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Dokumentenidentifikation DE102005037442A1 15.02.2007
Titel Gebogenes und mittels Gießharz laminiertes Sicherheitsglas und das Verfahren zur Herstellung dieses Sicherheitsglases
Anmelder Pfaltz AG, Breil-Brigels, CH
Erfinder Pfaltz, Dieter, 01471 Großdittmannsdorf, DE
Vertreter Patentanwälte Ilberg und Weißfloh, 01309 Dresden
DE-Anmeldedatum 09.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005037442
Offenlegungstag 15.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2007
IPC-Hauptklasse C03C 27/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse C03B 23/023(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Aufgabe der Erfindung ist es, ein gebogenes und mittels Gießharz laminiertes Sicherheitsglas einschließlich ein Herstellungsverfahren für dieses Sicherheitsglas bei einer gleichzeitigen Farb- und Effektvielfalt zu schaffen.
Beim Verfahren zur Herstellung von gebogenem und mittels Gießharz laminiertem Sicherheitsglas wird ein Scheibenpaket, bestehend aus mindestens zwei Flachglasscheiben 1, in einem Biegeofen in eine gewünschte Endform gebracht. Die Scheiben 1 werden deckungsgleich und beabstandet übereinander gelegt und mit Gießharz 2 gefüllt. Durch unterschiedliche Verfahrensvarianten können reizvolle Farbkombinationen erzielt werden.
Das Haupteinsatzgebiet der erfindungsgemäßen, gebogenen und mit Gießharz laminierten Sicherheitsscheiben 1 ist das Baugewerbe und die Möbelindustrie.

Beschreibung[de]

Gebogenes und mittels Gießharz laminiertes Sicherheitsglas und das Verfahren zur Herstellung dieses Sicherheitsglases insbesondere für die Herstellung von Tischplatten, Schranktüren und Möbelteilen für Bad und Küche, Balkonbrüstungen, Verkleidungen im Bauwesen, Ladenbauelementen und für den Leuchtenbau.

Gebogenes Sicherheitsglas ist bereits bekannt. In der DE 101 27 090 wird eine Einrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von gebogenem Verbundsicherheitsglas mit engen Biegeradien mit einer oder mehreren Biegekrümmungen beschrieben. Dieses Verfahren zeichnet sich durch das deckungsgleiche Biegen mehrerer Glasscheiben aus. Die häufigste Ausführungsform von Sicherheitsglas benutzt eine Folie zwischen den Glasscheiben. Wobei auch Zusätze zur Folie möglich sind, wie z. B. in der DE 695 16 231 T2.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein gebogenes und mittels Gießharz laminiertes Sicherheitsglas einschließlich ein Herstellungsverfahren für dieses Sicherheitsglas bei einer gleichzeitigen Farb- und Effektvielfalt zu schaffen.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass das Sicherheitsglas durch sein neues Design eine Vielzahl von Anwendungsfällen im Möbelbau, im Bauwesen und anderen Gebieten zulässt und somit auch die Grundlage für die Herstellung völlig neuer Produkte auf der Basis von Sicherheitsglas ermöglicht. Einzelne Herstellungsverfahren bedingen eine Unikatproduktion im Design und garantieren damit dem Endkunden den Erwerb einer Einmaligkeit. Durch die besondere Ausführungsform des Sicherheitsglases sind die Dekorschichten besonders geschützt. Ein Abrieb, eine Abnutzung oder eine Verwitterung durch Umwelteinflüsse ist nicht gegeben. Damit behält das Dekor auch noch nach Jahren seinen Glanz.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Glases sind in den Ansprüchen 2 bis 4 und vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens in den Ansprüchen 6 bis 14 angegeben. Die Weiterbildungen nach Anspruch 2 bis 4 dienen den unterschiedlichsten Designausführungen. So sind nach Anspruch 2 die Innenseiten oder nur eine Innenseite des Glaspakets bemalt, mittels der Siebdrucktechnik behandelt oder mit Ornamenten oder Schriftzügen versehen. Nach Anspruch 3 sind zwischen die einzelnen Glasscheiben Metallspäne, kristalline Strukturen oder geometrisch beliebig geformte und farblich gestaltete Glas- oder Kunststoffkörper beigelegt. Bei der Weiterbildung nach Anspruch 4 besitzt das Gießharz eine unterschiedliche Einfärbung. Durch diese Ausführungsarten sind die unterschiedlichsten Gestaltungen und Effekte möglich.

