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Dokumentenidentifikation DE102005044860A1 15.03.2007
Titel Isolierglasscheibe und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder Lenhardt Maschinenbau GmbH, 75242 Neuhausen, DE
Erfinder Kammerer, Stephan, 75242 Neuhausen, DE;
Tast, Thomas, 70565 Stuttgart, DE;
Schuler, Peter, 75233 Tiefenbronn, DE
Vertreter Twelmeier, U., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 75172 Pforzheim
DE-Anmeldedatum 13.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005044860
Offenlegungstag 15.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.03.2007
IPC-Hauptklasse C03C 27/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 3/66(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Beschrieben wird eine Isolierglasscheibe, in welcher zwei Glastafeln (1, 14) durch einen Abstandhalter (2) miteinander verklebt und auf Abstand gehalten sind, welcher in einem Stück aus einem vorgefertigten Strang (3) aus einem Kunststoff gebildet ist, in welchen ein Feuchtigkeit bindendes Mittel eingelagert ist, wobei der Strang (3) in einem Abstand vom Rand (1a, b) der Glastafeln (1, 14) angeordnet ist und Anfang und Ende des Strangs (3) im Bereich einer Ecke der Isolierglasscheibe zusammentreffen und die auf der Außenseite (15) des Abstandhalters (2) liegende Randfuge der Isolierglasscheibe einen aushärtenden Kunststoff (15) aufnimmt, welcher die Außenseite (5) des Abstandhalters (2) abdeckt und sich von der einen Glastafel (1) bis zur anderen Glastafel (14) erstreckt.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Endflächen (7) am Anfang und am Ende des Strangs (3) in der Weise geschnitten sind, dass sie mindestens an ihrem die Innenseite (9) des Abstandhalters (2) begrenzenden Rand (8) zusammentreffen und zwischen den Endflächen (7) des Strangs (3) eine sich von der einen Glastafel (1) bis zur anderen Glastafel (14) erstreckende Ausnehmung (11) vorgesehen ist, welche auf der Außenseite (5) des Abstandhalters (2) offen ist und eine Dichtmasse (13) aufnimmt, welche sich von der einen Glastafel (1) bis zur anderen Glastafel (14) erstreckt und jene Teile der beiden Endflächen (7) des Strangs (3) dicht miteinander verbindet, welche nicht zusammenstoßen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Isolierglasscheibe mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Eine solche Isolierglasscheibe ist aus der US 4,831,799 A bekannt.

In Isolierglasscheiben werden zwei Glastafeln durch einen rahmenförmigen Abstandhalter auf Abstand gehalten. Der Abstandhalter besteht meistens aus einem metallischen Hohlprofil, insbesondere aus Aluminium oder Edelstahl, seltener aus einem Hohlprofil aus Kunststoff. Die Hohlprofile sind starr. Aus ihnen werden Abstandhalterrahmen vorgefertigt und als vorgefertigter Rahmen auf eine Glastafel geklebt. Auf die noch freie Seite des Abstandhalterrahmens wird dann die zweite Glastafel geklebt.

Es sind auch thermoplastische Abstandhalter bekannt, welche dadurch gebildet werden, dass ein zunächst pastöser Strang, dessen Querschnitt nicht hohl, sondern ausgefüllt ist, heiß auf eine der Glastafeln aufgetragen und durch Überlappen von Anfang und Ende des Strangs zu einem geschlossenen Rahmen geformt wird. Durch Erkalten wird der Strang stabil und tragfähig.

