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Dokumentenidentifikation DE102004059264B4 22.02.2007
Titel Werkzeug und Verfahren zur Erzeugung eines Gewindes in einem Werkstück
Anmelder EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & Co. KG Fabrik für Präzisionswerkzeuge, 91207 Lauf, DE
Erfinder Glimpel, Helmut, 91207 Lauf, DE;
Hechtle, Dietmar, 91257 Pegnitz, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 08.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004059264
Offenlegungstag 29.06.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse B23G 7/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23G 5/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B23G 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B23G 5/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Werkzeug sowie ein Verfahren, jeweils zur Erzeugung eines Gewindes.

Zur Gewindeerzeugung oder Gewindenachbearbeitung sind sowohl spanabhebende als auch spanlose Verfahren und Gewindewerkzeuge bekannt. Spanabhebende Gewindeerzeugung beruht auf Materialabtrag des Materials des Werkstücks im Bereich des Gewindeganges. Spanlose Gewindeerzeugung beruht auf einer Umformung des Werkstücks und Erzeugung des Gewindeganges in dem Werkstück durch Druck. Einen Überblick über im Einsatz befindliche Gewindeerzeugungswerkzeuge und Arbeitsverfahren gibt das Handbuch der Gewindetechnik und Frästechnik, Herausgeber: EMUGE-FRANKEN, Verlag: Publicis Corporate Publishing, Erscheinungsjahr: 2004 (ISBN 3-89578-232-7), im Folgenden nur als "EMUGE-Handbuch" bezeichnet.

Unter die spanabhebenden oder spanenden Gewindeerzeugung fallen die Gewindebohrer (vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel 8, Seiten 181 bis 298) und die Gewindefräser (vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel 10, Seiten 325 bis 372) sowie, nur für Außengewinde, die Schneideisen (vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel 11, Seiten 373 bis 404).

Ein Gewindebohrer ist ein axial zu seiner Werkzeugachse arbeitendes Gewindeschneidwerkzeug, dessen Schneiden entlang eines Außengewindes mit der Gewindesteigung des zu erzeugenden Gewindes angeordnet sind. Beim Erzeugen des Gewindes wird. der Gewindebohrer mit axialem Vorschub und unter Drehung um seine Werkzeugachse mit von der Vorschubgeschwindigkeit abhängiger Drehgeschwindigkeit in eine Bohrung des Werkstücks bewegt, wobei seine Schneiden permanent mit dem Werkstück an der Wandung der Bohrung in Eingriff sind (kontinuierlicher Schnitt).

Beim Gewindefräser sind mehrere axial zur Werkzeugachse gemäß der Steigung des zu erzeugenden Gewindes versetzt angeordnete, selbst ohne Gewindesteigung verlaufende Profilrillen vorgesehen, die unter Bildung mehrerer Frässchneiden entlang des Umfang durch Nuten unterbrochen sind. Zum Erzeugen des Gewindes wird der Gewindefräser mit seiner Werkzeugachse in einer linearen Vorschubbewegung einerseits und zusätzlich einer Zirkularbewegung um eine Mittelachse des zu erzeugenden Gewindes oder der Vorbohrung im Werkstück andererseits bewegt, wodurch sich eine schraubenförmige Bewegung des Werkzeugs ergibt, deren Steigung der Gewindesteigung des zu erzeugenden Gewindes entspricht. Zusätzlich wird der Gewindefräser um seine eigene Werkzeugachse rotiert, wobei diese Rotationsgeschwindigkeit in weiten Grenzen unabhängig von der Bahngeschwindigkeit der Schraubenbewegung wählbar ist, jedoch üblicherweise deutlich höher als diese gewählt ist. Die Frässchneiden des Gewindefräsers greifen intermittierend nacheinander in das Werkstück ein (unterbrochener Schnitt). Der Gewindefräser ist also ein zirkular arbeitendes Gewindewerkzeug.

Unter die spanlosen Gewindeerzeugungswerkzeuge fallen die sogenannten Gewindefurcher (vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel 9, Seiten 299 bis 324) und, nur für Außengewinde, die Gewindewalzwerkzeuge (vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel 11, Seiten 373 bis 404)

Gewindefurcher sind axial zu ihrer Werkzeugachse arbeitende Gewindewerkzeuge mit einem an einem Werkzeugschaft ausgebildeten Arbeitsbereich, der eine schraubenförmige die Werkzeugachse umlaufende Wirkfläche aufweist, mit der das Gewinde in das Werkstück eingedrückt wird, also mit einem entlang des Umfangs spiral- oder schraubenförmig umlaufenden Außengewinde oder Gewindeprofil, das die Gegenform zu dem zu erzeugenden Gewinde darstellt.

In der Regel weist ein Gewindefurcher einen annähernd polygonalen Querschnitt auf, so dass entlang des dann von einer exakt zylindrischen Schraubenlinie abweichenden Außengewindes des Arbeitbereichs zueinander versetzte weiter nach außen ragende und im Allgemeinen abgerundete Polygon-Eckbereiche, die auch als Drückstollen oder Furchzähne oder Formkeile bezeichnet werden, gebildet sind, die der Gewindesteigung des schraubenförmigen Gewindeprofils folgen. Durch diese Maßnahme werden bei der Umformung die Kontaktflächen und damit die Klemmkräfte verringert. Dabei sind für das Polygon mindestens drei Ecken oder Eckbereiche erforderlich, da sich die Gewindefurcher bei der Gewindeerzeugung am Rand der Bohrung oder dem Gewindeaußenrand abstützen müssen.

Der Außendurchmesser oder der Querschnitt des Arbeitsbereichs eines Gewindefurchers nimmt in einem Anlauf- oder Einlaufbereich, der der eigentliche Formgebungsbereich ist, vom vorderen Ende des Werkzeugs nach hinten, zumeist konisch, zu und bleibt in einem anschließenden Kalibrierund/oder Führungsbereich im Wesentlichen gleich. Dadurch wird der Gewindegang schrittweise durch die immer tiefer in das Werkstück eindrückenden Furchzähne des Anlaufbereichs erzeugt und durch die in ihrer Eindrücktiefe gleichbleibenden Furchzähne des Kalibrierbereichs gegebenenfalls noch nachgeglättet oder kalibriert.

Zur Erzeugung eines Gewindes in einer bereits vorhandenen Bohrung wird der Gewindefurcher mit dem Arbeitsbereich voran mit einer linearen Vorschubbewegung axial zur Werkzeugachse, d.h. der Längsachse des Werkzeugschafts, und unter Drehung des Werkzeugs um diese Werkzeugachse in die Bohrung eingeführt. Dabei werden die Zähne bzw. Formkeile bzw. Drückstollen des Gewindes am Gewindefurcher in die Oberfläche des Werkstücks bzw. der Bohrung gedrückt. Der Werkstoff des Werkstücks wird dabei vorwiegend radial, also senkrecht zur Längsachse der Bohrung weggedrückt. Ein Teil des so verformten Materials wird verfestigt, ein anderer Teil in die Vertiefungen bzw. Rillen zwischen den Formkeilen bzw. Zähnen des Gewindefurchers gedrängt, wodurch schließlich ein Gewinde im Werkstück erzeugt wird.

Diese bekannten Gewindefurcher werden im Folgenden auch als axiale Gewindeformer und das entsprechende Verfahren als axiales Gewindeformen bezeichnet. Bekannte Ausführungsbeispiele solcher (axialen) Gewindefurcher finden sich auch in DE 101 36 293 A1, DE 199 58 827 A1, oder auch in DE 39 34 621 C2.

Aus WO 02/094491 A1 sind ein spanlos arbeitendes Gewindeformwerkzeug und ein Verfahren zur spanlosen Gewindeerzeugung bekannt, die auf einem als Zirkularformen bezeichenbaren Arbeitsprinzip beruhen. Das in WO 02/094491 A1 offenbarte Gewindeformwerkzeug ist langgestreckt und umfasst einen Arbeitsbereich mit einem oder mehreren durch Ringnuten voneinander getrennten ringförmigen Umfangsprofilen(en). Jedes Umfangsprofil ist in seinem Zentrum nicht-kreisförmig ausgebildet und weist wenigstens drei Erhebungen nach Art eines Polygons als Drückstollen auf. Zusätzlich können auch axial verlaufende Nuten zwischen den einzelnen Drückstollen an der Außenfläche des Werkzeugs zum Zuführen von Kühlflüssigkeit vorgesehen sein. Als Material für das Werkzeug wird entweder ein Carbid oder Schnellstahl vorgeschlagen.

Dieses Werkzeug wird nun bei dem Verfahren gemäß WO 02/094491 A1 unter Drehung um seine eigene Achse in eine Bohrung mit größerem Durchmesser als das Werkzeug eingeführt und vollführt eine kreisförmige Bewegung entlang des Umfangs der Bohrung sowie zugleich eine Vorschubbewegung in die Bohrung und formt dadurch spanlos das Gewinde in der Bohrung.

Das Gewinde wird gemäß WO 02/094491 A1 also, im Gegensatz zum axialen Gewindefurchen, nicht mittels einer spiralförmigen, der Gewindesteigung angepassten Wirkfläche am Werkzeug und einer nur axialen oder linearen Vorschubbewegung des Werkzeugs relativ zum Werkstück geformt, sondern mittels ringförmiger und damit steigungsloser und zugleich im Querschnitt polygonaler Wirkflächen am Werkzeug einerseits und einer mit einer Drehung des Werkzeugs um die eigene Längsachse kombinierten schraubenförmigen Bewegung des Werkzeugs, die aus einer linearen Vorschubbewegung axial zur Längsachse des Werkzeugs und einer Zirkularbewegung der Längsachse des Werkzeugs um eine Mittelachse der Bohrung resultiert.

Dieser Gewindeformer wird im Folgenden auch als Zirkulargewindeformer oder, unter Erweiterung der bislang üblichen Nomenklatur, als Zirkulargewindefurcher und das zugehörige Verfahren als Zirkulargewindeformen oder Zirkulargewindefurchen bezeichnet.

Ferner sind ausschließlich spanabhebend arbeitende Kombinationswerkzeuge aus Bohrer und Gewindefräser bekannt, nämlich der sogenannte Bohrgewindefräser (BGF) (vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel 10, Seite 354) und der sogenannte Zirkularbohrgewindefräser (ZBGF) ((vgl. EMUGE-Handbuch, Kapitel 10, Seite 355), mit denen die Bohrung für das Gewinde und das Gewinde selbst in dem Werkstück erzeugt werden können.

Der Bohrgewindefräser weist vor einem Gewindefräsabschnitt am vorderen Ende ein Bohrteil auf und bohrt mit dem Bohrteil mit zur Werkzeugachse axialem Vorschub und unter Drehung um die Werkzeugachse in das Vollmaterial des Werkstücks eine Bohrung und erzeugt anschließend mit dem Gewindefräser mit einer radialen Zustallung nach außen und einer schraubenförmigen Zurückbewegung zirkular ein Innengewinde in der Bohrung.

Der Zirkulargewindefräser weist ebenfalls axial vor einem Gewindefräser am vorderen Ende ein Bohrteil auf, das aber im Gegensatz zum Bohrgewindefräser in den radialen Abmessungen kleiner sein muss als die Gewindefräszähne. Mit einer einzigen Schraubenbewegung des Zirkulargewindefräsers in das Vollmaterial des Werkstücks unter Drehung um seine Werkzeugachse erzeugt der Zirkulargewindefräser gleichzeitig die Bohrung und das Innengewinde in der Bohrung.

