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Dokumentenidentifikation DE102005039640A1 01.03.2007
Titel Magnetventil
Anmelder Bürkert Werke GmbH & Co. KG, 74653 Ingelfingen, DE
Erfinder Gauss, Wilhelm, 74676 Niedernhall, DE
Vertreter Prinz und Partner GbR, 80335 München
DE-Anmeldedatum 22.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005039640
Offenlegungstag 01.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.2007
IPC-Hauptklasse F16K 31/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Magnetventil (10) mit einem Ventilgehäuse (12), einer Magnetspuleneinheit (14), die einen Spulenkörper (16) aufweist, und einem Ventilbauteil (18), das an seinem freien, ersten axialen Ende (20) als Kernstück (22) ausgebildet ist und an seinem offenen, zweiten axialen Ende (24) als Kernführungsrohr (26) ausgebildet und lösbar mit dem Ventilgehäuse (12) verbunden ist. Die Magnetspuleneinheit (14) ist in Richtung zum Ventilgehäuse (12) über das Ventilbauteil (18) gestülpt und in Anlage mit dem Ventilgehäuse (12), wobei der Spulenkörper (16) das Ventilbauteil (18) umgibt und das freie Ende (20) des Ventilbauteils (18) aus der Magnetspuleneinheit (14) herausragt. Am freien Ende (20) des Ventilbauteils (18) sind Befestigungsmittel angeordnet, die ein U-förmiges Federblech (60) aufweisen, welches mit einem inneren Rand (82) in eine Nut (52) am freien Ende (20) des Ventilbauteils (18) eingreift, so daß die Magnetspuleneinheit (14) zwischen dem freien Ende (20) des Ventilbauteils (18) und dem Ventilgehäuse (12) axial gehalten ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Magnetventil.

Magnetventile sind die in der Fluidtechnik am häufigsten verwendeten Steuerungsglieder. Ihre Aufgaben sind das Absperren, Freigeben, Dosieren, Verteilen oder Mischen von Gasen oder Flüssigkeiten. Insbesondere bei hochbeanspruchten Ventilen müssen hin und wieder einzelne Bauelemente im Fluidikteil des Ventils, häufiger aber noch beispielsweise eine Magnetspuleneinheit des Ventilantriebs ersetzt werden. In diesen Fällen ist eine möglichst schnelle Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit des Magnetventils mit geringst möglichem Aufwand gefordert, um die Reparaturkosten und die Ausfallzeit des hydraulischen oder pneumatischen Systems gering zu halten.

Die Erfindung schafft ein Magnetventil mit einem Ventilgehäuse, einer Magnetspuleneinheit, die einen Spulenkörper aufweist, und einem Ventilbauteil, das an seinem freien, ersten axialen Ende als Kernstück ausgebildet ist und an seinem offenen, zweiten axialen Ende als Kernführungsrohr ausgebildet und lösbar mit dem Ventilgehäuse verbunden ist, wobei die Magnetspuleneinheit in Richtung zum Ventilgehäuse über das Ventilbauteil gestülpt und in Anlage mit dem Ventilgehäuse ist, der Spulenkörper das Ventilbauteil umgibt und das freie Ende des Ventilbauteils aus der Magnetspule herausragt, und wobei am freien Ende des Ventilbauteils Befestigungsmittel angeordnet sind, die ein U-förmiges Federblech aufweisen, welches mit einem inneren Rand in eine Nut am freien Ende des Ventilbauteils eingreift, so daß die Magnetspuleneinheit zwischen dem freien Ende des Ventilbauteils und dem Ventilgehäuse axial gehalten ist. Dieses erfindungsgemäße Magnetventil bietet den Vorteil, daß das Ventilgehäuse und das Ventilbauteil mittels einer lösbaren Verbindung einen abgeschlossenen Fluidikteil des Magnetventils bilden. Bei Reparaturen am Fluidikteil sind die einzelnen Bauelemente durch die lösbare Verbindung leicht zugänglich, beim Austausch des Magnetventilantriebs bleibt der Fluidikteil unberührt, so daß kein Entleeren des Hydraulik- oder Pneumatiksystems notwendig ist. Die Magnetspuleneinheit als wesentlicher Bestandteil des Ventilantriebs ist einfach austauschbar, da sie lediglich über das Ventilbauteil gestülpt und zwischen dem freien Ende des Ventilbauteils und dem Ventilgehäuse axial gehalten ist. Am freien Ende sind die Befestigungsmittel besonders leicht zugängig, da die Magnetspuleneinheit auch in Richtung des freien, ersten axialen Endes des Ventilbauteils entnommen und eine neue Magnetspuleneinheit in entgegengesetzter Richtung über das Ventilbauteil gestülpt wird. Durch die vorhandene Nut ist eine besonders einfache und zuverlässige axiale Fixierung möglich, die jedoch eine Verdrehung des Federblechs relativ zum Ventilbauteil zuläßt.