Schließlich sind auch geschäumte, feinporige Abstandhalter bekannt, deren Querschnitt nicht hohl, sondern ausgefüllt ist. Sie werden aus einem vorgefertigten flexiblen Strang gebildet, welcher von der Rolle verarbeitet wird. Der flexible Strang ist an seinen Flanken mit einem Haftkleber versehen. Er wird von einer Vorratsrolle abgezogen und auf eine Glastafel längs deren Randes geklebt. Isolierglasscheiben mit einem solchen flexibler Abstandhalter sind aus der US 4,831,799 A bekannt. Das strangförmige Material für den Abstandhalter ist unter dem Namen "Superspacer" im Handel. Er besteht aus einem im Querschnitt rechteckigen Strang, der aus thermoplastischem oder aus abbindendem Kunststoff bestehen kann. Geeignete thermoplastische Materialien sind thermoplastische Elastomere wie z. B. Santoprene. Geeignete abbindende Materialien sind z. B. Polyurethanschaum und Silikonschaum. Der Strang ist an den Flanken selbstklebend ausgebildet und auf einer seiner Seiten mit einer Anzahl von Kunststofffolien laminiert. Der Strang wird so auf eine Glastafel längs deren Randes und mit Abstand von ihrem Rand geklebt, dass die mit Folien laminierte Seite nach außen weist. Anfang und Ende des thermoplastischen Strangs treffen sich im Bereich einer Ecke der Isolierglasscheibe und überlappen sich in der Weise, dass die stumpfe Endfläche am einen Ende des Stranges auf die nach innen weisende Oberfläche des Strangs an dessen anderem Ende trifft. Danach wird die zweite Glastafel der Isolierglasscheibe mit dem Abstandhalter verklebt. Sind die Flanken des so gebildeten rahmenförmigen Abstandhalters mit den beiden Glastafeln verklebt, wird die auf der Außenseite des Abstandhalters vorhandene Randfuge zwischen den beiden Glastafeln mit einem aushärtenden Kunststoff gefüllt, weicher nach dem Aushärten den festen Verbund zwischen den beiden Glastafeln herstellt, welchen herzustellen der Abstandhalter allein nicht in der Lage ist. Als aushärtender Kunststoff sind Polysulfide (Thiokol) gebräuchlich.

Um zu verhindern, dass in der Isolierglasscheibe der Taupunkt unterschritten wird und die Isolierglasscheibe von innen beschlägt, ist in den geschäumten Abstandhalter ein Feuchtigkeit bindendes Mittel eingelagert, insbesondere ein Zeolith-Pulver. Damit dieses über viele Jahre die im Innenraum der Isolierglasscheibe vorhandene Feuchtigkeit binden kann, muss sichergestellt sein, dass ein Diffundieren von Wasserdampf in die Isolierglasscheibe hinein weitestgehend unterbunden wird. Diese Aufgabe übernimmt in erster Linie der Abstandhalter, welcher zu diesem Zweck mit mehreren Folien beschichtet ist, die als Dampfsperre dienen. Eine unerwünschte Schwachstelle gegenüber Wasserdampfdiffusion ist jedoch die Stoßstelle zwischen dem Anfang und dem Ende des thermoplastischen Strangs. Diese Stoßstelle wird zwar durch den aushärtenden Kunststoff überdeckt, mit welchem die Randfuge der Isolierglasscheibe gefüllt wird, dieser aushärtende Kunststoff vermag jedoch das Eindiffundieren von Wasserdampf nicht so gut zu verhindern wie man sich das wünscht. Die Lebensdauer der gemäß der US 4,831,799 hergestellten Isolierglasscheiben läßt daher zu wünschen übrig.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Weg aufzuzeigen, wie die Schwachsteile zwischen Anfang und Ende eines rahmenförmigen Abstandhalters, welcher aus einem vorgefertigten Strang der in der US 4,831,799 offenbarten Art gebildet ist, verbessert werden kann.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Isolierglasscheibe mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen und durch ein Verfahren mit den im Anspruch 8 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung beschränkt sich nicht darauf, die Enden des Strangs, der den Abstandhalter bildet, in der Weise stumpf zusammenstoßen zu lassen, dass die stumpfe Endfläche des einen Endes an der Innenseite des Strangs und dessen anderem Ende anliegt. Vielmehr sind die Endflächen am Anfang und am Ende des Strangs in der Weise geschnitten, dass sie mindestens an ihren die Innenseite des Abstandhalters begrenzenden Rand zusammentreffen und zwischen den Endflächen des Stranges eine sich von der einen Glastafel bis zur anderen Glastafel erstreckende Ausnehmung vorgesehen ist, welche auf der Außenseite des Abstandhalters offen ist und eine Dichtmasse aufnimmt, welche sich von der einen Glastafel bis zur anderen Glastafel erstreckt und jene Teile der beiden Endflächen des Strangs dicht miteinander verbindet, weiche nicht zusammenstoßen, sondern die Ausnehmung begrenzen. Durch das Vorsehen einer solchen besonderen Ausnehmung und das Füllen dieser Ausnehmung mit einer Dichtmasse, welche geeignet ist, das Eindiffundieren von Wasserstoff zu unterbinden, wird eine Stoßstelle möglich, die hinsichtlich des Eindiffundierens von Wasserdampf keine Schwachstelle mehr ist, sondern ebenso dicht ist wie der Abstandhalter außerhalb seiner Stoßstelle.

