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Dokumentenidentifikation DE102005017643B4 22.02.2007
Titel Geschlossene Hohlform zur Verwendung in einem Stein,Stein, Steinverbund
Anmelder Bietec Kunststoff & Metall Feintechnik GmbH, 78052 Villingen-Schwenningen, DE
Erfinder Bierleutgeb, Dieter, 78112 St. Georgen, DE
Vertreter Hiebsch und Kollegen, 78224 Singen
DE-Anmeldedatum 15.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005017643
Offenlegungstag 19.10.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse B28B 7/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E01C 5/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E04B 2/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine geschlossene Hohlform in Form einer Kombination von Profilteilen mit einem Rahmen und mit einem Boden zur Verwendung in einem Stein. Weiters betrifft die Erfindung einen Stein mit einer Hohlform und einen Steinverbund mit einer Anzahl von Steinen.

Ein Stein, insbesondere ein Baustein, ist zur Verwendung im Baugewerbe, beispielsweise als ein Stein für eine Wand, eine Decke oder für einen Fußboden, aber auch als ein Stein für einen Gehweg oder sonstige Straßen, üblicherweise als Vollkörper ausgebildet, da er auf diese Weise eine größtmögliche Stabilität und Tragfähigkeit aufweist. Dabei ergibt sich das Problem, dass Steine solcher Art besonders schwer sind, was zu Gewichtsproblemen nicht nur beim Transport sondern auch beim Verbauen der Steine führt. Dies erzeugt zusätzliche Kosten, u. a. aufgrund einer entsprechenden Auslegung der Transportmittel für höhere Lasten und beschränkt letztendlich das Transportvolumen für die Anzahl solcher Steine.

Um solche Probleme zu verringern ist es bekannt, Steine mit Hohlräumen oder in poröser Ausführung anzufertigen. Solche Hohlräume, Kanäle, Poren od. dgl. führen zwar zu einer Gewichtsreduzierung bei einem Stein, beeinflussen jedoch darüber hinaus nachteiligerweise die Stabilität und Tragfähigkeit des Steins.

Aus dem Patent mit der Nummer CH 503 869 ist ein Konzept bekannt, bei dem zur Verminderung des Eigengewichts von dicken weit gespannten Stahl- oder Spannbeton-Platten Kernkörper aus Kunststoff als Vollmaterial verwendet werden. Diese führen neben der Gewichtsreduktion auch zu einer Verringerung der Beanspruchungsfähigkeit der Stahlbeton- oder Spannbeton-Platten. In der genannten Druckschrift wird deshalb vorgeschlagen, die als Vollkörper ausgebildeten zylinderförmigen Kernkörper in Kugelform auszubilden. Durch je zwei sich im Kugelzentrum kreuzende Bohrlöcher lassen sie sich an Armierungseisen der Stahl- oder Spannbeton-Platten aufreihen und mit Stehbügeln herkömmlicher Machart an einer unteren Armierung befestigen. In diesem Fall ist die Stabilität einer genannten Stahlbeton- oder Spannbeton-Platte unabhängig von den Kernkörpern durch die Armierung gewährleistet. Die Verwendung von Vollkörpern führt nicht zu einer ausreichenden Gewichtsreduktion.

In US 4,089,502 ist ein Profilteil mit einem Boden und senkrecht darauf aufstehenden integral verbundenen peripheren Seitenwänden und sich kreuzenden Stegen offenbart, das mit seiner offenen Seite zum Anbringen auf einer Innenseite einer Wandverschalung vorgesehen ist und dazu Verbindungsmittel an einem Steg aufweist. Dadurch kann beim Gießen von Betonwänden auf einfache Weise eine vordefinierte Ausschlagöffnung im Bereich einer verringerten Wandstärke vorgesehen werden. Mehrere Profilteile können seitlich benachbart aneinander gekoppelt werden, um die vordefinierte Ausschlagöffnung zu vergrößern. Eine Hohlraumbildung lässt sich nur durch Anbringung an der Innenseite der Wandverschalung erreichen. Das Profilteil ist mit der Wandverschalung zu entfernen und verbleibt nicht in der Wand, um eine verringerte Wandbeanspruchungsfähigkeit aufgrund einer geringeren Wandstärke zu erreichen.