Bei der Weiterbildung des Herstellungsverfahrens nach Anspruch 6 wird als Ersatz für die Silikondichtung ein im Schnitt e-förmiger Profilgummi über den Rand geschoben. Hierdurch lässt sich die Abdichtung schneller realisieren. Nach Anspruch 7 können gleichzeitig oder hintereinander Kartuschen mit unterschiedlich eingefärbtem Gießharz zum Ausfüllen des Hohlraumes zwischen den Scheiben eingesetzt werden. Hierdurch werden ineinanderlaufende Farbeffekte erzielt. Nach Anspruch 8 können zum Ausfüllen des Hohlraumes zwischen den Scheiben entsprechend der Größe des Hohlraumes Einwegspritzen oder auch Mischanlagen Verwendung finden. Durch den Einsatz kleinerer eingefärbter Gießharzmengen können schon fast künstlerisch gestaltete Farbeffekte erzielt werden, während beim Einsatz von Mischanlagen entsprechende Arbeitszeiteinsparungen beim Befüllen der Scheibenpakete möglich sind. Nach dem Befüllen mit Gießharz kann das Sicherheitsglas nach Anspruch 9 senkrecht gestellt werden und nach einer Ruhephase kann eine eventuell entstandene Luftblase mit einer Kanüle abgesaugt werden und der entstandene Hohlraum mit Gießharz gefüllt werden. Somit ist dann die Gießharzfüllung absolut luftblasenfrei. Bei dem Verfahren nach Anspruch 10 kann in die Einfüll- oder Entlüftungsstelle eine Kunststoffschnur, z. B. eine Angelsehne, eingeführt sein, die nach dem Befüllvorgang unter Dreh- und/oder Schwenkbewegung aus dem Hohlraum zwischen den Scheiben herausgezogen wird. Damit werden einzelne Farbschichten miteinander vermengt und es ergeben sich reizvolle Muster als Unikate. Bei der Verfahrensvariante nach Anspruch 11 werden vor dem Übereinanderlegen der gereinigten Glasscheiben Gravuren, Schriften auf Papier oder Kunststofffolien, Aufträge mittels Siebdrucktechnik, Malereien, Goldschriften und ähnliches auf den Innenseiten der Glasscheiben einzeln oder in Kombination aufgetragen und/oder Metallspäne, Metallpulver, Granulate oder beliebig geformte Körper aus Glas oder Kunststoff in unterschiedlicher Farbgebung zwischen den Glasscheiben angeordnet. Auch hierdurch werden unterschiedlichste Designeffekte erreicht. Bei der Verfahrensvariante nach Anspruch 12 kann die vorhandene Luftblase vor dem Aushärten des Gießharzes zur Mischung der Farbkomponenten genutzt werden, in dem das befüllte Glaspaket geschwenkt, an unterschiedlichen Stellen angehoben und/oder gedreht wird. Bei der Verfahrensvariante nach Anspruch 13 wird das Scheibenpaket zur Befüllung mit Gießharz auf eine rotierende Scheibe oder auf eine Vorrichtung mit einem seitlichen Antrieb abgelegt und dann bei geringen Drehzahlen über eine mittig liegende Bohrung nacheinander mit unterschiedlich gefärbten Gießharz gefüllt. Hierdurch entstehen farbige Ringstrukturen. Nach einer fast vollständigen Befüllung des Hohlraumes zwischen den Scheiben kann nach Anspruch 14 mit einer sehr langen Kanüle andersfarbiges Gießharz in das bereits vorhandene Gießharz an unterschiedlichsten Stellen eingespritzt werden. Der Rand mit der Silikondichtung oder der Rand mit dem Profilgummi kann nach Anspruch 15 mittels bekannter Techniken, wie z. B. Wasserstrahlschneiden, abgetrennt werden. Somit können beliebig geformte Ränder hergestellt werden.

Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden einschließlich der Verfahrensschritte näher beschrieben. Es zeigen:

1 einen Schnitt durch ein Bruchstück eines zweilagigen Sicherheitsglases,

2 einen Schnitt durch ein Bruchstück eines dreilagigen Sicherheitsglases,

3 Beispiel einer Einfüll- und die Entlüftungsstelle an einer Schale an der höchstmöglichen Stelle,

4 Schema der mittigen Befüllung bei Lagerung auf einer drehenden Halteplatte,

5 das Schema bei drehender Lagerung mit einem seitlichen Antrieb und

6 gebogenes Sicherheitsglas mit farbigen Schlierenbildungen erzeugt durch Kunststoffschnur. Das gebogene und mittels Gießharz 2 laminierte Sicherheitsglas 1 besitzt trotz sphärischer oder anderweitiger räumlich ausgedehnter Verformungen zwischen den Glasscheiben 1 an allen Stellen immer den gleichen Abstand. Die Innenseiten einzelner oder aller Scheiben 1 können bemalt, mittels Siebdrucktechnik behandelt und/oder mit Ornamenten oder Schriftzügen versehen sein. Das Gießharz 2 als Laminat kann innerhalb eines Sicherheitsglases 1 unterschiedliche Farben besitzen. Dies und auch zwischen den Scheiben 1 eingelagerte Metallspäne, Metallpulver, farbige Kügelchen oder andere beliebige geometrische Formen und/oder kristalline Strukturen dienen zur unterschiedlichsten Designgestaltung des Sicherheitsglases 1.

Das Verfahren zur Herstellung von gebogenem und mittels Gießharz 2 laminiertem Sicherheitsglas 1 erfolgt über mehrere Schritte. Ein Scheibenpaket bestehend aus mehreren Scheiben 1 und zwischen den Scheiben 1 eingebrachtem Trennmittel, wie z. B. Talkum, wird in einem Biegeofen z. B. nach dem Senkbiegeverfahren bei ca. 550 °C bis 620 °C in eine gewünschte Endform, z. B. in eine Leuchtenschale gebogen. Die Glasbiegekurve hängt von vielen Einzelfaktoren ab, wie z. B. Anzahl der Scheiben 1, Scheibendicke, Farbe der Scheiben 1, Scheibengröße usw. Die Anzahl der einzelnen, gleichzeitig zu biegenden Scheiben 1 richtet sich nach der spätere gewünschten Dicke des Fertigprodukts. Nach der Entspannung und Abkühlung der gebogenen Scheiben 1 werden die einzelnen Scheiben 1 in ihrer Lage zueinander genau gekennzeichnet, anschließend gereinigt und wieder deckungsgleich übereinander gelegt. Das Übereinanderlegen erfolgt jedoch beabstandet, d.h. zwischen die Scheiben 1 wird ein Abstandshalter 3 oder mehrere Abstandshalter 3 nahe des Randes der Scheiben 1 eingelegt. Die Höhe des Abstandshalters 3 richtet sich nach der gewünschten Gießharzdicke. Der Randbereich zwischen den Scheiben 1 wird mittels Silikon 4 abgedichtet. Nach der Aushärtung des Silikons 4 wird das angemischte und eventuell eingefärbte Gießharz 2 in Kartuschen abgefüllt. Die Kartuscheninhalte werden mittels eines Kartuschenpistole und auf die Kartuschen aufgesetzte Kanülen durch die Silikondichtung 4 und den Abstandshalter 3 in den Hohlraum zwischen den Scheiben 1, als Befüllung B oder Einfüllstelle B bezeichnet, gepresst. Eine weitere am höchsten Punkt des Scheibenpakets eingebrachte Kanüle dient als Entlüftungsstelle E. Nach vollständiger Füllung des Hohlraumes zwischen den Scheiben 1, werden die Einfüllstelle B und die Entlüftungsstelle E mit einem Heißkleber verschlossen.

Die Strukturierung des Gießharzes 2 in verschiedene Schichten oder die Herstellung der unterschiedlichsten Farbkombinationen kann mittels verschiedenster Varianten erfolgen. Eine der Varianten ist das Einlegen einer Kunststoffschnur in den Hohlraum zwischen den Scheiben 1 vor dem Befüllvorgang mit Gießharz 2. Nach den Befüllvorgang wird die Kunststoffschnur 6 durch unregelmäßige Bewegungen durch die farblich unterschiedlichen Gießharzbereiche gezogen. Hierdurch erfolgt eine zufällige Vermischung mit dem Ergebnis eines reizvollen Musters und einer Schlierenbildung 10, wobei jedes Muster ein Unikat darstellt.

