erreicht, wobei entsprechende biologische und physikalische Wirkung an dem zu bestrahlenden Gegenstand erzeugt werden, so dass eine Desinfektion, eine Insektenvertilgung oder die Änderung der physikalischen Eigenschaft des betreffenden Gegenstandes erreicht werden. Die Sterilisation von Postsachen oder von kleinen Gegenstandes mittels von Elektronenbeschleunigern erzeugten Elektronenstrahlen stellt eine wichtige Technik im Gebiet der Sicherheit und des Antiterrorismus dar. In 1 ist eine Desinfektionsvorrichtung für Postsachen und kleine Gegenstände nach dem Stand der Technik gezeigt, wobei Elektronenstrahlen (&bgr;-Strahl) mit einer bestimmten Energie erzeugt werden, und eine Abtastung von den Strahlen unter der Wirkung eines Wechselstromfeldes oder eines Magnetfeldes in Querrichtung (senkrecht zu der Transportrichtung des zu bestrahlenden Gegenstandes) durchgeführt wird. Die Abtastungsgeschwindigkeit von den Elektronenstrahlen und die Transportgeschwindigkeit von dem zu bestrahlenden Gegenstand werden separat gesteuert, so dass eine ausreichende gesamte Absorptionsdosis zur Sterilisation an jeder Stelle des bestrahlenden Gegenstandes gewährleistet ist. Bei dieser Ausgestaltung ist es erforderlich, ein Gebäude mit Abschirmung zu bauen und eine komplizierte Transportvorrichtung zu verwenden. Daher ist es unmöglich, die Vorrichtung zu verkleinern. Außerdem ist es erforderlich, eine Öffnung für die Transportvorrichtung an der Schirmwand anzuordnen, so dass die einstückig gebildete Schirmgestaltung beeinträchtigt ist, und es dadurch schwer ist, eine sichere Abschirmung vor Strahlung zu erreichen, die Vorrichtung kompliziert ist und die Kosten der Vorrichtung anwachsen.

Inhalt der Erfindung

Um die in dem Stand der Technik vorhandenen Mängel zu beheben, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen zur Verfügung zu stellen, wobei ein einen großen Raum beanspruchender Aufbau zur Ausbildung des Schirmes und eine komplizierte Transporteinrichtung nicht mehr nötig sind, wobei die Vorteile wie folgend erreicht sind: die Desinfektionsvorrichtung ist verkleinert, die Ausgestaltung ist einfach und die Kosten sind reduziert. Außerdem wird der Schutz vor der Strahlung durch die selbstabschirmende Ausgestaltung verbessert.

Die Aufgabe ist gelöst durch eine selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen, umfassend:

  • – einen Elektronenstrahlbündelstrahler zur Bestrahlung mit Elektronenstrahlen,
  • – einen Schirmkörper zum Schirmschutz vor Strahlung sowie vor Bremsstrahlung der Elektronenstrahlen,
  • – eine Tragplatte zum Lagern von einem zu bestrahlendem Gegenstand, wobei die Tragplatte im Innenraum des Schirmkörpers angeordnet ist,
  • – eine Öffnung zum Hineinlegen des zu bestrahlenden Gegenstandes in den Schirmkörper bzw. zum Herausnehmen aus dem Schirmkörper und
  • – eine Schutztür zum Verschluss der Öffnung.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist die Tragplatte im Innenraum der selbstabschirmenden Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen drehbar gelagert, so dass der auf der Tragplatte gelegte zu bestrahlende Gegenstand von den Elektronenstrahlen abgetastet werden kann.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung umfasst die selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung zusätzlich eine Stützstange, durch die die Tragplatte gestützt und befestigt wird, wobei die Stützstange durch eine Bodenwand des Schirmkörpers hindurch geführt ist, und die Tragplatte von einem elektrischen Motor, der außerhalb des Schirmkörpers angeordnet ist, unmittelbar oder mittelbar über ein Getriebe zur Drehung angetrieben wird.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung erzeugt der Elektronenstrahlbündelstrahler Elektronenstrahlen, von denen eine Abtastung in Querrichtung und eine Bewegung in Längsrichtung schrittweise durchgeführt wird, so dass der auf der Tragpatte befindliche zu bestrahlende Gegenstand von den Elektronenstrahlen abgetastet wird.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist die selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen zusätzlich mit einem Kühlungssystem zur Abkühlung des Schirmkörpers vorgesehen.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung umfasst das Kühlungssystem:

  • – einen Wärmestrahler, der außerhalb von dem Schirmkörper angeordnet ist,
  • – einen Wärmeaustauscher, der im Schirmkörper angeordnet ist,
  • – eine Leitung, die den Wärmestrahler und den Wärmeaustauscher zur Bildung eines Zirkulationssystems verbindet, und
  • – eine Pumpe, die in dem Zirkulationssystem angeordnet ist.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung umfasst das Abkühlungssystem:

  • – einen Wärmestrahler, der außerhalb von dem Schirmkörper angeordnet ist,
  • – eine Abkühlungsflüssigkeit, die im unteren Bereich des Schirmkörpers aufgenommen ist,
  • – eine Leitung, durch die der Wärmestrahler mit dem unteren Bereich des Schirmkörpers zur Bildung eines Zirkulationssystems verbunden ist, und
  • – eine Pumpe, die in dem Zirkulationssystem angeordnet ist.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung umfasst die selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen zusätzlich eine Stützstange, durch die die Tragplatte gestützt und im Bodenteil des Schirmkörpers befestigt wird.

In der vorliegenden Erfindung ist ein einen großen Raum beanspruchender Aufbau zur Bildung des Schirmes und eine komplizierte Transporteinrichtung nicht mehr nötig, wobei die Vorteile wie folgend erreicht sind: die Maße der Desinfektionsvorrichtung sind verkleinert, die Ausgestaltung ist einfach und die Kosten sind reduziert. Außerdem ist der Schutz vor der Strahlung durch die selbstabschirmende Ausgestaltung verbessert. Die erfindungsgemäße Desinfektionsvorrichtung kann in einem Kraftwagen oder in einem kleinen Transportwagen angebracht werden, so dass eine transportable Borddesinfektionsbestrahlungsvorrichtung gebildet wird, die von verschiedenen Anwendern bei der Durchführung der Sterilisation leicht und einfach bedient werden kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung an Hand von einigen Beispielen in Verbindung mit beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

1 stellt eine Ausgestaltung einer Desinfektionsvorrichtung gemäß dem Stand der Technik schematisch dar;

2 stellt eine Ausgestaltung einer ersten Ausführungsform nach der vorliegenden Erfindung schematisch dar; und

3 stellt eine Ausgestaltung einer zweiten Ausführungsform nach der vorliegenden Erfindung schematisch dar.

Bevorzugte Ausführungsform

In 2 ist eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei die Desinfektionsvorrichtung umfasst: einen Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 bestehend aus einem Elektronstrahlerzeuger, einem Elektronenbeschleunigungsrohr, einem Driftrohr, einem Titan-Fenster usw., einen einstückig gebildeten Schirmkörper 2, ein Abkühlungssystem bestehend aus einer Zirkulationsabkühlungsflüssigkeit 3, einer Leitung 4, einem Wärmestrahler 5, einer Pumpe 6 usw., und eine Steuereinheit 7, die bestimmt ist, den Betrieb der Desinfektionsvorrichtung nach dem vorgesehenen Prozessverlauf zu steuern. Der Elektronenstrahlbündelstrahler 1 ist in der Mitte der Deckenwand des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 angeordnet. An einer Seitenwand des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 ist eine verschließbare Schutztür 8 vorgesehen, durch die der Gegenstand in den Innenraum des Schirmkörpers 2 hineingelegt oder aus dem Innenraum des Schirmkörpers 2 herausgenommen werden kann. Im Innenraum des Schirmkörpers 2 ist eine Tragplatte 9 zum Tragen des Gegenstands angeordnet. Die Tragplatte 9 wird von einer Stützstange 10 gestützt, die mit der Unterseite der Tragplatte 9 verbunden ist. Die Stützstange 10 ist abdichtbar durch die Bodenwand des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 hindurch geführt und mit einem Getriebe 11 gekoppelt.

