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Dokumentenidentifikation DE102004041974B4 15.02.2007
Titel Werkstücktransportvorrichtung
Anmelder Phoenix Contact GmbH & Co. KG, 32825 Blomberg, DE
Erfinder Grabbe, Wilhelm, Dipl.-Ing., 32657 Lemgo, DE
Vertreter Thielking und Kollegen, 33602 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 31.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004041974
Offenlegungstag 09.03.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2007
IPC-Hauptklasse B65G 25/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Werkstücktransportvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

In bekannter Ausführung werden bei einer solchen Werkstücktransportvorrichtung die Werkstückträger schrittweise vorgeschoben. Somit stehen während der Transportpause der Werkstückträger die darauf aufgenommenen Werkstücke still, um daran Bearbeitungen mittels entsprechender Aggregate und/oder Werkzeuge vorzunehmen. Insbesondere geht es bei einer Werkstücktransportvorrichtung der in Rede stehenden Art um die Beförderung von Bauteilen auf dem Gebiet der Elektrotechnik und der Elektronik, also um Bauteile, die relativ kleine Dimensionen aufweisen und deshalb in Bezug auf die Bearbeitungsaggregate und -werkzeuge exakt positioniert werden müssen. Bei derartigen Bauteilen handelt es sich beispielsweise um Klemmen, in die Stifte, Buchsen oder andere Kontakt- und Funktionselemente eingeschossen werden.

Für die Beförderung solcher Bauteile hat man bislang die Werkstückträger auf sich fortbewegenden, angetriebenen Transportmitteln, wie Ketten oder Segmentbändern, angeordnet. Solche Transportmittel sind elastisch. Dies stört insbesondere beim intermittierenden Vorschub, weil sich mit jedem Anfahren die Kette dehnt und mit jedem Anhalten wieder zusammenzieht. Wenn auch mit entsprechendem Bauaufwand der Ketten und geeigneter Vorspannung dieser Effekt vermindert werden kann, ist er insbesondere über längere Transportwege hinweg nicht in ausreichender Weise zu beseitigen, um Bearbeitungsvorgänge der vorgenannten Art störungsfrei ausführen zu können.

Aus dem Dokument DD 297893 A7 ist eine Werkstücktransportvorrichtung bekannt, die in einer ersten Transportrichtung schrittweise vor- und zurückfahrbare Werkstückträger aufweist, die in einer zweiten Transportrichtung quer zur ersten geradlinig vor- und zurückverfahren werden können. Für das Querverfahren sind an den Werkstückträgern quer zur Transportrichtung offene Mitnehmeraufnahmen vorgesehen, und der zugehörige Vorschubantrieb weist darin in der Transportrichtung formschlüssig in Eingriff bringbare Mitnehmer auf, die an umlaufenden Ketten angeordnet sind. So können die Werkstückträger von Parkpositionen, die seitlich neben der Hauptfördervorrichtung angeordnet sind, an Anschlußstellen der Querfördervorrichtung übernommen, zu einer Bearbeitungsstation hin- und rückgefördert werden, um sie wieder in die Parkposition zurückzuführen. Die Anordnung der Mitnehmer an umlaufenden Ketten ermöglicht den Transport der Werkstückträger in einander entgegengesetzten Transportrichtungen entsprechend der Gegenläufigkeit der parallel in der Transportrichtung sich erstreckenden Kettentrumme.

Aus dem Dokument DE 100 48 255 B4 ist eine Transportvorrichtung bekannt, um Werkstücke in einer Vorschubrichtung zwischen aufeinanderfolgenden Stationen zu bewegen. Hierbei werden die Werkstücke zum Teil gemeinsam, zum Teil einander abwechselnd von Vorschubmitteln hintergriffen, von denen das jeweils nicht die Werkstücke hintergreifende Vorschubmittel entgegen der Transportrichtung in seine Ausgangslage zurückfährt.