Eine weitere Variante zur Herstellung der Gießharzstrukturierung wird mittels einer Restluftblase beim Ende des Befüllvorgangs erreicht. Das Scheibenpaket wird provisorisch verschlossen und anschließend an einer Seite angehoben und wieder abgesenkt. Der Vorgang kann an verschiedenen Stellen wiederholt werden. Die Luftblase verändert seine Lage zwischen den Scheiben 1 und wandert dabei durch verschiedene Farbbereiche bzw. -schichten. Auf ihrem Weg hinterlässt die Luftblase farbige Schlieren. Nach Beendigung dieses Mischvorganges wird die Luftblase abgesaugt und mit einem Rest Gießharz 2 aufgefüllt. Anschließend erfolgt das Verschließen des Scheibenpakets.

Eine weitere Variante ist das Einspritzen eines Gießharzes 2 mit einer anderen Farbe mittels einer Spritze mit einer langen Kanüle in vorhandene Gießharzschichten anderer Farbe. Anschließend erfolgt ebenfalls das endgültige Verschließen des Sicherheitsglases 1.

Als letzte Variante sei noch das bewusste Eindrücken von Luft in die Farbschichten des Gießharzes 2 nach fast abgeschlossener Befüllung. Die Luftbewegung ergibt eine Vermengung der einzelnen Farbschichten im Hohlraum des Sicherheitsglases 1.

Nach dem Biege- und Reinigungsvorgang der Scheiben 1 kann auf den Innenseiten der Scheiben 1 Bemalung aufgebracht, mittels Siebdrucktechnik ein Auftrag erfolgen, es können Malereien und/oder Gravuren vorgenommen werden oder Schriften auf Papier oder Kunststoff eingelegt werden. Es können Metallspäne, Metallpulver, Granulate oder beliebig geformte Körper aus Glas oder Kunststoff in unterschiedlicher Farbgebung zwischen den Glasscheiben 1 angeordnet werden. Es ist auch jede Kombination denkbar.

Zum Einbringen des Gießharzes 2 kann das Scheibenpaket auf eine rotierende Scheibe 7 aufgelegt werden. Über eine mittig liegende Bohrung 8 wird bei der Drehbewegung des Scheibenpakets das Gießharz 2 in den Hohlraum zwischen den Scheiben 1 eingefüllt. Durch die Fliehkraftwirkung können somit ringförmige und farblich unterschiedliche Gießharzstrukturen geschaffen werden. Die Aufnahme und die Drehbewegung des Scheibenpakets kann auch durch eine Vorrichtung mit einem seitlichen Antrieb 9 erfolgen.

Zum Abschluss kann das gefüllte und versiegelte Sicherheitsglas 1 am Rand z. B. mittels der Wasserstrahltechnik bearbeitet werden.

1
Scheibe, Glasscheibe, Flachglasscheibe, Sicherheitsglas
2
Gießharz
3
Abstandshalter
4
Silikon, Silikondichtung
5
Gummiprofil
6
Kunststoffschnur
7
rotierende Scheibe
8
mittig liegende Bohrung
9
Vorrichtung mit seitlichem Antrieb
10
Schlierenbildungen
B
Befüllung, Einfüllstelle
E
Entlüftungsstelle


Anspruch[de]
Gebogenes und mittels Gießharz laminiertes Sicherheitsglas, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Scheiben (1) trotz sphärischer oder anderweitiger räumlich ausgedehnter Verformungen der Scheiben (1) an allen Stellen immer ein gleicher Abstand besteht. Sicherheitsglas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne oder alle Scheiben (1) auf ihren Innenseiten bemalt, mittels Siebdrucktechnik behandelt wurden und/oder mit Ornamenten oder Schriftzügen versehen sind. Sicherheitsglas nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Scheiben (1) im Gießharz (2) eingebettet Granulate und/oder Metallpulver und/oder Metallspäne und/oder farbige Kügelchen oder andere beliebige geometrische Formen und/oder kristalline Strukturen eingebettet sind. Sicherheitsglas nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines Sicherheitsglases (1) unterschiedlich gefärbte Gießharze (2) eingesetzt sind. Verfahren zur Herstellung von gebogenem und mittels Gießharz laminiertem Sicherheitsglas, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