Schließlich sind auch ausschließlich axial arbeitende Kombinationsgewindewerkzeuge aus Gewindebohrer und Gewindefurcher und zugehörige Arbeitsverfahren zum Erzeugen von Innengewinden in vorerzeugten Bohrungen bekannt. Bei diesen Kombinationswerkzeugen sind ein Gewindebohrer und ein Gewindefurcher auf einem Werkzeugschaft entlang der Werkzeugachse axial versetzt hintereinander angeordnet. Bei axialem Vorschub des Kombinationswerkzeugs entlang seiner Werkzeugachse in die vorerzeugte Bohrung im Werkstück und unter Drehung des Werkzeugs um seine Werkzeugachse mit von der Vorschubgeschwindigkeit entsprechend der gewünschten Gewindesteigung abhängiger Rotationsgeschwindigkeit schneidet der Gewindebohrer das Gewinde vor und der Gewindefurcher furcht das vorgeschnittene Gewinde in demselben Arbeitschritt nach. Gewindebohrer und Gewindefurcher sind während der Arbeitsbewegung kontinuierlich in Eingriff mit dem Werkstück. Ein solches axiales Kombinationswerkzeug und Verfahren sind aus DE 70 17 590 U und DE 196 49 190 C2 bekannt.

Gemäß DE 196 49 190 C2 wird das Gewinde zunächst mit dem Gewindebohrer in den Gewindeflanken profil- und maßgenau spanabhebend erzeugt und anschließend nur der Gewindegrund dieses vorgeschnittenen Gewindes mit dem nachfolgenden Gewindefurcher auf einen vorbestimmten Enddurchmesser spanlos durch Verformung verdichtet. Dadurch können vor allem die ersten Gewindegänge im Anschluss an einen Gewindeanschnitt schwingungsfester und weniger bruchgefährdet erzeugt werden, insbesondere für Befestigungsgewinde an Graugussgehäuses von Brennkraftmaschinen.

Der Werkzeugschaft der genannten Gewindeerzeugungswerkzeuge ist in der Regel wenigstens annähernd zylindrisch um seine Längsachse ausgeführt und/oder mit seinem vom Werkstück abgewandten Ende im Spannfutter einer Werkzeugmaschine aufgenommen und gehalten.

Es ist nun Aufgabe der Erfindung, ein neues Werkzeug und ein neues Verfahren zur Erzeugung eines Gewindes, insbesondere zur Erzeugung eines Innengewindes, anzugeben.

Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Werkzeugs mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 55 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Werkzeugs und Verfahrens gemäß der Erfindung ergeben sich aus den vom Patentanspruch 1 bzw. Patentanspruch 55 jeweils abhängigen Patentansprüchen.

Das Werkzeug gemäß Anspruch 1 ist zur Erzeugung (oder: Herstellung) eines Gewindes in einem Werkstück (oder allgemein: einem Körper) geeignet und bestimmt und umfasst

  • a) wenigstens einen Gewindeerzeugungsbereich (Gewindeherstellbereich, Arbeitsbereich) oder Gewindeerzeugungsabschnitt, der

    a1) wenigstens einen Gewindefräsbereich oder -abschnitt sowie

    a2) wenigstens einen spanlos arbeitenden Gewindeformbereich oder abschnitt umfasst,
  • b) wobei der oder die Gewindefräsbereich(e) und der bzw. die Gewindeformbereich(e) jedes Gewindeerzeugungsbereiches

    b1) so miteinander gekoppelt oder verbunden sind, dass sie gemeinsam um eine Werkzeugachse drehbar oder drehend sind, und

    b2) entlang eines Außenumfanges des Gewindeerzeugungsbereiches in einer Drehrichtung um die Werkzeugachse versetzt zueinander und hintereinander oder aufeinander folgend angeordnet sind.

Beim Verfahren gemäß Patentanspruch 55 zur Erzeugung eines Gewindes in einem Werkstück wird ein Werkzeugs gemäß der Erfindung in einer Arbeitsbewegung bewegt, die

  • • eine Drehbewegung des Werkzeugs um die Werkzeugachse in einem vorgegebenen Drehsinn,
  • • und eine gleichzeitige Schraubenbewegung (oder: Helixbewegung) des Werkzeugs mit seiner Werkzeugachse um eine parallel zur Werkzeugachse gerichtete Mittelachse, d.h. eine zusammengesetzte Bewegung aus einer axiale Vorschubbewegung des Werkzeugs axial zur Werkzeugachse und einer gleichzeitigen Zirkularbewegung des Werkzeugs, bei der die Werkzeugachse des Werkzeugs sich um eine parallel zur Werkzeugachse verlaufende zentrale Drehachse dreht oder diese umkreist, umfasst. Es ergibt sich also insbesondere eine schraubenförmige Bewegung auf einem Zylinder mit der Drehachse als Zylinderachse.

Das Werkzeug zur Erzeugung eines Gewindes gemäß der Erfindung ist ein Kombinationswerkzeug, das sowohl spanend oder spanabhebend als auch spanlos arbeitet. Die Erfindung beruht dabei auf der Überlegung, einen spanabhebenden Bereich und einen spanlosen Bereich in Drehrichtung hintereinander anzuordnen, so dass die spanabhebenden Bereiche und die spanlos arbeitenden Bereiche bei Drehung des Werkzeugs um die Werkzeugachse nacheinander in der Reihenfolge, in der sie am Umfang des Werkzeugs angeordnet sind, in das Werkstück eingreifen. Es wird also in dieser Reihenfolge beim Erzeugen des Gewindeganges abwechselnd geschnitten und geformt oder umgekehrt geformt und geschnitten. Die spanabhebend arbeitenden Bereiche greifen also nur während eines Teils der Drehbewegung des Werkzeugs um seine eigene Werkzeugachse in das Werkstück ein, sind also Gewindefräsbereiche. Ebenso greifen auch die spanlos arbeitenden Bereiche als Gewindeformbereiche nur während eines Teils der Drehbewegung um die Werkzeugachse in das Werkstück ein. Es handelt sich also um eine intermittierende oder diskontinuierliche Arbeitsweise des Werkzeugs und des Verfahrens gemäß der Erfindung, wobei ein Gewindegang des Gewindes gleichzeitig sowohl gefräst als auch geformt wird. Es wird also insbesondere auch nach einer Formung in dem Gewindegang ein Fräsbereich des Werkzeugs fräsend eingreifen, was beim Stand der Technik ebenfalls nicht bekannt ist.

Der Begriff der Erzeugung oder Herstellung eines Gewindes umfasst im Sinne der vorliegenden Anmeldung nicht nur die unmittelbare Erzeugung des gesamten Gewindes in eine vormals ebene oder gewindefreie Oberfläche des Werkstücks, sondern auch das weitere Einarbeiten oder Nachbearbeiten eines schon in der Werkstückoberfläche vorerzeugten, beispielsweise vorgeschnittenen, Gewindes (oder: Vorgewindes, Rohgewindes). Die Werkzeugachse ist in der Regel eine Längsachse und/oder Hauptträgheitsachse oder Eigenachse des Werkzeugs oder dessen Werkzeugschafts und/oder eine zentral durch das Werkzeug verlaufende Achse.

Das Werkzeug und das Verfahren gemäß der Erfindung sind zum Erzeugen sowohl von Innengewinden an einer im Allgemeinen zylindrischen oder in Spezialfällen auch sphärischen (kugelflächenförmigen) Innenfläche in dem Werkstück als auch von Außengewinden an einer im Allgemeinen zylindrischen oder in Spezialfällen auch sphärischen Außenoberfläche des Werkstücks geeignet. Die Arbeitsbewegung (oder: Gewindeerzeugungsbewegung) des Werkzeugs ist in beiden Fällen prinzipiell gleich und unterscheidet sich lediglich nur darin, dass beim Innengewinde das Werkzeug innerhalb der Innenfläche des Werkstücks auf einer kleineren Bahn als das zu erzeugende Gewinde bewegt wird und von innen zum Werkstück zugestellt wird und bei einem Außengewinde das Werkzeug außerhalb der Außenfläche des Werkstücks auf einer größeren Bahn als das zu erzeugende Gewinde bewegt wird und von außen zum Werkstück zugestellt wird.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist das Wirkprofil (oder: wirksame Profil) jedes Gewindeerzeugungsbereiches einem vorgegebenen Nennprofil (oder: vorgegebenen Endprofil) des zu erzeugenden Gewindes angepasst oder entspricht diesem. Das Wirkprofil eines Gewindeerzeugungsbereiches (oder Gesamtwirkprofil) ist definiert als Profil der Drehprojektion aller Gewindefräsbereiche und aller Gewindeformbereiche dieses Gewindeerzeugungsbereiches um die Werkzeugachse auf eine durch die Werkzeugachse verlaufende Projektionsebene. Mit anderen Worten, das Wirkprofil eines Gewindeerzeugungsbereiches entsteht also durch rotatorische Überlagerung der einzelnen Profile aller Gewindefräsbereiche und aller Gewindeformbereiche dieses Gewindeerzeugungsbereiches bei Rotation um die Werkzeugachse. Betrachtet man die Drehprojektion der Gewindefräsbereiche und Gewindeformbereiche desselben Gewindeerzeugungsbereiches auf dieselbe Projektionsebene, so ergibt sich ein überlagertes oder zusammengesetztes Profil, dessen Außenkontur das Wirkprofil des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches darstellt. Das Wirkprofil des Gewindeerzeugungsbereiches bildet sich auf das Gewindeprofil im Werkstück ab. Das Gewindeprofil entspricht dabei auch der Kontur eines Querschnitts des Gewindeganges senkrecht zu dessen schraubenförmigen Verlauf oder eines Längsschnittes durch das Gewinde in einer die Gewindemittelachse enthaltenden Schnittebene. Da das Wirkprofil des Gewindeerzeugungsbereiches sich bei einer zweidimensionalen Drehbewegung ergibt, ist für die dritte Dimension, also in Richtung der Schrauben- oder Zylinderachse des Gewindes, eine entsprechende Schraubenbewegung des Werkzeuges vorgesehen. Das Werkzeug arbeitet also bevorzugt als Zirkulargewindewerkzeug

Das resultierende Wirkprofil jedes Gewindeerzeugungsbereichs kann aus den einzelnen Wirkprofilen der Gewindefräsbereiche und der Gewindeformbereiche der Gewindeerzeugungsbereiche in unterschiedlicher Weise zusammengesetzt werden. Außerdem können sich die Wirkprofile der Gewindefräsbereiche oder der Gewindeformbereiche der Gewindeerzeugungsbereiche voneinander unterscheiden und ein gemeinsames zusammengesetztes Wirkprofil ergeben oder auch identisch zueinander sein.

