PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE602004002988T2 01.03.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001482683
Titel System und Verfahren zur Datenweiterleitung
Anmelder Harris Corp., Melbourne, Fla., US
Erfinder Stultz, Robert D., Melbourne, FL 32934, US;
Hamilton, John A., Melbourne, FL 32940, US;
Overturf, John D., West Melbourne, FL 32904, US;
Whedbee, Kenneth C. Jr., Satellite Beach, FL 32937, US
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 602004002988
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.05.2004
EP-Aktenzeichen 040109498
EP-Offenlegungsdatum 01.12.2004
EP date of grant 02.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.2007
IPC-Hauptklasse H04L 12/56(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04L 12/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Viele Kommunikationssysteme sind paketgebunden; in einigen Gebieten wie der Kampffeldführung von Menschen, Panzern und anderen Gegenständen sind die Pakete schwer zu verwirklichen. Zum Beispiel kann es schwierig sein zu bestimmen, welche Daten zuerst übertragen werden. Es gibt Berücksichtigungen der eingeschränkten Bandbreite; und es ist schwierig, zu bestimmen, welche Pakete verworfen, und welche gesendet werden. Dies könnte in jeder Kampffeldführungssituation entscheidend sein, in der sich eine Kampfgruppe zu bewegen beginnt und ihre Daten für irgendeine Befehlseinheit, die jene Daten empfängt und verarbeitet, wichtiger werden (oder höhere Priorität haben). Natürlich sollten keine Daten hoher Priorität verworfen werden, und sie müssen auf irgendeine Weise zur Befehlsgewalt weitergeleitet werden.

Es sind einige Datenbanklösungen vorgeschlagen worden. In einer vorgeschlagenen Lösung sind Aktualisierungen transaktionsgebunden, wobei jede Transaktion zusätzliche Informationen beinhaltet, die für die Weiterleitung und Verarbeitung der Daten nötig sind. Jegliche Replizierung eines Datensatzes und dessen Aktualisierungshäufigkeit würde eine erhebliche Softwareentwicklung verlangen. Auch sind die Stausteuerung und Priorisierung schwierig zu verwirklichen und abzuändern. Mit sich ändernder Priorität und/oder stärkerer Dynamik der Daten wird es umso schwieriger, eine Lösung zu finden, wie sie optimal weiterzuleiten sind.

Abriss der Erfindung

In Anbetracht des obigen Hintergrunds ist es deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Datenreplizierungssystem und ein Datenreplizierungsverfahren bereitzustellen, welche die Nachteile des Stands der Technik überwinden.

Zur Lösung dieser Aufgabe stellt die vorliegende Erfindung ein System gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren gemäß Anspruch 5 bereit.

Die vorliegende Erfindung verwendet ein datenbankgesteuertes Bündelungs-/Entbündelungssystem bzw. Multiplex/Demultiplexsystem (auch als Kommutierungs-/Dekommutierungssystem bezeichnet), vorzugsweise auf Basis der OS/Comet®-Produktreihe als ein handelsübliches Produkt, das von Harris Corporation aus Melbourne, Florida, zur Führung und Steuerung und sowie zum Zusammenbau und zum Testen von Satelliten hergestellt und verkauft wird.

Die vorliegende Erfindung verlangt wenig Softwareentwicklung. Sie ist einfach abzuwandeln und datenbankgesteuert. Die Erfindung benutzt ein dynamisches Bündelungsformat (d.h. ein Multiplex-Format) und wechselt das Format, um die Priorisierung von Daten zu ändern. Das neue Bündelungsformat verändert den Datensatz und die Aktualisierungshäufigkeit dynamisch. Ein neues Bündelungsformat kann von einem Sender oder Empfänger eingeleitet werden. Jegliche Stausteuerung auf einem Kommunikationskanal, beispielsweise einem seriellen Kommunikationskanal, kann durch die Bündelungsformatdefinition gesteuert werden.

