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Dokumentenidentifikation DE102005038780A1 22.02.2007
Titel Linearverdichter, insbesondere Kältemittelverdichter
Anmelder Danfoss Compressors GmbH, 24939 Flensburg, DE
Erfinder Hansen, Poul Erik, Sydals, DK;
Thomsen, Jan, Aabenraa, DK;
Iversen, Frank Holm, Padborg, DK
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 17.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005038780
Offenlegungstag 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse F04B 39/00(2006.01)A, F, I, 20060505, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F04B 35/04(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird Linearverdichter, insbesondere ein Kältemittelverdichter, angegeben mit einem Gehäuse (2, 2') und einer Verdichtereinheit, die einen Verdichter mit einem Kolben und einem Zylinder und einem Kolben relativ zum Zylinder entlang einer Bewegungsachse antreibenden Linearmotor aufweist, wobei die Verdichtereinheit (30) über eine Federanordnung (7) mit dem Gehäuse (2) verbunden ist.
Man möchte eine platzsparende Lagerung der Verdichtereinheit (30) im Gehäuse erreichen, die eine gute Vibrationsdämpfung ermöglicht.
Hierzu ist vorgesehen, daß die Federanordnung eine in bezug auf die Bewegungsachse (50) in Umlaufrichtung gebogende Feder (6, 7) aufweist, die die Verdichtereinheit (3-5) zumindest auf einem Teil ihres Umfangs umgibt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Linearverdichter, insbesondere einen Kältemittelverdichter, mit einem Gehäuse und einer Verdichtereinheit, die einen Verdichter mit einem Kolben und einem Zylinder und einen den Kolben relativ zum Zylinder entlang einer Bewegungsachse antreibenden Linearmotor aufweist, wobei die Verdichtereinheit über eine Federanordnung mit dem Gehäuse verbunden ist.

Der hin und her bewegte Kolben verursacht im Betrieb Schwingungen in der Verdichtereinheit, die man vom Gehäuse entkoppeln möchte, um die Geräuschbildung außerhalb des Gehäuses klein zu halten.

Es ist daher aus US 6 881 042 B2 bekannt, bei einem Linearverdichter die Verdichtereinheit über mehrere Schraubenfedern auf dem Boden des Gehäuses abzustützen. Die Schraubenfedern bewirken eine schwingungsmäßige Entkopplung zwischen der Verdichtereinheit und dem Gehäuse, so daß außerhalb des Gehäuses von den Schwingungen nur noch wenig zu spüren ist.

Allerdings benötigen solche Schraubenfedern relativ viel Bauraum zwischen dem Gehäuse und der Verdichtereinheit, so daß sich die Baugröße des Gehäuses zwangsläufig vergrößert. Wenn ein derartiger Verdichter als Kältemittelverdichter in einem Haushaltskühlgerät, beispielsweise einem Kühl- oder Gefrierschrank, eingesetzt wird, dann steht der von dem Gehäuse benötigte Platz nicht mehr für Volumen zur Verfügung, in das man zu kühlendes Gut einlegen kann. Darüber hinaus haben Schraubenfedern den Nachteil, daß sie quer zu ihrer Schraubenachse nur eine relativ schlechte Dämpfung bewirken können. Dies ist aber genau die Richtung, in der der hin und her bewegbare Kolben Schwingungen verursacht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine platzsparende Lagerung der Verdichtereinheit im Gehäuse anzugeben, die eine gute Vibrationsdämpfung ermöglicht.

Diese Aufgabe wird bei einem Linearverdichter der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Federanordnung eine in bezug auf die Bewegungsachse in Umlaufrichtung gebogene Feder aufweist, die die Verdichtereinheit zumindest auf einem Teil ihres Umfangs umgibt.

