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Rollenrotationshochdruckmaschine - Dokument EP1733877
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP1733877 01.02.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001733877
Titel Rollenrotationshochdruckmaschine
Anmelder Koenig & Bauer Aktiengesellschaft, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Hauer, Horst-Walter, 97082, Würzburg, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 16.02.2006
EP-Aktenzeichen 061100509
EP-Offenlegungsdatum 20.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2007
IPC-Hauptklasse B41F 13/44(2006.01)A, F, I, 20061121, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Rollenrotationshochdruckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE 198 01 429 A1 ist eine Rollenrotationshochdruckmaschine mit mehreren Druckwerken bekannt, bei der jedes Druckwerk einen Gegendruckzylinder, einen eine oder mehrere Hochdruckformen (Flexodruckplatten) tragenden Formzylinder und ein Einfärbesystem umfasst, das im Wesentlichen eine als Rasterwalze ausgebildete Farbübertragungswalze und ein dieser zugeordnetes Kammerrakel umfasst.

Zur Herstellung verschiedener zeitungsähnlicher Produkte in einer Druckerei wird oft zumindest ein weiteres, zusätzliches Format benötigt, welches sich vom Hauptformat unterscheidet. In solchen Fällen sind Formatvariationen, die sich aus unterschiedlichen Breiten der Bedruckstoff- bzw. Papierbahn ergeben, vergleichsweise einfach zu realisieren. Demgegenüber sind zusätzliche Formate, die eine Umfangsänderung des Plattenzylinders bedingen, äu&bgr;erst problematisch. Gängige Konzepte, die aus der Technologie des Offsetdrucks bekannt sind, sind im Falle des Flexodrucks nicht anwendbar.

Die AT 50 732 T2 und die US 4 628 816 zeigen jeweils Rollenrotationsdruckmaschinen, mit nacheinander angeordneten Druckwerken, die verschieden große Formzylinder aufweisen. Allerdings ist nicht vorgesehen, die Formzylinder wahlweise in Druckstellung zu bringen, um verschieden zeitungsähnliche Produkte herstellen zu können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rollenrotationshochdruckmaschine zu schaffen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass nunmehr aufgrund der unterschiedlichen Zylinderdurchmesser mit variabler Abschnittslänge gedruckt werden kann, wodurch die Variabilität in Hinblick auf die herzustellenden Druckerzeugnisse erhöht werden kann.

In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist die Abschnittslänge des dem mindestens einen Druckwerk nachgeordneten Falzapparats veränderbar, wodurch durch Verstellen des Falzapparats die Falz-Abschnittslänge an die Druck-Abschnittslänge angepasst werden kann, wodurch eine hocheffiziente Herstellung von Druckerzeugnissen ermöglicht wird.

Die Erfindung bietet dem Anwender eine auch wirtschaftlich attraktive Möglichkeit, ein zweites Format ohne den beim gleichen Format ansonsten unvermeidbaren Verschnitt zu drucken. Allein schon der Wegfall der ansonsten entstehenden zusätzlichen Kosten des Verschnitts (Papier und Schneidausrüstung) kann eine günstigere Amortisation der erfindungsgemäßen Lösung zur Folge haben. Gegebenenfalls kann eine zweite Druckmaschine für das zweite Format vollständig entfallen und darüber hinaus kann die, für zwei Formate geeignete Druckmaschine besonders hoch ausgelastet werden, wodurch die Wirtschaftlichkeit der erfindungsgemäßen Lösung optimiert wird.

