PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006017508U1 15.03.2007
Titel Explosionsdruckentlastungseinrichtung
Anmelder Rembe GmbH, 59929 Brilon, DE
Vertreter Keil & Schaafhausen Patentanwälte, 60322 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 202006017508
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.03.2007
Registration date 08.02.2007
Application date from patent application 15.11.2006
IPC-Hauptklasse F16K 17/40(2006.01)A, F, I, 20061115, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E21F 5/00(2006.01)A, L, I, 20061115, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Explosionsdruckentlastungseinrichtung mit einer Wandung und einem die Wandung festlegenden Gerüst.

Explosionsdruckentlastungseinrichtungen dienen dazu, im Falle einer Explosion in einem Behälter, an dem die Explosionsdruckentlastungseinrichtung befestigt ist, die Druckwelle allenfalls stark geschwächt entweichen zu lassen und eine Flammenfront und ggf. Stäube zurückzuhalten sowie Verbrennungsgase abzukühlen. Hierfür weist eine aus der Druckschrift DE 38 22 012 C2 bekannte Druckentlastungseinrichtung eine Wandung auf, die aus einer wellenartig ausgeformten mehrlagigen Schicht aus Edelmetall oder vergleichbaren Materialien aufgebaut ist, so dass ein freies Abströmen der den Behälter verlassenden Expansions- und Verbrennungsgase nicht oder nur unwesentlich behindert wird. Die Wandung der bekannten Explosionsentlastungseinrichtung ist siebartig mit zahlreichen Löchern durchsetzt, durch welche die radial abströmenden Verbrennungsgase etwa im rechten Winkel hindurch treten. Zwischen den einzelnen Edelmetallschichten oder Edelstahlschichten ist Glas-, Steinwolle oder Keramikwolle bzw. ein vergleichbares Material angeordnet.

Bei bekannten Explosionsdruckentlastungseinrichtungen werden derartige Wandungen bislang durch ein Gerüst gehalten, das die Wandung fest in sich aufnimmt und aus miteinander verschweißten Profilteilen besteht. Im Falle eines von der Explosionsdruckentlastungseinrichtung aufgenommenen Druckentlastungsereignisses wird die Wandung häufig durch die austretenden Verbrennungs- und Expansionsgase sowie Stäube verstopft, so dass die Druckentlastungseinrichtung nicht noch einmal zur Verhinderung des Austritts einer Explosion verwendet werden kann. Eine Sicherheit gegenüber dem Austritt von Explosionen kann somit lediglich durch die Neubeschaffung einer Explosionsdruckentlastungseinrichtung erlangt werden. Dies ist für den Anwender mit erheblichen Kosten verbunden.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demnach darin, eine Explosionsdruckentlastungseinrichtung zu schaffen, die eine für den Anwender kostengünstige Lösung des Ersatzes der Explosionsdruckentlastungseinrichtung bietet und zugleich sicher die Ausbreitung von Explosionen verhindert.

Die Aufgabe wird durch eine Explosionsdruckentlastungseinrichtung gelöst, deren Gerüst aus einem Bodenelement, einem Deckelelement und mindestens zwei zwischen Bodenelement und Deckelelement angeordneten Streben zusammengesetzt ist, wobei Bodenelement oder Deckelelement mindestens eine Nut und jeweils mindestens zwei Aufnahmeöffnungen aufweisen, wobei die Wandung in der mindestens einen Nut (Einfassung) angeordnet ist und die mindestens zwei Streben an der Außenseite der Wandung in den Aufnahmeöffnungen eingesteckt und lösbar befestigt sind.