Die vorliegende Erfindung ist vorteilhaft gegenüber sonstiger Datenbanktransaktionsverarbeitung (DTP) und erlaubt dem Bündelungs-/Entbündelungsverfahren die Replizierung von Daten, die außerhalb von Telemetriesystemen eingesetzt werden, etwa in Kampffeldführungssystemen. Aufbauend auf einem verfügbaren Datensatz kann das System die erfassten Daten, ihre Aktualisierungshäufigkeit und ihre Priorität für jegliche übertragene Daten sichtbar festlegen. Neue Bündelungsformate können erzeugt und dynamisch abgewandelt werden und aufbauend auf irgendwelchen von dem Sender oder Empfänger wahrgenommenen Notwendigkeiten eingeleitet werden. Neue Bündelungsformate können auf sich verändernden Datennotwendigkeiten, der erforderlichen Aktualisierungshäufigkeit und irgendwelchen Bandbreitebeschränkungen aufbauen. Stau und Priorisierung können über die Bündelungsformatdefinition gesteuert werden. Ein Sender kann einem oder mehreren Empfängern mehrere Bündelungsformate bereitstellen.

Das System leitet Daten weiter und umfasst eine Bündelungseinheit bzw. Bündelungsmaschine zum Bündeln von Daten von verschiedenen Datenquellen zu einem Datenstrom nach Maßgabe eines Bündelungsformats. Eine Entbündelungseinheit bzw. Entbündelungsmaschine empfängt den Datenstrom und repliziert die Daten. Eine Bündelungsdatenbank hält bei den Bündelungs- und Entbündelungseinheiten wirksame Bündelungsformatdefinitionen und steuert die Bündelung und Entbündelung nach Maßgabe des Bündelungsformats. Die Datenbank kann geeignete Bündelungs- und Entbündelungstabellen enthalten. Das System und das Verfahren der vorliegenden Erfindung wechseln das Bündelungsformat, um unterschiedliche zu bündelnde und zu replizierende Daten zu priorisieren.

Eine Datenbank speichert abgefragte Daten von verschiedenen Datenquellen, deren Daten gebündelt werden. Ein Bündelungsformatgenerator kann mit der Bündelungsdatenbank zusammenwirken und die Bündelungsdatenbank mit einem neuen Bündelungsformat aktualisieren. Die Bündelungsdatenbank kann mehrere Bündelungsformatdefinitionen zur Verwendung mit mehreren Empfängern speichern. Das Bündelungsformat kann abhängig von einer den Datenstrom beeinflussenden Umweltveränderung, einer Änderung der Priorität der Daten oder sich ändernden Datenanforderungen eines Empfängers gewechselt werden. Eine Änderung der Bündelungsformatdefinition kann von einem Empfänger oder einem Sender eingeleitet werden.

Das System kann ein mit der Bündelungseinheit zusammenarbeitendes verteiltes Nachrichtentransfersystem umfassen, welches Kommunikation zwischen verschiedenen Modulen gewährleistet, die die Formatdaten auf Grundlage des Bündelungsformats als Datenstrom erzeugen. Die Module können ein Datenstromgeneratormodul, ein Datenstrombündelungsformatmodul sowie ein Datenausgabemodul umfassen, welches anwendungsspezifisch für einen Empfänger der Daten sein kann. Das verteilte Nachrichtentransfersystem kann ein OS/Comet®-Softwarebus sein. Andere verteilte Nachrichtentransfersysteme können COBRA oder DECOM sein.

Das System umfasst eine Entbündelungseinheit, die den vom Kommunikationskanal empfangenen Datenstrom entbündelt bzw. dekommutiert und die Daten in der Datenbank anhand der in der Bündelungsdatenbank gespeicherten Bündelungsformatdefinition repliziert. Die Entbündelungseinheit wird sich typischerweise auf eine Entbündelungstabelle und Entbündelungsformatdefinitionen stützen. Die Entbündelungseinheit kann ein Eingabemodul und ein Entbündelungsmodul als Teil der Entbündelungseinheit umfassen. Sie kann mit einem verteilten Nachrichtentransfersystem zusammenarbeiten.

