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Dokumentenidentifikation DE102005029730A1 22.02.2007
Titel Ventil zur Be- und Entlüftung eines Behälters
Anmelder Lutz Pumpen GmbH, 97877 Wertheim, DE
Erfinder Fertig, Volker, 97877 Wertheim, DE
Vertreter Geitz Truckenmüller Lucht, Patentanwälte, 76135 Karlsruhe
DE-Anmeldedatum 24.06.2005
DE-Aktenzeichen 102005029730
Offenlegungstag 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
Free division/divided out on the grounds of lack of unity 102005063300.5
IPC-Hauptklasse B65D 47/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 47/34(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 47/44(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 90/34(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F16K 17/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F16K 24/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Be- und Entlüftungsventil (1) für einen Container, insbesondere einen IPC-Container, das in einfacher Weise in eine bereits bestehende Containeröffnung, zum Beispiel durch Einschrauben in einen den Container verschließenden Domdeckel eingebracht werden kann. Hierdurch kann der gegebenenfalls bereits mit einer integrierten Pumpeinrichtung versehene und im Übrigen gasdicht verschlossene Container selbsttätig be- und entlüftet werden, wobei das erfindungsgemäße Be- und Entlüftungsventil (1) mittels einer integrierten Schlitzmembran (13) eine selbsttätige Be- und Entlüftung des Containers in Abhängigkeit von dem jeweils herrschenden Druckgefälle sorgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Ventil zur Be- und Entlüftung eines Behälters, insbesondere eines IPC-Containers.

Derartige Container werden üblicherweise durch eine große oberseitige Öffnung, die mit einem sogenannten „Domdeckel" verschlossen ist, befüllt. Zum Befüllen wird ein Schlauchstutzen angesetzt und damit die Container befüllt und anschließend mit einem Schraubverschluss verschlossen. Zur Entleerung werden üblicherweise Fass-, Behälter- oder Saugpumpen in die genannte oder eine andere Öffnung eingesteckt und der Container auf diese Weise entleert. Die Container weisen jedoch meist auch einen Bodenablauf auf, über den der Container je nach Anwendungsfall auch entleert werden kann.

Es gibt Containerfüllungen, bei denen die im Behälter aufgenommene Flüssigkeit gegebenenfalls mit der Umgebungsluft reagieren könnte und/oder der Inhalt nicht verunreinigt werden darf, so dass ein entsprechend höherer Aufwand bei der Be- und Entleerung der Behälter zu betreiben ist.

In einem hier nicht weiter interessierenden Zusammenhang sind IPC-Container entwickelt worden, die bereits vollständig mit einer Pumpe versehen sind, so dass die übliche Be- und Entleerungsöffnung normalerweise verschlossen bleibt. Aufgrund des flüssigkeits- oder gasdichten Abschlusses der in den Behälter eingesetzten Pumpe ist es jedoch erforderlich, dass im Falle der Entleerung des Containers Luft von außen nachströmen kann, um das sich ansonsten im Behälter ausbildende Vakuum zu kompensieren. Darüber hinaus ist im Zusammenhang mit flüssigkeits- bzw. gasdicht abgeschlossenen Behältern zu beachten, dass sich in Folge der Ausdehnung der Flüssigkeit bei höheren Temperaturen auch ein erhöhter Gasdruck in dem Behälter aufbaut. Auch dieser Überdruck muss aus Sicherheitsgründen abgebaut werden.

Ausgehend von dieser Problemstellung liegt somit der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Ventil zur Be- und Entlüftung von Behältern zu schaffen, insbesondere von IPC-Containern.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt durch ein Ventil zur Be- und Entlüftung eines Containers gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den folgenden Ansprüchen 2 bis 13 ausgeführt.