Der Vorteil der erfindungsgemäßen Explosionsdruckentlastungseinrichtung besteht darin, dass durch den modularen Aufbau des Gerüsts und die lösbare Verbindung der Gerüstteile ein einfacher Austausch der durch ein Druckentlastungsereignis in Mitleidenschaft gezogenen Wandung und/oder einzelner Teile des Gerüsts, zum Beispiel einer Strebe, nach einem Explosionsdruckentlastungsereignisses möglich ist. Hierdurch kann der Anwender derartiger Explosionsentlastungseinrichtungen Kosten sparen, da nicht in jedem Fall die gesamte Explosionsdruckentlastungseinrichtung ausgetauscht werden muss und/oder die Wandung gereinigt, wieder in das Gerüst eingesetzt und benutzt werden kann. Der modulare Aufbau der Explosionsdruckentlastungseinrichtung beeinträchtig hierbei nicht deren Sicherheit sondern es wird zusätzlich eine Erhöhung der Steifigkeit des Gerüsts erreicht. Die erfindungsgemäße Steckkonstruktion mit der lösbaren Verbindung der Elemente erlaubt zudem eine kostengünstigere Herstellung des Gerüsts, da einfache Profilelemente verwendet werden können.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die mindestens zwei Streben an dem Bodenelement und/oder dem Deckelelement durch Verschrauben lösbar befestigt. In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel wird für diese Verbindung eine lediglich mit Spezialwerkzeug zugängliche Schraubverbindung verwendet, die bei der Verwendung in zugänglichen Anlagen eine zusätzliche Sicherheit bietet, da diese nicht ohne Weiteres gelöst werden kann. In einem weiteren Ausführungsbeispiel können die mindestens zwei Streben und das Bodenelement und/oder das Deckelelement auch mittels eines Bolzens verstiftet werden.

In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel kann zusätzlich zu der Verschraubung oder Verstiftung oder alternativ ein bis zu einer bestimmten Temperatur (beispielsweise 200°C) stabiler Kleber zur Befestigung der Streben an Bodenelement und/oder Deckelelement verwendet werden, dessen Vernetzung bei der Erwärmung über die bestimmte Temperatur zerstört wird. Oberhalb der bestimmten Temperatur ist somit die Verbindung lösbar. Derartige Kleber sind beispielsweise anaerobe Kleber, bei denen die Substanzen, die die Vernetzung des Klebers bewirken, verkapselt in dem Klebstoff enthalten sind, so dass die Vernetzung des Klebstoffs erst bei Druckbelastung (z.B. beim Verschrauben) eintritt.

Besonders bevorzugt für die Anwendung bei rohrförmigen Behältern sind das Bodenelement und das Deckelelement jeweils im Wesentlichen kreisringförmig ausgebildet und entsprechend die Explosionsdruckentlastungseinrichtung im Wesentlichen zylinderförmig gestaltet. Es ist jedoch auch die Verwendung anderer Formen, beispielsweise einer Quaderform oder der Form eines fünfseitigen Prismas, für die Explosionsdruckentlastungseinrichtung denkbar. Das Bodenelement und das Deckelelement weisen in diesem Fall die entsprechende Grundform (bspw. Rechteck oder Fünfeck) auf, die als Ringform ausgebildet ist.