Bevorzugt weisen die Befestigungsmittel auch ein Handrad auf, das drehfest mit dem U-förmigen Federblech verbunden ist. Damit sind die Befestigungsmittel, welche die Magnetspuleneinheit zwischen dem freien Ende des Ventilbauteils und dem Ventilgehäuse axial halten, besonders einfach zu betätigen. Die Betätigung erfolgt per Hand, Werkzeuge sind zum axialen Fixieren oder Lösen der Magnetspuleneinheit im allgemeinen nicht nötig. Lediglich im Fall sehr schwergängiger Befestigungsmittel (infolge Verschmutzung, Verklebung, einsetzender Korrosion, o.ä.) kommen Werkzeuge, wie beispielsweise eine Zange oder ein Gabelschlüssel, zum Einsatz. Um diese Werkzeuge wirkungsvoll einsetzen zu können, ist das Handrad entsprechend ausgebildet, es weist z.B. Angriffsflächen für eine Zange oder eine Außenkontur für einen Gabelschlüssel auf. Wie oben bereits erwähnt, ist das Handrad am freien Ende des Ventilbauteils gut zugängig, da die Befestigungsstelle in Einschub- bzw. Entnahmerichtung der Magnetspuleneinheit liegt.

Die Befestigungsmittel können einen Haltering aufweisen, welcher drehfest mit der Magnetspuleneinheit verbunden ist und eine Kurvenbahn mit Kerben aufweist. Dies stellt eine einfache Möglichkeit dar, die axiale Lage eines Bauteils oder eines Bauteilabschnitts durch Verdrehung gegenüber dem Haltering progressiv zu ändern.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das U-förmige Federblech an einem äußeren Rand Gleitvorsprünge auf, die auf der Kurvenbahn des Halterings gleiten und in die Kerben einrasten können, so daß das Federblech zwischen seinem inneren Rand und seinem äußeren Rand elastisch verformt ist. Damit wird eine dauerhafte Vorspannung zwischen dem inneren und äußeren Rand aufgebracht, die sehr leicht gelöst und erneut aufgebracht werden kann. Da der innere Rand in der Nut am ersten Ende des Ventilbauteils festliegt und der äußere Rand über den Haltering an der Magnetspuleneinheit anliegt, ist die Magnetspuleneinheit zwischen dem ersten Ende des Ventilbauteils und dem Ventilgehäuse axial gehalten und vorgespannt. Infolge der elastischen Verformung des Federblechs können ferner Herstellungstoleranzen des Ventilbauteils oder der Magnetspuleneinheit ausgeglichen werden.

In einer weiteren Ausführungsform weist das Handrad einen Bund und die Magnetspuleneinheit Führungsstege auf, wobei der Bund und die Führungsstege in einer verspannten Stellung des Magnetventils so zusammenwirken, daß in radialer Richtung eine Relativbewegung zwischen der Magnetspuleneinheit und dem Handrad blockiert ist. Durch diese Maßnahme ist die Befestigung der Magnetspuleneinheit auf einfache Weise gegen unbeabsichtigtes Lösen der Befestigung gesichert.