Aus dem Dokument DE 89 12 348.4 U1 ist eine Schlitten-Transportvorrichtung bekannt, um zwei parallel miteinander verfahrbare Schlitten einander abwechselnd um eine vorgegebene Wegstrecke vor- und zurückfahren zu können. Dazu ist entlang dem Verfahrweg zwischen den beiden Schlitten eine langgestreckte Zylinderwalze angeordnet, die um die Zylinderachse drehend antreibbar ist. In den Umfang dieser Zylinderwalze sind zwei Steuernuten in Wendelform eingearbeitet, und jeder der Schlitten greift in die ihm zugeordnete Steuernut mittels eines Mitnehmers ein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der ein intermittierender Vorschub der Werkstückträger in der einzigen Transportrichtung mit hoher Positioniergenauigkeit an den Bearbeitungsstationen erreicht wird.

Diese Aufgabe wird einer Werkstücktransportvorrichtung der oben genannten Art nach der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Für die Genauigkeit der Werkstücktransportvorrichtung ist wesentlich, daß der Eingriff der Mitnehmer in die Mitnehmeraufnahmen der Werkstückträger nahezu spielfrei erfolgt. Hierzu werden die Mitnehmer an die Mitnehmeraufnahme der Werkstückträger in geeigneter Weise angepaßt. Neben den in den Unteransprüchen hierzu angegebenen Merkmalen kann der in der Transportrichtung der Werkstückträger notwendige Formschluß auch zwischen federnd gelagerten und/oder konischen und/oder keilförmigen Mitnehmern und entsprechend konturierten Mitnehmeraufnahmen erzielt werden, je nachdem erreicht man einen nahezu spielfreien oder sogar einen spielfreien Formschluß in der Transportrichtung. Wichtig ist weiter, die Mitnehmer in ihrem Vorlauf und Rücklauf über eine begrenzte Wegstrecke exakt steuern und positionieren zu können, was sich gleichwirkend mit dem Ziel auf die Werkstückträger überträgt, den jeweiligen Hub des intermittierenden Vorschubs genau einzuhalten und die Werkstückträger für den Bearbeitungsvorgang der darauf angeordneten Werkstücke zeitgenau anhalten und weiterbewegen zu können, was die Synchronisation mit den Bearbeitungsvorgängen vereinfacht.

Vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung noch näher erläutert. Dabei zeigen:

1 in perspektivischer Darstellung einen Abschnitt der Werkstücktransportvorrichtung mit teilweise weggeschnittenen bzw. -gebrochenen Bauteilen zwecks Wiedergabe der verdeckt liegenden Bauteile,

2 eine perspektivische Unteransicht eines der Werkstückträger der Transportvorrichtung nach 1,

3 eine Teil-Seitansicht des Werkstückträger-Mitnahmebereichs der Transportvorrichtung nach 1,

4 eine Stirnansicht der Werkstücktransportvorrichtung nach 1,

5 eine Seitansicht des Bereichs des Vorschubantriebs der Werkstücktransportvorrichtung nach 1 und

6 eine der 5 entsprechende Seitansicht unter Weglassen der Verkleidungen der Gewindespindel des Vorschubantriebs.

Im einzelnen zeigt 1 zwei Werkstückträger 1, von denen grundsätzlich eine Vielzahl vorhanden ist. Die Werkstückträger 1werden in ununterbrochener Folge auf einer Führungsbahn 2 befördert, wobei die Werkstückträger 1 entweder lückenlos aneinander anschließen oder mit gleichbleibenden Lücken zwischen sich aufeinanderfolgen.

