PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005007441B4 22.02.2007
Titel Prüflehrenvorrichtung und Lehrenkörper
Anmelder Wolfram, Heinz-Werner, 70193 Stuttgart, DE
Erfinder Brandstetter, Peter, 70567 Stuttgart, DE;
Renner, Joachim, 71334 Waiblingen, DE;
Sieber, Olav, 72555 Metzingen, DE;
Wolfram, Heinz-Werner, 70193 Stuttgart, DE
Vertreter Kaufmann & Stumpf Patentanwalts-Partnerschaft, 70597 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 18.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005007441
Offenlegungstag 23.03.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse G01B 3/30(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01B 3/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G01B 5/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Prüflehrenvorrichtung sowie einen Lehrenkörper gemäß den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.

Bei der Prüfung der Maßhaltigkeit von Werkstücken sind Messwerkzeuge und Lehren unerlässliche Arbeitsmittel, die für eine genaue Fertigung unerlässlich sind. Mit Hilfe einer Prüflehre erhält man eine Aussage darüber, ob ein Werkstück in seinen Maßen innerhalb oder außerhalb festgelegter Grenzen liegt. Feste Lehren können meist nicht oder nur in geringen Grenzen verstellt oder nachgestellt werden. Mit ihrer Hilfe kann bei der Fertigung, der Kontrolle und der Abnahm festgestellt werden, wie weit Maße und Form der Werkstücke den Angaben einer Konstruktionsvorgabe entsprechen.

Üblicherweise wird zur Erstellung der Lehre mittels eines Modells, etwa eines Styropormodells, ein Aluminium-Abguss erstellt, der mechanisch mittels Fräsen bearbeitet werden muss. Dies bedingt eine relativ lange Zeitspanne zwischen Auftragstellung und Lehrenfertigung. Werden Details in der Konstruktion des Werkstücks geändert, muss eine neue Lehre erstellt werden.

Die DE 2412144 A1 offenbart eine Lehre für Papier-Endlosbahnen mit Randlochführung, bei der ein beweglicher Schlitten über eine Leiste führbar ist. In die Leiste sind in ihrer Längserstreckung aufeinander folgende Bohrungen eingebracht, die bestimmten Papierbahnbreiten entsprechen. Zwischen einen festen Anschlag auf der Leiste und dem Schlitten, der in einer vorgegebenen Position entsprechend einer Papierbahnbreite fixiert ist, kann eine Papierbahn eingelegt und auf die Maßhaltigkeit ihrer Breite geprüft werden.

Die DE 29805269 U1 offenbart eine lehre zur Nachbildung von Konturen, bei der ausziehbare Bolzen eine Kontur nachbilden können. Die Bolzen sind in einer Reihe in einem Raster angeordnet, axial gefedert gelagert und mittels einer Klemmvorrichtung in der gewünschten Länge fixierbar.

Die DE 19921340 A1 offenbart eine Prüflehrenvorrichtung mit Lehrenkörpern, welche tragfähige Rohrsäulen aufweisen, in denen Montagezentrierkerne an den oberen und unteren Stirnseiten eingesetzt sind. Die unteren Montagezentrierkerne greifen mit Zapfen in Bohrungen einer Basisplatte ein, welche in regelmäßigen Abständen angeordnet sind.

Die US 5412877 A offenbart eine Prüflehrenvorrichtung, mit einem Unterbau, über dem eine Tragplatte mit einem Lehrenkörper aus Segmentblöcken angeordnet ist. Der Unterbau ist in einer Art Baukasten-Stecksystem zusammengesetzt. Die Tragplatte mit ihren Markierungen und Aufnahmen für die Segmente des Lehrenkörpers sind computerunterstützt erstellt und mit hochgenauen Lasermarkierungen versehen. Lasergefertigte Justierbohrungen in Ecken der Tragplatte dienen zur präzisen Einstellung der Tragplatte mit montiertem Lehrenkörper bezüglich eines Koordinatensystems.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vereinfachte und schnelle Erstellung einer Lehre zu ermöglichen. Dazu soll eine Prüflehrenvorrichtung sowie ein Lehrenkörper angegeben werden.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.