– ein Scheibenpaket, bestehend aus mindestens zwei Flachglasscheiben (1), wobei zwischen den Scheiben (1) ein Trennmittel eingebracht wurde, wird in einem Biegeofen nach bereits bekannten Biegeverfahren, wie z. B. das Senkbiegeverfahren, bei ca. 550 bis 620 °C in eine gewünschte Endform, wie z. B. in eine Leuchtenschale gebracht,

– nach der Entspannung und Abkühlung des Scheibenpakets wird das Scheibenpaket dem Biegeofen entnommen, die einzelnen Scheiben (1) werden in ihrer Lage zueinander gekennzeichnet und gereinigt und anschließend werden die Scheiben (1) deckungsgleich und beabstandet übereinander gelegt, dies aufgrund eines bzw. von mehreren Abstandshaltern (3) entsprechend der gewünschten Gießharzdicke, die im Randbereich der Scheiben (1) angeordnet werden,

– der Randbereich zwischen den Scheiben (1) wird mittels Silikon (4) versiegelt und nach der Aushärtung des Silikons (4) wird das angemischte und in Kartuschen abgefüllte Gießharz (2) mittels einer Kartuschenpistole über eine Kanüle in den Hohlraum zwischen den Scheiben (1) gepresst, wobei über eine zweite Kanüle am höchsten Punkt der Scheibenkombination die Luft aus dem Hohlraum zwischen den Scheiben (1) entweichen kann,

– als Abschluss wird die Einfüllstelle (B) und die Entlüftungsstelle (E) z. B. mit einem Heißkleber verschlossen.
Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Silikondichtung (4) ein im Schnitt e-förmiger Profilgummi (5), wobei der mittlere querliegende Gummistreifen gleichzeitig der Abstandshalter (3) ist, um die Außenränder eines zweilagigen Sicherheitsglases (1) gelegt wird. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig oder hintereinander Kartuschen mit unterschiedlich eingefärbtem Gießharz (2) in den Hohlraum zwischen den Scheiben (1) eingepresst werden. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Kartuschen bei kleinen Hohlräumen Wegwerfspritzen oder bei größeren Hohlräumen Mischanlagen Verwendung finden. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Befüllung mit Gießharz (2) und einer Ruhephase von ca. 30 bis 60 Minuten am senkrecht aufgestellten Sicherheitsglas (1) eine eventuell im oberen Bereich sich gebildete Luftblase mittels einer Kanüle abgesaugt und der somit entstandene Hohlraum anschließend mit Gießharz (2) ausgefüllt wird. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Befüllen mit Gießharz (2) in die Einfüllstelle (B) und/oder die Entlüftungsstelle (E) eine Kunststoffschnur (6) eingeführt wird, die nach dem Befüllvorgang mit unterschiedlichsten Bewegungen wieder entfernt wird. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Übereinanderlegen der gereinigten Glasscheiben (1) Gravuren, Schriften auf Papier oder Kunststofffolien, Aufträge mittels Siebdrucktechnik, Malereien, Goldschriften und ähnliches auf den Innenseiten der Glasscheiben (1) einzeln oder in Kombination aufgetragen werden und/oder Metallspäne, Metallpulver, Granulate oder beliebig geformte Körper aus Glas oder Kunststoff in unterschiedlicher Farbgebung zwischen den Glasscheiben (1) angeordnet werden. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die vorhandene Luftblase vor dem Aushärten des Gießharzes (2) zur Mischung der Farbkomponenten genutzt wird. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Scheibenpaket zur Befüllung mit Gießharz (2) auf eine rotierende Scheibe (7) oder auf eine Vorrichtung mit einem seitlichen Antrieb (9) abgelegt und dann bei geringen Drehzahlen über eine mittig liegende Bohrung (8) nacheinander mit unterschiedlich gefärbten Gießharz (2) gefüllt wird. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer fast vollständigen Befüllung des Hohlraumes zwischen den Scheiben (1) mit einer sehr langen Kanüle andersfarbiges Gießharz (2) in das bereits vorhandene Gießharz (2) an unterschiedlichsten Stellen eingespritzt wird. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand mit der Silikondichtung (4) oder Rand mit dem Profilgummi (5) mittels bekannter Techniken, wie z. B. Wasserstrahlschneiden, abgetrennt wird.






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