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Dokumentenidentifikation DE202005019829U1 22.02.2007
Titel Schreibstift
Anmelder ONLINE Schreibgeräte GmbH, 92318 Neumarkt, DE
Vertreter Patentanwälte Tergau & Pohl, 90482 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 202005019829
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.02.2007
Registration date 18.01.2007
Application date from patent application 20.12.2005
IPC-Hauptklasse B43K 24/08(2006.01)A, F, I, 20051220, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B43K 25/02(2006.01)A, L, I, 20051220, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schreibstift mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Bei derartigen Schreibstiften ist im Inneren des Stiftschafts eine Schreibmine angeordnet, welche zwischen einer Parkstellung und einer Schreibstellung hin und her bewegbar ist. Die Parkstellung dient dazu, den Stift in eine Tasche oder ein Kleidungsstück einstecken zu können, ohne dass die Tasche oder das Kleidungsstück mit der Mine in Berührung kommt. Auf diese Weise ist ein ungewolltes Verschmutzen der Tasche oder des Kleidungsstücks wirksam vermieden. Als Schreibmine ist jede Schreibeinlage im Sinne von BROCKHAUS Enzyklopädie, 19. Aufl., Bd. 14, S. 626, F.A. Brockhaus Verlag Mannheim (ISBN 3-7653-1100-6) zu verstehen. Es kann sich also um eine Bleistift- oder Buntstiftmine ebenso handeln wie um einen Tinten- oder Pastenbehälter oder um eine Kugelschreibermine. Im Vordergrund im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung stehen so genannte Großraum-Minen für Kugelschreiber, welche sich für den Einsatz mit der Erfindung besonders gut eignen.

Aus dem Stand der Technik sind zunächst Kugelschreiber mit einer Drehmechanik zur Bewegung der Schreibmine bekannt. Mit Hilfe der Drehmechanik kann die Schreibmine aus der Parkstellung in die Schreibstellung herausgedreht bzw. aus der Schreibstellung in die Parkstellung zurückgedreht werden. Des Weiteren sind Kugelschreiber mit einer Druckmechanik bekannt. Hierbei wird eine vorzugsweise an dem dem Schreibende des Schreibstifts gegenüberliegenden Freiende angeordnete Drucktaste betätigt. Die Drucktaste wirkt auf ein radial wirkendes Gesperre, mit dessen Hilfe die Schreibmine in eine geringfügige Rotationsbewegung versetzt und entweder in ihrer Parkstellung oder in ihrer Schreibstellung gehalten wird. Derartige Mechaniken sind konstruktriv aufwändig. Insbesondere bedarf es mehrerer Teile, die passend ineinander greifen müssen, um das Gesperre zu realisieren.

In der DE 1294262 A wird ein Schreibstift beschrieben, bei dem die vertikale Bewegung der in einem hohlen Schaft befindlichen Schreibmine durch Ausübung eines Querdrucks auf das hintere Ende eines abbiegbaren Schafts erfolgt. Die Schreibmine bewegt sich unter dem Einfluß der Querkraft, die durch die elastische Verformung des Schafts übertragen wird, entlang einer schiefen Ebene zwischen einer Schreib- und einer Parkstellung.

Aus der DE 1461328 A sind für einen derartigen Schreibstift Ausstattungen des Schafts bekannt, die die Biegbarkeit verbessern.

In der DE 2431594 A1 wird ein Schreibstift beschrieben, bei dem eine Schreibmine durch die Ausübung einer Querkraft entlang eines Nockenelements mit einer hohen und einer niedrigen Nockenfläche von einer Schreib- in eine Parkstellung und umgekehrt überführbar ist. Die Querkraft wird durch eine äußere, am Gehäuse kippbar befestigte Halteklammer auf einen im Schaftinneren befindlichen Mitnehmer übertragen. Der Mitnehmer bewegt sich unter Einwirkung der Querkraft entlang der Flächen des Nockenelements. Durch eine Kopplung der Nocken- und Mitnehmeranordnung mit der Schreibmine wird diese Bewegung auf die Schreibmine übertragen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Schreibstift mit beweglicher Schreibmine weiter konstruktiv zu vereinfachen.

