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Dokumentenidentifikation DE102005021764B3 22.02.2007
Titel Anschlussorgan an eine Stange
Anmelder ZF Friedrichshafen AG, 88046 Friedrichshafen, DE
Erfinder Gubitz, Holger, Dipl.-Ing., 97422 Schweinfurt, DE;
Graf, Ingbert, 97520 Röthlein, DE
DE-Anmeldedatum 11.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005021764
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse F16B 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16F 9/54(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Anschlussorgan an eine Stange, umfassend eine Grundplatte mit einer Durchgangsöffnung, wobei die Durchgangsöffnung die Stange aufnimmt und das Anschlussorgan über Befestigungsmittel mit der Stange in Wirkverbindung steht, wobei als Befestigungsmittel mindestens eine Schweißung vorgesehen ist, und ein Dichtring auf der der Schweißnaht abgewandten Seite der Grundplatte einen Ringspalt an der Durchgangsöffnung verschließt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Anschlussorgan an eine Stange entsprechend dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Aus der DE 30 49 562 A1 ist ein Schwingungsdämpfer bekannt, der an seiner Kolbenstange ein gabelförmiges Anschlussorgan aufweist. Das gabelförmige Anschlussorgan verfügt über eine Grundplatte, die zwei parallele Laschen trägt, in denen Queröffnungen für einen Befestigungsbolzen ausgeführt sind. Die Grundplatte verfügt über eine Gewindebohrung, die mit einem Gewindezapfen der Kolbenstange in Eingriff gebracht werden kann. Für die Gewindebohrung muss die Grundplatte über eine größere Materialstärke verfügen, da ansonsten beim Herstellen der parallelen Laschen ein Verzug in der Grundplatte zu einer tendenziell ovalen Kernbohrung führt, der das Einschneiden des Gewindes unmöglich machen würde, bzw. das Gewinde unbrauchbar wäre.

Eine erste Überlegung bestand darin, dass man die Grundplatte des Anschlussorgans auf die Kolbenstange schweißt. Die von dem Anschlussorgan aufzunehmenden Kräfte, insbesondere in Querrichtung, schlossen dieses Konstruktionsprinzip aus.

Des weiteren wurde daran gedacht, die Grundplatte mit einer Durchgangsöffnung zu versehen und eine ringförmige Schweißnaht zwischen der Grundplatte und einem Stangenzapfen auszuführen. Das Problem besteht jedoch darin, dass die Laschen einen derart kleinen Abstand aufweisen, so dass kein Schweißwerkzeug ansetzbar ist.

Aus der GB 1 270 088 ist ein Anschlussorgan für eine Kolbenstange bekannt, wobei das Anschlussorgan aus einem Ring besteht, der mit einer Hülse verschweißt ist. Die zwischen dem Ring und der Hülse umlaufende Schweißnaht dient offensichtlich lediglich der mechanischen Verbindung zwischen den beiden Bauteilen.

Die JP 10019079A betrifft ein Federbeinkopflager mit zwei miteinander verbundenen Bauteilen, die im Kontaktbereich randseitig mit einer Dichtung bestückt sind.

Die DE 100 52 788 A1 zeigt ein äußeres Druckrohr mit einem Anschlussorgan, das auf einen Gewindezapfen geschraubt ist. Das Druckrohr und Bereiche des Anschlussorgans werden von einem Schrumpfschlauch eingehüllt, der gegen Korrosion schützt. Zusätzlich ist zwischen dem Anschlussorgan und dem Druckrohr eine Dichtung in Form eines umlaufenden Wulstes des Anschlussorgans ausgeführt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Anschlussorgan an eine Stange zu realisieren, die große Kräfte übertragen kann und dauerhaltbar ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass als Befestigungsmittel mindestens eine Schweißung vorgesehen ist, und ein Dichtring auf der der Schweißnaht abgewandten Seite der Grundplatte einen Ringspalt an der Durchgangsöffnung verschließt.

Der große Vorteil besteht darin, dasss eine Schweißnaht an einer Stelle des Anschlussorgans plaziert werden kann, die für ein Schweißwerkzeug gut zugänglich ist. Um zu verhindern, dass sich in dem Ringspalt der Durchgangsöffnung Feuchtigkeit sammelt und Korrosion auftritt, wird der Dichtring eingesetzt.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist in der Durchgangsöffnung eine Gewindehülse zur Stange eingeschweißt. Das Anschlussorgan kann bei Bedarf von der Stange demontiert werden. Des weiteren kann die Schweißung unabhängig von der Stange ausgeführt werden, die in der Anwendung bei einem Schwingungsdämpfer eine sehr empfindliche Oberfläche aufweist und deshalb geschützt werden muss.

Gemäß einem vorteilhaften Unteranspruch weist die Gewindehülse einen Tragflansch für die Grundplatte auf. Für das Anschlussorgan steht eine vergrößerte Abstützfläche zur Verfügung. Bei einer Kehlnaht zwischen dem Tragflansch der Gewindehülse und der Grundplatte des Anschlussorgan steht ein größerer Durchmesser und damit eine länge Schweißnaht zur Verfügung, die höher belastbar ist.

Zur exakten Positionierung auf Erzeugung einer Vorspannung ist in der Gewindehülse eine Ringnut für den Dichtring eingearbeitet.

