PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005046673B3 08.02.2007
Titel Einbauteil
Anmelder Neoperl GmbH, 79379 Müllheim, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwaltssozietät Maucher, Börjes & Kollegen, 79102 Freiburg
DE-Anmeldedatum 29.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005046673
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.2007
IPC-Hauptklasse F16K 15/14(2006.01)A, F, I, 20061108, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16L 55/10(2006.01)A, L, I, 20061108, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Einbauteil (1), das in eine Gas- oder Flüssigkeitsleitung einsetzbar und als Rückflussverhinderer und/oder als Durchflussmengenregler ausgebildet ist, weist ein Einbaugehäuse (2) auf, in dessen Gehäuse-Innenraum ein Elastomerteil (7) vorgesehen ist, das zwischen sich und einem Zentralkörper (5) einen Durchströmkanal (8) begrenzt und dessen zuströmseitiger und/oder abströmseitiger Umfangsrandbereich als eine um den Zentralkörper (5) umlaufende Elastomerlippe (9, 16) ausgestaltet ist, die mit dem Zentralkörper (5) als ein in Abhängigkeit von der Fließrichtung oder dem Druck des durchströmenden Fluids zusammenwirkender Schließ- oder Regelkörper ausgebildet ist. Für das erfindungsgemäße Einbauteil (1) ist kennzeichnend, dass das Gehäuse (2) vom Gehäuse-Innenumfang aus radial in den Gehäuse-Innenraum verlaufende zuströmseitige und abströmseitige Lagerstege (3, 4) aufweist, zwischen denen das Elastomerteil (7) gehalten ist, dass sich die zuströmseitigen Lagerstege (3) jeweils vom Gehäuse-Innenumfang bis zu dem Zentralkörper (5) erstrecken und dass zwischen den abströmseitigen Lagerstegen (4) und dem Zentralkörper (5) ein freier Ringraum gebildet ist, durch welchen Ringraum das Elastomerteil (7) zwischen den zuströmseitigen Lagerstegen (3) einerseits und den abströmseitigen Lagerstegen (4) andererseits platzierbar ist. Das erfindungsgemäße Einbauteil ist einfach herzustellen und vermag dem als Schließ- oder Regelkörper dienenden Elastomerteil auch bei einer Rückströmung ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Einbauteil, das in eine Gas- oder Flüssigkeitsleitung einsetzbar und als Rückflußverhinderer und/oder als Durchflussmengenregler ausgebildet ist, mit einem Einbaugehäuse, in dessen Gehäuse-Innenraum ein Elastomerteil vorgesehen ist, das zwischen sich und einem Zentralkörper einen Durchströmkanal begrenzt und dessen zuströmseitiger und/oder abströmseitiger Umfangsrandbereich als eine um den Zentralkörper umlaufende Elastomerlippe ausgestaltet ist, die mit dem Zentralkörper als ein in Abhängigkeit von der Fließrichtung oder dem Druck des durchströmenden Fluids zusammenwirkender Schließ- oder Regelkörper ausgebildet ist.

Man hat bereits verschiedene sanitäre Einbauteile geschaffen, die beispielsweise als Rückflußverhinderer ausgebildet sind. Solche Rückflußverhinderer werden beispielsweise bei Thermostatmischbatterien am Kaltwasser- und am Warmwasser-Eintritt eingebaut, um ein Eindringen des Kaltwassers in die Warmwasserleitung und umgekehrt zu verhindern. Die Herstellung und Montage solcher vorbekannter Einbauteile ist jedoch aufwändig, da nach dem Einsetzen des Schließkörpers in das Gehäuse fixierende Bauteile aufgesetzt werden müssen. Zudem besteht die Gefahr, dass der Schließkörper durch eine Rückströmung herausgespült werden kann, da eine axiale Fixierung des Schließkörpers üblicherweise nur in Durchströmrichtung erfolgt.

