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Dokumentenidentifikation DE602004001412T2 08.02.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001467152
Titel Kamin
Anmelder Tulikivi Oyj, Juuka, FI
Erfinder Hirvonen, Tarmo, 81100 Kontiolahti, FI;
Hiltunen, Jouni, 83940 Nunnanlahti, FI;
Horttanainen, Pekka, 81100, Kontiolahti, FI;
Olenius, Heikki, 83940 Nunnanlahti, FI
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Aktenzeichen 602004001412
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.04.2004
EP-Aktenzeichen 041014432
EP-Offenlegungsdatum 13.10.2004
EP date of grant 05.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.2007
IPC-Hauptklasse F24B 1/187(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F24B 1/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kamin, umfassend einen Kern mit einem Feuerraum, einen in einem Abstand vom Kern derart angeordneten Mantel, dass zwischen dem Kern und dem Mantel ein Raum vorliegt. Der Mantel befindet sich in einem Abstand vom Kern, um unter anderem ohne Beschädigung der Struktur des Kamins Verschiebungen zu ermöglichen, die durch Unterschiede der Wärmeausdehnung des Mantels und des Kerns verursacht sind.

Kamine mit dieser Struktur sind sehr üblich. Sie sind häufig Wärme speichernde Kamine.

Ein wesentliches Merkmal eines Kamins ist die Fähigkeit, Wärme in die Umgebung (typischerweise in einen Raum) abzugeben. Die Wärmewirkung, die ein Kamin an die Umgebung abgibt, hängt von der Größe (dem Oberflächenbereich) des Mantels des Kamins und der Temperatur seiner Oberfläche ab. Die Wärmewirkung eines schubweise beheizten Kamins verändert sich als Funktion der Zeit während des Heizzyklus und nach dem Heizzyklus. Wenn das Heizen begonnen wird, steigt die Temperatur der Mantelfläche etwa direkt proportional zu der für das Heizen verwendeten Zeit an. Nachdem das Heizen endet, steigt die Temperatur des Mantels weiter an, weil noch Wärme vom heißen Kern des Kamins an den verhältnismäßig kalten umgebenden Mantel abgegeben wird. Nachdem der Kern die Oberflächentemperatur des Mantels auf dessen Maximum erhöht hat, beginnt die Oberflächentemperatur des Mantels mit der Zeit langsam abzunehmen.

Von einer für das Heizen verwendeten Einheit wird im Allgemeinen erwartet, dass sie für eine so gleichmäßige wie mögliche Wärmeabgabe sorgt. Ein Kamin ist eine Heizeinheit, bei der diese Eigenschaft in der Praxis schwierig zu erreichen ist, weil sie es erforderlich macht, dass der Kamin in kurzen Intervallen beheizt wird, was mühsam ist. Eine gewünschte Eigenschaft eines Kamins besteht darin, dass er Wärme mit einer hohen Leistung und so lang wie möglich je Beheizung abgibt. In dieser Hinsicht ist ein großer Kamin besser als ein kleiner. Ein Nachteil eines kleinen Kamins besteht insbesondere darin, dass er auf eine so hohe Temperatur beheizt werden muss, dass er die Temperatur in einem Raum mindestens momentan auf eine unangenehm heiße Temperatur erwärmt, um so eine langzeitige Wärmeabgabe je Beheizung zu erreichen.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Kamin zu schaffen, dessen Fähigkeit, Wärme an seine Umgebung abzugeben, erheblich gleichmäßiger als bei Kaminen des Standes der Technik ist, und der es auch möglich macht, eine wirksamere und längere Wärmeabgabe je Beheizung aufrechtzuerhalten als Kamine des Standes der Technik.

Diese Aufgabe wird mittels eines Kamins der Erfindung gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass in dem Raum zwischen dem Kern und dem Mantel eine Wärmeregulations-Einrichtung angeordnet ist, um das Maß der von der Oberfläche des Kerns in Richtung zur Innenfläche des Mantels abgegebenen Strahlungswärme zu regulieren und somit zu steuern.

