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Dokumentenidentifikation DE202006015648U1 01.02.2007
Titel Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion
Anmelder Moser, Helmut, Dipl.-Volksw., 76646 Bruchsal, DE;
Hachtel, Patric, 74523 Schwäbisch Hall, DE
DE-Aktenzeichen 202006015648
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.02.2007
Registration date 28.12.2006
Application date from patent application 12.10.2006
IPC-Hauptklasse F21V 33/00(2006.01)A, F, I, 20061012, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21K 2/00(2006.01)A, L, I, 20061012, B, H, DE   H05B 3/84(2006.01)A, L, I, 20061012, B, H, DE   H05B 33/12(2006.01)A, L, I, 20061012, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Stand der Technik

In einer Reihe von Gebrauchsmuster- und Patentschriften sind Erfindungen sowohl der Heizung auf bzw. in Glasplatten als Widerstandsheizung beschrieben, als auch in mehrfacher Ausführung der Leuchtkondensator auf Basis der Elektrolumineszenz.

Durch die mechanische oder klebtechnische Verbindung ist es theoretisch möglich, eine Verbund- oder Isolierglasscheibe mit dem Heizelement mit einer Verbund- oder Isolierglasscheibe, in die ein Leuchtkondensator integriert ist, zu einer Platte mit der Doppelfunktion des Heizens einerseits und es Leuchtens andererseits zu verbinden. Doch die Vielzahl von Scheiben führt zu einem herstelltechnisch aufwendigen und vor allem schwergewichtigen Produkt, so daß es mehr oder weniger praxisuntauglich ist.

Vorteile der Erfindung

Das erfindungsgemäße Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion beschränkt sich hinsichtlich der Funktionen auf eine Glasplatte. Eine zweite, die Beschichtungen der Heiz- und Leuchglasplatte abdeckende Glasplatte dient dem mechanischen und elektrischen Schutz.

Für die Heizung sind an zwei gegenüberliegenden Seiten der elektrisch leitend ausgebildeten Glasplatte, vorteilhafterweise an den Schmalseiten der Glasplatte, Einspeisbahnen für die Kontaktierung beschichtungstechnisch anzubringen. Einer dieser Kontakte wird auch für die Einspeisung des Leuchtkondensators genutzt, da die elektrische Leitschicht der Glasplatte auch als Elektrode des Leuchtkondensators dient.

Dieser entsteht beschichtungstechnisch in beliebiger Konfiguration in der Reihenfolge: Leuchtpigmentschicht, Isolationschicht, Leitschicht (als zweite Elektrode). Die Kontaktierung letzterer sowie der Leitschicht der Glasplatte und Bestromung mit Wechselstrom über einen Inverter erzeugt eine Lichtquelle, die sowohl über eine veränderliche Frequenz als auch Spannung dimmbar ist.

Gleichzeitig kann die Heizung mit Gleich- oder Wechselstrom betrieben werden, indem Strom mit einer Spannung in Abstimmung auf die Heizflächengröße über die schon erwähnten gegenüberliegenden Kontakstellen an der elektrisch leitenden, transparenten Beschichtung der Glasscheibe eingespeist wird.

Durch die Beschränkung auf zwei Glasplatten, wovon eine nur dem elektrischen und mechanischen Schutz dient und insofern aus einfachem Floatglas bestehen kann, und nur drei Kabeln, die der Stromzuführung dienen, ist die Konstruktion denkbar einfach, kostengünstig in der Herstellung, mit einem hohen Wirkungsgrad verbunden und optisch ansprechend.

Durch die einfache Regelbarkeit sowohl der Heizwärme als auch der Leuchtdichte ist die Anpassung an jeden gewünschten Bedarf möglich. Durch den Einbau eines Temperatursensors sowie eines solchen für das Licht kann der Komfort noch gesteigert werden.

Beliebige Konfiguration und farbliche Gestaltung der Leuchtfläche oder auch mehrerer, die gegebenenfalls getrennt angesteuert werden können, erlauben, jeglichen Designwünschen Rechnung zu tragen.

Beschreibung der Figur

Die Zeichnung und deren Beschreibung beschränkt sich auf die Glasplatte des Mehrfachglaselementes, die die Beschichtungen erfährt, um die Heiz- und Leuchtfunktion nach Anlegen von Strom zu erfüllen.

Über die gegenüberliegenden Einspeisbahnen (1 und 2) der elektrisch leitend ausgestatteten Glasplatte (3) wird der erforderliche Strom mittels Kabel (4) über einen Temperaturregler (5) zugeführt und so das Glaselement bedarfsgerecht erwärmt.

