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Dokumentenidentifikation DE4306686C5 22.02.2007
Titel Schloß für Drahtseilenden von Hebezeugen
Anmelder Pfeifer Seil- und Hebetechnik GmbH & Co, 87700 Memmingen, DE
Erfinder Willim, Hans-Dieter, Dipl.-Ing., 7900 Ulm, DE;
Stauske, Dieter, Dipl.-Ing., 8940 Memmingen, DE
Vertreter Pfister, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 87700 Memmingen
DE-Anmeldedatum 04.03.1993
DE-Aktenzeichen 4306686
Offenlegungstag 23.09.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.08.2002
Date of publication of amended patent 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse B66D 1/28(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16G 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schloß für Drahtseilenden von Hebezeugen, wobei das Schloß als Tasche gestaltet ist, in die das Drahtseilende mit einer aufgepressten Hülse einhängbar ist, und mit Befestigungsmitteln zur Festlegung des Schlosses.

Ein Schloß der vorstehend angegebenen Gattung ist durch die DE-OS 40 22 275 bekannt geworden. Das Seil, dessen Ende in dieses Taschenschloß einhängbar ist, ist dabei ein Windenseil, das auf einer Windentrommel aufwindbar ist, und das auch über die Rollen eines Flaschenzuges geführt ist.

Aus der DE-OS 3937 631 ist ein Wirbel zur Befestigung eines kranseiles bekannt, wobei der drehbare Teil des Wirbels durch einen betrieb zwangsverdrehbar ist.

Insbesondere dann, wenn ein Drahtseil über Rollen geführt bzw. auf einer Trommel aufgewickelt wird, ergibt sich bei der Belastung des Seiles eine Neigung zu einer Seilverdrehung. Bei einem Seil eines Hebezeuges, das an einem Ende beispielsweise einen Kranhaken trägt, können die Torsionsspannungen abgebaut werden. Bei einem Windenseil, das über einen Flaschenzug läuft, ist dies nicht möglich. Auch der Einsatz drehungsfreier Seilkonstruktionen beseitigt die Drehneigung dann nicht vollständig, wenn das Seil über vergleichsweise kleine Rollen geführt wird.

Torsionsspannungen im Seil können zu Schlingenbildungen bzw. Seilknicken führen. Auch ist die einwandfreie Führung über Rollen usw. nicht immer sichergestellt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung vorzuschlagen, die die Seildrehungen kompensiert und zubehörig einsetzbar ist. Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus von einem Schloß der eingang angegebenen Gattung. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, daß das Schloß aus zwei gegeneinander verdrehbaren Teilen besteht, wobei der erste Schloßteil die Tasche und das zweite Schloßteil im wesentlichen die Befestigungsmittel aufweist, und wobei zwischen beiden Schloßteilen ein Drehlager angeordnet ist, dessen Drehachse der Seilmittelachse entspricht, im ersten Schloßteil ein federbelastetes Sicherungsflügel angeordnet ist, der ein unbeabsichtigtes Ausrasten des Seilendes mit der Hülse aus der Tasche ausschließt und der Sicherungsflügel auf einer Welle angeordnet ist die auf der Schloßaußenseite einen Betätigungshebel trägt.

Beim erfindungsgemäßen Schloß hat das Drahtseilende die Möglichkeit, auch dann, wenn das Schloß, beispielsweise an einer Flasche festgelegt ist, sich zu verdrehen und auf diese Weise Torsionsspannungen abzubauen. Die leichte Hantierbarkeit, insbesondere das einfache Einlegen des Seilendes mit der Hülse in das Taschenschloß wird hierdurch nicht behindert.

Bei der bevorzugten Ausbildungsform der Erfindung ist in den einen Schloßteil ein Tragzapfen eingesetzt, der einen Kopf aufweist an dem sich das auf dem Tragzapfen angeordnete Drehlager abstützt. Der Tragzapfen ist dabei vorzugsweise an dem zweiten Schloßteil gehalten, der die Befestigungsmittel aufweist und der Kopf ist dem ersten Schloßteil zugewandt.

Das Drehlager kann ein Gleitlager sein. Die Erfindung bevorzugt jedoch ein Wälzlager, um die Leichtgängigkeit zu sichern.

Die Befestigungsmittel, die an dem zweiten Schloßteil bei der Erfindung angeordnet sind, bestehen insbesondere aus einem Laschenpaar mit einer Querbohrung für einen Verbindungsbolzen. Auf diese Weise kann sich das Taschenschloß entsprechend der jeweiligen Zugrichtung des Drahtseilendes ausrichten.

Um ein unbeabsichtiges Ausrasten des Seilendes mit der Hülse aus der Tasche auszuschließen, schlägt die Erfindung vor, daß im ersten Schloßteil zwischen dem Kopf des Tragzapfens und der Tasche ein Sicherungsflügel angeordnet ist. Dieser Sicherungsflügel wird durch eine Feder in der Verschlußstellung gehalten. Der Sicherungsflügel sitzt auf einer Welle, die auf der Schloßaußenseite einen Betätigungshebel trägt, so daß der Sicherungsflügel ausgerastet werden kann, wenn das Seilende in die Tasche eingeführt oder aus der Tasche herausgenommen werden soll.

In der Zeichnung ist ein Ausgangsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:

1 eine Ansicht mit teilweisem Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Schloß,

2 eine Seitenansicht zur Darstellung der 1,

3 einen Schnitt durch die Darstellung der 1 entsprechend der Schnittlinie III-III, in einem größeren Maßstab, und

4 einen Schnitt durch die Darstellung der 2 entsprechend der Schnittlinie IV-IV, ebenfalls in einem größeren Maßstab.