Die Wärmeregulations-Einrichtung weist vorzugsweise plattenförmige Elemente und einen Drehmechanismus zum Anordnen der plattenförmigen Elemente in den Raum zwischen dem Kern und dem Mantel alternativ in einer ersten Position, in der die durch die plattenförmigen Elemente definierten Ebenen im Wesentlichen parallel zu der durch den Kern definierten Ebene verlaufen, womit eine Übertragung von Strahlungswärme von der Oberfläche des Kerns in Richtung zur Innenfläche des Mantels verhindert ist, und in einer zweiten Position aufweist, in der die durch die plattenförmigen Elemente definierten Ebenen unter einem Winkel zu der durch den Kern definierten Ebene verlaufen, in welcher zweiten Position die durch die plattenförmigen Elemente definierten Ebenen die Übertragung von Strahlungswärme nicht verhindern. Die Verwendung von mehreren plattenförmigen Elementen macht es möglich, die Wärmeregulations-Einrichtung in einem kleinen Raum im Inneren des Kamins anzuordnen, in welchem Fall der Abstand zwischen dem Kern und dem Mantel kurz sein kann. Ein relativ kurzer Abstand, beispielsweise 20 bis 50 mm, zwischen dem Kern und dem Mantel ist wichtig, weil ansonsten nicht erreicht werden kann, dass Strahlungswärme wirksam vom Kern an den Mantel übertragen wird, wenn dies erforderlich ist, d.h. typischerweise wenn der Kamin unter eine gegebene Temperatur abgekühlt ist. Eine Wärmeübertragung kann auch in der Anfangsphase des Heizens notwendig sein, wenn es notwendig ist, dass der Kamin seine maximale Temperatur so schnell wie möglich erreicht.

Die Wärmeregulations-Einrichtung des Kamins kann vorzugsweise aus einer Jalousie bestehen, wobei die Lamellen der Jalousie die plattenförmigen Elemente bilden. Die Struktur der Jalousie kann derjenigen einer herkömmlichen Jalousie entsprechen, die in Wohnungen verwendet wird, wo die Lamellen der Jalousie horizontal verlaufen. Ein Vorteil der Jalousie besteht auch darin, dass sie leicht zu der gewünschten Höhe angehoben oder heruntergelassen werden kann, was es möglich macht, den Einfluss der Eigenschaften der Wärmeemission des Kamins zu beeinflussen.

Die Wärmeregulations-Einrichtung kann aus einer Jalousie mit vertikalen Lamellen bestehen, deren Lamellen die plattenförmigen Elemente bilden. Die Struktur der Jalousie mit vertikalen Lamellen kann ähnlich derjenigen von vertikalen Jalousien sein, die in Büros verwendet werden. Ein Vorteil der Jalousie mit vertikalen Lamellen besteht darin, dass ihre Struktur derart hergestellt werden kann (vertikale Drehzapfen), dass die zum Einstellen des Winkels der Lamellen benötigte Energie sehr gering ist und das Drehen der Jalousie in die gewünschte Stellung mit einer kleinen Betätigungseinrichtung und sogar automatisch durchgeführt werden kann.

Die plattenförmigen Elemente sind vorzugsweise aus einem Material hergestellt, das Wärmestrahlung (gut) reflektiert und Wärme isoliert, wie beispielsweise hohle Aluminium- oder Stahlteile.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann das Material der Wärmeregulations-Einrichtung zur schwachen Übertragung von Wärmestrahlung, wenn die Temperatur hoch ist, jedoch zur guten Übertragung von Wärmestrahlung, wenn die Temperatur niedrig ist, ausgewählt werden. Eine solche Struktur sorgt für eine automatische Regelung der Strahlungswärme, wobei verhindert ist, dass der Mantel unnötig heiß wird, jedoch die Übertragung von Wärmestrahlung vom Kern des Kamins an den Mantel möglich ist, wenn die Manteltemperatur niedrig ist.

Eine sehr einfache Ausführung der Wärmeregulations-Einrichtung ist durch eine Lösung erreichbar, bei der die Wärmeregulations-Einrichtung 1 bis 4 plattenförmige Elemente aufweist, die in Richtung zu der Hauptfläche des Kamins aus einer ersten Stellung in eine zweite Stellung drehbar sind, wobei die Frontflächen der plattenförmigen Elemente in der ersten Stellung derart angeordnet sind, dass die Übertragung von Strahlungswärme von der Fläche des Kerns in Richtung zu der Innenfläche des Mantels verhindert ist, und die Frontflächen der plattenförmigen Elemente in der zweiten Stellung an einer Örtlichkeit angeordnet sind, wo sie daran gehindert sind, die Verhinderung der Übertragung von Strahlungswärme zu bewirken. Der Mantel des Kamins kann dann eine Öffnung oder Öffnungen zum Entfernen der plattenförmigen Elemente mindestens teilweise aus dem Raum zwischen dem Kern und dem Mantel des Kamins aufweisen. Je mehr Elemente die Wärmeregulations-Einrichtung besitzt, desto genauer kann die Größe der übertragenen Wärmestrahlung reguliert werden.

