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Dokumentenidentifikation DE19907312B4 15.03.2007
Titel Warmhalte- oder Wärmefach
Anmelder Max Blank GmbH, 91747 Westheim, DE
Erfinder Blank, Max, 91747 Westheim, DE
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 22.02.1999
DE-Aktenzeichen 19907312
Offenlegungstag 24.08.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.03.2007
IPC-Hauptklasse F24B 1/02(2006.01)A, F, I, 20061030, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Warmhalte- oder Wärmefach für einen Kaminofen, welches frontseitig offen ist und mittels der vom darunter befindlichen Kaminofen zugeführten Konvektionsluft erwärmbar ist.

Aus der DE 34 41 896 C2 ist ein Warmhalte- oder Wärmefach für einen Kaminofen bekannt, welches frontseitig offen ist und mittels der vom darunter befindlichen Kaminofen zugeführten Konvektionsluft erwärmbar ist.

Kaminöfen sind bekannt und erfreuen sich im häuslichen Bereich großer Beliebtheit. Im Brennraum kann Brennmaterial, in der Regel Holz, verfeuert werden, um den Raum angenehm zu heizen. In das darüber angeordnete Warmhalte- oder Wärmefach könnten warmzuhaltende oder zu erwärmende Speisen oder Getränke eingestellt werden, wie auch beispielsweise Verdunstungswasser oder dergleichen. Die Arbeitsweise eines solchen Kaminofens ist derart, dass kältere Raumluft von unten in den den Brennraum und das Warmhalte- oder Wärmefach seitlich umgebenden Luftzug zwischen den Außenwänden des Brennraums und des Warmhalte- oder Wärmefachs und dem Kaminofenaußenmantel eintritt und entlang der heißen Brennraumwände, sich dabei erwärmend, streicht. Über die erwärmte Konvektionsluft werden auch die Warmhalte- und Wärmefachwände erwärmt. Damit die Konvektionsluft in den Raum austreten kann, müssen am oberen Ofenende im Bereich des Kaminofendeckels oder seitlich oder rückseitig am Außenmantel entsprechende Luftauslassöffnungen vorgesehen sein. Auf jeden Fall müssen diese Luftaustrittsöffnungen zusätzlich angebracht oder entsprechend bearbeitet werden, was aus herstellungs- und fertigungstechnischer Sicht aufwendig ist. Darüber hinaus sind diese von außen sichtbaren Öffnungen nicht jedermanns Geschmack und können sich nachteilig auf die Optik des Ofens auswirken.

Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, ein Warmhalte- oder Wärmefach für einen Ofen zu schaffen, welches einfach herstellbar ist.

Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Warmhalte- oder Wärmefach der eingangs genannten Art vorgesehen, dass wenigstens eine der das Warmhalte- oder Wärmefach begrenzenden Seitenwände und/oder die Rückwand mit mehreren einen Durchtritt der Konvektionsluft in das Warmhalte- oder Wärmefach ermöglichenden Durchbrechungen versehen ist.

Beim erfindungsgemäßen Warmhalte- oder Wärmefach für einen Kaminofen tritt die Konvektionsluft vom Luftzug nicht nach außen unmittelbar in den Raum, sondern durch die Luftführungsdurchbrechungen in den Seitenwänden bzw. der Rückwand in das Warmhalte- oder Wärmefach selbst. Da dieses frontseitig offen ist, kann die Luft dann von vorne aus dem Warmhalte- oder Wärmefach austreten. Dies wird dadurch ermöglicht, dass erfindungsgemäß die Seitenwände und/oder die Rückwand des Warmhalte- oder Wärmefachs mit entsprechenden Durchbrechungen versehen sind. Da es sich bei den die Seitenwände bzw. die Rückwand bildenden Wandelementen um einfaches Stahlblech handelt, ist die Anbringung der Durchbrechungen problemlos möglich, diese können beispielsweise eingestanzt oder mit einem Laser eingeschnitten werden. Irgendwelche aufwendig vorzusehenden Luftdurchtrittsöffnungen, zu deren Realisierung häufig noch zusätzliche Elemente erforderlich sind, oder aber die in aufwendiger Weise in die Außenverkleidung des Ofens, die beispielsweise aus Metall oder auch aus Stein oder Marmor bestehen kann, eingebohrt oder eingeschnitten werden mussten, entfallen beim erfindungsgemäßen Kaminofen vollständig. D.h., das erfindungsgemäße Warmhalte- oder Wärmefach ist in fertigungs- und herstellungstechnischer Sicht gegenüber den bekannten Fächern deutlich verbessert. Da die Durchbrechungen nunmehr an den Innenwänden des Warmhalte- oder Wärmefachs angebracht sind, sind sie von außen auch nicht sichtbar, d.h., die Optik des Kaminofens wird durch die Luftdurchtrittsdurchbrechungen nicht nachteilig beeinflusst.

