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Dokumentenidentifikation DE102005027591A1 15.02.2007
Titel Abstandshalter
Anmelder Käppner, Horst, 90537 Feucht, DE
Erfinder Käppner, Horst, 90537 Feucht, DE
Vertreter Schneider, A., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 92318 Neumarkt
DE-Anmeldedatum 14.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005027591
Offenlegungstag 15.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2007
IPC-Hauptklasse F16L 3/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H02G 3/30(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Um eine sichere Führung von Kabeln, Leitungen oder dergleichen bei geringem Materialaufwand zu erreichen, wird ein Abstandshalter (1) vorgesehen, welcher durch einen schraubenförmigen Verlauf eines Konstruktionselementes (2) einen Grundkörper (3) zur Aufnahme des Kabels beziehungsweise der Leitung oder dergleichen bildet. Der Grundkörper (3) besteht dabei aus in Grundkörperlängsrichtung (4) hintereinander angeordneten, von dem Konstruktionselement (2) gebildeten Grundkörperabschnitten (5), die einen nichtrunden Querschnitt aufweisen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Abstandshalter, insbesondere für Kabel, Leitungen oder dergleichen.

Kabel, Leitungen oder dergleichen müssen oft in unmittelbarer Nähe von heißen Motorenteilen oder dergleichen verlegt werden. Um eine Beschädigung des Kabels oder dergleichen zu vermeiden, ist es bekannt, Schutzhüllen zum Schutz des Kabels oder dergleichen vorzusehen. Ein bestimmter Mindestabstand zu dem heißen Motorenteil oder dergleichen wird dadurch erzielt, daß die Schutzhülle einen ausreichenden Querschnitt aufweist. Weisen die Kabel, Leitungen oder dergleichen einen sehr geringen Durchmesser auf und wird gleichzeitig ein sehr großer Abstand zur Gefahrenquelle gefordert, so ist, wenn man eine sichere Führung im Inneren der Schutzhülle gewährleisten will, eine Schutzhülle mit sehr großer Wandstärke erforderlich. Dies führt zu einem erhöhten Materialaufwand und damit zu hohen Fertigungskosten für die Schutzhülle.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine sichere Führung von Kabeln, Leitungen oder dergleichen bei geringem Materialaufwand zu erreichen. Diese Aufgabe wird durch einen Abstandshalter nach Anspruch 1 gelöst.

Danach ist ein Konstruktionselement vorgesehen, welches durch seinen schraubenförmigen Verlauf einen Grundkörper zur Aufnahme des Kabels beziehungsweise der Leitung oder dergleichen bildet. Der Grundkörper besteht dabei aus in Grundkörperlängsrichtung hintereinander angeordneten, von dem Konstruktionselement gebildeten Grundkörperabschnitten, die einen nichtrunden Querschnitt aufweisen.

Als Grundkörperabschnitt im Sinne der Erfindung werden dabei die Abschnitte des Grundkörpers verstanden, die sich aus einem vollständigen Schraubenverlauf des Konstruktionselementes um den Mantel des gedachten Innenraumzylinders herum ergibt derart, daß ein sich in Grundkörperlängsrichtung betrachtet geschlossene geometrische Form, wie zum Beispiel ein Viereck, ein Fünfeck oder ein Siebeneck ergibt.

Der erfindungsgemäße Abstandshalter, der im nachfolgenden auch als Kabelumhüllung bezeichnet wird, dient zur sicheren Führung von Kabeln, Leitungen oder dergleichen. Durch den Aufbau des Grundkörpers mit Hilfe eines schraubenförmig verlaufenden Konstruktionselementes ergibt sich eine schlauchartige Umhüllung, die nicht nur eine allgemeine Schutzfunktion erfüllt, sondern zugleich als Abstandshalter dient.

Eine solche Kabelumhüllung ist dazu geeignet, einen ausreichenden Abstand zwischen einem Kabel beziehungsweise einer Leitung oder dergleichen und einem benachbarten Gegenstand, insbesondere einer Gefahrenquelle herzustellen, wie bspw. einem heißen Motorteil oder einem beliebigen anderen Körper. Durch die besondere Querschnittsform der Grundkörperabschnitte erhält der Grundkörper eine Form, bei der ein vergleichsweise großer Außendurchmesser bei einem geringen Innendurchmesser erreicht werden kann. Der Querschnitt der Grundkörperabschnitte kann im Prinzip mit Ausnahme einer Kreisform frei gewählt werden. Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang vier-, fünf- und siebeneckige Querschnitte.