Gegebenenfalls kann die Druckmaschine für das zweite Format zunächst nur vorbereitet werden und die notwendigen Komponenten bzw. das entsprechende Modul zur Realisierung des zweiten Formats erst bei Bedarf geliefert werden, z. B. dann, wenn die Druckerei ihrerseits einen entsprechenden Auftrag erhalten hat. Die Lieferzeit bzw. die Inbetriebnahme solcher Komponenten bzw. Module ist in der Regel deutlich kürzer als diejenige einer kompletten Maschine. Eine solche Option auf ein zweites Format kann für den Anwender einen entscheidenden Zeitvorteil gegenüber seiner Konkurrenz schaffen. Auch stellt die Option auf ein zweites Format für den Anwender eine Risiko-Minimierung für den Fall dar, dass der Auftrag für das zweite Format nicht zustande kommen sollte. Der Zusatzaufwand für den variablen Falzapparat bei der Erstinvestition wird durch die hohe Flexibilität der Druckmaschine bei weitem wettgemacht.

Im Bereich des Druckwerks kann der Formatwechsel während des Laufes des jeweils anderen Formats komplett vorbereitet werden, d. h. alle neuen Druckplatten des einen Zylinders können bereits gefertigt und aufgelegt werden, während mit den Druckplatten des anderen Zylinders noch gedruckt wird; es ist also ein fliegender Plattenwechsel möglich. Werden gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung zusätzlich Rollenwechsler mit geteilten Armen eingesetzt, so können vorteilhafterweise auch noch Papierbahnen mit der nächsten Papierbahnbreite an der laufenden Druckmaschine vorbereitet werden. So vorgerüstet kann der Formatwechsel für das Druckwerk raschest quasi per Knopfdruck erfolgen.

Nachdem sich der Arbeitsaufwand für den Formatwechsel auf die Umstellarbeiten im Oberbau der Druckmaschine, z. B. der Flexo-Druckmaschine in Turmbauweise, im Trichtereinlauf und in der Falzeinrichtung konzentriert, kann der für den Formatwechsel erforderliche personelle Aufwand minimiert werden.

Aufgrund der kurzen, für einen Formatwechsel erforderlichen Wechselzeiten kann ein hohes Maß an Aktualität erreicht werden. So kann beispielsweise auch eine zweite Zeitung in einem anderen Format gedruckt werden oder ein laufender, zeitunkritischer Langlaufauftrag nur kurz zum Druck des aktuellen Zweitproduktes unterbrochen werden, da ein schnelles Zurückwechseln zum ursprünglich gedruckten Produkt möglich ist.

In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest einer der beiden Lagerzapfen vom Zylinderkörper des Zylinders lösbar ausgebildet ist, so dass der Zylinderkörper gegen einen Zylinderkörper unterschiedlichen Durchmessers ausgetauscht werden kann. Hierdurch ist es für den Anwender möglich, das Format durch den Kauf von zusätzlichen Zylinderkörpern unterschiedlichen Durchmessers rasch zu ändern. Hierdurch ergibt sich eine wirtschaftliche Flexibilität zur Anpassung zukünftiger Formate von existierenden Produkten oder von neu akquirierten Produkten für den Lohndruck der Anwender.

Mit einer vorgesehenen Schnellwechselvorrichtung für die Zylinderkörper ist dann ein täglicher Wechsel selbst von mehr als zwei Umfangsformaten möglich.

Darüber hinaus ergibt sich für den Maschinenhersteller die verbesserte Möglichkeit der Serienkonstruktion und Serienfertigung, nachdem lediglich die Zylinderkörper der Umfangsvariabilität unterliegen und die übrigen Komponenten standardisiert werden können.

