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Dokumentenidentifikation DE102005038785A1 22.02.2007
Titel Linearverdichter, insbesondere Kältemittelverdichter
Anmelder Danfoss Compressors GmbH, 24939 Flensburg, DE
Erfinder Hansen, Poul Erik, Sydals, DK;
Reinwand, Klaus, 24955 Harrislee, DE;
Thomsen, Jan, Aabenraa, DK
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 17.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005038785
Offenlegungstag 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse F04B 35/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird ein Linearverdichter (1), insbesondere Kältemittelverdichter, angegeben mit einer Verdichtereinheit (3), die einen Zylinder (8) und einen darin hin und her bewegbaren Kolben (16) aufweist, und einem Linearmotor (4), der einen Außenstator (18), einen Innenstator (20) und einen Anker (22), der in einem zwischen Außenstator (18) und Innenstator (20) gebildeten Spalt (21) angeordnet ist, aufweist, wobei der Anker (22) über eine Kolbenstange (28) mit dem Kolben (16) verbunden ist.
Man möchte einen derartigen Linearverdichter bei einfachem Aufbau mit möglichst geringer Baugröße ausbilden.
Hierzu ist vorgesehen, daß der Anker (22) mit der Kolbenstange (28) innerhalb der axialen Länge des Innenstators (20) verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Linearverdichter, insbesondere Kältemittelverdichter, mit einer Verdichtereinheit, die einen Zylinder und einen darin hin und her bewegbaren Kolben aufweist, und einem Linearmotor, der einen Außenstator, einen Innenstator und einen Anker, der in einem zwischen Außenstator und Innenstator gebildeten Spalt angeordnet ist, aufweist, wobei der Anker über eine Kolbenstange mit dem Kolben verbunden ist.

Ein derartiger Linearverdichter ist beispielsweise aus US 6 565 332 B2 bekannt. Der Zylinder ist dabei radial innerhalb des Innenstators angeordnet. Der zwischen Innenstator und Außenstator bewegliche Anker, der Permanentmagnete aufweist, ist über eine radiale Flanschvorrichtung mit der Kolbenstange verbunden, die die Bewegung des Ankers auf den Kolben überträgt. Die Flanschvorrichtung befindet sich axial zwischen dem Motor und einer Resonanzfederanordnung.

Ein ähnlicher Linearverdichter ist aus US 6 793 470 B2 bekannt. Hier ist der Anker nicht über eine Kolbenstange, sondern über Art Zylinderrohr, das annähernd den gleichen Außendurchmesser wie der Kolben hat, mit dem Kolben verbunden. Auch hier bewegt sich der Kolben innerhalb des Innenstators, was dazu führt, daß der Stator und damit der Linearmotor einen relativ großen Durchmesser haben muß. Üblicherweise wird ein derartiger Linearverdichter liegend betrieben. Dies bedeutet, daß der Linearverdichter aufgrund des großen Durchmessers des Linearmotors eine relativ große Bauhöhe aufweist. Wenn der Linearverdichter als Kältemittelverdichter in einem Haushaltskühlgerät, beispielsweise einem Kühlschrank oder Gefrierschrank, eingesetzt ist, dann mindert die Bauhöhe den für einen Kühlraum zur Verfügung stehenden Platz.

US 5 772 410 zeigt einen anderen Linearverdichter, bei dem der Zylinder in axialer Verlängerung des Motors angeordnet ist. Hier ist der Innenstator innerhalb des Kolbens angeordnet und der Anker direkt mit der dem Zylinderkopf abgewandten Seite des Kolbens verbunden. Dies ermöglicht eine relativ kompakte Baugröße, erfordert aber eine relativ aufwendige Herstellung und Ausrichtung der einzelnen Teile zueinander, da sowohl der Anker als auch der Innenstator nur mit jeweils einem Ende am Kolben beziehungsweise an einem Träger befestigt werden können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Linearverdichter bei einfachem Aufbau mit möglichst geringer Baugröße auszubilden.

Diese Aufgabe wird bei einem Linearverdichter der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Anker mit der Kolbenstange innerhalb der axialen Länge des Innenstators verbunden ist.