Erfindungsgemäß ist die Verwendung einer Schutzhülle aus „Vollmaterial" nicht erforderlich. Dies führt zu einer erheblichen Materialeinsparung und damit auch zu einer Verringerung des Gewichtes der Kabelumhüllung. Der Innendurchmesser des Grundkörpers kann dabei durch die Querschnittsform beliebig eingestellt werden. Das bedeutet, daß die Kabelumhüllung auch für sehr dünne Kabel oder Leitungen oder dergleichen verwendet werden kann. Zudem kann durch eine entsprechende konstruktive Ausgestaltung und Verwendung von geeignetem Material ein biegsamer Grundkörper gebildet werden. Dies führt dazu, daß die Kabelumhüllung flexibel verlegt werden kann, beispielsweise zwischen heißen und/oder sich bewegenden Teilen in einem Motorgehäuse.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn der Grundkörper im wesentlichen die Form eines Hohlzylinders aufweist. Mit anderen Worten sind die Querschnitte der Grundkörperabschnitte derart ausgewählt, daß das Innere des Grundkörpers nach Art eines Kanals ausgebildet ist, wobei der Kanal einen Querschnitt aufweist, der, über eine ausreichende Länge des Grundkörpers betrachtet, im wesentlichen die Form eines Hohlzylinders aufweist. Dabei ist es nicht von Bedeutung, daß die Querschnitte zweier benachbarter Grundkörperabschnitte – jeweils für sich betrachtet – keinen runden Querschnitt aufweisen. Wesentlich ist, daß die Vielzahl hintereinander angeordneter Grundkörperabschnitte – in ihrer Gesamtheit betrachtet – einen rohrförmigen Innenraum mit im wesentlichen rundem Querschnitt bilden, so daß sich im wesentlichen die Form eines Hohlzylinders ergibt. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die von dem Abstandshalter umhüllten Kabel, Leitungen oder dergleichen einen runden Querschnitt aufweisen. Durch eine geeignete Auswahl der Abmessungen des Grundkörpers kann somit erreicht werden, daß das zu umhüllende Kabel beziehungsweise die zu umhüllende Leitung oder dergleichen von dem Grundkörper in einem engen Abstand umhüllt und damit sicher geführt wird.

Durch den nichtrunden Querschnitt der einzelnen Grundkörperabschnitte wird darüber hinaus gewährleistet, daß der Abstandshalter im unmontierten Zustand auf ebenen Flächen sicher liegt, ohne wegzurollen. Die Handhabung und Montage des Abstandshalters wird dadurch erheblich vereinfacht.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind benachbarte Grundkörperabschnitte um einen Winkel gegeneinander versetzt angeordnet. Durch diese verdrehte Anordnung ergibt sich ein sich in Grundkörperlängsrichtung änderndes Mantelprofil. Der maximale äußere Durchmesser des Grundkörpers wird mit anderen Worten entlang einer Mantellinie mehrfach erreicht. Das bedeutet, daß der Maximaldurchmesser in Grundkörperlängsrichtung wiederholt auftritt. Im Ergebnis wird der geforderte Abstand von dem Kabel, der Leitung oder dergleichen zu dem benachbarten Körper, beispielsweise dem heißen Motorteil, durch einen oder mehrere voneinander beabstandete Mantelpunkte erreicht an Stellen mit vergrößertem Durchmesser des Grundkörpers.

Sind die Querschnitte aller Grundkörperabschnitte des Abstandshalters identisch, so läßt sich der Abstandshalter auf besonders einfache Art und Weise und damit besonders preiswert herstellen.

