PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005016820B4 15.02.2007
Titel Großmotor
Anmelder MAN B & W Diesel A/S, Kopenhagen/Koebenhavn, DK
Erfinder Nielsen, Claus Nexoe, Hoersholm, DK
Vertreter Munk, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 86150 Augsburg
DE-Anmeldedatum 12.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005016820
Offenlegungstag 09.11.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2007
IPC-Hauptklasse F02M 35/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F02M 35/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F02B 29/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Großmotor, insbesondere einen Zweitakt-Großdieselmotor, dessen Zylinder zumindest gruppenweise an einen gemeinsamen Ladeluftbehälter angeschlossen sind, der je nach Betriebszustand mittels eines Abgasturboladers und gleichzeitig hiermit oder alternativ hierzu mittels wenigstens eines ein durch einen Elektromotor antreibbares Gebläserad aufweisenden Zusatzgebläses mit Ladeluft beaufschlagbar ist, die mittels eines Ladeluftkühlers mit nachgeordnetem Tropfenabscheider konditionierbar ist, wobei jedem Abgasturbolader ein Konditioniergehäuse nachgeordnet ist, das wenigstens ein Abteil für Ladeluftkühler und wenigstens ein Abteil für einen jeweils zugeordneten Tropfenabscheider aufweist, mit dem wenigstens ein Gebläseraum eines jeweils zugeordneten Zusatzgebläses eingangsseitig verbunden ist.

Bei den bekannten Anordnungen dieser Art enthält jedes Zusatzgebläse ein eigenes Gebläsegehäuse, das saugseitig und druckseitig mit Verbindungsflanschen versehene Anschlussstutzen aufweist und hiermit an das Konditioniergehäuse bzw. den Ladeluftbehälter angeflanscht ist. Dies erfordert nicht nur einen hohen Montageaufwand, sondern führt auch zu einer sehr platzaufwendigen und insbesondere sehr labilen, für Vibrationen anfälligen Bauweise. Infolge dessen sind nur Zusatzgebläse mit einen vergleichsweise kleinen Durchmesser aufweisenden Gebläserädern verwendbar. Derartige Gebläseräder benötigen jedoch eine hohe Drehzahl was vielfach die Verwendung eines Übersetzungsgetriebes zwischen Elektromotor und Gebläserad erforderlich macht und dementsprechend den Aufwand und Platzbedarf weiter erhöht.

Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung eingangs erwähnter Art mit einfachen und kostengünstigen Mitteln so zu verbessern, dass die Stabilität und Schwingungssteifigkeit erhöht werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Gebläseraum jedes Zusatzgebläses und das jeweils benachbarte Abteil des Konditioniergehäuses wenigstens eine gemeinsame Wand aufweisen, die den Eingang des Gebläseraums enthält.

Diese Maßnahmen ergeben eine bauliche Integration der Gebläsegehäuse der Zusatzgebläse und des Konditioniergehäuses zu einem gemeinsamen Gehäuseblock, wobei Anschlussstutzen und Flanschverbindungen entfallen und die gemeinsame Wand durch die hieran anschließenden, den Gebläseraum begrenzenden Wandbereiche versteift wird. Die erfindungsgemäßen Maßnahmen führen dementsprechend nicht nur zu einem Wegfall von Montageaufwand für den Anschluss der Gebläsegehäuse, sondern auch zu einer sehr hohen Stabilität und Schwingungssteifigkeit. Infolge dessen können in vorteilhafter Weise Gebläseräder mit einem vergleichsweise großen Durchmesser Verwendung finden, die ohne Zwischenschaltung eines Übersetzungs-Vorgeleges direkt mit der Motorwelle des zugeordneten Elektromotors verbunden sein können. Dieser kann daher einfach an die der gemeinsamen Wand gegenüberliegende Wand des Gebläsegehäuses angesetzt sein. Die mit der vorliegenden Erfindung erzielbaren Vorteile lassen sich in vorteilhafter Weise unabhängig von der Anordnung der Zusatzgebläse erreichen. Diese können auf einer Seite oder auf einander gegenüberliegenden Seiten des Konditioniergehäuses angeordnet sein.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Zweckmäßig sind die gemeinsame Wand zwischen einem Gebläseraum und dem benachbarten Abteil des Konditioniergehäuses und die hieran anschließenden Wandbereiche des Gebläseraums miteinander verschweißt. Dies ergibt in vorteilhafter Weise einen einheitlichen, als Schweißkonstruktion ausgebildeten Gehäuseblock, der sowohl die Abteile für den Ladeluftkühler und den Tropfenabscheider als auch das bzw. die Gebläsegehäuse enthält.