Wünschenswert wäre demnach eine Gewichtsreduktion bei üblichen Steinen, insbesondere Bausteinen, ohne wirkliche Einbuße einer Beanspruchungsfähigkeit eines Steins hinnehmen zu müssen.

An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, eine Vorrichtung zur Verwendung in einem Stein und einen Stein bzw. einen entsprechenden Steinverbund anzugeben, wobei eine Gewichtsreduktion eines Steins erreicht ist und gleichzeitig die Beanspruchungsfähigkeit des Steins weitgehend erhalten ist.

Betreffend die Vorrichtung wird die Aufgabe durch die Erfindung mit der eingangs genannten Hohlform in Form einer Kombination von Profilteilen gelöst, wobei erfindungsgemäß gemäß Anspruch 1 ein übereinander angeordnetes erstes und zweites Profilteil vorgesehen ist zur Verwendung in einem Stein, insbesondere einem Baustein. Ein Profilteil weist einen Rahmen und einen Boden und eine innerhalb des Rahmens verlaufende Verstrebung auf. Vorzugsweise ist das Profilteil schalenförmig ausgebildet.

Dabei ist jeweils ein Boden des ersten Profilteils und des zweiten Profilteils zur Bildung einer geschlossenen Hohlform nach außen gerichtet. Dadurch ist eine geschlossene Hohlform gebildet, die einen gegen außen abgeschlossenen Innenraum aufweist.

Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass bislang die Stabilität eines Steins beeinträchtigt ist, indem ein bloßer Hohlraum in einem Stein ausgebildet ist oder ein bloßer Vollkörper ohne wesentliche Gewichtsreduktion im Stein angeordnet ist. Im vorgenannten Fall vermag der Hohlraum keine genügende Stabilität einer äußeren Belastung des Steins entgegenzubringen. Im letztgenannten Fall wird die Stabilität durch die Armierung zur Verfügung gestellt. Ein Kernkörper als Vollkörper bringt außerdem nur eine unzureichende Gewichtsreduktion.

Die wesentliche Erkenntnis der Erfindung liegt unter Berücksichtigung dieser Überlegung darin, dass eine innerhalb des Rahmens des Profilteils verlaufende Verstrebung zu einer ausreichenden Stabilität des Profilteils führt, die dazu geeignet ist, einem Hohlraum trotz fehlender Steinmasse eine ausreichende Stabilität zu geben, und die insbesondere der Stabilität eines als Vollkörper ausgebildeten Steins praktisch gleichkommt.

Üblicherweise lässt sich eine solche Verstrebung in einer geschlossenen Hohlform nicht herstellen. Die Erfindung hat ausgehend von dieser Überlegung jedoch erkannt, dass sich die gemäß dem erfindungsgemäßen Konzept gebildete geschlossene Hohlform durch übereinander angeordnete erste und zweite Profilteile bilden lässt. Zur Bildung der geschlossenen Hohlform ist jeweils ein Boden des ersten Profilteils und des zweiten Profilteils nach außen gerichtet. Mit anderen Worten: Es wird das erste und zweite Profilteil jeweils mit einer offenen Seite ausgebildet, über welche die Anbringung einer innerhalb des Rahmens verlaufenden Verstrebung möglich ist und gleichzeitig ist die Bildung einer geschlossenen Hohlform dadurch möglich, dass das erste und zweite Profilteil mit der jeweils zueinander gewandten offenen Seite angeordnet wird.

Die Erfindung führt dementsprechend auf einen Stein mit der geschlossenen Hohlform und einen Steinverbund mit einer Anzahl von Steinen gemäß dem Konzept der Erfindung.

Die wesentlichen Vorteile des erfindungsgemäßen Konzepts bestehen in einer außerordentlichen Gewichtsreduzierung bei einem Stein gemäß der Erfindung, was entscheidende Vorteile in Bezug auf Handling, Transport und Steinmaterial-Einsparung hat und damit zu einer beachtlichen Kostenersparnis führen kann. So ist es gemäß dem Konzept möglich, einen Baustein, wie er im Baugewerbe in verschiedensten Größen genutzt wird, durchaus auf die Hälfte seines Gewichts leichter zu gestalten.