Man führt also eine Verbindung zwischen dem Anker und der Kolbenstange durch den Innenstator hindurch. Damit benötigt man nicht mehr eine axial außerhalb des Motors befindliche Anordnung, über die der Anker mit der Kolbenstange verbunden wird. Damit ergibt sich eine relativ kurze Bauform, die den benötigten Bauraum für den Verdichter reduziert. Dies erlaubt es zum Beispiel in einem Haushaltskühlgerät mit vorgebenden Abmessungen, den für den Kühlraum zur Verfügung stehenden Raum zu vergrößern.

Vorzugsweise ist die Verdichtereinheit axial außerhalb des Linearmotors angeordnet. Damit kann der Durchmesser des Motors und damit die Bauhöhe eines horizontal angeordneten Verdichters klein gehalten werden. Bei einem Haushaltskühlgerät steht üblicherweise in der Breitenrichtung ein ausreichender Raum zur Verfügung. Der Verdichter kann also eine relativ große axiale Länge aufweisen, wenn dies zur Folge hat, daß sein Durchmesser und damit seine Bauhöhe verringert wird.

Bevorzugterweise ist die Kolbenstange durch die gesamte axiale Länge des Linearmotors hindurchgeführt, wobei an einem der Verdichtereinheit abgewandten Seite des Linearmotors eine Resonanzfederanordnung angeordnet ist. Die Resonanzfederanordnung weist eine Resonanzfrequenz auf, die auf die Betriebsfrequenz des Linearmotors abgestimmt ist. Diese Betriebsfrequenz wird durch die Frequenz des speisenden Stroms bestimmt. Wenn der Linearverdichter im Resonanzbereich der Resonanzfederanordnung betrieben wird, dann kommt er mit weniger Energie aus. Da man nun die Kolbenstange verwenden kann, um die Resonanzfederanordnung mit dem Kolben zu verbinden, kann die Resonanzfederanordnung auf der der Verdichtereinheit gegenüberliegenden Seite des Linearmotors angeordnet sein. Diese Entkopplung vereinfacht die Konstruktion. Die Resonanzfederanordnung kommt nicht in Konflikt mit der Bewegung des Kolbens.

Vorzugsweise ist die Kolbenstange durch den Kolben und die Resonanzfederanordnung geführt. Die Kolbenstange weist also mit dem Linearmotor keine Berührungsstellen auf. Damit kann die Kolbenstange auch den Anker so festhalten, daß er praktisch berührungsfrei durch den Spalt zwischen Innenstator und Außenstator geführt wird.

Bevorzugterweise ist der Zylinder während einer Montage gegenüber dem Außenstator verlagerbar. Bei einem Kolbenverdichter ist es von einer gewissen Wichtigkeit, daß der durch den Kolben und den Zylinder gebildete Verdichtungsraum im oberen Totpunkt des Kolbens einen minimalen Wert annimmt. Man kann nun bei der Montage den Kolben in seinen oberen Totpunkt einstellen und dann den Zylinder gegenüber dem Außenstator und damit auch gegenüber dem Kolben so verlagern, daß der Verdichtungsraum den kleinsten zulässigen Wert annimmt. Beispielsweise kann man den Zylinder in einem rohrförmigen Zwischenstück verschieben. Wenn die gewünschte Position erreicht ist, dann wird der Zylinder in dem Zwischenstück fixiert, beispielsweise durch Schweißen, Löten oder Kleben.

Bevorzugterweise sind der Anker und die Kolbenstange über mindestens ein Verbindungselement miteinander verbunden, das durch mindestens zwei Schlitze im Innenstator geführt ist. Damit sind der Anker und die Kolbenstange in Umfangsrichtung an zwei Orten miteinander verbunden, was die Stabilität der aus Kolbenstange und Anker gebildeten Einheit steigert. Die Schlitze im Innenstator sind für das magnetische Verhalten des Stators insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Im Innenstator verläuft das Magnetfeld überwiegend in axialer Richtung, nicht jedoch in Umfangsrichtung, so daß das Magnetfeld durch die axial verlaufenden Schlitze nicht weiter gestört wird.

Hierbei ist bevorzugt, daß die Schlitze über die axiale Länge des Innenstators durchgehend ausgebildet sind. Man kann den Innenstator also durch mehrere Segmente zusammensetzen. Dies vereinfacht die Konstruktion.