Eine weitere Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann darin bestehen, dass der Elektromotor an einen eine Ausnehmung der der gemeinsamen Wand zwischen einem Gebläseraum und dem benachbarten Abteil des Konditioniergehäuses gegenüberliegenden Wand des Gebläseraums verschließenden Deckel angeflanscht ist. Dies ermöglicht einerseits eine einfache Einbringung des Gebläserads in den Gebläseraum und andererseits eine kompakte Anordnung.

Vorteilhaft kann dem Gebläserad eine den Eingang des Gebläseraums bildende Ansaugdüse zugeordnet sein, die in die gemeinsame Wand zwischen einem Gebläseraum und dem benachbarten Abteil des Konditioniergehäuses eingesetzt ist. Die Ansaugdüse gewährleistet eine zuverlässige axiale Ansaugströmung bei Verwendung eines Radialgebläses.

Zweckmäßig ist jeder Gebläseraum neben einem einem Tropfenabscheider zugeordneten Abteil des Konditioniergehäuses angeordnet. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Zusatzgebläse tropfenfrei Luft ansaugen können.

Eine weitere zweckmäßige Maßnahme kann darin bestehen, dass das einem Tropfenabscheider zugeordnete Abteil und der benachbarte Gebläseraum jeweils wenigstens einen zum Ladeluftbehälter führenden Ausgang aufweisen, dem ein druckgesteuertes Verschlussorgan zugeordnet ist. Hierdurch lassen sich Störungen der Strömung und damit Strömungsverluste vermeiden.

In weiterer Fortbildung der vorstehenden Maßnahmen können die Ausgänge in eine gemeinsame, das dem Tropfenabscheider zugeordnete Abteil und den Gebläseraum flankierende Auslasskammer des Gehäuseblocks münden. Diese Maßnahme ermöglicht eine einfache Ausgestaltung des Verschlussorgans. Dieses kann dabei einfach als um eine stehende, gegenüber der Vertikalen so geneigte Achse schwenkbare Klappe ausgebildet sein, dass beim Öffnen der Schwerpunkt angehoben wird und daher die Schließbewegung durch die Wirkung der Schwerkraft erfolgt.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden Beispielbeschreibung anhand der Zeichnung näher entnehmbar.

In der nachstehend beschriebenen Zeichnung zeigen:

1 eine Seitenansicht eines als Zweitakt-Großdieselmotor ausgebildeten Großmotors mit seitlich angeordnetem Abgasturbolader mit nachgeordneter Konditioniereinrichtung sowie zwei Zusatzgebläsen,

2 eine Draufsicht auf die Konditioniereinrichtung der Anordnung gemäß 1 teilweise im Schnitt,

3 einen Horizontalschnitt durch ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einseitig angeordneten Zusatzgebläsen,

4 eine Ansicht einer als Verschlussorgan ausgebildeten Klappe aus 3 und

5 eine Ansicht einer Doppelgebläseanordnung mit übereinander angeordneten Gebläseräumen.

Die 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Großmotor. Dabei kann es sich um einen Zweitakt-Großdieselmotor handeln. Der grundsätzliche Aufbau und die Wirkungsweise derartiger Motoren, die z.B. als Schiffsantriebe oder Generatorantriebe Verwendung finden können, sind an sich bekannt.

