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Dokumentenidentifikation DE102005023413B4 15.02.2007
Titel Bodenplatte und Decke
Anmelder Hergeth, Willibald, 92334 Berching, DE
Erfinder Hergeth, Willibald, 92334 Berching, DE
Vertreter Höflich, W., Dipl.-Ing. Univ., Pat.-Anw., 80799 München
DE-Anmeldedatum 21.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005023413
Offenlegungstag 23.11.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2007
IPC-Hauptklasse E01C 13/02(2006.01)A, F, I, 20060515, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E01C 5/20(2006.01)A, L, I, 20060515, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bodenplatte für einen Bodenbelag zur Regulierung des Wasserhaushalts eines Bodens nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Bodenplatte weist eine Plattendecke auf, die oberflächenseitig zur Ausbildung eines Wasserreservoirs mit einer Anzahl regelmäßig voneinander beabstandeten Erhebungen und Vertiefungen versehen ist. Die Erfindung betrifft zudem eine Decke eines kultivierten Bodens gemäß dem Oberbegriff des Anspruch 20.

Eine solche Bodenplatte bzw. eine solche Decke ist in der WO 2000/055429 A1 offenbart.

Bodenbeläge zur Regulierung des Wasserhaushalts eines Bodens, beispielsweise eines Sportplatzes sind in der DE 197 20 006 A1 offenbart. Dort sind miteinander zu einem Belag verbindbare Gitterplatten beschrieben, die an ihrer Oberseite Erhebungen und Senken zur Speicherung einer Restfeuchtigkeit aufweisen. Diese Bodenbeläge haben sich bei Deckenaufbauten bewährt, die einen normalen Feuchtigkeitsbedarf haben. Für Deckenaufbauten mit erhöhtem Feuchtigkeitsbedarf oder Grünflächen, die einer langen Trockenzeit ausgesetzt sind, werden erhöhte Anforderungen an die Regulierungsfähigkeit des Wasserhaushalts im Boden gestellt.

Ein weiterer Bodenbelag sowie eine Decke zum Anlegen eines Reitplatzes ist in der DE 44 16 943 A1 dargestellt. Die nach oben offene Gestaltung der Bodenplatten mit den aufragenden Kanten der einzelnen hexagonalen Plattenelemente sind einerseits empfindlich gegen Beschädigung insbesondere dann wenn die Bodenplatten von einer darüberliegenden Decke freigelegt werden. Das birgt dann auch eine Verletzungsgefahr der die Decke betretenden Personen oder Tiere. Weiter ist auch die Wasserregulierungsfähigkeit eines derart offenen Gebildes reduziert.

Selbiges gilt auch für die in den Veröffentlichungen US 5,816,738; DE 297 07 770 U1; DE 196 32 070 C2; EP 0 516 957 A1; DE 25 21 374 A1 und DE 44 15 595 A1 offenbarten, teilweise für Rasenflächen verwendbaren Gitterplatten.

Wesentlich für den dauerhaften Erhalt einer Grünanlage, wie Rasenfläche, Sportplätze etc. ist die Regulierung des Wasserhaushaltes im Aufbau der Decke. Um den kostenintensiven Aufwand an künstlicher Bewässerung gerade in Trockenzeiten oder klimatisch ungünstigen Regionen der Erde zu minimieren sieht die Bodenplatte nach der WO 2000/055429 A1 vor, Reservoirs zur Speicherung von Wasser in der Bodenplatte zu integrieren. Dabei gewährleisten die unterhalb des Plattenbodens sich erstreckenden Reservoirs eine längerwährende Speicherfähigkeit und damit eine längere Versorgungsphase des darüberliegenden Aufbaus mit Feuchtigkeit.

