PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60306945T2 22.02.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001550119
Titel OPTISCHER AUFZEICHNUNGSTRÄGER GEEIGNET FÜR UV-BESTRAHLUNG
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder VAN SANTEN, Helmar, NL-5656 AA Eindhoven, NL;
STAPERT, R., Hendrik, NL-5656 AA Eindhoven, NL;
KLOOSTERBOER, G., Johan, NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen 60306945
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.09.2003
EP-Aktenzeichen 037989969
WO-Anmeldetag 19.09.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/IB03/04090
WO-Veröffentlichungsnummer 2004032129
WO-Veröffentlichungsdatum 15.04.2004
EP-Offenlegungsdatum 06.07.2005
EP date of grant 19.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse G11B 7/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen optischen Aufzeichnungsträger zur Aufzeichnung und/oder zum Lesen von Informationen unter Verwendung eines Strahls in dem UV-Wellenlängenreich, vorzugsweise mit einer Wellenlänge im Bereich von 230 bis 270 nm, welcher eine Substratschicht und einen Informationsstapel aufweist mit:

  • – einer Informationsschicht mit einem Material zur Ausbildung von, eine Information darstellenden Marken und Leerstellen durch Bestrahlen des UV-Strahls,
  • – einer Deckschicht auf der Oberseite der Seite des Aufzeichnungsträgers, welche dem auftreffenden UV-Strahl zugewandt ist.

Optische Aufzeichnungsträger erfuhren eine evolutionäre Zunahme der Datenkapazität durch Erhöhen der numerischen Apertur der Objektivlinse und einer Reduzierung der Strahlungs-(z.B. Laser)-Wellenlänge. Die gesamte Datenkapazität wurde von 650 Megabyte (CD, NA = 0,45, &lgr; = 780 nm) auf 4,7 Gigabyte (DVD, NA = 0,65, &lgr; = 670 nm) auf 25 Gigabyte für die Blu-ray Dise (BD, NA = 0,85, &lgr; = 405 nm) erhöht. Die BD-Datendichte wurde von der DVD-Kapazität durch optische Skalierung abgeleitet. Um einen weiteren Anstieg der Datendichte zu erreichen, besteht eine Möglichkeit darin, die Laserwellenlänge in den UV-Wellenlängenbereich weiter zu reduzieren. Geeignete UV-Laser werden in naher Zukunft zur Verfügung stehen.

EP-0 731 454 A1 offenbart ein Verfahren zur optischen Aufzeichnung, eine optische Aufzeichnungsvorrichtung sowie ein optisches Aufzeichnungsmedium zur Verwendung mit einem UV-Laser. Ein UV-Laser mit einer Wellenlänge im Bereich von 190 bis 370 nm und eine Linse mit einer numerischen Apertur von 0,4 oder weniger sollen dazu verwendet werden, Kennzeichnungsangaben des Aufzeichnungsmediums auf einer Zusatz-Informationsaufzeichnungsfläche außerhalb der Informationsaufzeichnungsfläche, auf welcher Audio-, Video- oder Zeichendaten aufgezeichnet werden, aufzuzeichnen.

US-A-4 315 269 offenbart eine Bildplatte mit einer dicken Schutzdeckschicht aus gehärtetem Siliconkunstharz, welche Staubablagerung auf der Oberfläche der Platte verhindern soll.

Der Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde, einen optischen Aufzeichnungsträger vorzusehen, welcher dazu geeignet ist, Informationen durch Verwendung eines UV-Strahls aufzuzeichnen und/oder zu lesen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen optischen Aufzeichnungsträger gemäß dem einleitenden Absatz erfüllt, welcher weiterhin dadurch gekennzeichnet ist, dass die Deckschicht aus einer gehärteten Harzzusammensetzung besteht, bei der es sich um reaktives Material auf Siliciumbasis handelt. Ein UV-Strahl soll eine Wellenlänge in dem Bereich von 190–400 nm aufweisen.

