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Dokumentenidentifikation DE102005026645A1 22.02.2007
Titel UV-Strahlenquellen und Verwendung dieser UV-Strahlenquellen
Anmelder Peschl, Alexander, 55130 Mainz, DE
Erfinder Peschl, Alexander, 55130 Mainz, DE
Vertreter Schmid, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 68165 Mannheim
DE-Anmeldedatum 09.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005026645
Offenlegungstag 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse H01J 61/40(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 9/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G21K 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A61L 2/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine UV-Strahlenquelle (1) mit einer Folie (4) mit erhöhter Durchlässigkeit für Strahlung mit Wellenlängen zwischen 240 und 270 nm, die um die Strahlenquelle (1) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine UV-Strahlenquelle mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und Verwendungen einer UV-Strahlenquelle mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 7.

Bei der gewerblichen Herstellung von Lebensmitteln oder auch in Klimaanlagen werden UV-Strahlenquellen zur Entkeimung eingesetzt, wobei die Bestrahlung von Lebensmitteln an sich nur für Obst- und Gemüseprodukte zulässig ist und ansonsten im Wesentlichen Packstoffe, Maschinenteile, Oberflächen oder Luft bestrahlt werden. Die UV-Strahlenquellen sind im Allgemeinen in einer Glashülle enthalten und bestrahlen aus unmittelbarer Nähe, z. B. die o. g. Lebensmittel und/oder deren Zubereitungseinrichtungen, oder aus größerem Abstand, z. B. als Deckenarmatur zur Luft- und Oberflächenentkeimung, wobei die Wirksamkeit der UV-Strahlenquellen für die Entkeimung wesentlich vom ungehinderten Zugang der UV-Strahlen zu der zu entkeimenden Sache abhängt. Nachteilig ist, dass im Betrieb beim Bruch der Glashülle einer UV-Strahlenquelle Glassplitter in die Lebensmittel gelangen können. Sicherheitsvorrichtungen gegen Glassplitter hindern den Zugang der UV-Strahlen zu der zu entkeimenden Sache.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine UV-Strahlenquelle zu schaffen, mit hoher Wirksamkeit und Betriebssicherheit und deren Verwendung anzugeben.

Die Lösung erfolgt mit einer UV-Strahlenquelle mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und der Verwendungen einer solchen UV-Strahlenquelle mit den Merkmalen des Anspruchs 8.

Gemäß der Erfindung ist eine UV-Strahlenquelle mit einer Folie mit erhöhter Durchlässigkeit für Strahlung mit Wellenlängen zwischen 240 und 270 nm beschrumpft. Die Folie enthält Fluorpolymere, wie z. B. auf Teflon basiertes Material oder sogenanntes MFA. Die Strahlenquelle ist für Augenschutz direkt beschrumpft. Die Folie lässt die aus der Strahlenquelle austretenden UV-Strahlen weitgehend ungehindert durch und hält gegebenenfalls Splitter einer geborstenen Strahlenquelle zurück. Bei vollständig durchgebrochener UV-Strahlenquelle zieht das Vakuum die Folie um die Bruchstelle(n) zusammen, so dass die UV-Strahlenquelle eine integrale Einheit bleibt. Erfindungsgemäß ist die UV-Strahlenquelle in Lüftungskanälen, von z. B. Klimaanlagen in Krankenhäusern, durch die Folie vor Auskühlung durch Anströmung und dem damit verbundenen Leistungsabfall der UV-Strahlenquelle geschützt. Die Folie ist hoch beständig gegen Säuren und Laugen und schützt die UV-Strahlenquelle vor Anlagerungen von Staub, Schmutz und Fingerschweiß.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die UV-Strahlenquelle in einer Glashülle mit Quarzglas enthalten und die Folie mit erhöhter Durchlässigkeit für Strahlung mit Wellenlängen zwischen 240 und 270 nm ist um die Glashülle angeordnet. Die Glashülle enthält Quarzglas für verbesserte UV-Strahlendurchlässigkeit. Die Folie lässt die aus der Glashülle austretenden UV-Strahlen weitgehend ungehindert durch und hält gegebenenfalls Splitter einer geborstenen Glashülle zurück. Bei vollständig durchgebrochener UV-Strahlenquelle zieht das Vakuum in der Glashülle die Folie um die Bruchstelle(n) zusammen, so dass die UV-Strahlenquelle eine integrale Einheit bleibt.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Glashülle vorzugsweise mit der Einfassung von der Folie z. B. durch thermisches oder mechanisches Aufschrumpfen vollständig umgeben.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist Niederdruck in der Glashülle, so dass die Folie bei geborstener Glashülle nicht Druckbelastungen ausgesetzt ist. Alternativ zum Niederdruck kann eine Indium-Amalgam dotierte UV-Strahlquelle im Quarzglasrohr vorgesehen sein.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Glashülle in einem metallischen oder Kunststoffgehäuse mit mindestens einem Strahlungsfenster für gerichtete Strahlung gehalten.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Folie eng anliegend aussen um die Glashülle oder aussen um das metallische oder Kunststoffgehäuse.