Bei allen Verbesserungen des Deckenaufbaus mit den aus dem Stand der Technik bekannten Bodenplatten ist es in niederschlagsarmen Gegenden oder Zeiten unerlässlich kultivierte Böden mit einer künstlichen Bewässerung zu pflegen, um diese in ihrem Bestand oder Leistungsfähigkeit zu erhalten. Es ist daher üblich diese Flächen künstlich mittels Bewässerungsanlagen zu beregnen. Nachteilig ist hierbei der ernorme Wasserverbrauch aufgrund der Verdunstung eines hohen Wasseranteils bevor das Wasser in den Boden eindringen und dort wirken kann.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung einen gattungsgemäße Bodenplatte anzugeben, der einerseits eine hohe Wasserregulierungsfähigkeit und – speichervermögen aufweist und andererseits eine effiziente künstliche Bewässerung des Bodens gestattet. Hierzu ist weiter eine gattungsgemäße Decke für kultivierte Böden anzugeben, die die Vorteile der Bodenplatte für großflächige kultivierte Böden bereitstellt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bezüglich des Bodenplatte durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche 2 bis 21.

Durch die erfindungsgemäße Ausstattung der Bodenplatte mit Kanälen, welche mit den Vertiefungen in der Plattendecke zur Bewässerung über eine Vielzahl von Öffnungen in Verbindung stehen, wird die hohe Wasserregulierungsfähigkeit der strukturierten Plattendecke mit einem effizienten Bewässerungssystem integriert. Damit ist die Bewässerung in den Boden gelegt und der Verlustanteil durch Verdunstung wesentlich reduziert.

Zur Effizienz der Bewässerung des Bodens durch die Kanäle trägt die oberflächenseitige, regelmäßige Ausbildung der Plattendecke mit Erhebungen und Vertiefungen bei. Die zwischen den Erhebungen und in den Vertiefungen sich ausbildenden Feuchtigkeitszellen liegen im Wurzelbereich einer über der Plattendecke angelegten Bepflanzung. Damit wird die Feuchtigkeit dort gespeichert, wo sie am effektivsten der Bewässerung von Pflanzen zu Gute kommt.

In diesem Zusammenhang unterstützt die Ausbildung der Kanäle in unmittelbarer Nähe der Plattendecke die Effizienz der Bewässerung. Denn über die Öffnungen in den Kanälen wird das Wasser über kürzestmögliche Wege den Vertiefungen und damit den Wurzeln der Bepflanzung zugeführt. Die Anordnung der Kanäle folgt damit dem Konzept, diese in der Nähe der Bepflanzung bzw. deren Wurzeln auszuführen. Die durch Bewässerung zugeführte Wassermenge kommt damit dort zur Wirkung, wo sie gebraucht wird, nämlich im Wurzelbereich. Die integrative Leistung der Erfindung liegt damit wesentlich auch darin, Feuchtigkeitsreservoire und wasserzuführende Kanäle möglichst nahe an das Wurzelwerk zu bringen, um damit die Wirksamkeit der Bodenplatte zu maximieren.

Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass durch die von den Erhebungen und Vertiefungen gebildete Oberflächenkontur der Bodenplatten eine dem Fließverhalten eines darüber liegenden Bodens entgegenwirkende Oberflächenkontur gefunden werden konnte, durch die nicht nur in der Tretschicht zwischen den Erhebungen ein seitliches Verdrängen der Tretschicht unterbunden wird sondern auch ein seitliches Verdrängen oberhalb der Erhebungen wirkungsvoll unterdrückt wird.

Der Effekt beruht darauf, dass bei lokaler Druckbelastung eine kegelförmige Druckverteilung in der Tretschicht hervorgerufen wird, die aufgrund der durch Erhebungen strukturierten Oberfläche der Bodenplatten weitgehend kompensiert wird. Dieser Kompensationseffekt wird durch die schräg ausgebildete Wandung der Erhebungen, die gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung konisch oder pyramidenförmig ausgebildet ist, verstärkt, so dass dem Druck beispielsweise eines Fahrzeugrades sich eine entgegengerichtete konische Druckverteilung in der Fahrschicht als Reaktion einstellt. Diese wirkt dem konischen Druckverlauf durch das Fahrzeugrad entgegen. Somit wird die horizontale Druckkomponente unterhalb des Fahrzeugrades weitgehend aufgehoben und ein seitliches Ausweichen der Tretschicht oberhalb der Erhebungen wirkungsvoll unterbunden. Die Erhebungen tragen somit maßgeblich zur Stabilität einer erfindungsgemäß gestalteten Decke bei. Diese Eigenschaft ist insbesondere bei befahr- und begehbaren Rasenflächen von Bedeutung.