Gemäß einer ganz einfachen Ausführungsform weist die Wärmeregulations-Einrichtung ein erstes plattenförmiges Element und ein zweites plattenförmiges Element auf, das aus einer ersten Stellung zu einer zweiten Stellung in Hinblick auf das erste plattenförmige Element bewegbar ist. Das erste und das zweite plattenförmige Element weisen dann eine Reihe von Löchern in einer solchen Weise auf, dass das zweite plattenförmige Element so angeordnet ist, dass es die Löcher im ersten plattenförmigen Element abdeckt, wenn sich das zweite plattenförmige Element in seiner ersten Stellung befindet, und dass die Löcher des zweiten plattenförmigen Elements mit den Löchern des ersten plattenförmigen Elements fluchten, wenn sich das zweite plattenförmige Element in der zweiten Stellung befindet, um die Übertragung von Strahlungswärme zu ermöglichen.

Bevorzugte Ausführungsformen des Kamins der Erfindung sind in den beigefügten Ansprüchen 2 bis 16 beschrieben.

Die größten Vorteile des Kamins der Erfindung bestehen darin, dass beim herkömmlichen schubweisen Brennen die Möglichkeit gegeben ist, Wärme an seine Umgebung in einer gleichmäßigeren und längeren Weise als bei Kaminen des Standes der Technik mit der gleichen Menge und in einer solchen Weise abzugeben, dass die Wärmeemissionsleistung hoch bleibt. Dies macht eine bessere Ausnutzung der im Ofenmaterial des Kamins gespeicherten Wärme möglich.

Kurze Beschreibung der Figuren

Die Erfindung wird jetzt detaillierter anhand bevorzugter Ausführungsformen und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in der zeigen:

1 die Wärmeemission bei einem Kamin der Erfindung und bei einem herkömmlichen Kamin,

2 die Struktur eines Kamins der Erfindung,

3 den Mantel des Kamins von 2,

4 eine Ansicht von oben auf den Kamin der Erfindung,

5 detaillierter die Wärmeregulations-Einrichtung des Kamins von 2 und 3,

6 und 7 eine alternative Ausführungsform der Wärmeregulations-Einrichtung, die in 2 und 5 dargestellt ist,

8 eine ähnliche Struktur wie 6,

9 ein vergrößertes Detail zu 8, und

10 die Struktur zu 8 gesehen von oben.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die Kurven A und B in 1 zeigen, wie sich die thermische Wirkung P als Funktion der Zeit t in einem Kamin der Erfindung ändert, der mit einer Wärmeregulations-Einrichtung ausgestattet ist. Der Kamin ist aus Stein hergestellt und weist einen Kern und einen diesen umgebenden Mantel auf. Sowohl die Kurve A, die mit einer gepunkteten Linie angegeben ist, als auch die Kurve B, die mit einer durchgehenden Linie angegeben ist, zeigen, wie sich die thermische Wirkung als Funktion der Zeit ändert, wenn der Kamin schubweise mit demselben Verfahren und mit der gleichen Menge Holz beheizt worden ist.

Die thermische Wirkung P verändert sich entsprechend Kurve A, wenn die Wärmeregulations-Einrichtung (deren Struktur weiter unten beschrieben wird) in der offenen Stellung eingestellt ist, in der sie die Übertragung von Wärme vom Kern des Kamins an den Mantel des Kamins nicht sehr verhindern. Die Kurve A entspricht der Änderung der thermischen Wirkung eines herkömmlichen Kamins ohne Wärmeregulations-Einrichtung als Funktion der Zeit. Die Kurve B zeigt die Änderung der thermischen Wirkung PB des erfindungsgemäßen Kamins als Funktion der Zeit t, wenn die bei diesem vorgesehene Wärmeregulations-Einrichtung als Funktion der Zeit gesteuert wird. Bei der Kurve B ist die Wärmeregulations-Einrichtung anfänglich offen (oder alternativ geschlossen) für eine kurze Zeit, nach der sie geschlossen wird und mindestens teilweise für eine spezifische Zeit geschlossen wird, nach der die Wärmeregulations-Einrichtung geöffnet wird, sodass sie am Ende vollständig offen ist.