Um für einen hinreichend schnellen Luftdurchtritt zu sorgen und um einen Luftstau zu vermeiden hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn sowohl die Seitenwände als auch die Rückwand mit den Durchbrechungen versehen sind, wobei die Durchbrechungen zweckmäßigerweise über die gesamte Fläche der jeweiligen Wand verteilt vorgesehen sein sollten. Die Durchbrechungen selbst können als im wesentlichen kreisförmige Löcher oder als im wesentlichen längliche Schlitze ausgebildet sein.

Aus fertigungstechnischer Sicht hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Rückwand und die Seitenwände aus einem Lochblech bestehen, welches einfach verarbeitbar ist. Die Löcher bilden die Durchbrechungen. Diese einfache Verarbeitbarkeit lässt die zweckmäßige Erfindungsausgestaltung zu, wonach die Rückwand und die Seitenwände aus einem einstückigen, abgekanteten Lochblechteil bestehen. Rückwand und Seitenwände sind also einstückig, es kommt lediglich ein einziges Bauteil zum Einsatz. Irgendwelche Verbindungen der Wände, wie sie bei entsprechenden Warmhalte- oder Wärmefächern des Standes der Technik durch Schweißen oder dergleichen mit den entsprechenden Nachbearbeitungsschritten erforderlich waren, können hier vorteilhaft entfallen.

Aus montagetechnischer Sicht hat es sich weiterhin als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn erfindungsgemäß an einer Bodenplatte und einer Deckelplatte des Warmhalte- oder Wärmefaches schlitzartige Steckaufnahmen für das einstückige Blechteil oder die aus separaten Blechteilen bestehenden Wände vorgesehen sind, wobei die Bodenplatte und die Deckelplatte mittels mehrerer Verbindungsstreben miteinander verbunden oder verbindbar sind. Bevorzugt werden hier vier Verbindungsstreben eingesetzt. Diese Erfindungsausgestaltung schafft ein einfach montierbares, nach Art eines Baukastensystems zusammensetzbares Warmhalte- oder Wärmefach. Zur Montage muss im einfachsten Fall lediglich das einstückige, die Seitenwände und die Rückwand bildende Blechteil in die entsprechenden schlitzartigen Steckaufnahmen der Bodenplatte eingesteckt werden, wonach die Deckelplatte aufgesteckt wird, wobei die obere Kante des Blechteils in die an der Deckelplatte vorgesehenen Steckaufnahmen eingreift. Anschließend werden Bodenplatte und Deckelplatte mit den Verbindungsstreben miteinander verschraubt. Es sind in diesem Fall keinerlei Nachbearbeitungen durch Schleifen oder Schweißen erforderlich, ferner können vorteilhaft verschiedene Materialien wie Stahl und Edelstahl oder dergleichen miteinander verbunden werden. Auch aus energetischer Sicht ist für die Herstellung des Warmhalte- oder Wärmefachs der gesamte Aufwand im Vergleich zu bisher bekannten Fächern äußerst gering. Ein weiterer Vorteil ist, dass das kassettenartige, nach einem Baukastenprinzip fertigbare Warmhalte- oder Wärmefach bei sämtlichen bekannten Kaminöfen einsetzbar ist.