Die bevorzugte Weiterbildung der austauschbaren Zylinderkörper stellt daher ein interessantes Konzept insbesondere auch für Verleger dar, die Zusatznutzen und hohe Rentabilität suchen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1
eine Seitenansicht eines Druckturms einer Rollenrotationshochdruckmaschine;
Fig. 2
eine schematische Darstellung eines Druckwerks einer ersten Ausführungsform der Rollenrotationshochdruckmaschine gemäß Fig. 1;
Fig. 3
eine schematische Darstellung eines Druckwerks einer zweiten Ausführungsform der Rollenrotationshochdruckmaschine gemäß Fig. 1;
Fig. 4
eine schematische Darstellung eines Zylinders einschließlich dessen Lagerung der zweiten Ausführungsform gemäß Fig. 3, senkrecht zur Darstellungsebene gemäß Fig. 3, in einem ersten Betriebszustand;
Fig. 5
eine schematische Darstellung des Zylinders einschließlich dessen Lagerung der zweiten Ausführungsform gemäß Fig. 3, senkrecht zur Darstellungsebene gemäß Fig. 3, in einem zweiten Betriebszustand;
Fig. 6
einen Falzapparat zur Verwendung in einer Druckmaschine in seitlicher Ansicht;
Fig. 7
eine zweite Ausführungsform eines Falzapparates zur Verwendung in einer Druckmaschine in seitlicher Ansicht;
Fig. 8
ein schematische Darstellung eines Schneidzylinderpaars eines Falzapparats im Querschnitt;
Fig. 9
eine zweite Ausführungsform eines Schneidzylinderpaars für einen Falzapparat im Querschnitt.

Es wird zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen. Eine im Übrigen nicht dargestellte Rollenrotationshochdruckmaschine bzw. Rollenrotationshochdruckanlage umfasst einen Druckturm 01, der in an sich bekannter Weise von einer Bedruckstoffbahn 02, insbesondere einer Papierbahn 02 zum beidseitigen Bedrucken der Bedruckstoffbahn 02 im Vierfarbendruck durchlaufen wird. Die Rollenrotationshochdruckmaschine umfasst im Falle des Ausführungsbeispiels acht Druckwerke 03. Jeweils vier Druckwerke 03 sind übereinander angeordnet und jeweils zwei Druckwerke 03 liegen sich paarweise gegenüber. Die jeweils gegenüberliegenden Druckwerke 03 sind achsensymmetrisch angeordnet.

Jedes Druckwerk 03 besteht im Wesentlichen aus einem Zylinder 04, z. B. Gegendruckzylinder 04, einem Zylinder 06, z. B. Formzylinder 06 bzw. Plattenzylinder 06 und einem Einfärbesystem 07 für den Formzylinder 06, welches beim vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Farbübertragungswalze 07, nämlich eine Rasterwalze 07, insbesondere eine Aniloxwalze 07 und eine der Aniloxwalze 07 zugeordnete Kammerrakel 08 umfasst. Zwischen Aniloxwalze 07 und Kammerrakel 08 können auch eine oder mehrere Auftragswalzen angeordnet sein. Das Einfärbesystem kann aber auch beispielsweise als Pumpfarbwerk oder als konventionelles Farbwerk mit einstellbaren Farbmessern ausgeführt sein.

Der Form- bzw. Plattenzylinder 06 trägt eine oder mehrere Hochdruckformen, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Flexodruckplatten ausgeführt sein können und aus flexiblem Kunststoff mit einer formstabilen Trägerplatte (insbesondere aus Metall) bestehen, d. h. das Druckwerk 03 ist als Flexo-Druckwerk 03 ausgebildet.

Des weiteren umfasst jedes Druckwerk 03 einen weiteren Zylinder 09, dessen Außendurchmesser unterschiedlich ist zum Außendurchmesser des Formzylinders 06 und der anstelle des Formzylinders 06 in Druckstellung bringbar ist. Dieser weitere Zylinder 09 ist ebenfalls als Plattenzylinder 09 ausgebildet und kann ebenfalls eine oder mehrere Hochdruckformen tragen, die vorzugsweise als Flexodruckplatten ausgebildet sein können. Durch wahlweises Druck-An-Stellen des Formzylinders 06 oder des weiteren Zylinders 09, insbesondere Formzylinder 09 können wahlweise Produkte mit unterschiedlichen Umfangsformaten gedruckt werden.

