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Dokumentenidentifikation DE19828503B4 15.03.2007
Titel Zweigurt-Ausbaurahmen für den Gruben- und Tunnelausbau
Anmelder Seiz Tunnelausbau Systeme GmbH, 82211 Herrsching, DE;
Bochumer Eisenhütte Heintzmann GmbH & Co KG, 44793 Bochum, DE
Erfinder Seiz, Rudolf, 82211 Herrsching, DE;
Podjadtke, Rudi, 44623 Herne, DE
Vertreter Bockermann, Ksoll, Griepenstroh, 44791 Bochum
DE-Anmeldedatum 26.06.1998
DE-Aktenzeichen 19828503
Offenlegungstag 30.12.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.03.2007
IPC-Hauptklasse E21D 11/18(2006.01)A, F, I, 20060126, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E21D 11/20(2006.01)A, L, I, 20060126, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zweigurt-Ausbaurahmen für den Gruben- und Tunnelausbau gemäß den Merkmalen im Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Ein gattungsgemäßer Zweigurt-Ausbaurahmen ist im Stand der Technik durch das Gebrauchsmuster DE 84 25 343 U1 bekannt. Dieser Zweigurt-Ausbaurahmen ist für den voreilenden Kalottenvortrieb im Tunnel-Teilausbruchverfahren mit Kalottenbögen vorgesehen. Die Kalottenbögen sind auf beidseitig der Kalotte vorgepfändeten Kalottenfußbalken abgestützt, an denen die Sohlbögen anschlagbar sind. Kalottenbögen, Sohlbögen und Kalottenfußbalken bestehen aus Gitterträgersegmenten, wobei die Gitterträgersegmente der Kalottenfußbalken als Flachgitterträger mit nur zwei Gurten ausgebildet sind.

Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, einen Ausbaurahmen zu entwickeln, der sich den Anforderungen des Tunnelbaues bei Verwendung von Spritzbeton als Gebirgssicherung dieser Besonderheit anpasst.

Die Aufgabe wird durch einen Zweigurt-Ausbaurahmen mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Der Zweigurt-Ausbaurahmen ist dadurch gekennzeichnet, dass die Gurtstäbe in einer in Tunnelachsrichtung verlaufenden Ebene hintereinander angeordnet sind und die S-förmigen Bügel Stege aufweisen, an deren beiden Enden Haken vorgesehen sind, wobei die S-förmigen Bügel über die Stege mit den Gurtstäben verschweißt sind, und dass die Stege und die Haken für den Transport zwischen den Gurtstäben in der Ebene der Gurtstäbe angeordnet sind und die Haken beim Einbau im Tunnel aus der Ebene der Gurtstäbe zum Gebirge und zum Tunnelhohlraum hin herausbiegbar sind.

Durch die Herstellung einer semisteifen Spritzbetonschale werden durch deren Verformungen, Bettungons- bzw. Reaktionskräfte im Gebirge geweckt, die zur Folge haben, dass in der Schale Biegemomente weitgehend abgebaut werden und Gebirgsdrücke somit über Normalkräfte abgetragen werden.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, einen Ausbaurahmen so zu gestalten, dass er die Biegeverformungen der Schale ohne Beschädigung des Spritzbetons und ohne Herausdrücken des Rahmens aus der Schale mitmacht. Desweiteren soll er so innig mit dem Spritzbeton verhakt werden, dass er die Normalkräfte in der Schale mit aufnimmt, ohne dabei auszuknicken.

Vorteilhafte Ausführungsformen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 und 3.

Der Zweigurt-Ausbaurahmen ist demnach durch zwischen die Gurtstäbe gesetzte Anker über auf den Gurtstäben aufliegende Ankerplatten in der seiner Lage fixierbar.

Vorteilhaft ist der relativ biegeweiche Zweigurt-Ausbaurahmen durch Verformung der Ausbruchkontur anpassbar und in seiner Lage durch die Anker fixierbar.

Ausführungsformen des Erfindungsgedankens werden nachfolgend anhand von Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

1 einen Tunnelquerschnitt mit geankertem Ausbaurahmen (1) in der Spritzbetonschale;

2 einen Schnitt A-A durch den Ausbaurahmen (1) mit herausgebogenen S-Haken (4, 5) bei gleichzeitiger Fixierung der Gurtstäbe (2) über dem Steg (8) des S-Hakens;

3 einen Schnitt durch den Ausbaurahmen (1) im Transportzustand, mit zwischen den Gurtstäben (2) liegenden nicht herausgebogenen S-Haken.

In der 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 ein Zweigurt-Tunnelausbaurahmen bezeichnet, dessen parallel zueinander verlaufende Gurtstäbe (2) radial zur Tunnelachse angeordnet und in ihrer Lage durch dazwischen verschweisste S-förmige Bügel (3) fixiert sind, wobei der obere Haken (4) des S-Bügels zum Gebirge hin und der untere Haken (5) gegen die Strecke hin abgebogen ist.

Durch die Anordnung von nur 2 Rundeisen radial zur Tunnelachse ist der Rahmen in dieser Ebene biegeweich. Seine Stabilität gegen Knicken wird durch das Verhaken der herausgebogenen Haken (4, 5) mit dem Spritzbeton erreicht. Die Sicherungsfunktion des relativ biegeweichen Ausbaurahmens vor allem im jungen Spritzbeton, wird durch zusätzlich angeordnete Gebirgsanker (9) erreicht, die durch den Ausbaurahmen (1) zwischen die beiden Gurtstäbe (2) hindurchgesetzt werden.

Ein weiterer Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass der relativ biegeweiche Ausbaurahmen (1) mit Hilfe der Gebirgsanker (9) an die Ausbruchkontur besser angepasst werden kann, was zur Minimierung der Stärke der Spritzbetonschale ohne Sicherheitsverlust führt.


Anspruch[de]
Zweigurt-Ausbaurahmen für den Gruben- und Tunnelausbau, dessen parallel zueinander verlaufende Gurtstäbe (2) radial zur Tunnelachse angeordnet und in ihrer Lage durch dazwischen verschweißte S-förmige Bügel (3) fixiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Gurtstäbe (2) in einer in Tunnelachsrichtung verlaufenden Ebene hintereinander angeordnet sind und die S-förmigen Bügel (3) Stege (8) aufweisen, an deren beiden Enden Haken (4, 5) vorgesehen sind, wobei die S-förmigen Bügel (3) über die Stege (8) mit den Gurtstäben (2) verschweißt sind, und dass die Stege (8) und die Haken (4, 5) für den Transport zwischen den Gurtstäben (2) in der Ebene der Gurtstäbe (2) angeordnet sind und die Haken (4, 5) beim Einbau im Tunnel aus der Ebene der Gurtstäbe (2) zum Gebirge und zum Tunnelhohlraum hin herausbiegbar sind. Zweigurt-Ausbaurahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zweigurt-Ausbaurahmen (1) durch zwischen die Gurtstäbe (2) gesetzte Anker (9) über auf den Gurtstäben (2) aufliegende Ankerplatten (11) in seiner Lage fixierbar ist. Zweigurt-Ausbaurahmen (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der relativ biegeweiche Zweigurt-Ausbaurahmen (1) durch Verformung der Ausbruchkontur anpassbar und in seiner Lage durch die Anker (9) fixierbar ist.






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