Ein beliebig konturierter beschichtungstechnisch aufgebrachter Leuchtkondensator (6) auf der elektrisch leitenden Glasplatte (3) hat seine elektrische Anbindung (8 und 9) einerseits über eine der Einspeisbahnen (1 oder 2) des Heizelementes, andererseits über die rückwärtige Flächenelektrode (10) des Leuchtkondensators. Über einen über das Netz oder eine Batterie bzw. einen Akku betriebenen Inverter (7) werden die notwendigen Bedingungen bezüglich Spannung und Frequenz geschaffen, um den Kondensator zum Leuchten zu bringen.


Anspruch[de]
Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion dadurch gekennzeichnet, daß dieses nicht nur als trennendes lichtdurchlässiges Element eingesetzt werden kann, sondern auch als Heizkörper und Leuchtelement zu dienen vermag, indem eine Glasscheibe des Mehrfachglaselementes mit einer elektrisch leitenden, transparenten Schicht ausgestattet ist, die sich erwärmt, wenn sie an zwei gegenüberliegenden Seiten mit Strom mit geregelter Spannung beaufschlagt wird, und in jenem Bereich leuchtet, der mit einem mehrschichtigen Elektrolumineszenzleuchtkondensator ausgestattet ist, der mit einem auf die Leuchtfläche abgestimmten Inverter seine Aktivierung erfährt, wobei die Leitschicht der Heizscheibe gleichzeitig als Elektrode für den Leuchtkondensator dient, so daß das Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion zur elektrischen Versorgung bzw. Ansteuerung nur drei Zuleitungen erfordert. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß dieses als Verbundglaselement ausgebildet ist und mittels einer speziellen Folie die Verbindung erfolgt, die unter Hitze und vorteilhafterweise einem Vakuum eine die Transparenz der Scheiben nicht beeinträchtigende Verklebung bewirkt und bei Bruch des Glaselementes einen Splitterschutz bietet. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Verbund der Glasplatten mittels eines 2 K-Gießharzes erfolgt. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Verbund der Glasplatten mittels eines hochtransparenten Übertragungsklebers erfolgt. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß dieses als Isolierglaselement ausgebildet ist, wobei die beschichtungstechnisch bearbeitete, elektrisch leitend ausgebildete Glasplatte für die Heizung und das Leuchtfeld mit der gegenüberliegenden Glasplatte mit einem Rahmen luftdicht verschlossen verklebt wird und eine überwiegend einseitige Wärmeabstrahlung dadurch erreicht wird, daß die der Glasplatte mit den Funktionen gegenüberliegende Glasplatte mit einer Wärme reflektierenden Beschichtung ausgestattet ist. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß dieses nicht nur ein, sondern mehrere Leuchtfelder aufweist, die beliebig konfiguriert sein und getrennnt angesteuert werden können. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach 1 und 6 dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtfelder unterschiedlich farbig gestaltet sein können, was durch Verwendung unterschiedlicher Leuchtpigmente und/oder durch Farbfilter bewirkt werden kann. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Schichten des Leuchtkondensators mit transparenten Beschichtungsmaterialien ausgeführt werden, so daß der Leuchtkondensator nach beiden Seiten sein Licht abzustrahlen vermag. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 daß das Elektrolumineszenzleuchtfeld als Anzeigefeld ausgebildet ist und über eine entsprechende Ansteuerung eine Leuchtinformation abgibt. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 und 9 dadurch gekennzeichnet, daß das Elektrolumineszenzanzeigefeld eine über einen Temperatursensor gesteuerte Temperaturanzeige für die Heizscheibe ist. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichent, daß das Heiz- und Leuchtglaselement sowohl als Verbund- als auch als Isolierglas als Boden und/oder Rückwand eines Aquariums oder ähnlicher Einrichtungen dient und eine gesteuerte Wärme für die erforderliche Wassertemperatur und gleichzeitig ein ideales blendfreies Licht liefert. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Heiz- und Leuchtglaselement sowohl als Verbund- als auch Isolierglas in den Boden- und/oder in die Wand einer Sauna integriert wird und so den Heizvorgang unterstützt und gleichzeitig ein angenehmes, dimmbares und blendfreies Licht verbreitet. Mehrfachglaselement mit Mehrfachfunktion nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Heiz- und Leuchtglaselement als Trocknungseinrichtung für beschichtete Folien und Platten dienen kann und bei transparenten Trägermaterialien und Beschichtungen die Qualität der Beschichtung über das Leuchtfeld der Verbundglasplatte ermöglicht zu überprüfen.






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