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Dokumentenidentifikation DE69835119T2 01.03.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000876039
Titel Schnurloses Telefonsystem
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder Roy, Nathalie, 75008 Paris, FR
Vertreter Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen 69835119
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 16.04.1998
EP-Aktenzeichen 982012197
EP-Offenlegungsdatum 04.11.1998
EP date of grant 05.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.2007
IPC-Hauptklasse H04M 1/72(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Telefongerät mit einer Basisstation mit einer Netzwerkverbindung, mindestens einem Endgerät mit mindestens einem Bildschirm und mindestens einem Kommunikationselement der Art eines Anrufbeantworters, insbesondere für die Aufzeichnung verschiedener Nachrichten und mit einer Vielzahl von Zuständen in Bezug auf die Basisstation, die mit einem Verwaltungselement ausgestattet ist, gebildet u.a. aus einer Prozessoreinheit, aus einem Speicher mit einem Ausführungsprogramm und aus einem Schreib-Lese-Speicher.

Die Erfindung betrifft auch ein in solch einem Gerät umgesetztes Verfahren und zugleich ein für solch ein Gerät geeignetes Endgerät.

Die Erfindung findet zahlreiche Anwendungsbereiche in Telekommunikationssystemen, die Protokolle einbeziehen, wie dies insbesondere der Fall bei Telefongeräten ist, die beispielsweise der DECT-Norm entsprechen.

Telefongeräte dieses Typs haben relativ oft eine Vielzahl von Endgeräten, die dem Anwender mehr und mehr Funktionen bieten. Eine davon ist die des Anrufbeantworters, der Anrufern den Erhalt und das Hinterlassen von Nachrichten ermöglicht und den Anwender dazu in die Lage versetzt, die Nachrichten auf Wunsch abzurufen.

Ein Problem, das sich mit dieser Art von Geräten für den Anwender stellt, ist, dass er weit von seiner Basisstation entfernt sein kann und wissen will, ob er Nachrichten erhalten hat. Der Anwender kann auch eine Ansage machen wollen, wofür er wissen möchte, ob sein Anrufbeantworter verfügbar ist. Dieses Problem ist um so schwerwiegender, wenn man es mit Geräten zu tun hat, die den DECT-Normen entsprechen und folglich eine Vielzahl von Endgeräten enthalten können.

Ein solches Gerät ist aus dem Dokument EP-A 0 542 118 bekannt. Um den Zustand des Anrufbeantworters in Erfahrung zu bringen ist der Anwender dabei verpflichtet, bestimmte Tasten zu betätigen, um die Wiedergabe einer Nachricht des Anrufbeantworters auszulösen und damit anzuzeigen, in welchem Zustand er sich befindet.

Diese Erfindung schlägt ein Gerät der in der Einleitung aufgeführten Art vor, welches es ermöglicht, den Zustand des Anrufbeantworters als Teil der Basisstation ohne unnütze Bedienungen in Erfahrung zu bringen.

Ein solches Gerät ist insofern bemerkenswert, als dass eine Information zum Zustand des Kommunikationselements an alle Endgeräte verteilt wird, damit die Teilnehmer diesen in Erfahrung bringen können, ohne etwas dafür zu tun.

Die Idee der Erfindung besteht in der Verwendung der Möglichkeit, diese Information an alle Endgeräte zu übersenden, um ihnen mühelos den Zustand ihres Anrufbeantworters mitzuteilen und eventuell mit diesem zu kommunizieren.

Die folgende Beschreibung wird hinsichtlich der beigefügten Zeichnungen als nicht erschöpfendes Beispiel gut verständlich machen, wie die Erfindung gebaut werden kann.

1 zeigt ein der Erfindung entsprechendes Gerät.

2 zeigt ein Diagramm zur Veranschaulichung der Funktionsweise der Basisstation

3 zeigt ein Diagramm zur Veranschaulichung der Funktionsweise eines Endgeräts.

In 1 ist das dargestellte Gerät ein den DECT-Normen entsprechendes Gerät. Referenz 1 zeigt die Basisstation BS, an die über den Funkweg eine Vielzahl von Endgeräten HS1, HS2, ... angegliedert sein können.

Diese Basisstation 1 enthält u.a. eine Leitungsschaltung 10, die es ihr ermöglicht, über eine Telefonleitung 12 mit der Netzwerkverbindung verbunden zu werden, und eine Funkschaltung 14, die den Dialog mit den verschiedenen Handgeräten HS1, HS2, ... ermöglicht, indem sie über eine Antenne 16 Funkwellen sendet und empfängt. Für die Verarbeitung aller Informationen analoger Art, welche den Innenbereich der Basisschaltung durchlaufen, ist ein Signalverarbeitungselement 15 vorgesehen, das um einen Signalprozessor DSP gebildet wird, der insbesondere Sprachsignale verarbeitet. Es wird ein Speicher vom Typ Flash 17 verwendet, um die Funktion des Anrufbeantworters zu erfüllen. Dies bedeutet, dass er die Spraehinformationen enthält, welche von entfernt gelegenen Teilnehmern über die Leitung 12 kommen, und auch Ansageinformationen, die meistens für diese entfernt gelegenen Teilnehmer bestimmt sind. Die Informationen dieses Speichers 17 werden von der Schaltung 15 verarbeitet, die die unterschiedlichen analog-digitalen und umgekehrten Umwandlungen ausführt.