Das Verfahren der vorliegenden Erfindung transportiert Daten zur Bündelung von Daten verschiedener Datenquellen zu einem Datenstrom auf Grundlage eines Bündelungsformats. Basierend auf dem Bündelungsformat werden die Daten entbündelt, um die Daten zu replizieren. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung wechselt vorteilhafterweise das Bündelungsformat, um verschiedene Daten der Datenquellen zu priorisieren.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Andere Ziele, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch die folgende ausführliche Beschreibung der Erfindung offenkundig werden, wenn sie mit den begleitenden Bildern gelesen wird, wobei:

1 ein überblickgewährendes Blockdiagramm des Systems und Verfahrens der vorliegenden Erfindung ist und die Bündelungs- und Entbündelungseinheiten, abgefragte Daten von Datengeneratoren, replizierte bzw. kopierte Daten und eine Bündelungsformat-Datenbank mit Bündelungs- und Entbündelungstabellen zeigt;

2 ein Blockdiagramm einer Bündelungseinheit der vorliegenden Erfindung mit verschiedenen Softwareeinheiten ist, die mit dem verteilten Nachrichtensystem zusammenwirken;

3 ein Blockdiagramm einer Entbündelungseinheit der vorliegenden Erfindung mit verschiedenen Softwareeinheiten ist, die mit dem verteilten Nachrichtensystem zusammenwirken;

4 ein überblickgewährendes Blockdiagramm eines Kampffeldführungssystems ist und Haupt-Bündelungs- und -Entbündelungsstellen zeigt, die mit Routern und einem ActiveM TOPIC Service zusammenwirken;

5 ein Datensatz mit 32 Zeichen ist, der als nicht einschränkendes Beispiel zu einer Entbündelungsdefinition gehört.

Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Nachstehend wird nun die vorliegende Erfindung mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen genauer beschrieben, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung gezeigt sind. Diese Erfindung kann jedoch in vielen verschiedenen Formen ausgeführt werden und sollte nicht als auf die hierin dargelegten Ausführungsformen beschränkt ausgelegt werden. Vielmehr werden diese Ausführungsformen bereitgestellt, damit diese Veröffentlichung eingehend und vollständig ist und dem Fachmann den Rahmen der Erfindung vollkommen vermittelt. Gleiche Bezugszeichen beziehen sich durchgehend auf gleiche Teile; und eine grundlegende Bezeichnung wird verwendet, um ähnliche Teile in alternativen Ausführungsformen zu kennzeichnen.

Die vorliegende Erfindung erlaubt eine dynamische Bestimmung der Datenauswahl und ihrer Aktualisierungshäufigkeit für die Datenverteilung. Sie erlaubt Kopieren eines sich verändernden Datensatzes über eine begrenzte Bandbreite, die verwendet wird, um Daten zu verbreiten. Sie erlaubt auch die Auswahl von jeder Häufigkeit von Datenaktualisierungen und erlaubt Stau- und Priorisierungssteuerung. Sie ist eine datenbankgesteuerte Lösung, die vorteilhaft gegenüber der herkömmlichen Datenbank-Transaktions-Verarbeitung (DTP) ist, in der Datenbankaktualisierungen typischerweise transaktionsgebunden waren und jede Transaktion zusätzliche Informationen beinhaltete, die erforderlich waren, um die Daten zu leiten und zu verarbeiten. Der Kopiersatz und die Aktualisierungshäufigkeit würden eine erhebliche Softwareentwicklung erfordern und Stausteuerung und Priorisierung sind in den herkömmlichen Techniken schwierig zu verwirklichen und abzuwandeln. Da Daten ihre Priorität ändern und/oder dynamischer werden, ist es schwierig, herauszufinden, wie sie am besten verbreitet werden.

In einem Kampffeldführungssystem müssen viele verschiedene Arten von Daten über den gesamten Kampfplatz verteilt werden. Daten, die sich verändern und abgefragt werden, können leicht und wirkungsvoll vom Sender zu einem oder vielen Empfängern mittels Bündelungs-/Entbündelungsformatierung der vorliegenden Erfindung übermittelt werden. Während sich das Kampffeldgeschehen entfaltet, werden verschiedene Datenarten wichtiger, aber die Bandbreite, die zur Verbreitung bereitgestellt ist, könnte nicht ausreichen. In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung kann ein neuer oder abgewandelter Datensatz und ein Daten-Aktualisierungshäufigkeitsplan durch Abwandlung des Bündelungsformats einfach verwirklicht werden, um mit vorbestimmten Ergebnissen an die zugewiesene Bandbreite angepasst zu werden. Als Teil des Bündelungs-/Entbündelungssystems können die neuen Bündelungsformate von dem Sender zu(m) Empfänger(n) zuerst zu der Vermittlung geleitet werden, wodurch sie eine voll-dynamische Bestimmung darüber erlauben, welche Daten zur Verbreitung ausgewählt werden und mit welcher Aktualisierungshäufigkeit.