Eine derartige Feder hat in Richtungen, die in der Ebene ihrer Biegung liegen, eine relativ hohe Steifigkeit. Diese Richtungen stimmen mit dem Querschnitt der Verdichtereinheit im wesentlichen überein. Dementsprechend ist die Gefahr gering, daß sich die Feder in eine Richtung zu stark verformt, in der die Verdichtereinheit an der Innenseite des Gehäuses anschlagen könnte. Bei gegebenen Kräften ergibt sich in diese Richtung nämlich aufgrund der Steifigkeit der Feder nur eine sehr geringe Auslenkungen. In einer Richtung senkrecht dazu, die parallel zur Bewegungsachse des Kolbens liegt, hat die Feder jedoch eine sehr weiche Charakteristik, also eine geringere Steifigkeit oder eine geringe Federkonstante, so daß die Schwingungen der Verdichtereinheit gut aufgenommen werden können, ohne sie an das Gehäuse zu übertragen. Dies ist aber genau die Richtung, in der auch die Schwingungen erzeugt werden. Die höhere Steifigkeit der Feder besteht in x- und y-Richtung, wobei diese Richtungen den Querschnitt der Verdichtereinheit aufspannen, während die Steifigkeit in z-Richtung, d.h. der Richtung der Bewegungsachse, klein ist. Üblicherweise wird ein derartiger Linearverdichter in einer horizontalen Ausrichtung betrieben, also mit einer horizontalen Bewegungsachse. In diesem Fall zeigt die Feder eine hohe Steifigkeit in vertikaler Richtung, also auch entgegen der Gewichtskraft, jedoch eine geringe Steifigkeit in Richtung der Bewegungsachse.

Hierbei ist bevorzugt, daß die Feder als ebene Ringfeder ausgebildet ist. Eine derartige Feder läßt sich sehr einfach herstellen. Sie ist kostengünstig und zeigt ausreichend gute Eigenschaften. Der Begriff "eben" ist hier nicht im geometrisch strengen Sinn zu verstehen. Insbesondere an den Enden kann die Ringfeder etwas aus ihrer Ebene heraus verformt sein.

Hierbei ist bevorzugt, daß ein erstes Ende der Feder mit dem Gehäuse und ein zweites Ende der Feder mit der Verdichtereinheit verbunden ist. Die Feder kann mit dem Gehäuse und der Verdichtereinheit beispielsweise verschweißt sein. Damit wird die komplette Länge der Feder ausgenutzt.

Hierbei ist bevorzugt, daß das erste Ende und das zweite Ende bezogen auf die Bewegungsachse radial zueinander versetzt sind. Die beiden Enden kollidieren also nicht. Dementsprechend läßt die Feder eine Schwingung der Verdichtereinheit entlang der Bewegungsachse zu. Es wird auch sichergestellt, daß die Verdichtereinheit einen ausreichenden Abstand zum Gehäuse hat.

Es ist von Vorteil, wenn die Feder als Spirale mit einer Windung ausgebildet ist. Die Feder umgibt also die Verdichtereinheit etwa über ihren gesamten Umfang. Dies hat den Vorteil, daß man die Befestigungspunkte der Feder an der Verdichtereinheit und am Gehäuse praktisch auf einem Radialstrahl anordnen kann. Dies ergibt eine günstige Konstruktion.

Hierbei ist bevorzugt, daß die Feder in Schwerkraftrichtung oben mit dem Gehäuse und mit der Verdichtereinheit verbunden ist. Die Verdichtereinheit ist also im Gehäuse aufgehängt. In dieser Richtung besitzt die Feder die größte Steifigkeit.

Vorzugsweise ist die Feder an der Verdichtereinheit in einem Bereich einer Durchmesserverringerung angeordnet. Damit läßt sich der zur Verfügung stehende Raum innerhalb des Gehäuses noch besser ausnutzen. Die Verdichtereinheit kann durchaus einen kleineren Abstand zum Gehäuse aufweisen, als dies möglich wäre, wenn die Feder überall zwischen der Verdichtereinheit und dem Gehäuse hineinpassen müßte.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Feder an einem Tragring befestigt ist, der in das Gehäuse eingesetzt ist. In diesem Fall wird die Montage einfacher. Man kann die Feder am Tragring und an der Verdichtereinheit befestigen und dann die Verdichtereinheit, die mit dem Tragring versehen ist, in das Gehäuse einschieben. Der Tragring wird dann mit dem Gehäuse verbunden.

Hierbei ist bevorzugt, daß die Feder axial am Tragring und/oder an der Verdichtereinheit befestigt ist. In diesem Fall ist es sinnvoll, zumindest die Endabschnitte der Feder etwas axial aus der Ebene der Feder herauszuformen. Wenn die Feder eine größere Breite als Dicke hat, steht für die Befestigung eine größere Fläche zur Verfügung. Man kann bei der Befestigung der Feder axiale Kräfte verwenden, was insbesondere bei einer Schweißverbindung von Vorteil ist.

Vorzugsweise weist der Tragring einen axialen Vorsprung auf, der an der Innenseite des Gehäuses anliegt. Der axiale Vorsprung erhöht die Stabilität des Gehäuses.

