PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10162665B4 22.02.2007
Titel Form zur Herstellung eines mit Bindemittel gebundenen Formsteins und Verfahren zur Herstellung eines daraus hergestellter Pflaster
Anmelder Persang, Karl-Heinz, 91093 Heßdorf, DE
Erfinder Persang, Karl-Heinz, 91093 Heßdorf, DE
Vertreter Gassner, W., Dr.-Ing., Pat.-Anw., 91052 Erlangen
DE-Anmeldedatum 19.12.2001
DE-Aktenzeichen 10162665
Offenlegungstag 10.07.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse B28B 7/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E01C 5/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E01C 5/22(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Form aus einem verrottbaren organischen Material zur Herstellung eines Pflasters am Bestimmungsort mit mindestens einem mit Bindemittel gebundenen Formsteins sowie ein Verfahren zur Herstellung eines daraus hergestellten Pflasters am Bestimmungsort.

Nach dem Stand der Technik werden Formsteine durch Eingießen von Beton in eine Form hergestellt. Die Form ist aus einem Material, wie Metall oder Holz, gebildet, welches eine hohe Standzeit und eine möglichst einfache Reinigung gewährleistet.

Nach dem Entformen werden die Formsteine verpackt und zum Abnehmer transportiert. Zur Herstellung eines aus den Formsteinen gebildeten Pflasters wird zunächst der Untergrund verdichtet. Dann wird eine meist aus Sand oder Feinkies hergestellte Ausgleichsschicht aufgebracht. Darauf werden anschließend die Formsteine verlegt. Nach dem Verlegen der Formsteine werden sie zur Gewährleistung eines guten Sitzes mittels einer Rüttelmaschine gerüttelt. Die Fugen werden anschließend mit Sand verfüllt.

Das bisherige Verfahren zur Herstellung eines Formsteins oder eines daraus hergestellten Pflasters ist in vielfacher Hinsicht nachteilig. Die Herstellung der bisherigen Formen ist teuer. Die Formen müssen vor jedem Verguß gereinigt und mit Trennmittel beschichtet werden. Das Entformen, Verpacken und der Transport erfordert einen erheblichen Zeit- und Kostenaufwand. Beim Herstellen eines Pflasters fällt Aufwand durch das Vorsehen einer Ausgleichsschicht, durch das Schneiden oder Brechen von Formsteinen sowie das Rütteln der verlegten Formsteine an.

Verrottbare Formen sind einfachere handhabbarere Formen. Bekannt ist beispielsweise aus der US-PS-3,512,747 eine aus einem Papierrohrstoff hergestellte Form zur Herstellung eines Hohlraums in einer Betonstruktur. Weitere Verwendungen sind nicht bekannt.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen. Es sollen insbesondere eine Form und ein Verfahren angegeben werden, mit denen eine vereinfachte Herstellung von Formsteinen möglich ist. Weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine vereinfachte Herstellung eines Pflasters am Bestimmungsort unter Verwendung der Form anzugeben.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 11 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 10 und 12 bis 25.

Nach Maßgabe der Erfindung ist eine Form aus einem verrottbaren organischen Material zur Herstellung eines aus mit Bindemittel gebundenen Formsteinen gebildeten Pflasters am Bestimmungsort vorgesehen, wobei die aus Flächenelementen durch Umbiegen an vorgegebenen Falzen und/oder durch Ineinanderstecken hergestellte Form nach Art eines Gitterrosts ausgebildet ist und eine Vielzahl durch umlaufende Wände begrenzte Einzelformen aufweist. In Abkehr vom Stand der Technik ist die gesamte Form verrottbar, d.h. sie ist lediglich zum einmaligen Verguß geeignet. Infolge des Vergusses weicht das zur Herstellung der Form verwendete Material auf und verrottet schnell. Es ist nicht erforderlich, insbesondere bei der Herstellung eines Pflasters, die Form zu entfernen. Die vorgeschlagene Form ist einfach herstellbar. Sie kann ohne hohen Transportaufwand vertrieben werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß unter Verwendung der vorgeschlagenen Form vom Abnehmer jeweils genau die Menge an Formsteinen gestellt werden kann, welche tatsächlich benötigt wird. Die Form kann ohne großen Aufwand geändert werden. Das macht es überflüssig, vorgefertigte Formsteine zu schneiden oder zu brechen.