Bevorzugterweise weist daß das Verbindungselement einen Innenring auf, der mit der Kolbenstange verbunden ist. Der Innenring stellt also die radiale Positionierung des Verbindungselements gegenüber der Kolbenstange sicher.

Hierbei ist bevorzugt, daß der Innenring unter einem vorbestimmten Druck an einer umlaufenden Anlagefläche der Kolbenstange anliegt. Damit stellt der Innenring auch die axiale Positionierung des Verbindungselements zur Kolbenstange und damit die relative Position von Kolbenstange und Anker zueinander sicher.

Vorzugsweise weist das Verbindungselement einen Außenring auf, der mit dem Anker verbunden ist. Der Anker wird bei dieser Ausgestaltung ringförmig gehalten, so daß auch seine radiale Position gegenüber der Kolbenstange sichergestellt ist.

Vorzugsweise sind der Innenring und der Außenring über mindestens zwei radial verlaufende Arme miteinander verbunden. Diese Arme können durch die Schlitze im Innenstator geführt sein. Sie erstrecken sich vorzugsweise radial.

Bevorzugterweise ist der Anker durch eine zylinderrohrförmige Permanentmagnetanordnung gebildet, deren Längsachse mit der Achse der Kolbenstange zusammenfällt. Die Permanentmagnete, die die Permanentmagnetanordnung bilden, sind dabei radial magnetisiert, d.h. sie weisen an ihrer radialen Außenseite alle die gleiche magnetische Polarität auf. Diese Permanentmagnetanordnung kann dann in einfacher Weise durch den Außenring zusammengehalten werden.

Vorzugsweise ist die Kolbenstange an mindestens zwei Positionen, die in Axialrichtung einen Abstand aufweisen, mit dem Anker verbunden. Damit wird sichergestellt, daß der Anker gegenüber der Kolbenstange und umgekehrt nicht kippen kann. Man kann die Zuordnung von Anker und Stator sehr genau beibehalten, was günstige Betriebsparameter ergibt. Insbesondere kann der Spalt, der zwischen dem Innenstator und dem Außenstator ausgebildet ist, auf eine minimale Dicke eingestellt werden, weil die Gefahr, daß der Anker den Stator kontaktiert, praktisch nicht gegeben ist.

Vorzugsweise ist die axiale und radiale Position des Ankers relativ zur Kolbenstange durch das Verbindungselement gesteuert. Der Anker und die Kolbenstange bilden also eine Einheit, bei der alle Elemente fest einander zugeordnet sind.

Bevorzugterweise ist der Anker axial zwischen zwei Verbindungselementen eingespannt. Diese Ausgestaltung hat zwei Vorteile. Zum einen wird der Anker in Axialrichtung festgehalten. Zum anderen reicht es aus, wenn man auf der Kolbenstange zwei Anschläge radial von außen auf die Verbindungselemente wirken läßt. Durch das Aufschieben der Verbindungselemente auf die Kolbenstange und das Verspannen der Verbindungselemente auf der Kolbenstange wird der Anker festgehalten.

Vorzugsweise weist mindestens ein Verbindungselement einen radial innerhalb des Ankers angeordneten Vorsprung auf, an dem der Anker radial von außen anliegt. Durch diesen Vorsprung wird also der Anker radial fixiert.

Hierbei ist bevorzugt, daß der Vorsprung im Bereich der Arme angeordnet ist. Hier hat das Verbindungselement seine größte Widerstandskraft, so daß auch größere Kräfte nicht dazu führen, daß sich der Anker radial gegenüber dem Verbindungselement verlagern kann.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:

1 einen schematischen Längsschnitt durch einen Linearverdichter,

2 eine Draufsicht auf eine Baugruppe, die Kolben, Kolbenstange und Anker aufweist, und

3 einen Schnitt III-III nach 2.

1 zeigt einen Linearverdichter 1, der in einer hermetisch geschlossenen Kapsel 2 angeordnet ist.

Der Linearverdichter 1 weist einen Verdichterabschnitt 3, einen Antriebsabschnitt 4 und eine Resonanzfederanordnung 5 auf. Die aus Verdichterabschnitt 3, Antriebsabschnitt 4 und Resonanzfederanordnung 5 gebildete Einheit ist über zwei ebene Ringfedern 6, 7, die jeweils als Spirale mit einer Windung ausgebildet sind, in der Kapsel 2 aufgehängt. Die Ringfedern 6, 7 sind dabei am Antriebsabschnitt 4 befestigt.