Der der 1 zugrundeliegende Motor ist mit einem Abgasturbolader 1 versehen, dessen Turbine 2 mit den bei der Verbrennung in den Zylindern des Motors entstehenden Abgasen betrieben wird und dessen Kompressor 3 über einen Luftfilter 4 angesaugte Luft verdichtet, die den Zylindern als Ladeluft zugeführt wird. Die Turbine 2 ist über eine Versorgungsleitung mit einem über die jeweils zugeordneten Zylinder durchgehenden Abgassammelrohr 5 verbunden, an welches die Abgasauslässe der zugeordneten Zylinder angeschlossen sind. Im dargestellten Beispiel geht das Abgassammelrohr über alle in Reihe nebeneinander angeordneten Zylinder des Motors durch. Die vom Kompressor 3 verdichtete Luft wird in einen Ladeluftbehälter 6 eingespeist, an den zumindest eine Gruppe zugeordneter Zylinder angeschlossen ist. Im dargestellten Beispiel sind alle Zylinder des Motors an denselben, als über die ganze Motorlänge durchgehendes Rohr ausgebildeten Ladeluftbehälter 6 angeschlossen.

Der Ausgang des Kompressors 3 ist über einen Diffusor 7 mit einem nachgeordneten Ladeluftkühler verbunden, der die in Folge der Verdichtung erwärmte Luft abkühlt. Das dabei anfallende Kondensat wird anschließend in einem Tropfenabscheider, der mit dem Ladeluftkühler zusammengebaut ist, abgeschieden. Anordnungen dieser Art sind an sich bekannt (z.B. DE 199 11 252 C1) Der Ausgang des Tropfenabscheiders ist mit dem Ladeluftbehälter 6 verbunden. Der Ladeluftkühler und der Tropfenabscheider bilden praktisch eine Konditioniereinrichtung. Diese ist in einem gemeinsamen Konditioniergehäuse 8 untergebracht, das unterhalb des Abgasturboladers 1 an der Längsseite des Motors angeordnet ist und wie aus den 2 und 3 hervorgeht, Abteile 19 bzw. 11 für wenigstens einen Ladeluftkühler und wenigstens einen Tropfenabscheider aufweist. Selbstverständlich wäre es auch denkbar, den Abgasturbolader 1 und die Konditioniereinrichtung an einer Stirnseite des Motors anzuordnen.

In der Startphase und im Leerlauf bzw. im untersten Lastbereich reicht vielfach die vom Abgasturbolader 1 zur Verfügung gestellte Luft als Ladeluft nicht aus. Um in diesen Betriebsarten genügend Ladeluft zur Verfügung zu stellen, ist wenigstens ein durch einen Elektromotor 9 antreibbares Zusatzgebläses 10 vorgesehen, mittels dessen der Ladeluftbehälter 6 zusätzlich oder alternativ zum Abgasturbolader 1 mit verdichteter Ladeluft beaufschlagbar ist. Im dargestellten Beispiel sind zwei durch jeweils einen zugeordneten Elektromotor 9 antreibbare, auf einander gegenüberliegenden Seiten des Konditioniergehäuses 8 angeordnete Zusatzgebläse 10 vorgesehen.

Die Zusatzgebläse 10 sind jeweils, wie aus den 2 und 3 entnehmbar ist, neben einem einem Tropfenabscheider zugeordneten Abteil 11 des Konditioniergehäuses 8 angeordnet und saugseitig hiermit verbunden. Im Falle einer Aktivierung der Zusatzgebläse 10 steht deren Ausgang in Verbindung mit dem Ladeluftbehälter 6.

