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Dokumentenidentifikation DE102005020988A9 22.02.2007
Titel Ecobrass-Geschoss
Anmelder Strauß, Rupert, 78187 Geisingen, DE
Erfinder Strauß, Rupert, 78187 Geisingen, DE
Vertreter Baumann, H., Dr., Rechtsanw., 70173 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 03.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005020988
Offenlegungstag 09.11.2006
Date of publication of correction 22.02.2007
Information on correction Berichtigung in Zeichnungsseiten 1
IPC-Hauptklasse F42B 12/74(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F42B 12/34(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Geschoss für Kleinkalibergewehre aus bleifreiem Material.

Beschreibung[de]

Kleinkalibergewehre sind Hinterlader mit Kaliber 22. Es sind Sportwaffen. Nach dem Stand der Technik sind die Geschosse Langgeschosse aus Blei.

Blei wird aus mehreren Gründen gewählt. Es ist billig. Das hohe spezifische Gewicht ist ballistisch vorteilhaft. Blei ist weich. Die geringe Härte des Materials hat den Vorteil, dass die Felder des gezogenen Laufs beim Laden das Geschoss verformen. Diese Verformung bewirkt zweierlei: Einmal eine gute Führung durch die Züge und damit eine Rotation im Lauf, die dann auf der Flugbahn beibehalten wird. Da die Verformung nur durch die Felder geschieht, behält das Geschoss im Übrigen etwa den Zugdurchmesser mit der Folge, dass eine gute Abdichtung gegeben bleibt.

Das weiche Material ist zugleich ein Nachteil: Das Loch, das entsteht, wenn das Geschoss die Zielscheibe durchschlägt, ist nicht scharfrandig, was die Entscheidung oft schwierig macht, ob ein Ring der Scheibe getroffen wurde oder nicht. Diesem Nachteil wird zwar nach dem Stand der Technik mit "Lochstanzgeschossen" begegnet. Die Geschosse sind zylinderförmig, haben also keine ausgeformte Geschossspitze. Diese Form ist aber ballistisch so ungünstig, dass solche Geschosse schon bei mittleren Distanzen nicht mehr treffsicher sind.

Der weitere Nachteil des Materials liegt darin, dass Blei als Sondermüll entsorgt werden muss, was im Schießsport mit hohen Kosten verbunden ist.

Die Erfindung löst die Aufgabe eines Geschosses aus einem preisgünstigen Material, bei dem sowohl eine gute Führung durch die Züge wie auch eine gute Abdichtung gegeben ist, das einen scharfrandigen Einschlag bewirkt und dessen Entsorgung unproblematisch ist.

Die Aufgabe wird damit gelöst, dass als Material eine bleifrei Kupfer/Zinklegierung gewählt wird. Dieses Material ist völlig umweltverträglich und bedarf keiner besonderen Entsorgung. Gegenüber Blei ist das Material deutlich härter, was eine Formgebung ermöglicht, die zugleich ballistisch günstig ist und einen scharfrandigen Einschuss bewirkt. Dies in der Weise, dass hinter der herkömmlichen Geschossspitze ein Scharfrand (1) angeordnet ist.

Die Härte des Materials lässt allerdings eine Materialverformung beim Ladevorgang in der weise nicht zu, wie es beim Bleigeschoss geschieht. Mit der Erfindung wird dies damit gelöst, dass die verformbare Mantelfläche auf Ringe (2) reduziert wird, wobei im übrigen Bereich des Geschosses der Durchmesser nicht größer ist, als der Felddurchmesser des Laufs.

Einer dieser Ringe ist der Scharfring (1). Da der Felddurchmesser nur um wenige 100stel mm kleiner ist als der Zugdurchmesser, beeinträchtigt die Verformung des Scharfrings den scharfrandigen Einschlag nicht mehr im sichtbaren Bereich.

Unabhängig vom Scharfring ist beim übrigen Geschoss das Verformen beim Laden wegen der Härte des Materials nicht möglich. Um diese günstige Eigenschaft des Bleigeschosses beim erfinderischen Geschoss zu erhalten, wird der Boden des Geschosses als Hohlboden (3) ausgebildet, der durch den Gasdruck expandiert wird und dessen Rand eine analoge Verformung wie beim Bleigeschoss erfährt: Der Rand des Hohlbodens (4) wird gegen die Züge des Laufs gedrückt und die Felder graben sich in ihn ein mit der Folge, dass sie die Rotation im Lauf besorgen.

Anstelle des Hohlbodens oder ergänzend zu ihm ist beim erfinderischen Geschoss ein weiterer Ring (2) angeordnet, dessen Material beim Laden in gleicher Weise verformt wird wie der Scharfring.

Eine vorteilhafte Ausführung des erfinderischen Geschosses ist durch eine koaxiale Bohrung (5) ist der Geschossspitze gekennzeichnet. Diese bewirkt zweierlei: Einmal wird die Durchschlagskraft verringert, was beim Sportschießen zweckmäßig ist. Dann kann durch Tiefe und Durchmesser der Bohrung das Geschossgewicht verändert und optimal an die verschiedenen Läufe der verschiedenen Hersteller angepasst werden.


Anspruch[de]
Kleinkalibergeschoss aus einer Metalllegierung, die Kupfer und Zink, aber kein Blei enthält. Geschoss nach Anspruch 1 aus einer Metalllegierung mit folgendem Mischungsverhältnis: 76 % Kupfer, 21 % Zink, 3 % Silizium. Geschoss nach Anspruch 1, 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des zylindrischen Geschosskörpers nicht größer ist als der Felddurchmesser des Rohres. Geschoss nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Übergang des zylindrischen Geschosskörpers (6) zur sich verjüngenden Geschossspitze (7) ein Ring angeordnet ist (Scharfring (1)), dessen Durchmesser größer ist als der Felddurchmesser und dessen in Flugrichtung vorderer Rand als Kante (8) ausgebildet ist. Geschoss nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden in den Geschosskörper eingesenkt ist (Hohlboden (3)). Geschoss nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Geschossmantel einen oder mehrere umlaufende Ringe (2) aufweist, deren Durchmesser größer ist, als der Felddurchmesser. Geschoss nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschossspitze eine koaxiale Bohrung (5) aufweist.






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