Ferner betrifft die Erfindung einen Kaminofen mit einem Brennraum, einem darüber angeordneten frontseitig offenen Warmhalte- oder Wärmefach sowie einem seitlich des Brennraums und des Warmhalte- oder Wärmefachs verlaufenden Luftzug für Konvektionsluft. Dieser Kaminofen zeichnet sich erfindungsgemäß durch ein Warmhalte- oder Wärmefach der vorbeschriebenen Art aus, wobei die Durchbrechungen einen Durchtritt der Konvektionsluft vom Luftzug in das Warmhalte- oder Wärmefach ermöglichen.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:

1 eine Vorderseitenansicht eines Kaminofens mit einem Warmhalte- oder Wärmefach,

2 eine Seitenansicht im Schnitt des Kaminofens aus 1,

3 eine Ansicht der Bauteile eines Warmhalte- oder Wärmefachs vor der Montage, und

4 eine Perspektivansicht des montierten Warmhalte- oder Wärmefachs.

1 zeigt einen Kaminofen 1, bestehend aus einem Brennraum 2, welcher über eine Tür 3 geschlossen werden kann, und in dem Brennmaterial, beispielsweise Holz verfeuert werden kann. Oberhalb des Brennraums 2 ist ein Warmhalte- oder Wärmefach 4 vorgesehen, in welches zu erwärmende Speisen oder Getränke und ähnliches eingestellt werden können. Das Warmhalte- oder Wärmefach 4 ist vorderseitig offen. Oberhalb des Warmhalte- oder Wärmefachs 4 ist ein abschließender Ofendeckel 5 vorgesehen.

Seitlich und im Bereich der Rückseite des Brennraums 2 und des Warmhalte- oder Wärmefachs 4 verläuft ein Luftzug 6, welcher zwischen der Brennraumaußenwand 7 bzw. den Seitenwänden 8 und der Rückwand 9 des Warmhalte- oder Wärmefachs 4 und einer Außenverkleidung 10 (z.B. aus Blech, Stein oder Marmor) des Ofens gebildet ist. Die Funktionsweise eines solchen Kaminofens ist derart, dass kältere Raumluft von unten (Pfeile A) in den Luftzug 6 (der aus mehreren parallelen Einzelzügen bestehen kann) eintritt. Die kältere Luft strömt entlang der Ofenaußenwand 7, die beim Betrieb heiß ist, und erwärmt sich dabei (Pfeile B). Die dabei erwärmte Luft strömt dann in den Bereich des Warmhalte- oder Wärmefachs 4 (Pfeile C). Damit die Luft oberseitig austreten kann, sind die Seitenwände 8 und die Rückwand 9 mit einer Vielzahl von Durchbrechungen 11 versehen, die zu dem Luftzug 6 führen. Bei den Seitenwänden bzw. der Rückwand handelt es sich um Stahlbleche, in die die im gezeigten Beispiel im wesentlichen kreisrunde Löcher problemlos eingestanzt oder mit einem Laser eingeschnitten werden können. Durch diese Durchbrechungen 11 tritt nun die erwärmte Luft in das Warmhalte- oder Wärmefach 2 ein, vergleiche die Pfeile D, was zu einer sehr guten Erwärmung des Warmhalte- und Wärmefachs führt. Da das Warmhalte- und Wärmefach vorderseitig offen ist, kann die darin eingetretene Luft dort entweichen, siehe Pfeile E.

Da die Durchbrechungen 11 einen Durchtritt der gesamten Konvektionsluft ermöglichen, sind weitere Luftaustrittsöffnungen nicht vorzusehen. Die Seitenwände bzw. die Rückwand, die mit den Durchbrechungen versehen sind, sind wesentlich einfacher herstellbar, verglichen mit der bisherigen Ausbildung der Luftauftrittsöffnungen bzw. den hierfür erforderlichen Bauteilen. Darüber hinaus sind diese Durchbrechungen, da sie im Inneren des Warmhalte- oder Wärmefachs angeordnet sind, für den Betrachter kaum sichtbar, so dass das Äußere des Kaminofens durch diese Durchbrechungen nicht beeinflusst wird.