Die Gestalten der Kurven A und B unterscheiden sich wesentlich voneinander. Die Kurve A zeigt die schnelle Beheizung des Kamins auf eine maximale Leistung PAmax, bei der die Temperatur des Mantels beispielsweise 80°C misst, wonach der Mantel abzukühlen beginnt, sodass das Abkühlen während einer ziemlich langen Periode ziemlich schnell ist. Die Kurve B zeigt eine Situation, bei der die Wärmeregulations-Einrichtung des Kamins mindestens während der Zeitspanne t1 bis t2 geschlossen gehalten wird, sodass die thermische Wirkung des Kamins den Wert PAmax nicht vergrößern kann, sondern nur die maximale Leistung PBmax schnell vergrößern kann, die erheblich niedriger ist als PAmax. Die thermische Wirkung PB des Kamins bleibt etwa konstant während der Zeitspanne t1 bis t3, nach der die thermische Wirkung abzunehmen beginnt, jedoch nur allmählich infolge des Umstandes, dass die Wärmeregulations-Einrichtung nach der Zeit. t3 offen gehalten wird, wodurch der Kern des Kamins Wärme an den Mantel des Kamins so effizient wie möglich abgibt. Nachdem das Heizen angehalten ist und nach dem Zeitpunkt t2 ist die Kurve B höher als die Kurve A, was bedeutet, dass die vom Kamin nach dem Zeitpunkt t2 abgegebene thermische Wirkung erheblich höher ist als in dem Fall der Kurve A und dass sich die Wärmeemission ebenfalls länger fortsetzt. Weil die Kurve B allmählicher abnimmt als die Kurve A, ist die Wärmeemission an die Umgebung ebenfalls gleichmäßiger. In dem Fall beider Kurven A und B ist die Menge der an die Umgebung abgegebenen Wärme die gleiche. Jedoch besteht der wesentliche Unterschied darin, dass in dem Fall der Kurve B die thermische Energie, die dem Bereich AA, der mit diagonalen Linien angegeben ist, entspricht, während der Zeitspanne t0 bis t2 nicht verwendet wird, sondern in dem Fall der Kurve B nur nach der Zeitpunkt t2 verwendet wird, was durch den Bereich AB, der mit diagonalen Linien angegeben ist, dargestellt ist. Damit der Kamin der Erfindung Wärme an die Umgebung so gleichmäßig wie möglich abgibt, wird die Wärmeregulations-Einrichtung in der Anfangsphase des Heizens während der Zeitspanne t0 bis t1 in der offenen Stellung gehalten, wird sie während der Zeitspanne t1 bis t3 geschlossen gehalten und nach dem Zeitpunkt t3 wieder offen gehalten. Nachfolgend wird die Wärmeregulations-Einrichtung beschrieben, die die Steuerung möglich macht.

2 und 3 zeigen die Struktur des Kamins der Erfindung. In 2 ist der Kamin in einer solchen Weise geöffnet dargestellt, dass der größte Teil des Mantels 1 des Kamins entfernt ist. Die Figur zeigt somit den Kern 2 des Kamins mit einem Feuerkasten 3 und das untere Ende des Mantels 1.

Das Bezugszeichen 4 bezeichnet eine Jalousie, die als die Wärmeregulations-Einrichtung dient und an der Seite des Kamins angebracht ist, wobei die Jalousie die Steuerung der Menge der vom Kern 2 des Kamins in Richtung zum Mantel 1 übertragenen Strahlungswärme ermöglicht. Die Jalousie 4 ist am oberen Rand des Kerns 2 in der Höhe des Feuerdeckels des Kamins befestigt. Es sind mehrere Jalousien vorgesehen, wie in 4 dargestellt, die zeigt, dass Jalousien an allen Seiten (hinten, beide Seiten und vorn) des Kamins vorgesehen sind. Der Einfachheit halber zeigt 2 nur eine Jalousie 4. Die Jalousien 4 erstrecken sich nach unten bis zur unteren Grenze des Feuerkastens 3, obwohl es bei einigen Anwendungen ausreicht, dass sich ihr unterer Rand in einem Abstand von 0 bis 300 mm von der unteren Grenze des Feuerkastens befindet. Auch an der vorderen Wand des Kamins kann sich der untere Rand der Jalousie bis zur unteren Grenze des Feuerkastens 3 erstrecken, weil die Jalousie leicht aus dem Bereich der Feuertür heraus angehoben werden kann.

