PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005038464A1 15.02.2007
Titel Beschattungsvorrichtung
Anmelder Klaiber, Ralf, 76694 Forst, DE
Erfinder Klaiber, Ralf, 76694 Forst, DE
Vertreter Lichti + Partner GbR, 76227 Karlsruhe
DE-Anmeldedatum 13.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005038464
Offenlegungstag 15.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2007
IPC-Hauptklasse E04H 15/58(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 10/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Beschattungsvorrichtung in Form eines Sonnensegels ist auf eine Tuchwelle aufwickelbar und von dieser abwickelbar und über zumindest eine am oder im Erdboden gelagerte Abstützung in Abstand oberhalb einer zu beschattenden Fläche gehalten und kann mittels zumindest einer Spannvorrichtung aufgespannt werden. Dabei ist vorgesehen, dass die Spannvorrichtung eine innerhalb der Abstützung angeordnete Spannkraftquelle aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Beschattungsvorrichtung in Form eines Sonnensegels, das auf eine Tuchwelle aufwickelbar und von dieser abwickelbar ist und über zumindest eine am oder im Erdboden gelagerte Abstützung in Abstand oberhalb einer zu beschattenden Fläche gehalten und mittels zumindest einer Spannvorrichtung aufspannbar ist.

Beschattungsvorrichtungen sind in verschiedenen Ausgestaltungen bekannt. Häufig finden Markisen Verwendung, die eine Stoffbahn aufweisen, die auf eine an einem Gebäude oder einer Rahmenkonstruktion montierten Tuchwelle aufwickelbar ist und von dieser unter Wirkung von beispielsweise mit einer Federkraft beaufschlagten Gelenkarmen abgewickelt werden kann. Markisen weisen den Nachteil auf, dass sie fest montiert sind und nur in sehr geringem Maße eine nachträgliche Anpassung hinsichtlich der zu beschattenden Fläche zu ermöglichen. Darüber hinaus sind diese Gelenkarme, die die Spannvorrichtung bilden, permanent sichtbar, was in vielen Fällen unschön ist.

Für den temporären Einsatz finden deshalb häufig sogenannte Sonnensegel Verwendung. In einfacher Ausgestaltung besteht ein Sonnensegel aus einer Stoffbahn oder -fläche, die an mehreren Eck- oder Randpunkten über beispielsweise stangenförmige Abstützungen oberhalb des Erdbodens oder einer anderen zu beschattenden Fläche gehalten ist. Darüber hinaus sind mehrere Spannseile vorgesehen, die üblicherweise im Bereich der Abstützungen an der Stoffbahn angreifen und an ihrem anderen Ende über Anker im Erdboden verankert sind. Beim Aufbau des Sonnensegels werden die Erdanker so angeordnet und die Länge der Spannseile so gewählt, dass das Sonnensegel unter Spannung gehalten ist. Nachteilig bei einem Sonnensegel der bekannten Art ist jedoch, dass eine Einzugsmöglichkeit der Stoffbahn wie bei einer Markise nicht gegeben ist, sondern das Sonnensegel statt dessen vollständig abgebaut werden muss. Desweiteren ist es von Nachteil, dass die Spannung der Spannseile im Laufe der Zeit nachlässt und dass die Spannseile in vielen Fällen eine Behinderung für die sich im Bereich des Sonnensegels bewegenden Menschen darstellen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Beschattungsvorrichtung in Form eines Sonnensegels der genannten Art zu schaffen, das sich in einfacher Weise aufspannen lässt und auch über einen längeren Zeitraum gespannt bleibt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Beschattungsvorrichtung in Form eines Sonnensegels mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dabei ist vorgesehen, dass die Spannvorrichtung eine innerhalb der Abstützung angeordnete Spannkraftquelle aufweist. Als Spannkraftquelle kann beispielsweise eine Gasdruckfeder oder eine angetriebene Seiltrommel Verwendung finden. Infolge der Spannkraftquelle, die vorzugsweise über ein Spannseil auf das Sonnensegel einwirkt, wird das Sonnensegel ständig unter Vorspannung gehalten, so dass zuverlässig vermieden ist, dass die Vorspannung des Sonnensegels im Laufe der Zeit nachlässt und dieses schlaff herunterhängt. Dabei ist zusätzlich vorgesehen, dass das Sonnensegel ähnlich einer Markise auf einer Tuchwelle aufgewickelt ist, die über eine Halterung an einem Gebäude oder einer Rahmenkonstruktion gehalten ist. Das Sonnensegel kann durch die von der Spannkraftquelle bzw. mehreren Spannkraftquellen aufgebrachten Spannkraft von der Tuchwelle abgezogen werden, wobei innerhalb der Tuchwelle vorzugsweise eine Feder angeordnet ist, mittels der das Sonnensegel unter Spannung gehalten wird.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Abstützung rohrförmig ausgestaltet ist oder ein rohrförmiges Gehäuse aufweist. Die Abstützung bzw. das Gehäuse schützt die Spannkraftquelle vor nachteiligen äußeren Einflüssen und verhindert, dass ein Benutzer direkten Zugriff auf die Spannkraftquelle hat, wodurch eine Unfallgefahr gering ist.