Die Führungsbahn 2 gliedert sich in zwei Bahnabschnitte, die quer zur Transportrichtung zueinander beabstandet angeordnet sind. Diese Bahnabschnitte sind durch die obenliegenden Seiten 3.1 zweier Führungsschienen 3 gebildet, deren einander gegenüberliegende Innenseiten 3.2, welche von den obenliegenden Seiten 3.1 rechtwinklig abgewinkelt sind, die Führung der Werkstückträger 1 übernehmen. Die Werkstückträger 1 weisen dazu an ihren Längsseiten eine Führungskontur 4 auf, deren Einzelheiten sich aus 2 ergeben. Unterhalb der Randbereiche der Werkstückträger 1 findet sich dazu eine Auflagefläche 4.1, mit der die Werkstückträger 1 auf der horizontalen Führungsbahn 2 gleiten. Rechtwinklig dazu steht jeweils eine Führungsfläche 4.2, über die die Werkstückträger 1 an den vertikalen Innenseiten 3.2 der Führungsschienen 3 geführt werden.

Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die obenliegenden Seiten 3.1 der beiden Führungsschienen 3 höhengleich angeordnet, dementsprechend liegen die beiden Abschnitte der Führungsbahn 2 auf demselben Niveau. Es kann auch vorgesehen werden, die beiden obenliegenden Seiten 3.1 der Führungsschienen 3 in voneinander abweichender Höhenlage anzuordnen, hierbei sind dann auch die Führungskonturen 4 an den beiden Längsseiten der Werkstückträger 1 in unterschiedlicher Höhenlage vorgesehen. Dadurch wird erreicht, die Werkstückträger 1 nur in einer einzigen Ausrichtung auf die Förderbahn 2 aufsetzen zu können. Dies kann für die exakte Positionierung der Werkstückträger 1 im Hinblick auf die Gestaltungsfreiheiten für die Übertragung der Transportbewegung von Vorteil sein.

An den Unterseiten der Werkstückträger 1 sind Mitnehmeraufnahmen 5 vorhanden, die schlitz- oder nutförmig sind und sich mit ihrer Längsrichtung quer zur Transportrichtung erstrecken. In diese Mitnehmeraufnahmen greifen Mitnehmer 6 und 8 von einander gegenüberliegenden Seiten quer zur Transportrichtung wechselweise ein. Die Schlitzweite der Mitnehmeraufnahmen 5 an den Werkstückträgern 1 ist exakt an den Durchmesser der Mitnehmer 6, 8 angepaßt, deshalb ist von der Unterseite her ein aus gehärtetem Stahl bestehendes Einsatzteil 5.1 in die Werkstückträger 1 eingelassen, wie 2 veranschaulicht. Dieses Einsatzteil 5.1 ist mit einem den Aufnahmeschlitz 5.2 exakt begrenzenden Flanken versehen, zwischen denen jeweils einer der Mitnehmer 6 oder 8 in Transportrichtung gesehen so gut wie spielfrei aufgenommen werden kann.

Sowohl die Mitnehmer 6 als auch die Mitnehmer 8 sind je in einer Reihe in der Transportrichtung bzw. parallel dazu angeordnet, und da jede dieser Reihen je nach der Länge der Transportstrecke eine unterschiedliche Anzahl von Mitnehmern 6 oder 8 aufweist, sind die Mitnehmerreihen mit 6n und 8n bezeichnet. Mit sämtlichen Werkstückträgern 1 steht jeweils nur eine der Mitnehmerreihen 6n oder 8n in Eingriff, und zwar diejenige, die – wie nachstehend noch erläutert werden wird – sich in der Transportrichtung bewegt. In der Darstellung von 1 sind dies die Mitnehmer 6 der Mitnehmerreihe 6n. Die zweite Mitnehmerreihe 8n wird gleichzeitig entgegen der Transportrichtung verfahren. Da der Vorschub der Werkstückträger 1 intermittierend erfolgt, wechselt während des Stillstandes der Werkstückträger 1 der Mitnehmereingriff, es schwenken die Mitnehmer 6 aus den Mitnehmeraufnahmen 5 der Werkstückträger 1 heraus und gleichzeitig werden die Mitnehmer 8 in die Mitnehmeraufnahmen 5 eingeschwenkt. Man richtet dies zweckmäßig so ein, daß die Mitnehmer 8 bereits in Eingriff mit den Mitnehmeraufnahmen 5 stehen, solange die Mitnehmer 6 aus den Mitnehmeraufnahmen 5 der Werkstückträger 1 noch nicht herausgefahren sind. So bleiben die Werkstückträger 1 nicht unkontrolliert sich selbst überlassen, und man benötigt für ihre exakte Positionierung während des Stillstandes nicht noch zusätzliche Arretiervorrichtungen. Nachdem die Mitnehmer 6 außer Eingriff mit den Mitnehmeraufnahmen 5 der Werkstückträger 1 sind, wird die Mitnehmerreihe 8n in Vorschubrichtung verfahren, und es fährt zu gleicher Zeit die Mitnehmerreihe 6n in ihre Ausgangslage zur Mitnahme der Werkstückträger 1 zurück. Entsprechend umgekehrt spielt sich der Vorgang ab, wenn die Mitnehmer 8 der Mitnehmerreihe 8n außer Eingriff mit den Mitnehmeraufnahmen 5 der Werkstückträger 1 gebracht werden und die Mitnehmer 6 der Mitnehmerreihe 6n in Eingriff mit den Mitnehmeraufnahmen 5 kommen.