Vorzugsweise ist der Vorsprung als umlaufender Vorsprung ausgebildet. In diesem Fall wird das Gehäuse auf seinem gesamten Umfang ausgesteift.

Vorzugsweise weist die Federanordnung mindestens zwei gebogene Federn auf, die bezogen auf die Bewegungsachse einen axialen Abstand zueinander aufweisen. In diesem Fall wird die Verdichtereinheit noch besser abgestützt. Sie kann also nicht um eine horizontale Achse kippen.

Hierbei ist bevorzugt, daß die Federn entgegengesetzte Umlaufrichtungen aufweisen. Dadurch werden eventuell auftretende Torsionsbewegungen gedämpft.

Vorzugsweise weist die Feder einen rechteckigen Querschnitt auf, wobei ein Verhältnis von radialer Erstreckung b zu axialer Erstreckung t bezogen auf die Bewegungsachse mindestens 2:1 beträgt. Es hat sich herausgestellt, daß die Steifigkeit einer derartigen Feder in vertikaler Richtung groß genug ist, in axialer Richtung aber klein genug.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:

1 einen schematischen Längsschnitt durch einen Linearverdichter,

2 einen Schnitt II-II nach 1,

3 eine perspektivische Darstellung einer Feder,

4 einen schematischen Längsschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform eines Linearverdichters,

5 einen Schnitt A-A nach 4,

6 einen Schnitt B-B nach 4 und

7 eine perspektivische Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform der Feder.

1 zeigt einen Linearverdichter 1, der in einer hermetisch geschlossenen Kapsel 2, 2' angeordnet ist.

Der Linearverdichter 1 weist einen Verdichterabschnitt 3, einen Antriebsabschnitt 4 und eine Resonanzfederanordnung 5 auf. Die aus Verdichterabschnitt 3, Antriebsabschnitt 4 und Resonanzfederanordnung 5 gebildete Einheit ist über zwei ebene Ringfedern 6, 7, die jeweils als Spirale mit einer Windung ausgebildet sind, in der Kapsel 2 aufgehängt. Die Ringfedern 6, 7 sind dabei am Antriebsabschnitt 4 befestigt.

Der Verdichterabschnitt 3 weist einen Zylinder 8 auf, dessen eine Stirnseite von einem Zylinderkopf 9 abgedeckt ist. Zylinder 8 und Zylinderkopf 9 sind durch eine Kapsel 10 nach Art einer Patrone zusammengefaßt. Am Zylinderkopf 9 ist ein Saugschalldämpfer 11 und ein Druckschalldämpfer 12 befestigt. Der Saugschalldämpfer 11 steht mit einer Saugöffnung 13 und der Druckschalldämpfer 12 steht mit einer Drucköffnung 14 im Zylinderkopf in Verbindung.

Die Kapsel 10 ist in einen Zwischenring 15 eingesetzt, der mit dem Antriebsabschnitt 4 verbunden ist. Bei der Montage läßt sich die Kapsel 10 und damit der Zylinder 8 in Axialrichtung des Zylinders relativ zum Zwischenring 15 in gewissen Grenzen verschieben. Wenn eine vorbestimmte Position des Zylinders relativ zum Antriebsabschnitt 4 erreicht ist, wird die Kapsel 10 im Zwischenring 15 befestigt, beispielsweise durch Schweißen, Löten oder Kleben.

Im Zylinder 8 ist ein Kolben 16 angeordnet, der gemeinsam mit dem Zylinder 8 und dem Zylinderkopf 9 einen Verdichtungsraum 17 begrenzt.

Der Antriebsabschnitt 4 weist einen Linearmotor auf. Der Linearmotor weist einen Außenstator 18 mit einer Ausnehmung 19 für eine nicht näher dargestellte Wicklung und einen Innenstator 20 auf. Zwischen dem Außenstator 18 und dem Innenstator 20 befindet sich ein Ringspalt 21, indem ein Anker 22 bewegbar ist. Der Anker trägt Permanentmagnete 23, die durch zwei Ringe 24, 25 miteinander verbunden sind. Die Ringe 24, 25 können beispielsweise aus Kunststoff gebildet sein. Die Ringe 24, 25 sind mit Innenringen 26, 27 verbunden und zwar über nicht näher dargestellte Arme, die durch Schlitze im Innenstator 20 geführt sind.