Die Zusatzgebläse 10 sind hier als Radialgebläse ausgebildet, die jeweils ein in einem durch ein Spiralgehäuse begrenzten Gebläseraum 12 angeordnetes Gebläserad 13 enthalten, dem eine koaxiale Ansaugdüse 14 zugeordnet ist. Der Durchmesser der Gebläseräder 13 kann so groß sein, dass diese direkt auf der Motorwelle des jeweils zugeordneten Elektromotors 9 angeordnet sein können. Ein Vorgelege ist dabei nicht erforderlich, wäre natürlich aber auch denkbar. Die Gehäuse der Zusatzgebläse 10 sind in das den bzw. die Ladeluftkühler bzw. Tropfenabscheider enthaltende Konditioniergehäuse 8 integriert. Dementsprechend besitzen die Gebläseräume 12 und das jeweils benachbarte, einem Tropfenabscheider zugeordnete Abteil 11 des Konditioniergehäuses 8 eine gemeinsame Wand 15, die gleichzeitig das Abteil 11 und den daneben sich befindenden Gebläseraum 12 begrenzt. Die den Gebläseraum 12 umfangsseitig begrenzende Wand 16 ist an die gemeinsame Wand 15 angeschweißt, wie durch Schweißnähte 17 angedeutet ist. Die der gemeinsamen Wand 15 jeweils gegenüberliegende Wand 18 der Gebläsegehäuse kann an die umfangsseitige Wand 16 angeschweißt sein. Auf diese Weise ergibt sich eine sehr steife, in die das Konditioniergehäuse 8 bildende Schweißkonstruktion integrierte Ausbildung der Gebläsegehäuse der Zusatzgebläse 10. Die sowohl die Abteile 11 für den bzw. die Tropfenabscheider als auch die Abteile 19 für den bzw. die Ladeluftkühler als auch den bzw. die Gebläseraum 12 enthaltende Schweißkonstruktion bildet dementsprechend einen einteiligen Gehäuseblock.

Die gemeinsame Wand von Abteil 11 und einem direkt benachbarten Gebläseraum 12 enthält den Eingang des Gebläseräume 12 und ist dementsprechend von der Ansaugdüse 14 durchsetzt, die einerseits in das Abteil 11 hineinragt und andererseits bis zum zugeordneten Gebläserad 13 reicht. Die Ansaugdüse 14 ist mit einem Flansch 20 versehen und hiermit am Rand einer zugeordneten Ausnehmung der gemeinsamen Wand 15 befestigt. Die der gemeinsamen Wand 15 gegenüberliegende Wand 18 des Gebläsegehäuses ist ebenfalls mit einer Ausnehmung versehen, über welche das Gebläserad 13 in den Gebläseraum 12 einbringbar ist. Diese Ausnehmung ist durch einen Deckel 21 verschlossen, der am Rand der zugeordneten Ausnehmung befestigt ist und auf den der dem jeweils benachbarten Gebläserad 13 zugeordnete Elektromotor 9 aufgeflanscht ist.

Jedes einem Tropfenabscheider zugeordnete Abteil 11 und jeder Gebläseraum 12 besitzen jeweils wenigstens einen Ausgang 22, der zum Ladeluftbehälter 6 führt. Die Ausgänge 22 und der Ladeluftbehälter 6 befinden sich in der Darstellung gemäß 2 oberhalb der Zeichenebene und sind daher in 2 lediglich durch unterbrochene Linien angedeutet. Zur Vermeidung von Druckverlusten etc. ist den Ausgängen 22 jeweils ein eigenes druckgesteuertes Verschlussorgan zugeordnet.

Derartige Verschlussorgane sind deutlich aus 3 erkennbar. Diese sind hier als einflüglige Klappen 23 ausgebildet. Die Ausgänge 22 werden jeweils durch einen umlaufenden Rahmen begrenzt, an dem die zugeordnete Klappe 23 in der Schließstellung anliegt, wobei im Anlagebereich eine umlaufende Dichtung vorgesehen sein kann. Die Ausgänge 22 des Gebläseraums 2 und des daneben sich befindenden Abteils 11 münden in eine gemeinsame Auslasskammer 24 des gemeinsamen Gehäuseblocks, die das Abteil 11 und den daneben sich befindenden Gebläseraum 12 flankiert und die mit dem Ladeluftbehälter 6 verbunden ist.