Darüber hinaus ergeben sich Vorteile hinsichtlich der Isolierwirkung eines solchen Steins, da bereits eine bloße Speicherung von Luft in der im Stein untergebrachten, gegebenenfalls geschlossenen, Hohlform eine verbesserte Isolierwirkung erreicht wird. Der Einsatz solcher Steine eignet sich somit insbesondere als Fußbodensteine, Deckensteine oder Wandsteine.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen und geben im einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, das erläuterte Konzept der Erfindung im Rahmen der Aufgabenstellung, sowie hinsichtlicht weiterer Vorteile zu realisieren.

Vorteilhaft weist ein Profilteil an zwei sich gegenüberliegenden Seiten des Rahmens jeweils wenigstens ein Rastelement auf. Ein solches Rastelement eignet sich bei einer Anordnung eines ersten und zweiten Profilteils übereinander zur Bildung einer geschlossenen Hohlform vorteilhaft zur Justierung und/oder Arretierung des ersten und zweiten Profilteils aneinander.

Im Rahmen einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist das Profilteil eine Verstrebung in Form von wenigstens zwei sich an einer Kreuzungsverstrebung kreuzenden Streben auf. Dies führt nicht nur zu einer besonders stabilen Verstrebung des Profilteils sonder ermöglicht auch eine besonders stabile Ausführung eines Kreuzungspunkts in Form einer Kreuzungsverstrebung.

Als besonders vorteilhaft in diesem Zusammenhang hat sich erwiesen, dass die Kreuzungsverstrebung der Streben in Form eines einen fiktiven Kreuzungspunkt umgebenden Schafts gebildet ist. Ein solcher Schaft hat nicht nur besonders stabile Eigenschaften, sondern darüber hinaus lässt sich ein Ende des Schafts vorteilhaft durch eine Öffnung im Boden bilden.

In besonders bevorzugter Weise lässt sich dadurch die, insbesondere geschlossene, Hohlform derart ausbilden, dass eine durch einen Schaft des ersten und zweiten Profilteils fortgesetzte Öffnung, insbesondere im Boden des ersten und zweiten Profilteils, ein Durchlass durch die, insbesondere geschlossene, Hohlform gebildet ist. Mit anderen Worten, die geschlossene Hohlform bekommt auf diese Weise einen torus-ähnlichen Aufbau, der gewährleistet, dass bei Einbringen der Hohlform in einen Stein das Steinmaterial die Hohlform nicht nur umgibt, sondern auch im Bereich des Durchlasses durchsetzt. Gegenüber einer Druckbeanspruchung erweist sich eine solche Hohlform als besonders beständig, da das den Durchlass durchsetzende Steinmaterial in effektiver Weise eine auftretende Druckbeanspruchung aufnimmt, die andernfalls auf die gesamte Bodenfläche der Hohlform gewirkt hätte und zu einem Einbrechen des Steins führen könnte.

Hinsichtlich der Weiterbildung der Hohlform lässt sich im Inneren der Hohlform zweckmäßigerweise eine Befüllung – beispielsweise zur verbesserten Isolierung – oder auch eine Sensorik – beispielsweise zur Aufnahme von Wärme-, Feuchtigkeits- oder Schalldaten oder ähnlich nützlichen Daten – anbringen. Ein optionaler Durchlass kann in vorteilhafter Weise nicht nur zur Füllung mit Steinmaterial genutzt werden. Der Durchlass der Hohlform lässt sich vorzugsweise in Form einer mehrere Steine eines Steinverbunds durchsetzenden Leitung nutzen. Eine solche Leitung kann zur Weitergabe von Sensordaten dienen. Eine solche Leitung kann auch zur Kühlung oder Beheizung von Steinen in einem Steinverbund dienen.

Während sich die Erfindung als besonders nützlich für die Anwendung betreffend Bausteine erweist und in diesem Sinne zu verstehen ist und während die Erfindung im folgenden im Detail auch anhand von Beispielen betreffend eines Bausteines beschrieben werden wird, so sollte dennoch klar sein, dass das hier beschriebene Konzept, wie beansprucht, ebenfalls möglich im Rahmen von anderen Anwendungen ist, welche außerhalb eines Bausteinbereichs liegen. Beispielsweise könnte das vorgestellte Konzept ebenso Anwendung finden für andere Bauteile, die keine Steine sind, so z. B. Metall- oder Holzbauteile.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht maßgeblich darstellen, vielmehr ist die Zeichnung, nur zur Erläuterung dienlich, in schematisierter und/oder leicht verzerrter Form aufgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen aus der Zeichnung unmittelbar erkennbaren Lehren wird auf dem einschlägigen Stand der Technik verwiesen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend Form und Detail einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln auch in beliebiger Kombinationen für die Weiterbildung der Erfindung wesentlich sein.