Geeignete Streben weisen im Wesentlichen eine Vierkantform auf. Vorzugsweise sind die Streben aus zwei ineinander gesteckten, U-förmigen Profilen zusammengesetzt, die vorzugsweise miteinander vernietet sind. Hierbei sind die U-Profile vorzugsweise so ineinander gesteckt, dass die Schenkel der U-Profile aneinander liegen und die Profile zusammen einen im Querschnitt rechteckigen Hohlraum zwischen sich ausbilden. Die Konstruktion aus zwei U-Profilen erweist sich als besonders steif.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel bilden das Bodenelement und das Deckelelement an jeweils gegenüberliegenden Bereichen ihres Umfangs unten bzw. oben verschlossene quaderförmige Öffnungen aus, in welche die Streben eingesteckt werden können. Hierfür ist der Querschnitt der Aufnahmeöffnungen lediglich etwas größer als die Querschnittsfläche der jeweiligen Strebe. Die Aufnahmeöffnungen werden durch am Boden- bzw. Deckelelement angeordnete Wände gebildet, welche mindestens zwei durchgehende Öffnungen (z.B. in der Form von Bohrungen) aufweisen, die gegenüberliegend angeordnet sind. Die Achse dieser Öffnungen verläuft dabei im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der in die Aufnahmeöffnung einzusetzenden Strebe. Die Streben weisen an ihren Enden, in dem Bereich, in dem diese in die entsprechende Aufnahmeöffnung eingesetzt werden, je eine ebenfalls im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der Streben verlaufende, durchgehende Öffnung (z.B. in der Form einer Bohrung) auf. Beim Einstecken der Strebe in die Aufnahmeöffnung sind die Öffnungen in den Wänden der Aufnahmeöffnung und der Strebe so zueinander angeordnet, dass die Öffnungen in den Wänden der Aufnahmeöffnungen und in der Strebe insgesamt eine durchgehende Öffnung ausbilden und die Achsen der Öffnungen etwa übereinander liegen. Als eine einfache Lösung zur Realisierung einer lösbaren Befestigung kann beispielsweise eine Schraube als ein Befestigungselement in dieser durchgehenden Öffnung angeordnet werden.

Als ein erstes Mittel zur Druckentlastung ist an der dem Deckelelement abgewandten Stirnfläche des Bodenelements eine Berstscheibe angeordnet. Besonders bevorzugt ist diese Berstscheibe an der Stirnseite des Bodenelements mittels Punktschweißverbindungen befestigt. Die Berstscheibe ermöglicht eine Druckentlastung noch vor Eintreten der Verbrennungs- und Expansionsgase in die Explosionsdruckentlastungseinrichtung, welche durch die mechanische Wechselwirkung zwischen der Front mit dem sprunghaften Druckanstieg und dem Material der Berstscheibe bewirkt wird.

In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel weist jede Strebe zwischen den Öffnungen für das Befestigungselement mindestens eine weitere, im Wesentlichen quer zur Längsrichtung der Strebe verlaufende, durchgehende Öffnung (z.B. in Form einer Bohrung) auf, in der ein Halteelement angeordnet ist. Dieses Halteelement ist für eine zylindrische Explosionsdruckentlastungseinrichtung vorzugsweise ringförmig ausgebildet. Das ringförmige Halteelement wird vorzugsweise durch ein Flachprofil gebildet, das im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der Streben verläuft und dem Gerüst im Falle eines Druckentlastungsereignisses zusätzliche Stabilität gibt und das Ausbauchen der innerhalb des Halteelements angeordneten Wandung verhindert.

Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und den zugehörigen Figuren. Alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale bilden für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in einzelnen Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.

Es zeigen schematisch:

1 eine erfindungsgemäße Explosionsdruckentlastungseinrichtung in einer perspektivischen Ansicht von der Seite,

2 und 3 Ausschnitte aus der Ansicht in 1 im Bereich des Bodenelements bzw. des Deckelelements ohne Wandung,

4 einen Querschnitt durch das Gerüst der Explosionsdruckentlastungseinrichtung gemäß 1 und

5 und 6 jeweils Ausschnitte aus diesem Querschnitt im Bereich des Bodenelements bzw. Deckelelements

