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Dokumentenidentifikation DE102005029379A1 22.02.2007
Titel Einmalhandschuhpack mit zugehöriger Aufnahmebox
Anmelder Rüttgers, Brigitte, 45259 Essen, DE
DE-Anmeldedatum 24.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005029379
Offenlegungstag 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse B65D 83/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 19/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine rechteckige Aufnahmbox, die aus Pappe, Kunststoff oder Metall besteht und die hygienische, einzelne Entnahme von Latex- oder Vinyl-Einmalhandschuhen gewährleistet. Im Einzelnen beinhaltet die Erfindung die Entnahme der Handschuhe aus einem Pack von der Stirnseite der Aufnahmebox durch eine längsovale oder rechteckige Öffnung. Die Handschuhe werden durch ein Schubelement so in Richtung auf die Entnahmeöffnung geschoben, dass auch der letzte Handschuh an die Entnahmeöffnung gedrückt wird. Die Handschuhe sind im Zickzack gefaltet, so dass eine Einzelentnahme ermöglicht wird und nach Entnahme eines Handschuhs der nächste Handschuh wieder griffbereit vor die Entnahmeöffnung zu liegen kommt und somit separat zu fassen ist.

Beschreibung[de]
Kurze Beschreibung der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf eine rechteckige Aufnahmebox, die aus Pappe, Kunststoff oder Metall besteht und die hygienische, einzelne Entnahme von Latex-, oder Vinyl- Einmalhandschuhen gewährleistet. Im Einzelnen beinhaltet die Erfindung die Entnahme der Handschuhe aus einem Pack von der Stirnseite des Aufnahmebox durch eine längsovale oder rechteckigen Öffnung. Die Handschuhe werden durch ein Schubelement so in Richtung auf die Entnahmeöffnung geschoben, das auch der letzte Handschuh an die Entnahmeöffnung gedrückt wird.

Die Handschuhe sind im Zickzack gefaltet, so dass eine Einzelentnahme ermöglicht wird und nach Entnahme eines Handschuhs der nächste Handschuh wieder griffbereit vor die Entnahmeöffnung zu liegen kommt und somit separat zu fassen ist.

Hintergrund der Erfindung und Stand der Technik

Die zumeist aus Pappkarton gefertigten Aufnahmeboxen, in welchen nicht steril verpackte Einmalhandschuhe üblicherweise geliefert werden, sind mit einer längsovalen und eine große Öffnung vorgegebenen Perforation an der größten Seite versehen. Sie werden entlang dieser längsovalen Perforation von oben geöffnet und nach der Öffnung nicht wieder verschlossen. Insbesondere durch den nach oben offenen Eingriff können Schmutzpartikel und Fremdmaterial in die Box gelangen, was unter hygienischen Aspekten von Nachteil ist.

Diese Einmalboxen lassen sich in der Regel sehr schwer öffnen. Überaus häufig ergibt sich die Öffnung infolge des von den eingepackten Handschuhen wirkenden Innendruckes, nicht an der perforierten Position und die Entnahmeöffnung wird dabei zerstört. Die Entnahme der Handschuhe ist fortan durch die eingerissene Öffnung erschwert.

Durch die üblicherweise sehr enge und ungeordnete Packung der Handschuhe geschieht die Entnahme der ersten Handschuhe unter deutlichem Kraftaufwand. Bei dadurch bedingter häufiger unbeabsichtigter Entnahme mehrerer Handschuhe, werden die zu viel entnommenen Handschuhe in der Praxis wieder in die Verpackung zurückgestopft.

Dies ist einerseits hygienisch von Nachteil, andererseits wird durch das ungeordnete Zurückstopfen der Handschuhe die weitere Entnahme dieser erneut erschwert.

Bei der Entnahme der letzten Handschuhe (< 20 Handschuhe im Kanon) muß in der Regel tief in die Packung gegriffen werden, wodurch wiederum Keime und Schmutzpartikel in den Innenraum der Box gelangen können

Die häufig umständliche und mitunter schwierige Entnahme der Handschuhe aus der Aufnahmebox ist insbesondere bei der Anwendung im medizinischen Arbeitsumfeld als einem der Hauptanwendungsgebiete der Einmalhandschuhe von Nachteil, da die im Notfall schnelle Verfügbarkeit der Handschuhe nicht gewährleistet ist und somit häufig auf den Gebrauch von Handschuhen verzichtet wird.

Bei der im täglichen Gebrauch meist nach Größen (S,M,L,XL) sortierten Stapelung der Aufnahmeboxen ist die Herausnahme von Handschuhen einer bestimmten Größe ggf. erst nach Umlagern der Aufnahmeboxen möglich.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufnahmebox mit zugehörigem Einmalhandschuhpack für die einzelne Entnahme der Einmalhandschuhe. Diese Aufnahmebox hat die ungefähren Masse der üblichen Aufnahmeboxen, wofür es hier keine Norm gibt. Die übliche Größe der Aufnahmeboxen zur Verpackung von Einmalhandschuhen wird beibehalten die Öffnung zu ihrer Entnahme jedoch an der Strinseite der Aufnahmebox (kleinste Seite) vorgesehen, die Einmalhandschuhe sind zu einem Pack im Zickzack-Verfahren gefaltet und werden im Pack durch eine Feder oder ein sonst geeignetes Schubelement in Richtung der Entnahmeöffnung gedrückt.