Dadurch, dass das Ventil zur Be- und Entlüftung eines Behälters mit einer Schlitzmembran versehen ist, die bei etwa gleichem Innen- und Außendruck des Behälters geschlossen ist, ist zunächst sichergestellt, dass das Ventil im Normalzustand geschlossen ist. Der Behälter ist somit im Bereich des Be- und Entlüftungsventil gasdicht und zumindest spritzwassergeschützt verschlossen. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Ventils besteht darin, dass nicht etwa zwei getrennte Gasströmungswege zur Be- und Entlüftung eines Behälters benötigt werden, sondern dass vielmehr ein einziges Ventil quasi bidirektional wirkt und somit keine zusätzliche Öffnung im Behälter benötigt wird. Im Rahmen der Erfindung wölbt sich die Schlitzmembran in Abhängigkeit des zwischen Behälteraußen- und Behälterinnenseite herrschenden Druckgefälles mit der Folge, dass sich der Schlitz der Schlitzmembran öffnet und hierdurch ein Gasaustausch in Richtung des Druckgefälles ermöglicht wird. Idealerweise ist dabei der Öffnungsdruck des Ventils in Abhängigkeit von der Dimensionierung der zur Entleerung des Behälters eingesetzten Pumpe eingestellt. Nur bei exakt auf die Förderleistung der eingesetzten Pumpe abgestimmter Schlitzmembran, also bei einem auf die Förderleistung der Pumpe eingestellten Öffnungsdruck des Ventils ist sichergestellt, dass einerseits die erforderliche Gasdichte des Ventils gewährleistet ist und überdies der Gasaustausch in dem für die jeweilige Pumpe erforderlichen Ausmaß zum Abbau des zu vermeidenden Druckgefälles erfolgt. Alternativ bzw. zusätzlich ist das Ventil auch auf einen etwa vorhanden Bodenablauf abgestimmt. Hierzu ist die Schlitzmembran idealerweise aus Viton® oder einem vergleichbares Elastomer-Material gefertigt.

In konkreter Ausgestaltung ist das Ventil im Wesentlichen zweiteilig, nämlich aus einem Ventildeckel und einem Ventilgehäuse gefertigt, wobei die Schlitzmembran derart eingebracht ist, dass der Ventildeckel mit dem Ventilgehäuse unter Zwischenlage der Schlitzmembran verschraubt sind. Hierdurch ist eine einfache aber wirksame Befestigung der Schlitzmembran innerhalb des erfindungsgemäßen Ventils bewirkt.

Auf der der Behälterinnenseite zugewandten Seite der Schlitzmembran, also vorzugsweise im Ventilgehäuse, ist eine Umlenkung des dem Behälter zugewandten Strömungswegs vorgesehen. Durch diese Umlenkung wird vermieden, dass die im Behälter aufgenommene Flüssigkeit beim Transport unbeabsichtigt herausspritzen kann. Nachdem eine Schlitzmembran üblicherweise nicht flüssigkeitsdicht ausführbar ist, bewirkt die Umlenkung zumindest einen wirksamen Spritzwasserschutz für die im Behälter aufgenommene Flüssigkeit. Um so verzweigter das im Ventilstutzen angeordnete Labyrinth ausgebildet ist, um so wirksamer ist der hierdurch bewirkte Spritzwasserschutz.

Auch auf der der Behälteraußenseite zugewandten Seite der Schlitzmembran ist der Strömungskanal derart umgelenkt, dass er radial nach außen weist. Die Be- und Entlüftungsöffnungen des erfindungsgemäßen Ventils sind also üblicherweise nicht einfach auf der Oberfläche des Containers angeordnet, sondern eher an der Außenseite eines Verschlusses der Öffnung, in der das Ventil angeordnet ist. Hierdurch bleibt zum einen die Stapelbarkeit der Container gewährleistet, die oftmals einfach aufeinander gestellt werden. Zum anderen können nach oben weisende Be- und Entlüftungsöffnungen leichter verschmutzen, als wenn diese Öffnungen seitlich angeordnet sind.