Man kennt auch bereits sanitäre Einbauteile, welche die Funktion eines Rückflußverhinderers und eines Durchflussmengenreglers in sich vereinen. Solche Einbauteile, die sowohl die Funktion eines Rückflußverhinderers als auch eines Mengenreglers in sich vereinen, werden beispielsweise in Küchenbrausen-Armaturen eingesetzt, um die Durchflussmenge des durchströmenden Wassers pro Zeiteinheit einzuregeln und um ein Rücksaugen über die eventuell im Schmutzwasser befindliche Küchenbrause zu verhindern. Bei verschiedenen Ausführungsformen besteht jedoch die Gefahr, dass der Regelkörper des Durchflussmengenreglers durch eine Rückströmung herausgespült werden kann, da eine axiale Fixierung des Regelkörpers üblicherweise nur in Durchströmrichtung erfolgt.

Aus der DE 1 500 206 C kennt man bereits ein Rückschlagventil, das in seinem Ventilgehäuse einen Kernkörper hat, der mehr oder weniger kegelförmig ausgebildet ist. Dieser Kernkörper, der mit seinem Scheitelpunkt zur Eintrittsseite des Gehäuses weist und an seinem Umfang einen Strömungskanal gegenüber der Gehäuse-Innenwand freilässt, wird von einer hülsenförmigen Membrane aus elastischem Material umfasst, die an der Eintrittsseite im Gehäuse befestigt ist und an ihrem Umfang mit einer freien, ringförmigen Lippe auf den Kernkörper anliegen kann. Da bei einem Rückschlagventil dieser Art das Medium an der Eintrittsseite des Gehäuses die Membrane vom Kernkörper abheben muß, hat ein solches Ventil einen gewissen Widerstand gegen das Durchströmen des Mediums. Um diesen Widerstand stark herabsetzen zu können, ist bei dem aus DE 1 500 206 C vorbekannten Rückschlagventil vorgesehen, dass in der Achse der hülsenförmigen Membrane ein verhältnismäßig langer axialer Zapfen aus elastischem Material angeordnet ist, der zur Austrittsseite des Gehäuses hin gerichtet ist und durch Rippen mit der Membrane verbunden ist, wobei auf diesem Zapfen der aus steifem Material bestehende Kernkörper geschoben und in axialer Richtung gesichert ist.

Ähnliche Ventilkonstruktionen kennt man auch aus der FR 1 389 947, der US 2 990 849 sowie der JP 07-012250. Diese vorbekannten Konstruktionen sind jedoch auf die Funktion eines Rückschlagventils begrenzt und vermögen nicht gleichzeitig auch die Funktion eines Durchflussmengenreglers zu übernehmen.

Es besteht daher insbesondere die Aufgabe, ein Einbauteil der eingangs genannten Art zu schaffen, das einfach herzustellen ist und bei dem auch bei einer Rückströmung ein sicherer Halt des als Schließ- oder Regelkörpers dienenden Elastomerteils in dem Gehäuse gewährleistet ist.

Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht insbesondere darin, dass das Gehäuse vom Gehäuse-Innenumfang aus radial in den Gehäuse-Innenraum verlaufende zuströmseitige und abströmseitige Lagerstege aufweist, zwischen denen das Elastomerteil gehalten ist, dass sich die zuströmseitigen Lagerstege jeweils vom Gehäuse-Innenumfang bis zu dem Zentralkörper erstrecken und dass zwischen den abströmseitigen Lagerstegen und dem Zentralkörper ein freier Ringraum gebildet ist, durch welchen Ringraum das Elastomerteil zwischen den zuströmseitigen Lagerstegen einerseits und den abströmseitigen Lagerstegen andererseits platzierbar ist.

Da das Elastomerteil abströmseitig durch den Freiraum zwischen den abströmseitigen Lagerstegen und dem Zentralkörper axial in den Gehäuse-Innenraum eingeführt werden kann, ist ein einfaches Einsetzen des Elastomerteils in das Einbaugehäuse möglich. Dabei wird das Elastomerteil elastisch zusammengedrückt, um an den abströmseitigen Lagerstegen vorbeigeführt werden zu könen. Nachdem das Elastomerteil die abströmseitigen Lagerstege passiert hat, formt sich dieses in seine Ausgangsform zurück, so dass nach dem Einsetzen des Elastomerteils dieses in axialer Richtung sowohl in Durchströmrichtung als auch bei einer Rückströmung zwischen den zuströmseitigen Lagerstegen und den abströmseitigen Lagerstegen sicher gehalten und ein Herausspülen des den Schließkörper aufweisenden Elastomerteils sicher vermieden ist.