Die Jalousien 4 befinden sich in dem Raum zwischen der Mantel 1 und dem Kern 2, welcher Raum mit dem Bezugszeichen 5 bezeichnet ist. Der Abstand S zwischen dem Kern 2 und dem Mantel 1 (siehe 5) misst vorzugsweise 5 bis 30 mm, kann jedoch innerhalb des Bereichs von 5 bis 90 mm liegen. Wenn der Abstand zu groß Ist, kann der Kern 2 des Kamins Strahlungswärme nicht wirksam an den Mantel 1 abgeben, welche Wärmeemission in einigen Betriebsituationen erforderlich ist. Infolgedessen misst der Abstand S in der Praxis höchstens etwa 300 mm.

Wenn die Jalousie 4 geschlossen ist, decken die planaren Lamellen 13 einander ab, da sie im wesentlichen parallel und in vertikaler Richtung verlaufen, wobei die Übertragung von Strahlungswärme vom Kern 2 an den Mantel 1 verhindert ist. Wenn die Jalousie 4 offen ist, verlaufen die Ebenen der Lamellen 13 im Wesentlichen horizontal, und haben sie große Öffnungen zwischen einander, um die Übertragung von Strahlungswärme vom Kern 2 an die innere Fläche des Mantels 1 zu ermöglichen. Die Stellung der Lamellen 13 der Jalousie 4, d.h. der Winkel &agr;, kann, wenn erforderlich, mittels einer drehbaren Steuerstange 6 an der äußeren Fläche des Mantels des Kamins eingestellt werden, siehe 3.

Das Bezugszeichen 7 in 3 bezeichnet die Steuerstange der Jalousie an der Frontfläche des Kamins.

Wenn die Jalousien 4 des Kamins geschlossen gehalten werden, folgt die Oberflächentemperatur des Mantels 1 des Kamins der Kurve B während der Zeitspanne t1 bis t3. Wenn die Jalousien 4 offen gehalten sind, folgt die Temperatur der Oberfläche des Kamins der Kurve A in 1.

6 zeigt detaillierter die Struktur der Jalousien 4, die an den Seiten des Kamins von 2 angebracht sind. Die Jalousien 4 sind herkömmliche Jalousien, die in Räumen verwendet werden. Daher weisen sie nicht nur eine Steuerstange 7 auf, sondern auch zwei Seilzüge 8, mit deren Hilfe der untere Rand 9 der Jalousien (siehe 2) in der gewünschten Höhe eingestellt werden kann. Die Struktur muss in diesem Zusammenhang nicht detaillierter beschrieben werden, da sie allgemein bekannt ist. Selbstverständlich müssen die Materialien der Jalousie so ausgewählt werden, dass ihre Temperaturbeständigkeit ausreichend ist. Durch Drehen des Knopfs 10 der Steuerstange 6 können die Lamellen 13 in die gewünschte Stellung gedreht werden. Für die Steuerstange 6 und Seilzüge 8 sind im Mantel 1 Löcher hergestellt.

In 5 sind die Lamellen 13 der Jalousie 4 unter einem solchen Winkel &agr; in Hinblick auf die vertikale Ebene, die durch den Kern 3 bestimmt ist, eingebaut, dass die Lamellen Strahlung, die vom Kern 2 kommt, schräg nach unten zurück in Richtung zum Kern reflektieren, was durch die Pfeile in der Figur dargestellt ist. Weil der obere Teil des Kerns 2 heißer als der untere Teil ist, ist die Stellung der Lamellen dazu geeignet, die Temperaturdifferenz zwischen dem oberen Teil und dem unteren Teil des Kerns 2 zu vergleichmäßigen. Dies ist ein Vorteil, weil es seinerseits den Kamin dabei unterstützt, Wärme so gleichmäßig wie möglich abzugeben.