Indem die Form zunächst in Form von Flächenelementen bereitgehalten wird, wird Transport- und Lagerraum eingespart.

Auf den Flächenelementen kann eine Anweisung zum Zusammenbau der Form aufgedruckt sein. Das erleichtert die Handhabung der Form. Es entfällt die gesonderte Bereitstellung einer Gebrauchsanleitung.

Zweckmäßigerweise ist die Form im wesentlichen aus Papierrohstoffen hergestellt. Sie kann auch aus Karton, Pappe oder Wellpappe hergestellt sein. Eine aus den vorgeschlagenen Rohstoffen hergestellte Form verrottet besonders schnell.

Die Einzelformen können jeweils quadratische, rechteckige, sechs- oder achteckige Öffnungsflächen aufweisen. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Öffnungsflächen in einer anderen Geometrie auszuführen. Mittels der vorgeschlagenen Form können auf einfache Weise Abschnitte eines Pflasters hergestellt werden. Es können ohne großen Aufwand Muster oder Werbung im Pflaster vorgesehen werden.

Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal ist vorgesehen, daß bei aus Wellpappe hergestellten Wänden die Form so ausgebildet ist, daß die Scheitellinien der Wellung senkrecht zur Öffnungsfläche ausgerichtet sind. Das ermöglicht es, von der Öffnungsfläche her Sand in den gesamten Hohlraum der Wellpappe einzurieseln.

Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal ist vorgesehen, daß die der Öffnungsfläche zugewandten ersten Kanten der Wände als Umbiegung ausgeführt sind. Die Umbiegung hat den Zweck, das Eindringen von Vergußmasse in die Wände zu verhindern. Es wird eine Trennung der Formsteine sicher gewährleistet. Die Formsteine können nach dem Aushärten ausgewechselt werden. Im Bereich der Umbiegung kann eine Perforation und/oder ein Mittel zum Aufreißen der Wand entlang der Umbiegung vorgesehen sein. Beim Mittel zum Aufreißen kann es sich z.B. um eine entlang der Umbiegung in die Wand eingearbeitete Schnur handeln. Das ermöglicht es, die Wand im Bereich der ersten Kanten nach dem Verguß aufzureißen. Ein Eindringen von Wasser und/oder Sand ist dann einfach möglich. Die Verrottung der Form und das Verfüllen der Fugen wird beschleunigt.

Die Umbiegung kann im Querschnitt nach Art eines Dreiecks ausgebildet sein und eine im wesentlichen parallel zur Öffnungsfläche ausgebildete Abziehfläche aufweisen. Indem die Umbiegung im Querschnitt nach Art eines Dreiecks ausgeführt ist, sind die oberen Kanten eines unter Verwendung einer solchen Form hergestellten Formsteins abgeschrägt. Das erleichtert das Verfüllen der Fugen. Außerdem wird dadurch die Verletzungsgefahr beim Auswechseln der Formsteine herabgesetzt. Das Vorsehen einer parallel zur Öffnungsfläche ausgebildeten Abziehfläche erleichtert das Abziehen überschüssiger Vergußmasse und damit das Herstellen einer glatten Oberfläche des Formsteines oder eines daraus hergestellten Pflasters.

Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal weisen die Wände an ihren den ersten Kanten gegenüberliegenden zweiten Kanten vorspringende Flächen zum Einstecken der Form in einen Untergrund auf. So kann auf einfache Weise die Form im Untergrund fixiert werden. Sie kann nicht, z.B. durch Wind, in ihrer Lage verändert oder weggeweht werden.

