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Dokumentenidentifikation DE202006016204U1 08.03.2007
Titel Geraderichter
Anmelder Karl Marbach GmbH & Co. KG, 74080 Heilbronn, DE
Vertreter v. Füner Ebbinghaus Finck Hano, 81541 München
DE-Aktenzeichen 202006016204
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.03.2007
Registration date 01.02.2007
Application date from patent application 23.10.2006
IPC-Hauptklasse B31B 1/14(2006.01)A, F, I, 20061023, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B31B 3/14(2006.01)A, L, I, 20061023, B, H, DE   B31B 5/14(2006.01)A, L, I, 20061023, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Geraderichter zum Nutzentrennen von einzelnen Kartonnutzen in Kartonstanzmaschinen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Das Stanzen von Kartonagen und die weiteren Abläufe zur Herstellung und Separierung der einzelnen Kartonnutzen erfolgen innerhalb einer Stanzmaschine in drei Arbeitsschritten, nämlich dem Stanzen (Rillen/Prägen), dem Ausbrechen der Abfallteile und dem Nutzentrennen. Die Anwendung des Geraderichters erfolgt im dritten Schritt, nämlich dem Nutzentrennen.

Die einzelnen Nutzen sind untereinander an kleinen Stellen noch miteinander verbunden – an sogenannten Haltepunkten. Beim Nutzentrennen gibt es ein oberes und ein unteres Werkzeug. Der dritte Schritt des Nutzentrennens bewirkt ein Trennen an den Haltepunkten und ein gestapeltes Ablegen der einzelnen Nutzen.

Um hierbei gewisse Höhenunterschiede, die während des Ablaufs auftreten können, zu überbrücken, und die Nutzen sauber beim Ablegen anzuordnen, werden Geraderichter benötigt. die je nach Bedarf den Höhenunterschied ausgleichen können.

Die Höhenunterschiede entstehen dadurch, dass bedingt durch das getaktete Herabfahren der Nutzenstapel immer wieder eine Höhendifferenz eintreten kann. Das bewegliche Schieberteil im Geraderichter gleicht nun dies aus und die einzelnen Nutzen erhalten beim Abstapeln die seitliche Führung.

Zum Stand der Technik gehören bereits Geraderichter mit einem Grundkörper aus Metall und einem Schieberteil. Der Grundkörper hat einen Führungskanal, der an einer Stirnseite des Grundkörpers offen und an der gegenüberliegenden Stirnseite durch die Innenseite einer Stirnwand geschlossen ist. Das Schieberteil ist in dem Führungskanal des Grundkörpers längsverschiebbar geführt und gesichert gehalten.

Die Montage der bekannten Geraderichter an den Werkzeugen, insbesondere dem unteren Nutzentrennwerkzeug, d.h. ihr drehsicheres Befestigen in genauer Ausrichtung, ist sehr aufwändig, da dazu zwei Schrauben erforderlich sind und bei der Schraubbefestigung für die korrekte Ausrichtung gesorgt werden muss. Außerdem ist die Herstellung der bekannten Geraderichter teuer.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht deshalb darin, den aus dem Stand der Technik bekannten Geraderichter so auszugestalten, dass er schnell, einfach, passgenau und drehsicher montiert werden kann.

Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Geraderichter zum Nutzentrennen von einzelnen Kartonnutzen in Kartonstanzmaschinen, wobei der Geraderichter einen Grundkörper aus Kunststoff, der einen Führungskanal aufweist, der an einer Stirnseite des Grundkörpers offen und an der gegenüberliegenden Stirnseite durch die Innenseite einer Stirnwand geschlossen ist, und ein Schieberteil aufweist, das in dem Führungskanal des Grundkörpers längs verschiebbar geführt und gesichert gehalten ist, dadurch gelöst, dass das Schieberteil ebenfalls aus Kunststoff besteht, dass an der Außenseite der Stirnwand des Grundkörpers zwei im Abstand voneinander angeordnete Positionierzapfen für den im Wesentlichen formschlüssigen Eingriff mit zwei entsprechend beabstandeten Öffnungen in einem Werkzeug vorgesehen sind und dass zwischen den Positionierzapfen in der Stirnwand eine Gewindebohrung für den Eingriff mit einer Schraube zum Befestigen des Geraderichters an dem Werkzeug vorgesehen ist, das vorzugsweise das untere Nutztrennwerkzeug der Kartonstanzmaschine ist.