Die Mitnehmerreihe 6n ist auf einer Mitnehmerleiste 7 angeordnet, in gleicher Weise finden sich die Mitnehmer 8 an einer Mitnehmerleiste 9. Die Mitnehmer 6, 8 sind an den Mitnehmerleisten 7, 9 als nach oben vorstehende, zylindrische Zapfen ausgebildet. Für den Eingriff in die Mitnehmeraufnahmen 5 der Werkstückträger 1 werden die Mitnehmer 6, 8 entlang einer Kreisbahn bewegt, deren Radialebene quer zur Transportrichtung steht. Es versteht sich, daß in Richtung dieser Kreisbahn, im wesentlichen also quer zur Transportrichtung die unterseitigen Mitnehmeraufnahmen 5 an den Werkstückträgern 1 beidendig offen sind. So können die Mitnehmer 6, 8 einander abwechselnd von unterschiedlichen Seiten in die Mitnehmeraufnahmen 5 der Werkstückträger 1 eintauchen. Dies setzt weiter voraus, daß die Teilung der Mitnehmer 6 der Mitnehmerreihe 6n und die der Mitnehmer 8 der Mitnehmerreihe 8n gleich ist, und der Abstand der Mitnehmeraufnahmen 5 unterseitig an den Werkstückträgern 1 entspricht dieser Teilung. Wie dazu auch 3 veranschaulicht, steht während des Vorschubs nur einer der Mitnehmer 6, 8 in Eingriff mit den Werkstückträgern 1, die jeweils nur eine einzige Mitnehmeraufnahme 5 aufweisen. Wie erwähnt, kann sich während des Stillstandes der Werkstückträger 1 der Eingriff der Mitnehmer 6, 8 überlappen.

Anders als beim dargestellten Ausführungsbeispiel können die Mitnehmer 6, 8 als im Querschnitt quadratische Stifte oder im Querschnitt rechteckige Stege ausgebildet sein, die in gleicher Weise wie die zapfenförmigen Mitnehmer 6, 8 entlang einer Kreisbahn bewegt werden. Um einerseits ein enges Spiel zwischen den Mitnehmern 6, 8 und den schlitz- oder nutförmigen Mitnehmeraufnahmen 5 an den Werkstückträgern 1 zu realisieren, aber andererseits die Einführung der Mitnehmer 6, 8 in die Mitnehmeraufnahmen 5 zu erleichtern, können die Mitnehmer 6, 8 sich zu ihrer in Eingriffsrichtung vornliegenden Seite verjüngen und auch ballige Längsseiten aufweisen, an deren Scheitelbereiche die Nut- bzw. Schlitzweite der Mitnehmeraufnahmen 5 an den Werkstückträgern 1 angepaßt ist.