Die in 1 dargestellte im Wesentlichen zylindrische Explosionsdruckentlastungseinrichtung weist ein Gerüst 1 mit einem Bodenelement 2, das an seinem unteren Ende angeordnet ist, und einem an dem oberen Ende des Gerüsts 1 angeordneten Deckelelement 3 auf. Das Bodenelement 2 und das Deckelelement 3 sind jeweils im Wesentlichen ringförmig ausgebildet. Zwischen dem Bodenelement 2 und dem Deckelelement 3 sind in Richtung der Längsachse des Zylinders fünf Streben 5 angeordnet, welche in Aufnahmeöffnungen 7 des Bodenelements und Aufnahmeöffnungen 8 des Deckelelements angeordnet sind. In weiteren Ausführungsbeispielen kann die Explosionsdruckentlastungseinrichtung auch lediglich zwei, drei oder vier bzw. mehr als fünf Streben 5 aufweisen, die in gleichen Abständen über den Umfang von Bodenelement 2 bzw. Deckelelement 3 verteilt angeordnet sind. Innerhalb der Streben 5 und eingefasst durch Bodenelement 2 und Deckelement 3 ist eine Wandung (Packung) 4 angeordnet, die beispielsweise den in DE 38 22 012 C2 beschriebenen Aufbau aufweisen kann. Die in dieser Druckschrift enthaltene Offenbarung wird hiermit in diese Beschreibung aufgenommen. Die Streben 5 verlaufen entlang der äußeren Mantelfläche der Wandung 4.

Die Wandung 4 ist in einer bevorzugten Ausführungsform auf einem in 1 nicht dargestellten kreisförmigen Ring aus Keramikvlies angeordnet, die auf den Boden der Nut 28 des Bodenelements 2 aufgelegt ist. Dieses Vlies dient zusätzlich zur Aufnahme der Energie der Explosion und wird durch das Bodenelement 2 eingefasst.

In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel liegt auf der Stirnfläche der Wandung 4 im Bereich des Deckelelements 3 ein weiterer kreisförmiger Ring aus Keramikvlies auf. Auf diesem Vliesring ist eine kreisförmige Scheibe aus dem Material der Wandung (Packung) 4 angeordnet. Diese Wandungsscheibe wird durch ein kreisförmiges metallisches Gitter 6 abgedeckt. Vliesring, Wandungsscheibe und Gitter 6 werden durch das Deckelelement 3 eingefasst. Durch diesen Aufbau wird der Austritt der Explosion auch im Bereich der Längsrichtung der Explosionsdruckentlastungseinrichtung verhindert. Hierbei kann der Vliesring in einem weiteren Ausführungsbeispiel auch weggelassen werden.

In etwa mittig in Längsrichtung der Streben 5 weisen diese jeweils eine durchgehende Öffnung 10 auf, deren Achse in einer Richtung quer zur Längsrichtung der Streben bzw. zur Längsachse des Zylinders verläuft. In diesen Öffnungen 10 ist ein ringförmiges Flachprofil als Halteelement (Haltering) 11 angeordnet.

Das Bodenelement 2 weist einen flanschartigen Abschnitt mit einer Stirnfläche 21 auf, die an der dem Deckelelement 3 gegenüber liegenden Seite des Bodenelements 2 angeordnet ist und an welcher mittels Punktschweißen eine nicht dargestellte Berstscheibe angeheftet ist. Die Stirnfläche 21 wird mittels der in Richtung der Längsachse der Explosionsdruckentlastungseinrichtung verlaufenden Öffnungen (z.B. in Form von Bohrungen) 22, beispielsweise mittels Verschrauben, an einem ebenfalls nicht dargestellten Behälter befestigt, der Ausgangspunkt einer Explosion sein kann. Hierbei kann zwischen der Berstscheibe und dem Behälter eine ringförmige Dichtung vorgesehen sein.

An den ersten flanschartigen Abschnitt mit der Stirnfläche 21 schließt sich ein im Wesentlichen erster zylindrischer Abschnitt 24 des Bodenelements 2 und an diesen ein zweiter flanschartiger Abschnitt 25 an, welcher radial von der Wandung 4 nach außen gerichtete Ausformungen 26 aufweist. An dem flanschartigen Abschnitt 25 ist in Richtung des Deckelelements 3 ein zweiter zylindrischer Abschnitt 27 angeordnet, welcher eine ringförmig verlaufende Nut 28 zur Aufnahme bzw. Einfassung der Wandung 4 aufweist.