Die Herstellung des Abstandhalters ist besonders preiswert möglich, wenn als Konstruktionselement ein Draht, insbesondere ein Metalldraht verwendet wird. Hierzu können insbesondere Eisen- oder Stahldrähte beziehungsweise Drähte aus Leichtmetall verwendet werden. Für einen Schutz gegen Korrosion oder andere Umwelteinflüsse kann das Konstruktionselement vernickelt, versilbert, verchromt oder anderweitig beschichtet oder oberflächenbehandelt sein.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Hierbei zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung eines Abstandshalterteilstückes mit siebeneckigem Querschnitt,

2 eine perspektivische Darstellung eines Abstandshalterteilstückes mit einem Querschnitt in Form einer Kreisteilfläche,

3 eine schematische Darstellung eines ersten Abstandshalters mit siebeneckigem Querschnitt,

4 eine schematische Darstellung eines zweiten Abstandshalters mit siebeneckigem Querschnitt,

5 eine schematische Darstellung eines dritten Abstandshalters mit siebeneckigem Querschnitt,

6 eine schematische Darstellung eines Abstandshalters mit fünfeckigem Querschnitt,

7 eine schematische Darstellung eines Abstandshalters mit viereckigem Querschnitt,

8 eine schematische Darstellung eines Abstandshalters mit einem Querschnitt in Form einer Kreisteilfläche.

In 1 ist ein Teilstück eines erfindungsgemäßen Abstandshalters 1a abgebildet. Der Abstandshalter 1a wird durch ein schraubenförmig verlaufendes Konstruktionselement 2 gebildet derart, daß sich ein im wesentlichen hohlzylinderförmiger Grundkörper 3 ergibt. Der kanalförmige Grundkörper 3 dient zur Aufnahme eines Kabels beziehungsweise einer Leitung oder dergleichen (nicht abgebildet). Er besteht aus in Grundkörperlängsrichtung 4 hintereinander angeordneten Grundkörperabschnitten 5, die von dem Konstruktionselement 2 gebildet werden. Alle Grundkörperabschnitte 5 weisen dabei einen siebeneckigen Querschnitt auf. Als Konstruktionselement 2 kommt ein Stahldraht zum Einsatz, der zum Schutz vor Korrosion oberflächenveredelt ist. Benachbarte Grundkörperabschnitte 5 sind um einen Winkel 6 gegeneinander versetzt angeordnet.

In 2 ist ein Teilstück eines weiteren erfindungsgemäßen Abstandshalters 1b abgebildet, dessen Grundkörperabschnitte 5 einen Querschnitt in Form einer Kreisteilfläche aufweisen.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß die 1 und 2 realistische Abschnitte eines erfindungsgemäßen Abstandshalters 1 zeigen. Die Endstücke 7 der Konstruktionselemente 2 am Abschluß des Grundkörpers sind abgebildet. Die übrigen 2 bis 8 zeigen die Erfindungsidee lediglich schematisch anhand von versetzt angeordneten Grundkörperabschnitten. Der schraubenförmige Verlauf des Konstruktionselementes ist in den 2 bis 8 nicht abgebildet.

Die 3 und 4 illustrieren zwei Ausführungsbeispiele eines Abstandshalter 1. Beide Abstandshalter 1c, 1d weisen Grundkörperabschnitte 5 mit einem siebeneckigen Querschnitt auf. Die Grundkörperabschnitte 5 sind versetzt zueinander angeordnet. Je nach Größe des Winkels 6 ändert sich der Abstand 8 zwischen Punkten 9 mit vergrößertem Durchmesser entlang einer Mantellinie des Grundkörpers 3. Mit diesen Punkten 9 einer Mantellinie liegt der Abstandhalter 1c, 1d an einem benachbarten Gegenstand (nicht abgebildet), beispielsweise einem heißen Bauteil, an oder stützt sich daran ab.

Der Winkel 6, um den benachbarte Grundkörperabschnitte 5 zueinander versetzt angeordnet sind, ist bei dem in 4 dargestellten Abstandshalter 1d größer als bei dem in 3 gezeigten Abstandshalter 1c. Dies hat zur Folge, daß sich die Abstände 8 zwischen Punkten 9 mit vergrößertem Durchmesser entlang der Mantellinie des Grundkörpers 3 verringern. Zugleich wird eine geringere Anzahl an Grundkörperabschnitten 5 zur Bildung eines Grundkörpers 3 gleicher Länge benötigt, wodurch der Materialverbrauch und damit Gewicht und Kosten sinken.