Bei den bekannten, optischen Aufzeichnungsträgern wie CD, DVD und BD weist die Bildplatte einen Informationsstapel auf, welcher zwischen einer Polycarbonat-Substratschicht und einer Kunststoff-Deckschicht vorgesehen ist. Die Daten werden durch die transparente Polycarbonat-Substratschicht oder Deckschicht der Platte eingeschrieben und/oder ausgelesen. Jedoch sind in dem UV-Wellenlängenbereich, insbesondere in dem Bereich von 230 bis 270 nm, die zurzeit verwendeten Materialien für die Substrat- und Deckschicht für die Laserstrahlung nicht durchlässig. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist für die Datenaufzeichnung und/oder das Auslesen ein Deckschichteinfall vorgesehen, wobei die Deckschicht aus Materialien besteht, welche für auftreffende UV-Strahlung durchlässig sind.

Die Harzzusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung enthält wobei R1, R2, R3, R4 = Wasserstoff, C1-C10-Alkyl, Vinyl, Phenyl, Hydroxid, Amino, Halogenatom und von R1, R2, R3 und R4 mindestens eines Wasserstoff ist.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung enthält die Harzzusammensetzung weiterhin wobei R1, R2, R3 und R4 die gleiche Bedeutung haben wie bereits zuvor offenbart.

Zudem wird vorgezogen, dass die Harzzusammensetzung weiterhin enthält wobei R1, R2, R3 und R4 die gleiche Bedeutung haben wie bereits zuvor offenbart.

Es sei erwähnt, dass die Harzzusammensetzung ebenfalls einen Metallkatalysator, z.B. einen Katalysator auf Platinbasis, in einer Menge von 5–10 ppm Pt. enthält.

Es wird vorgezogen, dass Komponente (1) in einer Menge von 40–70 Gew.%, basierend auf dem Gesamtgewicht der härtbaren Harzzusammensetzung, vorkommt.

Darüber hinaus wird vorgezogen, dass Komponente (2) in einer Menge von 15–40 Gew.%, basierend auf dem Gesamtgewicht der härtbaren Harzzusammensetzung, vorkommt.

Des Weiteren wird vorgezogen, dass Komponente (3) in einer Menge von 10–30 Gew.%, basierend auf dem Gesamtgewicht der härtbaren Harzzusammensetzung, vorkommt.

Es wird vorgezogen, dass Komponente (4) in einer Menge von 1,0–5,0 Gew.%, basierend auf dem Gesamtgewicht der härtbaren Harzzusammensetzung, vorkommt.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist der optische Aufzeichnungsträger mindestens einen zusätzlichen Aufzeichnungsstapel und mindestens eine transparente Abstandsschicht auf, um die Aufzeichnungsstapel voneinander zu trennen, wobei die Abstandsschicht (SP) aus einer Harzzusammensetzung, wie oben beschrieben, welche einen oder mehrere der Komponenten (1)–(4) enthält, vorgesehen wird. Daher wird eine Abstandschicht erhalten, welche für UV-Strahlung praktisch durchlässig ist.

In einem noch anderen Ausführungsbeispiel weist der optische Aufzeichnungsträger weiterhin mindestens eine Zusatzschicht mit einem Material auf, welches aus der Gruppe von Materialien, der Al2O3, SiO2, C, NaCl, ZrO, Si3N4, LiF, KCl, Al, Ag, Cu, Ag, Ir, Mo, Rh, Pt, Ni, Os, W angehören, ausgewählt wird. Eine solche Schicht (solche Schichten) können erforderlich sein, um die optischen Charakteristiken des optischen Aufzeichnungsträgers, z.B. optische Reflexion, optischer Kontrast geschriebener Informationen, zu verbessern. Des Weiteren sind diese Materialien zur Verwendung bei UV-Strahlung geeignet. Die Zusatzschichten können z.B. durch dielektrische Schichten und/oder Metallschichten dargestellt sein. Die meisten der dielektrischen Materialien, welche im Allgemeinen bei aktuellen (DVD) und optischen Phasenwechselaufzeichnungsträgern (BD) der 3. Generation eingesetzt werden, absorbieren zuviel Laserstrahlung auf der UV-Aufzeichnungswellenlänge im Bereich von 230 bis 270 nm. Dieses hat sowohl für die Wärmeleistung als auch die optische Leistung Konsequenzen. Zum Beispiel weist ZnS-SiO2 – das Material, welches im Allgemeinen bei optischen Aufzeichnungsstapeln verwendet wird – einen recht hohen Absorptionskoeffizienten in diesem Wellenlängenbereich auf. Bei einem konventionellen IPIM-Aufzeichnungsstapel, wobei I die dielektrischen Schichten aus ZnS-SiO2, P die Phasenwechselinformationsschicht und M die Metall-Wärmeableitschicht darstellen, führt die signifikante Absorption in den beiden dielektrischen Schichten zu einer wesentlich breiteren Temperaturverteilung als diese auf der Basis einer optischen Skalierung vorausgesagt würde. Da eine breitere Temperaturverteilung zu breiteren Marken und ferner zu Cross-Write-Phänomenen führt, weist die erreichte Datenkapazität die gleiche Höhe wie diese des BD-Aufzeichnungsträgers der 3. Generation auf.

