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Dokumentenidentifikation EP1413808 08.02.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001413808
Titel Führungsvorrichtung, Ventileinsatz und Spindelventil
Anmelder R. Nussbaum AG, Olten, CH
Erfinder Bobst, Urs, 4703 Kestenholz, CH;
Roethlisberger, Peter, 4538 Oberbipp, CH;
Tobler, Hans, 4632 Trimbach, CH
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 50306091
Vertragsstaaten CH, DE, LI
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 27.10.2003
EP-Aktenzeichen 034057711
EP-Offenlegungsdatum 28.04.2004
EP date of grant 27.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.2007
IPC-Hauptklasse F16K 1/50(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Führungsvorrichtung für eine verdrehgesicherte, fluiddichte Längsführung mit einem in einem rohrartigen Innenraum eines Aussenteils, in dessen Längsrichtung, geführt bewegbaren stabförmigen Teil. Ferner betrifft die Erfindung einen Ventileinsatz für eine Armatur, welche eine in Längsrichtung verschiebbare Spindeleinheit und ein Aussenteil hat. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Spindelventil als Armatur mit einem einen Fluideinlass und einen Fluidauslass aufweisenden Gehäuse.

Darstellung der Erfindung Aufgabe

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Führungsvorrichtung, einen Ventilsatz sowie ein Spindelventil mit einem minimalen Platzbedarf zu schaffen.

Lösung

Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der Patentansprüche 1, 5 und 9. Bevorzugte Aufgaben und Ausführungen werden durch die abhängigen Patentansprüche gelöst.

Führungsvorrichtungen für eine verdrehgesicherte fluiddichte Längsführung waren voluminös. Zur Volumenverkleinerung ist nun erfindungsgemäss eine Kombinationsgeometrie mit einem zylindrischen Stababschnitt und einem Mehrkantstababschnitt auf ein- und demselben in Längsrichtung bewegbaren Element gewählt worden.

Die Erfindung ist eine Führungsvorrichtung für eine verdrehgesicherte, fluiddichte Längsführung mit einem in einem rohrartigen Innenraum eines Aussenteils, in dessen Längsrichtung, geführt bewegbaren stabförmigen Teil. Der Erfindungsgegenstand hat einen in einem rohrartigen Innenraum eines Aussenteils, in dessen Längsrichtung, geführt bewegbaren stabförmigen Teil. Das stabförmige Teil hat mantelseitig sowohl einen zylindrischen Stababschnitt wie auch einen Mehrkantstababschnitt. Die Innenwand des Innenraums weist einen Führungsabschnitt auf, der im Querschnitt einen zylindrischen Formteil wie auch eine dem Mehrkantstababschnitt entsprechenden überlagerten Mehrkantformteil hat. Es ist ferner ein Dichtelement oder dergleichen vorhanden, mit dem der zylindrische Stababschnitt gegenüber der Innenwand des Innenraums derart abgedichtet wird, dass dieser Stababschnitt im Innenraum des Aussenteils fluiddicht und verdrehgesichert in Längsrichtung verschiebbar ist.

Hierdurch ist eine Kombination zwischen einer Verdrehsicherung, wie sie beispielsweise für das halbsteigende Prinzip einer Ventileinheit oder eines Spindelventils benötigt wird, und einer sich gut abdichten lassenden zylindrischen Bohrung, welche zudem eine gute Führung aufweist, gefunden worden. Die Führungseinheit lässt sich überall dort einsetzen, wo eine platzsparende Lösung für eine verdrehgesicherte, in Längsrichtung verschiebbare "Wellendichtung" gefunden werden muss.

Das stabförmige Teil hat, wie bereits ausgeführt, neben einem zylindrischen Stababschnitt einen Mehrkantstababschnitt. Die Fluidabdichtung wird am zylindrischen Stababschnitt vorgenommen, wobei der Abdichtungsort frei wählbar ist. Bevorzugt, aufgrund einer einfachen Konstruktion, wird man jedoch den Abdichtort derart wählen, dass das Dichtelement eine an einem Ende des Führungsabschnitts angeordnete Ringdichtung als sogenannte Spindelabdichtung zur fluiddichten Abdichtung des zylindrischen Stababschnitts ist. Da die Ringdichtung nicht bewegt wird, d.h. ortsfest angeordnet ist, können auch vom Ring abweichende Geometrien verwendet werden. Die Ringgeometrie ist jedoch eine äusserst preisgünstige und stabile Geometrie. Als Materialien für die Dichtelemente wird man vorzugsweise EPDM oder NBR verwenden.

Die "Ringdichtung" kann an jedem Ort entlang des zylindrischen Stababschnittes angeordnet werden. Der Weg zwischen einem Ende des zylindrischen Stababschnitts und dem Ort der Ringdichtung ergibt den zur Verfügung stehenden Führungsweg. Wird die Ringdichtung jedoch vorzugsweise in einem Aufnahmeraum am Ende des Führungsabschnitts untergebracht so ergibt sich ein maximaler Führungsweg; zudem kann mit dieser Ausführung ein Totraum zwischen einem Verschlusselement und der Ringdichtung vermieden werden. Auch kann hierdurch bei einem Einsatz in einem Ventileinsatz das Verschlusselement rückdichtend auf die Ringdichtung wirken.

Der Aufnahmeraum wird in seinen Abmessungen um eine Einpresstoleranz bzw. "Dichttoleranz" kleiner ausgebildet als die Ringdichtung, damit sich die Ringdichtung nach dem Einpressen fluiddicht an den zylindrischen Stababschnitt anschmiegt.

Das Ende des Führungsabschnitts hat eine radial nach aussen verlaufende Anlagefläche für die Ringdichtung und an der gegenüberliegenden Seite einen koaxialen Halteansatz. Der Halteansatz ist so schmal gewählt, dass die Ringdichtung mit einer Einpresskraft darüber schiebbar ist, aber dennoch so breit, dass die Ringdichtung aufgrund ihrer elastischen Kraft nicht über den Halteansatz gedrückt wird. Der Halteansatz wird vorzugsweise mit einem Einstichwerkzeug ausgefräst; er könnte jedoch in einer aufwändigeren Ausgestaltung auch als Ringscheibe aufgeschraubt werden.