Im Vergleich zu dem in 3 gezeigten Abstandshalter 1c sind die Abstände zwischen den einzelnen Konstruktionselementabschnitten benachbarter Grundkörperabschnitte 5 daher bei dem in 4 abgebildeten Abstandshalter 1d größer, so daß sich eine weniger dichte Umhüllung ergibt.

Eine besonders dichte Umhüllung ist möglich, wenn die Winkel 6, um den benachbarte Grundkörperabschnitte 5 zueinander versetzt angeordnet sind, sehr klein ist. Einen solchen Abstandshalter 1e, ebenfalls mit einem siebeneckigen Querschnitt der Grundkörperabschnitte 5, zeigt 5.

Die dichte Umhüllung gewährleistet, daß Schmutz und andere Fremdkörper nicht in das Innere des Grundkörpers 3 eindringen können. Dadurch ist das Kabel bzw. die Leitung oder dergleichen im Inneren des Abstandshalters 1e sicher vor Umwelteinflüssen, beispielsweise Staub, geschützt. Zugleich ergibt sich durch die im Vergleich zu den anderen Ausführungsformen regelmäßige Form des Grundkörpermantels mit den sich in Grundkörperlängsrichtung 4 langsam verändernden Anordnungen der durch die Ecken der einzelnen Grundkörperabschnitte 5 gebildeten Mantellinien ein optisch ansprechender Gesamteindruck.

Einen Abstandshalter 1f mit fünfeckigen Grundkörperabschnitten 5 zeigt 6, während in 7 einen Abstandshalter 1g mit viereckigen Grundkörperabschnitten 5 abgebildet ist. Beide Abstandshalter 1f, 1g sind entsprechend dem in 1 beschriebenen Grundprinzip gebildet.

Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Abstandshaltern 1 mit regelmäßigen Querschnitten ist in 8 ein Abstandshalter 1h dargestellt, dessen Grundkörperabschnitte 5 eine unregelmäßige Querschnittsform aufweisen. Der Querschnitt zeigt die Form einer Kreisteilfläche, die von einem Kreisbogen und einer Kreissehne begrenzt wird, vgl. 2.

Dabei wird die den Querschnitt des Grundkörperabschnittes 5 bildende Kreisteilfläche durch den größeren Teil des Kreises gebildet, der durch die Kreissehne geteilt ist. Zu einem Vollkreis fehlt es der Kreisteilfläche mit anderen Worten an einem Kreissegment. Der Abstandshalter 1h liegt daher mit den sich aus dem ansonsten gleichmäßigen Mantel hervorhebenden Mantelpunkten an einem benachbarten Gegenstand (nicht abgebildet) an, wobei sich diese Mantelpunkte durch die Schnittpunkte der Kreissehne mit dem Kreisbogen ergeben.

1
Abstandshalter
2
Konstruktionselement
3
Grundkörper
4
Grundkörperlängsrichtung
5
Grundkörperabschnitt
6
Winkel
7
Konstruktionselementendstück
8
Abstand
9
Mantelpunkt


Anspruch[de]
Abstandshalter (1), insbesondere für Kabel, Leitungen oder dergleichen, mit einem schraubenförmig verlaufenden Konstruktionselement (2), wobei das Konstruktionselement (2) einen Grundkörper (3) mit in Grundkörperlängsrichtung (4) hintereinander angeordneten Grundkörperabschnitten (5) bildet, wobei die Grundkörperabschnitte (5) einen nichtrunden Querschnitt aufweisen. Abstandshalter (1) nach Anspruch 1, wobei der Grundkörper (3) im wesentlichen die Form eines Hohlzylinders aufweist. Abstandshalter (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine Anzahl von benachbarter Grundkörperabschnitte (5) um einen Winkel (6) gegeneinander versetzt angeordnet sind. Abstandshalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Querschnitte aller Grundkörperabschnitte (5) im wesentlichen gleich sind. Abstandshalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Konstruktionselement (2) ein Draht, insbesondere ein Metalldraht ist.






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