Der Verdichterabschnitt 3 weist einen Zylinder 8 auf, dessen eine Stirnseite von einem Zylinderkopf 9 abgedeckt ist. Zylinder 8 und Zylinderkopf 9 sind durch eine Kapsel 10 nach Art einer Patrone zusammengefaßt. Am Zylinderkopf 9 ist ein Saugschalldämpfer 11 und ein Druckschalldämpfer 12 befestigt. Der Saugschalldämpfer 11 steht mit einer Saugöffnung 13 und der Druckschalldämpfer 12 steht mit einer Drucköffnung 14 im Zylinderkopf in Verbindung.

Die Kapsel 10 ist in einen Zwischenring 15 eingesetzt, der mit dem Antriebsabschnitt 4 verbunden ist. Bei der Montage läßt sich die Kapsel 10 und damit der Zylinder 8 in Axialrichtung des Zylinders relativ zum Zwischenring 15 in gewissen Grenzen verschieben. Wenn bei der Montage eine vorbestimmte Position des Zylinders relativ zum Antriebsabschnitt 4 erreicht ist, wird die Kapsel 10 im Zwischenring 15 befestigt, beispielsweise durch Schweißen, Löten oder Kleben.

Im Zylinder 8 ist ein Kolben 16 angeordnet, der gemeinsam mit dem Zylinder 8 und dem Zylinderkopf 9 einen Verdichtungsraum 17 begrenzt. Bevor der Zylinder mit der Kapsel 10 im Zwischenstück 15 befestigt wird, wird der Kolben 16 in seinen oberen Totpunkt bewegt und der Zylinder 8 wird so lange verschoben, bis der Verdichtungsraum 17 seine kleinste, zulässige Ausdehnung erreicht hat.

Der Antriebsabschnitt 4 weist einen Linearmotor auf. Der Linearmotor weist einen Außenstator 18 mit einer Ausnehmung 19 für eine nicht näher dargestellte Wicklung und einen Innenstator 20 auf. Zwischen dem Außenstator 18 und dem Innenstator 20 befindet sich ein Ringspalt 21, indem ein Anker 22 bewegbar ist. Der Anker trägt Permanentmagnete 23, die durch zwei Außenringe 24, 25 miteinander verbunden sind. Die Außenringe 24, 25 können beispielsweise aus Kunststoff gebildet sein. Die Außenringe 24, 25 sind mit Innenringen 26, 27 verbunden und zwar über in 2 und 3 dargestellte Arme, die durch Schlitze im Innenstator 20 geführt sind.

Die Innenringe 26, 27 sind mit einer Kolbenstange 28 verbunden, die wiederum mit dem Kolben 16 verbunden ist.

Der Außenstator 18 und der Innenstator 20 sind durch Motordeckel 29, 30 miteinander verbunden, die durch Schraubbolzen 31 gegeneinander verspannt sind. Die Schraubbolzen sind dabei parallel zur Bewegungsrichtung der Kolbenstange 28 geführt.

Der Zwischenring 15 ist mit dem zylinderseitigen Motordeckel 30 verbunden, beispielsweise durch Schweißen, Kleben oder Löten.

Die Resonanzfederanordnung 5, die an einem dem Verdichterabschnitt 3 gegenüberliegenden Ende des Antriebsabschnitts 4 angeordnet ist, weist ein Federpaket 32 aus mehreren Blattfedern 33 auf. Das Federpakete 32 ist in einem mittleren Bereich 34 mit der Kolbenstange 28 verbunden. Ein Außenabschnitt 35 des Federpakets 32 ist über Bolzen 36 mit einem Anschlaggehäuse 37 verbunden, das einen Anschlag für das Federpaket 32 bildet.

Die Kolbenstange 28 ist an ihrem aus dem Federpaket 32 herausstehenden Ende mit einer Ölpumpenanordnung 38 verbunden, die in einen nicht näher dargestellten Ölsumpf eintaucht, der sich im unteren Teil der Kapsel 2 bildet.