Die Mitnehmerleisten 7, 9 sitzen auf Tragleisten 10, 11, wobei auf den Tragleisten 10, 11 mehrere der Mitnehmerleisten 7, 9 angeordnet sein können. Jeweils zwei der einander gegenüberliegenden Tragleisten 10, 11 einschließlich der daran befestigten Mitnehmerleisten 7, 9 sind mit einem gemeinsamen Schwenkantrieb verbunden, um die Mitnehmerreihen 6n und 8n in der vorstehend beschriebenen Weise entlang einer Kreisbahn quer zur Transportrichtung zu verschwenken. Dazu sind die Tragleisten 10, 11 der Mitnehmerleisten 7, 9 mittels zwei oder mehreren Führungsblöcken 13 auf einer Schwenkwelle 14 angeordnet, wobei die Führungsblöcke 13 auf der Schwenkwelle 14 drehfest gehalten, jedoch andererseits axial verschieblich sind. Jede der Tragleisten 10, 11 ist je für sich mit solchen Führungsblöcken 13 auf der Schwenkwelle 14 aufgelagert, und zwar so, daß bei dem Vor- und Rücklauf die Führungsblöcke 13 nicht miteinander kollidieren. Dies erkennt man insbesondere in 4, in welcher die rechts dargestellte Tragleiste 11 nicht in Verbindung mit dem Führungsblock 13 steht, welcher mit der links wiedergegebenen Tragleiste 10 fest verbunden ist. Die Schwenkwelle 14 wird alternierend in beiden Schwenkrichtungen von einem Drehantrieb 15 angetrieben, der über ein im einzelnen nicht näher dargestelltes Getriebe 15.1 mit der Schwenkwelle 14 gekuppelt ist, vgl. hierzu 3. Vorzugsweise wird für den Drehantrieb 15 ein Servomotor eingesetzt.

Die axial lose Auflagerung der Mitnehmerleisten 7, 9 auf der Schwenkwelle 14 dient dazu, mittels einer Antriebsvorrichtung 16 die gemäß 1 in Eingriff mit den Werkstückträgern 1 befindliche Mitnehmerreihe 6n in der Transportrichtung vorzuschieben und zugleich die außer Eingriff mit den Werkstückträgern 1 stehende Mitnehmerreihe 8n um die Länge des Vorschubhubes zurücklaufen zu lassen. Die entsprechend über die Antriebsvorrichtung 16 vorgenommene Mitnahme der Tragleisten 10, 11 für die Mitnehmerleisten 7, 9 geschieht ohne die Schwenkbeweglichkeit der Tragleisten 10, 11 mitsamt der Mitnehmerleisten 7, 9 zu beeinträchtigen.

Die Antriebsvorrichtung 16 weist – wie 1 weiter zeigt – Mitnehmerschlitten 20, 21 auf, die auf einer Führung 17 in der Transportrichtung der Werkstückträger 1 verfahrbar sind. Dies geschieht ebenfalls abwechselnd in der Transportrichtung und entgegen der Transportrichtung. Dementsprechend steht der eine Mitnehmerschlitten 20 in Eingriff mit der Mitnehmerleiste 7 und der zweite Transportschlitten 21 in Eingriff mit der zweiten Mitnehmerleiste 9. Dies geschieht mittels Mitnahmenocken 20.1, 21.1, die jeweils in eine Kulisse 22 eingreifen, die sich an der Unterseite der betreffenden Tragleiste 10, 11 befindet. Diese Kulisse 22 verläuft in einer der Radialebenen der Schwenkwelle 14 und zwar so tangential zur Schwenkrichtung der Tragleisten 10, 11, daß sie unabhängig von der Schwenklage der Befestigungsleiste 10, 11 stets in Eingriff mit dem Mitnahmenocken 20.1, 21.1 steht. Die Kulissen 22 und die Mitnahmenocken 20.1, 21.1 sind derart exakt gefertigt und aufeinander abgestimmt, daß trotz der notwendigen Relativverschiebung quer zur Transportrichtung eine nahezu spielfreie Mitnahme in der Transportrichtung bzw. entgegen der Transportrichtung sichergestellt ist. Dazu sind die Kulissen 22 an auf die Tragschienen 10, 11 aufgesetzten Mitnahmeteilen 23 ausgebildet, die aus gehärtetem Stahl bestehen.