Diese Aufgabe ist durch die Merkmalskombination des Anspruchs 1 in erfinderischer Weise gelöst. Die rückbezogenen Ansprüche betreffen teilweise zweckmäßige und teilweise für sich selbst erfinderische Weiterbildungen der Erfindung.

Bei dem erfindungsmäßigen Schreibstift ist zunächst ein in Querrichtung zur Mittellängsachse des Schreibstifts einerseits und der im hohlen Schaft des Schreibstifts beweglich angeordneten Schreibmine andererseits wirkender Kraftangriff vorgesehen. Dies bedeutet, dass auf die Schreibmine quer zur Mittellängsachse des Stiftes eine Kraft ausgeübt werden kann. Des Weiteren ist an dem der Schreibspitze der Schreibmine in Mittellängsrichtung abgewandten Minenfreiende eine Führungskurve am Körper des Schreibstifts ausgebildet bzw. mit diesem verbunden. Greift die Kraft über den Kraftangriff an, so ist die Schreibmine im hohlen Schaft des Schreibstifts derart zwangsgeführt, dass die Schreibmine und die Führungskurve ein Kurvengelenk miteinander ausbilden. Mit Hilfe dieses Kurvengelenks wird die Schreibmine aus ihrer Parkstellung in ihre Schreibstellung überführt bzw. aus ihrer Schreibstellung in ihre Parkstellung rücküberführt. Der Hohlraum im Schaft des Schreibstifts und die Führungskurve bilden somit gleichsam eine Führungskulisse für die Schreibmine. Die Schreibmine ist so zwischen ihren beiden vorbeschriebenen Funktionsstellungen hin und her bewegbar.

Der Hauptvorteil der Erfindung besteht darin, dass außer der Schreibmine keine weiteren beweglichen Teile für die Verfahrbarkeit der Schreibmine zwischen ihrer Parkstellung und ihrer Schreibstellung erforderlich sind. Die Kulissenführung zum Verfahren der Mine ist also konstruktiv sehr einfach aufgebaut und damit auch sehr sicher gegen Störungen oder Ausfälle. Des Weiteren ist der Schreibstift aufgrund der Einfachheit seines Aufbaus kostengünstig herstellbar. Schließlich ist die konstruktiv einfache Mechanik auch sehr betriebssicher.

Die in den Ansprüchen 1 bis 3 beschriebenen Durchgriffsöffnungen im Schaftmantel betreffen eine weitere konstruktive Vereinfachung zur Realisierung des Kraftangriffs an der Schreibmine. Der Kraftangriff ist ganz einfach durch eine oder mehrere Durchgriffsöffnungen im Schaftmantel realisiert. Auf diese Weise kann der Bediener mit seinem Finger die Schreibmine an ihrem Außenmantel direkt berühren und in Querrichtung bewegen. Der Kraftangriff erfolgt also durch die Hand des Bedieners direkt am Mantel der Schreibmine. Die Anordnung zweier in Querrichtung zur Mittellängsachse gegenüberliegender Durchgriffsöffnungen hat den Vorteil, dass die Schreibmine in einer Richtung aus ihrer Parkstellung in ihre Schreibstellung gedrückt werden kann und mit Hilfe des Durchgriffs an der gegenüberliegenden Durchgriffsöffnung wieder aus ihrer Schreibstellung in ihre Parkstellung zurückgedrückt werden kann. Um die Mantelfläche des Schreibstiftschafts nicht über Gebühr durch die Einbringung der Durchgriffsöffnungen zu schwächen, ist es vorteilhaft, die Durchgriffsöffnungen bezogen auf die Mittellängsachse des Schreibstifts versetzt anzuordnen. Auf diese Weise ist es auch möglich, die Durchgriffsöffnungen ergonomisch besonders günstig zu positionieren. Die Wahl unterschiedlicher Größen für die Durchgriffsöffnungen erfolgt in Anpassung an die zum Verfahren der Schreibmine erforderlichen Kräfte. Da zum Überführen der Schreibmine aus ihrer Parkstellung in ihre Schreibstellung zusätzlich die Federkraft des im Bereich der Schreibspitze der Schreibmine angeordneten Federelements zu überwinden ist, ist es vorteilhaft, die Durchgriffsöffnung für den Kraftangriff zum Überführen aus der Parkstellung in die Schreibstellung größer zu gestalten als die gegenüberliegende Durchgriffsöffnung. Zum Rückverfahren muss nämlich nur eine sehr geringe Kraft durch die sehr viel kleinere Durchgriffsöffnung aufgebracht werden. Die Schreibmine wird sodann von der im Federelement gespeicherten Kraft aus der Schreibstellung in die Parkstellung rücküberführt.