Diese Erfindung unterscheidet sich von dem früher Üblichen in der dynamischen Erzeugung und Abwandlung von Bündelungsformaten in Erwiderung auf sich verändernde Anforderungen in dem Datensatz, der Punkt-zu-Punkt oder Punkt-zu-Mehrpunkt kopiert wird. Das dynamische Bündelungsformat aktualisiert Adressänderungen in Datenauswahlkriterien und der Datenelement-Aktualisierungshäufigkeit, um Neupriorisierung und Stausteuerung in einem datenbankgesteuerten Bündelungs-/Entbündelungs-Datenverbreitungssystem zu berücksichtigen.

Diese Erfindung könnte für viele Arten von Daten verwendet werden, einschließlich GPS-Ortsinformationen für Einzelne oder für Ausrüstung, biographischer Daten für die Infanterie, einschließlich Herzschlaghäufigkeit und Herzgefäßdaten, Munitionsstand, Informationen über den Ausrüstungszustand, einschließlich Öldruck, Kraftstoffstand und Teileverschleiß, Umweltdaten, einschließlich Temperatur, Feuchtigkeit und Chemie- oder Giftgassensoren.

Die dynamischen Veränderungen könnten das Ergebnis von sich ändernden Anforderungen entweder im Interesse des Senders oder des Empfängers sein. Sie könnten durch die Dienstanforderungsgüte und dem sich dynamisch ändernden Kampfplatz gesteuert werden.

Die vorliegende Erfindung ist datenbankgesteuert und baut auf Bündelung/Entbündelung auf. Sie kann das handelsübliche COTS-Produkt OS/Comet® TT&C verwenden, wie es von Harris Corporation vertrieben wird und für den Gebrauch in der vorliegenden Erfindung abgewandelt wird. Alle Werkzeuge der OS/Comet®-Produktreihe sind für die vorliegende Erfindung anwendbar.

Die vorliegende Erfindung kann mit wenig Softwareentwicklung verwirklicht werden und kann abgewandelt werden und datenbankgesteuert sein. Sie erlaubt dynamische Bündelungsformaterzeugung und Vermittlung, um Priorisierung zu handhaben. Das Bündelungsformat kann einen Datensatz und seine Aktualisierungshäufigkeit dynamisch ändern. Das neue Bündelungsformat kann von dem Sender oder Empfänger eingeleitet werden. Durch eine Bündelungsformatdefinition kann Stausteuerung auf dem Datenweg stattfinden.

Die vorliegende Erfindung wird vorteilhafterweise in Kampffeldführungssystemen benutzt, die abgefragte und sich verändernde Daten verwenden, die über eine typische serielle Verbindung mit einer eingeschränkten Bandbreite an einen oder mehrere Benutzer verteilt werden müssen.

1 ist ein bruchstückhaftes überblickgewährendes Blockdiagramm von Hauptbestandteilen, die in dem Datenverbreitungssystem 10 der vorliegenden Erfindung verwendet werden und zeigt verschiedene Datenquellen 12, zum Beispiel einzelne Panzer oder Infanteristen, die Daten als abgefragte bzw. abgetastete Daten in eine Datenbank 14 liefern. Ein Sender 15 weist eine Bündelungseinheit bzw. Bündelungsmaschine 16 auf, welche mit der Bündelungsdatenbank 17zusammenwirkt, in der Bündelungsformatdefinitionen einschließlich Bündelungs- und Entbündelungstabellen zur Bündelung und Entbündelung enthalten sind. Der Ausdruck Bündelungsformat kann sich allgemein auf Definitionen beziehen, die für die Bündelung und Entbündelung benutzt werden.