Die Zeichnung zeigt in:

1: eine perspektivische Seitenansicht eines quadratisch geformten hochkantgestellten Profilteils gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;

2: eine Aufsicht auf eine offene Seite des Profilteils gemäß 1;

3: eine Seitenansicht auf eine Seite eines Rahmens des Profilteils gemäß 1;

4: einen Stein gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit einer unter Verwendung der Profilteile der 1 bis 3 gebildeten geschlossenen Hohlform;

5: eine Draufsicht auf den Stein gemäß 4 mit einer vergleichenden Angabe betreffend das Gewicht des Steins gemäß der bevorzugten Ausführungsform im Vergleich zu einem Stein aus Vollmaterial.

1 zeigt ein Profilteil 1 für einen im Rahmen 4 und 5 näher erläuterten Baustein 3. Das Profilteil 1 weist einen Boden 5 und einen Rahmen 7 auf. Dabei verläuft innerhalb des Rahmens 7 eine Verstrebung 9. Die Verstrebung 9 ist bei der vorliegenden Ausführungsform in Form von zwei sich mittig an einer Kreuzungsverstrebung 11 verbundenen Streben 13, 15 gebildet. Die Verstrebung 9 verläuft bei dem eckigen Rahmen 7 diagonal, wobei jede der Streben 13, 15 an einer Ecke 17 des Rahmens 7 ansetzt.

Die Kreuzungsverstrebung 11 ist bei dieser Ausführungsform in Form eines in 2 näher bezeichneten fiktiven Kreuzungspunkts 23 umgebenden Schafts 25 gebildet. Dabei ist ein Ende 21 des Schafts 25 durch eine in 2 näher bezeichnete Öffnung 27 im Boden 5 gebildet.

Für die Stabilität der Verstrebung 9 und der Kreuzungsverstrebung 11, und damit des Profilteils, hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die Verstrebung 9 und die Kreuzungsverstrebung 11 in Form von flächigen Stegen auszubilden. Auch der Rahmen ist in Form von flächigen Stegen ausgebildet, wobei eine Höhe eines Steges des Rahmens 7 und eine Höhe eines Steges der Verstrebung 9 und der Kreuzungsverstrebung 11 gleich ist.

Wie aus 2 ersichtlich ist, ist sowohl beim Rahmen 7 als auch als auch bei der Verstrebung 9 und der Kreuzungsverstrebung 11 ein Steg so ausgebildet, dass er eine im Vergleich zu einer gegenüberliegenden Kante 29 verjüngte Kante 31 aufweist. Dies ist insbesondere auch aus 4 ersichtlich.

Die Abmessungen des bevorzugten Profilteils 1 sind in 2 und 3 für eine hier dargestellte besonders bevorzugte Ausführungsform eines Steins 3 eingetragen. Der im wesentlichen einer Quadratform nachgebildete Rahmen weist eine Kantenlänge von 170 mm auf und eine Steghöhe von 45 mm auf. Die Öffnung 27 des Schafts 25 weist einen Durchmesser von 30 mm auf. Die in 4 näher dargestellte Stärke eines Bodens 5 des Profilteils 1 beträgt 5 mm.

Der Rahmen 7 weist an zwei sich gegenüberliegenden Seiten 33, 35 jeweils wenigstens ein Rastelement 37, 39 auf. Ein Rastelement der einen Seite 33 ist dabei als ein Female-Teil 37 zu einem zweiten, einen Male-Teil 39 bildenen Rastelement der gegebenüberliegenden Seite 35 gebildet. Vorliegend ist das Female-Teil 37 in Form einer Nut und das Male-Teil 39 in Form einer Feder gebildet. Die Nut ist dabei schienenartig über die Steglänge als begrenzender und führender Anschlag für eine zweigliedrige Feder 39 geformt.