5 zeigt ferner, dass die Jalousie 4 näher am Mantel 1 als am Kern 2 angeordnet ist. Der vertikale Mittelpunkt der Jalousie 4 befindet sich in einem Abstand L von der inneren Fläche des Mantels 1, was bedeutet, dass der Mittelpunkt in einem Abstand S-L von der Fläche des Kerns 2 bleibt. Der Abstand L misst 5 bis 20 mm.

In einigen Fällen kann die Notwendigkeit bestehen, Wärme aus dem Raum 5 zwischen dem Kern 2 und dem Mantel 1 zu der Räumlichkeit hin zu richten. Hierzu weisen der obere und der untere Teil des Mantels 1 Öffnungen auf, die durch Abdeckungen 11 und 12 verschließbar sind; siehe 3. Die Stellung mindestens einer Abdeckung 11 der Abdeckungen 11, 12 ist einstellbar, um die Luftmenge, die durch eine Abdeckungsöffnung hindurch strömt, zu steuern, wodurch die Abdeckung als ein Ventil arbeitet, das die Steuerung der Menge der durch die Abdeckung zu der Örtlichkeit hin übertragenen Wärme ermöglicht. In 5 ist die Öffnung der Abdeckung 12 mittels einer gestrichelten Linie dargestellt und mit dem Bezugszeichen 14 bezeichnet.

6 und 7 zeigen einen zu der Ausführungsform von 2 und 5 alternativen Kamin. Die in 2 und 5 verwendeten Bezugszeichen sind auch in 6 und 7 verwendet. Wie in 2 zeigt der Mantel 1' des Kamins von 6 nur seinen unteren Teil, um so die Struktur des Kerns des Kamins und die Wärmeregulations-Einrichtung 4' freizulegen. Bei der Lösung von 6 besteht die Wärmeregulations-Einrichtung aus einer Jalousie 4' mit vertikalen Lamellen. Der Einfachheit halber ist nur eine Jalousie 4' mit vertikalen Lamellen in der Figur dargestellt, obwohl sie vorzugsweise an allen Hauptwänden des Kamins (wie in dem Fall der Lösung von 2) eingebaut sein könnten. Die Struktur der Jalousie 4' mit vertikalen Lamellen kann ähnlich derjenigen von herkömmlichen Jalousien mit vertikalen Lamellen sein, die in Gebäuden, beispielsweise in Geschäftsräumen, eingebaut werden. Die Temperaturbeständigkeit muss verständlich ausreichend sein, wofür durch eine korrekte Materialauswahl Rechnung getragen wird. Die planaren Lamellen 13' der Jalousien 4' mit vertikalen Lamellen können so eingestellt werden, dass sie sich überlappen, sodass keine Wärme durch Strahlung vom Kern 2' an den Mantel 1' übertragen werden kann. Die durch die Lamellen 13' gebildete Ebene folgt dann der Richtung der Fläche des Kamins. Die Lamellen 13' können in eine Stellung gedreht werden, in der sie im Wesentlichen rechtwinklig zur Richtung der Fläche des Kamins verlaufen. In dieser Stellung ist der Kern 2' des Kamins in der Lage, in Richtung zum Mantel 1' durch Öffnungen zwischen benachbarten Lamellen hindurch zu strahlen, um den Mantel durch Strahlungswärme zu erwärmen.

Bei der Ausführungsform von 6 sind die Lamellen 13' mit Lagern in vertikaler Richtung ausgestattet, wodurch die zum Drehen der Lamellen benötigte Kraft sehr klein ist. Das Bezugszeichen 15' bezeichnet eine Betätigungseinrichtung, mit der die Lamellen 13' zu dem benötigten Winkel gedreht werden. Die Betätigungseinrichtung 15' kann eine solche auf der Grundlage einer Ausdehnung von Wachs, einer Bimetall-Temperaturumwandlung, einer elektrischen Temperaturmessung und einer elektrischen Steuerung sein. Zur Steuerung kann die Temperatur des Kamins oder des Raums oder außerhalb des Gebäudes gemessen werden. In 7 bezeichnet das Bezugszeichen 16' einen Temperatursensor, der am Mantel 1' des Kamins befestigt ist. Die Betätigungseinrichtung 15' kann manuell oder über einen Thermostat gesteuert werden.