Vorzugsweise wird der Mehrkantstababschnitt als regelmässiger Mehrkantstababschnitt ausgebildet; was jedoch nicht zwingend ist. Ein regelmässiger Mehrkantstababschnitt ist leichter herzustellen und sieht besser aus. Wird ein regelmässiger Mehrkantstababschnitt gewählt, so wählt man den Durchmesser des zylindrischen Querschnitts kleiner als einen Radius R eines den Querschnitt des Mehrkantstababschnitts umhüllenden Kreises und grösser als R · cos (180°/n), wobei n die Anzahl Ecken der Mehrkantform ist. Hierdurch ist gewährleistet, dass sich sowohl die Zylinderform und die Mehrkantform in einer Überlagerung gut, mit einem vertretbaren Spiel führen lassen.

Das stabförmige Teil kann eine koaxial verlaufende Innengewindebohrung haben, in die ein Gewindeelement zur Längsverschiebung eingreifen kann. Das stabförmige Teil ist somit gleichzeitig ein Element einer Längsverschiebeeinrichtung. Selbstverständlich können auch andere Verschiebekonstruktionen gewählt werden: Es könnte z. B. ein Linearantrieb mit einer Schubstange angreifen.

Die oben beschriebene Führungseinheit kann in einen Ventileinsatz z. B. für Armaturen integriert werden, wobei dann neben der als "Wellendichtung" wirkenden "Ringdichtung" ein Verschlusselement vorhanden ist. Das Verschlusselement ist vorzugsweise an einem Ende des stabförmigen Teils angeordnet. Das stabförmige Teil wird in diesem Fall oftmals auch als Spindeleinheit bezeichnet. Das Verschlusselement ist mit der Längsbewegung der Spindeleinheit zu einem Fluiddurchlass ein- und ausfahrbar bis dieser teilweise oder ganz verschlossen oder auch offen ist. Der Ventileinsatz kann sämtliche oben angeführten Ausführungsvarianten der Führungseinheit aufweisen.

Der Ventileinsatz kann auch als Baugruppe eines Spindelventils (z.B. Niederschraubventil) dienen, wodurch dessen Ausführung dann eine kompakte, servicefreundliche und preisgünstige Einheit ergibt. Das Gehäuse des Spindelventils hat dann wenigstens einen Fluidein- und wenigstens einen Fluidauslass.

Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:

Fig. 1
einen Längsschnitt durch ein Aussenteil der erfindungsgemässen Führungsvorrichtung,
Fig. 2
eine Draufsicht auf das in Figur 1 dargestellte Aussenteil in der dortigen Blickrichtung II,
Fig. 3
eine Seitenansicht eines stabförmigen Teils der erfindungsgemässen Führungsvorrichtung ohne Ringdichtung,
Fig. 4
einen Längsschnitt durch das in Figur 3 dargestellte Teil mit einer Ringdichtung,
Fig. 5
eine Draufsicht (in vergrössertem Massstab) auf den stabförmigen Teil in der inFigur 3 gezeigten Blickrichtung V,
Fig. 6
ein Spindelventil mit einem Ventileinsatz, der die in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Elemente enthält,
Fig. 7
einen Längsschnitt durch ein Handrad (Drehgriff) als Variante zu der in Figur 6 gezeigten Handradanordnung,
Fig. 8
eine Ansicht von unten gegen das in Figur 7 dargestellte Handrad,
Fig. 9
eine Draufsicht auf das in Figur 7 dargestellte Handrad,.
Fig. 10
eine schematische Darstellung von auf einem Antriebselement einer Ausführungsvariante zur Führungseinrichtung angeordneten Gewindeabschnitten und
Fig. 11
schematisch die Wirkungsweise des in Figur 10 skizzierten Antriebselements zusammen mit einer Halteeinheit (Einsatzbüchse) und einer Spindeleinheit.

Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile und Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Die erfindungsgemässe Führungsvorrichtung hat ein in den Figuren 1 und 2 dargestelltes Aussenteil 11 und ein in den Figuren 3 und 4 dargestelltes stabförmiges Teil 13, das auch als sogenannte Spindeleinheit dienen kann. Das Teil 13 ist, wie unten beschrieben, verdrehgesichert und fluiddicht in einem rohrartigen Innenraum 15 des Aussenteils 11 geführt. Die Bewegung des Teils 13 erfolgt in Längsrichtung des Aussenteils 11, also parallel zu dessen Längsachse 16. Das stabförmige Teil 13 hat mantelseitig sowohl einen zylindrischen Stababschnitt 17 wie auch einen Mehrkantstababschnitt19. Ein erster Innenwandbereich des Innenraums 15 des Aussenteils 11 weist einen Führungsabschnitt 20 auf, der einen einem zylindrischen Formteil 21 entsprechenden wie auch einem Mehrkantformteil 23 entsprechenden überlagerten Formteil hat. Das Aussenteil 11 der Führungsvorrichtung hat ferner ein Dichtelement 25 mit einem Durchbruch 26 als sogenannte Ringdichtung sowie einen zweiten, einen Aufnahmeraum27 für das Dichtelement 25 bildender Innenwandbereich 29. Der zylindrischen Stababschnitt 17 des stabförmigen Teils 13 ist fluiddicht durch den Durchbruch26 verschiebbar.

Der Aufnahmeraum 27 für das Dichtelement 25 ist an einem Ende 31 des Führungsabschnitts20 angeordnet. Der Aufnahmeraum 27 hat hier beispielsweise am Ende31 des Führungsabschnitts 20 eine radial nach aussen, senkrecht zur Längsachse16 des Aussenteils 11 verlaufende Anlagefläche 32 für das Dichtelement 25. Das Dichtelement ist hier als Ringdichtung 25 gewählt, welche einen Kreiszylinder mit einem zylindrischen Aussenmantel 33 und einem zentrischen zylindrischen Durchbruch26 aufweist. An dem der Anlagefläche 32 gegenüberliegenden Ende hat der Aufnahmeraum 27 einen umlaufenden koaxialen Halteansatz 35, der eine nach aussen sich erweiternde umlaufende Einlaufschräge 37 aufweist. Durch diese Einlaufschräge37 soll ein Einpressen der Ringdichtung 25 in den Aufnahmeraum 27 erleichtert werden. Die Tiefe t des Aufnahmeraums 27 sowie dessen Durchmesser da sind derart gewählt, dass sie um eine Einpresstoleranz kleiner sind als die entsprechenden Abmessungen der Ringdichtung 25. Der Innendurchmesser dr des Durchbruchs 26 ist derart gewählt, dass sich der Mehrkantstababschnitt 19 des stabförmigen Teils 13 bei noch nicht in den Aufnahmeraum 27 eingebrachter Ringdichtung 25 gut durchschieben lässt und im in dem Aufnahmeraum 27 eingebrachten Zustand der Ringdichtung 25 eine gute Fluidabdichtung bei einer möglichen Längsverschiebung des stabförmigen Teils 13 gegenüber dessen zylindrischen Stababschnitt 17 gegeben ist.