Dabei ist der Aufwand für das Abdichten der Stoßstelle denkbar gering. Da der Strang von der Rolle verarbeitet wird, muss er ohnehin abgeschnitten werden. Für das Versiegeln der Ausnehmung an der Stoßstelle mit einer Dichtmasse kann auf eine in der Isolierglasfertigung bewährte Technik zurückgegriffen werden, denn das Auftragen geeigneter Dicht- und Klebstoffe auf die Flanken von Abstandhaltern, die aus metallischen Hohlprofilstäben gebildet sind, ist Stand der Technik. Polyisobutylen, ein synthetischer Butylkautschuk, der für das Beschichten von metallischen Abstandhaltern verwendet wird, eignet sich auch für Zwecke der vorliegenden Erfindung, um die Ausnehmung an der Stoßstelle des Abstandhalters zu versiegeln.

Die Flächen, welche die Ausnehmung begrenzen, sind in der Lage, einen gewissen Druck aufzunehmen, wenn die Dichtmasse in die Ausnehmung eingefüllt wird, so dass gewährleistet ist, dass sich die Dichtmasse mit den Flächen, die die Ausnehmung begrenzen, wirklich dicht verbindet. Das gilt insbesondere in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, in welcher die beiden Enden des Stranges auf Gehrung geschnitten sind und der Gehrungsschnitt in die an der Außenseite des Abstandhalters liegende Ausnehmung mündet. In diesem Fall verjüngt sich die Ausnehmung von der Außenseite des Abstandhalters ausgehend keilförmig bis zum Gehrungsschnitt, was für eine dichte Verbindung der Dichtmasse mit den die Ausnehmung begrenzenden Flächen besonders günstig ist. Es ist aber auch möglich, die beiden Enden des Strangs stumpf, insbesondere rechtwinklig zur Längsrichtung des Stranges, abzuschneiden und nur längs ihrer die Innenseite des Abstandhalters begrenzenden Ränder zusammentreffen zu lassen. in diesem Fall erhält man die gräßtmögliche Ausnehmung für das Aufnehmen von Dichtmasse und muss für das Abschneiden des Strangs keine besonderen Vorkehrungen treffen, weil der Strang auch bisher schon rechtwinklig zu seiner Längserstreckung abgeschnitten werden musste.

Eine anders Möglichkeit besteht darin, die beiden Enden des Strang rechtwinklig zur Längsrichtung des Strangs abzuschneiden und die Stoßstelle so auszubilden, dass das eine Ende des Strangs mit seiner Innenseite die Endfläche des anderen Strangs nur teilweise abdeckt. Auf diese Weise erhält man sowohl eine Überlappung der beiden Enden als auch eine Ausnehmung, die sich günstig mit Dichtmasse versiegeln läßt.

In allen diesen Varianten wird es bevorzugt, dass die Dichtmasse die Endflächen des Stranges, soweit diese nicht zusammenstoßen, sondern die Ausnehmung begrenzen, vollständig bedeckt. Dabei muss die Außenkontur der Ecke nicht rechtwinklig ausgebildet sein, sondern kann mit Vorteil auch bogenförmig, insbesondere kreisbogenförmig verlaufen, was das spätere Einfüllen eines aushärtenden Kunststoffes, insbesondere eines Thiokols oder eines Polyurethans, in die auf der Außenseite des Abstandhalters gebildete Randfuge der Isolierglasscheibe erleichtert, weil eine in die Randfuge eintauchende Versiegelungsdüse, die um die Isolierglasscheibe herumgeführt wird, der Kontur des Abstandhalters im Bereich der Ecken leichter folgen kann, wenn diese gerundet sind.