Bei einer erfindungsgemäßen Prüflehrenvorrichtung mit einem Lehrenkörper zur Aufnahme eines auf seine Maßhaltigkeit zu prüfenden Werkstücks ist der Lehrenkörper in eine ein Rastermaß aufweisenden Rasterplatte eingepasst. Der Lehrenkörper kann an dem Rastermaß ausgerichtet werden, um das zu prüfende Werkstück nachzubilden. Nicht mehr benötigte Lehren können von der Rasterplatte entfernt werden und mit geringem Platzbedarf gelagert werden. Die Lagerfläche für eine derartige Prüflehrenvorrichtung kann vorteilhaft minimiert werden.

Die Rasterplatte weist auf seiner den Lehrenkörper aufnehmenden Flachseite eine Mehrzahl von im Rastermaß beabstandeten Bohrungen auf. Der Lehrenkörper kann mit entsprechenden Befestigungsmitteln in die Bohrungen gesteckt und/oder verschraubt werden. Vorzugsweise ist die Rasterplatte als Lochplatte ausgebildet. Die Rasterplatte kann vorteilhaft aus Aluminium gebildet sein. Dies reduziert das Gewicht der Vorrichtung. Möglich sind auch Materialien wie Stahl oder dergleichen.

Die Rasterplatte ist auf einer in Leichtbauweise ausgebildeten Grundplatte angeordnet.

Denkbar ist auch, dass die Rasterplatte und die Grundplatte einstückig sind.

Günstige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind der Beschreibung sowie den weiteren Ansprüchen zu entnehmen.

Eine besonders flexible und schnelle Erstellung der Prüflehrenvorrichtung ist möglich, wenn der Lehrenkörper aus wenigstens zwei separaten Lehrenelementen besteht.

Vorzugsweise ist jedes Lehrenelement mit einer Befestigungsplatte versehen, in welchem dem Rastermaß entsprechende Bohrungen vorgesehen sind. Die einzelnen Lehrenelemente können geeignet auf der Rasterplatte verschoben werden, um das Werkstück soweit nachzubilden, dass dieses in die Lehrenelemente eingelegt werden kann, um seine Maßhaltigkeit zu prüfen.

Zweckmäßigerweise weist jedes Lehrenelement an wenigstens einer seiner Außenflächen eine oder mehrere Aufnahmen für einen definierten Bereich des zu prüfenden Werkstücks auf. Dabei können die Aufnahmen je nach Bedarf nach oben und/oder gegebenenfalls zur Seite offen sein und/oder auch mit einer Kappe abgedeckt sein, so dass das Werkstück in diesem Bereich vom Lehrenelement umschlossen ist. Ebenso kann die Aufnahme als Bohrung in dem Lehrenelement ausgebildet sein, durch welche das Werkstück gesteckt werden kann.

Sind die Lehrenelemente so auf der Rasterplatte angeordnet, dass in der Zusammenschau das zu prüfende Werkstück im Wesentlichen nachgebildet ist, kann mit wenigen Lehrenelementen das Werkstück an kritischen Stellen, etwa an Krümmungen, Radien und dergleichen, geprüft werden. Es kann gegebenenfalls darauf verzichtet werden, das Werkstück vollständig entlang seiner gesamten Oberfläche mit dem Lehrenkörper nachzubilden. Ein übliches Anfertigen eines Aluminiumabgusses des Werkstücks, etwa eines Prototyps, der maschinell noch bearbeitet werden muss, entfällt.