Anspruch 4 betrifft eine weitere Ausführungsform des Kraftangriffs. Bei dieser Ausführungsform ist der Schaftmantel zwar auch von mindestens einer Durchgriffssöffnung durchbrochen. Der Kraftangriff erfolgt aber nicht direkt durch die Bedienerhand auf die Schreibmine, sondern zwischen Schreibmine und Bedienerhand ist ein Drucktaster zwischengeschaltet. Es erfolgt also ein mittelbarer Kraftangriff über den Drucktaster auf die Schreibmine.

Die Ansprüche 5 und 6 betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der Zwangsführung für die Schreibmine. Nach Anspruch 5 weist der Hohlraum im Schaft des Schreibstiftes die Querschnittsform eines Langlochs auf. Es handelt sich also um einen flachovalen oder O-förmigen Querschnitt. Der Querschnitt ist hierbei so ausgelegt, dass die Schreibmine an den beiden Längsseiten des Langlochs geführt anliegt und entlang dieser Längsseiten des Langlochs bewegbar ist, wogegen der Abstand der kurzen Seiten des Langlochs kaum größer als der Minendurchmesser ist, so dass die Schreibmine lediglich in Querrichtung, also in Richtung des Langlochs verschiebbar ist.

Nach Anspruch 6 ist die Führungskurve nicht einstückig mit dem Schaft bzw. der Aufnahmehülse für die Schreibmine verbunden. Vielmehr handelt es sich um ein nach Art eines Stopfens in die Aufnahmehülse einzubringendes separates Bauteil. Dies hat den Vorteil, dass die Aufnahmehülse bzw. der Schaft mit einem gängigen Massenfertigungsverfahren aus beliebigen Werkstoffen, beispielsweise Metall oder Kunststoff herstellbar ist und die Führungskurve separat hergestellt werden kann. Insbesondere eignet sich ein Kunststoffteil als Stopfen. Ein Kunststoffteil für die Führungskurve hat auch den Vorteil, dass das der Führungskurve zugeordnet Freiende der Schreibmine besonders gut auf der Führungskurve gleiten kann. Die Führungskurve hat hierbei eine im Wesentlichen S-förmige Kontur derart, dass eine konkave Ausnehmung geschaffen wird zur Aufnahme des Schreibminenfreiendes in der Parkstellung. An diesen konkaven Bereich schließt sich ein konvexer Bereich der Führungskurve an, an welchem das Freiende der Schreibmine in ihrer Schreibstellung anliegt.

Anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels ist die Erfindung mit weiteren Einzelheiten beschrieben. Es zeigen:

1 drei Seitenansichten und eine Draufsicht des in der Ausführungsform beschriebenen Schreibstifts, nämlich

1a eine Seitenansicht auf eine Zwischenseite des Schreibstifts,

1b die Draufsicht auf die Ansicht des Schreibstifts gemäß der Darstellung gemäß der Darstellung in 1a,

1c die Seitenansicht auf die Clipseite des Schreibstifts und

1d die Seitenansicht auf die Freiseite des Schreibstifts, wobei die Clipseite und die Freiseite am Schreibstift einander gegenüberliegen und durch die Zwischenseite miteinander verbunden sind,

2 eine geschnittene Seitenansicht des Schreibstifts gemäß 1a mit der Schreibmine in Parkstellung (2a) und der entsprechenden, ebenfalls geschnittenen Draufsicht gemäß Pfeil II-II (2b),

3 die geschnittene Darstellung gemäß 2 mit der Schreibmine in einer Position zwischen der Parkstellung und der Schreibstellung (3a) sowie die entsprechende Draufsicht gemäß Schnitt III-III (3b),

4 die geschnittene Darstellung gemäß 2 mit der Schreibmine in der Schreibstellung (4a) sowie die entsprechende Draufsicht gemäß Schnitt IV-IV (4b),

5 eine geschnittene Seitenansicht des Schreibstifts gem. 2 mit Schreibmine in Parkstellung, jedoch mit eingesetztem Clip (5a), die entsprechende Draufsicht (5b) sowie eine ausgefederte Funktionsstellung des Clips (5c),

6 eine Seitenansicht des Schreibstifts gemäß 1a, jedoch mit demontiertem Griffende.

Der Schreibstift 1 weist einen hohlen Schaft 2 auf, in welchem eine Schreibmine 3 einliegt. Der Schaft 2 besteht aus einer Aufnahmehülse 4 und einem auf die Aufnahmehülse 4 aufschraubbaren, in Richtung auf das Schreibende 5 des Schreibstifts 1 konisch zulaufenden Griffstück 6. An seinem dem Schreibende 5 in Mittellängsrichtung 7 abgewandten Stiftfreiende 8 trägt die Aufnahmehülse 4 des Schreibstifts 1 einen Halteclip 9. Mit Hilfe des Halteclips 9 ist der Schreibstift 1 in der Brusttasche eines Kleidungsstücks fixierbar. Der Halteclip 9 hat also die Funktion einer Halteklammer.

In 1a ist schließlich auf der rechten Seite erkennbar eine kleine Durchgriffsöffnung 10 sowie auf der gegenüberliegenden Querseite des Schreibstifts 1 eine große Durchgriffsöffnung 11. In der großen Durchgriffsöffnung 11 liegt in 1 die Schreibmine 3 sichtbar ein.

In 1b erkennbar ist die Draufsicht auf das Stiftfreiende 8 und die zylinderförmige Geometrie des Außenmantels der Aufnahmehülse 4. Des Weiteren sichtbar ist der Halteclip 9.

1c zeigt die Sicht auf die Clipseite gemäß Pfeil c) in 1a. Wiederum erkennbar sind der Halteclip 9, die Aufnahmehülse 4 und das Griffstück 6. Des Weiteren erkennbar ist die in die große Durchgriffsöffnung 11 hineinragende Schreibmine 3. Die kleine Durchgriffsöffnung 10 ist in 1c nicht erkennbar, da sie auf der in 1c nicht sichtbaren Freiseite angeordnet ist, welche wiederum in 1d gezeigt ist. Analog zu 1c zeigt 1d die Draufsicht auf die Freiseite des Schreibstifts 1, welche in 1a mit dem Richtungspfeil d gekennzeichnet ist. Die kleine Durchgriffsöffnung 10 zeigt den Durchblick durch den Schaft 2 des Schreibstifts 1 auf die Schreibmine 3, die in Querrichtung 12 gemäß 1a und 1b teilweise in der großen Durchgriffsöffnung 11 einliegt.

In 2a ist die gesamte Schreibmine 3 teilweise gestrichelt gezeichnet erkennbar. Die Schreibmine 3 durchsetzt mit ihrer Schreibspitze 13 ein Federelement 14 und liegt mit ihrem der Schreibspitze 13 in Mittellängsrichtung 7 abgewandten Minenfreiende 15 an der Führungskurve 16 an. Die Führungskurve 16 ist auf der der Schreibmine 3 zugewandten Unterseite eines Stopfens 17 ausgebildet. Der Stopfen 17 ist vom Stiftfreiende 8 her in die Aufnahmehülse 4 eingeschoben. Auf der der Führungskurve 16 abgewandten Außenseite trägt der Stopfen 17 eine Haltenut 18.