Sollten dennoch die Bodenplatten lokal von einer darüber liegenden Schicht freigelegt werden, so zeigt sich die Oberflächenstruktur gegenüber Schlageinwirkungen weitgehend unempfindlich, da die Erhebungen grundsätzlich großflächiger ausgebildet sind als beispielsweise eine stegartige Unterteilung der Oberfläche. Eine Beschädigung der Bodenplatten durch Fremdeinwirkung sowie eine daraus resultierende Verletzungsgefahr muss daher nicht befürchtet werden.

Ein weiterer Vorteil der Bodenplatte liegt in der biegeelastischen Gestaltung der Bodenplatten, welche sich durch die wellige Struktur der einander folgenden Erhebungen und Vertiefungen ergibt. Vorteilhaft ist auch die Nachgiebigkeit der Platte senkrecht zur Plattenebene. Eine Belastung der Bodenplatte führt zu einem lokalen Eintauchen der Erhebungen in ungefüllte Hohlräume unterhalb der Bodenplatte, was die Nachgiebigkeit ermöglicht. Die hieraus resultierende Elastizität des Bodenbelages gewährleistet großflächig gleichbleibende Bodenverhältnisse.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung verlaufen die Kanäle parallel zueinander. Gerade in Kombination mit längs den Kanälen angeordneten Vertiefungen führt dies zu einer weiteren Effizienzsteigerung der Bodenplatte, da damit der bauliche Aufwand reduziert wird, der zur Versorgung der Vertiefungen mit Wasser erforderlich ist.

Vorteilhaft für die Belastbarkeit der Bodenplatten ist deren Verstärkung mit Stegen, die bodenseitig ausgeführt sind. Durch Integration der Kanäle in die Stege lässt sich der Bauaufwand für die Bodenplatten reduzieren. Liegen die Kanäle im Übergangsbereich der Stege in die Plattendecke, können die Kanäle auch im vorstehend erwähnten Sinne im Bereich der Vertiefungen angeordnet werden. Über kleine Bohrungen in den Stegen lassen sich die Vertiefungen mit den Kanälen verbinden.

In einer alternativen Ausführung sind die Vertiefungen von einem oder mehreren grabenförmigen, parallel verlaufenden Tälern gebildet. Die Kanäle können hierbei parallel zu diesen oder im Bereich des Talgrundes verlaufen. Gegebenfalls bilden die Täler Verschneidungen mit weiteren in der Plattendecke ausgebildeten Erhebungen und Senken.

In weiterer Ausbildung der Erfindung sind die Erhebungen reihenweise versetzt zueinander angeordnet, so dass ein Fließen der Tretschicht längs der Täler erschwert ist. Eine derartige Anordnung ergibt sich auch bei schachbrettartiger Anordnung der Erhebungen, wenn statt einer Talkkreuzung zwischen vier benachbarten Erhebungen eine Erhebung angeordnet wird. Diese zweiten Erhebungen können dann abweichend von den zuvor genannten ersten Erhebungen ausgebildet werden. Die zweiten Erhebungen könnten beispielsweise mit oder ohne Senke oder kleiner als die ersten Erhebungen ausgeführt sein.

Vorteilhaft für die Wasserregulierungsfähigkeit der Bodenplatte ist eine Variante der Erfindung, wonach die Plattendecke mit Löchern versehen ist. Damit kann überschüssiges Wasser, z.B. nach intensiven Regenfällen in den unterhalb der Plattendecke liegenden Boden abgeführt werden. Sind diese Löcher im Bereich der Erhebungen ausgebildet, wird überschüssiges Wasser erst dann in den Boden abgeführt, wenn die Vertiefungen mit Wasser gefüllt und der Pegel über der Plattendecke bereits ein bestimmtes Niveau erreicht hat.

In einer weiteren vorteilhaften Variante weist die Bodenplatte eine umlaufende Seitenwand auf, deren Ränder über die Plattendecke hinaus sich erstrecken. Durch den umlaufenden Rand bildet jede Bodenplatte eine separates Feuchtigkeitsreservoir, deren Größe über die Randüberhöhung bestimmt werden kann.