Ist wenigstens eines der Lehrenelemente aus Lasersintermaterial gebildet, kann eine Erstellung der Prüflehre sehr schnell und ohne aufwändige maschinelle Bearbeitung, etwa durch Fräsen, erfolgen. Mit der Lasersintertechnik kann ein dreidimensionales Modell schnell als dreidimensionaler Körper dargestellt werden. Im Vergleich mit der Erstellung eines maschinell zu bearbeitenden Abgussmodells für den Lehrenkörper ist mit der erfindungsgemäßen Prüflehrenvorrichtung und auch dem erfindungsgemäßen Lehrenelement eine erhebliche Zeitverkürzung von der Auftragstellung bis zur Lehrenfertigung von weit mehr als 50% möglich.

Dadurch, dass der Lehrenkörper aus Einzelteilen besteht, die mit der Rasterplatte lösbar verbunden sind, kann die Vorrichtung schnell demontiert werden, um sie Platz sparend zu lagern, aber auch schnell wieder aufgebaut werden, wenn sie benötigt wird. Die gleiche Rasterplatte lässt sich zudem für unterschiedliche Lehrenkörper verwenden.

In einer besonders günstigen Weiterbildung sind selbstschneidende Schrauben zur Befestigung der Rasterplatte und/oder der Befestigungsplatte auf der Grundplatte vorgesehen. Dadurch kann die Rasterplatte beliebig auf die Grundplatte aufgesetzt werden. Weiterhin sind praktisch keine Toleranzen zu beachten, weder beim Aufsetzen der Rasterplatte auf die Grundplatte noch beim Aufsetzen der Befestigungsplatte auf die Rasterplatte bzw. Grundplatte.

Bevorzugt sind Befestigungsbohrungen erst nach Aufsetzen der Rasterplatte und/oder der Befestigungsplatte in die Grundplatte eingebracht. Dies kann beispielsweise so erfolgen, dass nach Auflegen der Rasterplatte auf die Grundplatte zunächst mit einem Dornwerkzeug Löcher durch die Bohrungen der Rasterplatte geschlagen werden und dann selbstschneidende Schrauben zum Befestigen der Rasterplatte eingedreht werden. Dann können Lehrenelemente mit ihren Befestigungsplatten aufgesetzt und durch deren dem Rastermaß angepassten Bohrungen wiederum mit einem Dornwerkzeug Löcher in die Grundplatte bzw. deren dünnwandige Oberfläche geschlagen und selbstschneidende Schrauben eingedreht werden. Gleichgültig, ob auf der Grundplatte bereits Befestigungsbohrungen vorhanden waren oder nicht, für jeden neuen Aufbau können unabhängig davon individuell angepasst Befestigungsbohrungen passgerecht erzeugt werden, ohne Toleranzen beachten zu müssen.

Durch das Einschlagen der Löcher mit einem Dornwerkzeug durch die Rasterbohrungen der Rasterplatte bzw. der Befestigungsplatte hindurch ist zudem gewährleistet, dass die Befestigungsbohrungen zur Oberfläche gratfrei ausgebildet sind. Für einen Benutzer der Vorrichtung ist damit eine Verletzungsgefahr an scharfen Graten vorteilhaft stark minimiert.

Besonders vorteilhaft ist dies, wenn die Einzelteile wie Grundplatte, Rasterplatte, Befestigungsplatten, Lehrenelemente wiederholt neu aufgebaut und verwendet werden.

Der erfindungsgemäße Lehrenkörper für eine Prüflehrenvorrichtung zur Aufnahme eines auf seine Maßhaltigkeit zu prüfenden Werkstücks ist durch wenigstens zwei Lehrenelemente gebildet, wobei jedes Lehrenelement an wenigstens einer seiner Außenflächen eine Aufnahme aufweist, die einem charakteristischen Bereich des zu prüfenden Werkstücks nachgebildet ist. Die Lehrenelemente sind jeweils auf einer Befestigungsplatte mit entsprechend einem Rastermaß angeordneten Bohrungen angeordnet. Die Lehrenelemente sind bevorzugt als Lasersinterkörper ausgebildet.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination, die der Fachmann zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen wird.