Die Innenringe 26, 27 sind mit einer Kolbenstange 28 verbunden, die wiederum mit dem Kolben 16 verbunden ist.

Der Außenstator 18 und der Innenstator 20 sind durch Motordeckel 29, 30 miteinander verbunden, die durch Schraubbolzen 31 gegeneinander verspannt sind. Die Schraubbolzen sind dabei parallel zur Bewegungsrichtung der Kolbenstange 28 geführt.

Der Zwischenring 15 ist mit dem zylinderseitigen Motordeckel 30 verbunden, beispielsweise durch Schweißen, Kleben oder Löten.

Die Resonanzfederanordnung 5, die an einem dem Verdichterabschnitt 3 gegenüberliegenden Ende des Antriebsabschnitts 4 angeordnet ist, weist ein Federpaket 32 aus mehreren Blattfedern 33 auf. Das Federpakete 32 ist in einem mittleren Bereich 34 mit der Kolbenstange 28 verbunden. Ein Außenabschnitt 35 des Federpakets 32 ist über Bolzen 36 mit einem Anschlaggehäuse 37 verbunden, das einen Anschlag für das Federpaket 32 bildet.

Die Kolbenstange 28 ist an ihrem aus dem Federpaket 32 herausstehenden Ende mit einer Ölpumpenanordnung 38 verbunden, die in einen nicht näher dargestellten Ölsumpf eintaucht, der sich im unteren Teil der Kapsel 2 bildet.

Wenn die in der Ausnehmung 19 angeordnete Wicklung mit Strom beschickt wird, dann bewegt sich der Anker 22 in eine Richtung und nimmt dabei die Kolbenstange 28 in diese Richtung mit. Wird die Richtung des Stromes umgedreht, bewegt sich der Anker 22 mit der Kolbenstange 28 in die entgegengesetzte Richtung und bewegt dementsprechend auch den Kolben 16 in die entgegengesetzte Richtung. Dabei wird das Volumen des Verdichtungsraums 17periodisch vergrößert und verkleinert. Die Resonanzfederanordnung 5 ist auf die Frequenz des Stromes abgestimmt, so daß der bewegliche Teil des Linearverdichters 1, der durch den Anker 22, die Kolbenstange 28, den Kolben 16, die Ölpumpenanordnung 38 und den bewegten Teil der Resonanzfederanordnung 5 gebildet ist in Resonanz schwingt.

Der Kolben 16 und der Anker 22 bewegen sich im Betrieb entlang einer Bewegungsachse 50. Als Reaktion darauf wird auch der an sich feststehende Teil der Verdichtereinheit, nämlich der Außenstator 18, der Innenstator 20, die Motordeckel 29, 30, der Zylinder 8 mit der Kapsel 10 und die beiden Schalldämpfer 11, 12, entlang der Bewegungsachse 50 schwingen. Diese Schwingung hat zwar eine geringere Amplitude als die Schwingung von Kolben 8 und Anker 22, weil die Masse dieses Teils größer ist als die Masse des bewegten Teils mit Kolben 16 und Anker 22. Sie ist jedoch gleichwohl merklich. Dementsprechend muß man verhindern, daß die Schwingung entlang der Bewegungsachse 50 auf das Gehäuse 2 übertragen wird. Auf jeden Fall müssen Schwingungen entlang der Bewegungsachse 50 stark gedämpft werden.

Senkrecht zur Bewegungsachse 50, also in einer Richtung 51 und der dadurch aufgespannten Ebene, ist die. Gefahr von Schwingungen wesentlich geringer. Hier möchte man die Verdichtereinheit mit einem möglichst geringen Zwischenraum zum Gehäuse 2 anordnen, um die Baugröße des Gehäuses 2 klein zu halten.

Um diese Forderungen zu erfüllen, verwendet man zur Aufhängung der Verdichtereinheit im Gehäuse 2 die beiden Ringfedern 6, 7, die anhand der 2 und 3 näher erläutert werden sollen. Die 2 und 3 zeigen die Ringfeder 7. Die andere Ringfeder 6 ist identisch ausgebildet, aber mit anderer Umlaufrichtung im Gehäuse 2 montiert.

Gleiche Elemente sind mit den gleichen Bezugszeichen wie in 1 gekennzeichnet.