Eine weitere Vereinfachung des Bauaufwandes ergibt sich durch Ausführung der Kanäle aus Röhren oder Schläuchen. Diese sind zur Zusammenstellung größerer Bodenbeläge mit Röhren bzw. Schläuchen benachbarter Bodenplatten verbindbar. Bei rechteckigen Bodenplatten ist es zweckmäßig, die Kanäle von einer Plattenseite zur gegenüberliegenden zu Plattenseite führen. An den Plattenseiten münden dann die Kanäle und sind über Kanalkupplungen mit den Kanälen einer benachbarten Bodenplatte steckverbindbar.

Durch die Ausbildung über Eck gelegener Haken an den Rändern der Bodenplatten ist es möglich einen großflächigen Verbund als Bodenbelag zu bilden, der auch auf Dorne auf- bzw. abgewickelt werden kann, so dass ein schnelles Verlegen großflächiger Bodenbeläge möglich ist. Die U-förmige Gestaltung der Haken gestattet die notwendige Flexibilität beim Auf- und Abrollen des Belages bzw. der Platten.

Bezüglich der Decke wird die Aufgabe erfindungsgemäß wird durch die Merkmale des Anspruchs 20 gelöst.

Die Decke eines kultivierten Bodens mit einem Baugrund und einem darüber liegenden Oberbau, weist zwischen Oberbau und Baugrund einen Bodenbelag auf. Dieser wird von zusammenhängenden Bodenplatten gebildet, wie sie vorhergehend beschriebenen sind.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert. Es zeigt:

1 einen Grundriss dreier miteinander verbundenen Bodenplatten (Oberseite),

2 einen Querschnitt durch eine Bodenplatte nach 1 gemäß Schnitt A-A und,

3 einen Querschnitt durch eine Decke mit einem Bodenbelag aus Bodenplatten.

Beispielhaft für einen Bodenbelag aus einer Vielzahl miteinander verbundenen Bodenplatten 1 ist in 1 ein Element eines Bodenbelages mit drei miteinander verbundenen Bodenplatten 1 gezeigt. Die Bodenplatten 1 weisen einen quadratischen Grundriss auf, der wesentlich durch die Plattendecke 2 einer jeden Bodenplatte 1 geprägt wird. Aus der Ebene der Plattendecke 2 ragen neun Erhebungen 3 auf, die in drei Reihen und drei Spalten mit gleichen Abständen zueinander angeordnet sind. Weitere, nicht dargestellte Ausführungsformen mit rechteckigem Grundriss weisen andere Anzahlen von Reihen und Spalten und damit Erhebungen auf.

Die Erhebungen 3 sind ringförmig ausgebildet und weisen eine zentrale Senke 4 auf. Die Plattendecke 2 ist im Bereich der ringförmigen Ränder 5 der Erhebungen 3 mit Löchern 6 versehen, sodass Wasser welches einen bestimmten Pegel über der Plattendecke 2 überschreitet durch die Plattendecke 2 abfließen kann.

Die Plattendecke 2 ist mit einem gitterförmigen Netz von grabenförmigen Tälern 7', 7'' durchzogen. Die Täler 7', 7'' beabstanden die Erhebungen 3 zu beiden Seiten. Die Plattendecke 2 weist je zwei in Reihenrichtung und Spaltenrichtung parallel zueinander verlaufende Täler 7' und 7'' auf.

Zur Erhöhung der Steifigkeit der Bodenplatte 1 ist diese oberflächenseitig mit Stegen 8' und 8'' versehen, die diametral gegenüberliegende Erhebungen 3 eines Quadranten miteinander verbinden. Dabei kreuzen sich die beiden Stege 8' und 8'' eines Quadranten im Zentrum zwei sich kreuzender Täler 7' und 7''. Um eine gleichmäßige Verteilung von Wasser innerhalb einer Bodenplatte 1 zu ermöglichen, sind die Stege 8', 8'' mit Durchbrüchen versehen.