In einer vorteilhaften Ausführungsform wird ein, vorzugsweise zentraler, Teilbereich des Gesamtwirkprofils des Gewindeerzeugungsbereiches vom Wirkprofil des oder der Gewindeformbereiche(s) dargestellt und benachbarte Teilbereiche des Gesamtwirkprofils von dem oder den Gewindefräsbereichen. Das damit erzeugte Gewinde hat also insbesondere einen geformten oder gefurchten Gewindegrund und wenigstens teilweise gefräste Gewindeflanken. Der Gewindegrund ist dabei vorzugsweise über die gesamte Gewindetiefe geformt, so dass eine vergleichsweise hohe Verdichtung und Verfestigung des Materialgefüges im Werkstück in diesem geformten Bereich erzeugt wird und damit eine hohe Bruchsicherheit und Festigkeit des Gewindes. Durch die materialabtragende Bearbeitung des Werkstücks in den anderen Teilbereiche, insbesondere der Gewindeflanken, wird das bei einer ausschließlichen Formung auftretende Fließen von Material in den Gewindekern weitgehend verhindert. Es werden also in vorteilhafter Weise die Vorteile von spanabhebender und spanloser Gewindeerzeugung miteinander verknüpft.

Das Werkzeug erlaubt darüber hinaus eine sehr genaue Abstimmung der Profile von Gewindefräsbereich und Gewindeformbereich. Ein Anlaufbereich mit zunehmendem Außenradius wie bei einem konventionellen Gewindefurcher oder Gewindefräser ist nicht mehr erforderlich, wenn auch dennoch zusätzlich möglich. Darüber hinaus ist auch ein Einfädeln des Gewindefurchteils nicht mehr erforderlich.

In einer vorteilhaften Ausführungsform weist wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich wenigstens eine senkrecht zur Werkzeugachse und steigungsfrei verslaufende, radial nach außen ausgebildete oder ausgestülpte Rille (oder: einen Grat) auf, die sich über wenigstens einen Teil des Umfangs erstreckt und insbesondere durch Trennnuten in Teilrillen getrennt oder unterteilt sein kann. An den Rillen oder Teilrillen werden jeweils wenigstens ein Gewindeformbereich, insbesondere als weiter nach außen ragende Formkeile oder Drückstollen oder Gewindeform- oder -furchzähne, und vorzugsweise auch wenigstens ein Gewindefräsbereich, insbesondere Gewindefräszahn, ausgebildet, insbesondere durch Anschnitte und/oder Profilierung der Rillen.

Es können ein oder auch mehrere, axial zur Werkzeugachse hintereinander angeordnete Gewindeerzeugungsbereiche vorgesehen sein, wobei mit mehreren Gewindeerzeugungsbereichen die Zahl der Umläufe der Zirkularbewegung reduziert werden kann.

Zusätzlich zu dem wenigstens einen Gewindeerzeugungsbereich kann das Werkzeug auch einen oder mehrere spanabhebende Bereich(e) aufweisen, insbesondere zum spanenden Erzeugen oder Vorbereiten einer Werkstückoberfläche für das Gewinde in einer ersten Variante und/oder eines Vorgewindes (oder: Rohgewindes) in der bzw. einer Werkstückoberfläche für das Gewinde in einer zweiten Variante. Die Geometrien der Arbeitsbereiche können insbesondere unterschiedlich gewählt werden im Hinblick auf unterschiedliche Funktionen oder Aufgaben wie z.B. glatte Oberfläche, stabileren Aufbau oder Polygon oder Eingriffstiefe.

Mit dem Werkzeug in der ersten Variante ist ein Erzeugen eines Gewindes auch in das Vollmaterial eines Werkstücks möglich, da der spanabhebende Bereich die Werkstückoberfläche für den Gewindeerzeugungsbereich durch Materialabtrag aus dem Werkstück selbst herstellt. Es ist also eine Vorbearbeitung des Werkstücks, insbesondere das Vorerzeugen einer Bohrung (Kernlochbohrung) bei einem Innengewinde, nicht notwendig, wenn auch natürlich zusätzlich möglich Der spanabhebende Bereich zum spanabhebenden Erzeugen der Werkstückoberfläche in der ersten Variante ist vorzugsweise als Bohrer ausgebildet, insbesondere mit kontinuierlichem Schnitt oder kontinuierlichem Eingriff der Schneide(n) ins Material des Werkstücks, kann aber auch als Fräser ausgebildet sein, also insbesondere mit diskontinuierlichem oder unterbrochenem Schnitt oder mit diskontinuierlichem Eingriff der Schneide(n) ins Material des Werkstücks. Analog ist der spanabhebende Bereich zum spanabhebenden Erzeugen des Vorgewindes in der zweiten Variante in einer vorteilhaften Ausführungsform ein Gewindebohrer, arbeitet also insbesondere mit kontinuierlichem Schnitt, oder in einer anderen Ausführungsform ein Gewindefräser, arbeitet also mit unterbrochenem Schnitt. Der Gewindebohrer wird vor allem bei einer Durchgangsbohrung im Werkstück eingesetzt und kann dann während des Zirkulargewindeerzeugens außerhalb der Durchgangsbohrung sein.

Die Kombination der beiden Varianten beinhaltet insbesondere die Möglichkeit, dass ein erster spanabhebender Bereich die Werkstückoberfläche, insbesondere die, im Allgemeinen zylindrischen, Wandungsabschnitte des Werkstücks als Außenwandung für ein Außengewinde oder als Innenwandung für ein Innengewinde, durch Materialabtrag vorbereitet, ein zweiter spanabhebender Bereich in diese vom ersten spanabhebenden Bereich vorbereitete Werkstückoberfläche das Vorgewinde einarbeitet und schließlich wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich das Vorgewinde nachbearbeitet oder fertig stellt.

Ferner kann auch als einziger oder zusätzlicher spanabhebender Bereich ein entgegengesetzt zur Vorschubrichtung zum Gewindeformbereich benachbarter spanabhebender Bereich zum Erzeugen eines, insbesondere gegenüber einem Gewindekern, vergrößerten, insbesondere gestuften oder angefasten, Eingangsbereichs oder Mündungsbereich des Gewindes vorgesehen sein.

In einer Weiterbildung kann das Werkzeug auch wenigstens einen dem oder den Gewindeerzeugungsbereichen nachgeschalteten Gewindeformbereich zum Nachbearbeiten und/oder Glätten des Gewindes aufweisen.

Spanabhebende(r) Bereich(e) und/oder Gewindeerzeugungsbereich(e) und/oder Gewindefombereich(e) können einstückig mit dem Werkzeugschaft oder einem Werkzeugkopf ausgebildet sein oder auch als vorgefertigte(s) Teil(e) mit dem Werkzeugschaft oder -kopf verbunden sein, beispielsweise aufgeschrumpft oder aufgelötet oder -geschweißt oder -geklebt oder verschraubt oder geklemmt werden. Ferner können zusätzliche Verschleißschutzschichten auf das Werkzeug oder dessen Arbeitsbereichen aufgebracht werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Werkzeugschaft aus einem Werkzeugstahl, insbesondere einem Schnellarbeitsstahl gefertigt ist. Das kann beispielsweise eine Hochleistungsschnellstahl (HSS-Stahl) oder ein cobaltlegierter Hochleistungsschnellstahl (HSS-E-Stahl) sein. Die Gewindeerzeugungsbereiche sind im Allgemeinen aus einem Material, das härter ist als das Material des Werkstücks und ausreichende Zähigkeit aufweist, vorzugsweise aus Hartmetall oder aus einer Hartmetalllegierung, insbesondere P-Stahl oder K-Stahl oder Cermet, oder aus Sinterhartmetall, insbesondere aus Wolframkarbid oder Titannitrid oder Titankarbid oder Titankarbonitrid oder Aluminiumoxid, oder aus einer Schneidkeramik, insbesondere polykristallines Bornitrid (PKB), oder aus polykristallinem Diamant (PKD) gefertigt.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind am Umfang wenigstens eines Gewindeerzeugungsbereichs und/oder wenigstens eines spanabhebenden Bereichs eine oder mehrere Nuten oder im Werkzeug Kanäle vorgesehen jeweils zur Führung eines fluiden Mediums, insbesondere eines Kühl- und/oder Schmiermittels, um die Reibung und/oder die Wärmeentwicklung zu reduzieren und die entstehende Wärme abzuführen, und/oder zur Abführung der erzeugten Späne (Spannuten). Die Nuten oder Kanäle können gerade und/oder parallel oder axial zur Werkzeugachse und/oder oder schräg zur Werkzeugachse und/oder in Längsrichtung des Werkzeugs verlaufen oder auch um die Werkzeugachse gedrallt oder schraubenförmig (Drallnuten), also verdrillt bzw. mit einer Drehung um den Umfang des Werkzeugs oder de Werkzeugachse, ausgebildet sein.

In den Spannuten können nun zumindest die Schneide(n) des oder jedes spanabhebenden Bereichs und/oder der oder die Drückstollen des oder jedes Gewindeformbereichs von der Nut zurückversetzt sein zum Schutz vor einer Beschädigung oder Abnutzung durch die Späne. Ferner können auch Trennnuten zwischen den Gewindefräsbereichen und den Gewindeformbereichen angeordnet oder ausgebildet sein.

In den Nuten und/oder vor den Gewindeformbereichen oder Schneidbereichen können auch Kanäle münden zum Zuführen von unter Druck stehendem Gas, insbesondere Druckluft, insbesondere zum Wegblasen von Spänen von den Arbeitsbereichen.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutert. Dabei wird auch auf die Zeichnung Bezug genommen, in deren

1 ein Gewindewerkzeug mit zwei Formkeilen und zwei Frässchneiden in einer perspektivischen Ansicht,

2 das Werkzeug gemäß 1 in einer etwas nach vorne gedrehten perspektivischen Ansicht,

3 ein Querschnitt des Werkzeugs gemäß 1 und 2,

4 ein Längsschnitt durch das Werkzeug gemäß 1 bis 3 im Bereich der Gewindeformteile,

5 ein Längsschnitt durch das Werkzeug gemäß 1 bis 4 im Bereich der Gewindefräszähne,

6 eine Gegenüberstellung eines Gewindefräszahnes und eines Gewindefurchzahnes des Werkzeugs in einer Querschnittsdarstellung,

7 eine Überlagerung der beiden Querschnitte von Gewindefurchzahn und Gewindefräszahn gemäß 6,

8 das Arbeitsverfahren des Werkzeugs beim Erzeugen des Gewindes in dem Werkstück in einer Prinzipdarstellung,

9 das Werkzeug vor dem Eingriff in das Werkstück in einer Schnittdarstellung,

10 das Werkzeug beim Eingreifen des Werkzeuges in das Werkstück,

11 ein weiterer Eingriff des Werkzeugs in das Werkstück und

12 der volle Eingriff des Werkzeugs in das Werkstück,

13 der den im Werkstück erzeugten Gewindegang des Gewindes in einem Längsschnitt,

14 ein Werkzeug zum Erzeugen eines Kugelgewindes in einer perspektivischen Darstellung,

15 das Werkzeug gemäß 14 in einem Querschnitt,

16 das Werkzeug gemäß 14 und 15 in einem Längsschnitt,

17 das Werkzeug gemäß 14 bis 16 in einem um 90° gedrehten Längsschnitt,

18 ein ähnliches Werkzeug wie in 14 bis 17, jedoch mit Drallnuten in einer perspektivischen Ansicht,

19 ein Werkzeug gemäß 18 mit zusätzlichen Trennnuten zwischen Fräszähnen und Formzähnen in einer etwas gedrehten perspektivischen Ansicht

20 eine Gegenüberstellung von Gewindefräszahn und Gewindefurchzahn eines Werkzeugs gemäß 14 bis 19,

21 die Überlagerung der Profile von Gewindefräszahn und Gewindefurchzahn gemäß 20,

22 den mit den Profilen gemäß 20 und 21 erzeugten Gewindegang in einem Längsschnitt,

23 eine Gegenüberstellung eines Gewindefräszahnes und eines Gewindefurchzahnes mit einer besonderen asymmetrischen Gestaltung,

24 die Überlagerung der beiden Profile der beiden Zähne gemäß 23 und

25 das mit den beiden Zähnen gemäß 23 und 24 den erzeugten Gewindegang in einem Längsschnitt,

26 ein Werkzeug gemäß der Erfindung mit einem zusätzlichen axialen Bohrteil in einer perspektivischen Darstellung,

27 ein Werkzeug gemäß der Erfindung mit einem zusätzlichen Zirkularbohrteil,

28 ein Längsschnitt durch den vorderen Teil des Werkzeugs gemäß 27,

29 ein Werkzeug gemäß der Erfindung mit einem Zirkularbohrteil sowie einem abnehmbaren Werkzeugkopf,

30 ein Werkzeug mit separat einsetzbaren Gewindefräselementen,

31 ein Werkzeug mit separat einsetzbaren Gewindeformelementen und Gewindefräselementen,

32 bis 37 die Arbeitsschritte beim Erzeugen eines Gewindes mit einem Werkzeug gemäß der Erfindung in chronologischer Reihenfolge

jeweils schematisch dargestellt sind. Einander entsprechende Teile und Größen sind in den 1 bis 37 mit denselben Bezugszeichen versehen.