Das in 1 bis 3 dargestellte Profilteil ist in Form eines Spritzgussteils aus einem Polystyrolkunststoff gebildet. Je nach Anwendung sind auch andere Kunststoffe möglich, insbesondere solche, die sich als Spritzgussstoffe eignen und vorzugsweise als thermoplastisches Granulat zur Weiterverarbeitung vorliegen. Geeignet sind beispielsweise Kunststoffmaterialien, die unter PP, PC, PA oder PPS bekannt sind. Insbesondere als auch bei hohen Temperaturen beständige Materialien eignen sich PPSU und unter dem Namen „Peek" handelsübliche Kunststoffe. Darüber hinaus sind auch andere Materialen wie Aluminium, Stahlblechmaterialen oder sonstige geeignete Materialien sowie jede Art von geeigneten Verbundmaterialen, die sich für den Baubereich eignen, möglich.

In 4 ist eine geschlossene Hohlform 41 in Form einer Kombination von Profilteilen 43, 45 gebildet, wobei ein übereinander angeordnetes erstes Profilteil 43 und zweites Profilteil 45 so ausgerichtet sind, dass jeweils ein Boden 5 des ersten Profilteils 43 und des zweiten Profilteils 45 nach außen gerichtet ist. Die Profilteile 43 und 45 sind identisch und entsprechen dabei dem in 1 bis 3 gezeigten Profilteil 1.

In der vorliegenden Ausführungsform sind beide Profilteile 43, 45 in einer lateralen Ebene 47 deckungsgleich und um 180° zueinander verdreht. Dabei steht ein Rastelement 39 des ersten Profilteils 43 mit einem Rastelement 37 des zweiten Profilteils 45 in Eingriff. Dies sorgt für eine sichere Arretierung der beiden Profilteile 43, 45 in- und gegeneinander, so dass die Hohlform 41 sicher verschlossen ist und beispielsweise vor Eindringen von Steinmaterial 49 in den Innenraum 51 geschützt ist. Zwischen den Profilteilen 43, 45 kann auch eine Dichtung zur Abdichtung des Innenraums angebracht sein. Dies ist besonderes im Falle einer im Innenraum 51 angeordneten Sensorik zweckmäßig. Die Profilteile 43, 45 können auch verschweißt sein.

Insbesondere ist bei der hier dargestellten Ausführungsform einer geschlossenen Hohlform 41 der in 1 und 2 dargestellte eine Öffnung 27 im Boden 5 fortsetzende Schaft 25 des ersten Profilteils 43 und des zweiten Profilteils 45 derart genutzt, dass ein Durchlass 53 durch die geschlossene Hohlform 41 gebildet ist. Der Durchlass 53 ist, wie in 4 gezeigt, vorzugsweise mit Steinmaterial 49 gefüllt. Zur Bildung eines in 4 dargestellten Betonsteins handelt es sich um Betonmaterial, in das die Hohlform 41 zentrisch eingegossen ist. Darüber hinaus können auch andere Steinmaterialien, insbesondere Gussstoffe allein oder in Kombination verwendet werden, beispielsweise Tone oder tonartige Materialien oder Ziegel-, Beton- oder Verbundmaterialien. Diese können auch gepresst sein oder zur Verfestigung einem Wärmeverfahren unterworfen sein. Vorliegend beträgt die Dicke einer Betondeckschicht 61 15 mm. Durch das den Durchlass 53 ausfüllende Betonmaterial 49 ist der Stein 3 auf besonders zweckmäßige Weise gegenüber Druckbelastungen verstärkt, die auf seine in der 4 gezeigte obere Seite 55 bzw. untere Seite 57 wirken können. Der Stein 3 weist praktisch drei Säulen auf – eine linke und rechte Säule, die jeweils durch eine Wand 63 gebildet ist und eine mittlere Säule, die durch einen Durchlass 53 gebildet ist.

Darüber hinaus ist eine besonders stabile in sich geschlossene Hohlform 41 gemäß 4 dadurch gebildet, dass das erste Profilteil 43 und das zweite Profilteil 45 mit einer zugewandten verjüngten Kanten 31 übereinander angeordnet sind.