In konkreter Ausgestaltung wird der Ventildeckel von einer Ventilkappe übergriffen. Die Ventilkappe wird einfach auf den Ventildeckel aufgedrückt und mittels geeigneter Rastelemente hierdurch mit dem Ventildeckel verrastet. ie Ventilkappe weist Vor. und Rücksprünge auf, wobei die Rastelemente so angeordnet sind, dass bei bestimmungsgemäßer Verrastung der Ventilkappe, die Be- und Entlüftungsöffnungen von den Vorsprüngen übergriffen sind. Hierdurch ist ein Zusetzten oder eine Verschmutzung der Öffnungen und damit auch der in dem Behälter aufgenommen Flüssigkeit ausgeschlossen bzw. zumindest weitgehend vermieden.

Das Ventilgehäuse ist mit Vorteil so dimensioniert, dass mittels eines entsprechenden Außengewindes einfach in den Entleerungstutzen des Domdeckels eines IPC-Containers einschraubbar ist.

In vorteilhafter Ausgestaltung sind die Be- und Entlüftungsöffnungen des Ventils dabei so im Ventildeckel angeordnet, dass sie im Einbauzustand behälteraußenseitig angeordnet sind.

Üblicherweise wird das Ventilgehäuse in das Einfüllloch des Behälters eingeschraubt. Um dabei sicherzustellen, dass nicht nur der mit der Schlitzmembran und dem Labyrinth gas- und spritzwasserdicht verschlossene Strömungsweg versperrt ist, ist sicherheitshalber das Ventilgehäuse zusätzlich von einer Dichtung umschlossen, wobei die Dichtung das Ventilgehäuse gegenüber dem Innenumfang des Einfülllochs abdichtet.

Darüber hinaus sind auch Anwendungen denkbar, bei denen es nicht ausreicht, wenn die Flüssigkeit nur spritzwassergeschützt abgedichtet ist. Beispielsweise in Fällen von Havarien beim Transport ist es durchaus möglich, dass die IPC-Container umfallen und somit Flüssigkeitsdruck auf das Be- und Entlüftungsventil einwirkt. Einem derartigen Flüssigkeitsdruck kann eine Schlitzmembran üblicherweise nicht standhalten. Hierzu kann es sinnvoll sein, wenn zusätzlich oder alternativ zu der erwähnten Schlitzmembran ein oder mehrere flüssigkeitsdichte Sperrmittel im Strömungsweg angeordnet sind.

Hierbei kann es nun allerdings in vorteilhafter Ausgestaltung sinnvoll sein, zwei getrennte Strömungswege für die Be- und Entlüftung des Containers vorzusehen, wobei dann jedem Strömungsweg wenigstens ein flüssigkeitsdichtes Sperrmittel zugeordnet sein sollte.

In konkreter Ausgestaltung ist somit jedem Strömungsweg als Sperrmittel eine Absperrkugel oder wiederum eine nur unidirektional zu öffnenden Sperrmembran zugeordnet, wobei die Absperrkugeln mittels einer Druckfeder derart in den jeweiligen Strömungsweg gedrückt werden, dass dieser Strömungsweg flüssigkeitsdicht verschlossen ist. Je nach Strömungsweg sind die Druckfedern mit einander entgegengesetzter Kraftrichtung in dem betreffenden Strömungsweg angeordnet. Je nach Kraftrichtung der Druckfeder ist somit ein Einströmen bzw. ein Ausströmen von Flüssigkeit verhindert bzw. erst möglich, wenn der Strömungsdruck der jeweiligen Druckfeder übersteigt.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung nur schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen:

1: ein Be- und Entlüftungsventil in perspektivischer Darstellung,

2: das in 1 gezeigte Be- und Entlüftungsventil in einer Draufsicht,

3: das in den 1 und 2 gezeigte Be- und Entlüftungsventil in einer in 2 bezeichneten Querschnittansicht,

4: eine Draufsicht auf eine andere Ausführung eines Be- und Entlüftungsventils und

5: das in 4 gezeigte andere Be- und Entlüftungsventil in einer in 4 bezeichneten Schnittansicht.

Gemäß 1 umfasst das erfindungsgemäße Be- und Entlüftungsventil 1 zunächst eine Ventilkappe 2. Die Ventilkappe 2 übergreift ein Ventilgehäuse 3, das von einem Dichtungsring 4 umgegriffen ist.