Jeder Zylinder 04; 06 und/oder die Rasterwalze 07 und/oder mindestens eine Farbübertragungswalze zwischen Rasterwalze 07 und Formzylinder 06 fakultativ angeordnete Farbübertragungswalze können vorzugsweise von einen eigenen, winkellagegeregelten Elektromotor angetrieben sein, d. h. der jeweilige Elektromotor treibt ausschließlich den zugeordneten Zylinder oder die Walze an.

Es wird nun auf die erste Ausführungsform gemäß Fig. 2 Bezug genommen, die schematisch eines der Druckwerke 03 des Druckturms 01 gemäß Fig. 1 zeigt. Der weitere Zylinder 09 ist nach Art eines Imprinterzylinders 09 ausgebildet und weist eine axiale Länge auf, die z. B. kleiner oder gleich ist als die axiale Länge des Gegendruckzylinders 04, des Formzylinders 06 und der Aniloxwalze 07. Der Umfang des weiteren Zylinders 09 ist unterschiedlich zum Umfang des Formzylinders 06, also größer oder kleiner als dieser. Bei der gewählten Darstellung befindet sich der Formzylinder 06 bzw. Plattenzylinder 06 in Kontakt mit der Aniloxwalze 07 und dem Gegendruckzylinder 04.

Der Plattenzylinder 06 ist hinsichtlich seiner Breite bzw. axialen Länge im größten benötigten Format ausgelegt. Der in Flexo-Drucksystemen leicht einsetzbare weitere Zylinder 09 bzw. Imprinterzylinder 09 wird als Zweitformatzylinder 09 eingesetzt und für das kleinere, d. h. schmälere Format ausgelegt. Der Umfang und die Lagerungsgeometrie werden entsprechend dem gewünschten Format gewählt. Je nach Format kann der Umfang des Zweitformatzylinders 09 größer oder kleiner sein als der des Plattenzylinders 06. Der Durchmesser des kanallosen Gegendruckzylinders 04 wird nach dem Format mit der längsten Laufzeit bzw. der größten Auflagehöhe ausgelegt.

Wird nun der Formatwechsel durchgeführt, so muss zunächst der den Druckwerken 03 nachgeordnete, weiter unten näher erläuterte Falzapparat 23 auf das neue Format eingestellt werden, d. h. die Abschnittslänge der Druckwerke 03 im neuen Format muss auf die Abschnittslänge im Falzapparat 23 eingestellt werden. Im Druckwerk 03 selbst ist lediglich eine Anpassung der Drehzahl der direkt angetriebenen Aniloxwalze 07 und des Gegendruckzylinders 04 an die neue Umfangsgeschwindigkeit des Zweitformatzylinders 09 erforderlich. Falls in alternativer Weise die Umfangsgeschwindigkeit der Aniloxwalze 07 und des Gegendruckzylinders 04 relativ zum Falz beibehalten werden soll, ist es ausreichend, nur die Drehzahl des Zweitformatzylinders 09 an den neuen Zylinderumfang anzupassen.

Nach Durchführung der beschriebenen Einstell- und Umstellarbeiten kann der Zweitformatzylinder 09 anstelle des Form- bzw. Plattenzylinders 06 in Druckstellung gebracht werden und das neue Format gedruckt werden.

Es ist darauf hinzuweisen, dass beide Plattenzylinder 06; 09, d. h. der Plattenzylinder 06 und der Zweitformatzylinder 09, jeweils mit einer unterschiedlichen Anzahl von Nutzen belegt werden können. Dies kann, bis zu gewissen Grenzdimensionen, durch den Einsatz einer Vollumfangsplatte oder aber durch die Anordnung mehrerer mit Verschlüssen versehener Platten am Umfang des jeweiligen Zylinders 06; 09 erreicht werden. Die Anordnung der Verschlüsse erfolgt hierbei vorzugsweise in einer am Umfang versetzten Weise, um eine durchgehende Schwingungsanregung zu vermeiden.