Die Auslasskammer 24 ist vom Abteil 11 und Gebläseraum 12 durch eine stehende, vorzugsweise lotrechte Wand 25 abgegrenzt, die die Ausgänge 22 enthält. Die den Ausgängen 22 zugeordneten, als Verschlussorgane fungierenden Klappen 23 sind hier im Bereich eines Rands um eine stehende Achse 26 schwenkbar gelagert. Die Achse 26 der Klappen 23 ist dabei, wie am besten aus 4 erkennbar ist, gegenüber der vertikalen Richtung leicht so geneigt, dass der Schwerpunkt der Klappe 23 bei der Öffnungsbewegung etwas angehoben wird. Die Neigung der Achse 26 gilt für den gesamten, der zugehörigen Klappe 23 zugeordneten, rahmenseitigen Anlagebereich, so dass die ganze Klappe 23 in der Schließstellung gegenüber ein Vertikalebene und dementsprechend gegenüber der lotrechten Wand 23 schräg angestellt ist. Eine Neigung von einigen Winkelgraden reicht. Im dargestellten Beispiel ist eine Neigung um 10° vorgesehen. Aufgrund der Neigung der Achse 26 ist ihr unteres Ende gegenüber einer das obere Ende enthaltenden Lotrechten etwas ausgestellt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Klappen 23 aufgrund ihrer Schwerkraft selbsttätig schließen, sobald von innen, das heißt vom Abteil 11 bzw. Gebläseraum 12 her kein ausreichender Gegendruck vorhanden ist, der die Klappe 23 in die Öffnungsstellung bringt. Hierdurch wird erreicht, dass die dem Gebläseraum 12 zugeordnete Klappe 23 automatisch offen und die dem benachbarten Abteil 11 zugeordnete Klappe 23 automatisch geschlossen sind, wenn das Zusatzgebläse 10 in Betrieb ist und umgekehrt.

In einfachen Fällen kommt man mit einem Zusatzgebläse aus. In den dargestellten Beispielen sind jeweils zwei Zusatzgebläse 10 vorgesehen. Bei der in den 1 und 2 angedeuteten Ausführung sind der Abgasturbolader 1 und das Konditioniergehäuse 8 im Bereich der Motorlängsseite angeordnet. Die beiden Zusatzgebläse 10sind hier auf einander gegenüberliegenden Seiten des Konditioniergehäuses 8 platziert. Die Gebläseräder 13 sind dabei achsparallel zum rohrförmigen Ladeluftbehälter 6 angeordnet.

Bei der Ausführung gemäß 3 schließt der Ladeluftbehälter 6 mit einem Ende an die Auslasskammer 24 des Konditioniergehäuses 8 an. Eine derartige Konfiguration ergibt sich im Falle einer im Bereich der Motorstirnseite vorgesehenen Anordnung des Abgasturboladers und Konditioniergehäuses. Bei einer Ausführung der aus 3 entnehmbaren Art können die beiden Zusatzgebläse 10 auf derselben Seite des dem Tropfenabscheider zugeordneten Abteils 11 achsparallel übereinander angeordnet sein. Zweckmäßig ist dabei, wie in 5 angedeutet ist, für beide Zusatzgebläse 10 ein gemeinsamer, beide Gebläseräder enthaltender Gebläseraum vorgesehen, der zwei im Bereich der gemeinsamen Wand zum benachbarten Abteil 11 angeordnete Eingänge und einen gemeinsamen zur Auslasskammer 24 führenden Ausgang 22 aufweist. Die an die gemeinsame Wand anschließende Umfangsbegrenzung kann dabei als über beide Gebläseräume verlaufende, gemeinsame Umfangsbegrenzung 27 ausgebildet sein.

Die Integration der Gebläsegehäuse der Zusatzgebläse 10 in den Aufbau des Konditioniergehäuses 8 ergibt in jedem Fall eine sehr steife, schwingungssichere Anordnung, was vergleichsweise große Durchmesser der Gebläseräder 13 und dementsprechend vergleichsweise niedrige Drehzahlen ermöglicht und gleichzeitig eine separate Montage der Gebläsegehäuse entbehrlich macht.


