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Dokumentenidentifikation DE102005039917A1 08.03.2007
Titel Anzeigevorrichtung, insbesondere in einem Kraftfahrzeug
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Fricke, Hans-Christian, 31224 Peine, DE;
Krüger, Jens, 38518 Gifhorn, DE;
Fesefeldt, Martin, 30559 Hannover, DE
DE-Anmeldedatum 24.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005039917
Offenlegungstag 08.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.03.2007
IPC-Hauptklasse G09B 3/00(2006.01)A, F, I, 20061211, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G08C 17/00(2006.01)A, L, I, 20061211, B, H, DE   B60R 16/02(2006.01)A, L, I, 20061211, B, H, DE   B60K 35/00(2006.01)A, L, I, 20061211, B, H, DE   G01D 5/22(2006.01)A, L, I, 20061211, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit einer Anzeigefläche (2) und einem Anzeigeelement (3), welches auf einer ersten Seite (21) der Anzeigefläche (2) angeordnet ist, wobei die Steuerung des Anzeigeelements (3) mittels einer auf der ersten Seite (21) angeordneten Empfangseinheit (4) durchführbar ist, welche zur drahtlosen Kommunikation mit einer Sendeeinheit (5) ausgebildet ist, wobei die Sendeeinheit (5) und die Empfangseinheit (4) an gegenüberliegenden Seiten (21, 22) der Anzeigefläche (2) angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit einer Anzeigefläche und einem Anzeigeelement, welche auf einer ersten Seite der Anzeigefläche angeordnet sind.

Anzeigevorrichtungen, welche in Kraftfahrzeugen angeordnet sind, sind in vielfältiger Weise bekannt. Vielfach werden dabei Anzeigevorrichtungen derart ausgestaltet, dass die Ankopplung von Anzeigeelementen, wie beispielsweise mechanischen Zeigern und Anzeigeinstrumenten, auf oder durch eine Anzeigefläche derart erfolgt, dass Bohrungen durch die Anzeigefläche hindurch erforderlich sind, um entsprechende elektrische Kontaktierungen zwischen den Anzeigeelementen und Steuereinheiten ausbilden zu können. Dadurch wird oftmals die Anzeigefläche erheblich beeinträchtigt und in ihrer Nutzbarkeit wesentlich beschränkt. Vielfach ist es auch erforderlich, dass eine aufwändige Verkabelung dazu führt, dass die Anzeigefläche mit verminderten Maßen bereitgestellt werden muss. Auch dies schränkt die Verwendbarkeit und Ausgestaltung der Anzeigefläche und somit auch der gesamten Anzeigevorrichtung erheblich ein. Insbesondere bei moderneren Anzeigevorrichtungen, auf deren Anzeigeflächen eine Vielzahl unterschiedlicher Informationen angezeigt werden sollen, können diese nur mit einer deutlich reduzierten Übersichtlichkeit bereitgestellt werden.

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anzeigevorrichtung und ein Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung zu schaffen, welche bzw. welches ein einfaches und sicheres Ankoppeln von Anzeigeelementen und Anzeigeinstrumenten an eine Anzeigefläche ermöglicht, wobei dabei die Nutzbarkeit der Anzeigefläche zur Anzeige von Informationen verbessert werden soll. Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung eine Anzeigevorrichtung zu schaffen, bei der die Informationsübertragung und Energieversorgung der Anzeigeinstrumente die Bereitstellung der Anzeigefläche sowie deren Verbindbarkeit nicht beeinträchtigt.

Diese Aufgabe wird durch eine Anzeigevorrichtung, welche die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist, und ein Verfahren, welches die Merkmale nach Patentanspruch 8 aufweist, gelöst.

Die erfindungsgemäße Anzeigevorrichtung ist insbesondere in einem Kraftfahrzeug angeordnet und umfasst eine Anzeigefläche und ein Anzeigeelement, wobei das Anzeigeelement auf einer ersten Seite der Anzeigefläche angeordnet ist. Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht darin, dass die Steuerung des Anzeigeelements mittels einer auf der ersten Seite angeordneten ersten Empfangseinheit durchführbar ist, welche zur drahtlosen Kommunikation mit einer Sendeeinheit ausgebildet ist, wobei die Empfangseinheit und die Sendeeinheit an gegenüberliegenden Seiten der Anzeigefläche angeordnet sind. Die Relativpositionen zwischen der Sendeeinheit und der Empfangseinheit sind in vorteilhafter Weise fest, so dass die Informationsübertragung als auch die Energieübertragung optimiert werden kann. Sowohl die Sendeeinheit als auch die Empfangseinheit können jeweils als Sende-/Empfangseinheiten ausgebildet sein und eine bidirektionale Kommunikation miteinander ermöglichen.

Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, bei der ein Anzeigeelement und eine Empfangseinheit an einer ersten Seite einer Anzeigefläche der Anzeigevorrichtung angeordnet sind, wird das Anzeigeelement durch die Empfangseinheit gesteuert. Eine Kommunikation zwischen der Empfangseinheit und einer an einer gegenüberliegenden zweiten Seite der Anzeigefläche angeordneten Sendeeinheit wird drahtlos durchgeführt.

Durch die erfindungsgemäße Anzeigevorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren kann erreicht werden, dass das Ankoppeln von Anzeigeelementen an eine Anzeigefläche in optimierter Weise durchgeführt werden kann, wobei dabei die Anzeigefläche ohne zusätzliche Bohrungen zur Durchführung von drahtgebundenen elektrischen Verbindungen ausgebildet werden kann. Dies ermöglicht, dass die Anzeigefläche in größtmöglicher Ausgestaltung bereitgestellt werden kann und zusätzliche Bohrungen und weitere Anordnungen an der Anzeigefläche nicht mehr erforderlich sind. Darüber hinaus kann durch die entsprechende Anordnung der Sendeeinheit und der Empfangseinheit auch eine Platz sparende Realisierung ermöglicht werden. Die Ausgestaltung der Anzeigevorrichtung ist somit im Hinblick auf Nutzbarkeit optimiert. Die drahtlose Kommunikation zwischen der Sendeeinheit und der Empfangseinheit durch die Anzeigefläche hindurch gewährleistet eine sichere und zuverlässige Übertragung von Informationen und Energie.

Das Grundprinzip einer derartigen drahtlosen Übertragung von Daten und Energie mittels eines induktiven Übertragers ist aus der DE 100 23 592 A1 bekannt. Der dortige induktive Übertrager umfasst zwei Einheiten, welche jeweils eine Spule mit einem Kern aufweisen, wobei diese beiden Einheiten relativ zueinander bewegbar sind und lediglich durch einen Luftspalt voneinander beabstandet sind. Der bekannte induktive Übertrager kann beispielsweise zur Übertragung von Signalen von Bedienelementen und Seitenairbags oder Energie für Sitzheizung oder Stellmotoren in einem Kraftfahrzeug verwendet werden.

In der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung wird lediglich das grundlegende Prinzip einer induktiven Übertragung verwendet, wobei der wesentliche Gedanke der Erfindung darin besteht, eine drahtlose Kommunikation durch eine Anzeigefläche hindurch gewährleisten zu können, damit eine Beeinträchtigung der Anzeigefläche durch drahtgebundene elektrische Leitungen nicht beeinträchtigt wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung; und

2 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung.

In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

In der schematischen Schnittdarstellung gemäß 1 ist eine erfindungsgemäße Anzeigevorrichtung 1 in einem Kraftfahrzeug gezeigt, welche eine Anzeigefläche 2 aufweist. Die Anzeigefläche 2 umfasst eine erste Seite 21, welche als vordere Seite ausgebildet ist. Des Weiteren weist die Anzeigefläche 2 eine zweite Seite 22, welche eine hintere Seite der Anzeigefläche 2 darstellt, auf. Wie aus der Darstellung in 1 zu entnehmen ist, umfasst die Anzeigevorrichtung ein Anzeigeelement 3, welches im Ausführungsbeispiel als mechanischer Zeiger ausgebildet ist, welcher an der ersten Seite 21 der Anzeigefläche 2 angeordnet ist. Die Steuerung des Anzeigeelements 3 erfolgt im Ausführungsbeispiel durch eine erste Sende-/Empfangseinheit 4, welche ebenfalls auf der ersten Seite 21 der Anzeigefläche 2 angeordnet ist. Die erste Sende-/Empfangseinheit 4 weist eine Spule oder Antenne 41 auf.