Des weiteren weist die Gewindehülse eine Aufweitschräge für den Dichtring auf.

Es ist vorgesehen, dass der Dichtring einen kreisförmigen Querschnitt aufweist. Bei der Montage kann der Dichtring einfach auf die Gewindehülse gefädelt werden, ohne dass auf eine besondere Orientierung geachtet werden muss.

Anhand der folgenden Figurenbeschreibung soll die Erfindung näher erläutert werden.

Es zeigt:

1 Anschlussorgan an einer Luftfeder

2 Seitenansicht mit Schnittdarstellung des Anschlussorgan

3 Vorderansicht zur 2

Die 1 zeigt ein Anschlussorgan 1 an einer Stange 3 einer Luftfeder 5. Der prinzipielle Aufbau einer Luftfeder wird als bekannt vorausgesetzt. Beispielhaft wird auf die DE 88 13 045 U1 verwiesen, deren Inhalt Bestandteil dieser Figurenbeschreibung sein soll. Eine derartige Luftfeder wird z. B. für Fahrzeugachsen und Fahrerhauslagerungen eingesetzt. Entsprechend große Kräfte müssen von der Luftfeder aufgenommen werden.

Das Anschlussorgan verfügt über eine Grundplatte 7, die einteilig mit zwei parallelen Laschen 9; 11 ausgeführt ist. Ggf. kann das Anschlussorgan auch topfförmig geformt sein.

Die Zusammenschau der 2 und 3 zeigt eine Vergrößerung des Anschlussorgans 1. In der Grundplatte 7 ist eine Durchgangsöffnung 13 ausgeführt, die die Stange 3, z. B. die Kolbenstange eines Schwingungsdämpfers, aufnimmt. In den Laschen 9; 11 sind Durchgangsöffnungen 15 eingearbeitet, die zur Befestigung von nicht dargestellten Streben oder Bolzen dienen. Die Durchgangsöffnungen 15 müssen präzise zur Durchgangsöffnung 13 hergestellt werden, um eine günstige Krafteinleitung auf die Stange 3 zu gewährleisten. Deshalb wird das Anschlussorgan aus einer Blechplatine gefertigt, die sämtliche Durchgangsöffnungen aufweist. Danach werden die Laschen umgebogen. Abschließend wird die Durchgangsöffnung 13 nachgestanzt, um eine exakt runde Körperkontur zu erreichen.

In der Durchgangsöffnung 13 ist eine Gewindehülse 17 eingeschweißt. Die Gewindehülse weist einen Tragflansch 19 auf, der an einer Unterseite 21 der Grundplatte 7 anliegt. Als Befestigungsmittel zwischen dem Anschlussorgan und der Gewindehülse, über die das Anschlussorgan mit der Stange in Wirkverbindung steht, dient eine Kehlnaht 23 zwischen dem Tragflansch und der Unterseite 21 der Grundplatte, die für eine Schweißvorrichtung gut zugänglich ist. Diese Schweißnaht wird getrennt von der Luftfeder ausgeführt, damit keinesfalls Spritzer einen Schaden anrichten können.

Die Durchgangsöffnung 13 bildet mit der Gewindehülse einen Ringspalt 25, der von einem auf einer der Schweißnaht 23 abgewandten Oberseite 27 der Grundplatte 7 angeordnetem Dichtring 29 verschlossen wird.

Der Dichtring 29 weist einen kreisringförmigen Querschnitt auf und ist in einer Ringnut 31 der Gewindehülse gegen die Oberseite 27 der Grundplatte 7 vorgespannt. Zur leichteren Montage des Dichtrings 29 verfügt die Gewindehülse über eine Aufweitschräge 35, so dass die Dichtung sehr leicht in die Ringnut 31 bewegt werden kann. Das Anschlussorgan 1 kann unabhängig von der Luftfeder hergestellt werden.

In einem letzten Fertigungsschritt wird das Anschlussorgan 1 auf die Stange 3 geschraubt, die einen Gewindeansatz 33 für die Gewindehülse 17 aufweist. Die im rauhen Alltagsbetrieb anfallende Feuchtigkeit erreicht zwar das Anschlussorgan, dessen Oberfläche korrosionsgeschützt ist, kann jedoch nicht in den Ringspalt 25 eindringen, da der Dichtring 29 dieses verhindert.


Anspruch[de]
Anschlussorgan an eine Stange, umfassend eine Grundplatte mit einer Durchgangsöffnung, wobei die Durchgangsöffnung die Stange aufnimmt und das Anschlussorgan über Befestigungsmittel mit der Stange in Wirkverbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass als Befestigungsmittel mindestens eine Schweißnaht (23) vorgesehen ist, und ein Dichtring (29) auf der der Schweißnaht (23) abgewandten Seite (27) der Grundplatte (7) einen Ringspalt (25) an der Durchgangsöffnung (13) verschließt. Anschlussorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Durchgangsöffnung (13) eine Gewindehülse (17) zur Stange (3) eingeschweißt ist. Anschlussorgan nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindehülse (17) einen Tragflansch (19) für die Grundplatte (7) aufweist. Anschlussorgan nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Gewindehülse (17) eine Ringnut (31) für den Dichtring (29) eingearbeitet ist. Anschlussorgan nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindehülse (17) eine Aufweitschräge (35) für den Dichtring (29) aufweist. Anschlussorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtring (29) einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.






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