Alle Elemente dieser Basisschaltung 1 werden von einer Mikroprozessoreinheit 20 verwaltet. Dieses Element wird insbesondere und auf übliche Art aus einem Schreib-Lese-Speicher 24, einem Nur-Lese-Speicher 26 mit den Funktionsanweisungen des Geräts und einem Verwaltungsprozessor 29 gebildet. Mit diesem Element ist es möglich, zu wissen, wann der Flash-Speicher 17, der den Hauptbestandteil der Anrufbeantworterfunktion bildet, verfügbar ist oder nicht und ob eine Nachricht aufgezeichnet wurde oder nicht.

Das Endgerät HS1, als einziges im Detail gezeigt (das Gerät HS2 kann identischer Struktur sein), enthält eine Kommunikationseinheit 40 mit einer Antenne 41, die es ihm ermöglicht, mit der Basisstation BS und von da mit den anderen Endgeräten HS2, ... zu kommunizieren. Diese Einheit verarbeitet die aus dem Mikrofon 42 kommenden Information und übermittelt die Signale auch an einen Lautsprecher 44. Dabei ist auch ein Verwaltungselement 50 vorgesehen, gebildet, genau wie das Verwaltungselement 20, aus einem Schreib-Lese-Speicher 54, einem Nur-Lese-Speicher 56 mit den Funktionsanweisungen des Geräts und einem Verwaltungsprozessor 59. Das Gerät HS1 enthält dazu auch einen Bildschirm 60, auf dem unterschiedliche Informationen angezeigt werden, und eine Tastatur 61. Diese Handgeräte sind mobil und werden aufgrund dessen von einem in der Figur nicht dargestellten Akkumulator versorgt 1. Gemäß der Erfindung wird der Zustand des Anrufbeantworters ohne Einschreiten des Anwenders auf dem Bildschirm 60 gezeigt.

Dieser wird dank einem wichtigen Merkmal der Erfindung mit einer Nachrichtenübersendung erhalten. Dafür verwendet man die Vorschriften des Absatzes 7.2.4.3 der Norm ETS 300 175-3.

Die nachstehende TABELLE I zeigt, wie diese Norm verwendet wird.

Somit hat man Wortpaare, die sich gegenseitig ausschließen. M1 und M1' schließen sich gegenseitig aus, genau wie die Paare M2, M2' und M3 und M3'. Diese Wörter werden in den Positionen mit der Referenz a32 bis a47 der besagten Norm angeordnet.

In 2 werden die Schritte der Funktionsweise der Anrufbeantworterschaltung verdeutlicht.

Man geht davon aus, dass der Zustand ST1 anzeigt, dass der Anrufbeantworter nicht in Betrieb ist, womit folglich das Wort M1' in Richtung aller Endgeräte übermittelt wird. Wenn der Anrufbeantworter in Betrieb genommen wird, beispielsweise durch die Bestätigung dieser Inbetriebnahme, die in einem Sichtmenü auf einem Bildschirm der Basisstation erscheint, dann geht man in den Zustand ST2 über, womit folglich das Wort M1 übersendet wird. Dann kann der Anrufbeantworter online gehen, wobei der Zustand ST3 dem Übersenden des Worts M2 entspricht, um eine Aufgabe auszuführen wie: Aufzeichnung einer Nachricht, die über die Telefonleitung 12 kommt, Übermittlung einer Ansage über diese Telefonleitung 12 oder auch Wiedergabe einer Nachricht für einen Anwender eines der Endgeräte. Nachdem er seine Aufgabe ausgeführt hat, geht der Anrufbeantworter in den Zustand ST4 über, was der Übertragung des Wortes M2' entspricht, nachdem er in den Zustand ST5 überging, der nach einem Online-Aufbau anzeigt, dass keine Nachricht aufgezeichnet wurde, oder in den Zustand ST6, der anzeigt, dass eine Nachricht aufgezeichnet wurde. Die Zustände ST5 und ST6 erfordern die respektive Übertragung der Wörter M3' und M3. Selbstverständlich kann man von jedem dieser Zustände zum Zustand ST1 zurückkehren, indem man die Anrufbeantworterfunktion deaktiviert.

Ausgehend von einem Endgerät kann man, indem man bestimmte Menü-Items aktiviert, den Zustand dieser Anrufbeantworterschaltung einsehen. Dies ist in 3 schematisiert.