Anspruch[de]
Großmotor, insbesondere Zweitakt-Großdieselmotor, dessen Zylinder zumindest gruppenweise an einen gemeinsamen Ladeluftbehälter (6) angeschlossen sind, der je nach Betriebszustand mittels eines Abgasturboladers (1) und gleichzeitig hiermit oder alternativ hierzu mittels wenigstens eines ein durch einen Elektromotor (9) antreibbares Gebläserad (13) aufweisenden Zusatzgebläses (10) mit Ladeluft beaufschlagbar ist, die mittels eines Ladeluftkühlers mit nachgeordnetem Tropfenabscheider konditionierbar ist, wobei jedem Abgasturbolader (1) ein Konditioniergehäuse (8) nachgeordnet ist, das wenigstens ein Abteil (19) für einen jeweils zugeordneten Ladeluftkühler und wenigstens ein Abteil (11) für einen jeweils zugeordneten Tropfenabscheider aufweist, mit dem wenigstens ein Gebläseraum (12) eines jeweils zugeordneten Zusatzgebläses (10) eingangsseitig verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Gebläseraum (12) jedes Zusatzgebläses (10) und das jeweils benachbarte Abteil (11) des Konditioniergehäuses (8) wenigstens eine gemeinsame Wand (15) aufweisen, die den Eingang des Gebläseraums (12) enthält. Großmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Wand (15) und die hieran anschließenden Wandbereiche des Gebläseraums (12) miteinander verschweißt sind. Großmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen als Schweißkonstruktion ausgebildeten, einteiligen Gehäuseblock mit wenigstens einem Abteil (19) für einen jeweils zugeordneten Ladeluftkühler, wenigstens einem Abteil (11) für einen jeweils zugeordneten Tropfenabscheider und wenigstens einem Gebläseraum (12) für ein jeweils zugeordnetes Zusatzgebläse (10). Großmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (9) an einen eine Ausnehmung der der gemeinsamen Wand (15) gegenüberliegenden Wand (18) des Gebläseraums (12) verschließenden Deckel (21) angesetzt ist. Großmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gebläserad (13) eine den Eingang des zugeordneten Gebläseraums (12) bildende Ansaugdüse (14) zugeordnet ist, die in die gemeinsame Wand (15) zwischen dem benachbarten, vorzugsweise einem Tropfenabscheider zugeordneten Abteil (11) und dem Gebläseraum (12) eingesetzt ist. Großmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugdüse (14) mit einem Flansch (15) versehen ist, der am Rand einer zugeordneten Ausnehmung der gemeinsamen Wand (15) zwischen Abteil (11) und Gebläseraum (12) festgelegt ist. Großmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gebläseraum (12) neben einem jeweils einem Tropfenabscheider zugeordneten Abteil (11) des Konditioniergehäuses (8) angeordnet ist. Großmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweils einem Tropfenabscheider zugeordnete Abteil (11) und der Gebläseraum (12) jeweils wenigstens einen zum Ladeluftbehälter (6) führenden Ausgang (22) aufweisen, dem ein druckgesteuertes Verschlussorgan zugeordnet ist. Großmotor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgänge (22) in eine gemeinsame, das jeweils einem Tropfenabscheider zugeordnete Abteil (11) und den Gebläseraum (12) flankierende Auslasskammer (24) des Konditioniergehäuses (8) münden. Großmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweils einem Tropfenabscheider zugeordnete Abteil (11) und der Gebläseraum (12) ausgangsseitig durch eine stehende Wand (25) begrenzt sind und dass die Verschlussorgane jeweils als Klappe (23) ausgebildet sind, die um eine stehende, gegenüber der vertikalen Richtung geneigte Achse (26) schwenkbar ist. Großmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Abgasturbolader (1) mindestens zwei Zusatzgebläse (10) mit jeweils einem in das dem Turbolader (1) zugeordnete Konditioniergehäuse (8) integriertem Gebläseraum (12) vorgesehen sind. Großmotor nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine auf einer Seite des zugeordneten Abteils (11) angeordnete Doppelgebläseanordnung mit zwei mit paralleler Achse übereinander angeordneten Gebläserädern (13), die in einem gemeinsamen Gebläseraum (12) angeordnet sind, der zwei Eingänge und einen gemeinsamen Ausgang (22) aufweist. Großmotor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf einander gegenüberliegenden Seiten des zugeordneten Abteils (11) jeweils wenigstens ein Zusatzgebläse (10) vorgesehen ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com