Das Be- und Entlüftungsventil 1 kann mittels eines Einführkonus 5 in einen hier nicht weiter dargestellten Gewindestutzen eines Behälters, vorzugsweise des Doms eines IPC-Containers, mühelos eingeführt werden. Der Zwischenraum zwischen dem Ventilgehäuse 3 und der Behälteröffnungswandung wird mit dem Dichtungsring 4 strömungsdicht verschlossen.

Im Übrigen ist die Ventilkappe 2 außenseitig mit über den Außenumfang verteilten Vor- und Rücksprüngen 6 und 7 versehen, die einander abwechselnd über den Außenumfang der Ventilkappe 2 verteilt angeordnet sind. Durch die insoweit bewirkte Profilierung kann die Ventilkappe 2 leicht auf den Gewindestutzen einer Behälteröffnung gedreht und wieder gelöst werden. Der Außenumfang der Ventilkappe 2 weist somit einen äußeren, von den Vorsprüngen bezeichneten Außenumfang und einen inneren, von den Rücksprüngen 7 bestimmten Innenumfang auf. Über diesen Innenumfang verteilt sind Be- und Entlüftungsöffnungen 10 radial nach außen weisend in einem unter der Ventilkappe 2 liegenden Ventildeckel 12 angeordnet. Die Ventilkappe 2 wird auf den Ventildeckel 12 aufgesetzt und mittels entsprechender Ratselemente mit diesem verrrastet.

Die einem zu verschließenden Behälter abgewandte Oberfläche 11 der Ventilkappe 2 ist daher geschlossen, also frei von derartigen Öffnungen, ausgebildet.

Dies wird insbesondere auch in der Draufsicht auf die Ventilklappe 2 ersichtlich, die die geschlossene Oberfläche der in 1 in perspektivischer Darstellung gezeigten Ventilkappe 2 zeigt.

Gemäß der Schnittbezeichnung III-III entlang der in 2 eingezeichneten Schnittlinie zeigt 3 einen Querschnitt durch das in den vorangegangenen 1 und 2 gezeigte Ventil 1. Gemäß der Darstellung in 3 ist das Ventil 1 im Wesentlichen zweigeteilt. Es besteht aus dem bereits erwähnten Ventilgehäuse 3, das von dem Ventildeckel 12 übergriffen ist, der seinerseits oberseitig von der bereits erwähnten Ventilkappe 2 abgeschlossen ist. Der Ventildeckel 12 und die Ventilkappe 2 bilden in dem hier vorliegenden Ausführungsbeispiel also eine Einheit.

Zwischen dem Ventildeckel 12 und der Ventilgehäuse 3, die in dem Ausführungsbeispiel gemäß 3 miteinander verschraubt sind, aber selbstverständlich auch anderweitig miteinander verbunden sein könnten, ist in dem zwischen der Behälterinnen- und der Behälteraußenseite eröffneten Strömungsweg eine Schlitzmembran 13 konzentrisch eingespannt. Die Schlitzmembran 13 ist in ihrem zentralen Bereich mit einem mehr oder minder zentralen Schlitz versehen. Das eine Behälteröffnung verschließende Ventilgehäuse 3 ist mit einem oder mehreren Strömungskanälen 14 versehen, die zur Behälterinnenseite geöffnet sind. Die Strömungskanäle 14, 14' sind mit wenigstens einer Umlenkung 15, 15' versehen, bevor sie sich zu einem Ventildom 16 erweitern, der, wie bereits erwähnt wurde, von der Schlitzmembran 13 zumindest gasdicht verschlossen ist. Anstelle der einen Umlenkung 15 können die Strömungswege 14, 14' auch zu einem Labyrinth verschachtelt sein. Hierdurch kann der Schutz gegen etwa ausdringende Spritzflüssigkeit beträchtlich erhöht werden.