Zweckmäßigerweise bestehen der Grundkörper und das Schieberteil aus spritzgegossenem glasfaserverstärktem Kunststoff.

Vorteilhafterweise besteht die gesicherte Halterung des Schieberteils am Grundkörper aus einer Schnappverbindung.

Die Gewindebohrung kann ein in die Stirnwand des aus Kunststoff bestehenden Grundkörpers eingegossener Gewindeeinsatz, beispielsweise eine Innengewindehülse, sein.

Bevorzugt sind der Grundkörper und das Schieberteil im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet.

Dabei kann der Führungskanal auf einer Längsfläche des im Wesentlichen quaderförmigen Grundkörpers eine rechteckige Öffnung aufweisen, die von zwei Längsleisten des Grundkörpers begrenzt ist, die Ansätze, die bevorzugt leistenförmig ausgebildet sind, an gegenüberliegenden Längsseiten des im Wesentlichen quaderförmigen Schieberteils übergreifen, so dass eine Art Schwalbenschwanzführung erreicht wird.

Der erfindungsgemäße Geraderichter lässt sich als Massenteil aus Kunststoff preisgünstig herstellen. Er ist einfach und schnell montierbar, da zum Befestigen nur eine einzige Schraube erforderlich ist und die Positionierung an dem Werkzeug durch Eingriff der beabstandeten Zapfen in dafür am Werkzeug vorgesehene Öffnungen gewährleistet ist. Obwohl nur eine einzige Schraube für die Befestigung benötigt wird, ist dadurch die Halterung des Geraderichters an dem Werkzeug verdrehungssicher. Der Geraderichter besteht aus zwei Teilen, die über eine Schnappverbindung einfach und schnell zusammengefügt werden können. Der Geraderichter hat aufgrund der Verwendung von glasfaserverstärktem Kunststoff in der beschriebenen Teilegeometrie eine äußerst stabile Bauweise.

Die beiden Teile des aus glasfaserverstärktem Kunststoff durch Spritzgießen hergestellten Geraderichters werden im Führungsbereich ineinandergeschoben und bleiben durch die Schnappverbindung zusammengefügt. Das Schieberteil kann sich innerhalb der Führung des Grundkörpers begrenzt bewegen. Die Begrenzung erfolgt auf der einen Seite durch die Geometrie des Grundkörpers, also die Stirnwand, und auf der anderen Seite durch die Schnappverbindung. Die Anbringung eines Geraderichters an dem unteren Nutzentrennwerkzeug erfolgt so, dass die beiden Positionierzapfen in entsprechende Öffnungen in dem unteren Nutzentrennwerkzeug eingeführt werden und dann eine Befestigungsschraube durch das Nutzentrennwerkzeug hindurch in die Gewindebohrung zwischen den Positionierzapfen geschraubt wird, wodurch mit einer Schraube eine drehsichere Befestigung erreicht wird.

Anhand von Zeichnungen wird eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:

1 perspektivisch einen Geraderichter von oben,

2 perspektivisch den Geraderichter von 1 von unten,

3 perspektivisch den Geraderichter von 1 und 2 von einer Stirnseite aus und

4 einen an einem unteren Nutzentrennwerkzeug befestigten Geraderichter.

Der in den 1 bis 4 gezeigte Geraderichter besteht aus einem Grundkörper 10, der einen Führungskanal 11 aufweist, der an einer Stirnseite 12 des Grundkörpers offen und an der gegenüberliegenden Stirnseite durch die Innenseite 14 einer Stirnwand 13 geschlossen ist. Der Führungskanal 11 bildet in dem Grundkörper 10 eine rechteckige Öffnung 16 mit einem Boden 23. Die Öffnung 16 wird von gegenüberliegenden Längsleisten 17 und 18 begrenzt, die in einem vorgegebenen Abstand vom Boden 23 des Führungskanals 11 angeordnet sind.

Das Schieberteil 30, das wie der Grundkörper 10 aus glasfaserverstärktem Kunststoff durch Spritzgießen hergestellt ist, hat zwei gegenüberliegende Stirnflächen 31 und 32 sowie sich von der Stirnfläche 31 zur Stirnfläche 32 erstreckende seitliche Ansätze 33 und 34, die so bemessen sind, dass sie in einem Schiebesitz zwischen dem Boden 23 des Führungskanals 11 und jeweils den Längsleisten 17 und 18 angeordnet werden können.

