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Beschreibung[de]

Die Erfindung geht von einem Ventil mit einer Ventilklappe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 aus.

Derartige Ventile sind für flüssige und gasförmige Medien geeignet, z.B. zum Steuern und Regeln von Kühlflüssigkeiten und Gasströmen bei Kraftmaschinen, insbesondere Brennkraftmaschinen.

Aus der DE 103 20 743 A1 ist eine Vorrichtung zur Steuerung der Strömung in einem gasförmigen Kanal, insbesondere in einem Einlasskanal einer Brennkraftmaschine bekannt. Dabei ist eine Ventilklappe schwenkbar um die Drehachse einer Antriebswelle in einem rohrförmigen Einlasskanal angeordnet. Sie wird von einem Aktuator in Form eines Elektromagneten betätigt und besitzt eine Schließstellung, in der sie etwa unter 45° geneigt zur Mittelachse des Einlasskanals verläuft. In dieser Position liegt sie zur einen Hälfte mit dem Randbereich ihrer einen Seite und zur anderen Hälfte mit dem diametral zur Drehachse liegenden Randbereich ihrer anderen Seite dichtend an einem Anschlag des Einlasskanals an. Die Ventilklappe besitzt eine zweite Endstellung, in der die Klappe in Strömungsrichtung in dem Einlasskanal ausgerichtet ist, sodass sie im Wesentlichen parallel zur Längsmittelachse des Einlasskanals verläuft und den Durchfluss frei gibt. Die Durchflussmenge des Mediums durch den Kanal ist vom Drehwinkel der Klappe abhängig. Der Drehwinkel kann durch eine kontinuierliche Verstellung der Endlagen des Aktuators verändert werden, z.B. durch eine Verstellung der Federfußpunkte des elektromagnetischen Aktuators.

Ferner ist aus der DE 103 17 505 A1 eine Verschlusseinrichtung für einen durchströmten Kanal bekannt, der eine Ventilklappe und eine an dieser angebrachte Antriebswelle besitzt. Diese ist mit einem Aktuator verbunden. Die scheibenförmige Ventilklappe besitzt eine integrierte Aufnahmehülse für die Antriebswelle. Ausgehend von der Aufnahmehülse erstrecken sich parallel zueinander verlaufende Versteifungsrippen zum Rand der Ventilklappe hin. Die Ventilklappe ist aus einem Kunststoff hergestellt. Die Ventilklappe kann auch aus zwei Schalen zusammengesetzt werden, die an ihrem Rand miteinander verbunden sind und einen Hohlraum zwischen sich bilden.

Vorteile der Erfindung

Nach der Erfindung liegt die Ventilklappe in einer zweiten Endlage mit den in der ersten Endlage nicht wirksamen Randbereichen dichtend an einem zweiten Anschlag des Ventilkörpers an und gibt in den Zwischenstellungen zwischen den beiden Endlagen den Durchfluss mindestens teilweise frei. In den beiden Endlagen ist der Durchfluss durch den Durchflusskanal gesperrt, während in einer Zwischenstellung, in der die Mittelebene der Ventilklappe im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Durchflusskanals bzw. des Ventilkörpers verläuft, der maximale Durchfluss gewährleistet ist.

Das erfindungsgemäße Ventil zeichnet sich durch einen einfachen Aufbau und ein kleines Einbauvolumen aus. Es besitzt wenige Einzelteile und erfordert kleine Betätigungsmomente, da die Klappe durch die Strömung entlastet ist. Das Ventil kann mit geringen Änderungen viele Steuer- und Regelfunktionen übernehmen. Hierzu ist an dem Ventilkörper ein Aktuator angebaut, dessen Elektromotor über eine Motorwelle, ein Antriebsritzel und eine Segmentscheibe die Antriebswelle der Ventilklappe antreibt. Der Aktuator ist von einer elektronischen Steuereinheit in Abhängigkeit relevanter Parameter ansteuerbar. Diese elektronische Steuereinheit kann eine Motorelektronik oder Fahrzeugsteuereinheit sein, die die Regelaufgaben des Ventils zusätzlich wahrnimmt.