Die in 4 dargestellte Ausführungsform eines Steins 3 ist homogen mit Betonmaterial 49 gebildet. Alternativ könnte bei einer anderen, nicht dargestellten Ausführungsform, eine mittige Standschicht 59 des Steins 3 aus Standmaterial gebildet sein. Darüber hinaus könnten auch zwei gegen äußere Belastungen besonders bestandskräftige Deckschichten 61 ausgebildet werden. Die Materialien der Schichten 59, 61 können je nach Bedarf unterschiedlich variiert werden.

In einer ebenfalls nicht dargestellten Abwandlung kann die Hohlform 41 im Innenraum 51 eine isolierende Befüllung oder eine Sensorik aufweisen. Nicht nur durch Luftspeicherung in der Hohlform 41 lässt sich eine gute Isolierung erreichen, sondern in bevorzugter Weise darüber hinaus durch eine Befüllung mit entsprechend geeigneten Medien.

Eine Sensorik kann beispielsweise Ermittlungssensoren zur Temperaturerfassung umfassen.

In einer weiteren hier nicht dargestellten Ausführungsform kann der Durchlass 53 als Verbindungsdurchlass für Kühl- oder Heizmittel als auch als Datendurchlass für die genannte Sensorik dienen.

Dazu kann in einer weiteren Abwandlung auch eine Deckschicht 61 bei bestimmten Steinen entfallen, so dass ein Verbindungskanal 53 durch einen Schaft 25 gebildet ist, ohne dass dieser mit Steinmaterial 49 ausgefüllt wäre. Bei der in 4 dargestellten Ausführungsform eines Steins 3 ist zur Ausbildung eines Kanals das Anbringen einer Bohrung im Bereich des Durchlasses 53 vorgesehen. Der Kanal könnte auch auf andere Weise im Durchlass 53 gebildet sein, beispielsweise durch Eingießen einer Kanüle.

Auf diese oder ähnliche Weise lässt sich vorteilhaft ein nicht näher dargestellter Steinverbund mit einer Anzahl von z.B. eine Hauswand darstellenden Steine 3 bilden, mit einem durch die Durchlässe 53 der Hohlform 41 geführten Leitungssystem und/oder durch die Durchlässe 53 gebildeten Leitungssystem. Ein solcher Steinverbund könnte also insbesondere Teile einer Hauswand darstellen oder Teile einer Decken- oder Fußboden-Besteinung darstellen, die durch das genannte Leitungssystem beheizt werden oder gekühlt werden oder in dem Sensorikdaten zu einer zentralen Verarbeitungs-, Erfassungs- und/oder Darstellungseinheit übertragen werden.

In 5 ist in vergleichender Weise das Gewicht eines in 4 dargestellten Bausteins 3 mit einer innenliegenden geschlossenen Hohlform 41 aus Kunststoff und einer Betonaußenschale mit Betonmaterial 49 im Vergleich zu einem vollen Betonstein dargestellt. Das Gewicht des Steins 3, der gemäß der hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsform im Bereich der Abmessung von 120 mm × 200 mm liegt, beträgt etwa 5,84 kg. Dagegen würde ein voller Betonstein nahezu das Doppelte an Gewicht aufweisen, nämlich 10,7 kg. Trotzdem weist der Stein 3 aufgrund seiner gemäß dem erfinderischen Konzept ausgebildeten Hohlform praktisch die gleiche Stabilität auf wie der volle Betonstein.

Zusammenfassend wird ein Profilteil 1 und eine geschlossene Hohlform 41 in Form einer Kombination von Profilteilen 43, 45, insbesondere zur Verwendung in einem Stein 3 sowie ein entsprechender Stein 3 und ein entsprechender Steinverbund vorgeschlagen, wobei für den Stein 3 eine erhebliche Gewichtsreduktion ohne wesentliche Einbuße bei der Stabilität des Steins 3 erreicht wird. Darüber hinaus lassen sich über den Innenraum 51 der Hohlform 41 und einen optional vorhandenen Durchlass 53 zusätzliche Funktionen für den Stein 3 bereitstellen.