Das Getriebe 11 wird durch regenschirmförmige Doppelzahnräder gebildet, die von einem elektrischen Motor 12 angetrieben werden. Der untere Bereich des Innenraumes des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 ist mit einer Zirkulationskühlflüssigkeit 3 gefüllt. Die Kühlflüssigkeit 3 wird von einer Pumpe 6 gepumpt und über eine Leitung 4 zu einem Wärmestrahler 6 geführt, so dass eine Kühlung erreicht wird. Es ist dem Fachmann denkbar, die Kraft von dem elektrischen Motor über ein Turbinenrad und eine Turbinenstange als Getriebe zu übertragen, oder die Stützstange unmittelbar von einem Synchronmotor anzutreiben. Bei der Durchführung der Abtastung wird zuerst ein Steuersignal von einer Steuereinheit 7 ausgegeben, um die Schutztür zu verriegeln. Anschließend wird das Getriebe 11 gesteuert, die Tragplatte 9 zur Drehung anzutreiben. Der Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 wird dann gesteuert, um Elektronenstrahlen zu erzeugen und eine Abtastung in Querrichtung durchzuführen. So wird die Sterilisation für den auf die Tragplatte 9 gelegten Gegenstand erreicht. Gleichzeitig wird der Betrieb der Pumpe 6 gesteuert, um die Zirkulation der Abkühlungsflüssigkeit durchzuführen, so dass die Kühlung erreicht wird. Wenn ein Abtastvorgang beendet ist, wird ein Signal von der Steuereinheit 7 ausgegeben, um die Bestrahlung der Elektronenstrahlen von dem Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 zu beenden und gleichzeitig die Betätigung des Getriebes 11 zu stoppen und dadurch die Drehung der Tragplatte zu beenden. Dann wird die Schutztür 8 entriegelt. In der vorliegenden Ausführungsform ist der einstückig gebildete Schirmkörper 2 in Sandwich-Struktur gestaltet, wobei eine Bleischicht von zwei Stahlschichten umgeschlossen ist. Der Schirmkörper 2 weist eine Schirmschutzdicke von 10–15cm Blei auf. An verschiedenen Stellen ist die Schirmschutzdicke unterschiedlich. Wasser kann als die Zirkulationskühlflüssigkeit 3 verwendet werden. Unter kalten Umgebungsbedingungen kann eine Frostschutzflüssigkeit als Kühlflüssigkeit verwendet werden. Der Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 arbeitet mit einer Impulsfrequenz von 250 pps. Die Frequenz der Abtastung von den Elektronenstrahlen in Querrichtung beträgt 5 Hz. Der Abtastbereich ist auf den Bereich des Radius der Tragplatte 9 beschränkt. Die Drehgeschwindigkeit der Tragplatte 9 beträgt 0.5 rpm. Die Dauer jedes Abtastungsvorgangs zur Sterilisation beträgt etwa 2 Minuten. Selbstverständlich kann sich der Abtastbereich über den Bereich des Durchmessers der Tragplatte 9 erstrecken. Außerdem können die Strahlemissionsfrequenz, die Abtastfrequenz und die Drehgeschwindigkeit wunschgemäß eingestellt werden.

Der Betrieb der Vorrichtung umfasst folgende Schritte:

  • 1. Die Vorrichtung wird eingeschaltet. Die Steuereinheit 7 wird bedient, um den Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 vorzuwärmen.
  • 2. Die Schutztür 8 wird geöffnet, und der zu bestrahlende Gegenstand wird auf die Tragplatte 9 im Innenraum des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 gelegt.
  • 3. Die Schutztür 8 wird geschlossen. Die Steuereinheit 7 wird bedient, um die Schutztür 8 zu verriegeln. Durch das Getriebe 11 wird die Stützstange 10 zur Drehung angetrieben, so dass die Tragplatte 9 mitgedreht ist. In diesem Fall beträgt die Drehgeschwindigkeit der Tragplatte 9 0,5 rpm. Die Steuereinheit 7 wird bedient, um die Elektronenstrahlen mit dem Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 zu erzeugen. Die Abtastung von den Elektronenstrahlen wird mit einer Abtastfrequenz von 5Hz unter der Wirkung eines Wechselstromfeldes oder eines Magnetfeldes in Querrichtung (senkrecht zu der Drehrichtung des zu bestrahlenden Gegenstandes) durchgeführt.
  • 4. Nach dem Ende jedes Abtastvorgangs zur Sterilisation wird ein Signal von der Steuereinheit 7 ausgegeben, die Bestrahlung mit Elektronenstrahlen aus dem Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 zu beenden, die Betätigung des Getriebes 11 zu beenden und die Drehung der Tragplatte 9 zu unterbrechen. Anschließend wird die Schutztür 8 entriegelt.
  • 5. Die Schutztür 8 wird geöffnet, um den zu bestrahlenden Gegenstand auszutauschen. Die Schritte 2–4 werden von neuem wiederholt.