Um die Regelgüte und Dichtheit der Steuerklappe zu gewährleisten, besitzt die Ventilklappe in ihren Randbereichen eine angespritzte Ringdichtung, die mit einer leichten Vorspannung an ihrem Umfang, der als Dichtlippe ausgebildet ist, an der Innenkontur des rohrförmigen Durchflusskanals des Ventilkörpers entlang gleitet und in den Endlagen dichtend mit ihren Seitenflanken an den entsprechenden Anschlägen des Ventilkörpers anliegt. Dadurch ergeben sich ein dichter Abschluss in den Endlagen und eine präzise Steuerung in den Zwischenstellungen. Zur formschlüssigen Anbindung der Ringdichtung an die Ventilklappe besitzt diese vorteilhafter Weise in ihren Randbereichen Aussparungen oder Durchbrüche, die vom Werkstoff der Ringdichtung gefüllt sind.

Zweckmäßigerweise besitzt die Ventilklappe eine integrierte Aufnahmehülse zur formschlüssigen Aufnahme der Antriebswelle, wobei die Aufnahmehülse an ihren Stirnseiten Aussparungen besitzt. Die Ringdichtung umfasst die Aufnahmehülse und ihr Werkstoff dringt beim Anspritzen an die Ventilklappe in die Aussparungen ein. Die Ringdichtung hat im Bereich der Stirnseiten der Aufnahmehülse Dichtflächen, die dichtend am Ventilkörper anliegen. Die stirnseitigen Dichtflächen schützen den Lagerbereich der Antriebswelle einerseits gegenüber dem Eindringen von Verschmutzungen aus dem Medium, andererseits verhindert sie das Austreten von Medium aus dem Durchflusskanal. Zur Verbesserung der Abdichtung besitzt die stirnseitige Dichtfläche vorzugsweise eine stirnseitig vorstehende, ringförmige Dichtlippe, die während der Montage komprimiert wird.

Im Bereich der Aufnahmehülse besitzt die Stirndichtung Abflachungen, die etwa parallel zur Mittelebene der Ventilklappe verlaufen. Sie dienen zur einfachen Montage der Ventilklappe. Diese wird in Längsnuten des Ventilkörpers geschoben, bis sich die Aufnahmehülse mit Lagerbohrungen für die Antriebswelle deckt, sodass die Antriebswelle montiert werden kann. Beim Schwenken der Ventilklappe aus der Mittelstellung in eine Endlage dichten die Kanten der Abflachungen die Ventilklappe an den Flanken des Dichtbereichs der Längsnut ab, während die Stirndichtung am Nutgrund mit einer geringen Vorspannung anliegt. Dabei ist der Abstand der Abflachungen zueinander an den Enden der Aufnahmehülse auf die Breite der Längsnut, insbesondere des Dichtbereichs, abgestimmt, sodass sich einerseits eine gute Montage und andererseits eine sichere Abdichtung ergeben. Um eine gewisse Vorspannung der Stirndichtung bei der Montage zu erzeugen, ist es vorteilhaft, dass der Nutgrund der Längsnuten zum Dichtbereich im Bereich der Lagerbohrung hin leicht ansteigt.

Das erfindungsgemäße Ventil ist nach dem Baukastenprinzip für viele Ventilfunktionen variabel. Es ist damit für die unterschiedlichsten Anwendungen geeignet. Hierzu werden in den Ventilkörper in ein Ende des Durchflusskanals ein erster Anschlussstutzen und in das andere Ende des Durchflusskanals ein zweiter Anschlussstutzen eingesetzt. Sie können beispielsweise in den Ventilkörper eingeschweißt, eingeklebt oder mittels einer Dichtung in Verbindung mit formschlüssigen Befestigungsmitteln eingesetzt werden. Im einfachsten Fall wird das Ventil als Absperrventil verwendet, bei dem die Endlagen eine Schließposition und die Mittelstellung eine geöffnete Position darstellen. In den Zwischenpositionen lässt sich ohne besondere Maßnahmen eine anspruchslose Steuerung und Regelung erreichen, jedoch kann es für andere Anwendungsfälle zweckmäßig sein, dass mindestens einer der Anschlussstutzen eine Regelkontur aufweist, die dicht an die Bewegungsbahn der Dichtlippe der Ventilklappe heranreicht. Durch die Ausgestaltung der Regelkontur und dem Abstand der Dichtlippe zur Regelkontur lassen sich beliebige Regelkennlinien des Ventils verwirklichen.