Der Mehrkantstababschnitt 19 ist hier beispielsweise als regelmässiger Sechskantabschnitt mit den Massen einer Sechskantmutter ausgebildet ist. Gemäss der Norm z.B. DIN 934 entspricht dann dem Eckenabstand e1 der Mutterecken der Sechskantmutter zweimal dem Radius R. Das Mass s der DIN 934 ist zur Orientierung inFigur 2 eingetragen. Der Mehrkantstababschnitt 19 könnte jedoch auch als ein unregelmässiger Mehrkantstababschnitt ausgebildet sein, falls eine vorgegebene Einbaustellung des stabförmigen Teils im Führungsabschnitt 20 gefordert würde. Als regelmässige Mehrkantstababschnitte können in Variation zu dem hier gewählten sechseckigen, auch drei-, vier- , fünfeckige und höhereckige gewählt werden. Eine allzu hohe Anzahl von Ecken ist jedoch nicht von Vorteil, da sich hierdurch eine immer stärkere Annäherung des die äusseren Ecken 40 umschliessenden Umhüllungskreises mit dem Radius R an einen Innenkreis ergibt, der die Seiten des Vielecks als Tangente hat. Hierdurch geht die Führungseigenschaft des Führungsabschnittes 20 allmählich verloren.

Vorteilhaft wählt man einen Radius rs des Querschnitts des zylindrischen Stababschnitts17 kleiner als einen Radius R eines den Querschnitt des Mehrkantstababschnitts19 umhüllenden Kreises 39 und grösser als R · cos (180°/n), wobei n die Anzahl Ecken 40 der Mehrkantform ist.

Der Führungsabschnitt 20 ist derart passend zum stabförmigen Teil 13 ausgebildet, dass sich dieses mit einer Spielpassung einschieben lässt und der stabförmige Teil 13 gegen Verdrehen gesichert geführt ist. Der Querschnitt des Führungsabschnitts20 wird somit mit einer Innenbohrung 41 hergestellt, welche einen Radius rs + Δ hat, wobei Δ die Spieltoleranz ist. In die Wand der Innenbohrung 41 werden der Lage der Ecken 40 entsprechend Nuten 43 mit einer Räumnadel eingebracht. Diese Nuten 43 haben einen Abstand R + Δ von der Achse 16 des Aussenteils 11.

Das stabförmige Teil 13 kann mit einer koaxial verlaufenden Innengewindebohrung45 ausgerüstet werden, in die ein unten erwähntes Antriebselement 74 mit einem Aussengewindeabschnitt 75 in einem Innengewinde 46 in der Innenbohrung 45 zur Längsverschiebung eingreifen kann.

Die oben beschriebene Führungsvorrichtung kann überall dort eingesetzt werden, wo vereinfacht ausgedrückt, eine Wellendichtung benötigt wird, bei der ein Verdrehen der "Welle" nicht gestattet ist. Nachfolgend wird hierzu als Beispiel ein Ventileinsatz mit der obigen Führungsvorrichtung beschrieben.

Ein in einem Ventileinsatz zu verwendender stabförmiger Teil 13 als Spindeleinheit weist zusätzlich ein Verschlusselement 47 auf, welches aufgrund der Bewegung der Spindeleinheit 13 parallel zur Spindellängsachse 16 einen Fluiddurchlass wenigsten teilweise verschliesst bzw. wenigstens teilweise öffnet. Ein beispielsweiser Fluiddurchlass ist in dem nachfolgenden Beispiel eines Spindelventils (Niederschraubventil)67 beschrieben. Das in Figur 4 dargestellte Verschlusselement 47 ist entsprechend der Kontur eines zu verschliessenden Fluiddurchlasses kreiszylindrisch mit einem abgedichteten Durchbruch 49 ausgebildet. Das Verschlusselement 47 muss nicht kreiszylindrisch sein; es kann je nach verwendetem Fluiddurchlass auch eine andere Form haben.

Das Verschlusselement 47 sitzt auf einem im Querschnitt kreiszylindrischen Stutzen 50, der in einen Gewindezapfen 51 übergeht, auf dem eine Anpressmutter 53 zur Befestigung des Verschlusselements 47 sitzt.

Wird die den zylindrischen Stababschnitt 17 gegen den Innenwandbereich 29 des Aussenteils 11 abdichtende Ringdichtung 25, wie oben beschrieben, im Aufnahmeraum27 angeordnet, so ergibt sich im vollständig geöffneten Zustand des Ventileinsatzes eine gegenüber dem Fluid totraumfreier Zustand, da das Verschlusselement 47 an der Ringdichtung 25 anliegt. Zusätzlich wirkt das Verschlusselement 47 rückdichtend und verleiht der Spindelabdichtung einen zusätzlichen Schutz vor Ablagerungen und Verschmutzung.

Das Aussenteil 11 hat ein in Figur 1 dargestelltes Innengewinde 55 als Halteelement. Das stabförmige Teil 13 als Spindeleinheit weist die oben angeführte koaxial verlaufende Innengewindebohrung 45 auf, in die ein ein Aussengewinde tragendes, im Halteelement gehaltenes Antriebselement 74 als Gewindeelement zur Längsverschiebung eingreift. Ein derartiges beispielsweises Antriebselement 74 wird im unten beschriebenen Spindelventil 67 verwendet. Vorzugsweise ist das Antriebselement 74 dann im Halteelement 79 im Aussenteil 11 über ein Gewinde gehalten, damit bei einer Drehbewegung des Antriebselements 74 eine der doppelten Gewindesteigung entsprechende Längsbewegung erzeugbar ist.