Um das Einsetzen des Elastomerteils in das Gehäuse zu vereinfachen, ist es zweckmäßig, wenn die abströmseitigen Lagerstege Montageschrägen zum Einsetzen des Elastomerteils aufweisen. Durch das Gleiten des Elastomerteils auf den Montageschrägen wird das Elastomerteil bei axialer Bewegung in Richtung des Gehäuse-Innenraums selbsttätig zentral zusammengedrückt. Sobald das Elastomerteil an den abströmseitigen Lagerstegen vorbeigeglitten ist, formt sich dieses in seine Ausgangsform zurück und ist somit zwischen den zuströmseitigen und den abströmseitigen Lagerstegen axial gelagert. Somit ist zum Einsetzen des Elastomerteils in das Gehäuse nur ein axialer Vorschub erforderlich.

Um den axialen Halt des Elastomerteils in dem Gehäuse zu verbessern, können die abströmseitigen Lagerstege den zuströmseitigen Lagerstegen zugewandte Hinterschneidungsbereiche für komplementär dazu ausgebildete Vorsprünge des Elastomerteils aufweisen. Beim Einsetzen des Elastomerteils wird dieses nach dem Anschlagen an den zuströmseitigen Lagerstegen weiter axial beaufschlagt und dabei elastisch verformt und zusammengedrückt, bis die Vorsprünge des Elastomerteils an den die Hinterschneidungsbereiche begrenzenden Rändern der Lagerstege vorbeigeführt sind. Die Vorsprünge des Elastomerteils können dann radial nach außen gleiten und nach dem Wegfall der axialen Beaufschlagung mit den Hinterschneidungsbereichen des Gehäuses verrasten.

Ein weiterführender Erfindungsgedanke sieht vor, dass das als Durchflussmengenregler ausgebildete Einbauteil an seinem Elastomerteil eine zuströmseitige Elastomerlippe aufweist. Die Verwendung eines solchen Einbauteiles, das zumindest als Durchflussmengenregler ausgebildet ist, ist insbesondere in Einsatzgebieten sinnvoll, in denen der zuströmseitige Druck, beispielsweise Wasserdruck, schwankt, abströmseitig jedoch ein gleichmäßiger Druck erwünscht oder erforderlich ist. Durch wahlweises Einsetzen eines Elastomerteils mit oder ohne zuströmseitiger Elastomerlippe können baugleiche Gehäuse als Einbauteile verwendet werden, die entweder nur Rückflussverhinderer bzw. Durchflussmengenregler sind oder die Funktion eines Rückflußverhinderers und eines Durchflussmengenreglers in sich vereinen.

Es ist zweckmäßig, wenn die zuströmseitige Elastomerlippe eine zuströmseitig offene, im wesentlichen ringförmige Ausnehmung des Elastomerteils begrenzt. Das durchströmende Medium, beispielsweise Wasser, strömt dabei auch in die ringförmige Ausnehmung des Elastomerteils. Durch den Druck des nachströmenden Mediums wird die zuströmseitige Elastomerlippe druckabhängig verformt und somit der Querschnitt des Zuströmkanals modifiziert.

Es ist vorteilhaft, wenn das Gehäuse einstückig ausgebildet ist. Die Herstellung und die Montage des erfindungsgemäßen Einbauteils sind dabei besonders einfach möglich.

Das Gehäuse kann insbesondere ein Spritzgießteil sein. Das Gehäuse ist so schnell, einfach und kostengünstig herstellbar.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn die zuströmseitigen und die abströmseitigen Lagerstege in Umfangsrichtung des Gehäuses versetzt zueinander angeordnet sind. Dadurch können beim Spritzen des Gehäuses in einer Spritzgießform von beiden Axial-Enden Spritzdüsen, Formteile und Auswerferelemente zugeführt werden, um die Stege ausformen zu können. Gegebenenfalls ist ein Spritzen des Gehäuses ohne Zwangsentformung möglich.

Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass jeweils mehrere zuströmseitige und abströmseitige Lagerstege vorgesehen sind, die vorzugsweise gleichmäßig über den Gehäuse-Umfang verteilt angeordnet sind. Durch diese Anzahl wird einerseits ein übermäßiges Durchbiegen des Elastomerteils vermieden, andererseits wird ein ausreichender Durchtritts-Querschnitt für das Durchströmungs-Medium im Bereich der zuströmseitigen Lagerstege sichergestellt.

Um ein Einschneiden der Lagerstege in das Elastomerteil bei hohen Druckbelastungen zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn die Lagerstege eine Breite von 0,5 bis 2mm aufweisen und insbesondere verrundet sind.

Nachstehend sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Einbauteils anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigt:

1 einen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen, als Rückflussverhinderer ausgebildeten Einbauteils,

2 eine Ansicht der Zuströmseite des Einbauteils gemäß 1,

3 eine Ansicht der Abströmseite des Einbauteils gemäß 1,

4 eine Abwicklung der Innenseite der Gehäusewand des Einbauteils gemäß 1,

5 einen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen, als Rückflussverhinderer und zusätzlich als Durchflussmengenregler ausgebildeten Einbauteils,

6 eine Ansicht der Zuströmseite des Einbauteils gemäß 5, und

7 eine Ansicht der Abströmseite des Einbauteils gemäß 5.

Ein im ganzen mit 1 bezeichnetes Einbauteil zum Einsetzen in eine nicht dargestellte Gas- oder Flüssigkeitsleitung weist gemäß 1 ein einstückig ausgebildetes Gehäuse 2 auf. An den axialen Endbereichen sind vom Gehäuserand radial in den Gehäuse-Innenraum verlaufende zuströmseitige Lagerstege 3 sowie abströmseitige Lagerstege 4 vorgesehen. Die zuströmseitigen Lagerstege 3 halten einen Zentralkörper 5, an dem ein Regelprofil 6 angeordnet ist. Die abströmseitigen Lagerstege 4enden jeweils beabstandet zu dem Zentralkörper 5, so dass zwischen den abströmseitigen Lagerstegen 4 und dem Zentralkörper 5 in Radial-Richtung jeweils ein Freiraum gebildet ist.

Zwischen den zuströmseitigen Lagerstegen 3 und den abströmseitigen Lagerstegen 4 ist ein rotationssymmetrisches Elastomerteil 7 gehalten. Das Elastomerteil 7 ist derart ausgebildet und dimensioniert, dass zwischen dem Elastomerteil 7 und dem Zentralkörper 5 beziehungsweise dem Regelprofil 6 ein Zuströmkanal 8 für das zu transportierende Medium gebildet ist. An seinem abströmseitigen Ende weist das Elastomerteil 7 eine umlaufende Elastomerlippe 9 auf, die bei Strömungsrichtung des durchströmenden Mediums entgegen der Zuströmrichtung Pf1 als Schließkörper dient. Durch den dabei auf die Elastomerlippe 9 wirkenden Druck legt sich diese an den Zentralkörper 5 dichtend an und verhindert einen Rückfluss des Mediums in Richtung des Zuströmbereichs. Bei Strömung in Zuströmrichtung Pf1 gibt die Elastomerlippe 9 den Zuströmkanal 8 frei und wird gegebenenfalls sogar noch aufgeweitet, so dass ein ungehindertes Durchströmen möglich ist.