Das Ventil lässt sich auch als Umsteuerventil einsetzen, indem der Ventilkörper in einer Ebene, die durch die Längsachse des Durchflusskanals und quer zur Drehachse der Antriebswelle verläuft, einen dritten Anschlussstutzen aufweist, der zwischen den Anschlägen des Ventilkörpers in den Durchflusskanal mündet. In einer ersten Endlage der Ventilklappe ist dann der dritte Anschlussstutzen mit dem ersten Anschlussstutzen verbunden, während er in der zweiten Endlage mit dem zweiten Anschlussstutzen verbunden ist, wobei der Durchfluss zum jeweils anderen Anschlussstutzen gesperrt ist. In der Mittelstellung ist der Durchfluss in alle Richtungen möglich. Auch hierbei kann der erste Anschlussstutzen und/oder der zweite Anschlussstutzen Regelkonturen aufweisen, sodass der Durchfluss während des Umsteuerns regelbar ist. Für die Regelung ist es sinnvoll, dass zur Rückmeldung des Durchflusses an die Steuereinheit entsprechende Sensoren an den Durchflusskanälen des Ventils vorgesehen sind.

Bei einer weiteren Ausgestaltung besitzt der Ventilkörper einen vierten Anschlussstutzen, der dem dritten Anschlussstutzen gegenüberliegt. Dadurch ist das Ventil in der Lage, den Durchfluss vom dritten oder vierten Anschlussstutzen zum ersten oder zweiten Anschlussstutzen in den Endstellungen der Ventilklappe umzusteuern oder die Volumenströme in Zwischenstellungen zu mischen, wobei die Regelkonturen in dem ersten und/oder zweiten Anschlussstutzen eine gewünschte Regelkennlinie ermöglichen. Die Regelkennlinien können leicht den Anwendungserfordernissen angepasst werden, indem der erste und/oder zweite Anschlussstutzen ausgewechselt werden und durch Anschlussstutzen mit einer geänderten Regelkontur ersetzt werden. Da der dritte und vierte Anschlussstutzen in der Regel keine Regelkonturen aufweisen, werden sie nicht ausgewechselt und können sie an den Ventilkörpern angeformt sein.

Ebenfalls kann der Aktuator dem Einsatzfall angepasst werden, indem der Antrieb mittels eines Elektromotors durch einen Antrieb mit Elektromagneten oder einem Torquer ersetzt wird. Zweckmäßigerweise wird in alle Aktuatoren eine Lagerückmeldung der Ventilklappe integriert.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

1 ein erfindungsgemäßes Ventil mit einem Teilschnitt durch einen Aktuator,

2 einen Teillängsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Ventil als Absperr- und Regelventil,

3 einen Teillängsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Ventil als Umsteuer- und Regelventil,

4 einen Teillängsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Ventil als Umsteuer-, Regel- und Mischventil,

5 eine perspektivische Ansicht einer Ventilklappe ohne Ringdichtung,

6 eine perspektivische Ansicht einer Ventilklappe mit einer Ringdichtung und

7 eine Seitenansicht eines Ventilkörpers.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Das erfindungsgemäße Ventil besitzt einen Ventilkörper 10 mit einem Durchflusskanal 11, in dessen Enden ein erster Anschlussstutzen 12 und ein zweiter Anschlussstutzen 14 eingesetzt sind. Die Stutzen 12 und 14 können in den Ventilkörper 10 eingeschweißt, eingeklebt oder durch andere Befestigungsmittel, z.B. einem Bajonettverschluss oder einem Federring, unter Verwendung einer Dichtung eingesetzt sein. In dem Durchflusskanal 11 des Ventilkörpers 10 ist eine Ventilklappe 26 um eine Drehachse einer Antriebswelle 24 schwenkbar gelagert, indem die Antriebswelle 24 in Lagerbohrungen 74 im Ventilkörper 10 drehbar gelagert ist. Die Antriebswelle 24 wird von einem Aktuator 15 betätigt, der einen Elektromotor 16 besitzt. Dieser treibt über eine Motorwelle 18, ein Antriebsritzel 20 und eine Segmentscheibe 22 die Antriebswelle 24 der Ventilklappe 26 an.