Vorzugsweise wird man am Aussenteil 11 an dessen Aussenseite im Bereich des die Ringdichtung aufweisenden Endbereichs ein Aussengewinde 57 anbringen, um den Ventileinsatz in eine Gehäuseöffnung 70 als Einsetzöffnung einschrauben zu können. Auf das Aussengewinde 57 folgt ein radialer Einstich 59, in den ein O-Ring 73 zur Abdichtung des Aussengewindes 57 in der Gehäuseöffnung 70 einlegbar ist. Der Einstich59 geht in einen überstehenden Ring 60 über, auf dem ein Mutternsechskant 61 angeformt ist. Der Übergang des Einstichs 59 zum Ring 60 erfolgt über eine senkrecht zur Längsachse verlaufende Ringfläche 63, welche beim Einschrauben in die Gehäuseöffnung70 als Anschlag dient. Am Muttersechskant 61 lässt sich ein entsprechender Schlüssel zum Einschrauben des Ventileinsatzes 69 bzw. des Aussenteils 11 in eine entsprechende Gewindebohrung (z.B. eine unten beschriebene Gehäuseöffnung 70) ansetzen. Ein verbleibender Aussenmantelbereich 64 des Aussenteils 11 ist zylindrisch ausgebildet.

Das in Figur 6 dargestellte Spindelventil 67 weist neben nachfolgend beschriebenen Elementen, den bereits oben angeführten Ventileinsatz 69 mit der ebenfalls oben aufgeführten Führungsvorrichtung auf.

Die Führungsvorrichtung hat auch hier das Aussenteil 11 und das stabförmige Teil 13 als Spindeleinheit mit dem Verschlusselement 47 und der Innenbohrung 45. Die Spindeleinheit 13 ist mit einer Ringdichtung 25 als Spindeldichtung gegenüber dem Innenraum15 des Aussenteils 11 abgedichtet. Das Aussenteil 11 ist mit seinem Aussengewinde57 in einer ein Innengewinde aufweisenden Gehäuseöffnung 70 eines Gehäuses71 als Armatur eingeschraubt und mit einem O-Ring 73 abgedichtet.

In die Innenbohrung 45 ist ein Antriebselement 74 (Antriebsspindel) eingeschraubt. Das Antriebselement 74 hat zwei voneinander distanzierte Aussengewinde75 und 76, wobei das eine Gewinde 75 mit dem Innengewinde 46 in der Innenbohrung45 der Spindeleinheit 13 und das andere Gewinde 76 mit dem Innengewinde 77 einer Einsatzbüchse 79 "kämmt". Die Einsatzbüchse 79 weist ein Aussengewinde auf, welches in das Innengewinde 55 des Aussenteils 11 eingeschraubt ist. Das Antriebselement74 überragt das Aussenteil 11 und hat an einem überragenden Teil ein Handrad80 (Drehgriff) zum Verdrehen des Antriebselements 74. Durch diese Verdrehung wird die Spindeleinheit 13 in der oben beschriebenen Führungsvorrichtung in Längsrichtung verschoben. Durch die Verbindung über zwei Gewinde 45 und 75 sowie 45 und 77 ergibt sich ein Hub, der einer doppelten Gewindesteigung entspricht.

In Figur 6 ist das Spindelventil 67 in seiner vollständig geöffneten Position dargestellt. In dieser Stellung liegt das Verschlusselement 47 auf der Ringdichtung 25 totraumfrei auf.

Durch eine Rotation des Handrades 80 kann das Verschlusselement 47 in das Gehäuse 71 eingeschraubt werden bis sein Rand einen im Gehäuse 71 angeordneten Fluiddurchlass 81 verschliesst. Der Fluiddurchlass 81 ist mit einem Fluideinlass 83 und einem Fluidauslass 84 verbunden. Das Verschlusselement 47 ist gegenüber dem Fluiddurchlass 81 derart angeordnet, dass die Achse 78 des Fluiddurchlasses 81 und die Längsachse 16 des Ventileinsatzes miteinander fluchten.

Das Dichtelement 25 muss nicht als Ringdichtung ausgebildet sein; es kann eine beliebige Form (Formdichtung z.B. Doppellippendichtung) haben. Der Aufnahmeraum27 muss dann allerdings entsprechend angepasst werden. Die Anlagefläche 32 für das Dichtelement 25 muss nicht als plane Fläche ausgebildet sein; sie kann eine beliebige Oberflächenkontur aufweisen. Bevorzugt wird man dann die Oberflächenkontur des Dichtelements entsprechend ausbilden. Hierdurch kann ein formschlüssiger Sitz des Dichtelements erreicht werden. Eine Ringdichtung ist jedoch gegenüber der gerade genannten Ausbildung bedeutend preisgünstiger.

Das Innengewinde 55 am Ende des Aussenteils 11 dient als Halteelement zusammen mit einer Einsatzbüchse 77 zur Halterung des Antriebselements 74. Anstelle miteinander wirkender Gewinde können auch andere Verbindungselemente wie beispieslweise ein Bajonettverschluss oder eine eingepresste Büchse verwendet werden.

In Figur 6 sind die miteinander kämmenden Gewinde 75 und 46 sowie 76 und77 derart ausgebildet, dass sich ein Hub mit der doppelten Gewindesteigung ergibt. Das Antriebselement 74 weist zwei voneinander distanzierte Aussengewinde 75 und76 auf. Im Gegensatz zur obigen Ausführung können nun diese Aussengewinde 75 und 76 gegenseitig umlaufend ausgebildet werden. Es kann z.B. das obere Aussengewinde76 (zusammen mit dem Innengewinde 77) als ein rechtsgängiges (bzw. rechtsdrehendes) Gewinde und das untere Aussengewinde 75 (zusammen mit der Gewindeinnenbohrung 46 der Spindeleinheit 13) als ein linksgängiges (bzw. linksdrehendes) Gewinde ausgebildet sein. Beide Gewinde 76/77 und 75/46 können mit unterschiedlicher Steigung ausgebildet werden, wobei beispielsweise die Steigung der oberen Gewinde 76/77 geringer als die Steigung der unteren Gewinde 75/46 gewählt wird. Die Anzahl der Umläufe soll bei beiden Gewinden 76/77 und 75/46 gleich sein.