2 zeigt die Einbausituation der Ringfeder 7, die an ihrem oberen Ende über eine Schweißverbindung 52 mit der Innenwand der Kapsel 2 und an ihrem unteren Ende mit dem Zwischenring 15 über eine Schweißverbindung 53 verbunden ist. Die andere Ringfeder 6 ist hingegen direkt mit dem Motordeckel 29 verbunden, und zwar dort, wo der Motordeckel 29 einen Durchmesser hat, der kleiner ist als der Außendurchmesser des Außenstators 18.

Die Ringfeder 7 ist als Spirale mit einer Windung ausgebildet, die sich über einen Winkel von etwas mehr als 360° erstreckt. Die Ringfeder 7 ist aus einem flachen Federstahl gebildet, dessen Dicke, d.h. die Erstreckung t in Axialrichtung, kleiner ist als die Breite, d.h. die Erstreckung b in radialer Richtung. Das Verhältnis b:t beträgt 2:1.

Dies hat zur Folge, daß die Ringfeder 7 in radialer Richtung, z.B. in vertikaler Richtung 51, eine wesentlich größere Steifigkeit aufweist als in Richtung der Bewegungsachse 50. Dementsprechend ist eine Bewegung der Verdichtereinheit 3, 4, 5 entlang der Bewegungsachse 50 möglich, eine größere Bewegung in radialer Richtung 51 wird hingegen durch die Ringfedern 6, 7 zuverlässig unterbunden. Damit wird ein Anschlagen der Verdichtereinheit 3-5 an der Innenseite der Kapsel 2 verhindert. Da die Verdichtereinheit 3-5 entlang der Bewegungsachse 50 relativ frei schwingen kann, ohne an der Kapsel 2 anzuschlagen, wird die Schwingung nur geringfügig auf die Kapsel 2 übertragen.

Die Verdichtereinheit 3-5 ist durch die beiden Ringfedern 6, 7 an zwei in Richtung der Bewegungsachse 50 mit Abstand voneinander angeordneten Positionen mit der Kapsel 2 verbunden. Dies hat zur Folge, daß die Verdichtereinheit 3-5 gegenüber der Kapsel 2 nicht kippen kann.

Die beiden Ringfedern 6, 7 sind mit entgegengesetzter Orientierung oder Drehrichtung in der Kapsel 2 montiert. Dies wirkt Torsionsmomenten entgegen, die möglicherweise in der Verdichtereinheit 3-5 auftreten könnten.

Die Verdichtereinheit 3-5 ist in der Kapsel 2 regelrecht aufgehängt, d.h. die Schweißverbindung 52 ist etwa an der obersten Position an der Innenwand der Kapsel 2 vorgesehen. In gleicher Weise ist die Schweißverbindung 53 vertikal oben am Motordeckel 29 beziehungsweise am Zwischenring 15 vorgesehen.

Die beiden Enden 54, 55 der Ringfeder 7 sind in radialer Richtung gegeneinander versetzt. Das bedeutet, daß sie auch dann, wenn sie sich in Umfangsrichtung etwas überlappen, nicht kollidieren, wenn die Verdichtereinheit 3-5 entlang der Bewegungsachse 50 schwingt.

Man kann natürlich auch eine Ringfeder 6, 7 verwenden, deren Länge mehr als 360° beträgt. Eine längere Spirale ergibt eine noch weichere Charakteristik entlang der Bewegungsachse 50. Allerdings ist dabei möglicherweise mehr Bauraum in vertikaler Richtung erforderlich.

Der Querschnitt der Ringfeder 6, 7 kann auch rund, quadratisch oder auf andere Weise ausgebildet sein.

Bei einem Ausführungsbeispiel, bei dem die Ringfeder mit einer einzelnen Windung und einem rechtwinkligen Querschnitt, dessen Breite b = 3 mm und dessen Dicke t = 1,5 mm war und bei der der größte Durchmesser D = 85 mm war, konnte eine Auslenkung der Verdichtereinheit 3-5 entlang der Bewegungsachse 50 von ± 1 mm auf einer Auslenkung der Kapsel von wenigen &mgr;m gedämpft werden. Eine derartige Schwingung macht sich nicht mehr störend bemerkbar.

4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform eines Linearverdichters 1, bei der gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind.

Die Kapsel weist nun einen mittleren Abschnitt 2a, eine den Verdichterabschnitt 3 umgebende Kappe 2b und eine die Resonanzfederanordnung 5 umgebende Kappe 2c auf.