Unterhalb der Ebene der Plattendecke 2 ist die Bodenplatte 1 mit zwei Rohren 9 versehen. Je eines der Rohre 9 verläuft unterhalb eines Tales 7'. An zwei gegenüberliegenden Seitenwänden 10', 10'' einer Bodenplatte 1 münden die Rohre 9, wobei sie an einer Seitenwand 10' hinausragen. An diesen herausragenden Rohrenden 11' sind die Rohre 9 verjüngt um mit dem Rohrenden 11'' einer benachbarten Bodenplatte 1 durch Ineinanderstecken der Rohrenden 11', 11'' eine Rohrkupplung 12 zu bilden. Um einen Winkelversatz benachbarter Bodenplatten 1 auszugleichen, ist die Rohrkupplung 12 winkeltolerierend ausgeführt. Damit lassen sich mehrere, in einer Reihe liegender Bodenplatten 1 miteinander kuppeln.

Mittels zweier Haken 13, die an einer der übrigen Seitenwände 10''' ausgebildet sind, werden benachbarte Bodenplatten 1 zu einem Bodenbelag verbunden. In der verbleibenden Seitenwand 10'''' sind zwei entsprechende Aussparungen 14 zum Eingreifen der Haken 13 vorgesehen. Die Haken 13 sind – dies kann bei Spritzgussteilen integral ausgeführt werden – an den Seitenwänden 10''' angeformt.

Der Querschnitt nach 2 zeigt die Position der beiden Rohre 9 in der Bodenplatte 1. Ebenfalls zur Versteifung der Bodenplatten 1 sind auch auf der Unterseite der Plattendecke 2 gitterartig verlaufende Stege 8''' und 8'''' ausgebildet. Je ein Steg 8''' verläuft dabei unterhalb der Täler 7', 7'' und bildet mit den Flanken 15 eines Tales 7', 7'' eine Y-förmige Struktur. Im Bereich der Kreuzung der beiden Flanken 15 mit dem Steg 8''' ist jeweils ein in Längsrichtung des Tales 7', 7'' verlaufendes Rohr 9 angeordnet.

Die Rohre 9 sind mit einer Vielzahl von Öffnungen 16 versehen, über welche die Rohre 9 mit den Tälern 7', 7'' wasserführend in Verbindung stehen.

Benachbart zu den Tälern 7', 7'' sind die Querschnitte der Erhebungen 3 erkennbar. Die kraterförmige Erhebung 3 geht vom ringförmigen Rand 5 in eine kegelförmige Senke 4 über. Die Senke 4 ist aufgrund der Ausführung der Bodenplatte 1 als Spritzgussteil bauartbedingt auf der Unterseite der Plattendecke 2 als Höcker erkennbar.

Die 3 verdeutlicht die Ausführung einer Decke 17 mit einem Bodenbelag 18 aus miteinander verbundenen Bodenplatten 1. Die Decke 17 eines kultivierten Bodens weist einen Baugrund 19 und einen darüber liegenden Oberbau 20 auf. Zwischen Oberbau 20 und Baugrund 19 ist der Bodenbelag 18 eingezogen. Der Oberbau ist als Rasen dargestellt, dessen Wurzeln in die Täler 7 und Senken 4 der Bodenplatten 1 hineinwuchern. Die Bodenplatten 1 sind in dieser Ausführungsform mit einer unterhalb der Plattendecke 2 gelegenen Grundplatte 21 versehen, die mit den unterseitigen Stegen 8''' abschließt und mit diesen und mit der Plattendecke 2 weitere Wasserreservoirs 22 unterhalb der Plattendecke 2 abgrenzen.

Die Plattendecke 2 ist im Bereich der Senken 4 und am Kraterrand 5 mit Löchern 6 versehen. Damit kann überschüssiges Wasser, z.B. nach intensiven Regenfällen in das unterhalb der Plattendecke 2 liegende Reservoir abgeführt werden. Über die Löcher 6 im Bereich der Erhebungen 2 wird überschüssiges Wasser erst dann in das Reservoir abgeführt, wenn die Täler 7 mit Wasser gefüllt und der Pegel über der Plattendecke 2 bereits ein bestimmtes Niveau erreicht hat. Ist das Reservoir voll läuft überschüssiges Wasser über die Seitenwände der Bodenplatte 2 ab.