Das Werkzeug 20 gemäß 1 bis 5 weist einen Werkzeugschaft 26 auf, der um eine zentral längs durch den Werkzeugschaft 26 verlaufende Werkzeugachse A, die insbesondere eine Hauptträgheitsachse oder Eigenachse ist, rotierbar ist. Der Werkzeugschaft 26 ist in der Regel im Wesentlichen zylindrisch, also im Querschnitt im Wesentlichen kreisförmig, geformt, und ist im Betrieb an einem Ende in eine nicht dargestellte Einspannvorrichtung oder einen Werkzeughalter oder ein Werkzeugfutter einer Werkzeugmaschine gehaltert oder eingespannt, die bzw. das mit wenigstens einem Antrieb gekoppelt ist zum Antreiben oder Bewegen des Werkzeugs. Der Werkzeugschaft 26 kann neben der Kreisform auch beliebige andere, auch einen sich vergrößernde oder verkleinernde und/oder sich in der Form verändernde Querschnittsformen aufweisen.

Am Außenumfang oder der Mantelfläche des Werkzeugschaftes 26 sind gerade, ohne Steigung und im Wesentlichen senkrecht zur Werkzeugachse A sowie parallel zueinander verlaufende Arbeitsbereiche oder Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 18 angeordnet, die in Form von nach außen ragenden Rillen ausgebildet sind und durch zwei gegenüberliegende Nuten 22 und 23 jeweils in zwei Teilbereiche, z. B. 10A und 10B in 3, unterteilt sind. Die Rillen der Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 18 sind im Querschnitt zahnförmig ausgebildet und in einem Bereich, der in einem vorgegebenen Drehsinn in die jeweilige Nut 22 bzw. 23 mündet, angeschnitten, so dass dort eine zahnartige Gewindefrässchneide oder ein Gewindefräszahn 4 gebildet ist. Etwa in der Mitte weist jeder Teilbereich der Gewindeerzeugungsbereiche 10bis 18 einen Gewindeformbereich oder Gewindeformzahn 1 und 3 auf, der radial von der Werkzeugachse A weg am weitesten nach außen ragt, an dem also das Werkzeug 20 und dessen Schaft 26 den größten Außenradius R aufweist.

Im Bereich der Gewindeformzähne 1 und 3 weisen die Rillen der Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 18 an beiden Seiten Freischliffe 24 auf, die zu einer Verjüngung oder Querschnittsverminderung an den Flanken der Gewindeformzähne 1 und 3 führen. Zur Bildung des Zahnkopfbereiches der Gewindefräszähne 2 und 4 ist an der Rille im Außenbereich zusätzlich ein Freischliff 21 vorgesehen, mit der die ursprünglich abgerundete Kopfbereich- oder Außenfläche der Rillen der Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 18 gerade geschliffen sind.

Dadurch weisen die Gewindeformzähne 1 und 3 eine größere radiale Abmessung auf als die Gewindefräszähne 2 und 4, jedoch axial zur Werkzeugachse A oder in ihrer Breite eine kleinere Abmessung. Dies ist gut in den Schnittdarstellungen der 6 und 7 zu erkennen, wo der Kopfbereich 1C des Gewindeformzahnes 1 radial weiter nach außen steht oder eine größere Höhe aufweist als der flache Zahnkopf 2C des Gewindefräszahnes 2 und die beiden Flanken 2A und 2B des Gewindefräszahnes 2 wiederum jeweils weiter nach außen verlaufen als die Flanken 1A und 1B des Gewindeformzahnes 1. Der radiale Unterschied zwischen den Zahnköpfen 1C und 2C ist mit &Dgr;R bezeichnet.

Die Freischliffe 21 und 24 sind nun ferner so gewählt, dass sich die Flanken 1A und 2A sowie 1B und 2B von Gewindeformzahn 1 und Gewindefräszahn 2 jeweils in einem Schnittpunkt P1 bzw. P2 treffen, die auch dem Übergangspunkt zwischen dem Zahnkopf 2C und den beiden Flanken 2A und 2B des Gewindefräszahnes 2 entsprechen. Dadurch steht der Zahnkopf 1C des Gewindeformzahnes 1 über den gesamten Zahnkopf 2C des Gewindefräszahnes 2 radial nach außen vor. Der Öffnungswinkel &agr; des Gewindefräszahnes 2 ist größer als der Öffnungswinkel &bgr; des Gewindeformzahnes 1, der typischerweise um die 50° beträgt.

Folglich wird das durch die Überlagerung der beiden Zähne 1 und 2 entstandene Wirkprofil jedes Gewindeerzeugungsbereichs 10 bis 18 über die Länge L2 zwischen den beiden Schnittpunkten P1 und P2, komplett durch den Gewindeformzahn 1 und dessen Zahnkopf 1C dargestellt. An den Flanken bilden dagegen die Zahnflanken 2A und 2B des Gewindefräszahnes 2 die wirksamen Wirkflächen des Gewindeerzeugungsbereichs 10 bis 18. Dadurch wird über die links und rechts von dem zentralen Teilbereich der Länge L2 angeordneten Teilbereiche der Längen L1 und L3, die den axialen Abmessungen der Zahnflanken 2A und 2B des Gewindefräszahnes 2 entsprechen, das Wirkprofil durch diese fräsenden Zahnflanken 2A und 2B dargestellt.

Die 8 bis 12 veranschaulichen das Arbeitsverfahren des Werkzeugs 20 beim Erzeugen des Gewindes G in vier Momentaufnahmen Z1 bis Z4. Die Position Z1 in 8 entspricht der Stellung von Werkzeug 20 zum Werkstück 50 gemäß 9, bei der das Werkzeug 20 und dessen Gewindeformzähne und Gewindefräszähne noch nicht im Eingriff mit dem Werkstück 50 sind. Die Position Z2 in 8 entspricht der Schnittdarstellung in 10 in einem radialen Schnitt, bei der das wirksame Furchprofil schon voll im Eingriff des Werkstücks 50 ist. Die Stellung Z3 des Werkzeugs 20 in 8 entspricht im radialen Schnitt der Darstellung in 11, bei der das Furchprofil voll und das Fräsprofil teilweise im Eingriff sind. Die Stellung Z4 in 8 entspricht ferner im radialen Schnitt der Situation in 12, bei der sowohl Furchprofil als auch Fräsprofil voll im Eingriff sind, also das gesamte Werkzeug voll oder im maximalen Eingriff zum Werkstück 50 ist und somit sich das Wirkprofil des Werkzeugs auf das Nennprofil des Gewindes G abbildet, das strichpunktiert dargestellt ist.

Das Werkzeug 20 ist in einer momentanen Stellung relativ zum Werkstück 50 zum besseren Verständnis angedeutet. Die Werkzeugachse A ist senkrecht zur Zeichenebene gerichtet. Das Werkzeug 20 dreht sich in der eigenen Rotation im Drehsinn D um seine Werkzeugachse A und wird gleichzeitig um die Mittelachse M des Gewindes G mit seiner Werkzeugachse A parallel zur Mittelachse M in einer Zirkularbewegung ZB bewegt. Schließlich wird das Werkzeug 20 auch noch gemäß 8 senkrecht zur Zeichenebene nach unten in einer axialen Vorschubbewegung VB parallel zur Werkzeugachse A bewegt. Es resultiert eine helikale Vorschubbewegung des Werkzeugs entlang einer Schraubenbewegung, die sich aus der Überlagerung der Zirkularbewegung ZB und der linearen Vorschubbewegung VB ergibt. Die Vorschubgeschwindigkeit und Vorschubrichtung des Werkzeugs relativ zum Werkstück ist also tangential an diese Schraubenlinie oder Helix gerichtet.

Das Werkzeug 20 wird mit einer im Vergleich zur Rotationsgeschwindigkeit der Zirkularbewegung ZB um die Mittelachse M sehr viel größeren Drehgeschwindigkeit oder Drehzahl um seine eigene Werkzeugachse A im Drehsinn D angetrieben. Das Verhältnis aus Drehgeschwindigkeit der Drehbewegung um die eigene Werkzeugachse A und der Drehzirkularbewegung ZB um die Mittelachse M liegt typischerweise in einem Bereich zwischen 50 und 1000. Dadurch greifen die entlang des Umfangs hintereinander angeordneten Gewindeformzähne 1 und 3 und Gewindefräszähne 2 und 4 schnell hintereinander in das Werkstück 50 ein und erzeugen dadurch gemeinsam den Gewindegang des Gewindes G. Der Innenradius oder Kernradius des Gewindes G ist mit Ri bezeichnet und der Außenradius des Gewindes G mit Ra.

13 zeigt das mit diesen Werkzeug fertig erzeugte Gewinde in einem einem Gewindegang entsprechenden Abschnitt in einem Längsschnitt axial zur Werkzeugachse. Das mit dem Wirkprofil der sich überlagernden Gewindeformzähne 1 und 3 sowie der Gewindefräszähne 2 und 4 des Werkzeugs gemäß den 1 bis 7 bei der Zirkularbewegung des Werkzeugs gemäß den 8 bis 12 ergebende Gewindeprofil ist am Beispiel eines Gewindeganges dargestellt. Der mittlere in einer Richtung schraffierte Gewindebereich G2 weist die Länge L2 auf und ist ausschließlich von den Gewindeformzähnen 1 und 3 erzeugt. Die beiden äußeren Gewindebereiche G1 und G3 weisen die Längen L1 und L3 auf, die typischerweise gleich sind, also L1 = L3, und sind gefräst, also mit den Gewindefräszähnen 2 und 4 erzeugt. Die Gewindeflanken G4 und G5 des Gewindes sind somit geschnitten oder gefräst, während der Gewindegrund oder Gewindekopf G6 des Gewindes durch Umformung spanlos erzeugt ist. In einem den geformten Gewindegrund G6 umgebenden Bereich 51 des Werkstücks 50 ist das Material des Werkstücks 50 somit verdichtet und verfestigt und die Wahrscheinlichkeit von Rissen oder Brüchen im Gewindegrund ist dadurch deutlich reduziert.