In Strömungsrichtung jenseits der Schlitzmembran 13 verzweigt sich der Ventildom 16 in radial nach außen weisende Be- und Entlüftungskanäle 17 und schließlich in die Be- und Entlüftungsöffnungen 10, die bereits in 1 dargestellt sind, münden.

Ebenfalls aus 3 ersichtlich, ist die Ventilklappe 2 mit einem den eigentlichen Ventildeckel 12 übergreifenden Gewindeflansch 20 versehen. Dieser Gewindeflansch 20 weist ein Innengewinde auf, so dass die Ventilklappe 2 unproblematisch mit dem entsprechenden Außengewinde eines Einfüllstützens des Behälters so verschraubt werden kann, dass der Behälter durch das Be- und Entlüftungsventil 1 spritzwassergeschützt und gasdicht verschlossen ist. Die Funktion des Be- und Entlüftungsventil 1 gemäß den 1 bis 3 wird nachstehend noch einmal kurz erläutert:

Das Be- und Entlüftungsventil 1 kann in einfacher Weise anstelle eines herkömmlichen Domdeckels auf die Behälteröffnung eines Behälters, also etwa eines IPC-Containers, aufgesetzt werden. Hierzu wird das Be- und Entlüftungsventil 1 in den herkömmlichen Domdeckel am Öffnungstutzen des Behälters geschraubt. Hierbei wird das Ventilgehäuse 3 in die Innenöffnung des Domdeckels des Containers eingeschraubt wobei eine das Ventilgehäuse 3 umschließende Dichtung 4 einen etwaigen Leckage-Kanal zwischen den hier nicht dargestellten Behälterstutzen und dem Ventilgehäuse 3 abdichtet. Anschließend ist lediglich noch der Strömungsweg über die Strömungskanäle 14, 14' durch den Dom 16 und die radial nach außen weisenden Be- und Entlüftungskanäle 17, 17' zur Behälteraußenseite hin eröffnet.

Dieser Strömungsweg ist, wie bereits erwähnt, durch die Schlitzmembran 13 gasdicht verschlossen. Sollte sich nun ein Druckgefälle von der Behälteraußenseite zur Behälterinnenseite oder umgekehrt aufbauen, so wird sich die Schlitzmembran 13 in Richtung des niedrigeren Drucks wölben. Hieraus folgt, dass die Schlitzmembran 13 sich eines etwa in Folge einer Erwärmung des Behälterinneren und des resultierenden Überdrucks im Behälterinneren nach außen wölbt oder dass beim Entleeren des Behälters ein Unterdruck auf der Behälterinnenseite entsteht, so dass sich die Schlitzmembran 13 zur Behälterinnenseite hin wölbt.

Aufgrund der Wölbung der Schlitzmembran 13 öffnet sich der Schlitz der Schlitzmembran 13, so dass dann ein Gasweg eröffnet ist. Durch diesen Gasweg kann dann das Druckgefälle ausgeglichen werden. Mit dem Abbau des Druckgefälles geht auch die Wölbung der Schlitzmembran 13 wieder zurück, so dass sich der Gasströmungsweg wieder verschließt.

Die ganze Zeit über ist aufgrund der im Ventilgehäuse 3 angeordneten Umlenkung 15 ein Spritzwasserschutz dahingehend gewährleistet, dass ein Herausschwappen der im Behälter aufgenommen Flüssigkeit, etwa beim Transport, weitgehend verunmöglicht bis ausgeschlossen ist. Je nach Verästelung des im Ventilgehäuses 3 angeordneten Labyrinths kann dieser Spritzwasserschutz mehr oder minder vollständig sein.