Das Elastomerteil 7 ist von der Abströmseite des Gehäuses 2 her in dieses einsetzbar. Während der Montage drücken Montageschrägen 10 der abströmseitigen Lagerstege 4 das Elastomerteil 7 zentral zusammen, wobei das Elastomerteil 7 auf den Montageschrägen gleitet. Wenn das Elastomerteil 7 an den zuströmseitigen Lagerstegen 3 anschlägt, wird das Elastomerteil weiter in axialer Richtung kraftbeaufschlagt, so dass sich dieses axial zusammendrückt, beispielsweise um 10% bis 20%, bis die Vorsprünge 11 des Elastomerteils 7 an den Vorsprüngen 12 der abströmseitigen Lagerstege 4 vorbeigleiten und die Elastomerteil-Vorsprünge 11 in den Hinterschneidungsbereichen 13 der abströmseitigen Lagerstege 4 nach Wegfall der axialen Kraftbeaufschlagung ringförmig verrasten. Auch die zuströmseitigen Lagerstege 3 weisen Hinterschneidungsbereiche 14 auf, in die ein komplementär dazu geformter, ringförmiger Vorsprungsbereich 15 des Elastomerteils 7 eingreift. Durch diese Lagerung ist sicher vermieden, dass das Elastomerteil 7 bei Durchströmen von Wasser oder dergleichen befördertem Medium, durch Sogwirkung in das Zentrum des Einbauteils 1 gezogen und so aus dem Gehäuse 1 herausgespült wird.

Bei geeigneter Formgebung der Elastomerlippe 9, nämlich möglichst lang und dünn, kann erreicht werden, dass die Elastomerlippe 9 leicht öffnet und zudem erheblichen Rückdrücken standhält. Die Elastomerlippe 9 kann zudem in Zuströmrichtung Pf1 einen laminarisierenden Einfluss auf die Strömung haben, wodurch die Geräuschentwicklung durch das Einbauteil 1 erheblich gemindert werden kann.

Die 2 und 3 zeigen jeweils eine Ansicht der Zuströmseite (2) beziehungsweise der Abströmseite (3) des Einbauteils 1. Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit sind in 2 die abströmseitigen Lagerstege und in 3 die zuströmseitigen Lagerstege nicht dargestellt. Es ist gut zu erkennen, dass jeweils acht zuströmseitige Lagerstege 3 und acht abströmseitige Lagerstege 4 vorgesehen sind, die gleichmäßig am Gehäuse-Umfang verteilt angeordnet sind. Dies bewirkt einerseits einen guten Halt des Elastomerteils 7 zwischen den zuströmseitigen Lagerstegen 3 und den abströmseitigen Lagerstegen 4, andererseits sind ausreichend große Freiräume als Zuströmöffnungen zwischen den zuströmseitigen Lagerstegen 3 gebildet.

Wie insbesondere aus 4, die eine Abwicklung der Innenseite der Gehäusewand zeigt, ersichtlich ist, sind die zuströmseitigen Lagerstege 3 und die abströmseitigen Lagerstege 4 versetzt zueinander angeordnet. Der Versatz beträgt dabei jeweils die Hälfte des Abstandes zweier benachbarter Lagerstege. Dadurch können beim spritzgießtechnischen Herstellen des Gehäuses 2 von beiden axialen Enden her Spritzdüsen- und Auswerferelemente zugeführt werden, um die Lagerstege auszuformen. Die Konstruktion ermöglicht die Spritzbarkeit ohne Zwangsentformung.

Die 5 bis 7 zeigen ein Einbauteil 1, das als Rückflussverhinderer und zusätzlich als Durchflussmengenregler ausgebildet ist. Das Elastomerteil 7 weist hierzu eine zuströmseitige Elastomerlippe 16 als Durchflussmengenregler auf (5). Diese zuströmseitige Elastomerlippe 16 begrenzt eine zuströmseitig offene, im wesentlichen ringförmige Ausnehmung 17 des Elastomerteils 7. Bei stärkerem Druck des zuströmenden Mediums wird die zuströmseitige Elastomerlippe 16 in Richtung des Regelprofils 6 verformt, so dass der stärkere Zufluss durch einen reduzierten Querschnitt des Zuströmkanals 8 im Bereich der zuströmseitigen Elastomerlippe 16 kompensiert wird und abströmseitig ein vom Zustrom zumindest weitgehend unabhängiger Durchfluss besteht.

Die 6 und 7 zeigen analog den 2 und 3 jeweils eine Ansicht der Zuströmseite (6) beziehungsweise der Abströmseite (7) des Einbauteils 1 gemäß dem Längsschnitt aus 5.