Die Erfindung eignet sich nicht nur für Isolierglasscheiben mit rechtwinkligen Ecken, sondern auch für Isolierglasscheiben mit Ecken, deren Winkel größer oder kleiner als ein rechter Winkel ist.

Die Dichtmasse ist vorzugsweise ein Thermoplast und wird durch Erwärmen in einen pastösen Zustand versetzt, in diesem Zustand in die Ausnehmung eingefüllt und kann dann wieder auf Raumtemperatur abkühlen, wobei sie sich verfestigt und fest an den beiden Glastafeln und an den Endflächen des Abstandhalters haftet.

Sobald der Abstandhalter auf einer Glastafel fertiggestellt und seine Stoßstelle versiegelt ist, wird auf die noch freie Seite des Abstandhalters die zweite Glastafel geklebt, die Anordnung auf einen vorgegebenen Abstand der beiden Glastafeln verpreßt und anschließend wird in die Randfuge auf der Außenseite des Abstandhalters der aushärtende Kunststoff eingefüllt. Danach ist die Isolierglasscheibe fertiggestellt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind schematisch in den Zeichnungen dargestellt. Gleiche und einander entsprechende Teile sind in den Zeichnungen mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet.

1 zeigt in der Draufsicht einen Abschnitt einer Glastafel mit einem darauf angebrachten Abstandhalter aus einem vorgefertigtem Kunststoffstrang, dessen Enden im Bereich einer Ecke der Glastafel zusammentreffen,

2 zeigt die Ansicht II auf die Anordnung gemäß 1,

3 zeigt die Ansicht III auf die Anordnung gemäß 1,

4 zeigt die Anordnung aus 1 in einer Schrägansicht,

5 zeigt einen Querschnitt durch einen Abschnitt einer Isolierglasscheibe, zu welcher die in den 1 bis 4 dargestellte Anordnung durch Hinzufügen einer zweiten Glastafel ergänzt ist,

6 zeigt in einer Darstellung entsprechend der 1 einen Abschnitt einer Glastafel mit einer andersartig gestalteten Verbindungsstelle zwischen den beiden Enden des den Abstandhalter bildenden Stranges, und

7 zeigt in einer Darstellung wie in 6 einen Abstandhalter mit einer abgewandelten Verbindungsstelle.

1 zeigt eine erste Glastafel 1 mit zwei Rändern 1a und 1b, welche unter einem rechten Winkel an einer Ecke der Glastafel 1 zusammentreffen. Parallel zu den Rändern 1a und 1b und in einem Abstand von den Rändern 4a und 1b ist auf der Glastafel 1 ein Abstandhalter 2 angebracht, welcher in einem Stück aus einem feinporig geschäumten Strang 3 gebildet ist, welcher vorzugsweise aus einem Polyurethan besteht und auf seiner Außenseite mit einer oder mehreren Folien laminiert ist, von weichen wenigstens die äußerste Folie 4, weiche die Außenseite 5 des Abstandhalters bildet, ein Stück weit auf die Flanken 6 des Strangs 3 umgeschlagen ist, welche mit einem Haftkleber beschichtet sind, mit welchem der thermoplastische Strang 3 auf die Glastafel 1 geklebt ist. Die Folien bilden eine Dampfsperre. In den geschäumten Strang 3 ist ein Feuchtigkeit bindendes Mittel eingelagert, zum Beispiel ein Zeolith-Pulver.