Die Bündelungseinheit 16 bündelt Daten von verschiedenen Datenquellen 12 zu einem Datenstrom 18 auf Grundlage des Bündelungsformats und gibt gebündelte Daten als einen bevorzugt seriellen Datenstrom über ein Ausgabemodul 20 auf einen seriellen Kommunikationskanal 22 aus an ein Eingabemodul 24 eines Empfängers 26. Eine Entbündelungseinheit bzw. Entbündelungsmaschine 28 empfängt den Datenstrom vom Eingabemodul und entbündelt die Daten, um die Daten, wie dargestellt, in eine kopierte Datenbank 30 zu kopieren. Die Bündelungsdatenbank 17 speichert Bündelungsformatdefinitionen, die mit den Bündelungs- und Entbündelungseinheiten 16, 28 zusammenwirken, um auf dem Bündelungsformat aufbauend die Bündelung und Entbündelung zu steuern, das Bündelungsformat zu ändern und verschiedene Daten zu priorisieren, die gebündelt und kopiert werden sollen. Die Datenbank 14 speichert abgefragte Daten von den verschiedenen Datenquellen 12, und die abgefragten Daten werden gebündelt.

In der vorliegenden Erfindung kanne ein Bündelungsformatgenerator 32 ein Rechner oder eine andere logische Schaltung sein. Er wirkt mit der Bündelungsdatenbank 17 zusammen, um die Bündelungsdatenbank mit neuen Bündelungsformatdefinitionen zu aktualisieren. Dies erlaubt es dem System, das Bündelungsformat zu wechseln und unterschiedliche zu bündelnde und zu replizierende Daten zu priorisieren. Die Bündelungsdatenbank kann mehrere Bündelungsformatdefinitionen speichern, die für mehrere Empfänger verwendet werden, welche verschiedene Daten anfordern oder Daten unterschiedlich priorisieren.

Das Bündelungsformat kann gewechselt werden abhängig von einer Änderung der Priorität der Daten, geänderten Datenanforderungen seitens eines Empfängers oder einer den Datenstrom beeinflussenden Änderung der Umwelt, etwa einer durch Umweltbedingungen, z.B. einem Sandsturm, verursachten Änderung der Bandbreite.

Wie in 2 gezeigt, umfassen der Sender 15 und die Bündelungseinheit 16 ein verteiltes Nachrichtentransfersystem 34, das die Kommunikation zwischen Modulen gewährleistet, welche die Daten erzeugen und zu einem Datenstrom nach Maßgabe eines Bündelungsformats formatieren. Die verschiedenen Module können ein Datenstromgeneratormodul 36, ein Datenstrombündelungsformatmodul 38 sowie ein Datenstromausgabemodul 40 umfassen, welches anwendungsspezifisch für einen Empfänger sein kann. Zum Beispiel kann das Datenstromausgabemodul 40 geeignete Messaging-Protokolle zur Kommunikation mit einem Empfänger verwenden. Wenn nötig, kann es Daten von einer Datenbank erhalten. Eine Schnittstelle kann der OS/Comet®-Softwarebus sein. Er kann auch System-V-Anschlüsse oder eine serielle RS-232- oder RS-422-Datenverbindung umfassen. Es können geeignete Ablaufsteuerungs-, Fehlererkennungs- und Fehlerkorrekturmechanismen eingesetzt werden.

Wie in 3 gezeigt, kann die Entbündelungseinheit 28 auch ein verteiltes Nachrichtentransfersystem 34 und verschiedene Module umfassen, einschließlich eines Eingabemoduls 42 und eines Datenstromentbündelungsmoduls 44, welches Daten beruhend auf dem Bündelungsformat (Entbündelungstabelle) entbündelt. Abhängig von der Datenart kann eine graphische Benutzerschnittstelle von einem Anzeigemodul 46 zum Anzeigen von priorisierten Daten gesteuert werden. Das Eingabemodul 42 kann anwendungsspezifisch sein.