Darüber hinaus ist es möglich, am Ventilgehäuse eine Verdrehsicherung vorzusehen, die an der Magnetspuleneinheit so angreift, daß zwischen der Magnetspuleneinheit und dem Ventilgehäuse eine drehfeste, aber in axialer Richtung lösbare Verbindung entsteht. Die Magnetspuleneinheit ist somit nicht nur axial gehalten, sondern auch drehfest gegenüber dem Ventilgehäuse angebracht. Die Lage der Magnetspuleneinheit ist also eindeutig festgelegt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. In diesen zeigen:

1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Magnetventil in einer nicht-verspannten Stellung;

2 eine Explosionsansicht des erfindungsgemäßen Magnetventils;

3 einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Magnetventil aus 1 in einer verspannten Stellung; und

4 eine perspektivische Ansicht einer Verdrehsicherung

Die 1 stellt ein Magnetventil 10 dar, mit einem Ventilgehäuse 12, einer Magnetspuleneinheit 14, die einen Spulenkörper 16 mit einer Kupferwicklung 17 aufweist, und einem Ventilbauteil 18, das an seinem freien, ersten axialen Ende 20 als Kernstück 22 ausgebildet ist und an seinem offenen, zweiten axialen Ende 24 als Kernführungsrohr 26 ausgebildet und lösbar mit dem Ventilgehäuse 12 verbunden ist.

In der vorliegenden Ausführung gemäß 1 bildet das zweite axiale Ende 24 des Ventilbauteils 18 einen Befestigungsrand 28 aus. Die lösbare Verbindung zum Ventilgehäuse 12 ist durch einen Gewindering 30 hergestellt, der am Befestigungsrand 28 angreift und in ein Gewinde am Ventilgehäuse 12 eingeschraubt ist. Alternativ kann das Ventilbauteil 18 auch mit dem Ventilgehäuse 12 verrastet oder nach Art eines Bajonettverschlusses verbunden sein. Die Verbindung muß allerdings so fest und dicht ausgeführt sein, daß sie einem hohen Betriebsdruck und größeren Druckschwankungen zuverlässig standhält.

In den Abschnitt des Ventilbauteils 18, der als Kernführungsrohr 26 ausgebildet ist, sind in bekannter Art und Weise ein beweglicher Kern 32, ein mit dem beweglichen Kern 32 gekoppelter Schließkörper 34 sowie Federn 36 eingebaut. Das Kernführungsrohr 26 mit diesen Einbauteilen bildet zusammen mit dem Ventilgehäuse 12, insbesondere einem Einlaßkanal 38 und einem Dichtsitz 40 eines Auslaßkanals 42 des Ventilgehäuses, einen abgeschlossenen Fluidikteil des Magnetventils 10 aus. In anderen Ausführungsformen nimmt das Kernführungsrohr 26 zusätzlich ein Pilotventil (nicht gezeigt) auf.

Nach dem Zusammenbau des abgeschlossenen Fluidikteils wurde die Magnetspuleneinheit 14 in Richtung zum Ventilgehäuse 12 über das Ventilbauteil 18 gestülpt und ist in Anlage mit dem Ventilgehäuse 12. Das freie Ende 20 des Ventilbauteils 18 ragt aus der Magnetspuleneinheit 14 heraus. Am freien Ende 20 des Ventilbauteils 18 sind Befestigungsmittel vorgesehen, um die Magnetspuleneinheit 14 zwischen dem freien Ende 20 und dem Ventilgehäuse 12 axial zu halten.

Die Montage der Magnetspuleneinheit 14 sowie die detaillierte Ausbildung der Befestigungsmittel sind in der Explosionsansicht von 2 gut zu erkennen. Selbstverständlich ist der Fluidikteil des Magnetventils 10, wie oben beschrieben, vor der Montage der Magnetspuleneinheit 14 vollständig zusammengebaut. In der 2 ist lediglich aus Darstellungsgründen nur das Ventilbauteil 18 des Fluidikteils gezeigt.