In 2b ist erkennbar, dass der Hohlraum 19 des Schafts 2 im Gegensatz zur zylindrischen Mantelfläche einen in Querrichtung 12 verlaufenden Querschnitt eines Langlochs aufweist. Dies bedeutet, dass die Schreibmine 3 in Querrichtung 12 im Hohlraum 19 entlang den Langlochlängsnuten 30 verschieblich einliegt. Wird die Schreibmine 3 durch die große Durchgriffsöffnung 11 mit der Kraft F beaufschlagt, welche in 2 als Pfeil dargestellt ist, verfährt die Schreibmine 3 von den Langlochlängsnuten 30 zusammengeführt in Querrichtung 12 im Hohlraum 19 des Schafts 2 zunächst in die in 3 gezeigte Zwischenstellung. In 3 erkennbar ist die Tatsache, dass die Schreibmine 3 nicht nur in Querrichtung 12 verfährt, sondern sie auch zugleich in Minenlängsrichtung 7 so verfährt, dass die Schreibspitze 13 den Hohlraum 19 im Bereich des Griffstücks 6 verlässt, so dass die Schreibspitze 13 über das Schreibende 5 des Stifts 1 in Mittellängsrichtung 7 hinaussteht. Die Schreibmine 3 wird infolge der auf sie in Querrichtung 12 einwirkenden Kraft F mit ihrem Minenfreiende 15 an der Führungskurve 16 entlang bewegt. Das Minenfreiende 15 liegt hierbei an der Führungskurve 16 an und wird aus dem konkaven Bereich 20 der Führungskurve 16 in Querrrichtung 12 in den konvexen Bereich 21 verfahren. Der konkave Bereich 20 der Führungskurve 16 weist hierbei in Mittellängsrichtung 7 eine größere Entfernung zum Schreibende 5 des Stifts 1 auf als der konvexe Bereich 21. Infolge der geringeren Distanz in Mittellängsrichtung 7 des konvexen Bereichs 21 zum Schreibende 5 vollzieht die Schreibmine 3 innerhalb des Hohlraums 19 des Schafts 2 eine translatorische Bewegung in Mittellängsrichtung 7. Aufgrund dieser translatorischen Bewegung verfährt die Schreibmine 3 infolge des Kraftangriffs durch die Kraft F aus ihrer in 2 dargestellten Parkstellung über die in 3 dargestellte Zwischenstellung in ihre in 4 dargestellte Schreibstellung. Die Parkstellung und die Schreibstellung unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, dass die Schreibspitze 13 der Schreibmine 3 in der in 2 dargestellten Parkstellung in Mittellängsrichtung 7 das Schreibende 5 des Schafts 2 nicht überragt, also innerhalb des Hohlraums 19 des Schafts 2 geschützt verbleibt, während die Schreibspitze 13 in Schreibstellung in Mittellängsrichtung 7 über das Schreibende 5 des Schafts 2 hinausragt. Des Weiteren ist in der in 4 dargestellten Schreibstellung das Federelement 14 vollständig komprimiert, während das Federelement in der in 2 dargestellten Parkstellung vollständig ausgefedert ist.