Die 14 bis 22 zeigen nun ein Werkzeug zum Herstellen eines Kugelgewindes. Im Unterschied zu der Ausführungsform des Werkzeuges gemäß den 1 bis 7 ist bei dieser Ausführungsform ein eher kugelförmiges Gewindeprofil im Werkstück zu erzeugen, was durch entsprechend kugelförmige Wirkprofile der Gewindefräszähne und der Gewindefurchzähne erreicht wird. Der grundsätzliche Aufbau des Werkzeugs ist vergleichsweise ähnlich wie in den 1 bis 7.

In der Ausführungsform gemäß 14 sind ebenso wie in 1 und 2 gerade Spannuten 22 und 23 im Schaft 26 des Werkzeugs 20 erzeugt, die die einzelnen Rillen der Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 18 in zwei Teilbereiche trennen. Die Rillen der Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 18 bilden wieder an einer Seite der Spannuten 22 und 23 Gewindefräszähne 2' und 4', die einerseits seitlich durch Freischliffe 24' in ihrem Querschnitt vermindert sind gegenüber dem ursprünglich kreisförmigen Querschnitt der Rillen und andererseits am Zahnkopf über einen Freischliff 21 ebenfalls in ihrer radialen Ausdehnung vermindert sind und darüber hinaus durch die Freischliffe 21 und 24' eine gegenüber der Kreisform abgewandelte annähernd polygonale Form zur Bildung wenigstens annähernd gerader Schneiden aufweisen. Im nicht freigeschliffenen Bereich der Rillen der Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 18 sind an den äußersten Bereichen mit dem größten Außenradius R wieder Gewindeformzähne 1' und 3' angeordnet. Die Rillen verlaufen zu den Gewindeformzähnen 1' und 3' unter einer konvexen Krümmung im Unterschied zu 1 bis 4, bei der die Rillen annähernd gerade verlaufen.

Ebenso wie das Werkzeug gemäß den 1 bis 7 ist auch das Werkzeug gemäß den 13 bis 17 drehsymmetrisch mit einer zweizähligen Drehsymmetrie ausgebildet, das heißt es geht bei Drehung um 180° und 360° jeweils kongruent oder deckungsgleich in sich selbst über. Es ist natürlich allgemein auch eine n-zählige Symmetrie möglich mit der natürlichen Zahl n.

In 18 ist ein Werkzeug zum Erzeugen von Kugelgewinden dargestellt, bei dem im Unterschied zu 14 die Spannuten und die Anordnung der Gewindeformzähne und Gewindefräszähne unterschiedlicher Gewindeerzeugungsbereiche jeweils gedrallt sind, das heißt nicht parallel zu der Werkzeugachse A verlaufen, sondern unter einem Winkel zu der Werkzeugachse A oder unter einer spiralförmigen oder schraubenförmigen Drehung oder Drall um die Werkzeugachse A. Die Gewindeformzähne 1' und 3' sowie die Gewindefräszähne 2' und 4' benachbarter Gewindeerzeugungsbereiche z.B. 10 und 11 oder 11 und 12 usw. sind somit jeweils gegeneinander in Umfangsrichtung versetzt.

19 zeigt ein Werkzeug, bei dem ausgehend von der Ausführungsform gemäß 18 zusätzlich jeweils eine gedrallte Trennnut 205 zwischen den Gewindefräszähnen 4' und den Gewindeformzähnen 3' und 206 zwischen den Gewindefräszähnen 4' und den Gewindeformzähnen 3' ausgebildet ist zur Entlastung der Gewindeformzähne. Über in diese Trennnuten 205 und 206 mündende innere Kanäle 212 wird ein fluides Medium, insbesondere eine Öl-Wasser-Emulsion und/oder Druckluft, zum Kühlen und/oder Schmieren und/oder zur Spanabfuhr. Zu dem gleichen Zweck sind vorzugsweise auch in den Spannuten 22 und 23 Auslässe von inneren Kanälen 211 vorgesehen und/oder an der Stirnseite 25 ein zentraler Auslass eines zentralen Kanals 210.

Die Gewindeformzähne 1' und 3' sowie die Gewindefräszähne 2' und 4' haben insbesondere die in 20 anhand des Gewindefräszahnes 2' und des Gewindeformzahnes 3' dargestellten Zahnprofile, die in 21 in einer gemeinsamen Darstellung als überlagertes Wirkprofil dargestellt sind. Der Gewindefräszahn 2' weist einen zentralen Kopfbereich 2'C auf und zwei äußere Flankenbereiche 2'A und 2'E sowie jeweils dazwischen angeordnete nach innen tretende Flankenbereiche 2'B und 2'D. Der Gewindeformzahn 3' ist im Wesentlichen kreisrund ausgebildet.

Das Wirkprofil jedes Gewindeerzeugungsbereiches 10 bis 18 entsteht wieder durch die rotatorische Überlagerung der Profile von Fräszähnen 2' und 4' und Formzähnen 1' und 3'. Das Wirkprofil setzt sich zusammen aus zwei äußeren Wirkprofilbereichen der axialen Längen W1 und W5, in denen das Profil des Gewindefräszahnes 2' weiter nach außen ragt und somit das wirksame Profil ist, zwei jeweils zur Mitte hin anschließenden Wirkprofilbereichen der axialen Längen W2 und W4, in denen das Furchprofil des Gewindeformzahnes 3' weiter nach außen ragt und somit das wirksame Profil ist und einem mittleren Wirkprofilbereich der Länge W3, in dem wieder der Gewindefräszahn 2' das wirksame Profil bildet oder darstellt.

Das Ergebnis der Gewindeerzeugung mit dem Gewindewerkzeug gemäß 15 bis 21 bei einer Zirkularbewegung ist in 22 für einen Längsschnitt eines Gewindeganges dargestellt. Das Wirkprofil bildet sich in dem Werkstück 50 durch entsprechend gefräste oder gefurchte Gewindebereiche und Gewindeprofilbereiche ab.

Das gesamt Gewindeprofil G' in dem Werkstück 50 setzt sich also zusammen aus zwei äußeren Flankenbereichen G6' und G10', die durch Fräsen mit einem Fräszahn erzeugt sind und entsprechend die Länge W1 bzw. W5 aufweisen. Die gefrästen Bereiche sind mit einer Schraffierung von links unten nach rechts oben gekennzeichnet und die geformten oder gefurchten Bereiche mit einer Schraffierung von links oben nach rechts unten und die endgültigen Gewindeprofilflächen, die geschnitten oder gefräst sind, sind mit einer durchgezogenen Linie dargestellt und die geformten Profilflächen mit einer Strich-Punkt-Linien. Gefräst sind die Gewindeprofilbereiche G6' und G10' mit den davor liegenden frei geschnittenen Raumbereichen G1' und G5' der Längen W1 bzw. W5 und der mittlere Gewindeprofilbereich G8' mit dem darunter liegenden freigeschnittenen Bereich G3' der Länge W3. Ausschließlich geformt sind dagegen die Gewindeprofilbereiche G7' und G9' mit den darunter liegenden freigeformten Bereichen G2' bzw. G4' der Länge W2 bzw. W4. Die Längen W1 und W5 sowie W2 und W4 können jeweils gleich sein oder auch unterschiedlich.

Die 23 bis 25 zeigen ein Sonderprofil mit einer asymmetrischen Gestalt, das beispielsweise zum Erzeugen eines selbstsichernden Gewindes (Self-Lock-Gewinde) gemäß EMUGE-Handbuch, Seite 294, geeignet ist.

23 zeigt nebeneinander einen Gewindefräszahn und einen Gewindeformzahn, deren überlagertes oder zusammengesetztes Wirkprofil in 24 dargestellt ist. Das resultierende Wirkprofil gemäß 24 setzt sich zusammen aus den Profilbereichen 70 und 71 des Gewindefräszahnes 7 und den Formbereichen 82 und 83 des Gewindeformzahnes 8. Die weiteren Profilbereiche 72 und 73 des Gewindefräszahnes sowie 80 und 81 des Gewindeformzahnes 8 bleiben dagegen aufgrund ihrer geringeren Ausdehnung nach außen unwirksam. Die Länge des wirksamen linken Fräsprofils aus den Fräsprofilbereichen 70 und 71 ist mit V1 und des rechten Gewindefräsprofilbereiches 73 mit V3 bezeichnet, während die Länge des wirksamen Formprofils 82 mit V2 bezeichnet ist. Das Wirkprofil gemäß 24 entsteht wieder durch rotatorische Überlagerung der beiden Profile von Fräszahn 7 und Furchzahn 8und setzt sich zusammen aus den wirksamen Außenbereichen 70, 71, 73 und 82 des jeweils weiter außen liegenden Profils.

25 zeigt nun das entsprechend hergestellte Gewinde G'' im Werkstück 50 im Längsschnitt. Das Gewinde G'' setzt sich zusammen aus einem gefrästen herausgearbeiteten Gewindebereich G1'', der von einem eine Gewindeflanke bildenden Gewindeteilprofil G4'' links und einem unter einem Winkel zu diesem Teilprofil G4'' schräg nach unten verlaufenden Gewindeteilprofil G5'' zum Werkstück 50 hin begrenzt ist. An der rechten Flanke ist ebenfalls ein gefrästes Gewindeteilprofil G7'' erzeugt mit einem gefräst abgetragenen Gewindebereich G3''. Zwischen diesen beiden gefrästen Gewindebereichen der Längen V1 und V3 ist ein mittlerer, geformter Gewindebereich G2'', der zum Werkstück 50 hin von dem Gewindeteilprofil G6'' begrenzt wird durch Formen spanlos erzeugt. Entsprechend ist das Material des Werkstücks an dem Gewindeteilprofil G6'' in einem Bereich 54 verdichtet oder verfestigt. Die Verfestigung 54 resultiert dabei durch eine Verformung über die gesamte Gewindehöhe oder Einarbeitungstiefe von der Gewindebasis bis zu dem Gewindeteilprofil G6'', da der gesamte Bereich G2'' geformt wird und nicht etwa durch einen der Fräszähne vorher teilweise ausgeschnitten worden ist. Durch diese Verfestigung erreicht man für die in diesem schrägen Gewindeteilprofil G6'' anliegende Keilfläche der Schraube oder des Schraubbolzens eine besonders hohe elastische Rückstellkraft zur Selbstsicherung.

In 26 ist nun ein kombiniertes Werkzeug dargestellt, bei dem ausgehend von einem Werkzeug gemäß 1 und 2 zunächst das Werkzeug gedrallt wurde, indem die Nuten 22 und 23 gedrallt wurden und auch die dazwischenliegenden Gewindeerzeugungsbereich 10 bis 15 und die nicht dargestellten weiteren Gewindeerzeugungsbereiche und deren Gewindeformzähne 1 und 3 sowie deren Gewindefräszähne 2 und 4 ebenfalls auf einer gedrallten Kurve verlaufen.