Es wird nun auf die zweite Ausführungsform gemäß Fig. 3 bis 5 Bezug genommen. Die zweite Ausführungsform beinhaltet das Konzept eines echten Wechselzylinders, welches entweder für den Plattenzylinder 06 oder für den Zweitformatzylinder 09 einsetzbar ist. Im Falle des beschriebenen Ausführungsbeispiels ist dieses Konzept für den Zweitformatzylinder 09 realisiert, es kann jedoch ebenso für den Plattenzylinder 06 realisiert werden.

Im Falle der zweiten Ausführungsform kann die axiale Länge des Zweitformatzylinders 09 gleich sein der axialen Längen des Gegendruckzylinders 04, des Formzylinders 06 und der Aniloxwalze 07. Der Zweitformatzylinder 09 umfasst hier einen Zylinderkörper 11 und zwei Lagerzapfen 12; 13, die am Zylinderkörper 11 über Flansche 14 o. dgl. lösbar befestigt sind. Die Lagerzapfen 12; 13 sind über Lagerungen 16; 17 an einer Verstelleinheit 18 gelagert, die ihrerseits am Gestell 19 verstellbar befestigt ist.

Zumindest einer der Lagerzapfen 12; 13, vorzugsweise der auf der Bedienseite der Druckmaschine angeordnete, also dem Antrieb 20 des Zweitformatzylinders 09 abgewandte Lagerzapfen 12 ist axial verschiebbar ausgeführt, so dass er zum Trennen, Abnehmen und Entfernen des Zylinderkörpers 11 in die in Fig. 4 angedeutete Richtung verschoben werden kann und nach Einsetzen eines neuen Zylinderkörpers 11' für ein unterschiedliches Format, der einen größeren oder einen kleineren Umfang, aber die gleiche Breite aufweist wie der ursprüngliche Zylinderkörper 11, wieder in seine Ausgangslage zurück verschoben (vgl. Fig. 5.) und hier am Zylinderkörper 11' arretiert bzw. fixiert werden kann.

Wie aus Fig. 3 deutlich wird, ermöglicht die Verstelleinheit 18, die im Falle des Ausführungsbeispiels als Linearverschiebeeinheit 18 ausgebildet ist (für begrenzte Formatvariabilität auch Dreiring/Vierringlager), eine lineare Verstellung des Zweitformatzylinders 09 in einer Ebene 21, die senkrecht zur Ebene 22 verläuft, die durch die Rotationsachsen des Gegendruckzylinders 04 und der Aniloxwalze 07 definiert ist. Die Lagerungen 16; 17 werden von der Verstelleinheit 18 aufgenommen und sind mit dieser in der genannten Ebene 21 verschiebbar.

Nach Montage des Zylinderkörpers 11' mit geändertem Umfang wird durch entsprechende Verstellung der Verstelleinheit 18 der richtige Abstand zum Gegendruckzylinder 04 und zur Aniloxwalze 07 eingestellt. Die Feinverstellung zum Gegendruckzylinder 04 und zur Aniloxwalze 07 sowie die Druck-An- bzw. die Druck-AbStellung erfolgt in an sich bekannter Weise nach dem Stand der Technik durch die Vierringlager der Lagerungen 16; 17.

Die Anpassung an die unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten erfolgt wie im Falle der ersten Ausführungsform über das dort erläutete Voreinstellsystem.

Es wird im Folgenden auf die Figuren 6 bis 8 Bezug genommen, die sich auf einen variablen Falzapparat 23 beziehen, d. h. einen Falzapparat 23 mit variabler Abschnittslänge, wie er den Druckwerken 03 bzw. dem Druckturm 01 unmittelbar oder mittelbar nachgeschaltet sein kann.