8 bis 10 zeigen, welche Art einer vertikalen Jalousie im Kamin angeordnet werden kann. In den Figuren sind die gleichen Bezugszeichen für die gleichen Teile wie in 2 bis 7 verwendet. 8 bis 10 zeigen, dass jede Lamelle 13'' der Jalousie 4'' mit vertikalen Lamellen mit einem doppelten Lager 17'' ausgestattet ist. Das Bezugszeichen 18'' bezeichnet eine Schubstange, mit der die Größe der Öffnungen zwischen den Lamellen 13'' eingestellt wird. In 10 befindet sich die Schubstange 18'' in einer Stellung, in der die Lamellen 13'' teilweise offen sind. Durch Bewegen der Schubstange 18'' nach rechts (in welchem Fall die Schubstange in der Figur auch etwas nach unten bewegt wird) können die Öffnungen zwischen den Lamellen 13'' größer gemacht werden; und durch Bewegen der Schubstange 18'' nach links (in welchem Fall die Schubstange in der Figur auch etwas nach oben bewegt wird) können die Öffnungen zwischen den Lamellen 13'' kleiner gemacht und sogar vollständig geschlossen werden.

Bei den oben beschriebenen Lösungen, sind die plattenförmigen Elemente, die als Wärmeregulations-Einrichtung dienen, aus einem Wärme isolierenden Material hergestellt, das Wärmestrahlung reflektiert. Ein Beispiel eines solchen Materials ist eine hohle Aluminiumlamelle mit Luft oder einem festen Isoliermaterial in ihrem Inneren. Statt Aluminium kann Stahl oder ein anderes Metall verwendet werden.

Oben ist die Erfindung anhand von Beispielen beschrieben, und es sollte daher beachtet werden, dass die Erfindung in vielfacher Weise im Detail innerhalb des Rahmens der beigefügten Ansprüche verändert werden kann. Daher können die Anzahl und die genaue örtliche Anordnung der Wärmeregulations-Einrichtungen im Kamin variieren. Somit ist es möglich, dass eine der Hauptflächen, beispielsweise die Frontfläche, des Kamins keine Wärmeregulations-Einrichtung aufweist. Die Struktur der Wärmeregulations-Einrichtung kann ebenfalls variieren. Sie können aus perforierten Platten hergestellt sein, die einander überlappend angebracht sind, wobei eine von diesen gegenüber der anderen bewegt werden kann, sodass die Löcher auf einer Linie liegen oder abgedeckt sind. Im ersten Fall kann Wärme durch Strahlung vom Kern des Kamins an den Mantel übertragen werden; im zweiten Fall ist die Übertragung von Wärme verhindert. Es ist auch möglich, dass die Wärmeregulations-Einrichtungen aus perforierten Platten hergestellt sind, deren Löcher durch Bimetallfolien abgedeckt sind, die so angeordnet sind, dass sie die Löcher abdecken, wenn eine gegebene Temperatur überschritten wird, die jedoch so angeordnet sind, dass die Löcher offen sind, wenn die Temperatur unter einen gegebenen Wert absinkt. Die letztgenannte Einstellung ist nicht manuell möglich, sondern vollständig automatisch, was mindestens bei einigen Anwendungen erwünscht ist. Eine ganz andere Möglichkeit besteht darin, dass die Wärmeregulations-Einrichtungen aus einer oder mehreren Roll- oder Faltjalousien bestehen, die zwischen dem Kern und dem Mantel des Kamins angeordnet sind. Die technische Struktur der Roll- oder Faltjalousien kann derjenigen von Roll- oder Faltjalousien entsprechen, die in Räumen verwendet werden. Eine ausreichende Temperaturbeständigkeit muss verständlich bei der Auswahl des Materials in Betracht gezogen werden. Das Einstellen der Höhe der Roll- oder Faltjalousien beeinflusst die Übertragung von Strahlungswärme vom Kern an den Mantel.