Das Handrad 80 wird zum Öffnen des Spindelventils im Uhrzeigersinn gedreht. Durch die feste Verbindung des Handrads 80 mit dem oberen Ende des Antriebselements74 wird dieses gleichsinnig mitgedreht. Das obere Gewinde 76/77 ist rechtsgängig ausgebildet, weshalb das Antriebselement 74 entsprechend der Anzahl Umdrehungen des Handrads 80 aus dem Ventileinsatz 69 "emporsteigt". Während dem Betätigen des Handrads 80 spürt der Benutzer, dass sich das Handrad 80 anhebt. Das Öffnen des Spindelventils ist dadurch nicht nur visuell, sondern auch durch die in axialer Richtung ausgeführte Bewegung des Handrads 80 feststellbar.

Gleichzeitig wirkt das Antriebselement 74 mit den unteren Gewinde 75/46 auf die Spindeleinheit 13. Diese Gewinde 75/46 sind gegensinnig umlaufend zu den Gewinden76/77 ausgebildet. Durch das sich drehende Antriebselement 74 dringt dieses in die Spindeleinheit 13 ein. Zwar haben die Gewinde 75/46 und 76/77 die gleiche Anzahl an Umdrehungen, aber das untere Gewinde 74/46 soll eine grössere Steigung als die oberen Gewinde 76/77 aufweisen. Das Steigungsverhältnis von oberen zu unteren Gewinden 76/77 zu 74/46 soll beispielsweise 1 : 1,5 betragen. Steigt nun das Antriebselement beim Betätigen des Handrads 80 um 1 cm empor, so bewegt sich die Spindeleinheit13 1,5 cm nach unten.

In den Figuren 10 und 11 ist die oben beschriebene teleskopartige Verschiebung schematisch verdeutlicht.

Figur 7 zeigt einen Längsschnitt durch eine Ausführungsvariante eines Drehgriffs87 zum Drehgriff 80. Der Drehgriff 87 hat einen Drehgriff-Körper 101, welcher auf einem zum Antriebselement 74 analogen Antriebselement 103 eines zum Gehäuse 71 analog ausgebildeten Gehäuses verdrehsicher aufgesetzt ist. Auf der Oberseite (Sichtseite) des Drehgriff-Körpers 101 ist ein Tellerelement 102 eingesetzt. Der Drehgriff-Körper101 ist z.B. ein Kunststoff-Spritzgussteil mit einem mehr oder weniger zylindrischen Zentralteil 104 und mit einer Mehrzahl (z.B. fünf) von Armen 105.1 bis 105.5 (vgl. auch Figur 8). Der Drehgriff-Körper 101 ist innen hohl. Im Zentrum hat er einen Durchgangskanal 109 für das Antriebselement 103.

Das Antriebselement 103 ist aus Metall und hat einen Vierkant-Abschnitt 106, welcher mit dem Durchgangskanal 109 zusammenwirkt, so dass der Drehgriff-Körper101 verdrehfest auf dem Antriebselement 103 sitzt. Vorzugsweise bildet der Durchgangskanal109 ebenfalls einen Vierkant-Querschnitt. Oben am Vierkant-Abschnitt 106 hat das Antriebselement 103 eine umlaufende Nut 107. Das obere Ende des Antriebselements103 wird durch einen Kopf 108 gebildet.

Auf der Oberseite hat der Drehgriff-Körper 101 eine flächige Vertiefung 110 zur Aufnahme des Tellerelements 102. Die Vertiefung 110 erstreckt sich im Wesentlichen über den gesamten zylindrischen Zentralteil 104 bis zum Randteil 111 desselben. Der Randteil 111 ist eine peripher angeordnete Wandung.

Das Tellerelement 102 ist im Wesentlichen eine kreisförmige Scheibe mit einem nach unten abgewinkelten Rand (Ringwand 112). Im Zentrum des Tellerelements 102 ist - ebenfalls an der Unterseite - ein Ringelement 113 angeformt. Dieses nimmt den Kopf 108 auf und greift mit einem zur Zentralachse (= Achse des Antriebselements) vorstehenden Schulterteil 114 in einer Nut 107 des Antriebselements 103 ein. Die Form der Nut 107 ist vorzugsweise bogenartig und angepasst an den Schulterteil 114. Am oberen Ende ist der Kopf 108 randseitig abgeschrägt. Die Abschrägung bildet einen rampenartigen Übergang zwischen einem Durchmesser, nicht grösser als der durch den Schulterteil 114 definierte freie Innendurchmesser ist, und dem maximalen Aussendurchmesser des Kopfs 108. Das Tellerelement 102 kann infolgedessen mit dem Ringelement 113 auf den Kopf 108 aufgesetzt und durch Druck über diesen geschoben werden, bis der Schulterteil 114 in der Nut 107 einschnappt.

Am oberen Ende des Durchgangskanals 109 ist eine Abschrägung 115 ausgebildet. Im vorliegenden Beispiel hat sie eine Neigung von ca. 45° zur Längsachse des Durchgangskanals 109. Die Abschrägung ist so bemessen und platziert, dass sie mit dem Ringelement 113 zusammenwirken kann, um den Drehgriff-Körper 101 auf der Achse des Antriebselements 103 axial zu fixieren.

Am unteren Ende des Vierkant-Abschnitts 106 verbreitert sich das Antriebselement103 über den freien Querschnitt des Durchgangskanals 109 hinaus (vgl. Schulter126), so dass der Drehgriff-Körper 101 in eine definierte axiale Position auf dem Antriebselement 103 sitzt. Die Abschrägung 115 befindet sich dann im Bereich des oberen Endes des Vierkant-Abschnitts 106 bzw. im Bereich der Nut 107. Wenn nun der Schulterteil 114 rastend in der Nut 107 sitzt, dann drückt die Aussenseite des Ringelements113 auf die Abschrägung 115 und hält den Drehgriff-Körper 101 in der gewünschten axialen Position unverrückbar fest ("Verkeilung").