Die Ventilklappe 26 besitzt zwei Endlagen, in denen sie mit einer Längsachse 72 des Durchflusskanals 11 einen Winkel &phgr; von etwa 45° bildet. In diesen Positionen liegt die Ringdichtung 28 dichtend zur Hälfte mit dem Randbereich ihrer einen Seite 25 und zur anderen Hälfte mit dem diametral zur Drehachse 23 liegenden Randbereich ihrer anderen Seite 27 dichtend an einem Anschlag 32 bzw. 34 an. In ihrem Randbereich besitzt die Ventilklappe eine angespritzte Ringdichtung 28, deren Werkstoff in Durchbrüche 60 der Ventilklappe 26 eingreift. Die Ringdichtung 28 weist zu beiden Seiten Dichtwülste 38 auf, deren Dichtflächen 62 in den Endlagen der Ventilklappe 26 dichtend an den Anschlägen 32 bzw. 34 anliegen. Zwischen den Dichtwülsten 38 befindet sich am Umfang der Ringdichtung 28 eine Dichtlippe 39, die an der Innenkontur 37 des Durchflusskanals 11 bzw. des ersten Anschlussstutzens 12 und des zweiten Anschlussstutzens 14 entlang gleitet.

Die Ventilklappe besitzt längs eines Durchmessers eine Aufnahmehülse 54 zur formschlüssigen Aufnahme der Antriebswelle 24. Hierzu besitzt die Aufnahmehülse 54 eine Aufnahmebohrung 63 mit einander gegenüberliegenden Abflachungen 64. Es können aber auch andere Formschlussverbindungen zwischen der Antriebswelle 24 und der Aufnahmehülse 54 gewählt werden als die dargestellten Abflachungen 64, z.B. Querschnitte von Prismen, Verzahnungen oder dgl. Die Aufnahmehülse 54 ist durch quer zu ihr verlaufenden Versteifungsrippen 56 zusätzlich an die Scheibe 52 Ventilklappe 26 angebunden, sodass die Ventilklappe 26 eine für hoch dynamische Kräfte geeignete, steife Ausführung erhält.

Die Ringdichtung 28 umfasst die Aufnahmehülse 54 in deren Endbereichen und greift dabei in Aussparungen 58 in der Aufnahmehülse 54. Gleichzeitig bildet sie eine Stirndichtung 30, deren Dichtfläche 62 die Aufnahmebohrung 63 umfasst und dichtend am Ventilkörper 10 anliegt. Die Stirndichtung 30 besitzt parallel zur Mittelebene der Ventilklappe 26 verlaufende Abflachungen 66, die jeweils an den Enden der Aufnahmehülse 54 einen Abstand voneinander haben, der auf Längsnuten 40 im Ventilkörper 10, insbesondere auf deren Dichtbereich 80 abgestimmt ist. Bei der Montage wird die Ventilklappe 26 in Richtung der Längsachse 72 des Ventilkörpers 10 ausgerichtet, in die Längsnuten 40 eingeschoben, bis die Aufnahmebohrung 63 mit den Lagerbohrungen 74 für die Antriebswelle 24 fluchten. Der Abstand zwischen den Nutflanken 70 hat gegenüber dem Abstand den Abflachungen 66 ein solches Übermaß, dass die Ventilklappe 26 leicht zu montieren ist. Im Dichtbereich 80 ist der Abstand der Flanken 82 geringer, sodass in den Endlagen der Ventilklappe 26 die Abflachungen 66 mit ihren Kanten 42 an den Flanken 82 dichtend anliegen. Gleichzeitig liegt die Dichtfläche 62 der Stirndichtung 30 am Nutgrund 76 an. Zur Verbesserung der Abdichtung besitzt die Dichtfläche 62 vorzugsweise eine stirnseitig vorstehende, ringförmige Dichtlippe 78. Um bei einfacher Montage die Dichtlippe 78 zu komprimieren, damit im Dichtbereich 80 auch die Dichtfläche 62 am Grund 76 anliegt, ist es zweckmäßig, dass der Nutgrund 76 zum Dichtbereich 80 im Bereich der Lagerbohrungen 74 hin ansteigt. In 6 ist die geschlossene Dichtfläche der Ventilklappe 26 durch eine kreuzweise Schraffur gekennzeichnet.