Anspruch[de]
Hohlform (41) zur Verwendung in einem Stein (3) in Form einer Kombination von Profilteilen (1, 43, 45) jeweils mit einem Rahmen (7), mit einem Boden (5), und einer innerhalb des Rahmens (7) verlaufenden Verstrebung (9), gekennzeichnet durch ein übereinander angeordnetes erstes (1, 43) und zweites Profilteil (1, 45), wobei jeweils ein Boden (5) des ersten Profilteils (1, 43) und des zweiten Profilteils (1, 45) zur Bildung einer geschlossenen Hohlform nach außen gerichtet ist. Hohlform (41) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstrebung (9) in Form von wenigstens zwei sich, insbesondere mittig, an einer Kreuzungsverstrebung (11) sich kreuzenden Streben (13, 15) gebildet ist. Hohlform (41) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Strebe (13, 15) der Verstrebung (9) diagonal verläuft, insbesondere im Falle eines eckigen Rahmens (7) an einer Ecke (17) des Rahmens (7) ansetzt. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreuzungsverstrebung (11) der Streben (13, 15) in Form eines einen fiktiven Kreuzungspunkt (23) umgebenden Schafts (25) gebildet ist. Hohlform (41) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende (21) des Schafts (25) durch eine Öffnung (27) im Boden (5) gebildet ist. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstrebung (9) und/oder die Kreuzungsverstrebung (11) in Form von flächigen Stegen ausgebildet ist. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7) in Form von flächigen Stegen ausgebildet ist. Hohlform (41) nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe eines Steges des Rahmens (7) und eines Steges der Verstrebung (9) und/oder Kreuzungsverstrebung (11) gleich ist. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steg eine im Vergleich zu einer gegenüberliegenden Kante (29) verjüngte Kante (31) aufweist. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen an zwei sich gegenüberliegenden Seiten (33, 35) jeweils wenigstens ein Rastelement (37, 39) aufweist. Hohlform (41) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rastelement der einen Seite einen Female-Teil (37) zu einem zweiten, einen Male-Teil (39) bildenden Rastelement der gegenüberliegenden Seite (35) bildet. Hohlform (41) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Female-Teil (37) in Form einer Nut und das Male-Teil (39) in Form einer Feder gebildet ist. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 in Form eines Kunststoffteils, wobei insbesondere ein Profilteil in Form eines Spritzgussteils, insbesondere aus Polystyrol, gebildet ist. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das erste (1, 43) und zweite Profilteil (1, 45) identisch sind. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das erste (1, 43) und zweite Profilteil (1, 45) in einer lateralen Ebene (47) zueinander verdreht sind. Hohlform (41) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das erste (1, 43) und zweite Profilteil (1, 45) deckungsgleich zueinander verdreht sind. Hohlform (41) nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das erste (1, 43) und zweite Profilteil (1, 45) um 180° zueinander verdreht sind. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rastelement (39) des ersten Profilteils (1, 43) mit einem Rastelement (37) des zweiten Profilteils (1, 45) in Eingriff steht. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine einen Schaft (25) des ersten und zweiten Profilteils (1, 43, 45) fortsetzende Öffnung (27) im Boden (5) des ersten (1, 43) und zweiten Profilteils (1, 45) ein Durchlass (53) durch die geschlossene Hohlform (41) gebildet ist. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profilteil (1, 43) und das zweite Profilteil (1, 45) mit einander zugewandten verjüngten Kanten (31) übereinander angeordnet sind. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlform (41) im Innenraum (51) eine Befüllung aufweist. Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlform (41) im Innenraum (51) eine Sensorik aufweist. Stein (3) mit einer geschlossenen Hohlform (41) nach einem der Ansprüche 1 bis 22. Stein (3) nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlform (41) im Inneren des Steins angeordnet und von Steinmaterial umschlossen ist. Stein (3) nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlform (41) zentriert im Stein angeordnet ist. Stein (3) nach einem der Ansprüche 23 bis 25, gekennzeichnet durch mindestens eine Standschicht und mindestens eine Deckschicht. Stein (3) nach einem der Ansprüche 23 bis 26, gekennzeichnet durch eine mittige Standschicht (59) und zwei außenliegende Deckschichten (61). Stein (3) nach einem der Ansprüche 23 bis 27 in Form eines Betonsteins. Steinverbund mit einer Anzahl von Steinen (3) nach einem der Ansprüche 23 bis 28. Steinverbund nach Anspruch 29, gekennzeichnet durch eine in einem Durchlass (53) der Hohlform (41) geführte Leitung und/oder durch den Durchlass (53) gebildete Leitung.






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