1
Bodenplatte
2
Plattendecke
3
Erhebung
4
Senke
5
Rand
6
Löcher
7', 7''
Tal
8', 8'', 8''', 8''''
Steg
9
Rohr
10', 10'', 10''', 10''''
Seitenwand
11', 11''
Rohrende
12
Rohrkupplung
13
Haken
14
Aussparungen
15
Flanke
16
Öffnung
17
Decke
18
Bodenbelag
19
Baugrund
20
Oberbau
21
Grundplatte
22
Wasserreservoir


Anspruch[de]
Bodenplatte für einen Bodenbelag (18) zur Regulierung des Wasserhaushalts eines Bodens mit einer Plattendecke (2) die oberflächenseitig zur Ausbildung eines Wasserreservoirs mit einer Anzahl regelmäßig voneinander beabstandeten Erhebungen (5) und Vertiefungen (4, 7', 7'') versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (1) mit Kanälen (9) versehen ist, die mit den Vertiefungen (4, 7', 7'') zur Bewässerung über eine Vielzahl von Öffnungen (16) in Verbindung stehen. Bodenplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (9) unterhalb der Plattendecke (2) vorgesehen sind. Bodenplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (1) mehrere parallel zueinander verlaufende Kanäle (9) aufweist. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (4, 7', 7'') von Senken (4) und/oder Tälern (7', 7'') gebildet werden, wovon zumindest eine Anzahl längs der Kanäle (9) angeordnet ist. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (1) bodenseitig Stege (8', 8'', 8''', 8'''') aufweist in welchen die Kanäle (9) ausgebildet sind. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen von Tälern (7', 7'') gebildet werden, die die Erhebungen (5) voneinander beabstanden. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (1) einen im wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweist und die Erhebungen (5) schachbrettartig angeordnet sind. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattendecke (2) zur Regulierung des Wasserhaushalts im Bereich der Erhebungen (5) mit Löchern (6) versehen ist. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen (5) ringförmig ausgebildet sind und eine zentrale Senke (4) aufweisen. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen (5) kegelabschnittsförmig, als drei- oder mehreckige Pyramidenstümpfe oder aus einer Kombination eines Kegelkörpers mit einer Pyramide ausgebildet sind. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (1) eine umlaufende Seitenwand (10', 10'', 10''', 10'''') aufweist, deren Ränder über die Plattendecke (2) hinaus sich erstrecken. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (1) zur Verbindung mit einer benachbarten Bodenplatte (1) eines zusammenhängenden Bodenbelags (18) zumindest ein Verbindungselement (13, 14) aufweist. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (9) mit den Kanälen (9) einer benachbarten Bodenplatte (1) eines Bodenbelags (18) verbindbar sind. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (9) von Rohren gebildet werden. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (9) von einem Schlauch gebildet werden, der im Bereich zumindest zweier gegenüberliegenden Seitenwände (10', 10'') der Bodenplatte (1) in Windungen gelegt ist. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (1) einen im wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweist und die Kanäle (9) sich von zumindest einer Seitenwand (10') zur gegenüberliegenden Seitenwand (10'') erstrecken. Bodenplatte nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (9) zur Verbindung mit Kanälen (9) einer benachbarten Bodenplatte (1) eines Bodenbelags (18) über eine Seitenwand (10') hinausragen. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 16 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (9) mit Kanälen (9) einer benachbarten Bodenplatte (1) eines Bodenbelags (18) steckverbindbar sind. Bodenplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff der Bodenplatte (1) ein Kunststoff ist und die Bodenplatte (1) im Spritzguss- oder Tiefziehverfahren hergestellt wird. Decke eines kultivierten Bodens mit einem Baugrund (1) und einem darüber liegenden Oberbau (20), wobei zwischen Oberbau (20) und Baugrund (19) ein Bodenbelag (18) angeordnet ist, der von zusammenhängenden Bodenplatten (1) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenbelag (18) von Bodenplatten (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche gebildet wird.






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