Das gezeigte Schloß 3 besteht im wesentlichen aus den beiden Schloßteilen 1 und 2. Die beiden Schloßteile 1 und 2 werden durch den Tragzapfen 12 miteinander verbunden. Dieser Tragzapfen besitzt ein Außengewinde 19, mit dem er in eine entsprechende Gewindebohrung des Schloßteiles 2 eingeschraubt ist. Für diesen Einschraubvorgang ist im Schloßteil 1 eine Durchbrechung 20 vorgesehen, an die sich eine Ausnehmung 21 anschließt. Die Ausnehmung 21 ist zylinderförmig und ist dem Durchmesser des Kopfes 13 des Tragzapfens 12 angepaßt. An die durch den Kopf 13 ge schaffene Schulter am Tragzapfen 12 legt sich das Drehlager 9 an, das mit seiner anderen Seite eine Abstützung an der Abstufung 22 findet. Nach dem Einschraubvorgang und entsprechender Justierung wird der Tragzapfen 12 durch den Stift 23 gesichert.

An den einander zugewandten Flächen der beiden Schloßteile 1 und 2 ist ferner eine Labyrinthdichtung 24 vorgesehen. Innerhalb der Labyrinthdichtung ist eine Scheibe 25 angeordnet, die beispielsweise aus einem geeigneten Kunststoff besteht, und dazu dient, die leichte Drehbarkeit der Teile 1 und 2 gegeneinander sicherzustellen und auch den Lagerraum des Drehlagers 9, das als Wälzlager gestaltet ist, nach außen abzudichten. Mittels eines Schmiernippels 33 (3) kann der Lagerraum mit Fett versorgt werden.

Die Achse 10 des Drehlagers 9 entspricht im wesentlichen der Mittelachse 11 des Seiles.

An dem dem Drehlager 9 gegenüberliegenden Ende besitzt der Schloßteil 1 eine Tasche 4, die einseitig einen Schlitz 26 aufweist, der dem Durchmesser des Seilendes 15 angepaßt ist. Auf das Seilende 15 ist die Hülse 16 aufgepreßt, und die Tasche 4 ist so dimensioniert, daß sie diese Hülse 16 aufnehmen kann.

Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Hülsenende mit einer Öse 27 versehen.

Im Schloßteil 1 ist ferner noch eine Welle 17 gelagert, die in der Ausnehmung 21 einen Sicherungsflügel 14 trägt und auf der Außenseite des Schloßteiles 1 einen Betätigungshebel 18. Der Betätigungshebel 18 ist von einem Wulst 28 umgeben, um ein unbeabsichtigtes Verstellen des Betätigungshebels auszuschließen. Ferner ist ein Sicherungszapfen 29 vorgesehen, der unter der Wirkung der Feder 30 steht und der eingedrückt werden muß, wenn der Sicherungsflügel betätigt werden soll.

Auf den Sicherungsflügel 14 wirkt ferner eine Schraubenfeder 31 die den Sicherungsflügel 14 in der in der 2 angedeuteten Stellung hält, in der ein Herausgleiten des Seilendes 15 mit der Hülse 16 aus der Tasche 4 sicher ausgeschlossen ist.

Das Schloßteil 2 besitzt ferner die beiden Laschen 5 und 6 je mit der Bohrung 7. Die Bohrung 7 nimmt den Bolzen 8 auf, der durch den federnden Drahtbügel 32 gesichert ist. Mittels des Bolzen 8 kann das Schloß 3 beispielweise an einer Flasche angelenkt werden.

Entsteht im Seil, dessen Ende mit 15 bezeichnet ist, eine Torsionsbelastung, kann der gesamte Schloßteil 1 diesem Drehmoment folgen, und zwar auch unter Last.


Anspruch[de]
Schloß für Drahtseilenden von Hebezeugen,

wobei das Schloß als Tasche (4) gestaltet ist, in die das Drahtseilende (15) mit einer aufgepreßten Hülse (16) einhängbar ist und

mit Befestigungsmitteln (5, 8) zur Festlegung des Schlosses,

dadurch gekennzeichnet, daß

das Schloß (3) aus zwei gegeneinander verdrehbaren Teilen (1, 2) besteht,

der erste Schloßteil (1) die Tasche (4) und

das zweite Schloßteil (2) im Wesentlichen die Befestigungsmittel (5, 8) aufweist, wobei

zwischen beiden Schloßteilen (1, 2) ein Drehlager (9) angeordnet ist, dessen Drehachse (10) der Seilmittelachse (11) entspricht, und im ersten Schloßteil (1) ein federbelasteter Sicherungsflügel (14) angeordnet ist, der ein unbeabsichtigtes Ausrasten des Seilendes (15) mit der Hülse (16) aus der Tasche (4) ausschließt, und der Sicherungsflügel (14) auf einer Welle (17) angeordnet ist, die auf der Schloßaußenseite einen Betätigungshebel (18) trägt.
Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in demeinen Schloßteil (1, 2) ein Tragzapfen (12) eingesetzt ist, der einen Kopf (13) aufweist, an dem sich das auf dem Tragzapfen (12) angeordnete Drehlager (9) abstützt. Schloß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragzapfen (12) in dem zweiten Schloßteil (2) gehalten ist, der die Befestigungsmittel (5, 8) aufweist. Schloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (5 bis 8) aus einem Laschenpaar (5, 6) mit einer Querbohrung (7) für einen Verbindungsbolzen (8) bestehen. Schloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Schloßteil (1) zwischen dem Kopf (13) des Tragzapfens (12) und der Tasche (4) der Sicherungsflügel (14) angeordnet ist.






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