Nach der verfahrensseitigen Lösung der Erfindung ist zur Herstellung eines Pflasters am Bestimmungsort ein Verfahren mit folgenden Schritten vorgesehen:

  • a) Bereitstellen einer aus organischem Material hergestellten verrottbaren Form,
  • b) Eingießen einer bindemittelhaltigen Vergußmasse in die Form und
  • c) Aushärten der Vergußmasse.

Bei der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren benutzten Form handelt es sich um eine Einmalform. Sie weicht infolge einmaliger Benutzung auf und verrottet leicht. Gleichwohl ist die vorgeschlagene Form überraschenderweise so stabil, daß damit die Herstellung von Formsteinen in einer sehr guten Qualität möglich ist. Es können als Formsteine z.B. Randsteine, Pflanzsteine, Ablauf- oder Sammelrinnen herstellt werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, andersartig geformte Formsteine herzustellen. Der besondere Vorteil des vorgeschlagenen Verfahren besteht darin, daß die Formsteine an ihrem Bestimmungsort hergestellt werden. Es entfällt der Aufwand zur Bereitstellung einer vielfach verwendbaren Form sowie der des Transports der hergestellten Formsteine zum Abnehmer. Das vorgeschlagene Verfahren ist einfach für jedermann ausführbar. Es bedarf dazu keiner besonderen Fachkenntnisse.

Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, als Vergußmasse Beton zu verwenden. Insbesondere zur Herstellung von Pflaster hat sich Quellbeton als besonders geeignet erwiesen. Bei der Verwendung von Quellbeton entsteht eine leichte Wölbung an der Oberfläche der Pflastersteine. Dadurch wird vorteilhafterweise ein verbesserter Abfluß von Regenwasser in Richtung der Fugen hervorgerufen. Es tritt insoweit ein selbstreinigender Effekt ein. Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal kann dem Beton auch ein Verdünnungs- oder Verflüssigungsmittel zugesetzt werden. Solche Zusätze wirken der Ausbildung unerwünschter Eintiefungen bzw. Schüsseln beim Aushärten der Formsteine entgegen.

Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal wird zur Herstellung eines Pflasters eine nach Art eines Gitterrosts ausgebildete Form auf einen verdichteten Untergrund gelegt oder darin eingesteckt. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß der Untergrund nicht vollständig eben ausgebildet sein muß. Anschließend werden die den Gitterrost bildenden Einzelformen mit der Vergußmasse ausgefüllt. Die Vergußmasse paßt sich ohne weiteres einem – auch uneben ausgebildeten – Untergrund an. Es entfällt insbesondere die zur Herstellung eines Pflasters nach dem Stand der Technik notwendige Ausgleichsschicht. Auch auf ein Rütteln nach dem Aushärten des Betons kann verzichtet werden.

Nach dem Aushärten der Vergußmasse können die die Abziehflächen bildenden Wände der Form aufgerissen werden. Anschließend kann in den damit geöffneten Fugenraum Sand als Fugenfüllung eingekehrt werden.

Nach einem weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsmerkmal kann die Vergußmasse eingefärbt sein. Es ist aber auch möglich, nach einer bestimmten Dauer des Aushärtens Farbe auf die Oberfläche der Formsteine aufzubringen. Diese Farbe zieht ins Innere der Formsteine ein. Es wird eine dauerhafte Färbung gewährleistet. Das ermöglicht die Herstellung von Werbeflächen oder eine gewünschte Einfärbung der Formsteine.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1a1c Draufsichten auf gitterartig ausgebildete Formen,

2a eine Detailansicht nach 1a,

2b eine Schnittaussicht entsprechend der Schnittlinie A-A' in 2a im vergossenen Zustand,

2c eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie A-A' in 2a,

2d eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie B-B' in 2a,

3a eine Draufsicht auf ein Schnittmuster eines ersten Flächenelements,

3b eine Draufsicht auf eine Teilansicht nach 3a,

4 eine Draufsicht auf ein Schnittmuster eines zweiten Flächenelements und

5 eine Draufsicht auf ein Schnittmusters eines dritten Flächenelements.