Dabei zeigen in schematischer Darstellung:

1 eine Ansicht von schräg oben auf eine Rasterplatte mit einem mehrteiligen Lehrenkörper mit eingelegtem zu prüfenden Werkstück,

2 einen Schnitt durch eine auf einer Grundplatte gelagerten Rasterplatte mit einem Lehrenelement, und

3 eine Ansicht von schräg oben auf eine Rasterplatte mit einem Lehrenkörper, der aus mehreren Lehrenelementen aufgebaut ist.

Wie 1 zeigt, umfasst eine bevorzugte Prüflehrenvorrichtung 10 mit einem Lehrenkörper zur Aufnahme eines auf seine Maßhaltigkeit mit bekannten Abmessungs- und Toleranzvorgaben zu prüfenden, hier nicht dargestellten Werkstücks (Werkstück 20 in 3) einen Lehrenkörper 11, der in eine ein Rastermaß aufweisende Rasterplatte 15 eingepasst ist.

Die als Lochplatte ausgebildete Rasterplatte 15 weist auf seiner den Lehrenkörper 11 aufnehmenden Flachseite 15a eine Mehrzahl von in zwei Dimensionen der Flachseite 15a im Rastermaß beabstandeten Bohrungen 13 auf, von denen der Übersichtlichkeit wegen nur einige mit einem Bezugszeichen beziffert sind.

Die Rasterplatte 15 ist auf einer in Leichtbauweise ausgebildeten Grundplatte 14 mit einer dünnen Außenhaut 14 (2) angeordnet und mit bevorzugt als selbstschneidende Schrauben ausgebildete Schrauben 17, von denen nur einige bezeichnet sind, mit der Grundplatte 14 verschraubt.

Der Lehrenkörper 11 besteht aus mehreren separaten Lehrenelementen 11a, 11b, 11c, von denen jedes mit einer Befestigungsplatte 12a, 12b, 12c versehen ist, in welchem dem Rastermaß der als Lochplatte ausgebildeten Rasterplatte 15 entsprechende Bohrungen 26 vorgesehen sind. Die Befestigungsplatten 12a, 12b, 12c können rechteckig sein, wie Lehrenelement 11c oder auch im Rastermaß gestufte Kanten aufweisen wie die Lehrenelemente 11a und 11b. Das Lehrenelement 11a ist schräg auf der Befestigungsplatte 12a angeordnet, die Lehrenelemente 11b und 11c sind dagegen parallel zu den Kanten der Befestigungsplatten 12b bzw. 12c angeordnet. Es können somit beliebige Winkel zwischen den Lehrenelementen 11a, 11b, 11c bzw. deren Aufnahmen 18a, 18b, 18c nachgebildet werden. Die Befestigungsplatten 12a, 12b, 12c sind mit selbstschneidenden Schrauben 17 mit der Rasterplatte 15 bzw. der Grundplatte 14 verschraubt.

Die Lehrenelemente 11a, 11b, 11c können auf der als Lochplatte ausgebildeten Rasterplatte 15 geometrisch fein abgestimmt so angeordnet werden, dass ein Verlauf des nicht dargestellten Werkstücks in drei Dimensionen nachgebildet werden kann. Die Lehrenelemente 11a, 11b, 11c sind so auf der Rasterplatte 15 angeordnet, dass in der Zusammenschau das zu prüfende Werkstück im Wesentlichen nachgebildet werden kann.

Um das Werkstück in den Lehrenkörper 11 einzufügen, weist jedes Lehrenelement 11a, 11b, 11c an wenigstens einer seiner Außenflächen eine oder mehrere Aufnahmen 18a, 18b, 18c für einen definierten Bereich des zu prüfenden Werkstücks auf.