In 3 ist eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei die Desinfektionsvorrichtung umfasst: einen Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 bestehend aus einem Elektronstrahlerzeuger, einem Elektronenbeschleunigungsrohr, einem Driftrohr, einem Titan-Fenster usw., einen einstückig gebildeten Schirmkörper 2, ein Kühlungssystem bestehend aus einer Zirkulationsabkühlungsflüssigkeit 3, einer Leitung 4, einem Wärmestrahler 5, einer Pumpe 6 usw., und eine Steuereinheit 7, die bestimmt ist, den Betrieb der Desinfektionsvorrichtung nach dem vorgesehenen Prozessverlauf zu steuern. Der Elektronenstrahlbündelstrahler 1 ist in der Mitte der Deckewand des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 angeordnet. An einer Seitenwand des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 ist eine verschließbare Schutztür 8 vorgesehen, durch die der Gegenstand in den Innenraum des Schirmkörpers 2 hineingelegt oder aus dem Innenraum des Schirmkörpers 2 herausgenommen werden kann. In dem Innenraum des Schirmkörpers 2 ist eine Tragplatte 9 zum Tragen des Gegenstandes angeordnet. Die Tragplatte 9 wird von einer Stützstange 10 gestützt, die mit der Unterseite der Tragplatte 9 verbunden ist. Die Stützstange 10 ist im Bodenteil des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 befestigt. Im unteren Bereich des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 ist eine Zirkulationskühlflüssigkeit 3 eingefüllt. Die Zirkulationskühlflüssigkeit 3 wird von einer Pumpe 6 gepumpt und über eine Leitung 4 zu einem Wärmestrahler 6 geführt, so dass die Abkühlung erreicht ist. Bei der Durchführung der Abtastung wird ein Signal von der Steuereinheit 7 ausgegeben, um zuerst die Schutztür 8 zu verriegeln. Anschließend werden die Elektronenstrahlen von dem Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 erzeugt. Die Abtastung von den Elektronenstrahlen in Querrichtung und die schrittweise Bewegung von den Elektronenstrahlen in Längsrichtung werden unter der Wirkung eines Magnetfeldes durchgeführt. So wird die Sterilisation für den auf der Tragplatte 9 gelegten Gegenstand erreicht. Gleichzeitig wird der Betrieb der Pumpe 6 gesteuert, um die Zirkulation der Abkühlungsflüssigkeit durchzuführen, so dass die Kühlung erreicht wird. Wenn ein Abtastvorgang beendet ist, wird ein Signal von der Steuereinheit 7 ausgegeben, um die Bestrahlung der Elektronenstrahlen mit dem Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 zu beenden und anschließend die Schutztür 8 zu entriegeln. In der vorliegenden Ausführungsform ist der einstückig gebildete Schirmkörper 2 in Sandwich-Struktur gestaltet, wobei eine Bleischicht von zwei Stahlschichten umgeschlossen ist. Der Schirmkörper 2 weist eine Schirmschutzdicke von 10–15cm Blei auf. An verschiedenen Stellen ist die Schirmschutzdicke unterschiedlich. Die Zirkulationskühlflüssigkeit 3 kann als Wasser sein. Unter kalten Umgebungsbedingung kann eine Frostschutzflüssigkeit als Kühlflüssigkeit verwendet werden. Der Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 arbeitet mit einer Impulsfrequenz von 250 pps. Die Frequenz der Abtastung von den Elektronenstrahlen in Querrichtung beträgt 6 Hz. Die Frequenz der schrittweisen Bewegung in Längsrichtung beträgt 12 Hz. Die schrittweise Bewegung beginnt zu dem Zeitpunkt der Umkehr der Abtastung in Querrichtung. Und jede Schrittweite beträgt 1 cm. Die Dauer jedes Abtastvorgangs zur Sterilisation beträgt etwa 3 Sekunden. Außerdem können die Strahlemissionsfrequenz, die Abtastungsfrequenz und die Drehgeschwindigkeit wunschgemäß eingestellt werden.

Der Betrieb der Vorrichtung nach der vorliegenden Ausführungsform umfasst folgende Schritte:

  • 1. Die Vorrichtung wird eingeschaltet. Die Steuereinheit 7 wird bedient, um den Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 vorzuwärmen.
  • 2. Die Schutztür 8 wird geöffnet, und der zu bestrahlende Gegenstand wird auf die Tragplatte 9 im Innenraum des einstückig gebildeten Schirmkörpers 2 gelegt.
  • 3. Die Schutztür 8 wird geschlossen. Die Steuereinheit 7 wird bedient, um die Schutztür 8 zu verriegeln. Der Elektronstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 wird gesteuert, um Elektronstrahlen zu erzeugen. Die Abtastung von den Elektronenstrahlen wird in Querrichtung mit einer Abtastfrequenz von 6Hz und die funktionierende Bewegung wird in Längsrichtung mit einer Frequenz von 12 Hz unter der Wirkung eines Wechselstromfeldes oder eines Magnetfeldes durchgeführt. Die schrittweise Bewegung beginnt zu dem Zeitpunkt der Umkehrung der Abtastung in Querrichtung. Durch die Abtastung in Querrichtung und die schrittweise funktionierende Bewegung in Längsrichtung wird die Abtastung für den zu bestrahlenden Gegenstand erreicht.
  • 4. Nach dem Ende jedes Abtastvorgangs zur Sterilisation wird ein Signal von der Steuereinheit 7 ausgegeben, um die Bestrahlung mit den Elektronenstrahlen aus dem Elektronenstrahlbündelstrahler (Beschleuniger) 1 zu beenden und dann die Schutztür 8 zu entriegeln.
  • 5. Die Schutztür 8 wird geöffnet, um den zu bestrahlenden Gegenstand auszutauschen. Die Schritte 2-4 werden von neuem wiederholt.


Anspruch[de]
Selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen, dadurch gekennzeichnet, dass die selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung umfasst:

– einen Elektronenstrahlbündelstrahler (1),

– einen Schirmkörper (2) zum Schirmschutz vor Bestrahlung und vor Bremsstrahlung,

– eine Tragplatte (9) zum Lagern eines zu bestrahlenden Gegenstands, wobei die Tragplatte (9) im Innenraum des Schirmkörpers (2) angeordnet ist,

– eine Öffnung zum Hineinlegen des zu bestrahlenden Gegenstandes in den Schirmkörper (2) bzw. zum Herausnehmen aus dem Schirmkörper (2) und

– eine Schutztür (8) zum Verschluss der Öffnung.
Selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen nach Anspruch 1, wobei die Tragplatte (9) im Innenraum der selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen drehbar gelagert ist, so dass der auf der Tragplatte (9) gelegte zu bestrahlende Gegenstand von den Elektronenstrahlen abgetastet werden kann. Selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen nach Anspruch 2, wobei die selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung zusätzlich eine Stützstange (10) umfasst, durch die die Tragplatte (3) gestützt und befestigt wird, wobei die Stützstange (10) durch eine Bodenwand des Schirmkörpers (2) hindurch geführt ist, und die Tragplatte (9) von einem elektrischen Motor (12), der außerhalb des Schirmkörpers (2) angeordnet ist, unmittelbar oder mittelbar über ein Getriebe (11) zur Drehung angetrieben wird. Selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen nach Anspruch 2, wobei von dem Elektronenstrahlbündelstrahler (1) Elektronenstrahlen erzeugt werden, mit denen eine Abtastung in Querrichtung und eine Bewegung in Längsrichtung schrittweise durchgeführt wird, so dass der auf der Tragpatte (9) gelegte zu bestrahlende Gegenstand von den Elektronenstrahlen abgetastet wird. Selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen nach Anspruch 1, wobei die selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen zusätzlich mit einem Kühlungssystem zur Kühlung des Schirmkörpers (2) vorgesehen ist. Selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen nach Anspruch 5, wobei das Kühlungssystem umfasst:

– einen Wärmestrahler (5), der außerhalb von dem Schirmkörper (5) angeordnet ist,

– einen Wärmeaustauscher, der im Schirmkörpers (2) angeordnet ist,

– eine Leitung, die den Wärmestrahler (5) und den Wärmeaustauscher zur Bildung eines Zirkulationssystems verbindet, und

– eine Pumpe (6), die in dem Zirkulationssystem angeordnet ist.
Selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen nach Anspruch 5, wobei das Kühlungssystem umfasst:

– einen Wärmestrahler (5), der außerhalb von dem Schirmkörper (2) angeordnet ist,

geordnet ist,

– eine Kühlflüssigkeit (3), die im unteren Bereich des Schirmkörpers (2) aufgenommen wird,

– eine Leitung, durch die der Wärmestrahler (5) mit dem unteren Bereich des Schirmkörpers (2) zur Bildung eines Zirkulationssystems verbunden ist, und

– eine Pumpe (6), die in dem Zirkulationssystem angeordnet ist.
Selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen nach Anspruch 1, wobei die selbstabschirmende Desinfektionsvorrichtung mit Elektronenstrahlen zusätzlich eine Stützstange (10) umfasst, durch die die Tragplatte (3) gestützt und im Bodenteil des Schirmkörpers (2) befestigt wird.






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