Im Bereich einer jeden Ausformung 26 sind an der Außenfläche des zylindrischen Abschnitts 27 drei Wandelemente 29a, 29b angeordnet, welche zusammen mit der außen liegenden Wand der Nut 28 des zylindrischen Abschnitts 27 die Aufnahmeöffnungen 7 ausbilden. Die im Wesentlichen plattenförmigen, radial verlaufenden Wandelemente 29a und das im Wesentlichen tangential verlaufende Wandelement 29b bilden die im Wesentlichen quaderförmigen Aufnahmeöffnungen 7 zur Anordnung der Strebe 5.

Jedes Wandelement 29a ist mit einer quer zur Längsrichtung der Strebe 5 bzw. zur Längsachse der Explosionsdruckentlastungseinrichtung verlaufenden, durchgehenden Öffnung 29c versehen. Ferner weist die Längsstrebe 5 an ihrem Ende ebenfalls eine durchgehende, in Richtung quer zur Längsrichtung verlaufende Öffnung 5a auf, die beim Einstecken der Strebe 5 in die Aufnahmeöffnung 7 zusammen mit den Öffnungen 29c eine durchgehende Öffnung ausbilden. In jeder dieser durchgehenden Öffnungen 5a, 29c ist eine Schraube 13 angeordnet, welche mittels einer mit dieser verschraubten Mutter 14 festgelegt wird.

Der in 3 abgebildete Ausschnitt der perspektivischen Seitenansicht gemäß 1 zeigt einen Ausschnitt des Deckelelements 3. Das Deckelelement 3 weist ebenfalls einen flanschartigen Abschnitt mit einer Stirnfläche 32 auf, welche analog zu dem flanschartigen Abschnitt 25 des Bodenelements 2 radial verlaufende Ausformungen 33 aufweist. An den flanschartigen Abschnitt schließt sich in Richtung des Bodenelements 2 ein zylindrischer Abschnitt 35 an. Der zylindrische Abschnitt 35 des Deckelelements 3 bildet eine in Richtung der Längsachse verlaufende, ringförmige Anlagefläche für die Wandung 4, so dass diese durch das Deckelement 3 eingefasst wird.

Analog zum Bodenelement 2 weist auch das Deckelelement 3 im Bereich jeder Ausformung 33 zwei radial verlaufende Wandelemente 39a und jeweils ein tangential verlaufendes Wandelement 29b auf, welche zusammen mit dem zylindrischen Abschnitt 35 die Aufnahmeöffnungen 8 ausbilden.

Auf der Seite der Stirnfläche 32 des flanschartigen Abschnitts des Deckelelements 3 ist im Bereich jeder Ausformungen 33 jeweils eine radial verlaufende Strebe 41 angeordnet, die im Bereich der Längsachse der Explosionsdruckentlastungseinrichtung an ihren Enden durch ein Mittelelement 42 aus zwei miteinander verbundenen kreisförmigen Platten miteinander verbunden sind. Diese Streben 41 dienen zur Verhinderung einer Ausbauchung der im Deckelelement 3 angeordneten Wandung.

Analog zum Bodenelement 2 sind die Streben 5 auch in den jeweiligen Aufnahmeöffnungen 8 des Deckelelements 3 mittels je einer Schraube 13, welche durch die entsprechenden Öffnungen 39c bzw. 5b verläuft, und Mutter 14 befestigt.

Die Strebe 5 besteht aus jeweils zwei ineinander angeordneten U-Profilen, die im Bereich der Schenkel des U-Profils an Nietverbindungsbereichen 43 miteinander vernietet sind.

Die erfindungsgemäße Explosionsdruckentlastungseinrichtung weist ein gegenüber dem Stand der Technik im Gewicht reduziertes Gerüst mit einer höheren Steifigkeit auf, welches modular aufgebaut ist und trotzdem die erforderliche Sicherheit gegen das Entweichen einer Flammenfront bietet.