Damit das Tellerelement 102 bei Bedarf wieder ausgewechselt werden kann (z.B. wenn bei der Montage aus Versehen die falsche Kennzeichnung angebracht worden ist), ist an der Innenseite des umlaufenden Randteils 111 an einer beliebigen Stelle eine Eingriffsöffnung 116 vorgesehen. Es handelt sich um eine Art Ausbuchtung der Vertiefung 110. Sie befindet sich am Übergang (d.h. am Schlitz) zwischen dem Randteil111 und dem Tellerelement 102, derart dass z.B. mit einem Schraubenzieher oder einem anderen geeigneten Werkzeug (ev. auch mit einem für diesen Zweck speziell ausgebildeten Hilfsmittel) das Tellerelement 102 aus dem Eingriff mit dem Antriebselement103 herausgelöst werden kann.

Der Drehgriff-Körper 101 hat eine rohrförmige Sichtabdeckung 117, welche den aus dem Gehäuse 71 herausragenden Teil des Antriebselements 103 abdeckt. Zwischen der Sichtabdeckung 117 und dem Randteil 111 wird ein nach unten offener Freiraum119 gebildet.

Das Tellerelement 102 kann z.B. für eine leicht erkennbare Kennzeichnung einer Armatur verwendet werden. Insbesondere kann mit einer Farbe das Medium (Warmwasser/Kaltwasser etc.) angezeigt werden. Das Tellerelement 102 kann aber auch als Hinweis auf den Hersteller der Armatur dienen (z.B. durch eine Beschriftung und/oder ein Bild und/oder eine Farbe). Wichtig ist, dass das Tellerelement 102 nur einen oberflächlichen Bereich bzw. ein Einsetzelement bildet und nicht das Handrad 80 (Handgriff) als Ganzes. Das Tellerelement 102 braucht also keine Drehmomente (wie sie zum Betätigen der Armatur benötigt werden) aufzunehmen bzw. zu übertragen. Selbstverständlich kann im Sinn einer Option eine Drehmomentübertragung vorgesehen werden.

Mit dem auswechselbaren Tellerelement 102 kann die Logistik für eine Vielzahl von Armaturen einfacher und effizienter gestaltet werden. Es müssen nicht Handräder80 (Drehgriffe) mit unterschiedlicher Kennzeichnung produziert, gelagert und ausgeliefert werden. Vielmehr kann ein einheitlicher Handrad-Typ mit einer Befestigungsvorrichtung produziert und an Lager genommen werden, der bei der Auslieferung bzw. bei der Montage mit dem richtigen (d.h. mit der im Einzelfall gewünschten) Tellerelement102 mit der geeigneten Kennzeichnung versehen wird.

Das Tellerelement 102 braucht nicht eine bestimmte Form der Oberseite (= Sichtseite) zu haben. Es soll einfach eine Sichtseite besitzen, die genügend gross für eine gut sichtbare bzw. lesbare Markierung ist. Es kommt in der Regel auch nicht darauf an, dass das Tellerelement 102 dünn ist. Es ist eine Frage der Art der Schnappbefestigung, wie das Tellerelement 102 am Rand oder an der Unterseite (d.h. derjenigen Seite, welche der Sichtseite diametral gegenüber liegt) ausgestaltet ist. Wünschenswert ist eine einfache Aussenform, damit das Tellerelement 102 möglichst kostengünstig hergestellt und möglichst problemlos montiert werden kann.

Figur 8 zeigt eine Unteransicht des Drehgriff-Körpers 101. Es sind die fünf Arme105.1 bis 105.5 erkennbar, die in regelmässiger Anordnung an der Peripherie des Drehgriffs verteilt sind. Weiter ist erkennbar, dass im Sinn einer bevorzugten Ausführungsform der Randteil 111 im Durchmesser mehr als halb so gross ist, wie der Durchmesser des Hüllkreises 125 der Arme 105.1 bis 105.5. Die Arme 105.1 bis 105.5 sind also im Verhältnis zur Gesamtabmessung des Drehgriffs relativ kurz und breit.

Weiter ist der Freiraum 119 zu erkennen, der zwischen der Sichtabdeckung 117 und dem Randteil 111 vorhanden ist. Die in den Armen 105.1 bis 105.5 gebildeten Hohlräume gehen über in den Freiraum 119 bzw. sie bilden gleichsam einen Teil desselben.

Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann auch der nach unten offene Freiraum 119 mit einem Bodenelement 120 wie es in Figur 9 gezeigt ist verschlossen werden. Zu diesem Zweck sind z.B. in jedem Arm 105.1 bis 105.5 je zwei Rippen 121.1, 121.2 bzw. 121.3, 121.4 etc. ausgebildet, zwischen welchen ein z.B. zapfenförmiges Befestigungselement 122.1 bzw. 122.2 etc. festgeklemmt werden kann. Das genannte Befestigungselement 122.1 bzw. 122.2 etc. ist am Bodenelement120 an entsprechender Stelle ausgebildet.

Das Bodenelement 120 ist in der Draufsicht ein Ring mit einer zentralen Öffnung123, deren Durchmesser dem Aussendurchmesser der Sichtabdeckung 117 entspricht. An der Aussenseite des Rings sind 105 flügelartige Flächenteile 124.1 bis124.5 ausgebildet, welche die Arme 105.1 bis 105.5 nach unten abdecken bzw. verschliessen können. An jedem dieser Flächenteile 124.1 bis 124.5 ist ein Befestigungselement122.1 bis 122.5 vorhanden.

Bei der Montage wird wie folgt vorgegangen: Zunächst wird auf die Unterseite des Drehgriff-Körpers 101 das Bodenelement 120 fixiert. Die Befestigungselemente122.1 bis 122.5 rasten dabei zwischen den entsprechenden Rippen 121.1/121.1 bis121.9/121.10 ein. Danach wird der Drehgriff-Körper 101 auf das Antriebselement 103 aufgesetzt, wobei der vierkantige Durchgangskanal 109 mit dem Vierkant-Abschnitt106 in Eingriff kommt. Zuletzt wird das Tellerelement 102 auf den Kopf 108 aufgesetzt, wobei gleichzeitig der Drehgriff-Körper 101 auf dem Antriebselement 103 fixiert wird.

Grundsätzlich kann das Handrad jede geeignete Form haben. Es können weniger, aber auch mehr als fünf Arme bzw. Griffelemente vorgesehen sein. Das auswechselbare plattenförmige Element kann ähnlich wie das in Figur 9 gezeigte Bodenelement sternförmig sein, so dass auch die Arme teilweise abgedeckt sind. Denkbar ist weiter, dass nicht der Drehgriff-Körper, sondern das platten- bzw. tellerförmige Element verdrehgesichert auf dem Antriebselement befestigt ist, und dass das genannte Element und der Drehgriff-Körper ihrerseits verdrehsicher verbunden sind. Auf diese Weise ist ebenfalls eine Drehmomentübertragung vom Drehgriff-Körper auf das Antriebselement möglich.