Gemäß der Erfindung ist die Verwendung mindestens einer UV-Strahlenquelle mit der erfindungsgemäßen Gehäuse- oder Folienkonstruktion zum Entkeimen in der Lebensmittelbranche oder in Lüftungsanlagen vorgesehen. Die UV-Strahlenquelle mit der erfindungsgemäßen Gehäuse- oder Folienkonstruktion gewährleistet durch dekontaminierte Packstoffe durch UV-C-Strahlung geringere Produktionsausfälle an Anlagen zur Entkeimung von Lebensmitteln, in der Medizin oder Industrie.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels dargestellt. Es zeigen:

1 eine schematische Ansicht einer UV-Strahlenquelle gemäß der Erfindung, und

2 einen Querschnitt durch ein metallisches Gehäuse um eine UV-Strahlenquelle gemäß der Erfindung.

1: Eine UV-Strahlenquelle 1 mit einer Glashülle aus Quarzglas ist koaxial zu einer Einfassung 2 mit elektrischen Kontakten 3 angeordnet. Eine Folie 4 aus transparentem sogenanntem MFA mit erhöhter Durchlässigkeit für Wellenlängen bei 253,7 nm ist im wesentlichen koaxial aussen um die Glashülle angeordnet. Für Betrieb ist die Folie auf die Glashülle und die Einfassung 2 aufgeschrumpft.

2: Entsprechende Merkmale sind mit den Bezugszeichen aus 1 bezeichnet. Ein im wesentlichen zylindrisches, metallisches Gehäuse 5 ist mit sich im wesentlichen axial erstreckenden Strahlungsfenstern 6 und einem Flansch 7 versehen. An den Flansch 7 ist ein Deckel 8 mit einer Öffnung 9 für eine elektrische Leitung (nicht dargestellt) koaxial montierbar.

Eine UV-Strahlenquelle 1 mit Glashülle ist von der Seite des Flanschs 7 in das metallische Gehäuse 5 einführbar. Das metallische Gehäuse 5 ist verschließbar mit dem Deckel 8 an Flansch 7 und durch Öffnung 9 sind die elektrischen Kontakte 3 der UV-Strahlenquelle 1 an die elektrische Leitung anschließbar.

Auf das metallische Gehäuse 5 und insbesondere über das sich axial erstreckende Strahlungsfenster 6 ist die Folie 4 aus transparentem MFA mit erhöhter Durchlässigkeit für Wellenlängen bei 253,7 nm geschrumpft.

Verwendung der UV-Strahlenquelle 1

UV-Strahlenquellen 1 werden zur Entkeimung positioniert an Förder- und/oder Abfülleinrichtungen (nicht dargestellt) von Lebensmitteln oder in Lüftungsanlagen, so dass die UV-Strahlen die zu entkeimenden Vorrichtungen optimal bestrahlen können.

Für gerichtete Strahlung ist die UV-Strahlenquelle 1 in einem metallischen Gehäuse 5 mit mindestens einem Strahlungsfenster 6 gehalten.


Anspruch[de]
UV-Strahlenquelle (1), dadurch gekennzeichnet, dass eine Folie (4) mit erhöhter Durchlässigkeit für Strahlung mit Wellenlängen zwischen 240 und 270 nm vorgesehen ist, die um die Strahlenquelle (1) angeordnet ist. UV-Strahlenquelle (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die UV-Strahlenquelle (1) in einer Glashülle mit Quarzglas enthalten ist und eine Folie (4) mit erhöhter Durchlässigkeit für Strahlung mit Wellenlängen zwischen 240 und 270 nm vorgesehen ist, die um die Glashülle angeordnet ist. UV-Strahlenquelle (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die UV-Strahlenquelle (1) oder Glashülle von der Folie (4) vollständig umgeben sind. UV-Strahlenquelle (1) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Niederdruck in der Glashülle oder eine Indium-Amalgam dotierte UV-Strahlquelle in der Glashülle vorgesehen ist. UV-Strahlenquelle (1) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Glashülle in einem metallischen oder Kunststoffgehäuse (5) mit mindestens einem Strahlungsfenster (6) gehalten ist. UV-Strahlenquelle (1) gemäß Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (4) eng anliegt an UV-Strahlenquelle (1), Glashülle oder dem die Glashülle umgebenden metallischen Gehäuse (5). Verwendung einer UV-Strahlenquelle (1) gemäß einem oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche zum Entkeimen in der Lebensmittelbranche, Medizin, Industrie oder in Lüftungsanlagen.






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