Zum Rücküberführen aus der in 4 dargestellten Schreibstellung wird durch die kleine Durchgriffsöffnung 10 hindurch die Schreibmine 3 mit der in Querrichtung 12 der Kraft F entgegenwirkenden Gegenkraft G beaufschlagt. Die Gegenkraft G kann hierbei sehr viel kleiner sein als die Kraft F. Mit der Gegenkraft G muss die Schreibmine 3 in Querrichtung 12 lediglich so weit verschoben werden, dass das Minenfreiende 15 nicht mehr vollflächig am konvexen Bereich 21 der Führungskurve 16 anliegt. Sobald nämlich das Minenfreiende 15 den konvexen Bereich 21 der Führungskurve 16 verlassen hat, wird die Schreibmine 3 von der im Federelement 14 in der Schreibstellung gespeicherten Federkraft infolge des Ausfederns des Federelements 14 in die Parkposition zurück verschoben. Dies bedeutet, dass die Schreibmine 3 sowohl entlang den Langlochlängsnuten 30 in Querrichtung 12 in 4 nach links verfährt als auch eine Längsbewegung in Mittellängsrichtung 7 vollzieht, so lange bis das Federelement 14 ausgefedert ist, das Freiende 15 am konkaven Bereich 20 der Führungskurve 16 anliegt und die Schreibspitze 13 der Schreibmine 3 wieder geschützt im Hohlraum 19 im Bereich des Schreibendes 5 des Schafts 2 einliegt.

Aus dem Vorstehenden wird deutlich, dass das Aktivieren des Schreibstifts bzw. das Deaktivieren, also das Überführen der Schreibmine 3 aus der Parkstellung in ihre Schreibstellung bzw. das Rücküberführen der Schreibmine 2 aus der Schreibstellung in ihre Parkstellung einfach durch den Kraftangriff in Querrichtung 12 auf die Schreibmine 3 durch die große Durchgriffsöffnung 11 bzw. durch die kleine Durchgriffsöffnung 10 hindurch realisierbar ist. Die Mine wird zum Aktivieren mit der Kraft F durch die große Durchgriffsöffnung 11 in Querrichtung 12 in 2, 3 und 4 nach rechts gedrückt und verfährt so in ihre in 4 dargestellte Schreibstellung. Zum Deaktivieren wird die Schreibmine 3 durch die kleine Durchgriffsöffnung 10 hindurch mit der Gegenkraft G nach links gedrückt und verfährt sodann zurück in ihre in 2 dargestellte Parkstellung.

5 zeigt die Fixierung und die Beweglichkeit des Halteclips 9. Der Halteclip 9 ist mit einem Befestigungshaken 22 in der Haltenut 18 am Stiftfreiende 8 fixiert. Der Befestigungshaken 22 hintergreift hierbei ein an einem Nutsteg der Haltenut 18 ausgebildetes Hintergreifteil 23 derart, dass das Hintergreifteil 23 und der Befestigungshaken 22 einen formschlüssigen Hintergriff ausbilden. Der Befestigungshaken 22 ergänzt das das Stiftfreiende 8 verschließende Kopfteil 24 des Halteclips 9 zu einem T-förmigen Querschnitt, wobei der Befestigungshaken 22 den vertikalen T-Balken bildet, während der das Stiftfreiende 8 bedeckende Kopf des Kopfteils 24 vom horizontalen T-Balken gebildet ist. Am einen Ende des horizontalen T-Balkens des T-förmigen Kopfteils ist die Halteklammer des Halteclips 9 angeordnet. Das entgegengesetzte Ende des horizontalen T-Balkens drückt auf eine im Stopfen 17 neben der Haltenut 18 eingebettete Druckfeder 25 derart, dass der Halteclip 9 gegen den Druck der Druckfeder 25 in Querrichtung 12 am Stiftfreiende 8 auslenkbar gelagert ist. Durch diese Auslenkungsmöglichkeit in Querrichtung 12 kann die Halteklammer des Halteclips 9 in auch dickere Stoffe oder dickere Flachmaterialien zur Fixierung des Schreibstifts 1 übergreifen, ohne dass der Halteclip 9 dadurch ausleiert.