Sofern das Tellerelement 102 keine Befestigungsfunktion für den Drehgriff-Körper wahrnimmt, ist es nicht zwingend erforderlich das Gehäuse mit dem Antriebselement nach unten zeigend zu montiert und das in Figur 9 gezeigte (oder ein sinngemässes) Bodenelement zu verwenden.

Das plattenförmige Element braucht auch nicht als zentral platzierter Teller ausgebildet zu sein. Es kann auch eine exzentrisch angeordnete Platte oder sogar ein peripher gelagertes Schild sein. Es ist typischerweise farblich anders gestaltet als der Drehgriff-Körper, so dass es ins Auge sticht. Zur Kennzeichnung kann es ferner mit einer Beschriftung oder einer Prägung versehen sein. Vorzugsweise wird die für die Mediumskennzeichnung übliche Farbcodierung (grün/blau/rot) verwendet.

In der Figur 7 ist eine einzige Eingriffsöffnung gezeigt. Häufig wird eine solche Öffnung auch genügen, um den erwünschten Effekt zu erzielen, um also den Deckel wieder zu entfernen. Es kann aber auch von Vorteil sein, wenn mehrere Eingriffsöffnungen oder Ausnehmungen vorgesehen sind. Es kann auch eine Art Wipphebel vorgesehen sein, der von aussen betätigbar ist, wie ein Druckknopf und der den Deckel nach oben vom Drehgriff-Körper wegdrückt.

Das Tellerelement kann z.B. auch in der Art eines Bajonett-Verschlusses an dem Antriebselement befestigbar sein. Das heisst, es kann ein einrastender Drehverschluss zwischen Tellerelement und Kopf vorgesehen sein. Ein solcher Bajonett-Verschluss stellt eine rastende Verbindung her und ist auch zur Befestigung des Tellerelements am Drehgriff-Körper denkbar.

Eine drehfeste Verbindung zwischen dem Drehgriff und dem Antriebselement kann natürlich auch auf andere Weise als mit einem Vierkant geschaffen werden. Neben Mehrkantformen mit z.B. fünf, sechs oder mehr Kanten sind auch ovale Formen möglich. Es können auch kreiszylindrische Formen mit einer Rippe bzw. Nase oder einer Rille bzw. Vertiefung verwendet werden.

Anstelle des Handrads kann auch eine Verstelleinheit (z.B. ein Elektromotor) für ein gesteuertes Verstellen des Spindelventils einrastend angeschlossen, d.h. aufgeschnappt werden.

Das stabförmige Teil 13 (Spindeleinheit) wird man vorzugsweise aus Edelstahl herstellen. Edelstahl weist eine ausgezeichnete Korrosionsfestigkeit auf, hat jedoch den Nachteil schwer bearbeitbar zu sein. Man kann deshalb auch Messing und Rotguss verwenden, welche man in vorteilhafter Weise jedoch veredeln sollte, um eine gut Korrosionsbeständigkeit zu erhalten. Zur Veredelung kann ein Vernickeln oder Verchromen sowie auch eine zusätzliche Beschichtung mit einer Zinn-Kobalt-Legierung vorgenommen werden.

Das stabförmige Teil 13 (Spindeleinheit) und das Aussenteil 11 können auch aus demselben Material bestehen, müssen es aber nicht. Analoges gilt für eine eventuelle Beschichtung. Die Materialien wird man einmal nach Kostengründen bei der Herstellung und bei deren Beanspruchung im Betrieb auswählen.

Auch das Antriebselement 74 und das Gehäuse 71 können aus den obengenannten Materialien bestehen.