Die Ausführung des erfindungsgemäßen Ventils nach 2 dient ohne besondere Maßnahmen als Absperrventil und/oder als Regelventil. Im ersten Fall ist der Durchfluss durch das Ventil in Durchflussrichtung 44 in den Endlagen der Ventilklappe 26 gesperrt, während er in der Zwischenstellung geöffnet ist. Um das Regelverhalten des Ventils den Einsatzerfordernissen anzupassen, kann der erste Anschlussstutzen 12 und/oder der zweite Anschlussstutzen 14 eine Regelkontur 36 aufweisen, die die Regelkennlinie des Ventils bestimmen. Die Regelkontur 36 reicht bis dicht an die Bewegungsbahn der Dichtlippe 39 der Ventilklappe 26 heran, jedoch kann der Abstand zwischen der Regelkontur 36 und der Dichtlippe 39 auch zur Abstimmung der Regelkennlinie genutzt werden.

Bei der Ausführung des Ventils nach 3 besitzt der Ventilkörper 10 einen dritten Anschlussstutzen 46, der in einer Ebene durch die Längsachse 72 des Durchflusskanals 11 und quer zur Drehachse 23 der Antriebswelle 24 liegt. Er mündet zwischen den Anschlägen 32 und 34 des Ventilkörpers 10. Die möglichen Durchflussrichtungen sind durch Pfeile 48 angedeutet. So ist in einer Endstellung, in der die Ventilklappe 26 am Anschlag 32 anliegt, ein Durchfluss vom zweiten Anschlussstutzen 14 zum dritten Anschlussstutzen 46 oder umgekehrt möglich. In der zweiten Endlage, in der die Ventilklappe 26 am Anschlag 34 anliegt, ist ein Durchfluss vom ersten Anschlussstutzen 12 zum dritten Anschlussstutzen 46 oder umgekehrt möglich. In einer Mittelstellung zwischen den beiden Endlagen ist ein Durchfluss von einem Anschlussstutzen 12, 14, 46 zu den jeweils übrigen Anschlussstutzen 12, 14, 46 möglich, sodass sich der Durchflussstrom von einem Anschlussstutzen 12, 14, 46 auf die beiden anderen verteilt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass sich der Zufluss von zwei Anschlussstutzen 12, 14, 46 zu einem Anschlussstutzen 12, 14, 46 vereinigt.

Bei der Ausführung nach 4 besitzt der Ventilkörper 10 einen vierten Anschlussstutzen 50, der weitere Durchflussmöglichkeiten zulässt. In der Endlage, in der die Ventilklappe 26 am Anschlag 32 anliegt, ist der Durchfluss zwischen dem ersten Anschlussstutzen 12 und dem vierten Anschlussstutzen 50 oder umgekehrt möglich bzw. zwischen dem zweiten und dem dritten Anschlussstutzen 14, 46 bzw. umgekehrt. In der zweiten Endlage, in der die Ventilklappe 26 am Anschlag 34 anliegt, ist der Durchfluss zwischen dem ersten Anschlussstutzen 12 und dem dritten Anschlussstutzen 46 und zwischen dem zweiten Anschlussstutzen 14 und dem vierten Anschlussstutzen 50 möglich. In den Zwischenstellungen können unterschiedliche Mischungsverhältnisse zwischen den Durchflussströmen hergestellt werden. Auch hier können die Regelkennlinien durch Regelkonturen 36 in dem ersten Anschlussstutzen 12 und/oder dem zweiten Anschlussstutzen 14 eingestellt werden.