In Fig. 6 ist eine Ausführungsform eines variablen Falzapparats 23 mit System 7:7 dargestellt. Die Bauart eines solchen Falzapparats kann beispielsweise auch aus der EP 02 57 390 B1 entnommen werden. Der Falzapparat 23 weist am Einlauf der Bedruckstoffbahn 02 ein Zugwalzenpaar 24 auf, mit dem die Bedruckstoffbahn 02 elektrostatisch aufgeladen wird. In einem nachgeordneten Schneidwalzenpaar 26 wird die Bedruckstoffbahn 02 entsprechend der vorgegebenen Abschnittslänge in einzelne Bogen zerschnitten. Dem Schneidwalzenpaar 26 sind Beschleunigungsbänder 27 nachgeordnet, in denen die einzelnen Bogen beschleunigt werden können. Anschließend gelangen die Bogen zu einem Zylinder 28, insbesondere Sammelzylinder 28 und/oder Falzmesserzylinder 28, und werden von dort zu einem abfederbaren Falzklappenzylinder 29 weitergegeben. Der Zylinder 28 weist dabei zwei mehrarmige gegeneinander verstellbare Armaturenträger auf. Durch Verstellen der beiden Armaturenträger gegeneinander kann die Abschnittslänge beim Falzen der geschnittenen Bogen verändert werden.

Zum Antrieb der verschiedenen Funktionselemente des Falzapparats 23 sind Elektromotoren 31, insbesondere Servomotoren 31 vorgesehen, die unabhängig von anderen Antriebseinrichtungen ansteuerbar sind. Zylinderteil und Auslage des Falzapparats 23 sind unabhängig voneinander antreibbar. Der Zylinder 28 weist vorzugsweise auf Armaturenträgern angeordnete Falzmessersysteme und Haltesysteme, z. B. Greifersysteme oder Punkturnadelsysteme auf.

Ein Abstand zwischen Haltesystem und Falzmesser des Falzmesserzylinders 28 in Abhängigkeit des Durchmessers eines Formzylinders 06 bzw. eines Zweitformatzylinders 09 ist ferngesteuert über eine Steuereinrichtung einstellbar.

Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Falzapparats 23, der in Druckmaschinen eingesetzt werden kann. Der Falzapparat 23 ist im System 5:5 mit doppeltem dritten Falz und zwei Querfalzauslagen aufgebaut. Auch an diesem Falzapparat 23 ist am Einlauf ein Schneidwalzenpaar 26 vorgesehen. Der Falzapparat-Einlauf des Falzapparats 23 ist so ausgelegt, dass die Formatanpassung in Abhängigkeit von der Abschnittslänge im Hochdruck durch das im festen Drehzahlverhältnis zu den Formzylindern 06; 09 drehende Schneidzylinderpaar 26 erfolgt. Das Schneidzylinderpaar 26 lässt je nach Umfangsformat bei einer bestimmten Drehzahl mehr oder weniger Stranglänge die Querschneidgruppe passieren, bevor der Schnitt erfolgt.

Fig. 8 und 9 zeigen jeweils ein Schneidzylinderpaar 26 mit Beginn der Bändersektion 27, z. B. Beschleunigungsbänder 27 für die Beschleunigung des Bogens auf die Falzzylindergeschwindigkeit. Das Schneidzylinderpaar 26 kann dabei getaktet im Takt der Formzylinder 06 bzw. der Zweitformatzylinder 09 angetrieben werden. Alternativ bzw. zusätzlich kann das Schneidzylinderpaar 26 mit vorgegebenem Drehzahlverhältnis zur Drehzahl der Formzylinder 06 bzw. der Zweitformatzylinder 09 angetrieben werden. Im Ergebnis wird dadurch jeweils erreicht, dass das Schneidzylinderpaar 26 unabhängig von der Bahngeschwindigkeit der Bedruckstoffbahn 02 mit vorgegebener Geschwindigkeit angetrieben wird, um dadurch die Abschnittslänge des Falzapparats 23 zu variieren.

Die Rollenrotationshochdruckmaschine kann in Modulbauweise ausgeführt sein, und der weitere Zylinder 09 kann als Modul vorliegen.