Andere dielektrische Materialien als ZnS-SiO2 sind vorzugsweise für einen optischen Aufzeichnungsträger, welcher in Verbindung mit UV-Strahlung verwendet wird, erforderlich. Mögliche Materialien ergeben sich durch eine Prüfung, einschließlich Kathodenzerstäubungsbeschichtungs- und optische Analyse. Es hat sich gezeigt, dass ein Material aus der folgenden Materialgruppe vorteilhaft als dielektrische Schicht in optischen Aufzeichnungsträgern gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann: Al2O3, SiO2, C, NaCl, ZrO, Si3N4 LiF, KCl. Die Materialien können dotiert werden, um die optischen, thermischen und mechanischen Eigenschaften zu verbessern. Als geeignetes Phasenwechsel-Aufzeichnungsmaterial, welches in den Informationsschichtlegierungen mit mindestens zwei dieser Materialien verwendet werden kann, erwiesen sich Ge, Sb, Te, In, Se, Bi, Ag, Ga, Sn, Pb, As.

Neben den dielektrischen Schichten und der Phasenwechselschicht können Metall-Wärmeableitschichten vorgesehen werden, welche während des Schreibvorgangs zur schnellen Wärmeableitung (Quenching) erforderlich sind, um eine Markenbildung zu ermöglichen. Solche Metallschichten dienen ebenfalls als Reflektor, um das Auslesen von Daten und/oder die Absorption der auftreffenden Strahlung durch die Aufzeichnungsschicht zu verbessern. Die folgenden Materialien oder deren Legierungen können in einem Aufzeichnungsstapel zur optischen Aufzeichnung in dem UV-Wellenlängenbereich verwendet werden: Al, Ag, Cu, Ag, Ir, Mo, Rh, Pt, Ni, Os, W.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

1 bis 3 – schematische Querschnitte verschiedener Ausführungsbeispiele eines optischen Aufzeichnungsträgers gemäß der vorliegenden Erfindung.

In 1 ist ein optischer Aufzeichnungsträger zum Aufzeichnen und/oder Lesen von Informationen unter Verwendung eines Strahls in dem UV-Wellenlängenbereich, vorzugsweise mit einer Wellenlänge im Bereich von 230 bis 270 nm, dargestellt. Der optische Aufzeichnungsträger weist eine Substratschicht (S) und einen Informationsstapel (R) auf mit:

  • – einer Informationsschicht (P) mit einem Material zur Ausbildung von, eine Information darstellenden Marken und Leerstellen durch Bestrahlen eines UV-Strahls,
  • – einer transparenten Deckschicht (C) auf der Oberseite der Seite des Aufzeichnungsträgers, welche dem auftreffenden UV-Strahl zugewandt ist. Die Deckschicht (C) besteht aus einer härtbaren Harzzusammensetzung, wobei es sich um ein reaktives Material auf Siliciumbasis handelt. 1 zeigt einen ersten schematischen Grundriss eines Aufzeichnungsträgers mit einem M/I2/P/I1/C-Informationsstapel R, welcher näher beschrieben wird, wobei M den Reflektor/die Wärmeableitschicht, P eine Phasenwechselinformationsschicht, I1 und I2 Schutz-/Interferenzschichten (dielektrische Schichten) oder mehrschichtige Strukturen und C eine Deckschicht zum Schutz des Informationsstapels darstellen, wobei es sich um einen so genannten MIPI-Stapel handelt. Die Deckschicht C kann auf der Oberseite der I1-Schicht vorgesehen sein. Ein bevorzugtes Material für die Deckschicht, welche eine Dicke im Bereich von 5 bis 300 &mgr;m aufweist, ist Sylgard 184 Siliconelastomer (Produkt von Dow Chemicals, ein Gemisch aus Komponenten (1)–(4), welches hauptsächlich Polydimethylsiloxan enthält). Das Material kann z.B. sehr gut durch Schleuderbeschichtung, eine Technik, welche auf diesem Gebiet allgemein bekannt ist, aufgebracht werden. Eine Schicht von 100 &mgr;m aus diesem Material weist bei 257 nm eine Transmission von mehr als 80% auf. Im Allgemeinen können diese Informationsstapel entweder die Polarität eines Low-to-High-Signals, wobei die Reflexion des beschriebenen Zustands höher als diese des unbeschriebenen Zustands ist, oder die Polarität eines High-to-Low-Signals, wobei die Reflexion des unbeschriebenen Zustands höher als diese des beschriebenen Zustands ist, aufweisen. Es sei erwähnt, dass die Informationsschicht P nicht auf eine wieder beschreibbare Phasenwechselschicht beschränkt ist. Die Informationsschicht kann ebenfalls eine Nur-Lese-Schicht sein; in diesem Fall ist die Nur-Lese-Schicht gewöhnlich eine reflektive Schicht, welche mit einer, die Informationen enthaltenden Reliefstruktur versehen ist. In dem zuletzt genannten Fall ist eine weitere Schicht M nicht unbedingt erforderlich. Die Informationsschicht kann ebenfalls durch eine einmal beschreibbare Schicht aus einem geeigneten Material, z.B. eine organische Farbschicht oder eine anorganische Metallschicht, dargestellt sein.

Im Allgemeinen sollte die Dicke der Metall-Wärmeableitschicht/reflektiven Schicht M größer als 10 nm, vorzugsweise größer als 15 nm, sein. Die Dicke der Phasenwechsel-Informationsschicht P sollte im Bereich von 3 bis 50 nm, vorzugsweise von 5 bis 25 nm, liegen. Die Dicke der zweiten dielektrischen Schicht I2 sollte im Bereich von 2 bis 50 nm, vorzugsweise 3 bis 25 nm, liegen. Die Dicke der ersten dielektrischen Schicht I1 sollte größer als 5 nm, vorzugsweise größer als 10 nm, sein.

Zum Beispiel wird vorzugsweise ein Aufzeichnungsstapel mit Si3N4 als dielektrische Schichten I1, I2, Al als Metall-Wärmeableitschicht M und einer In-dotierten Sb-Te-Legierung als Phasenwechselinformationsschicht P vorgeschlagen. Die Stapelanordnung umfasst S/M/I2/P/I1/C, wie in 1 dargestellt, wobei M die erste, auf dem Plattensubstrat S aufgebrachte Schicht darstellt und der UV-Laserstrahl L, vorzugsweise mit einer Wellenlänge von 266 nm, von der I1-Schicht-Seite durch die Deckschicht C in den Stapel eintritt.

Zusätzlich kann auf der Oberseite der Deckschicht C auf der, dem UV-Strahl zugewandten Seite eine transparente oder halb transparente, hartvergütete Schicht vorgesehen sein (nicht dargestellt). Durch die hartvergütete Schicht kann der mechanische Widerstand des Aufzeichnungsträgers verbessert werden. Die hartvergütete Schicht besteht vorzugsweise aus Si2-, C- oder S-enthaltenden Materialien und weist eine Dicke im Bereich von 5 nm bis 300 &mgr;m auf. Die Schichten P, I und M können durch bekannte Schleuderbeschichtungs- und/oder Aufdampftechniken aufgebracht werden.