Die Bündelungs- und Entbündelungseinheiten 16, 28 können mit der Bündelungsdatenbank 17 betrieben werden, die geeignete Bündelungs- und Entbündelungstabellen enthält, welche von dem Formatgenerator 32 aktualisiert werden können. Weitere Einzelheiten der Entbündelungs- und Bündelungseinheiten und zugeordneter Module und Funktionen einschließlich des Betriebs von OS/Comet®, die zur Benutzung mit der vorliegenden Erfindung abgewandelt werden können, sind in den US-Patenten Nr. 6,048,366 und 6,256,602 von Ellis et al. sowie in WO 01/55874 offenbart.

4 ist eine überblickgewährende Darstellung von mehreren Kommunikationsnetzen 50, 52, 54, die durch Router 56 verbunden sind. Ein Netzwerk 50 umfasst eine Bündelungsstation 58, die beiden anderen Netzwerke 52, 54 umfassen jeweils eine Entbündelungsstation 60. Das System kann als Ganzes zum Beispiel als Kampffeldführungssystem genutzt werden. Die Bündelungsstation 58 kann ein sich bewegendes Fahrzeug sein, das mit mehreren, beispielsweise mit Rucksäcken 62 ausgerüsteten Soldaten kommuniziert, die mittels drahtloser Signale Nachrichten mit der Bündelungsstation 58 austauschen. Jeder Rucksack 62 kann einen Sende-Empfänger oder ein anderes System enthalten, etwa einen Compact iPAQ Computer, der Linux verwendet und durch eine Perform-Datei simuliert wird. Die Bündelungsstation kann zum Beispiel eine Sun Workstation sein, die OS/Comet®-Software für die Bündelung verwendet und als ein ActiveM-Router betrieben wird.

Jede Entbündelungsstation kann eine ähnliche Plattform sein und als Router betrieben werden. Die Bündelungs- und Entbündelungsstationen können mit DCOM-Datenbanken betrieben werden, die Daten von verschiedenen Datenquellen halten. Der Router 56 kann mit einem ActiveM Topic Service 64 arbeiten.

ActiveM-Software, wie sie von Harris Corporation in Melbourne, Florida, entwickelt wurde, wird mit Windows verwendet und ist eine nachrichtenorientierte Mittelware (MOM), die verteilte Anwendungen nutzt. ActiveM verwendet ein Anmelde-(Erzeugungs-) und Teilnahme-(Verbrauchs-)System zur Nachrichtendatenübertragung mit intelligenter Datenweiterleitung. ActiveM-verträgliche Anwendungen können sich mit einem ActiveM-Router verbinden, der auf einem Netzwerkknoten läuft, um Daten zu senden und zu empfangen. Ein ActiveM-Server, der auf einem einzigen Netzwerkknoten läuft, kann Themen, Zeichnungen und Anmeldungen behandeln; und mehrere ActiveM-Unternetre können gleichzeitig auf einem Netrwerk laufen. Es ist möglich, Nachrichten zwischen vielen Funktionseinheiten und Verarbeitungseinheiten auszutauschen und/oder mit dem Internet verbunden zu sein.

ActiveM erlaubt Anwendungen, Daten zwischen verschiedenen Vorgängen lesbar zu senden. ActiveM verwendet das "Veröffentlicht-und-Teilnehmen-Konzept", in dem durch eine Anwendung, die ein TOPIC mit einem Server anmeldet, anderen Anwendungen Daten verfügbar gemacht werden. Ein Teilnehmer "meldet seine Teilnahme" mit einem ActiveM-Server bei einem TOPIC an, bevor er Nachrichten der durch das TOPIC bestimmten Art empfängt. Ein Herausgeber "registriert" ein TOPIC mit einem ActiveM-Server, bevor er Nachrichten der durch das TOPIC bestimmten Art sendet. Wenn ein Herausgeber eine Nachricht sendet, werden alle Teilnehmer des TOPIC eine Kopie der Nachricht erhalten. Zum Beispiel könnte ein Datensatz aus 32 Zeichen bestehen und einer DECOM-Festlegung zugeordnet sein, wie in 5 dargestellt.