Das Ventilbauteil 18 setzt sich zusammen aus dem Kernstück 22 und dem Kernführungsrohr 26, welches mit dem Kernstück 22 verschweißt ist. Das Kernstück 22 kann in weiteren Ausführungsformen auch einstückig mit dem Kernführungsrohr 26 ausgeführt oder auf sonstige Art und Weise fest dichtend und unverschieblich mit dem Kernführungsrohr 26 verbunden sein. Das Kernstück 22 und das Kernführungsrohr 26 werden insgesamt als Ventilbauteil 18 bezeichnet. Der Abschnitt des Kernstücks 22 weist im vorliegenden Beispiel eine Entlüftungsbohrung 44 auf, ist ansonsten aber im wesentlichen massiv ausgebildet. Nahe des ersten axialen Endes 20 des Ventilbauteils 18 ist eine umlaufende Nut 52 ausgebildet, auf die weiter unten noch näher eingegangen wird. Das zweite axiale Ende 24 des Ventilbauteils 18 ist aufgeweitet und bildet den Befestigungsrand 28 aus.

Zunächst ist die Magnetspuleneinheit 14 in Richtung vom ersten axialen Ende 20 zum zweiten axialen Ende 24 über das Ventilbauteil 18 gestülpt. Um im fertigmontierten Zustand die Dichtheit zu gewährleisten und Klapper- oder Vibrationsgeräusche zwischen dem Ventilbauteil 18 und der Magnetspuleneinheit 14 zu vermeiden, sind zwei Kunststoffringe 54, 56 vorgesehen, die im fertigmontierten Zustand zwischen das Ventilbauteil 18 und die Magnetspuleneinheit 14 komprimiert sind (3). Nach dem Einsetzen der Magnetspuleneinheit 14 umgibt der Spulenkörper 16 das Ventilbauteil 18, und das freie Ende 20 des Ventilbauteils 18 ragt aus der Magnetspuleneinheit 14 heraus.

Die Befestigungsmittel zum Fixieren der Magnetspuleneinheit 14 umfassen ein Handrad 58, ein U-förmiges Federblech 60 und einen Haltering 62.

Der Haltering 62 ist so über das freie Ende 20 des Ventilbauteils 18 geführt, daß er ebenfalls das Ventilbauteil 18 umgibt und in einer Vertiefung der Magnetspuleneinheit 14 liegt. Am Haltering 62 sind radial nach außen abstehende Nasen 64 vorgesehen, die in Aussparungen 68 der Magnetspuleneinheit 14 eingreifen, so daß der Haltering 62 drehfest mit der Magnetspuleneinheit 14 verbunden ist. Auf der der Magnetspuleneinheit 14 abgewandten Seite weist der Haltering 62 eine Kurvenbahn 72 auf. Die Kurvenbahn 72 weist an ihren höchsten Erhebungen zwei Kerben 74 auf.

Der Haltering 62 ist hier als metallenes Einlegeteil ausgeführt, in anderen Ausführungsformen ist er mit der Magnetspuleneinheit 14 einstückig ausgebildet oder verklebt, etc.

In 2 ist ferner das Handrad 58 zu sehen, welches U-förmig ausgeschnitten ist, so daß es im Bereich des ersten Endes 20 des Ventilbauteils 18 radial auf das Ventilbauteil 18 geschoben werden kann. In einer aufgeschobenen Stellung liegt der Mittelpunkt des Handrads 58 genau auf der Achse des Ventilbauteils 18.

Das Handrad 58 ist drehfest mit dem Federblech 60 verbunden. Hierfür sind z.B. Haken 76 am Federblech 60 so abgebogen, daß sie in komplementäre Ausnehmungen am Handrad 58 eingreifen. In axialer Richtung kann das Handrad 58 fest mit dem Federblech 60 verbunden oder lose aufgesteckt und lösbar (abnehmbar) sein. An einem äußeren Rand 78 des Federblechs 60 sind, beispielsweise durch Prägen, zwei Gleitvorsprünge 80 geformt. Bevorzugt liegen sich diese Gleitvorsprünge 80 gegenüber. Ein innerer Rand 82 des U-förmigen Federblechs 60 ist so dimensioniert, daß das Federblech 60 zusammen mit dem Handrad 58 in radialer Richtung so auf das Ventilbauteil 18 geschoben werden kann, daß der innere Rand 82 in die Nut 52 des Ventilbauteils 18 eingreift.