Die einfache und hygienisch einwandfreie einzelne Entnahme von Einmalhandschuhen aus ihrer Aufnahmebox dient dem Schutz des Anwenders und der zu behandelnden Personen, bzw. Gegenstände und sind somit Zielsetzung der Erfindung.

Mit der Entnahme der Handschuhe von der Kopfseite der Verpackung umgeht man das umständliche Umpacken der Aufnahmebox, für den Fall das man eine andere Handschuhgröße, als die gerade oben Liegende benötigt.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung.

1 ist eine dreidimensionale Ansicht der Aufnahmebox (Spender}

2 zeigt die teilweise transparent dargestellte Ansicht der Aufnahmebox mit dem durch Zick-Zack-Faltung gebildeten Pack von Einmalhandschuhen und einem Schubelement.

3 in Darstellungen a–j ein mögliches System der Faltung der Einmalhandschuhe zu einem Pack.

4 in Darstellungen a–j ein gegenüber der in 3 dargestellten abgewandeltes System der Faltung der Einmalhandschuhe zu einem Pack.

5 in Darstellungen a und b ein weiteres mögliches System einer Faltung der Einmalhandschuhe zu einem Pack.

6 zeigt in den Ansichten A, B und C, teilweise im Schnitt eine Aufnahmebox mit einer Druckfeder als Druckelement bei einer Zick-Zack-Faltung gemäß 3.

7 eine solche bei einer Zick-Zack-Faltung gemäß 4.

Die 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Aufnahmebox 1, die in üblicher Weise eine rechteckige Form hat und somit als größte Seiten die Oberseite O und gleichgroße Unterseite, als zweitgrößte Seiten die Längsseiten L und als kleinste Seiten die Stirnseiten S aufweist., von denen die eine Stirnseite S mit der Entnahmeöffnung E für die Einmalhandschuhe versehen ist.

Die Entnahmeöffnung E erstreckt sich mit ihrer Breite über fast die gesamte Breite der einen Stirnseite S und mit ihrer Höhe h über etwa ein Drittel bis ein Viertel der Höhe der Stirnseite S der Aufnahmebox 1, sodass eine leichte Entnahme jeweils eines Einmalhandschuhes ermöglich, aber ein ausreichenden Halt für die nachfolgenden Einmalhandschuhe des restlichen Einmalhandschuhpacks gewährleistet ist.

Zur stirnseitigen Entnahme der Einmalhandschuhe aus dem Pack sind die Einmalhandschuhe in sich längs (von der Öffnung zu den Fingerlingen) überlappender, Zick-Zack Faltung gepackt, sodass der Pack eine Grundfläche von annähernd der lichten Weite und eine Länge von etwa der lichten Tiefe der Aufnahmebox entspricht und damit die Aufnahmebox weitmöglichst ausfüllt.

Ausführungsbeispiele der Zick-Zack-Faltung sind in den 3, 4 und 5 dargestellt.

Durch die Zick-Zack-Faltung wird erreicht, dass bei Entnahme eines Einmalhandschuhes durch die Entnahmeöffnung (E) ein in dem Pack nachfolgender Einmalhandschuh griffbereit in den Bereich Entnahmeöffnung (E) eingezogen wird.

Die 2, in der die Aufnahmebox 1 teilweise transparent dargestellt ist, lässt die Lage eines Packs P mit einer Zick-Zack-Faltung gemäß 3 erkennen. Des weiteren zeigt die 2 eine als Schubelement verwendete Schraubenfeder 2, die sich an der geschlossenen, Stirnfläche S abstützt und den Pack P bei Entnahme eines Einmalhandschuhes über eine Druckscheibe 3 auf die Entnahmeöffnung E zu nachführt. Anstelle der Schraubenfeder 2 kann ein anderes Schubelement, beispielsweise ein unter Druckspannung stehendes elastisches Kissen vorgesehen werden.

Die 3a bis j zeigen eine Möglichkeit der Zick-Zack-Faltung der Einmalhandschuhe zur Bildung eines Packs (P) Dabei werden jeweils ein, mit einen a und ein nachfolgender mit einem c in einem Kreis gekennzeichneter Handschuh von der einen Seite (3a, 3h) und überlappend ein mit einem b und nachfolgend ein mit einen d und weiter mit einen f im Kreis gekennzeichneter Handschuh (3b, 3f, 3j) von der anderen Seite aufgelegt. Nach jedem Auflegen (3a, 3b, 3d, 3f, 3h, 3j), eines Handschuhes erfolgt, dann ein Klappen (3c, 3e, 3d, 3i), des überstendenden Teils des zuvor aufgelegten Handschuhes. Auflegen und Klappen erfolgen wechselseitig, womit sich die Zick-Zack-Lage der Handschuhe ergibt, sodass beim Entnehmen eines Handschuhes von dem Pack, der folgende Handschuh vor die Entnahmeöffnung E der Aufnahmebox 1 gelangt.