Sollte, aus welchen Gründen auch immer, dieser Spritzwasserschutz nicht ausreichen, ist es denkbar, in weiterer Ausgestaltung des Be- und Entlüftungsventils gemäß 4 in Verbindung mit 5 auch einen flüssigkeitsdichten Abschluss des Behälters zu leisten. Gemäß 4 ist ein alternatives Be- und Entlüftungsventil 31 dargestellt, dessen Ventilgehäuse 32 im Unterschied zu der vorangegangenen Ausführung mit zwei separaten Öffnungen versehen ist. Es handelt sich hierbei zum einen um eine Belüftungsöffnung 33, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel geöffnet ist, und eine Entlüftungsöffnung 34, die im vorliegenden Fall geschlossen ist. Gemäß 5 sind den Ent- und Belüftungsöffnungen 33, 34 auch getrennte Strömungskanäle 35, 36 zur Ent- und Belüftung zugeordnet. In beiden Fällen sind die Strömungskanäle 35, 36 mit strömungsdichten Sperrmitteln, hier den Absperrkugeln 37 bzw. 37' strömungsdicht verschließbar. Einer jeden Absperrkugel 37 bzw. 37' ist wiederum eine Druckfeder 38 bzw. 38' zugeordnet.

Alternativ kann auch in jedem der besagten Strömungskanäle 35, 36 dieser Ausführung je eine Sperrmembran vorgesehen sein, die mittels einer Druckfeder in einander entgegengesetzter Richtung verschlossen sind.

Die Druckfedern beider Ausführungen haben einander entgegengesetzte Kraftrichtungen, die jeweils dem Strömungsdruck eines etwa einströmenden bzw. dem Strömungsdruck eines etwa ausströmenden Gases entgegengesetzt sind. Sobald der Strömungsdruck des ein- oder ausströmenden Gases die Federkraft übersteigt, wird der Strömungsweg eröffnet.

Die Lösung gemäß den 4 und 5 hat den Vorteil, dass bis zu einem gewissen Flüssigkeitsdruck die durch die Absperrkugeln 37, 37' bewirkte Abdichtung auch flüssigkeitsdicht ausgebildet sein kann.

Im Rahmen der Erfindung sind selbstverständlich auch beliebige Kombinationen eines gas- und/oder flüssigkeitsdichten Gestaltung der Be- und Entlüftungsventile 1, 31 mit jeweils gemeinsamen oder getrennten Strömungswegen zur Be- und Entlüftung denkbar.

Vorstehend ist somit ein Be- und Entlüftungsventil 1, 31 beschrieben, mit dem Behälter einfach dadurch verschlossen werden können, dass eine herkömmliche Behälteröffnung mit dem Be- und Entlüftungsventil 1, 31 gas- und/oder flüssigkeitsdicht verschlossen wird. Das Be- und Entlüftungsventil 1, 31 sorgt dann im Falle eines Druckgefälles für den erforderlichen Druckausgleich.

1
Be- und Entlüftungsventil
2
Ventilkappe
3
Ventilgehäuse
4
Dichtungsring
5
Einführkonus
6
Vorsprung
7
Rücksprung
10
Be- und Entlüftungsöffnung
11
Deckeloberfläche
12
Ventildeckel
13
Schlitzmembran
14, 14'
Strömungskanal
15, 15'
Umlenkung des Strömungskanals
16
Dom
17, 17'
Be- und Entlüftungskanal
20
Ringflansch
31
anderes Be- und Entlüftungsventil
32
anderes Ventilgehäuse
33
Entlüftungsöffnung
34
Belüftungsöffnung
35
Entlüftungskanal
36
Belüftungskanal
37, 37'
Absperrkugel
38, 38'
Kraftfeder