Durch Bestücken eines Gehäuses 2 mit einem Elastomerteil 7 mit oder ohne zuströmseitiger Elastomerlippe 16 können baugleiche Gehäuse wahlweise für Einbauteile 1 verwendet werden, die nur als Rückflussverhinderer oder als Rückflussverhinderer in Kombination mit einem Durchflussmengenregler ausgebildet sind.

Übliche Dimensionierungen des Einbauteils 1 sehen eine axiale Gehäuselänge 1 von 16mm und einen Durchmesser d von 14mm oder 15mm vor. Damit kann das Einbauteil 1 in 1/2''-Rohrfittings oder in Brauseschläuche eingesetzt werden. Die Wandstärke w des Gehäuses beträgt vorzugsweise 0,5mm und der Regelspalt hat eine Weite von etwa 1,7mm. Die Breite der Lagerstege 3, 4 beträgt vorzugsweise 0, 5 bis 2mm, die der Lagerstege 3, 4 beträgt vorzugsweise 0,5 bis 2mm, damit das Elastomerteil 7 einerseits ausreichend abgestützt wird, und andererseits die Lagerstege 3, 4 nicht in das Elastomerteil 7 einscheiden. Das Regelprofil 6 hat einen Außendurchmesser von etwa 6,5mm bis 7,5mm.


Anspruch[de]
Einbauteil (1), das in eine Gas- oder Flüssigkeitsleitung einsetzbar und als Rückflußverhinderer und/oder als Durchflussmengenregler ausgebildet ist, mit einem Einbaugehäuse (2), in dessen Gehäuse-Innenraum ein Elastomerteil (7) vorgesehen ist, das zwischen sich und einem Zentralkörper (5) einen Durchströmkanal (8) begrenzt und dessen zuströmseitiger und/oder abströmseitiger Umfangsrandbereich als eine um den Zentralkörper (5) umlaufende Elastomerlippe (9, 16) ausgestaltet ist, die mit dem Zentralkörper (5) als ein in Abhängigkeit von der Fließrichtung oder dem Druck des durchströmenden Fluids zusammenwirkender Schließ- oder Regelkörper ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) vom Gehäuse-Innenumfang aus radial in den Gehäuse-Innenraum verlaufende zuströmseitige und abströmseitige Lagerstege (3, 4) aufweist, zwischen denen das Elastomerteil (7) gehalten ist, dass sich die zuströmseitigen Lagerstege (3) jeweils vom Gehäuse-Innenumfang bis zu dem Zentralkörper (5) erstrecken und dass zwischen den abströmseitigen Lagerstegen (4) und dem Zentralkörper (5) ein freier Ringraum gebildet ist, durch welchen Ringraum das Elastomerteil (7) zwischen den zuströmseitigen Lagerstegen (3) einerseits und den abströmseitigen Lagerstegen (4) andererseits platzierbar ist. Einbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die abströmseitigen Lagerstege (4) Montageschrägen (10) zum Einsetzen des Elastomerteils (7) in das Gehäuse (2) aufweisen. Einbauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die abströmseitigen Lagerstege (4) den zuströmseitigen Lagerstegen (3) zugewandte Hinterschneidungsbereiche (13) für komplementär dazu ausgebildete Vorsprünge (11) des Elastomerteils (7) aufweisen. Einbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das als Durchflussmengenregler ausgebildete Einbauteil an seinem Elastomerteil (7) eine zuströmseitige Elastomerlippe (16) aufweist. Einbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zuströmseitige Elastomerlippe (16) eine zuströmseitig offene, im wesentlichen ringförmige Ausnehmung (17) des Elastomerteils (7) begrenzt. Einbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) einstückig ausgebildet ist. Einbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) ein Spritzgießteil ist. Einbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zuströmseitigen und die abströmseitigen Lagerstege (3, 4) in Umfangsrichtung des Gehäuses (2) versetzt zueinander angeordnet sind. Einbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils mehrere zuströmseitige und abströmseitige Lagerstege (3, 4) vorgesehen sind, die vorzugsweise gleichmäßig über den Gehäuse-Umfang verteilt angeordnet sind. Einbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerstege (3, 4) eine Breite von 1,5mm bis 2mm aufweisen.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com