Bei dem Ausführungsbeispiel ist eine Überlappung der nacheinander abgelegten Handschuhe um die Hälfte von dessen Länge gewählt, womit sich ein Pack von der halben Länge der Handschuhe ergebender Höhe ergibt. Durch eine veränderte Überlappung ändert sich die Höhe des Packs. Bei dem Ausführungsbeispiel nach den 4a bis 4f ist eine Überlappung Ü, von einem Drittel der Länge der nacheinander abgelegten Handschuhe gewählt, womit sich ein Pack von entsprechend geringerer Höhe ergibt und die Aufbewahrungsbox in entsprechend geringer Höhe gehalten sein kann. Die 4a bis 4j zeigen dieses gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach 3a bis 3j abgewandelte Ausführungsbeispiel.

Eine andere Möglichkeit der Zick-Zack-Faltung der Einmalhandschuhe zur Bildung eines Packs P zeigen die 5 a und b. Dabei werden die Handschuhe überlappend hintereinander abgelegt. Im Maß der Überlappung erfolgt dann die Zick-Zack-Faltung der Reihe der abgelegten Handschuhe zur Bildung eines Packs P, wobei der Faltungsabstand A etwas geringer ist, die Weite der Aufnahmebox gemessen in der Höhe ihrer Seitenfläche S.

Insbesondere, wenn eine Aufnahmebox 1 für die Dauerverwendung vorgesehen ist, wobei sie anstatt aus Pappe aus Kunststoff oder Metall (Edelstahl) gefertigt ist, ist es zweckmäßig den Einmalhandschuhpack mit einer Banderole zu versehen oder in einem Beutel zu verpacken, die oder der den Pack bis zu seiner Verwendung zusammen hält. Mit dem Einlegen des Packs in die Aufnahmebox 1 können die Enden einer geöffneten Banderole durch Schlitze Z (in 1 gestrichelt eingezeichnet) an der mit der Entnahmeöffnung E versehen Stirnseite S der Aufnahmebox 1 nach außen geführt werden. Durch Zug an den Enden der Banderole kann der Vorschub des Packs bewirkt werden und somit ein anderes Schubelement entfallen. Die Enden der Banderole können mit Markierungen versehen sein, die den Restbestand eines Packs in der Aufnahmebox anzeigen.

Bei der Stapelung von Aufnahmeboxen für Einmalhandschuhe unterschiedlicher Größe bietet die Anordnung der Entnahmeöffnungen E an einer Stirnseite einer Aufnahmebox den Vorteil, dass die Angabe zur Größe der Einmalhandschuhe, die in der Aufnahmebox bevorratet sind, für alle gestapelten Aufnahmeboxen sichtbar ist. Die 1 zeigt dies beispielhaft für zwei übereinander gestapelte Aufnahmeboxen 1 und 1' mit den Schriftfeldern „gr" für die Größenangabe über den Entnahmeöffnungen E sind E'


Anspruch[de]
Einmalhandschuhpack mit zugehöriger Aufnahmebox, dadurch gekennzeichnet, dass der Einmalhandschuhpack (P) aus in gegenseitiger Überlappung der aufeinanderfolgenden Einmalhandschuhe in einer Zick-Zack-Faltung gebildet ist, der Pack eine Grundfläche von annähernd der lichten Weite der Aufnahmebox bezogen auf deren kleinste Seitenfläche bei einer Packhöhe von etwa der lichten Tiefe der Aufnahmebox (1) aufweist und die Aufnahmebox (1) an einer ihrer kleinsten Seiten (S) mit einer Entnahmeöffnung für Einmalhandschuhe versehen ist. Einmalhandschuhpack mit zugehöriger Aufnahmebox nach Ansprüche 1, dadurch gekennzeichnet dass die Entnahmeöffnung (E) der Aufnahmebox (I) sich fast über die gesamte Breite und über etwa ein Drittel bis ein Viertel der Höhe der Seitenfläche (S) erstreckt. Einmalhandschuhpack mit zugehöriger Aufnahmebox nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet dass ein Schubelement (2) zur Nachführung des Einmalhandschuhpack in der Aufnahmebox (1) auf die Entnahmeöffnung (E) zu vorgesehen ist. Einmalhandschuhpack mit zugehöriger Aufnahmebox nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet dass zwischen der Entnahmeöffnung gegenüberliegen der Seite (S) und dem Pack (P) eine Feder (2) oder ein Druckkissen, als Schubelement vorgesehen ist. Einmalhandschuhpack mit zugehöriger Aufnahmebox nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass der Einmalhandschuhpack (P) mit einer Banderole versehen ist oder in einem Beutel verpackt ist. Einmalhandschuhpack mit zugehöriger Aufnahmebox nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der geöffneten Banderole aus der Aufnahmebox herausgeführt sind und als Schubelement greifbar sind.






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