Wenn ein Teilnehmer und ein Herausgeber aktiv sind, informiert ein Server einen Router, dass er Informationen anfordert und baut eine Verbindung mit dem Router auf, der die Veröffentlichungsanwendung bedient. Wenn die Verbindung hergestellt ist, veröffentlicht die Anwendung, die die Daten bereitstellt, eine Nachricht; und sie wird über die Router an die datenanfordernde Anwendung gesendet. Es kann jede Anzahl an Teilnehmern zu einem Thema geben. Es können Sicherungsprozesse eingesetzt werden.

Die vorliegende Erfindung verwendet auch die OS/Comet®-Softwareproduktreihe, so wie für die vorliegende Erfindung geändert. Diese Software ist ein handelsübliches Produkt (COTS-Produkt) für Satelliten-Führung und -Steuerung, und Zusammenbau und Testen. Ein anderer Satz an handelsüblichen Werkzeugen (COTS-Werkzeugen) kann eingebunden werden, einschließlich des OA/tool, GC/tool, FA/tool, AR/tool und SIM/tool. Die OS/Comet®-Software erleichtert eine mit der Satellitensteuerung verbundene spezielle Aufgabe und kann modifiziert werden zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung einschließlich der Kampffeldführung mit Bündelungsformatdefinitionsaktualisierungen.

Der OS/Comet®-Softwarebus erlaubt Systemadministrations- und Kommunikationsdienste und ist funktionsfähig für die Datenverteilung, Sprachverarbeitung als verarbeitete CCL, Aufzeichnung und Protokollierung. Die Datenverteilung arbeitet mit Symbolverarbeitung und Datenverarbeitung. Sprachverarbeitungsschaltungen können zur Befehlsverarbeitung verwendet werden. Verschiedene im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendbare OS/Comet®-Einrichtungen umfassen eine Systemadministrationseinrichtung, die Wissen über OS/Comet®-Prozesse und -Resourcen hält. Sie gewährleistet einen verteilten Prozessbenennungsdienst mit Abfragefähigkeit und Benachrichtigung. Diese Einrichtung verwaltet auch die Verteilung von Systemsperren und hält verteiltes Wissen über OS/Comet®-Prozesse und -Resourcen.

Die Kommunikationsdiensteinrichtung von OS/Comet® kann Prozess-zu-Prozess-Nachrichtenfähigkeit verwirklichen und die Kommunikation zwischen OS/Comet®-Prozessen als einem System und benutzerentwickelten Systemen an einem Knoten und zwischen Knoten handhaben. Die Symbolverarbeitungseinrichtung ist ein spezielles Datenelement mit zugeordneten Attributen und kann für den Empfang von Daten oder die Spezifikation von Befehlsparametern genutzt werden. Die Zeichenattribute können zum Beispiel einen Namen, eine Umwandlungsfunktion, die zur Umwandlung von Rohdaten in technische Einheiten verwendet wird, eingestellte Alarmgrenzpunkte und weitere Umwandlungsfunktionen, etwa für die Kampffeldführung, umfassen. Die Daten können als Symbole dargestellt werden und können Befehlsparameterdaten und Prozessstatusinformationen umfassen.

Ein Mfile ist eine Ansammlung von durch eine Symboldefinitionsdatei definierten Symbolen und erzeugt laufzeitoptimierte Symboltabellen. Eine Datenverteilungseinrichtung bewahrt das Wissen über jedes Mfile, einschließlich Server und Clients, und verteilt von einem Server in ein Mfile geschriebene Symbolwertaktualisierungen an offene Clients eines Mfile. Die Verarbeitungseinrichtung bei dieser Anwendungssoftware entbündelt Daten zu einzelnen Symbolen. Jedes Entbündelungsformat als Teil der gesamten in der Bündelungsdatenbank gespeicherten Bündelungsformatdefinitionen bestimmt die für ein bestimmtes Aufzeichnungsformat empfangbaren Pakete. Die Entbündelungsformate können Offline definieren mittels einer Entbündelungsdefinitionsdatei, welche die Laufzeit erzeugt und die Entbündelungsdatenbank optimiert. Natürlich wirkt die Entbündelungstabelle als Teil der gesamten Formatdefinition.