Wenn das Schieberteil 30 in dem Grundkörper 10 von dessen offener Stirnseite 12 aus eingeschoben wird, sorgt eine nicht gezeigte Schnappverbindung dafür, dass das Schieberteil in einer aus dem Führungskanal 11 des Grundkörpers 10 ausgefahrenen Stellung an dem Grundkörper 10 gehalten wird und in der voll eingefahrenen Stellung mit seiner Stirnfläche 32 an der Innenseite 14 der Stirnwand 13 des Grundkörpers 10 anliegt.

Wie aus 2 und 3 zu sehen ist, ist in der Mitte der Stirnwand 13 eine Gewindebohrung 22 vorgesehen, die von einer in die Stirnwand 13 beim Spritzgießen aus glasfaserverstärktem Kunststoff eingebetteten Innengewindehülse gebildet werden kann.

Mit gleichem Abstand von der Gewindebohrung 22 sind an der Außenseite 15 der Stirnwand 13 zwei Positionierzapfen 20 und 21 angeordnet.

In 4 ist ein unteres Nutzentrennwerkzeug 40 gezeigt, an dem der vorstehend beschriebene Grundkörper 10 schnell, einfach und verdrehungssicher befestigt werden soll. Dafür sind in dem unteren Nutzentrennwerkzeug 40 nicht gezeigte Bohrungen für eine Schraube 41 und seitlich davon nicht gezeigte Öffnungen vorgesehen, in die die Positionierzapfen 20 und 21 formschlüssig eingeführt werden können. Die Befestigung des Geraderichters erfolgt dann durch die Schraube 41, die durch die in dem unteren Nutzentrennwerkzeug 40 vorgesehene Bohrung hindurchgeführt und in die Gewindebohrung 22 in der Stirnwand 13 des Grundkörpers 10 geschraubt wird, der durch seine Positionierzapfen 20 und 21 für den Eingriff in den dafür vorgesehenen Öffnungen in dem unteren Nutzentrennwerkzeug 40 ausgerichtet und drehungssicher gehalten ist.

Wie bereits eingangs beschrieben ist, sorgt das in den Grundkörper 10 im Schnappsitz eingebrachte und im Führungskanal 11 längsbewegliche Schieberteil 30 in dem derart befestigten Geraderichter für den Ausgleich der Höhenunterschiede.


Anspruch[de]
Geraderichter zum Nutzentrennen von einzelnen Kartonnutzen in Kartonstanzmaschinen, wobei der Geraderichter

– einen Grundkörper (10) aus Kunststoff, der einen Führungskanal (11) hat, der an einer Stirnseite (12) des Grundkörpers (10) offen und an der gegenüberliegenden Stirnseite durch die Innenseite (14) einer Stirnwand (13) geschlossen ist, und

– ein Schieberteil (30) aufweist, das in dem Führungskanal (11) des Grundkörpers (10) längs verschiebbar geführt und gesichert gehalten ist,

dadurch gekennzeichnet,

– dass das Schieberteil (30) ebenfalls aus Kunststoff besteht,

– dass an der Außenseite (15) der Stirnwand (13) des Grundkörpers (10) zwei im Abstand voneinander angeordnete Positionierzapfen (20, 21) für den im Wesentlichen formschlüssigen Eingriff mit zwei entsprechend beabstandeten Öffnungen in einem Werkzeug (40) vorgesehen sind und

– dass zwischen den Positionierzapfen (20, 21) in der Stirnwand (13) eine Gewindebohrung (22) für den Eingriff mit einer Schraube (41) zum Befestigen des Geraderichters an dem Werkzeug (40) vorgesehen ist.
Geraderichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (10) und das Schieberteil (11) aus spritzgegossenem glasfaserverstärktem Kunststoff bestehen. Geraderichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gesicherte Halterung des Schieberteils (30) am Grundkörper (10) aus einer Schnappverbindung besteht. Geraderichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindebohrung (22) ein in die Stirnwand (13) des aus Kunststoff bestehenden Grundkörpers (10) eingegossener Gewindeeinsatz ist. Geraderichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (10) und das Schieberteil (30) im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet sind. Geraderichter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskanal (11) auf einer Längsfläche des im Wesentlichen quaderförmigen Grundkörpers (10) eine rechteckige Öffnung (16) aufweist, die von zwei Längsleisten (17, 18) begrenzt ist, welche Ansätze (33, 34) an gegenüberliegenden Längsseiten des im Wesentlichen quaderförmigen Schieberteils für dessen Führung im Grundkörper (10) übergreifen. Geraderichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (40) das untere Nutzentrennwerkzeug der Kartonstanzmaschine ist.






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