Die 1a bis 1c zeigen Drauf sichten auf nach Art eines Gitterrosts ausgebildete Formen. Die Formen bestehen jeweils aus einer Vielzahl gleichartiger Einzelformen E, die von z.T. gemeinsamen Längs- 1 und Querwänden 2 umschlossen sind. Die gezeigten Formen sind jeweils durch eine umlaufende Begrenzungswand 3 randlich begrenzt.

Die in 1a gezeigte Form dient der Herstellung eines aus rechteckigen Formsteinen gebildeten Pflasters, bei dem die Formsteine ohne Versatz angeordnet sind. Die in 1b gezeigte Form dient der Herstellung eines Pflasters, bei dem die Formsteine versetzt angeordnet sind. Zur Herstellung eines aus sechseckigen Formsteinen gebildeten wabenartigen Pflasters eignet sich die in 1c gezeigte Form.

2a zeigt nochmals eine Detailansicht nach 1a. Die Längs- 1 und Querwände 2 sind aus Wellpappe hergestellt. Selbstverständlich können die Längs- 1 und Querwände 2 auch aus anderem leicht verrottbaren Material hergestellt sein. Es ist z.B. denkbar, die Form aus Karton oder dgl. herzustellen.

2b zeigt eine schematische Schnittansicht entsprechend der Schnittlinie A-A' in 2a, wobei hier allerdings die Form mit einer Vergußmasse, z.B. Beton oder dgl., vergossen ist. Die Querwand 2 ist aus Wellpappe hergestellt. Sie ist doppelwandig ausgebildet. Zwischen den Wänden ist ein Hohlraum H gebildet.

An ihrer einer Öffnungsfläche O der Form zugewandten ersten Kante weist die Querwand 2 eine Umbiegung 4 auf. Die Umbiegung 4 ist im Querschnitt nach Art eines Dreiecks, insbesondere nach Art eines gleichschenkligen Dreiecks, ausgeführt. Sie weist eine parallel zur Öffnungsfläche O verlaufende Abziehfläche 5 auf. Die Abziehfläche 5 dient beim Abziehen der vergossenen Form als Führungsfläche zum Führen einer Abziehlatte.

2c zeigt nochmals eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie A-A' in 2a. Mit dem Bezugszeichen 6 sind Falz- bzw. Rillerlinien bezeichnet, welche die Herstellung der Umbiegung 4 gemäß ihrer vorgegebenen Ausbildung ermöglichen. Die die Abziehfläche 5 bildende Wand der Umbiegung 4 kann mit einer Perforation 7 versehen sein. Die Perforation 7 ermöglicht ein Abreißen der die Abziehfläche 5 bildenden Wand nach dem Verguß und dem zumindest teilweise Aushärten der Vergußmasse.

Die 2d zeigt eine schematische Schnittansicht gemäß der Schnittlinie B-B' in 2a. Auch hier ist die Umbiegung 4 nach Art eines Dreiecks ausgeführt. Es ist wiederum eine parallel zur Öffnungsfläche O (hier nicht gezeigt) verlaufende Abziehfläche 5 vorgesehen.

3a zeigt ein Schnittmuster eines ersten Flächenelements 8. Das erste Flächenelement 8 ist aus Wellpappe hergestellt. Scheitellinien 9 der Wellung der Wellpappe verlaufen senkrecht zu den Rillerlinien bzw. Rillungen 6. Parallel zu den Rillerlinien 6 kann auch ein Ausreißfaden (hier nicht gezeigt) verlaufen. Der Ausreißfaden ist zweckmäßigerweise in das Material eingearbeitet und verläuft entlang der Symmetrielinie S des ersten Flächenelements 8. Parallel zur Ausrichtung der Scheitellinien 9 angeordnet sind schlitzartige Ausnehmungen 10, welche im Bereich der Rillerlinien 6 jeweils eine weitere Ausnehmung 10a aufweisen, die in Form eines langgestreckten Sechsecks ausgebildet ist. Die weitere Ausnehmung 10a ist nochmals in 3b im Detail gezeigt.