In 2 ist ein mehrschichtiger, optischer Aufzeichnungsträger dargestellt, welcher weiterhin mindestens einen zusätzlichen Informationsstapel und mindestens eine transparente Abstandsschicht aufweist, um die Informationsstapel voneinander zu trennen, wobei die Abstandsschicht (SP) aus einer Harzzusammensetzung besteht, welche eine oder mehrere der Komponenten (1)–(4) enthält. Wie dargestellt, weist der Träger zwei Informationsstapel R1, R2 auf, welche durch eine Abstandsschicht SP voneinander getrennt sind. Die Abstandsschicht kann z.B. durch Schleuderbeschichtung vorgesehen werden. Ein bevorzugtes Material für die Abstandsschicht ist Sylgard 184 Siliconelastomer (Produkt von Dow Chemicals, ein Gemisch aus Komponenten (1)–(4), welches hauptsächlich Polydimethylsiloxan enthält) und wird in einer Dicke im Bereich von 1 &mgr;m bis 100 &mgr;m aufgebracht. Ein solcher optischer Aufzeichnungsträger weist eine höhere (in diesem Fall in etwa die zweifache) Kapazität als der optische Aufzeichnungsträger mit nur einem Informationsstapel auf. Auf sämtliche Informationsstapel in einem solchen Aufzeichnungsträger wird durch den auftreffenden UV-Strahl L von der gleichen Seite des Aufzeichnungsträgers zugegriffen.

3 zeigt einen doppelseitigen, optischen Aufzeichnungsträger mit einem Informationsstapel R1, R2 auf jeder Seite des Substrats. Wie dargestellt, weist der Aufzeichnungsträger einen Informationsstapel R1, R2 je Seite des Substrats S auf. Ein solcher Aufzeichnungsträger weist eine höhere (in diesem Fall die zweifache) Kapazität als der Aufzeichnungsträger mit nur einem Informationsstapel auf. Bei einem solchen Träger wird auf die Informationsstapel R1, R2, welche sich auf jeder Seite des Substrats S befinden, durch den auftreffenden UV-Strahl L von der Seite des Substrats S, auf der diese positioniert sind, zugegriffen. Doppelseitige Mehrschichtmedien sind ebenfalls absehbar. Des Weiteren können Small-Form-Factor-Optical-(SFFO)-Aufzeichnungsträger, z.B. < 30 mm Durchmesser, zur Verwendung bei UV-Strahlen abgesehen werden. Diese SFFO-Träger könnten auf Grund der hohen Datendichte, welche bei UV-Strahlen erreichbar ist, noch immer eine wesentliche Menge Daten, z.B. > 2 GB, enthalten.

Zur Aufzeichnung und/oder zum Lesen kann eine ähnliche Vorrichtung, wie für BD-Träger verwendet, normale Größe sowie SFFO, verwendet werden.

In den Ansprüchen sind in Klammern gesetzte Bezugszeichen nicht als Beschränkung des Anspruchs anzusehen. Das Wort „aufweisen" bzw. „aufweist" bzw. „weist auf" schließt nicht das Vorhandensein von anderen Elementen oder Schritten als den in einem Anspruch aufgeführten aus. Das Wort „ein" bzw. „eine" vor einem Element schließt nicht das Vorhandensein mehrerer solcher Elemente aus. Die bloße Tatsache, dass bestimmte Maßnahmen in verschiedenen Unteransprüchen aufgeführt sind, besagt nicht, dass eine Kombination aus diesen Maßnahmen nicht vorteilhaft eingesetzt werden kann.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein optischer Aufzeichnungsträger zur Verwendung bei einem UV-Strahl zur Aufzeichnung und/oder zum Lesen, vorzugsweise in einem Wellenlängenbereich von 230 bis 270 nm, vorgeschlagen. Zusammen mit einer numerischen Apertur von NA = 0,85 ist der effektive Spot-Radius (1/e der approximativen Gaußschen Verteilung) eines Systems mit &lgr; = 266 nm RO = 99 nm. Wird der effektive Spot-Radius berücksichtigt, kann festgestellt werden, dass eine Datenkapazität von 60–65 Gigabyte bei solchen Aufzeichnungsträgern erreichbar ist. Weiterhin zeigt es sich, dass die erreichte Datenkapazität bei einer geringeren numerischen Apertur (zum Beispiel NA = 0,65) zu niedrig ist, und dass eine numerische Apertur von NA = 0,85 erforderlich ist.