Wie aus den 1, 5 und 6 weiter hervorgeht, stehen unterseitig an den Mitnehmerschlitten 20, 21 Konsolen 20.2, 21.2 vor, die mittels Gewindebohrungen in Eingriff mit einer Gewindespindel 19 stehen. Die Gewindespindel 19 weist in ihrer Achsrichtung hintereinanderliegend einen ersten Abschnitt 19.1 mit einem Linksgewinde und einen zweiten Abschnitt 19.2 mit einem Rechtsgewinde auf. Die einander benachbarten Mitnehmerschlitten 20, 21 stehen über ihre Mitnehmerkonsolen 20.2, 21.2 jeweils nur mit einem der Gewindeabschnitte 19.1, 19.2 der Gewindespindel 19 in Eingriff, so daß sich je nach Drehrichtung der Gewindespindel 19 die Mitnehmerschlitten 20, 21 aufeinander zu bewegen oder voneinander entfernen. Mittels eines Drehantriebs 18, wie eines Servomotors, wird die Gewindespindel 19 alternierend rechts-links-drehend angetrieben, wobei aufgrund gleicher Steigungen des Rechtsgewindes und des Linksgewindes in der einen Drehrichtung der Gewindespindel 19 der jeweils eine Mitnehmerschlitten 20 oder 21 den Vorschubhub in der Transportrichtung ausführt, während der zweite Mitnehmerschlitten 21 oder 20 entgegen der Transportrichtung um die gleiche Weglänge zurückläuft. Dieses Bewegungsspiel ist so auf die Schwenkbewegung und -position der Mitnehmerleisten 7, 9 abgestimmt, daß nur bei Eingriff der betreffenden Mitnehmerreihe 6n, 8n in die Werkstückträger 1 das Verfahren in der Vorschubrichtung verläuft, während diejenige Mitnehmerleiste 7, 9, deren Mitnehmerreihe 6n, 8n nicht in Eingriff mit den Werkstückträgern 1 steht, über den betreffenden Mitnehmerschlitten 20, 21 in die Ausgangslage des Vorschubhubes zurückgefahren wird.

Um die Zugriffsmöglichkeiten zu den Oberseiten der Werkstückträger 1 nicht zu behindern, sind sowohl der Schwenkantrieb 12 als auch die Antriebsvorrichtung 16 unterhalb der Transportebene angeordnet, wobei sich die Antriebsvorrichtung 16 noch unterhalb dem Schwenkantrieb 12 befindet. Auf diese Weise kann die gesamte Vorschubeinrichtung für die Werkstückträger 1 in kompakter Bauweise ausgeführt werden.