Es können z. B. mindestens vier Druckwerke 03 mit jeweils zwei Formzylindern 06; 09 unterschiedlicher Durchmesser übereinander angeordnet sein.

Achsensymmetrisch zu den ersten vier Druckwerken 03 sind z. B. mindestens vier weitere Druckwerke 03 angeordnet, wobei eine durchlaufende Bedruckstoffbahn 02 in mehreren Druckstufen, insbesondere mehrfarbig und ggf. beidseitig, bedruckbar ist.

Bezugszeichenliste

01
Druckturm
02
Bedruckstoffbahn, Papierbahn
03
Druckwerk, Flexo-Druckwerk
04
Zylinder, Gegendruckzylinder
05
-
06
Zylinder, Formzylinder, Plattenzylinder
07
Einfärbesystem, Farbübertragungswalze, Rasterwalze, Aniloxwalze
08
Kammerrakel
09
Zylinder, Formzylinder, Plattenzylinder, Imprinterzylinder, Zweitformatzylinder
10
-
11
Zylinderkörper
11'
Zylinderkörper
12
Lagerzapfen
13
Lagerzapfen
14
Flansch
15
-
16
Lagerung
17
Lagerung
18
Verstelleinheit, Linearverschiebeeinheit
19
Gestell
20
Antrieb
21
Ebene
22
Ebene
23
Falzapparat
24
Zugwalzenpaar
25
-
26
Schneidwalzenpaar
27
Bändersektion, Beschleunigungsband
28
Zylinder, Sammelzylinder, Falzmesserzylinder
29
Falzklappenzylinder
30
-
31
Elektromotor, Servomotor