Anspruch[de]
Ventil mit einer Ventilklappe (26), die in einem Ventilkörper (10) in einem rohrförmigen Durchflusskanal (11) um eine Drehachse (23) einer Antriebswelle (24) schwenkbar angeordnet ist, wobei in einer ersten Endlage die Ventilklappe (26) zur einen Hälfte mit dem Randbereich ihrer einen Seite (25) und zur anderen Hälfte mit dem diametral zur Drehachse (23) liegenden Randbereich ihrer anderen Seite (27) dichtend an einem Anschlag (32) des Ventilkörpers (10) anliegt und die Mittelebene der Ventilklappe (26) in dieser Position unter einem Winkel (&phgr;) von etwa 45° zur Längsachse (70) des Durchflusskanals (11) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilklappe (26) in einer zweiten Endlage mit den in der ersten Endlage nicht wirksamen Randbereichen dichtend an einem zweiten Anschlag (34) des Ventilkörpers (10) anliegt und in den Zwischenstellungen zwischen den beiden Endlagen den Durchfluss mindestens teilweise frei gibt. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilklappe (26) in ihren Randbereichen eine angespritzte Ringdichtung (28) aufweist. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilklappe (26) in ihren Randbereichen Aussparungen oder Durchbrüche (60) aufweist, die vom Werkstoff der Ringdichtung (28) gefüllt sind. Ventil nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringdichtung (28) auf beiden Seiten der Ventilklappe (26) eine Dichtwulst (38) und an ihrem Umfang eine Dichtlippe (39) besitzt. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilklappe (26) eine integrierte Aufnahmehülse (54) zur formschlüssigen Aufnahme der Antriebswelle (24) aufweist, wobei die Aufnahmehülse (54) an ihren Stirnseiten Aussparungen (58) besitzt und von der Ringdichtung (28) umfasst wird, die in die Aussparungen (58) eingreift und eine Stirndichtung (30) mit Dichtflächen (62) bildet, die dichtend am Ventilkörper (10) anliegen. Ventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringdichtung (28) im Bereich der Stirndichtung (30) auf beiden Seiten parallel zur Mittelebene der Ventilklappe (26) Abflachungen (66) aufweist, von denen jeweils zwei einander gegenüberliegende Abflachungen (66) an den Enden der Aufnahmehülse (54) einen zu einer Längsnut (40) des Ventilkörpers (10), insbesondere in einem Dichtungsbereich (80) passenden Abstand voneinander haben, sodass Kanten (42) der Abflachungen (66) in den Endlagen der Ventilklappe (26) dichtend an den Flanken (82) des Dichtungsbereichs (80) anliegen. Ventil nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirndichtung (30) an ihrer Dichtfläche (62) eine stirnseitig vorstehende, ringförmige Dichtlippe (78) aufweist. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ventilkörper (10) in ein Ende des Durchflusskanals (11) ein erster Anschlussstutzen (12) und in das andere Ende des Durchlaufkanals (11) ein zweiter Anschlussstutzen (14) eingesetzt sind, von denen jeder eine Regelkontur (36) aufweist, die dicht an die Bewegungsbahn der Dichtlippe (39) der Ventilklappe (2b) heranreicht. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (10) in einer Ebene, die durch die Längsachse des Durchflusskanals (11) und quer zur Drehachse (23) der Antriebswelle (24) verläuft, einen dritten Anschlussstutzen (46) aufweist, der zwischen den Anschlägen (32, 34) des Ventilkörpers (10) in den Durchflusskanal (11) mündet. Ventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (10) einen vierten Anschlussstutzen (50) aufweist, der dem dritten Anschlussstutzen (46) gegenüberliegt. Ventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Ventilkörper (10) ein Aktuator (15) angebaut ist, dessen Elektromotor (16) über eine Motorwelle (16), ein Antriebsritzel (20) und eine Segmentscheibe (22) die Antriebswelle (24) antreibt. Bausatz zum Herstellen eines Ventils nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Ventilkörper (10) mit einem durchgehenden Durchflusskanal (11), einen ersten und zweiten den Durchflusskanal (11) einsetzbare Anschlussstutzen (12, 14), einen Ventilkörper (10) mit einem zusätzlichen dritten Anschlussstutzen (46) und einen vierten Anschlussstutzen (50) umfasst, wobei alle Ausführungen des Ventilkörpers (10) zwei sich unter 90° kreuzende unter einem Winkel (&phgr;) von etwa 45° zur Längsachse (72) des Durchflusskanals (11) verlaufende Anschläge (32, 34) aufweisen.






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