Ferner ist an der Stirnseite oder dem freien Ende des Werkzeugs eine Bohrspitze 40 ausgebildet mit stirnseitigen Bohrschneiden 41 und 42 und umfangsseitigen Bohrschneiden 43 und 44. Die Nuten 22 und 23 verlaufen bis zur Bohrspitze 40, um die beim Bohren entstehenden Bohrspäne des Materials abführen zu können. Mit dem in 26 dargestellten Werkzeug wird zunächst eine Vorbohrung für ein Innengewinde durch eine axiale Vorschubbewegung unter Drehung des Werkzeugs 20 in der durch die Anordnung der Schneiden 41 und 42 des Bohrteils 40 festgelegten Drehrichtung, im Ausführungsbeispiel gemäß 26 im Uhrzeigersinn, also rechtsdrehend, um die Werkzeugachse A erzeugt. Die Bohrschneiden ragen entsprechend radial weiter nach außen als die Gewindeerzeugungs- oder Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 14. Der Außenradius RB des Bohrteils 40 ist also größer als der Außenradius R der Gewindeerzeugungs- oder Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 14. Dadurch ist der Kerndurchmesser oder der Innendurchmesser der mit dem Bohrteil 40 erzeugten Bohrung größer als der Außendurchmesser des gewindeerzeugenden Bereichs des Werkzeugs 20. Nach der Erzeugung der Bohrung durch die axiale Bohrbewegung in das Werkstück wird nun das Werkzeug 20 radial zur Werkzeugachse A zur Innenwand der erzeugten Bohrung des Werkstücks zugestellt und mit den Gewindeerzeugungsbereichen 10 bis 14 wird in der bereits beschriebenen Axt und Weise durch Zirkularformen und Zirkularfräsen das Gewinde erzeugt. Bei einer nicht durchgehenden Bohrung (Sacklochbohrung) erzeugt bei dieser Zustellbewegung das Bohrteil mit seinen Umfangsschneiden 43, 44 einen radial weiter nach außen ragenden Endbereich oder Abschlussbereich des Gewindes, bei einer durchgehenden Bohrung oder einer durchgehenden Öffnung kann auch das Bohrteil sich bei der Erzeugung des Gewindes bereits außerhalb des Werkstücks befinden.

27 zeigt nun ein kombiniertes Bohr- und Gewindeerzeugungswerkzeug, bei dem mit einer einzigen Arbeitsbewegung oder einem einigen Arbeitsschritt nach dem Zirkularverfahren im Vollmaterial des Werkstücks zugleich die Bohrung und das Innengewinde in der Bohrung erzeugt werden können. Dazu weist das kombinierte Werkzeug 20 ein an der dem vorderen Ende angeordnetes Bohrteil 90 auf, das durch bis an die Stirnseite 25 des Werkzeugs 20 verlaufende und dort mündende vier Spannuten 201 bis 204 in vier Teilbereich getrennt ist, in denen jeweils eine stirnseitige Bohrschneide 91 und eine umfangsseitige Bohrschneide 92 angeordnet sind. Der Außendurchmesser RB des Bohrteils 90 ist in diesem Fall geringer als der Außenradius R des Gewindeerzeugungsbereichs, da die Gewindeformzähne und Gewindefurchzähne der Gewindeerzeugungsbereiche mit der gleichen Bewegung in die vom Bohrteil 90 vorerzeugte Oberfläche des Werkstücks noch das Gewinde einarbeiten müssen und dafür ausreichend Material oder ein ausreichender Außenumfang des Materials übrigbleiben muss. Die vier Spannuten 201 bis 204 trennen auch die Gewindeerzeugungsbereiche, von denen 10 bis 14 dargestellt sind, so dass die Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 14 jeweils vier nicht näher bezeichnete Gewindeformzähne und vier Gewindefräszähne aufweisen, insbesondere mit einer vierzähligen Symmetrie.

In 28 ist in einem Längsschnitt der vordere Bereich des Werkzeugs gemäß 27 gezeigt. Der Unterschied zwischen den radialen Abmessungen ist durch den Differenzbetrag R-RB zwischen dem Gewindefurchzahn 3 und der Umfangsschneide 92 verdeutlicht.

In dem Ausführungsbeispiel gemäß 27 und 28 weisen die Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 14 jeweils vier Gewindeformzähne und vier Gewindefräszähne auf und sind mit einer vierzähligen Drehsymmetrie ausgebildet. Die Spannuten und die Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 14 sind unter einem Drall angeordnet, was die ruhigere Laufeigenschaften bringt und den Span in der Drehrichtung des Werkzeugs 20 besser abführt.

Die 29 zeigt ein Werkzeug mit einem wie in 27 und 28 ausgebildeten, aus Bohrteil und Gewindeerzeugungsteil zusammengesetzten Arbeitskopf 95, der als vorgefertigtes Teil auf den Schaft 26 aufgesetzt oder an dessen Stirnseite befestigt wird, im Beispiel der 29 mittels einer Schraube 96 oder Schraubverbindung.

30 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform eines Werkzeugs gemäß 1 und 2, bei der die Fräszähne 2 und 4 nicht einstückig zusammen mit den Gewindefurchzähnen 3 und 4 in einem Material des Schaftes 26 erzeugt sind, sondern als vorgefertigte Teile an dem mit Gewindeformzähnen vorgefertigten Schaft befestigt sind. Im Ausführungsbeispiel gemäß 30 sind die einzelnen Gewindefräszähne an einem gemeinsamen Fräselement 97, das in Form einer Leiste oder eines Frässteges ausgebildet ist, angeordnet. Dieses leistenförmige Fräselement 97 wird in eine entsprechende Aufnahme in dem Schaft 26 eingesetzt und dort befestigt, insbesondere materialschlüssig, beispielsweise durch Löten, oder auch kraft- und/oder formschlüssig, beispielsweise durch Klemmen oder Schrauben, befestigt. Die Gewindeerzeugungsbereiche 10 bis 18 sind in diesem Ausführungsbeispiel also aus drei vorgefertigten Teilen gebildet oder zusammengesetzt.

31 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei der sowohl die Gewindefräszähne als auch die Gewindefurchzähne einzeln als vorgefertigte Teile oder in vorgefertigten Elementen vorgesehen sind und in entsprechenden Aufnahmen des Werkzeugschaftes 26 aufgenommen und dort befestigt sind. Im Ausführungsbeispiel gemäß 31 ist nur ein Gewindeerzeugungsbereich mit vier in Umfangsrichtung um 90° versetzt zueinander aufeinanderfolgend angeordneten vorgefertigten Teilen vorgesehen, wobei zwei vorgefertigte Teile jeweils einen Fräszahn 2 bzw. 4 tragen und zwei vorgefertigte Teile jeweils einen Furchzahn 1 bzw. 3.

In den 32 bis 37 ist ein typisches Arbeitsverfahren mit einem Werkzeug 20 gemäß der Erfindung dargestellt. Zunächst wird das Werkzeug 20 mit seiner Werkzeugachse A koaxial zu einer Mittelachse M einer Bohrung 55 im Werkstück 50 positioniert. Von dieser Ausgangsposition wird das Werkzeug 20 nun mit einer linearen Vorschubbewegung axial zur Werkzeugachse A und Mittelachse M in die Bohrung 55 im Werkstück 50 eingeführt, insbesondere auf die Gewindetiefe eingetaucht. Nun wird mit einem Einfahrradius das Werkzeug 20 gemäß 34 zur Innenwand der Bohrung 55 radial zugestellt. Gemäß 35 wird das Werkzeug 20 nun mit einer sich aus der Zahl der Gewindeerzeugungsbereiche oder Gewindeerzeugungsbereiche einerseits und der zahl der gewünschten Gewindeumläufe andererseits ergebenden Zahl von Umläufen seiner Werkzeugachse A um die Mittelachse M in einer Zirkularbewegung bei gleichzeitiger Vorschubbewegung parallel zur Werkzeugachse A bewegt. Dadurch erzeugt das Werkzeug 20 in der Innenwand der Bohrung 55 ein Innengewinde mit einer Steigung, die sich aus der Vorschubgeschwindigkeit und der Beabstandung der einzelnen Gewindeerzeugungsbereiche des Werkzeugs 20 ergibt. Nach dieser schraubenförmigen Arbeitsbewegung gemäß 35 wird nun gemäß 36 das Werkzeug 20 wieder radial zur Mitte gestellt, so dass die Werkzeugachse A und die Mittelachse M wieder koaxial zueinander sind. Für diese Zurückfahrbewegung ist wieder ein Ausfahrradius vorgesehen.

Wie in 37 dargestellt wird in einer axialen Rückholbewegung, das Werkzeug 20 aus der Bohrung 55 axial zur Mittelachse M herausbewegt zurück in seine Ausgangsposition. Nun kann ein neues Gewinde in einem anderen Werkstück oder an einer anderen Stelle desselben Werkstücks 50 erzeugt werden. Die Mittelachse M des erzeugten Innengewindes in der Bohrung 55fällt mit der Mittelachse der Zirkularbewegung des Werkzeugs 20 während der Arbeitsbewegung in 35 zusammen. In den meisten Anwendungen wird das Werkzeug, meist nach Erzeugen des Gewindes, in einer entgegen der Vorschubrichtung gerichteten Rückholrichtung wieder aus dem Werkstück zurückgeholt oder zurückgefahren, um ein neues Werkstück bearbeiten zu können. Dabei wird das Werkzeug meist weiterhin um seine Werkzeugachse gedreht, um keine Bearbeitungszeit für das Anfahren des Drehantriebs zu verlieren.

1
Gewindeformzahn
1A, 1B
Zahnflanken
1C
Zahnkopf
2
Gewindefräszahn
2A, 2B
Zahnflanken
2C
Zahnkopf
3
Gewindeformzahn
4
Gewindefräszahn
7
Gewindefräszahn
8
Gewindeformzahn
10A
Teilbereich
10B
Teilbereich
10 bis 18
Gewindeerzeugungsbereiche
20
Werkzeug
21
Freischliff
22, 23
Nut
25
Stirnseite
24
Freischliffe
26
Werkzeugschaft
40
Bohrspitze
41, 42
stirnseitige Bohrschneiden
43, 44
umfangsseitige Bohrschneiden
50
Werkstück
51
umgebender Bereich
54
Verfestigung
55
Bohrung
70, 71
Fräsprofilbereiche
73
Gewindefräsprofilbereich
82, 83
Formbereiche
90
Bohrteil
91
stirnseitige Bohrschneide
92
umfangsseitige Bohrschneide
95
Arbeitskopf
96
Schraube
97
Frässteg
201, 204
Spannuten
A
Werkzeugachse
D
Drehsinn
M
Mittelachse
R
Außenradius
Ri
Innenradius des Gewindes
Ra
Außenradius des Gewindes
L1, L3
Länge
L2
Länge
G
Gewinde
G'
Gewindeprofil
G1, G1'
Gewindebereich
G2, G2'
Gewindebereich
G3, G3'
Gewindebereich
G4, G5
Gewindeflanken
G6
Gewindegrund
P1, P2
Schnittpunkte
VB
Vorschubbewegung
ZB
Zirkularbewegung