Das Griffstück 6 ist mit Hilfe des in 6 dargestellten Haltegewindes 26 auf die Aufnahmehülse 4 des Schafts 2 aufgeschraubt. Zum Austausch einer leeren Schreibmine 3 wird das Griffstück 6 einfach von der Aufnahmehülse 4 abgeschraubt und in Mittellängsrichtung 7 von der Aufnahmehülse 4 entfernt. Auf diese Weise wird der Hohlraum 19 freigegeben und die Schreibmine 3 kann ebenfalls in Mittellängsrichtung 7 aus dem Hohlraum 19 herausgezogen werden und durch eine entsprechende Ersatzmine ersetzt werden. Nach dem Einsetzen der Ersatzmine, welche im Ausführungsbeispiel eine handelsübliche Großraummine für einen Kugelschreiber ist, wird das Griffstück 6 einfach wieder auf die Aufnahmehülse 4 aufgeschraubt, so dass der Schaft 2 des Schreibstifts 1 wieder komplettiert ist.

1
Schreibstift
2
Schaft
3
Schreibmine
4
Aufnahmehülse
5
Schreibende
6
Griffstück
7
Mittellängsrichtung
8
Stiftfreiende
9
Halteclip
10
kleine Durchgriffsöffnung
11
große Durchgriffsöffnung
12
Querrichtung
13
Schreibspitze
14
Federelement
15
Minenfreiende
16
Führungskurve
17
Stopfen
18
Haltenut
19
Hohlraum
20
konkaver Bereich
21
konvexer Bereich
22
Befestigungshaken
23
Hintergreifteil
24
Kopfteil
25
Druckfeder
26
Haltegewinde
30
Langlochlängsseite
F
Kraft
G
Gegenkraft


Anspruch[de]
Schreibstift (1) mit einem hohlen Schaft (2) und mit einer im Schaft (2) zwischen einer Schreibstellung und einer Parkstellung gegen den Druck eines Federelements (14) in Längsrichtung (7) hin und her bewegliche Schreibmine (3), wobei die Schreibmine (3) und eine das der Schreibspitze (13) der Schreibmine (3) in Mittellängsrichtung (7) abgewandte Minenfreiende (15) zwangsläufig berührende Führungskurve (16) ein Kurvengelenk bilden und dass die Schreibmine (3) einen in Querrichtung (12) wirksamen Kraftangriff aufweist derart, dass die Schreibmine (3) von der in Querrichtung (12) wirksamen Kraft (F, G) über das Kurvengelenk aus ihrer Parkstellung in ihre Schreibstellung überführbar und/oder aus ihrer Schreibstellung in ihre Parkstellung rücküberführbar ist, gekennzeichnet durch mindestens eine Durchgriffsöffnung (10, 11) im Mantel des Schafts (2) zum direkten Durchgriff auf die Schreibmine (3) als Kraftangriff. Schreibstift (1) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei einander in Querrichtung (12) zu der in Mittellängsrichtung (7) verlaufenden Stift-Mittellängsachse gegenüberliegende Durchgriffsöffnungen (10, 11) im Mantel des Schafts (2), welche vorzugsweise in Mittellängsrichtung (7) zueinander versetzt angeordnet sind. Schreibstift (1) nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Durchgriffsöffnungen (10, 11) verschiedener Größe derart, dass die Durchgriffsöffnung (11) zum Überführen der Schreibmine (3) aus ihrer Parkstellung in ihre Schreibstellung eine größere Längsausdehnung in Mittellängsrichtung (7) aufweist als die Durchgriffsöffnung (10) zur Rücküberführung der Schreibmine (3) aus ihrer Schreibstellung in ihre Parkstellung. Schreibstift (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen den Mantel des Schafts (2) durchsetzenden Drucktaster zur Ausübung eines indirekten, in Querrichtung (12) wirksamen Kraftangriffs auf die Schreibmine (3). Schreibstift (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Hohlraum (19) im Schaft (2) mit einem langlochförmigen Querschnitt zur Aufnahme und Führung der Schreibmine (3). Schreibstift (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen den Hohlraum (19) des Schafts (2) verschließenden Stopfen (17) mit einer im Wesentlichen S-förmigen Kontur an seiner dem Minenfreiende (15) zugewandten Innenseite als Führungskurve (16).






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