Die einzelnen Lehrenelemente 11a, 11b, 11c können auch komplex geformt sein. So ist die Aufnahme 18a in der Oberseite des Lehrenelements 11a als Nut ausgebildet, die sowohl eine vertikale Stufe aufweist als auch einen Knick in ihrer Längserstreckung, so dass die Nut vor der Stufe einen anderen Winkel zu einer Kante der als Lochplatte ausgebildeten Rasterplatte 15 aufweist als die Nut nach der Stufe. Messpunkte 19 sind vorgesehen, um den Lehrenkörper 11 auszurichten, da die Rasterplatte 15 an sich beliebig auf der Grundplatte 14 aufgesetzt werden kann.

2 zeigt als Detail einen Schnitt durch einen Ausschnitt einer bevorzugten Prüflehrenvorrichtung 10. In den Figuren sind gleiche oder im Wesentlichen gleich bleibende Elemente mit gleichen Bezugszeichen beziffert.

Ein Lehrenelement 11d eines Lehrenkörpers 11 ist mit ihrer Befestigungsplatte 12d auf einer als Lochplatte ausgebildeten Rasterplatte 15 aufgesetzt und mit Schrauben 17 in Befestigungsbohrungen 16 einer Grundplatte 14, auf der die Rasterplatte 15 angeordnet ist, verschraubt. Die Befestigungsplatte 12d weist Bohrungen 26 auf, die mit einem Rastermaß der als Lochplatte ausgebildeten Rasterplatte 15 übereinstimmt.

Die Befestigung erfolgt so, dass nach dem Aufsetzen der als Lochplatte ausgebildeten Rasterplatte 15 und dem Aufsetzen des Lehrenelements 11d und dem Ausrichten des Lehrenelements 11d am Rastermaß mit einem Dornwerkzeug Löcher durch die Bohrungen 26 und 13 geschlagen werden. Dabei wölbt sich die Außenhaut 24 der Grundplatte 14 nach innen, und es bilden sich nach innen gerichtete Grate 25. Anschließend können selbstschneidende Schrauben 17 in die vorgesehenen Löcher eingedreht werden. Die Rasterplatte 15 kann gleichzeitig mit dem Lehrenelement 11d in der beschriebenen Weise angeschraubt und damit auf der Grundplatte 14 fixiert werden, oder es kann erst die Rasterplatte 15 und dann das Lehrenelement 11d angeschraubt werden.

Das Lehrenelement 11d weist eine als durchgehende Bohrung in einer Seitenfläche 21 ausgebildete Aufnahme 18 für ein nicht dargestelltes Werkstück auf. Die Grundplatte 14 ist vorzugsweise in Wabenbauweise ausgebildet und weist eine dünne Außenhaut 24 auf. Die Grundplatte 14 und die Rasterplatte 15 sowie die Befestigungsplatten 12 und gegebenenfalls das Lehrenelement 11d können praktisch beliebig oft wieder verwendet werden. Die Befestigungsbohrung 16 kann alternativ auch als Buchse mit Innengewinde ausgebildet sein, die in die Grundplatte 14 eingefügt ist und in die die Schrauben 17 eingeschraubt werden können.

Das Lehrenelement 11d weist einen Körper 23 auf, der aus Lasersintermaterial gebildet ist, mit dem vorteilhaft auch komplexe Geometrien mit kurzer Fertigungszeit und ohne wesentliche Nacharbeiten erzeugt werden können.