Anspruch[de]
Rollenrotationshochdruckmaschine mit mindestens einem Druckwerk (03) mit einem Gegendruckzylinder (04), einem zumindest eine Hochdruckform tragenden Formzylinder (06), einem weiteren, zumindest eine Hochdruckform tragenden Zylinder (09) und einem Einfärbesystem (07) für den Formzylinder (06) bzw. den weiteren Zylinder (09), wobei wahlweise der Formzylinder (06) oder der weitere Zylinder (09) in Druckstellung bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Zylinder (09) einen vom Formzylinder (06) unterschiedlichen Durchmesser aufweist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem zumindest einem Druckwerk (03) zumindest ein Falzapparat (23) mittelbar oder unmittelbar nachgeordnet ist, dessen Abschnittslänge veränderbar ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Zylinder (09) einen gegenüber dem Formzylinder (06) kleineren Durchmesser aufweist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Zylinder (09) einen gegenüber dem Formzylinder (06) größeren Durchmesser aufweist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckwerk (03) ein Flexo-Druckwerk (03) ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einfärbesystem (07) eine Farbübertragungswalze (07) umfasst. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Einfärbesystem (07) eine Aniloxwalze (07) umfasst. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegendruckzylinder (04) kanallos ausgebildet ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rollenwechsler mit geteilten Armen vorgesehen ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Farbübertragungswalze (07) und/oder die Drehzahl des Gegendruckzylinders (04) wahlweise an die Umfangsgeschwindigkeit des Formzylinders (06) oder des weiteren Zylinders (09) anpassbar ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des weiteren Zylinders (09) an die Umfangsgeschwindigkeit der Farbübertragungswalze (07) und/oder des Gegendruckzylinders (04) anpassbar ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Zylinder (09) ein Imprinterzylinder (09) ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Formzylinder (06) und/oder der weitere Zylinder (09) jeweils einen Zylinderkörper (11; 11') aufweisen, der über zwei am Zylinderkörper (11; 11') ausgebildete Lagerzapfen (12; 13) drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der beiden Lagerzapfen (12; 13) vom Zylinderkörper (11; 11') lösbar ausgebildet ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der beiden Lagerzapfen (12; 13) relativ zu einem Gestell (19) axial verschieblich ausgebildet ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der auf der Bedienseite der Druckmaschine befindliche Lagerzapfen (12) axial verschiebbar ausgebildet ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (06; 09) in einer Verstelleinheit (18) getragen ist, die gegenüber einem Gestell (19) verstellbar ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheit (18) eine Linearverschiebeeinheit (18) ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheit (18) ein Dreiringlager bzw. Vierringlager umfasst. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheit (18) in einer Ebene (21) verstellbar ist, die senkrecht zu der von den Rotationsachsen des Gegendruckzylinders (04) und der Farbübertragungswalze (07) definierten Ebene (22) verläuft. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge des weiteren Zylinders (09) gleich ist der axialen Länge des Formzylinders (06). Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schnellwechselvorrichtung für den Zylinderkörper (11; 11') vorgesehen ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenrotationshochdruckmaschine in Modulbauweise ausgeführt ist und der weitere Zylinder (09) als Modul vorliegt. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass im Falzapparat (23) zumindest ein Schneidzylinderpaar (26) vorgesehen ist, das einen Spalt bildet, durch den die in der Rollenrotationshochdruckmaschine zu bedruckende Bedruckstoffbahn (02) hindurchführbar ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidzylinderpaar (26) unabhängig von der Bahngeschwindigkeit der Bedruckstoffbahn (02) mit vorgegebener Geschwindigkeit antreibbar ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidzylinderpaar (26) getaktet im Takt zumindest eines Formzylinders (06) bzw. eines weiteren Zylinders (09) des zumindest einen Druckwerks (03) antreibbar ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidzylinderpaar (26) mit vorgegebenem Drehzahlverhältnis zur Drehzahl eines Formzylinders (06) bzw. eines weiteren Zylinders (09) des zumindest einen Druckwerks (03) antreibbar ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass im Falzapparat (23) ein Sammelzylinder (28) vorgesehen ist, der zwei mehrarmige, gegeneinander verstellbare Armaturenträger aufweist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 23 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzapparat (23) eine von den anderen Funktionselementen der Druckmaschine (01) unabhängige Antriebseinrichtung aufweist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass in der Antriebseinrichtung des Falzapparats (23) regelbare Elektromotoren (31) vorgesehen sind. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 23 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass Zylinderteil und Auslage des Falzapparats (23) unabhängig voneinander, insbesondere mit separaten Elektromotoren, antreibbar sind. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 23 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass im Falzapparat (23) ein abfederbarer Falzklappenzylinder (29) vorgesehen ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 23 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass im Falzapparat (23) ein Falzmesserzylinder (28) angeordnet ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 23 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzapparat (23) als variables 5:5-System oder 7:7-System ausgebildet ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 23 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass im Falzapparat (23) mindestens ein eigener Elektromotor (31) zum rotatorischen Antrieb mindestens eines Zylinders des Falzapparates (23) unabhängig vom Druckwerk (03) vorgesehen ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der Ansprüche 28, 30 oder 34, dadurch gekennzeichnet, dass als Antrieb mindestens ein lagegeregelter Elektromotor (31) vorgesehen ist. Rollenrotationshochdruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Druckwerke (03), insbesondere mindestens vier Druckwerke (03) umfasst. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens vier Druckwerke (03) mit jeweils zwei Formzylindern (06; 09) unterschiedlicher Durchmesser übereinander angeordnet sind. Rollenrotationshochdruckmaschine nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass achsensymmetrisch zu den ersten vier Druckwerken (03) mindestens vier weitere Druckwerke (03) angeordnet sind. Rollenrotationshochdruckmaschine (01) nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass mit den mehreren Druckwerken (03) eine durchlaufende Bedruckstoffbahn (02) in mehreren Druckstufen, insbesondere mehrfarbig und ggf. beidseitig, bedruckbar ist.






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