Von der Längsseiten des ersten Flächenelements 8 sich erstreckende erste Bodeneinstecklaschen 11. Sie können erste Durchbrüche 12 aufweisen. Zwei erste Einstecklaschen 13 erstrecken sich von den Querseiten des ersten Flächenelements 8.

In 4 ist ein zweites Flächenelement 14 gezeigt. Zur Herstellung der Umbiegung 4 weist auch das zweite Flächenelement 14 parallel zur Symmetrielinie S verlaufende Rillerlinien 6 auf. Von den Längsseiten erstrecken sich zweite schlitzartige Ausnehmungen 15 in Richtung der Rillerlinien 6. Die Scheitellinien der Wellung verlaufen auch hier senkrecht zu den Rillerlinien 6. Von den Längsseiten des zweiten Flächenelements 14 erstrecken sich zweite Bodeneinstecklaschen 16, welche zweckmäßigerweise mit einem zweiten Durchbruch 17 versehen sind. Mit 18 sind zwei von den Querseiten sich erstreckende zweite Einstecklaschen bezeichnet.

In 5 ist ein Schnittmusters eines dritten Flächenelements 19 gezeigt. Das dritte Flächenelement 19 dient der Herstellung der Begrenzungswand 3. Die Rillerlinien 6 zur Herstellung der in 2d gezeigten Umbiegung verlaufen parallel zur Symmetrielinie S. Von einer der Längsseiten erstrecken sich dritte schlitzartige Ausnehmungen 20 bis zu den Rillerlinien 6. Die Wellung 9 verläuft auch hier senkrecht zu den Rillerlinien 7. Von den Längsseiten erstrecken sich dritte Bodeneinstecklaschen 21, in den dritte Durchbrüche 22 vorgesehen sein können. Von den Querseiten erstrecken sich jeweils zwei dritte Einstecklaschen 23. Anstelle der dritten schlitzartigen Ausnehmungen 20 können auch entsprechende Perforationen (hier nicht gezeigt) vorgesehen sein. Die dritten schlitzartigen Ausnehmungen 20 können in diesem Fall durch Heraustrennen eines Streifens aus dem dritten Flächenelement 19 hergestellt werden. Es können Perforationen in unterschiedlichen Abständen vorgesehen sein, z.B. in einem Abstand von jeweils 10 cm sowie außerdem in einem Abstand von jeweils 12,5 cm. Das ermöglicht es, die umlaufende Begrenzungswand 3 auch schräg in bezug zum Gittermuster anzuordnen. In diesem Fall werden die Perforationen, welche in einem größeren Abstand voneinander angeordnet sind, herausgetrennt. Die gebildeten dritten schlitzartigen Ausnehmungen 20 ermöglichen eine schräge Befestigung der umlaufenden Begrenzungswand 3.

Zur Herstellung der in 2a gezeigten Form sind zwei Begrenzungswände 3 erforderlich. Bei einer ersten Begrenzungswand 3 sind die dritten schlitzartigen Ausnehmungen 20 in einem ersten Abstand und bei einer zweiten Begrenzungswand 3 sind die dritten schlitzartigen Ausnehmungen 20 in einem zweiten Abstand angeordnet. Bei Vorsehen einer Begrenzungswand mit in geeigneten Abständen vorgesehen Perforationen können die dritten schlitzartigen Ausnehmungen 20 jeweils mit einem geeigneten Abstand selbst hergestellt werden.

Zur Herstellung der in 1a gezeigten gitterrostartig ausgebildeten Form werden zunächst die Längswände 1 durch Falten des ersten Flächenelements 8 um die Rillerlinien 7 hergestellt. Zur Herstellung der Querwände 2 wird das zweite Flächenelement 14 in ähnlicher Weise wie das erste Flächenelement 8 um die Rillerlinien 6 gefaltet. Anschließend werden die Querwände 2 mit den zweiten schlitzartigen Ausnehmungen 15 in die ersten schlitzartigen Ausnehmungen 10 der Längswände 1 gesteckt. Es bildet sich ein gitterartiges Raster. schließlich werden die Einstecklaschen 13, 18 die in die dritten schlitzartigen Ausnehmungen des dritten Flächenelements 19 eingesteckt und umgebogen. Anschließend wird das dritte Flächenelement um die Rillerlinien 6 gefaltet. Auf diese Weise kann einfach aus mindestens drei Flächenelementen die in 1a bezeigte gitterrostartige Form hergestellt werden.