3 zeigt in Form einer Sprengzeichnung die für die Bildung eines erfindungsgemäßen Warmhalte- oder Wärmefachs erforderlichen Elemente. Ein solches Warmhalte- oder Wärmefach besteht lediglich noch aus einer Bodenplatte 12, einer Deckelplatte 13 sowie einem Bauteil 14, welches aus einem einstückigen Lochblech besteht, an dem durch entsprechendes Abkanten die Rückwand 15 sowie die Seitenwände 16 gebildet sind. An der Bodenplatte sowie der Deckelplatte sind schlitzartige Steckaufnahmen 17 vorgesehen, an den Kanten des Bauteils 14 sind entsprechende Steckvorsprünge 18 vorgesehen. Zum Zusammensetzen werden nun die Steckvorsprünge 18 des Bauteils 14 in die entsprechenden schlitzartigen Steckaufnahmen 17 der Bodenplatte 12 und der Deckelplatte 13 eingesteckt. Um die zusammengesetzten Elemente endgültig aneinander befestigen zu können sind vier Verbindungsstreben 19 vorgesehen, die in entsprechende Strebenaufnahmen 20 an der Bodenplatte 12 sowie an der Deckelplatte 13 eingesetzt und dort verschraubt werden. Ersichtlich kann das erfindungsgemäße kassettenartige Warmhalte- oder Wärmefach nach Art eines Baukastensystems zusammengesetzt werden. Irgendwelche aufwendige Bearbeitungsschritte wie Zusammenschweißen der Teile oder dergleichen sowie entsprechende Nachbearbeitungsschritte wie Schleifen und ähnliche können hier entfallen.

4 zeigt schließlich eine Perspektivansicht des aus den in 3 gezeigten Elementen zusammengesetzten Warmhalte- oder Wärmefachs 21. Dieses wird lediglich noch auf den Kaminofen aufgesetzt und dort entsprechend verankert.


Anspruch[de]
Warmhalte- oder Wärmefach für einen Kaminofen, welches frontseitig offen ist und mittels der vom darunter befindlichen Kaminofen zugeführten Konvektionsluft erwärmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der das Warmhaltefach (4) begrenzenden Seitenwände (8) und/oder die Rückwand (9) mit mehreren einen Durchtritt der Konvektionsluft in das Warmhaltefach (4) ermöglichenden Durchbrechungen (11) versehen ist. Warmhalte- oder Wärmefach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Seitenwände (8) als auch die Rückwand (9) mit den Durchbrechungen (11) versehen ist. Warmhalte- oder Wärmefach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechungen (11) über die gesamte Fläche der jeweiligen Wand (8, 9) verteilt vorgesehen sind. Warmhalte- oder Wärmefach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die Durchbrechungen (11) als im wesentlichen kreisförmige Löcher oder als im wesentlichen längliche Schlitze ausgebildet sind. Warmhalte- oder Wärmefach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechungen (11) eingestanzt oder mittels eines Lasers in die jeweilige metallische Wand eingeschnitten sind. Warmhalte- oder Wärmefach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand und die Seitenwände aus Lochblech bestehen. Warmhalte- oder Wärmefach nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand und die Seitenwände aus einem einstückigen, abgekanteten Lochblechteil bestehen. Warmhalte- oder Wärmefach nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Bodenplatte und einer Deckelplatte des Warmhalte- oder Wärmefaches schlitzartige Steckaufnahmen für das einstückige Blechteil oder die aus separaten Blechteilen bestehenden Wände vorgesehen sind, wobei die Bodenplatte und die Deckelplatte mittels mehrere Verbindungsstreben miteinander verbunden oder verbindbar sind. Warmhalte- oder Wärmefach nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass vier Verbindungsstreben vorgesehen sind. Kaminofen mit einem Brennraum, einem darüber angeordneten frontseitig offenen Warmhalte- oder Wärmefach sowie einem seitlich des Brennraums und des Warmhalte- oder Wärmefachs verlaufenden Luftzug für Konvektionsluft, dadurch gekennzeichnet, dass ein Warmhalte- oder ein Wärmefach nach einem der Ansprüche 1 bis 9 vorgesehen ist, wobei die Durchbrechungen eine Durchtritt der Konvektionsluft vom Luftzug in das Warmhalte- oder Wärmefach ermöglichen.






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