Wenn das Wort M1' übersendet wurde, was in Feld K1 erkannt wird und folglich anzeigt, dass der Anrufbeantworter nicht in Betrieb ist, kann der Anwender nur diese Information M1' sehen. Somit wird ihm angezeigt, dass der Anrufbeantworter nicht in Betrieb ist (Feld K2).

Wenn das Wort M1 übersendet wurde, dann sind die Informationen bezüglich der Wörter M1, M2 oder M2', M3 oder M3' sichtbar (Feld K3).

Diese verschiedenen Wörter werden periodisch auf eine Art übersendet, dass wenn ein Endgerät sich nicht mehr im Abdeckungsbereich der Basisstation befindet, die Zustandsinformationen zum Anrufbeantworter aktualisiert werden, sobald es in den besagten Abdeckungsbereich zurückkommt.

Allerdings ist zu beachten, dass die Wörter M1' und M2 nicht ausschließlich sind. Denn es kann sein, dass der Anwender:

  • – seinen Anrufbeantworter in Betrieb genommen hat, Übersendung des Wortes M1,
  • – Nachrichten erhaltene hat, Übersendung des Wortes M2,
  • – seinen Anrufbeantworter außer Betrieb genommen hat, ohne die Nachrichten zu lesen, Übersendung des Wortes M1'.

In diesem Fall werden die Wörter M2 und M1' im Zeitpunkt der Zustandsänderung und dann periodisch übersendet. Und die Informationen, die den Wörtern M2 und M1' entsprechen, werden sichtbar.

BS
= Basisstation
HS(1,2)
= Endgeräte
&mgr;P
= Mikroprozessor
RAM
= Schreib-Lese-Speicher
ROM
= Nur-Lese-Speicher
TAM
= Flash-Speicher
DSP
= Signalprozessor
M(1,2,3)
= aktive Datenwörter
M(1,2,3)'
= inaktive Datenwörter
ST(1,2,3,4,5,6)
= Zustände
K(1,2,3)
= Felder


Anspruch[de]
Telefongerät mit einer Basisstation (1) mit einer Netzwerkverbindung (12), mindestens einem Endgerät (HS1, HS2) mit mindestens einem Bildschirm (60) und mindestens einem Kommunikationselement (17) der Art eines Anrufbeantworters, insbesondere für die Aufzeichnung verschiedener Nachrichten und mit einer Vielzahl von Zuständen (ST1, ST2, ST3, ST4, ST5, ST6) in Bezug auf die Basisstation (1), die mit einem Verwaltungselement ausgestattet ist (50), gebildet u.a. aus einer Prozessoreinheit, (59) aus einem Speicher (56), der ein Ausführungsprogramm enthält, und aus einem Schreib-Lese-Speicher (54), dadurch gekennzeichnet, dass die Basisstation eigenständig und ohne den Eingriff des Teilnehmers eine Information zum Zustand des Kommunikationselements (M1, M1', M2, M2', M3, M3') an alle Endgeräte übersendet, damit die Teilnehmer diese zur Kenntnis nehmen können. Telefongerät nach Anspruch 1 mit eine Kommunikationselement der Art eines Anrufbeantworters, der in folgende Zustände übergehen kann:

– Anrufbeantworter in Betrieb

– Anrufbeantworter nicht in Betrieb

– Nachrichten aufgezeichnet

– keine Nachrichten

– Anrufbeantworter online

– Anrufbeantworter nicht online

dadurch gekennzeichnet, dass der Zustand des Kommunikationselements an mindestens ein Endgerät übersendet wird.
Telefongerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zustandsinformation auf dem Bildschirm (60) der Teilnehmervorrichtung (HS1) angezeigt wird. Verfahren, umgesetzt in einem Telefongerät mit einer Basisstation (1) mit einer Netzwerkverbindung, mindestens einem Endgerät (HS1) mit mindestens einem Bildschirm (60) und mindestens einem Kommunikationselement (17) der Art eines Anrufbeantworters, insbesondere für die Aufzeichnung verschiedener Nachrichten in Bezug auf die Basisstation, die mit einem Verwaltungselement ausgestattet ist (20), gebildet u.a. aus einer Prozessoreinheit (29), aus einem Speicher (26) mit einem Ausführungsprogramm und aus einem Schreib-Lese-Speicher (24), wobei das Verfahren mindestens einen Schritt zur Übersendung von Nachrichten in Bezug auf den Zustand, von dem es in mehrere übergehen kann, des Kommunikationselements an alle Endgeräte enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersendung ohne Eingriff des Teilnehmers ausgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 4, anwendbar auf ein Kommunikationselement der Art eines Anrufbeantworters, der in folgende Zustände übergehen kann:

– Anrufbeantworter in Betrieb

– Anrufbeantworter nicht in Betrieb

– Nachrichten aufgezeichnet

– keine Nachrichten

– Anrufbeantworter online

– Anrufbeantworter nicht online

dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt zur Übersendung einen Unterschritt zur Anzeige der Zustandsinformation enthält, damit diese auf dem Bildschirm angezeigt wird.






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