Wenn die in der Ausnehmung 19 angeordnete Wicklung mit Strom beschickt wird, dann bewegt sich der Anker 22 in eine Richtung und nimmt dabei die Kolbenstange 28 in diese Richtung mit. Wird die Richtung des Stromes umgedreht, bewegt sich der Anker 22 mit der Kolbenstange 28 in die entgegengesetzte Richtung und bewegt dementsprechend auch den Kolben 16 in die entgegengesetzte Richtung. Dabei wird das Volumen des Verdichtungsraums 17 periodisch vergrößert und verkleinert. Die Resonanzfederanordnung 5 ist auf die Frequenz des Stromes abgestimmt, so daß der bewegliche Teil des Linearverdichters 1, der durch den Anker 22, die Kolbenstange 28, den Kolben 16, die Ölpumpenanordnung 38 und den bewegten Teil der Resonanzfederanordnung 5 gebildet ist in Resonanz schwingt.

Die 2 und 3 zeigen nun die Zuordnung von Kolbenstange 28 und Anker 22 mit weiteren Einzelheiten.

Die Kolbenstange 28 weist im Bereich des kolbenseitigen Endes einen umlaufenden Vorsprung 41 auf, an dem von der dem Kolben 16 gegenüberliegenden Seite der Innenring 27 anliegt. An der gegenüberliegenden Seite des Vorsprungs 41 liegt ein Verbindungselement 42 an, mit dem die Kolbenstange 28 mit dem Kolben 16 verbunden ist.

Durch die axiale Fixierung des Innenrings 27 relativ zur Kolbenstange 28 ist auch der Außenring 25 axial festgelegt. Er bildet einen axialen Anschlag für die Permanentmagnete 23.

Der andere Innenring 26 ist ebenfalls auf die Kolbenstange 28 aufgeschoben. Damit kommt der andere Außenring 24 zur Anlage an die gegenüberliegende axiale Stirnseite der Permanentmagnete 23, die dann zwischen den beiden Außenringen 24, 25 festgehalten werden. Der andere Innenring 26 wird durch ein auf die Kolbenstange 28 aufgeschraubtes Endstück 43 festgehalten. Das Endstück 43 kann auch auf andere Weise mit der Kolbenstange 28 verbunden werden. Dadurch, daß die beiden Innenringe 26, 27 in Axialrichtung aufeinander zu gedrückt werden, werden die Permanentmagnete 23 zwischen den Außenringen 24, 25 in Axialrichtung fixiert.

Ein Außenring 24, 25, ein Innenring 26, 27 und im vorliegenden Ausführungsbeispiel drei Arme 40 bilden jeweils ein Verbindungselement 39. Natürlich kann die Zahl der Arme 40 auch abweichend gewählt sein. Es sind jedoch mindestens zwei Arme vorhanden. Die Verbindungselemente 39 können aus Kunststoff gebildet sein.

Jeder Arm 40 weist einen axialen Vorsprung 44 auf, an den die Permanentmagnete 23 von außen anliegen. Da die Permanentmagnete 23 einen Hohlzylinder bilden, reichen die Vorsprünge 44 aus, um die Permanentmagnete 23 zuverlässig zwischen den beiden Verbindungselementen 39 in radialer Richtung zu fixieren. Dabei werden die Permanentmagnete 23 an zwei Positionen, die einen axialen Abstand zueinander aufweisen, gegenüber der Kolbenstange 28 fixiert, so daß die Permanentmagnete 23 gegenüber der Kolbenstange 28 nicht kippen können. Sie können vielmehr mit einer relativ großen Genauigkeit parallel zur Kolbenstange 28 geführt werden. Die Kolbenstange ist lediglich über den Kolben im Verdichterabschnitt 3 und in der Federplatte 32 im Resonanzfederabschnitt 5 gelagert. Sie kann also berührungsfrei durch den Innenstator geführt werden. Dementsprechend kann man auch den Anker 22 berührungsfrei im Ringspalt 21 lagern, was Reibungsverluste herabsetzt. Die Kolbenstange 28 kann auch berührungsfrei durch die Motordeckel 29, 30 geführt sein.