Wie des Weiteren aus 1 zu erkennen ist, ist an der zweiten Seite 22 eine zweite Sende-/Empfangseinheit 5 ausgebildet, welche ebenfalls eine Spule bzw. Antenne 51 aufweist. Gemäß der Erfindung kann durch die Anzeigefläche 2 hindurch eine drahtlose Kommunikation zwischen der ersten Sende-/Empfangseinheit 4 und der zweiten Sende-/Empfangseinheit 5 durchgeführt werden. Dabei kann ein Austausch von Informationen zur Anzeige auf der ersten Seite 21erfolgen. Darüber hinaus kann auch eine Energieübertragung zur Energieversorgung des Anzeigeelements 3 durchgeführt werden. Die Übertragung von Informationen bzw. Daten kann dabei durch dieses Induktionsprinzip mit aufmodulierten Daten durchgeführt werden. Im Ausführungsbeispiel in 1 sind die erste Sende-/Empfangseinheit 4 und die zweite Sende-/Empfangseinheit 5 in fester relativer Position zueinander sowie in fester Position zur Anzeigefläche 2 angeordnet. Die erste Sende-/Empfangseinheit 4 kann somit das auf der ersten Seite 21 angeordnete Anzeigeelement 3 steuern und mit Energie versorgen, ohne dass sie auf dieser ersten Seite 21 direkt mittels Kabeln angeschlossen werden muss, um Energie und Daten zu erhalten.

Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung ist in 2 gezeigt, welche eine Vorderansicht darstellt. In dieser Ausführung sind die erste Sende-/Empfangseinheit 4 und die auf der gegenüberliegenden zweiten Seite 22 angeordnete zweite Sende-/Empfangseinheit 5 versetzt zueinander positioniert und können relativ zueinander bewegt werden. Stets sind jedoch die erste Sende-/Empfangseinheit 4 und die zweite Sende-/Empfangseinheit 5 an gegenüberliegenden Seiten der Anzeigefläche 2 positioniert.

Das Anzeigeelement 3 kann neben der Ausführung als mechanischer Zeiger auch als weiteres Display, beispielsweise als TFT-Display, als LED, als OLED oder als ePaper realisiert sein. Ebenso kann die Anzeigefläche als Display in Form der oben genannten Ausgestaltungen ausgeführt sein. Möglich ist auch, dass eine nicht veränderbare Skalierung an der Anzeigefläche 2, insbesondere auf der Seite, an der Anzeigeelemente angeordnet sind, aufgetragen ist.

1
Anzeigevorrichtung
2
Anzeigefläche
3
Anzeigeelemente
4, 5
Sende-/Empfangseinheiten
21
erste Seite
22
zweite Seite
41, 51
Antennen


Anspruch[de]
Anzeigevorrichtung, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit einer Anzeigefläche (2) und einem Anzeigeelement (3), welches auf einer ersten Seite (21) der Anzeigefläche (2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Anzeigeelements (3) mittels einer auf der ersten Seite (21) angeordneten Empfangseinheit (4) durchführbar ist, welche zur drahtlosen Kommunikation mit einer Sendeeinheit (5) ausgebildet ist, wobei die Sendeeinheit (5) und die Empfangseinheit (4) an gegenüberliegenden Seiten (21, 22) der Anzeigefläche (2) angeordnet sind. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativposition zwischen der Sendeeinheit (5) und der Empfangseinheit (4) fest ist. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (5) und die Empfangseinheit (4) relativ zur Anzeigefläche (2) bewegbar sind. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit und die Empfangseinheit jeweils als Sende-/Empfangseinheiten (4, 5) und zur bidirektionalen Kommunikation ausgebildet sind. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigelement (3) beabstandet zur ersten Seite (21) der Anzeigefläche (2) angeordnet ist. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigelement als mechanischer Zeiger (3) oder als Display ausgebildet ist. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigefläche (2) ein Display ist. Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, bei der ein Anzeigeelement (3) und eine Empfangseinheit (4) an einer ersten Seite (21) einer Anzeigefläche (2) der Anzeigevorrichtung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigeelement (3) durch die Empfangseinheit (4) gesteuert wird, wobei eine Kommunikation zwischen der Empfangseinheit (4) und einer an einer gegenüberliegenden zweiten Seite (22) der Anzeigefläche (2) angeordneten Sendeeinheit (5) drahtlos durchgeführt wird.






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