Wenn die Spannkraftquelle von einer angetriebnen Seiltrommel gebildet ist, kann diese das Spannseil zumindest annähernd vollständig aufwickeln und dadurch einen großen Spannweg für das Sonnensegel zur Verfügung stellen. Bei Verwendung einer Gasdruckfeder als Spannkraftquelle ist der Spannweg wesentlich geringer und durch den Verschiebungsweg des Kolbens der Gasdruckfeder bestimmt. Um bei Verwendung einer Gasdruckfeder den Spannweg für das Sonnensegel zu vergrößern, kann der Gasdruckfeder ein Getriebe zugeordnet sein, mittels dessen der Verschiebeweg der Gasdruckfeder in einem vergrößerten Spannweg des Spannseils umgesetzt wird. Vorzugsweise ist das Spannseil innerhalb der Abstützung über eine flaschenzugartige Umlenkrollen-Anordnung geführt, die dem vorgenannten Zweck dient.

Wenn das Sonnensegel zumindest einseitig mit der Tuchwelle an einer Gebäudewand oder -decke angebracht ist und desweiteren über ein oder zwei entsprechende Abstützungen am Untergrund gelagert ist und die Spannvorrichtungen jeweils innerhalb der Abstützungen angeordnet sind, sind für den Benutzer im aufgespannten Zustand des Sonnensegels, keine Spannseile sichtbar und die Spannseile können auch keine Behinderung der sich im Bereich des Sonnensegels bewegenden Menschen darstellen.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich, wobei die einzige Figur eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sonnensegels zeigt, wobei die Abstützung geschnitten dargestellt ist.

Die Figur zeigt eine Beschattungsvorrichtung 10 in Form eines Sonnensegels 11, das über zumindest eine vertikale Abstützung 12 am Erdboden 15 und oberhalb einer zu beschattenden Fläche F gehalten ist. Die Abstützung 12 ist rohrförmig ausgebildet und an ihrem unteren Ende in eine im Erdboden 15 angeordnete und dort verankerte Lagerhülse 23 eingesetzt.

Das der Abstützung 12 abgewandte Ende des Sonnensegels 11 ist auf eine Tuchwelle 18 aufgewickelt, die über eine Halterung 19 an einer Gebäudewand 13 oder einer nicht dargestellten Rahmenkonstruktion gehalten ist. Innerhalb der Tuchwelle 18 ist eine Spannfeder angeordnet, die bei ausgezogenem Sonnensegel 11 für dessen Aufspannung sorgt. Alternativ kann die Tuchwelle 18 motorisch angetrieben sein, wobei der Motor als Gegenlager bei der Aufspannung des Sonnensegels 11 dient.

Das Sonnensegel 11 ist von einer Stoffbahn oder -fläche oder gegebenenfalls auch von einer entsprechenden Folie gebildet und mittels einer Spannvorrichtungen 20, die innerhalb der Abstützung 12 angeordnet ist, aufgespannt.

Die Spannvorrichtung 20 umfasst eine Gasdruckfeder 17, die innerhalb der rohrförmigen Abstützung 12 angeordnet ist, die als Gehäuse dient. Die Gasdruckfeder 17 ist mit einem Spannseil 14 verbunden, das an seinem anderen Ende an einem Rand- oder Eckpunkt des Sonnensegels 11 angreift. Innerhalb der rohrförmige Abstützung 12 ist desweiteren ein Flaschenzug 22 angeordnet, über den das Spannseil 14 geführt ist. Der Flaschenzug 22 ist so ausgebildet, dass die relativ kurze Spannbewegung der Gasdruckfeder 17 in eine vergrößerte Spannbewegung am Sonnensegel 11 umgesetzt wird.

In einer alternativen Ausgestaltung einer Beschattungsvorrichtung 10 kann der Rand- oder Eckpunkt des Sonnensegels mit einem Spannseil verbunden sein, das sich zu einer innerhalb der Abstützung angeordneten Spannkraftquelle in Form einer angetriebenen Seiltrommel erstreckt. Die Seiltrommel kann das Spannseil aufwickeln bzw. abwickeln. Durch Aufwickeln des Spannseils auf die Seiltrommel wird das Sonnensegel aufgespannt.


Anspruch[de]
Beschattungsvorrichtung (10) in Form eines Sonnensegels (11), das auf eine Tuchwelle aufwickelbar und von dieser abwickelbar ist und über zumindest eine am oder im Erdboden gelagerte Abstützung (12) in Abstand oberhalb einer zu beschattenden Fläche (F) gehalten und mittels zumindest einer Spannvorrichtung (20) aufspannbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (20) eine innerhalb der Abstützung (12) angeordnete Spannkraftquelle (17) aufweist. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannkraftquelle (17) eine Gasdruckfeder ist. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannkraftquelle eine angetriebene Seiltrommel ist. Beschattungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannkraftquelle (17) über ein Spannseil (14) auf das Sonnensegel (11) einwirkt. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannseil (14) innerhalb der Abstützung (12) über einen Flaschenzug (22) geführt ist. Beschattungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (12) rohrförmig ist. Beschattungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützung (12) in eine im Erdboden (15) angeordnete Lagerhülse (23) einsteckbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com