Um einen festen Halt der Form im Untergrund zu ermöglichen, können durch die Durchbrüche 12 Ankerelemente hindurch geschoben werden. Die Ankerelemente sind zweckmäßigerweise aus einem verrottbaren organischen Material hergestellt. Es kann sich um Stäbe aus Holz, Pappe oder Karton handeln.

Die in den 1b und 1c gezeigten gitterartigen Formen können in ähnlicher Weise hergestellt werden. Ausgehend von den hier beschriebenen Schnittmustern liegt es im handwerklichen Können, entsprechende Schnittmuster zur Herstellung der in 1b und 1c gezeigten Formen anzugeben.

Zur Herstellung eines Pflasters wird die zuvor im Detail beschriebene gitterrostartig ausgebildete Form gemäß 1a zunächst mit den Bodeneinstecklaschen 11, 16 und 21 in den Untergrund eingesteckt. Dadurch wird verhindert, daß die Form z.B. durch Wind in ihrer Lage versetzt wird. Zur Herstellung eines größeren Pflasters können mehrere der erfindungsgemäßen gitterrostartig ausgebildeten Formen nebeneinander gelegt und in den Untergrund eingesteckt werden. Anschließend wird in die Einzelformen E Vergußmasse, z.B. Beton, eingegossen. Zweckmäßigerweise wird als Vergußmasse Beton verwendet. Sobald die Vergußmasse soweit ausgehärtet ist, daß sie begehbar ist, können die die Abziehflächen 5 bildeten Wände mittels einer im Bereich der Symmetrielinie oder mittels zweier im Bereich der Perforationen 7 vorgesehener Ausreißfäden ausgerissen werden. Anschließend kann zur Füllung der damit geöffneten Fuge Sand zwischen die hergestellten Formsteine eingekehrt werden. Nach relativ kurzer Zeit verrotten die zwischen den Formsteinen befindlichen Reste der Form. Durch nochmaliges Einkehren von Sand in die sich dann ausbildenden Fugen kann das Pflaster in einfacher Weise fertiggestellt werden.

Die Verwendung von Quellbeton hat den Vorteil, daß sich während des Aushärtens die Oberseite der Formsteine wölbt. Eine solche Wölbung erleichtert das Abfließen von Regenwasser in die Fugen sowie das selbständige Verfüllen der Fugen mit auf dem hergestellten Pflaster ggf. befindlichen Flugsand.

Zur verbesserten Haltbarkeit der Form können die Flächenelement 8, 14 und 19 selbstverständlich ein- oder zweiseitig mit einer wasserabweisenden Beschichtung versehen sein. Es kann sich dabei um einen wasserabweisenden biologisch abbaubaren Lack handeln. Auch andere langsam wasserlösliche Stoffe sind zur Herstellung einer solchen Beschichtung geeignet.

1
Längswand
2
Querwand
3
Begrenzungswand
4
Umbiegung
5
Abziehfläche
6
Rillerlinie
7
Perforation
8
erstes Flächenelement
9
Scheitellinie
10
erste schlitzartige Ausnehmung
10a
weitere Ausnehmungen
11
erste Bodeneinstecklasche
12
erster Durchbruch
13
erste Einstecklasche
14
zweites Flächenelement
15
zweite schlitzartige Ausnehmung
16
zweite Bodeneinstecklasche
17
zweiter Durchbruch
18
zweite Einstecklasche
19
drittes Flächenelement
20
dritte schlitzartige Ausnehmung
21
dritte Bodeneinstecklasche
22
dritter Durchbruch
23
dritte Einstecklaschen
E
Einzelform
H
Hohlraum
O
Öffnungsfläche
S
Symmetrielinie