Anspruch[de]
Ventil zur Be- und Entlüftung eines Behälters, insbesondere eines IPC-Containers, in dessen durchgehenden Strömungskanal (14, 14') eine diesen Strömungskanal (14, 14') bedarfsweise verschließende und eröffnende Schlitzmembran (13) eingebracht ist, wobei diese Schlitzmembran (13) sich je nach Druckgefälle zur Behälteraußen- oder Behälterinnenseite derart wölbt, dass sich der Schlitz der Schlitzmembran (13) hierbei jeweils öffnet und hierdurch ein Strömungsweg, vorzugsweise zum Gasdurchlass, eröffnet ist, bis das Druckgefälle zwischen Behälterinnen- und Behälteraußenseite zumindest nahezu vollständig abgebaut ist. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzmembran (13), mithin der Öffnungsdruck, des Ventils (1, 31) in Abhängigkeit von der Förderleistung einer zur Entleerung des Behälters eingesetzten Pumpe, vorzugsweise einer Fasspumpe, dimensioniert ist. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzmembran (13) aus Viton® gefertigt ist. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (1, 31) einen der Behälteraußenseite zugewandten Ventildeckel (12) und ein der Behälterinnenseite zugewandtes Ventilgehäuse (3) aufweist, wobei der Ventildeckel (12) und das Ventilgehäuse (3) unter Zwischenlage der besagten Schlitzmembran (13) miteinander verschraubt sind. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsweg des Ventils (1, 31) auf der der Behälterinnenseite zugewandten Seite der Schlitzmembran (13), vorzugsweise im Ventilgehäuse (3), wenigstens eine Umlenkung (15, 15'), vorzugsweise ein Labyrinth, aufweist. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsweg des Ventils (1, 31) auf der der Behälteraußenseite zugewandten Seite wenigstens ein radial nach außen weisender Strömungskanal (14, 14') ist, der jeweils in einer Be- und Entlüftungsöffnung (10, 33, 34) auf der Ventilaußenseite mündet. Ventil nach einem de vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventildeckel (12) von einer Ventilkappe (2, 32) übergriffen ist, wobei die Ventilkappe (2, 32) den Ventildeckel (12) mit einem Ringflansch (20) übergreift. Ventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringflansch (20) der Ventilkappe (2, 32) derart dimensioniert ist, dass der Ventildomdeckel (2, 32) anstelle eines Behälterdomdeckels auf den Gewindestutzens einer Haupteinführöffnung eines Behälters, vorzugsweise eines IPC-Containers, aufsetzbar und mit dieser verschraubbar ist. Ventil nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Be- und Entlüftungsöffnungen (10, 34, 35) des Ventils (1, 31) jeweils derart in der Ventilkappe (2, 32) angeordnet sind, dass sie im Einbauzustand behälteraußenseitig angeordnet sind. Ventil nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das im bestimmungsgemäßen Einbauzustand in das Einfüllloch des Behälters eingeschobene Ventilgehäuse (3) des Ventils (1, 31) von einem Dichtungsring (4) umgriffen ist. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsweg des Ventils (1, 31) zusätzlich oder alternativ zur Schlitzmembran (13) mittels einer oder mehrerer flüssigkeitsdichter Sperrmittel verschließbar ist, die sich, vorzugsweise selbsttätig, in Abhängigkeit des jeweils herrschenden Druckgefälles zwischen der Behälterinnen- und Behälteraußenseite öffnen oder schließen. Ventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Be- und Entlüftungsventil (1, 31) je einen Strömungsweg zum Belüften und Entlüften aufweist, wobei jedem Strömungsweg ein flüssigkeitsdichtes Sperrmittel zugeordnet ist. Ventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrmittel dann selbsttätig geöffnet werden, wenn aufgrund des Druckgefälles ein definierter Öffnungsdruck aufgebaut ist und infolgedessen eine mittels einer Druckfeder (38, 38') den jeweiligen Strömungsweg absperrende Absperrkugel (37, 37') oder Sperrmembran den Strömungsweg aufgrund der die Federkraft der Druckfeder (38, 38') übersteigenden Kraft freigibt, wobei die Druckfedern (38, 38') in den unterscheidbaren Strömungswegen zur Be- und Entlüftung mit jeweils entgegengeordneter Kraftrichtung gelagert sind. Ventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrmittel dann selbsttätig geöffnet werden, wenn aufgrund des Druckgefälles ein definierter Öffnungsdruck aufgebaut ist und infolgedessen eine den jeweiligen Strömungsweg absperrende Sperrmembran den Strömungsweg aufgrund der die Haltekraft der jeweiligen Sperrmembran übersteigenden Kraft freigibt, wobei die Sperrmembranen in den unterscheidbaren Strömungswegen zur Be- und Entlüftung mit jeweils entgegengeordneter Absperrrichtung ausgelegt sind.






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