Die Ringfedern 6, 7 sind, wie dies aus 7 zu erkennen ist, nach wie vor im wesentlichen eben ausgebildet. Allerdings ist der erste Endabschnitt 54 geringfügig in eine axiale Richtung und der zweite Endabschnitt 55 geringfügig in die andere axiale Richtung verformt. Die beiden Endabschnitte 54, 55 weisen also nicht nur in radialer Richtung, sondern auch in axialer Richtung einen kleinen Abstand zueinander auf.

Mit dieser Ausgestaltung der Ringfedern 6, 7 ist es möglich, die Ringfedern 6, 7 an Tragringen 56, 57 zu befestigen, und zwar in axialer Richtung, d.h. man kann die beiden Endabschnitte 54, 55 jeweils mit ihrer axialen Stirnseite an den Tragringen 56, 57 und an den Motordeckeln 29, 30 befestigen.

Jeder Tragring 56, 57 weist einen umlaufenden Flansch 58, 59 auf. Man kann nun die Ringfedern 6, 7 auch stirnseitig an dem Antriebsabschnitt 4 befestigen, beispielsweise dort festschweißen. Da die Ringfedern 6, 7 in radialer Richtung über den Antriebsabschnitt 4 überstehen, kann man die Ringfedern 6, 7 danach problemlos an den Tragringen 56, 57 befestigen, beispielsweise ebenfalls durch Schweißen. Danach läßt sich die komplette Einheit aus Verdichterabschnitt 3, Antriebsabschnitt 4 und Resonanzfederanordnung 5 mit den Tragringen 56, 57 in den mittleren Abschnitt 2a des Gehäuses einschieben und dort befestigen. Die Befestigung kann beispielsweise gleichzeitig mit dem Befestigen der beiden Kappen 2b, 2c mit dem mittleren Abschnitt 2a erfolgen, beispielsweise durch Schweißen. Die umlaufenden Vorsprünge 58, 59 dienen in vorteilhafter Weise dazu, die Stabilität der Kapsel insgesamt zu erhöhen.

Unten an dem Gehäuse 2 sind außerdem Gummielemente 60, 61 zu erkennen, mit denen der horizontal angeordnete Linearverdichter 1 auf einer nicht näher dargestellten Unterlage abgestellt werden kann.


Anspruch[de]
Linearverdichter, insbesondere Kältemittelverdichter, mit einem Gehäuse und einer Verdichtereinheit, die einen Verdichter mit einem Kolben und einem Zylinder und einen den Kolben relativ zum Zylinder entlang einer Bewegungsachse antreibenden Linearmotor aufweist, wobei die Verdichtereinheit über eine Federanordnung mit dem Gehäuse verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Federanordnung eine in bezug auf die Bewegungsachse (50) in Umlaufrichtung gebogene Feder (6, 7) aufweist, die die Verdichtereinheit (3-5) zumindest auf einem Teil ihres Umfangs umgibt. Linearverdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (6, 7) als ebene Ringfeder ausgebildet ist. Linearverdichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Ende (54) der Feder (6, 7) mit dem Gehäuse (2) und ein zweites Ende (55) der Feder (6, 7) mit der Verdichtereinheit (3-5) verbunden ist. Linearverdichter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Ende (54) und das zweite Ende (55) bezogen auf die Bewegungsachse (50) radial zueinander versetzt sind. Linearverdichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (6, 7) als Spirale mit einer Windung ausgebildet ist. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (6, 7) in Schwerkraftrichtung oben mit dem Gehäuse (2) und mit der Verdichtereinheit (3-5) verbunden ist. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (6, 7) an der Verdichtereinheit (3-5) in einem Bereich einer Durchmesserverringerung angeordnet ist. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (6, 7) an einem Tragring befestigt ist, der in das Gehäuse (2) eingesetzt ist. Linearverdichter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (6, 7) axial am Tragring und/oder an der Verdichtereinheit (30) befestigt ist. Linearverdichter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragring einen axialen Vorsprung aufweist, der an der Innenseite des Gehäuses (2) anliegt. Linearverdichter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung als umlaufender Vorsprung ausgebildet ist. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Federanordnung mindestens zwei gebogene Federn (6, 7) aufweist, die bezogen auf die Bewegungsachse (50) einen axialen Abstand zueinander aufweisen. Linearverdichter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (6, 8) entgegengesetzte Umlaufrichtungen aufweisen. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (6-7) einen rechteckigen Querschnitt aufweist, wobei ein Verhältnis von radialer Erstreckung b zu axialer Erstreckung t bezogen auf die Bewegungsachse (50) mindestens 2:1 beträgt.






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