Die Enden des Strangs 3 sind auf Gehrung geschnitten, so dass die durch den Schnitt gebildeten Endflächen 7 in Richtung der Winkelhalbierenden der durch die Ränder 1a und 1b gebildeten rechtwinkligen Ecke verlaufen. Die auf Gehrung geschnittenen Endflächen 7 gehen von dem Rand 8 aus, weicher die Innenseite 9 des Stranges 3 begrenzt. Der Gehrungsschnitt erstreckt sich jedoch nicht bis auf die Außenseite 5 des Stranges 3, sondern endet an einer zwischen der Innenseite 9 und der Außenseite 5 liegenden Stelle, welche den tiefsten Punkt einer nach außen offenen Ausnehmung 11 bildet, welche dadurch entstanden ist, dass die Enden des Stranges 3 von der Außenseite 5 her im rechten Winkel zu ihrer Längserstreckung bis hin zu der Stelle 10 geschnitten sind. In diese Ausnehmung 11 wird mittels einer Düse 12 eine thermoplastische Dichtmasse 13 eingefüllt, welche die Ausnehmung 11 über die gesamte Breite des Stranges 3 ausfüllt und an der der ersten Glastafel 1 abgewandten Flanke 6 des Abstandhalters 2 noch ein wenig über die Flanke 6 übersteht. Anschließend wird eine zweite Glastafel 14 an die der ersten Glastafel 1 abgewandte Seite des Abstandhalters 2 geklebt und bis zum Erreichen eines vorgegebenen Abstandes der beiden Glastafeln 1 und 14 voneinander angedrückt, wodurch sich die thermoplastische Dichtmasse 13 auch dicht mit den beiden Glastafeln 1 und 14 verbindet. In die auf der Außenseite 5 des Abstandhalters 2 vorhandene Randfuge wird anschließend umlaufend ein aushärtender Kunststoff 15 gefüllt, welcher einen festen Verbund zwischen den beiden Glastafeln 1 und 14 herstellt. Als aushärtender Kunststoff 15 eignet sich besonders ein Thiokol, als thermoplastische Dichtmasse 13 eignet sich besonders ein Polyisobutylen.

Die thermoplastische Dichtmasse 13 schließt die Stoßstelle zwischen den beiden Enden des Stranges 3 dicht ab. Sie ist auf der Innenseite 9 des Abstandhalters 2 nicht sichtbar und wird nach außen von dem aushärtenden Kunststoff 15 überdeckt, so dass die Dichtung nicht nachträglich durch Transport, Handhaben und Einbauen der Isolierglasscheibe beschädigt werden kann, sondern ihre Dichtwirkung über Jahrzehnte beibehalten kann.

Das in 6 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in den 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel darin, dass Anfang und Ende des Stranges 3 nicht über einen Gehrungsschnitt zusammenstoßen. Vielmehr sind die beiden Enden stumpf, nämlich rechtwinklig zur Längserstreckung des Stranges 3, abgeschnitten und stoßen nur mit dem Rand 8 zusammen, welcher die Innenseite 9 des Abstandhalters 2 an der Stoßstelle begrenzt. Auf diese Weise entsteht zwischen den beiden Enden des Stranges 3 eine durch vier rechtwinklig zueinander stehende Flächen begrenzte Ausnehmung 11, welche mittels einer Düse 12 mit der thermoplastischen Dichtmasse 13 angefüllt werden kann. Die nach außen weisende Oberfläche der Dichtmasse 13 kann mit einer bogenförmigen Kontur versehen werden, weiche das Einfüllen eines aushärtenden Kunststoffes 15 in die Randfuge erleichtert, weil eine in die Randfuge eintauchende Düse, welche den aushärtenden Kunststoff einfüllt, ohne anzuhalten um die abgerundete Ecke des Abstandhalters herum bewegt werden kann.

1
erste Glastafel
1a
Rand der Glastafel
1b
Rand der Glastafel
2
Abstandhalter
3
Strang
4
äußerste Folie
5
Außenseite
6
Flanken
7
Endflächen
8
Rand
9
Innenseite
10
innen liegende Stelle
11
Ausnehmung
12
Düse
13
thermoplastische Dichtmasse
14
zweite Glastafel
15
aushärtender Kunststoff