Anspruch[de]
Form aus einem verrottbaren organischen Material zur Herstellung eines aus mit Bindemittel gebundenen Formsteinen gebildeten Pflasters am Bestimmungsort, wobei die aus Flächenelementen (8, 14, 19) durch Umbiegen an vorgegebenen Falzen (6) und/oder durch Ineinanderstecken hergestellte Form nach Art eines Gitterrosts ausgebildet ist und eine Vielzahl durch umlaufende Wände (1, 2, 3) begrenzte Einzelformen (E) aufweist. Form nach Anspruch 1, wobei auf den Flächenelementen (8, 14, 19) eine Anweisung zum Zusammenbau der Form aufgedruckt ist. Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Form im wesentlichen aus Papierrohstoffen hergestellt ist. Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Form aus Karton, Pappe oder Wellpappe hergestellt ist. Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einzelformen (E) jeweils quadratische, rechteckige, sechs- oder achteckige Öffnungsflächen (O) aufweisen. Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei bei aus Wellpappe hergestellten Wänden die Form so ausgebildet ist, daß die Scheitellinien (9) der Wellung senkrecht zur Öffnungsfläche (O) ausgerichtet sind. Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die der Öffnungsfläche (O) zugewandten ersten Kanten der Wände als Umbiegung (4) ausgeführt ist. Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei im Bereich der Umbiegung (4) eine Perforation (7) und/oder ein Mittel zum Aufreißen der Wand entlang der Umbiegung (4) vorgesehen ist. Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umbiegung (4) im Querschnitt nach Art eines Dreiecks ausgebildet ist und eine im wesentlichen parallel zur Öffnungsfläche (O) ausgebildete Abziehfläche (5) aufweist. Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Wände an ihren den ersten Kanten gegenüberliegenden zweiten Kanten vorspringende Laschen (11, 16, 21) zum Einstecken der Form in einen Untergrund aufweisen. Verfahren zur Herstellung eines Pflasters am Bestimmungsort mit folgenden Schritten:

a) Bereitstellen einer Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

b) Eingießen einer bindemittelhaltigen Vergußmasse in die Form und

c) Aushärten der Vergußmasse.
Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Flächenelemente (8, 14, 19) als Träger zum Aufdruck einer Anweisung zum Zusammenbau der Form verwendet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12, wobei die Form im wesentlichen aus Papierrohstoffen hergestellt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die Form aus Karton oder Pappe oder Wellpappe hergestellt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei als Vergußmasse Beton, vorzugsweise Quellbeton, verwendet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, wobei dem Beton ein Verdünnungs- oder Verflüssigungsmittel zugesetzt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, wobei die Form auf einen verdichteten Untergrund gelegt oder darin eingesteckt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, wobei bei aus Wellpappe hergestellten Wänden die Form so ausgebildet wird, daß die Scheitellinien (9) der Wellung senkrecht zur Öffnungsfläche (O) ausgerichtet ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 18, wobei die der Öffnungsfläche (O) zugewandten ersten Kanten der Wände als Umbiegung (4) ausgeführt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 19, wobei im Bereich der Umbiegung (4) eine Perforation (7) und/oder ein Mittel zum Aufreißen der Wand entlang der Umbiegung (4) vorgesehen ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 20, wobei die Umbiegung (4) eine im wesentlichen parallel zur Öffnungsfläche (O) ausgebildete Abziehfläche (5) aufweist. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 21, wobei die Wände an ihren den ersten Kanten gegenüberliegenden zweiten Kanten vorspringende Laschen (11, 16, 21) zum Einstecken der Form in einen Untergrund aufweisen. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 22, wobei überschüssige Vergußmasse nach dem Eingießen auf den Abziehflächen (5) abgezogen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 23, wobei die Abziehflächen (5) nach dem Aushärten der Vergußmasse aufgerissen und in die zwischen den Formsteinen gebildeten Fugen Sand eingekehrt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 24, wobei die Vergußmasse mit Farbstoff versetzt oder auf den Formstein nach dem Abziehen ein Farbstoff aufgetragen wird.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com