Anspruch[de]
Werkzeug zur Erzeugung eines Gewindes (G) in einem Werkstück (50), umfassend

a) wenigstens einen Gewindeerzeugungsbereich (10 bis 18), der

a1) wenigstens einen spanabhebend arbeitenden Gewindefräsbereich (2, 4) sowie

a2) wenigstens einen spanlos arbeitenden Gewindeformbereich (1, 3) umfasst,

b) wobei der oder die Gewindefräsbereich(e) und der bzw. die Gewindeformbereich(e) jedes Gewindeerzeugungsbereiches

b1) so miteinander gekoppelt oder verbunden sind, dass sie gemeinsam um eine Werkzeugachse (A) drehbar oder drehend sind, und

b2) entlang eines Außenumfanges des Gewindeerzeugungsbereiches in einer Drehrichtung (D) um die Werkzeugachse (A) versetzt zueinander und hintereinander oder aufeinander folgend angeordnet sind.
Werkzeug nach Anspruch 1, bei dem

a) das Wirkprofil jedes Gewindeerzeugungsbereiches einem vorgegebenen Nennprofil oder vorgegebenen Endprofil des zu erzeugenden Gewindes angepasst ist oder entspricht oder darauf abbildbar ist,

b) wobei das Wirkprofil jedes Gewindeerzeugungsbereiches dem Profil der Drehprojektion aller Gewindefräsbereiche und aller Gewindeformbereiche dieses Gewindeerzeugungsbereiches um die Werkzeugachse auf eine durch die Werkzeugachse verlaufende Projektionsebene entspricht.
Werkzeug nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich mehrere Gewindefräsbereiche und/oder mehrere Gewindeformbereiche aufweist und die Drehprojektionen von wenigstens zwei oder allen dieser Gewindefräsbereiche und/oder die Drehprojektionen von wenigstens zwei oder allen dieser Gewindeformbereiche um die Werkzeugachse auf eine oder die genannte durch die Werkzeugachse verlaufende Projektionsebene identisch zueinander sind. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich mehrere Gewindefräsbereiche und/oder mehrere Gewindeformbereiche aufweist und die Drehprojektionen von wenigstens zwei oder allen dieser Gewindefräsbereiche und/oder die Drehprojektionen von wenigstens zwei oder allen dieser Gewindeformbereiche um die Werkzeugachse auf eine oder die genannte durch die Werkzeugachse verlaufende Projektionsebene verschieden voneinander sind. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der bzw. die Gewindefräsbereich(e) und der bzw. die Gewindeformbereich(e) des wenigstens einen Gewindeerzeugungsbereiches bei einer Arbeitsbewegung des Werkzeugs, die eine Drehbewegung des Werkzeugs um die Werkzeugachse in einem vorgegebenen Drehsinn, eine gleichzeitige axiale Vorschubbewegung des Werkzeugs axial zur Werkzeugachse und eine gleichzeitige Drehbewegung der Werkzeugachse des Werkzeugs um eine nicht durch das Werkzeug verlaufende und parallel zur Werkzeugachse angeordnete Mittelachse umfasst, gemeinsam das Gewindeprofil des Gewindes erzeugen. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens ein Gewindefräsbereich und wenigstens ein zugehöriger Gewindeformbereich wenigstens eines Gewindeerzeugungsbereiches so angeordnet und ausgebildet sind, dass sie bei Drehung um die Werkzeugachse in einem vorgegebenen Drehsinn abwechselnd in das Werkstück eingreifen. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem

a) in wenigstens einem oder jedem Gewindeerzeugungsbereich die Wirkprofile von Gewindefräsbereich(en) und Gewindeformbereich(en) so aufeinander abgestimmt sind, dass

a1) wenigstens ein erster Teilbereich des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches ausschließlich von dem Wirkprofil des oder aller Gewindeformbereiche(s) gebildet ist und

a2) wenigstens ein zweiter Teilbereich des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches ausschließlich von dem Wirkprofil des oder aller Gewindefräsbereiche(s) gebildet ist.

b) wobei das Wirkprofil jedes Gewindefräsbereichs oder jedes Gewindeformbereich der Drehprojektion dieses Gewindefräsbereichs oder dieses Gewindeformbereichs um die Werkzeugachse auf eine durch die Werkzeugachse verlaufende Projektionsebene entspricht.
Werkzeug nach Anspruch 7, bei dem als von dem Wirkprofil des oder aller Gewindeformbereiche(s) gebildeter erster Teilbereich des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches ein zentraler Teilbereich und als von dem Wirkprofil des oder aller Gewindefräsbereiche(s) gebildete zweite Teilbereiche des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches zwei an beiden Seiten des zentralen Teilbereichs sich anschließende Teilbereiche vorgesehen sind. Werkzeug nach Anspruch 7, bei dem als von dem Wirkprofil des oder aller Gewindefräsbereiche(s) gebildeter zweiter Teilbereich des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches ein zentraler Teilbereich und als von dem Wirkprofil des oder aller Gewindeformbereiche(s) gebildete erste Teilbereiche des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches zwei an beiden Seiten des zentralen Teilbereichs sich anschließende Teilbereiche vorgesehen sind. Werkzeug nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei dem sich an die an den zentralen Teilbereich des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches sich anschließenden Teilbereiche des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches sich an den von dem zentralen Teilbereich abgewandten Seiten weitere Teilbereiche des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches anschließen, die von dem Wirkprofil des oder aller Gewindeformbereiche(s) oder des oder aller Gewindefräsbereiche(s) gebildet sind. Werkzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem der zentrale Teilbereich des Wirkprofils des gesamten Gewindeerzeugungsbereiches radial zur Werkzeugachse am weitesten nach außen ragt. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem in wenigstens einem oder jedem Gewindeerzeugungsbereich ein Teilbereich des Wirkprofils jedes Gewindefräsbereiches innerhalb des Wirkprofils wenigstens eines oder jedes Gewindeformbereiches liegt und ein Teilbereich des Wirkprofils jedes Gewindeformbereiches innerhalb des Wirkprofils wenigstens eines oder jedes Gewindefräsbereiches liegt. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem in wenigstens einem Gewindeerzeugungsbereich Gewindefräsbereich(e) und Gewindeformbereich(e) so ausgebildet und angeordnet sind, dass die Oberfläche des von diesem Gewindeerzeugungsbereich erzeugten Gewindegangs im Werkstück teilweise gefräst und teilweise geformt ist. Werkzeug nach Anspruch 13, bei dem ein Gewindegrund des von diesem Gewindeerzeugungsbereich erzeugten Gewindegangs im Werkstück geformt ist und zwei an den Gewindegrund sich anschließende Gewindeflanken wenigstens teilweise gefräst sind. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich drehsymmetrisch bezüglich der Werkzeugachse mit einer n-zähligen Drehsymmetrie mit der natürlichen Zahl n größer 1 ausgebildet ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens zwei Gewindeerzeugungsbereiche vorgesehen sind, die axial zur Werkzeugachse versetzt zueinander angeordnet sind. Werkzeug nach Anspruch 16, bei dem die Gewindeformbereiche und/oder die Gewindefräsbereiche unterschiedlicher Gewindeerzeugungsbereiche in einer im Wesentlichen axialen, parallel zur Werkzeugachse verlaufenden Anordnung angeordnet sind. Werkzeug nach Anspruch 16, bei dem die Gewindeformbereiche und/oder die Gewindefräsbereiche unterschiedlicher Gewindeerzeugungsbereiche in einer im Wesentlichen die Werkzeugachse wenigstens teilweise, vorzugsweise schraubenförmig, umlaufenden oder gedrallten Anordnung angeordnet sind. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der oder die Gewindeerzeugungsbereiche so ausgebildet und angeordnet ist bzw. sind, dass bei Drehung des Werkzeugs um die Werkzeugachse und bei gleichzeitiger Drehung der Werkzeugachse um eine Mittelachse mit einer konstanten Drehgeschwindigkeit sowie bei einer gleichzeitigen axialen Vorschubbewegung des Werkzeugs axial zur Werkzeugachse mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit der oder die Gewindeerzeugungsbereich(e) bei Eingriff in eine zylindrische Werkstückoberfläche ein Gewinde mit einer durch die Vorschubgeschwindigkeit bestimmten konstanten Steigung erzeugt bzw. erzeugen. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens ein Gewindeformbereich wenigstens einen radial nach außen ragenden Formzahn, Formkeil oder Drückstollen aufweist. Werkzeug nach Anspruch 20, bei dem wenigstens ein Gewindeformbereich in einem Querschnitt senkrecht zur Werkzeugachse eine von einem Teil eines Polygons abgeleitete Form aufweist, wobei Eckbereiche des wenigstens annähernd polygonalen Querschnitts des Gewindeformbereichs die Formzähne, Formkeile oder Drückstollen bilden. Werkzeug nach Anspruch 21, bei dem das Polygon regulär ist. Werkzeug nach Anspruch 21 oder 22, bei dem das Polygon eine Eckenzahl von zwei oder drei oder vier oder fünf oder sechs aufweist. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich wenigstens eine senkrecht zur Werkzeugachse verlaufende, radial nach außen ausgebildete Rille aufweist. Werkzeug nach Anspruch 24 und einem der Ansprüche 22 bis 23, bei dem an wenigstens einer oder jeder Rille wenigstens eines Gewindeerzeugungsbereiches jeweils wenigstens ein Formzahn, Formkeil oder Drückstollen ausgebildet ist, der radial weiter nach außen ragt als die umgebenden Bereiche der Rille. Werkzeug nach Anspruch 24 oder Anspruch 25, bei dem, in einer vorgegebenen Drehrichtung gesehen, an einem Endbereich wenigstens einer oder jeder Rille wenigstens eines Gewindeerzeugungsbereiches ein Gewindefräsbereich ausgebildet ist. Werkzeug nach Anspruch 26, bei dem zur Ausbildung von Schneiden der Gewindefräsbereiche in angrenzenden Bereichen der Rillen Material von den Rillen abgetragen ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 24 bis 27, bei dem zur Ausbildung von unterschiedlichen Profilen der Gewindefräsbereiche und der Gewindeformbereiche Material von den Rillen abgetragen ist. Werkzeug nach einem der Ansprüche 24 bis 28, bei dem wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich mehrere in Drehrichtung versetzt zueinander angeordnete und durch Trennnuten voneinander getrennte Rillen aufweist. Werkzeug nach Anspruch 29 und Anspruch 26, bei dem die Rillen mit ihren Endbereichen in den Trennnuten enden und vorzugsweise die Trennnuten mit den Gewindefräsbereichen an den zugehörigen Endbereichen der Rillen Spanwinkel bilden. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche mit wenigstens einem zusätzlichen spanabhebenden Bereich zusätzlich zu dem oder den Gewindefräsbereich(en). Werkzeug nach Anspruch 31, bei dem

a) wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich zum Erzeugen einer Werkstückoberfläche für das Gewinde ausgebildet und vorgesehen ist und bei dem

b) wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich zum Erzeugen des Gewindes in dieser Werkstückoberfläche ausgebildet und vorgesehen ist.
Werkzeug nach Anspruch 31, bei dem

a) wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich zum spanenden Erzeugen eines Vorgewindes in einer Werkstückoberfläche ausgebildet und vorgesehen ist und bei dem

b) wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich zum Fertigstellen des Gewindes durch Nachbearbeiten des Vorgewindes in der Werkstückoberfläche ausgebildet und vorgesehen ist.
Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 33, bei dem wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich für einen vorgegebenen Drehsinn (im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn) um die Werkzeugachse ausgelegt ist und der wenigstens eine Gewindeerzeugungsbereich so ausgebildet und angeordnet ist, dass er bei diesem Drehsinn das Gewinde erzeugt bzw. fertigstellt. Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 34, bei dem wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich wenigstens teilweise an einer Stirnseite oder einem freien Ende des Werkzeugs angeordnet ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 35, bei dem wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich ein Bohrbereich ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 36, bei dem wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich ein Fräsbereich ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 37, bei dem wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich wenigstens eine stirnseitige Schneide an einer Stirnseite oder einem freien Ende des Werkzeugs und/oder wenigstens eine umfangsseitige Schneide an einem Umfangsbereich des Werkzeugs aufweist Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 38, bei dem wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich zum Erzeugen eines gegenüber einem Gewindekern vergrößerten gestuften oder angefasten Eingangsbereichs oder Mündungsbereich des Gewindes ausgebildet und vorgesehen ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche mit wenigstens einem zusätzlichen spanlos arbeitenden Gewindeformbereich zum Nachbearbeiten und/oder Egalisieren der Gewindegänge oder Gewindeflanken des von dem oder den Gewindeerzeugungsbereich(en) erzeugten Gewindes. Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 40, bei dem wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich und/oder wenigstens ein zusätzlicher spanlos arbeitender Gewindeformbereich und der wenigstens eine oder jeder Gewindeerzeugungsbereich axial zur Werkzeugachse hintereinander in einer vorgegebenen Reihenfolge angeordnet sind. Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 41, bei dem

a) ein erster spanabhebender Bereich wenigstens eine Vorarbeitsschneide zum Abtragen von Material aufweist,

b) sich an den ersten spanabhebenden Bereich wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich zum Erzeugen eines Gewindes anschließt,

c) an den wenigstens einen Gewindeerzeugungsbereich sich ein zweiter spanabhebender Bereich anschließt mit wenigstens einer Kernschneide zum Nachschneiden oder Egalisieren des Gewindekerns des vom Gewindeerzeugungsbereich erzeugten Gewindes und

d) sich an den zweiten spanabhebenden Bereich ein zusätzlicher Gewindeformbereich zum Nachbearbeiten und/oder Egalisieren der Gewindegänge oder Gewindeflanken des von dem oder den Gewindeerzeugungsbereich(en) erzeugten Gewindes anschließt.
Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 42, bei dem wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich für eine entgegengesetzt zur vorgegebenen axialen Vorschubrichtung des Werkzeugs und axial zur Werkzeugachse gerichteten Rückholrichtung des Werkzeugs ausgelegt ist. Werkzeug nach Anspruch 43, bei dem der wenigstens eine spanabhebender Bereich, der oder die Anordnung von dessen wenigstens einer Schneide für die Rückholrichtung des Werkzeugs ausgelegt ist, zum Nachschneiden oder spanenden Nachbearbeiten des Gewindekerns des vom Gewindeformbereich erzeugten oder nachbearbeiteten Gewindes, insbesondere auf ein gewünschtes Gewindekernmaß, vorgesehen ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 44, bei dem der wenigstens eine Gewindeerzeugungsbereich radial bezüglich der Werkzeugachse weiter nach außen ragt oder einen größeren maximalen radialen Außendurchmesser aufweist als wenigstens ein zusätzlicher spanabhebender Bereich. Werkzeug nach Anspruch 45, bei dem der wenigstens eine Gewindeerzeugungsbereich radial bezüglich der Werkzeugachse weiter nach außen ragt oder einen größeren maximalen radialen Außendurchmesser aufweist als wenigstens ein in Vorschubrichtung näher an dem freien Ende des Werkzeugs als der Gewindeerzeugungsbereich angeordneter spanabhebender Bereich. Werkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 31 bis 46, bei dem der wenigstens eine Gewindeerzeugungsbereich radial bezüglich der Werkzeugachse weniger weit nach außen ragt oder einen kleineren maximalen radialen Außendurchmesser aufweist als wenigstens ein spanabhebender Bereich, insbesondere als wenigstens ein in Vorschubrichtung weiter von dem freien Ende des Werkzeugs als der Gewindeerzeugungsbereich angeordnete spanabhebende Bereich. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche

a) mit einem Trägerkörper,

b) bei dem der oder jeder Gewindeerzeugungsbereich und/oder jeder weitere spanabhebende Bereich und/oder jeder weitere spanlos arbeitende Bereich an dem Trägerkörper ausgebildet oder angebracht ist oder sind.
Werkzeug nach Anspruch 48, bei dem

a) wenigstens ein Gewindeformbereich und/oder wenigstens ein Gewindefräsbereich und/oder wenigstens ein Gewindeerzeugungsbereich und/oder wenigstens ein weiterer spanabhebender Bereich an einem vorgefertigten Teil ausgebildet ist oder aus einem vorgefertigten Teil gebildet ist und

b) bei dem jedes vorgefertigte Teil an dem Trägerkörper mittels Befestigungsmitteln befestigt ist.
Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche mit Nuten und/oder Kanälen zur Führung eines fluiden Mediums oder eines Kühl- und/oder Schmiermittel und/oder der abgehobenen Späne. Werkzeug nach Anspruch 50, bei dem Nuten und/oder Kanäle am Umfang des Werkzeugs oder im Innern des Werkzeugs und/oder im spanabhebenden Bereich und/oder im Gewindeformbereich verlaufen und/oder münden. Werkzeug nach Anspruch 50 oder Anspruch 51, bei dem die Nuten und/oder Kanäle zumindest mit einer Hauptrichtung parallel zur Werkzeugachse und/oder gerade oder gedrallt oder schraubenförmig um die Werkzeugachse und/oder in Längsrichtung des Werkzeugs verlaufen und/oder münden. Werkzeug nach einem der Ansprüche 50 bis 52 Anspruch 29, bei dem die Trennnuten als Nuten zur Führung eines fluiden Mediums vorgesehen sind. Werkzeug nach Anspruch 29 und einem der Ansprüche 50 bis 53, bei dem wenigstens eine oder jede Nut bis zur Stirnseite oder dem freien Ende des Werkzeugs verläuft und dort mündet. Verfahren zur Erzeugung eines Gewindes in einem Werkstück bei dem

a) ein Werkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche

b) in einer Arbeitsbewegung bewegt wird, die

b1) eine Drehbewegung des Werkzeugs um die Werkzeugachse in einem vorgegebenen Drehsinn,

b2) eine gleichzeitige axiale Vorschubbewegung des Werkzeugs axial zur Werkzeugachse und

b3) eine gleichzeitige Zirkularbewegung des Werkzeugs, bei der die Werkzeugachse des Werkzeugs sich um eine parallel zur Werkzeugachse verlaufende zentrale Drehachse dreht, umfasst.
Verfahren nach Anspruch 55, bei dem zumindest während eines Teils der Arbeitsbewegung des Werkzeugs zunächst wenigstens ein Gewindeformbereich einen Teil eines Gewindeganges in dem Werkstück formend und damit spanlos erzeugt oder weiter in das Werkstück einarbeitet und anschließend wenigstens ein Gewindefräsbereich den von dem Gewindeformbereich in dem Werkstück erzeugten oder bearbeiteten Teil des Gewindegangs spanabhebend weiter bearbeitet. Verfahren nach Anspruch 55 oder Anspruch 56, bei dem die Werkstückoberfläche in dem von wenigstens einem Gewindeerzeugungsbereich erzeugten Gewindegang teilweise gefräst und teilweise geformt wird. Verfahren nach Anspruch 57, bei dem ein Gewindegrund des Gewindegangs im Werkstück von dem wenigstens einen Gewindeformbereich geformt wird und zwei an den Gewindegrund sich anschließende Gewindeflanken wenigstens teilweise von dem wenigstens einen Gewindefräsbereich gefräst werden. Verfahren nach Anspruch 57, bei dem ein Gewindegrund des Gewindegangs im Werkstück von dem wenigstens einen Gewindefräsbereich gefräst wird und zwei an den Gewindegrund sich anschließende Gewindeflanken wenigstens teilweise von dem wenigstens einen Gewindeformbereich geformt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 55 bis 59, bei dem ein Werkzeug nach Anspruch 16 oder einem der von Anspruch 16 abhängigen Ansprüche verwendet wird und mit dem Werkzeug bei der Arbeitsbewegung wenigstens eine der Anzahl der Gewindeerzeugungsbereiche entsprechende Zahl von Gewindeumläufen erzeugt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 55 bis 60, bei dem

a) ein Werkzeug nach Anspruch 32 oder einem von Anspruch 32 abhängigen Anspruch verwendet wird und

b) mit dem wenigstens einen spanabhebenden Bereich des Werkzeugs eine vorgegebene oder vorgebbare Werkstückoberfläche eines Werkstückes erzeugt wird und

c) mit dem wenigstens einen Gewindeerzeugungsbereich das Gewinde in der Werkstückoberfläche erzeugt wird.
Verfahren nach Anspruch 61, bei dem die Werkstückoberfläche mit dem spanabhebenden Bereich in derselben Arbeitsbewegung wie das Gewinde erzeugt wird. Verfahren nach Anspruch 61, bei dem die Werkstückoberfläche mit dem spanabhebenden Bereich in einem vorgeschalteten Arbeitsschritt vor der Arbeitsbewegung zu Erzeugen des Gewindes erzeugt wird. Verfahren nach Anspruch 63, bei dem in dem vorgeschalteten Arbeitsschritt das Werkzeug unter Drehung um seine Werkzeugachse in einer im Wesentlichen axialen Vorschubrichtung in das Werkstück bewegt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 55 bis 64, bei dem

a) ein Werkzeug nach Anspruch 33 oder einem von Anspruch 33 abhängigen Anspruch verwendet wird und

b) mit dem wenigstens einen spanabhebenden Bereich des Werkzeugs ein Vorgewinde in dem Werkstück erzeugt wird und

c) mit dem wenigstens einen Gewindeerzeugungsbereich das Gewinde in der Werkstückoberfläche weiter eingearbeitet wird.
Verfahren nach Anspruch 65, bei dem das Vorgewinde mit dem spanabhebenden Bereich des Werkzeugs und das Gewinde mit dem wenigstens einen Gewindeerzeugungsbereich in derselben Arbeitsbewegung des Werkzeugs erzeugt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 55 bis 66, bei dem die zentrale Drehachse der Zirkularbewegung des Werkzeugs im Wesentlichen mit einer Mittelachse des zu erzeugenden oder erzeugten Gewindes zusammenfällt. Verfahren nach einem der Ansprüche 55 bis 67, bei dem das Werkzeug nach dem Erzeugen des Gewindes wieder in einer Rückholbewegung entgegen der Vorschubrichtung aus dem Werkstück herausbewegt oder relativ zu diesem wegbewegt wird. Verfahren nach Anspruch 68, bei dem der oder wenigstens ein spanabhebende(r) Bereich bei der Rückholbewegung einen inneren Abschluss oder den Kern des Gewindes erzeugt oder anpasst oder einen Teil des beim Gewindeformen durch den Gewindeformbereich radial nach innen nachgeflossenen oder verdrängten Materials des Werkstücks abträgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 55 bis 69, bei dem ein Gewinde mit einer vollständigen Zahl von Gewindeumläufen erzeugt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 55 bis 70, bei dem die Vorschubgeschwindigkeit bei der aus axialer Vorschubbewegung und Zirkularbewegung zusammengesetzten Schraubenvorschubbewegung und/oder die Rückholgeschwindigkeit dem Steigungsverlauf des Gewindes angepasst ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 55 bis 71, bei dem die Drehgeschwindigkeit der Drehung des Werkzeugs um die eigene Werkzeugachse um einen Faktor aus einem Bereich von 50 bis 1000 größer ist als die Drehgeschwindigkeit der Zirkularbewegung.






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