Anspruch[de]
Optischer Aufzeichnungsträger zur Aufzeichnung und/oder zum Lesen von Informationen unter Verwendung eines Strahls (L) in dem UV-Wellenlängenreich, vorzugsweise mit einer Wellenlänge im Bereich von 230 bis 270 nm, welcher eine Substratschicht (S) und einen Informationsstapel (R) aufweist mit:

– einer Informationsschicht (P) mit einem Material zur Ausbildung von, eine Information darstellenden Marken und Leerstellen durch Bestrahlen des UV-Strahls,

– einer Deckschicht (C) auf der Oberseite der Seite des Aufzeichnungsträgers, welche dem auftreffenden UV-Strahl zugewandt ist,

dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (C) aus einer gehärteten Harzzusammensetzung besteht, bei der es sich um reaktives Material auf Siliciumbasis handelt.
Optischer Aufzeichnungsträger nach Anspruch 1, wobei die Harzzusammensetzung enthält wobei R1, R2, R3, R4 = Wasserstoff, C1-C10-Alkyl, Vinyl, Phenyl, Hydroxid, Amino, Halogenatom und von R1, R2, R3 und R4 mindestens eines Wasserstoff ist. Optischer Aufzeichnungsträger nach Anspruch 2, wobei die Harzzusammensetzung weiterhin enthält wobei R1, R2, R3 und R4 die gleiche Bedeutung haben wie in Anspruch 2. Optischer Aufzeichnungsträger nach einem der Ansprüche 2–3, wobei die Harzzusammensetzung weiterhin enthält wobei R1, R2, R3 und R4 die gleiche Bedeutung haben wie in Anspruch 2. Optischer Aufzeichnungsträger nach einem der Ansprüche 2–4, wobei Komponente (1) in einer Menge von 40–70 Gew.%, basierend auf dem Gesamtgewicht der härtbaren Harzzusammensetzung, vorkommt. Optischer Aufzeichnungsträger nach einem der Ansprüche 2–5, wobei Komponente (2) in einer Menge von 15–40 Gew.%, basierend auf dem Gesamtgewicht der härtbaren Harzzusammensetzung, vorkommt. Optischer Aufzeichnungsträger nach einem der Ansprüche 2–6, wobei Komponente (3) in einer Menge von 10–30 Gew.%, basierend auf dem Gesamtgewicht der härtbaren Harzzusammensetzung, vorkommt. Optischer Aufzeichnungsträger nach einem der Ansprüche 2–7, wobei Komponente (4) in einer Menge von 1,0–5,0 Gew.%, basierend auf dem Gesamtgewicht der härtbaren Harzzusammensetzung, vorkommt. Optischer Aufzeichnungsträger nach Anspruch 1, welcher weiterhin mindestens einen zusätzlichen Aufzeichnungsstapel und mindestens eine transparente Abstandsschicht (SP) aufweist, um die Aufzeichnungsstapel voneinander zu trennen, wobei die Abstandsschicht aus einer Harzzusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1–8 bestehen. Optischer Aufzeichnungsträger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, welcher mindestens eine Zusatzschicht (I, M) mit einem Material aufweist, welches aus der Gruppe von Materialien, der Al2O3, SiO2, C, NaCl, ZrO, Si3N4, LiF, KCl, Al, Ag, Cu, Ag, Ir, Mo, Rh, Pt, Ni, Os, W angehören, ausgewählt wird. Verwendung einer Harzzusammensetzung, wie in einem der Ansprüche 1–4 zur Herstellung einer optischen Aufzeichnungsschicht zum Aufzeichnen und/oder Lesen von Informationen unter Verwendung eines Strahls (L) in dem UV-Wellenlängenbereich offenbart.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com