Anspruch[de]
Feuerstelle, umfassend einen Kern (2, 2') mit einem Feuerraum (3, 3'), einen in einem Abstand (S) vom Kern angeordneten Mantel (1, 1') derart, dass zwischen dem Kern (2, 2') und dem Mantel (1, 1') ein Raum (5, 5') vorliegt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') in dem Raum (5, 5') zwischen dem Kern (2, 2') und dem Mantel (1, 1') angeordnet ist, um das Maß der von der Oberfläche des Kerns (2, 2') in Richtung zur Innenfläche des Mantels (1, 1') abgegebenen Strahlungswärme zu regulieren und somit zu steuern. Feuerstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') eine mechanische Einrichtung (4, 4') umfasst, die zum Regulieren der Strahlungswärmemenge angeordnet ist, indem deren Position in dem Raum (5, 5') verändert wird. Feuerstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4' ) ein von einer ersten Position in eine zweite Position bewegbares plattenförmiges Element umfasst, wobei die Stirnfläche des plattenförmigen Elements in der ersten Position zur Verhinderung einer Übertragung von Strahlungswärme von der Oberfläche des Kerns zur Innenfläche des Mantels angeordnet ist, und sich die Stirnfläche des plattenförmigen Elements in der zweiten Position in einer Stellung befindet, in der das Verhindern eines Strahlungswärme-Übertrags verhindert ist. Feuerstelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (1, 1') eine Öffnung zum Entfernen des plattenförmigen Elements zumindest teilweise aus dem Raum zwischen dem Kern (2, 2') und dem Mantel (1, 1') hat, um so das plattenförmige Element in die zweite Position zu bewegen. Feuerstelle nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') ein erstes plattenförmiges Element und ein relativ zu dem ersten plattenförmigen Element aus einer ersten Position in eine zweite Position bewegbares zweites plattenförmiges Element aufweist,

dass das erste und das zweite Element eine Anzahl von Löchern haben,

dass das zweite plattenförmige Element zum Überdecken der Löcher in dem ersten plattenförmigen Element bestimmt ist, wenn das zweite plattenförmige Element in seiner ersten Position ist,

und dass die Löcher des zweiten plattenförmigen Elements zu den Löchern des ersten plattenförmigen Elements ausgerichtet sind, wenn sich das zweite plattenförmige Element in seiner zweiten Position befindet, um so den Übertrag an Strahlungswärme zu ermöglichen.
Feuerstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') plattenförmige Elemente (13, 13') und einen Drehmechanismus (6, 6') zum Anordnen der plattenförmigen Elemente in den Raum (5, 5') zwischen den Kern (2, 2') und den Mantel (1, 1') alternativ in einer ersten Position aufweist, in der die durch die plattenförmigen Elemente (13, 13') definierten Ebenen im Wesentlichen parallel zu der durch den Kern (2, 2') definierten Ebene sind, womit ein Übertrag an Strahlungswärme von der Oberfläche des Kerns (2, 2') in Richtung zur Innenfläche des Mantels (1, 1') verhindert ist, und in eine zweite Position, in der die durch die plattenförmigen Elemente (13, 13') definierten Ebenen in einem Winkel (&agr;) zu der durch den Kern (2, 2') definierten Ebene sind, in welcher zweiten Position die durch die plattenförmigen Elemente (13, 13') definierten Ebenen den Strahlungswärme-Übertrag nicht verhindern. Feuerstelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') eine Jalouise (4) umfasst, deren Lamellen (13) die plattenförmigen Elemente bilden. Feuerstelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') aus einer vertikalen Lamellen-Jalouise (4') besteht, deren Lamellen (13') die plattenförmigen Elemente bilden. Feuerstelle nach einem der Ansprüche 3–8, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Elemente (13, 13') aus einem wärmeisolierenden Material sind, das eine thermische Strahlung reflektiert. Feuerstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') eine Roll-Jalouise ist. Feuerstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') von dem Boden des Feuerraums (3) der Feuerstelle bis zur Oberseite des Feuerraums (3) erstreckt. Feuerstelle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') von dem Feuerraum (3) bis zum Feuerdeckel erstreckt. Feuerstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4) an allen Hauptwänden der Feuerstelle angeordnet ist. Feuerstelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Betätigungsglied (15') umfasst, das auf Temperaturveränderungen reagiert und zum automatischen Verändern der Position der Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') in dem Raum angeordnet ist. Feuerstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') eine Glasoberfläche umfasst. Feuerstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeregulations-Einrichtung (4, 4') aus einem Material besteht, das eine temperaturabhängige Eigenschaft hinsichtlich eines Übertrags thermischer Strahlung hat.






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