1
Gerüst
2
Bodenelement
3
Deckelelement
4
Wandung
5
Längsstrebe
5a, 5b
Öffnung der Strebe 5
6
Gitter
7
Aufnahmeöffnung für Strebe 5 an Bodenelement 2
8
Aufnahmeöffnung für Strebe 5 an Deckelelement 3
10
Öffnung in Strebe 5 zur Aufnahme des Halterings 11
11
Haltering
13
Schraube
14
Mutter
21
Stirnfläche des Bodenelements
22
Öffnung in Stirnfläche 21
24
erster zylindrischer Abschnitt des Bodenelements 2
25
flanschartiger Abschnitt des Bodenelements 2
26
radial verlaufende Ausformung
27
zweiter zylindrischer Abschnitt des Bodenelements 2
28
Nut
29a
radial verlaufendes Wandelement
29b
tangential verlaufendes Wandelement
29c
Öffnung
32
Stirnfläche des Deckelelements 3
33
radial verlaufende Ausformung
35
zylindrischer Abschnitt des Deckelelements 3
39a
radial verlaufendes Wandelement
39b
tangential verlaufendes Wandelement
39c
Öffnung
41
radial verlaufende Strebe
42
Mittelelement
43
Nietverbindungsbereich


Anspruch[de]
Explosionsdruckentlastungseinrichtung mit einer Wandung (4) und einem die Wandung (4) haltenden Gerüst (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Gerüst (1) aus einem Bodenelement (2), einem Deckelelement (3) und mindestens zwei zwischen Bodenelement (2) und Deckelelement (3) angeordneten Streben (5) zusammengesetzt ist, wobei Bodenelement (2) oder Deckelelement (3) mindestens eine Nut (28) und jeweils mindestens zwei Aufnahmeöffnungen (7, 8) aufweisen, wobei die Wandung (4) in der mindestens einen Nut (28) angeordnet ist und die mindestens zwei Streben (5) an der Außenseite der Wandung (4) in den Aufnahmeöffnungen (7, 8) eingesteckt und lösbar befestigt sind. Explosionsdruckentlastungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Streben (5) mit dem Bodenelement (2) und/oder dem Deckelelement (3) verschraubt sind. Explosionsdruckentlastungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Streben (5) an dem Bodenelement (2) und/oder dem Deckelelement (3) mittels eines bis zu einer bestimmten, vorgegebenen Temperatur stabilen Klebers befestigt sind. Explosionsdruckentlastungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenelement (2) und das Deckelelement (3) jeweils im Wesentlichen kreisringförmig ausgebildet sind. Explosionsdruckentlastungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (5) im Wesentlichen eine Vierkantform aufweisen und vorzugsweise aus zwei U-förmigen Profilen zusammengesetzt sind, die miteinander vorzugsweise vernietet sind. Explosionsdruckentlastungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände der Aufnahmeöffnungen (29b, 39b) einander gegenüberliegende Öffnungen (29c, 39c) und die Streben (5) an ihren Enden ebenfalls je eine Öffnung (5a, 5b) aufweisen, die zur Aufnahme des Befestigungselements (13) dienen. Explosionsdruckentlastungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Öffnungen (5a, 5b, 29c, 39c) und die Achse des in den Öffnungen (5a, 5b, 29c, 39c) angeordneten, stiftförmigen Befestigungselements (13) im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der Streben (5) verlaufen. Explosionsdruckentlastungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Deckelelement (3) abgewandten Stirnfläche (21) des Bodenelements (2) eine Berstscheibe angeordnet ist. Explosionsdruckentlastungseinrichtung Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Berstscheibe an der Stirnfläche (21) des Bodenelements (2) mittels Punktschweißverbindungen befestigt ist. Explosionsdruckentlastungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Strebe (5) zwischen den Öffnungen (5a, 5b) für das Befestigungselement (13) mindestens eine weitere, im Wesentlichen quer zur Längsrichtung der Strebe (5) verlaufende Öffnung (10) aufweist, in der ein Halteelement (11) angeordnet ist, das vorzugsweise ringförmig ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com