Die Verdichtereinheit mit dem Zylinder 8 und dem Kolben 16 ist axial außerhalb des Linearmotor, d.h. des Antriebsabschnitts 4, angeordnet. Dementsprechend muß man vom Durchmesser her auf die Verdichtereinheit 3 keine Rücksicht nehmen. Der Linearmotor kann daher mit einem relativ kleinen Durchmesser gebaut sein. Die Kolbenstange ist durch die gesamte axiale Länge des Linearmotors hindurchgeführt. An einem Ende ist sie mit der Ölpumpenanordnung 38 versehen, so daß das zum Schmieren des Verdichterabschnitts 3 verwendete Öl auch verwendet werden kann, um eine gewisse Wärmemenge aus dem Antriebsabschnitt 4 abzuführen.

Die für die Arme 40 im Innenstator 20 notwendigen Schlitze sind für die magnetischen Eigenschaften des Stators von untergeordneter Bedeutung. Im Innenstator 20 ist das Magnetfeld im wesentlichen axial gerichtet. Lediglich in den axialen Enden wird das Magnetfeld in radiale Richtung umgelenkt. Das Magnetfeld hat jedoch praktisch keine Komponente in Umfangsrichtung, so daß die durch die Schlitze gebildeten Luftspalte nicht weiter stören.

Die Führung des Ankers 12, zusammen mit der Kolbenstange 28 und der damit verbundenen Ölpumpenanordnung 38, mit Hilfe der Arme 40 im Innenstator 20 verhindert, daß sich der Anker in Umfangsrichtung drehen kann. Dies sichert, daß die Ölpumpenanordnung immer in den Ölsumpf eintaucht.


Anspruch[de]
Linearverdichter, insbesondere Kältemittelverdichter, mit einer Verdichtereinheit, die einen Zylinder und einen darin hin und her bewegbaren Kolben aufweist, und einem Linearmotor, der einen Außenstator, einen Innenstator und einen Anker, der in einem zwischen Außenstator und Innenstator gebildeten Spalt angeordnet ist, aufweist, wobei der Anker über eine Kolbenstange mit dem Kolben verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (22) mit der Kolbenstange (28) innerhalb der axialen Länge des Innenstators (20) verbunden ist. Linearverdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdichtereinheit (3) axial außerhalb des Linearmotors (4) angeordnet ist. Linearverdichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (28) durch die gesamte axiale Länge des Linearmotors (4) hindurchgeführt ist, wobei an einem der Verdichtereinheit (3) abgewandten Seite des Linearmotors (4) eine Resonanzfederanordnung (5) angeordnet ist. Linearverdichter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (28) durch den Kolben (16) und die Resonanzfederanordnung (5) geführt ist. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (8) während einer Montage gegenüber dem Außenstator (18) verlagerbar ist. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (22) und die Kolbenstange (28) über mindestens ein Verbindungselement (39) miteinander verbunden sind, das durch mindestens zwei Schlitze im Innenstator (20) geführt ist. Linearverdichter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze über die axiale Länge des Innenstators (20) durchgehend ausgebildet sind. Linearverdichter nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (39) einen Innenring (26, 27) aufweist, der mit der Kolbenstange (28) verbunden ist. Linearverdichter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenring (26, 27) unter einem vorbestimmten Druck an einer umlaufenden Anlagefläche (41) der Kolbenstange (28) anliegt. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (39) einen Außenring (24, 25) aufweist, der mit dem Anker (22) verbunden ist. Linearverdichter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenring (26, 27) und der Außenring (24, 25) über mindestens zwei radial verlaufende Arme (40) miteinander verbunden sind. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (22) durch eine zylinderrohrförmige Permanentmagnetanordung (23) gebildet ist, deren Längsachse mit der Achse der Kolbenstange (28) zusammenfällt. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (28) an mindestens zwei Positionen, die in Axialrichtung einen Abstand aufweisen, mit dem Anker (22) verbunden ist. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale und radiale Position des Ankers (22) relativ zur Kolbenstange (28) durch das Verbindungselement (39) gesteuert ist. Linearverdichter nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (22) axial zwischen zwei Verbindungselementen (39) eingespannt ist. Linearverdichter nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Verbindungselement (39) einen radial innerhalb des Ankers (22) angeordneten Vorsprung (44) aufweist, an dem der Anker (22) radial von außen anliegt. Linearverdichter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (44) im Bereich der Arme (40) angeordnet ist.






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