Anspruch[de]
Isolierglasscheibe, in welcher zwei Glastafeln (1, 14) durch einen Abstandhalter (2) miteinander verklebt und auf Abstand gehalten sind, welcher in einem Stück aus einem vorgefertigten Strang (3) aus einem Kunststoff gebildet ist, in welchen ein Feuchtigkeit bindendes Mittel eingelagert ist, wobei der Strang (3) in einem Abstand vom Rand (1a, 1b) der Glastafeln (1, 14) angeordnet ist und Anfang und Ende des Strangs (3) im Bereich einer Ecke der Isolierglasscheibe zusammentreffen und die auf der Außenseite (15) des Abstandhalters (2) liegende Randfuge der Isolierglasscheibe einen aushärtenden Kunststoff (15) aufnimmt, welcher die Außenseite (5) des Abstandhalters (2) abdeckt und sich von der einen Glastafel (1) bis zur anderen Glastafel (14) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Endflächen (7) am Anfang und am Ende des Strangs (3) in der Weise geschnitten sind, dass sie mindestens an ihrem die Innenseite (9) des Abstandhalters (2) begrenzenden Rand (8) zusammentreffen und zwischen den Endflächen (7) des Strangs (3) eine sich von der einen Glastafel (1) bis zur anderen Glastafel (14) erstreckende Ausnehmung (11) vorgesehen ist, welche auf der Außenseite (5) des Abstandhalters (2) offen ist und eine Dichtmasse (13) aufnimmt, welche sich von der einen Glastafel (1) bis zur anderen Glastafel (14) erstreckt und jene Teile der beiden Endflächen (7) des Strangs (3) dicht miteinander verbindet, welche nicht zusammenstoßen. Isolierglasscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtmasse (13) ein Thermoplast, insbesondere ein Polyisobutylen ist. Isolierglasscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtmasse (13) die Endflächen (7) des Strangs (3), soweit diese nicht zusammenstoßen, vollständig bedeckt. Isolierglasscheiben nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden des Strangs (3) stumpf, insbesondere rechtwinklig zur Längsrichtung des Strangs (3), abgeschnitten sind und nur längs ihrer die Innenseite (9) des Abstandhalters (2) begrenzenden Ränder (8) zusammentreffen. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden des Strangs (3) rechtwinklig zur Längsrichtung des Strangs (3) abgeschnitten sind und an der Stoßstelle das eine Ende des Stranges (3) mit seiner Innenseite (9) die Endfläche (7) des anderen Endes des Stranges (3) teilweise abdeckt. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden des Strangs (3) auf Gehrung geschnitten sind, wobei der Gehrungsschnitt in die an der Außenseite (5) des Abstandhalters (2) liegende Ausnehmung (11) mündet. Isolierglasscheibe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehrungsschnitt und die beiden die Ausnehmung (11) begrenzenden Endflächen des Strangs (3) in einem parallel zu den Glastafeln (1, 14) gelegten Schnitt ein Y bilden. Verfahren zum Herstellen einer Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche durch

<1> Erzeugen der Kontur der Endfläche (7) am einen Ende des Strangs (3) durch Schneiden,

<2> Erzeugen der Kontur der Endfläche (7) am anderen Ende des Strangs (3) durch Schneiden,

<3> Anbringen des Strangs (3) an einer ersten Glastafel (1) längs deren Ränder (1a, 1b), aber mit Abstand von den Rändern (1a, 1b), durch Kleben, wobei die Reihenfolge der Schritte (2) und (3) vertauscht werden kann und der Strang (3) so angeordnet wird, dass der Anfang und das Ende des Strangs (3) im Bereich einer Ecke der ersten Glastafel (1) unter Bildung einer nach außen offenen Ausnehmung (11) zusammentreffen,

<4> Versiegeln der Ausnehmung (11) mit einer Dichtmasse (13),

<5> Ankleben einer zweiten Glastafel (14) an die noch freie Flanke (6) des Abstandhalters (2),

<6> Gegebenenfalls Verprassen des so gebildeten Rohlings der Isolierglasscheibe auf einen vorgegebenen Abstand der Glastafeln (1, 14) und

<7> Einfüllen eines aushärtenden Kunststoffes (15) in eine auf der Außenseite (5) des Abstandhalters (2) liegende Randfuge der Isolierglasscheibe.
Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Dichtmasse (13) ein Thermoplast verwendet und mit erhöhter Temperatur in pastösem Zustand in die Ausnehmung (11) gefüllt wird, in welcher sich die Dichtmasse (13) durch Abkühlen auf Raumtemperatur verfestigt.






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