Anspruch[de]
Werkstücktransportvorrichtung mit taktweise entlang von Bearbeitungsstationen in einer Transportrichtung geförderten Werkstückträgern (1), die auf einer geradlinig sich erstreckenden Führungsbahn (2) angeordnet sind, und mit einem Vorschubantrieb für die Werkstückträger, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückträger (1) quer zur Transportrichtung offene Mitnehmeraufnahmen (5) haben und der Vorschubantrieb darin in der Transportrichtung formschlüssig in Eingriff bringbare Mitnehmer (6, 8) aufweist, die in zwei Reihen (6n, 8n) jeweils in der Transportrichtung fluchtend hintereinander angeordnet sind, wobei die beiden Mitnehmerreihen (6n, 8n) zum einen quer zur Transportrichtung für einen einander abwechselnden Eingriff ihrer Mitnehmer (6, 8) in die Mitnehmeraufnahmen (5) der Werkstückträger (1) beweglich und zum anderen entweder in der Eingriffslage ihrer Mitnehmer (6, 8) in der Transportrichtung oder in der Position außer Eingriff ihrer Mitnehmer (6, 8) von den Mitnehmeraufnahmen (5) der Werkstückträger (1) entgegen der Transportrichtung jeweils um eine gleiche Weglänge verfahrbar sind. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerreihen (6n, 8n) entlang der Führungsbahn (2) für die Werkstückträger (1) quer zur Transportrichtung in Abstand voneinander angeordnet sind. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückträger (1) in voneinander abgekehrten Richtungen quer zur Transportrichtung offene Mitnehmeraufnahmen (5) haben, wobei in jede Mitnehmeraufnahme (5) jeweils ein Mitnehmer (6, 8) einer der beiden Mitnehmerreihen (6n, 8n) in Eingriff bringbar ist. Werkstücktransportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Werkstückträger (1) je eine in einer der beiden Querrichtungen offene Mitnehmeraufnahme (5) oder eine in beiden Querrichtungen offene Mitnehmeraufnahme (5) hat und die Mitnehmer (6, 8) beider Mitnehmerreihen (6n, 8n) mit einer regelmäßigen Teilung entsprechend einem gleichbleibenden Abstand der Mitnehmeraufnahmen (5) aufeinanderfolgender Werkstückträger (1) angeordnet sind. Werkstücktransportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmeraufnahmen (5) an der Unterseite der Werkstückträger (1) angeordnet sind und die Mitnehmer (6, 8) von unten her neben der Führungsbahn (2) in Eingriff mit den Mitnehmeraufnahmen (5) der Werkstückträger (1) kommen. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückträger (1) plattenförmig sind oder einen Unterbau in Form einer Platte haben und daran unterseitig die Mitnehmeraufnahmen (5) angeordnet sind. Werkstücktransportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahn (2) zwei miteinander parallele Schienen (3) aufweist, die je einen Abschnitt der Führungsbahn (2) bilden, wobei die Mitnehmerreihen (6n, 8n) zwischen diesen beiden Schienen (3) angeordnet sind. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseiten der die Führungsbahn (2) bildenden Schienen (3) voneinander abweichende Höhenlagen haben und demgemäß die Abschnitte der Führungsbahn (2) auf unterschiedlichem Niveau liegen. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückträger (2) an ihren Längsseiten je mit einer Führungskontur (4) versehen sind, mittels derer die Werkstückträger (1) gleitend auf den Schienen (3) aufgelagert sind, wobei diese Führungskontur (4) eine Auflagefläche (4.1), die auf der Oberseite der betreffenden Schiene (3) aufliegt, und zur seitlichen Führung daran eine zur der Auflagefläche (4.1) winklige Führungsfläche (4.2) aufweist. Werkstücktransportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1–9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Mitnehmerreihen (6n, 8n) derart gesteuert sind, daß die Mitnehmer (6) der ersten Mitnehmerreihe (6n) erst dann außer Eingriff mit den Mitnehmeraufnahmen (5) der Werkstückträger (1) kommen, wenn die Mitnehmer (8) der zweiten Mitnehmerreihe (8n) sich bereits in Eingriff mit den zugehörigen Mitnehmeraufnahmen (5) befinden und umgekehrt die Mitnehmer (8) der zweiten Mitnehmerreihe (8n) erst dann außer Eingriff mit den Mitnehmeraufnahmen (5) kommen, wenn die Mitnehmer (6) der ersten Mitnehmerreihe (6n) sich bereits im Eingriff mit den zugehörigen Mitnehmeraufnahmen (5) befinden. Werkstücktransportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1–10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (6, 8) jeder Mitnehmerreihe (6n, 8n) als an einer Mitnehmerleiste (7, 9) vorstehende Glieder und die Mitnehmeraufnahmen (5) an den Werkstückträgern (1) in Form von Schlitzen ausgebildet sind, die eine an die Eingriffsbreite der vorstehenden Mitnehmer (6, 8) mit Spiel angepaßte Weite haben. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (6, 8) an der Mitnehmerleiste (7, 9) vorstehende Zapfen sind. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (6, 8) jeder Mitnehmerreihe (6n, 8n) als in der Richtung der schlitzförmigen Mitnehmeraufnahmen (5) sich erstreckende Stege ausgebildet sind. Werkstücktransportvorrichtung nach einem der Ansprüche 11–13, dadurch gekennzeichnet, daß die schlitzförmigen Mitnehmeraufnahmen (5) aus aus Stahl bestehenden Einsatzteilen (5.1) ausgebildet sind, die in die Werkstückträger (1) eingelassen sind. Werkstücktransportvorrichtung nach einem der Ansprüche 11–14, dadurch gekennzeichnet, daß jede Mitnehmerleiste (7, 9) um eine in der Transportrichtung verlaufende Schwenkachse schwenkbar ist und entsprechend die daran befindlichen Mitnehmer (6, 8) zum Eingreifen in die Mitnehmeraufnahmen (5) an den Werkstückträgern (1) oder zum Außereingriffbringen daraus entlang von Kreisbogenabschnitten schwenkbar sind. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei der Mitnehmerleisten (7, 9), die an der Führungsbahn (2) einander quer zur Transportrichtung gegenüberliegen, als zusammenwirkendes Paar einen gemeinsamen Schwenkantrieb (12) für ein miteinander synchrones Rechts-Links-Schwenken aufweisen. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb (12) für die Mitnehmerleisten (7, 9) eine gemeinsame in der Transportrichtung sich erstreckende Schwenkwelle (14) aufweist, an der die beiden Mitnehmerleisten (7, 9) drehfest sowie verschiebbar sind, wobei diese Schwenkwelle (14) mit einem drehrichtungsumkehrbaren Drehantrieb (15) gekuppelt ist. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Mitnehmerleisten (7, 9) eine gemeinsame Antriebsvorrichtung (16) für den wechselseitigen Vorlauf in der Transportrichtung sowie Rücklauf entgegen der Transportrichtung aufweisen. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (16) für den Vor- und Rücklauf der Mitnehmerleisten (7, 9) eine Gewindespindel (19) aufweist, die sich in der Transportrichtung erstreckt und die zwei axial hintereinanderliegende Abschnitte (19.1, 19.2) hat, von denen der erste mit einem Rechtsgewinde und der zweite mit einem Linksgewinde versehen ist, wobei mit jedem der beiden Spindelabschnitte (19.1, 19.2) je ein Mitnehmerschlitten (20, 21) mittels einer entsprechenden Gewindebohrung in Eingriff steht und der erste Mitnehmerschlitten (20) mit der ersten Mitnehmerleiste (7) und der zweite Mitnehmerschlitten (21) mit der zweiten Mitnehmerleiste (9) in der Transportrichtung formschlüssig sowie in der Schwenkrichtung der Mitnehmerleisten (7, 9) mit einem dem Schwenkweg entsprechenden Spiel gekoppelt ist, wobei die Gewindespindel (19) alternierend rechts-links-drehend angetrieben ist. Werkstücktransportvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerschlitten (20, 21) der Antriebsvorrichtung (16) vorstehende Mitnehmernocken (20.1, 21.1) aufweisen, die in Kulissen (22) an den Mitnehmerleisten (7, 9) oder an diese tragenden Tragleisten (10, 11) eingreifen, wobei sich diese Kulissen (22) in einer der Radialebenen der Schwenkwelle (14) tangential zur Schwenkrichtung der Mitnehmerleisten (7, 9) oder deren Tragleisten (10, 11) erstrecken. Werkstücktransportvorrichtung nach einem der Ansprüche 18–20, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (16) für den Vor- und Rücklauf der Mitnehmerleisten (7, 9) unterhalb deren Schwenkantriebs (12) angeordnet ist.






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