Dabei schiebt sich ein Bund 84, der an einer der Magnetspuleneinheit 14 zugewandten Seite des Handrads 58 vorgesehen ist, zwischen zwei gegenüberliegende Führungsstege 86, die auf einer dem Handrad 58 zugewandten Seite der Magnetspuleneinheit 14 vorgesehen sind. Entsprechend ist der Abstand zwischen den Führungsstegen 86 senkrecht zur Einschubrichtung (Pfeilrichtung in 1) des Handrads 58 geringfügig größer als der Durchmesser des Bundes 84.

Das Handrad 58 ist vorzugsweise so geformt, daß es eine gute Angriffsfläche zum Verdrehen des Handrads 58 um die Achse des Ventilbauteils 18 ermöglicht. Beim Verdrehen des Handrads 58 und damit des drehfest mit dem Handrad 58 verbundenen Federblechs 60 gleitet der innere Rand 82 des Federblechs 60 in der Nut 52 des Ventilbauteils 18, bleibt aber in ständigem Eingriff mit der Nut 52. Ferner gleiten die Gleitvorsprünge 80 des Federblechs 60 auf der Kurvenbahn 72 des Halterings 62. Dabei verformt sich das Federblech 60 zwischen seinem inneren Rand 82, der in axialer Richtung in der Nut 52 gehalten ist, und seinem äußeren Rand 78, der mit seinen Gleitvorsprüngen 80 der Kurvenbahn 72 folgt. Am höchsten Punkt der Kurvenbahn 72 sind die Kerben 74 vorgesehen, in welche die Gleitvorsprünge 80 einrasten können. Damit ist das Federblech 60 und dementsprechend auch das Handrad 58 in Drehrichtung arretiert.

Infolge dieser elastischen Verformung des Federblechs 60 entsteht Zug im Ventilbauteil 18 und Druck in der Magnetspuleneinheit 14. Damit ist die Magnetspuleneinheit 14 zwischen dem freien Ende 20 des Ventilbauteils 18 und dem Ventilgehäuse 12 axial gehalten. Dadurch, daß sogar eine leichte Vorspannung aufgebracht ist, können Herstellungstoleranzen, z.B. des Ventilbauteils 18 oder der Magnetspuleneinheit 14 ausgeglichen werden.

Die 1 zeigt eine Situation, bei der das Handrad 58 mit dem Federblech 60 bereits auf das Ventilbauteil 18 aufgeschoben ist (in Pfeilrichtung), so daß der innere Rand 82 bereits in die Nut 52 eingreift. In axialer Richtung herrscht allerdings noch ein gewisses Spiel, so daß die Magnetspuleneinheit 14 eine geringfügige axiale Bewegungsfreiheit aufweist. Das Magnetventil 10 befindet sich in einer nicht-verspannten Stellung.

Die 3 zeigt eine Situation, bei der das Handrad 58 mit dem Federblech 60 bereits soweit verdreht wurde, daß die Gleitvorsprünge 80 in den Kerben 74 eingerastet sind (im vorliegenden Beispiel: Drehung um 90°). Der verformte Kunststoffring 54 zeigt bereits an, daß die Magnetspuleneinheit 14 nun zwischen dem freien Ende 20 des Ventilbauteils 18 und dem Ventilgehäuse 12 verspannt ist. Ein ungewolltes Lösen dieser verspannten Stellung des Magnetventils 10 durch radiales Herausgleiten des Handrads 58 und des Federblechs 60 kann infolge deren U-förmiger Ausbildung und Verdrehung um 90° nur in einer Richtung senkrecht zur Einschubrichtung des Handrads 58 erfolgen. Eine Bewegung in dieser Richtung wird jedoch dadurch blockiert, daß der Bund 84 an einem der Führungsstege 86 anstößt. Der Bund 84 und die Führungsstege 86 stellen also in der verspannten Stellung des Magnetventils 10 eine Befestigungssicherung der Magnetspuleneinheit 14 dar.

Zum Entnehmen der Magnetspuleneinheit 14 muß das Handrad 58 mit dem Federblech 60 um weitere 90° verdreht (bzw. um 90° zurückgedreht) und radial vom Ventilbauteil 18 entfernt werden. Beim Verdrehen muß zunächst der Widerstand, den die Arretierung zwischen den Gleitvorsprüngen 80 und den Kerben 74 entgegensetzt, überwunden werden.