Aus 3 ist eine bevorzugte Prüflehrenvorrichtung 10 mit einem in einen Lehrenkörper 11 eingelegten Werkstück 20 zu erkennen. Das Werkstück ist ein Rohrstück, z.B. ein Öleinfüllrohr eines Kraftfahrzeugs. Ein Rastermaß der als Lochplatte ausgebildeten Rasterplatte 15 ist hier nicht abgebildet, hierzu wird auf die vorhergehenden 1 und 2 verwiesen. Erkennbar ist die Wabenbauweise der Grundplatte 14, auf welcher die Rasterplatte 15 und der Lehrenkörper 11 angeordnet sind. Der Lehrenkörper 11 ist durch eine Mehrzahl von separaten Lehrenelementen 11e, 11f ... 11p gebildet, die nicht näher bezeichnete Aufnahmen für charakteristische Bereiche des Werkstücks 20 aufweisen. Die Lehrenelemente 11e ... 11p sind so angeordnet, dass sie in der Zusammenschau auf der Rasterplatte 15 das Werkstück 20 in seiner Längserstreckung mit allen Radien, Steigungen und Streckenabschnitten genau nachbildet. In diesem Aufbau können weitere gleichartige Werkstücke 20 auf ihre Maßhaltigkeit geprüft werden. Lassen sich diese leicht in die Lehrenelemente 11e ... 11p des Lehrenkörpers 11 einfügen, sind die innerhalb der Herstellungstoleranzen, lassen diese sich nicht in den Lehrenkörper 11 einfügen, sind sie Ausschuss bzw. müssen nachgearbeitet werden.


Anspruch[de]
Prüflehrenvorrichtung mit einem Lehrenkörper (11) zur Aufnahme eines auf seine Maßhaltigkeit zu prüfenden Werkstücks (20), wobei der Lehrenkörper (11) in einer ein Rastermaß aufweisenden Rasterplatte (15) eingepasst ist, wobei die Rasterplatte (15) auf ihrer den Lehrenkörper (11) aufnehmenden Flachseite (15a) eine Mehrzahl von im Rastermaß beabstandeten Befestigungsbohrungen (16) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterplatte (15) auf einer in Leichtbauweise ausgebildeten Grundplatte (14) angeordnet ist. Prüflehrenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterplatte (15) als Lochplatte ausgebildet ist. Prüflehrenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lehrenkörper (11) auf der Rasterplatte (15) aufgesteckt oder angeschraubt ist. Prüflehrenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lehrenkörper (11) aus wenigstens zwei separaten Lehrenelementen (11a ... 11p) besteht. Prüflehrenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Lehrenelement (11a ... 11p) mit einer Befestigungsplatte (12) versehen ist, in welche dem Rastermaß entsprechende Bohrungen (13) vorgesehen sind. Prüflehrenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Lehrenelement (11a ... 11p) an wenigstens einer seiner Außenflächen (21) eine oder mehrere Aufnahmen (18, 18a ... 18c) für einen definierten Bereich des zu prüfenden Werkstücks (20) aufweist. Prüflehrenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehrenelemente (11a ... 11p) so auf der Rasterplatte (15) verteilt sind, dass in der Zusammenschau das zu prüfende Werkstück (20) im Wesentlichen nachgebildet ist. Prüflehrenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Lehrenelemente (11a ... 11p) aus Lasersintermaterial gebildet ist. Prüflehrenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass selbstschneidende Schrauben (17) zur Befestigung der Rasterplatte (15) und/oder der Befestigungsplatte (12) auf der Grundplatte (14) vorgesehen sind. Prüflehrenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsbohrungen (16) erst nach Aufsetzen der Rasterplatte (15) und/oder der Befestigungsplatte (12) in die Grundplatte (14) eingebracht sind. Prüflehrenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsbohrungen (16) zur Oberfläche (15a) gratfrei ausgebildet sind. Lehrenkörper für eine Prüflehrenvorrichtung (10) zur Aufnahme eines auf seine Maßhaltigkeit zu prüfenden Werkstücks (20), wobei wenigstens zwei separate Lehrenelemente (11a ... 11p) vorgesehen sind, wobei jedes der Lehrenelemente (11a ... 11p) an wenigstens einer seiner Außenflächen (21) eine Aufnahme (18, 18a ... 18c) aufweist, die einem charakteristischen Bereich des zu prüfenden Werkstücks (20) nachgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehrenelemente (11a ... 11p) jeweils auf einer Befestigungsplatte (12) mit entsprechend einem Rastermaß angeordneten Bohrungen (13) angeordnet sind. Lehrenkörper nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehrenelemente (11a ... 11p) als Lasersinterkörper ausgebildet sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com