Es ist klar, dass die vorliegende Erfindung vorteilhaft eine dynamische Festlegung der Datenauswahl und Aktualisierungshäufigkeit für die Datenweiterleitung ermöglicht. Sie verwendet eine datenbankgesteuerte Bündelungs-/Entbündelungslösung und ist mit wenig Softwareentwicklung einfach zu verwirklichen. Sie ist einfach abzuwandeln und ist datenbankgesteuert. Sie erlaubt eine dynamische Bündelungsformaterzeugung und erlaubt Wechsel zur Handhabung der Priorisierung. Das Bündelungsformat kann dynamisch den Datensatz und seine Aktualisierungshäufigkeit ändern. Ein neues Bündelungsformat kann vom Sender oder Empfänger angestoßen werden. Über die Bündelungsformatdefinition kann eine Stausteuerung erfolgen.


Anspruch[de]
Datenreplizierungssystem, umfassend:

– eine erste Datenbank (14) zum Speichern abgefragter Daten von verschiedenen Datenquellen (12);

– eine Bündelungseinheit (16) zur Bündelung von Daten aus der ersten Datenbank (14) zu einem Datenstrom auf Grundlage eines Bündelungsformats, wobei das Bündelungsformat ein Datenauswahl- und Datenaktualisierungshäufigkeits-Schema festlegt;

– eine Entbündelungseinheit (28) zum Empfangen des Datenstroms und Entbündeln der Daten auf Grundlage des Bündelungsformats, um replizierte Daten bereitzustellen; sowie

– eine zweite Datenbank (30) zum Speichern der replizierten Daten;

gekennzeichnet durch eine der Bündelungseinheit (16) und der Entbündelungseinheit (28) zugänglich dritte Datenbank (17) zum Speichern von Definitionen für verschiedene Bündelungsformate, die verschiedene Datenauswahl- und Datenaktualisierungshäufigkeits-Schemata festlegen, wobei die Bündelungs- und Entbündelungseinheiten dazu eingerichtet sind, ein anderes Bündelungsformat anzuwenden, um das angewandte Datenauswahl- und Datenaktualisierungshäufigkeits-Schema zu wechseln.
System gemäß Anspruch 1, weiterhin umfassend einen mit der dritten Datenbank (17) zusammenarbeitenden Bündelungsformatgenerator (32) zur Aktualisierung der dritten Datenbank mit einem neuen Bündelungsformat. System gemäß Anspruch 1, wobei die dritte Datenbank (17) mehrere Bündelungsformatdefinitionen zur Verwendung mit mehreren Empfängern (26) enthält. System gemäß Anspruch 1, wobei die Bündelungseinheit (16) dazu eingerichtet ist, das Bündelungsformat auf Grundlage einer durch Umweltbedingungen verursachten Änderung der Bandbreite zu wechseln. Datenreplizierungsverfahren, umfassend die Schritte:

– Speichern abgefragter Daten von verschiedenen Datenquellen (12) in einer ersten Datenbank (14);

– Bündeln von Daten aus der ersten Datenbank (14) zu einem Datenstrom auf Grundlage eines Bündelungsformats, wobei das Bündelungsformat ein Datenauswahl- und Datenaktualisierungshäufigkeits-Schema festlegt;

– Empfangen des Datenstroms und Entbündeln der Daten auf Grundlage des Bündelungsformats, um replizierte Daten bereitzustellen; und

– Speichern der replizierten Daten in einer zweiten Datenbank (30);

gekennzeichnet durch die Schritte des Speicherns von Definitionen für verschiedene Bündelungsformate, die verschiedene Datenauswahl- und Datenaktualisierungshäufigkeits-Schemata festlegen, innerhalb einer dritten Datenbank (17) und des Anwendens eines anderen Bündelungsformats, um das angewandte Datenauswahl- und Datenaktualisierungshäufigkeits-Schema zu wechseln.
Verfahren gemäß Anspruch 5, weiterhin umfassend den Schritt des Aktualisierens der dritten Datenbank mit einem neuen Bündelungsformat. Verfahren gemäß Anspruch 5, weiterhin umfassend den Schritt des Bereitstellens mehrerer Bündelungsformate für mehrere Empfänger (26).






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com