Um die Magnetspuleneinheit 14 nicht nur axial zu halten, sondern auch eine Relativdrehung zwischen Magnetspuleneinheit 14 und Ventilgehäuse 12 zu verhindern, ist eine zusätzliche Verdrehsicherung 88 nach 4 vorgesehen. Die Verdrehsicherung 88 ist fest am Ventilgehäuse 12 vormontiert und weist mehrere Zähne auf, die sich axial in Richtung zum ersten Ende 20 des Ventilbauteils 18 erstrecken. Beim Aufschieben der Magnetspuleneinheit 14 auf das Ventilbauteil 18 greift eine komplementäre Verzahnung in der Magnetspuleneinheit 14 so in die Verzahnung der Verdrehsicherung 84 ein, daß eine gegenseitige Verdrehung ausgeschlossen ist. Nach dem Verspannen der Magnetspuleneinheit 14 durch Verdrehen des Handrads 58 ist die Magnetspuleneinheit 14 eindeutig in ihrer Lage festgelegt.

Damit ist die Magnetspuleneinheit 14 fixiert, ohne daß sie gegenüber dem Ventilgehäuse 12 bei der Montage verdreht werden muß, was besondere Vorteile bei beengten Platzverhältnissen bietet.


Anspruch[de]
Magnetventil (10) mit einem Ventilgehäuse (12), einer Magnetspuleneinheit (14), die einen Spulenkörper (16) aufweist, und einem Ventilbauteil (18), das an seinem freien, ersten axialen Ende (20) als Kernstück (22) ausgebildet ist und an seinem offenen, zweiten axialen Ende (24) als Kernführungsrohr (26) ausgebildet und lösbar mit dem Ventilgehäuse (12) verbunden ist,

wobei die Magnetspuleneinheit (14) in Richtung zum Ventilgehäuse (12) über das Ventilbauteil (18) gestülpt und in Anlage mit dem Ventilgehäuse (12) ist, der Spulenkörper (16) das Ventilbauteil (18) umgibt und das freie Ende (20) des Ventilbauteils (18) aus der Magnetspuleneinheit (14) herausragt,

und wobei am freien Ende (20) des Ventilbauteils (18) Befestigungsmittel angeordnet sind, die ein U-förmiges Federblech (60) aufweisen, welches mit einem inneren Rand (82) in eine Nut (52) am freien Ende (20) des Ventilbauteils (18) eingreift, so daß die Magnetspuleneinheit (14) zwischen dem freien Ende (20) des Ventilbauteils (18) und dem Ventilgehäuse (12) axial gehalten ist.
Magnetventil (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel ein Handrad (58) aufweisen, das drehfest mit dem U-förmigen Federblech (60) verbunden ist. Magnetventil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel einen Haltering (62) aufweisen, welcher drehfest mit der Magnetspuleneinheit (14) verbunden ist und eine Kurvenbahn (72) mit Kerben (74) aufweist. Magnetventil (10) nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das U-förmige Federblech (60) an einem äußeren Rand (78) Gleitvorsprünge (80) aufweist, die auf der Kurvenbahn (72) des Halterings (62) gleiten und in die Kerben (74) einrasten können, so daß das Federblech (60) zwischen seinem inneren Rand (82) und seinem äußeren Rand (78) elastisch verformt ist. Magnetventil (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Handrad (58) einen Bund (84) und die Magnetspuleneinheit (14) Führungsstege (86) aufweist, wobei der Bund (84) und die Führungsstege (86) in einer verspannten Stellung des Magnetventils (10) so zusammenwirken, daß in radialer Richtung eine Relativbewegung zwischen der Magnetspuleneinheit (14) und dem Handrad (58) blockiert ist. Magnetventil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Ventilgehäuse (12) eine Verdrehsicherung (88) vorgesehen ist, die an der Magnetspuleneinheit (14) so angreift, daß zwischen der Magnetspuleneinheit (14) und dem Ventilgehäuse (12) eine drehfeste, aber in axialer Richtung lösbare Verbindung entsteht.






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