Anspruch[de]
  1. Führungsvorrichtung für eine verdrehgesicherte, fluiddichte Längsführung mit einem in einem rohrartigen Innenraum (15) eines Aussenteils (11), in dessen Längsrichtung, geführt bewegbaren stabförmigen Teil (13), dadurch gekennzeichnet, dass das stabförmige Teil (13) mantelseitig sowohl einen zylindrischen Stababschnitt (17) wie auch einen Mehrkantstababschnitt (19) hat, ein erster Innenwandbereich des Innenraums (15) einen Führungsabschnitt (20) aufweist, der einen einem zylindrischen Formteil (21) entsprechenden wie auch einem Mehrkantformteil(23) entsprechenden überlagerten Formteil (20) hat, und ein Dichtelement(25) mit einem Durchbruch (26) sowie ein zweiter, einen Aufnahmeraum(27) für das Dichtelement (25) bildender Innenwandbereich des Aussenteils (11) vorhanden ist und der zylindrische Stababschnitt (17) des stabförmigen Teils (13) fluiddicht durch den Durchbruch (26) verschiebbar ist.
  2. Führungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum(27) für das Dichtelement (25) an einem Ende (31) des Führungsabschnitts(20) angeordnet ist, und vorzugsweise der Aufnahmeraum (27) am Ende(31) des Führungsabschnitts (20) eine radiale Anlagefläche (32) für das Dichtelement(25) sowie eine um eine Einpresstoleranz verkleinerte axiale Ausdehnung (t) entsprechend der Dicke des Dichtelements (25) hat und die axiale Ausdehnung durch einen koaxialen Halteansatz (35) begrenzt ist.
  3. Führungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrkantabschnitt als regelmässiger Mehrkantabschnitt (19) ausgebildet ist und der Radius (rs) des zylindrischen Querschnitts des zylindrischen Stababschnitts(17) kleiner als ein Radius R eines den Querschnitt des Mehrkantabschnitts(19) umhüllenden Kreises (39) und grösser als R · cos (180°/n) ist, wobei n die Anzahl Ecken (40) der Mehrkantform ist.
  4. Führungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das stabförmige Teil (13) eine koaxial verlaufende Innengewindebohrung(45) hat, in die ein Antriebselement (74) zur Längsverschiebung eingreifen kann.
  5. Führungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das stabförmige Teil (13) und/oder das Aussenteil (11) im Wesentlichen aus Edelstahl, insbesondere aus Messing, vorzugsweise aus Rotguss besteht, wobei die beiden letztgenannten Materialien in bevorzugter Weise vernickelt oder verchromt oder insbesondere mit einer Zinn-Kobalt-Legierungsbeschichtung versehen sind.
  6. Ventileinsatz (69) für eine Armatur (67) umfassend eine in Längsrichtung verschiebbare Spindeleinheit (13) und ein Aussenteil (11), dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 vorgesehen ist, wobei die Führungsvorrichtung eine verdrehgesicherte, fluiddichte Längsführung mit einem in einem rohrartigen Innenraum (15) eines Aussenteils(11), in dessen Längsrichtung, geführt bewegbaren stabförmigen Teil (13) als Spindeleinheit hat, die Spindeleinheit (13) mantelseitig sowohl einen zylindrischen Stababschnitt (17) wie auch einen Mehrkantstababschnitt (19) und ein Verschlusselement(47) hat, mit dem wenigstens ein Fluiddurchlass (81) aufgrund der Bewegung der Spindeleinheit (13) wenigstens teilweise verschliessbar ist, ein erster Innenwandbereich des Innenraums (15) einen Führungsabschnitt (20) aufweist, der einen einem zylindrischen Formteil (21) entsprechenden wie auch einem Mehrkantformteil (23) entsprechenden überlagerten Formteil (20) hat, und ein Dichtelement (25) mit einem Durchbruch (26) sowie ein zweiter, einen Aufnahmeraum(27) für das Dichtelement (25) bildender Innenwandbereich des Aussenteils(11) vorhanden ist und der zylindrische Stababschnitt (17) des stabförmigen Teils(13) fluiddicht durch den Durchbruch (26) verschiebbar ist.
  7. Ventileinsatz (69) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement(25) eine an einem Ende (31) des Führungsabschnitts (20) angeordnete Spindelabdichtung (Lippendichtung, Doppellippendichtung, Ringdichtung, ...) zur fluiddichten Abdichtung des zylindrischen Stababschnitts (17) ist, wobei vorzugsweise ein Aufnahmeraum (27) für die Abdichtung (25) vorhanden ist, der am Ende(31) des Führungsabschnitts (20) eine radiale Anlagefläche (32) für die Abdichtung(25) hat, wobei der Aufnahmeraum (27) eine um eine Einpresstoleranz verkleinerte axiale Ausdehnung (t) entsprechend der Abdichtungsdicke hat und die axiale Ausdehnung(t) durch einen koaxialen Halteansatz (35) begrenzt ist, wobei insbesondere das Verschlusselement (47) und die Abdichtung (25) derart angeordnet sind, dass durch eine Verschiebung in Längsrichtung der Spindeleinheit (13) in eine Endstellung Verschlusselement (47) und die Abdichtung (25) totraumfrei aufeinander liegen.
  8. Ventileinsatz (69) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrkantabschnitt als regelmässiger Mehrkantabschnitt (19) ausgebildet ist und der Radius (rs) des zylindrischen Querschnitts des zylindrischen Stababschnitts(17) kleiner als ein Radius (R) eines den Querschnitt des Mehrkantabschnitts (19) umhüllenden Kreises (39) und grösser als R · cos (180°/n) ist, wobei n die Anzahl Ecken (40) der Mehrkantform ist.
  9. Ventileinsatz (69) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Aussenteil (11) ein Halteelement (55) und die Spindeleinheit (13) eine koaxial verlaufende Bohrung (45) mit einem Innengewinde (46) aufweist, in die einen ersten Aussengewindeabschnitt (75) tragendes, im Halteelement (79) gehaltenes Antriebselement (74) zur Längsverschiebung eingreifen kann, und vorzugsweise das Antriebselement (74) einen zweiten Aussengewindeabschnitt (76) und das Halteelement (79) ein Innengewinde (77) hat, wobei das Innengewinde (46) der Innenbohrung (45) mit dem ersten Aussengewindeabschnitt (75) und das Innengewinde(77) des Halteelements (79) mit dem zweiten Aussengewindeabschnitt(76) der Antriebseinheit (74) miteinander kämmen.
  10. Spindelventil (67) als Armatur mit einem einen Fluideinlass (83) und einen Fluidauslass(84) aufweisenden Gehäuse (71), dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventileinsatz nach einem der Ansprüche 6 bis 9 umfassend eine in Längsrichtung verschiebbare Spindeleinheit (13) und ein Aussenteil (11) vorgesehen ist, welcher eine Führungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 hat, wobei die Führungsvorrichtung eine verdrehgesicherte, fluiddichte Längsführung mit einem in einem rohrartigen Innenraum (15) eines Aussenteils (11), in dessen Längsrichtung, geführt bewegbaren stabförmigen Teil (13) als Spindeleinheit hat, die Spindeleinheit(13) mantelseitig sowohl einen zylindrischen Stababschnitt (17) wie auch einen Mehrkantstababschnitt (19) und ein Verschlusselement (47) hat, mit dem wenigstens ein mit dem Fluideinlass (83) und dem Fluidauslass (84) in Verbindung stehender Fluiddurchlass (81) im Gehäuse (71) aufgrund der Bewegung der Spindeleinheit (13) wenigstens teilweise verschliessbar ist, ein erster Innenwandbereich des Innenraums (15) einen Führungsabschnitt (20) aufweist, der einen einem zylindrischen Formteil (21) entsprechenden wie auch einem Mehrkantformteil(23) entsprechenden überlagerten Formteil (20) hat, und ein Dichtelement(25) mit einem Durchbruch (26) sowie ein zweiter, einen Aufnahmeraum(27) für das Dichtelement (25) bildender Innenwandbereich des Aussenteils (11) vorhanden ist und der zylindrische Stababschnitt (17) des stabförmigen Teils (13) fluiddicht durch den Durchbruch (26) verschiebbar ist.
  11. Spindelventil (67) nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine im Gehäuse(71) angeordnete, fluiddicht abgedichtete Einsetzöffnung (70), welche gegenüber dem Fluiddurchlass (81) derart angeordnet ist, dass die Achse der Fluiddurchlasses(78) und die Längsachse (16) der Spindeleinheit (13) als Längsachse des Ventileinsatzes miteinander fluchten.






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