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Dokumentenidentifikation DE202006018197U1 15.03.2007
Titel Fußbodenabschlussleiste und Deckenabschlussleiste
Anmelder Schulte, Guido, 59602 Rüthen, DE
Vertreter Bockermann, Ksoll, Griepenstroh, 44791 Bochum
DE-Aktenzeichen 202006018197
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.03.2007
Registration date 08.02.2007
Application date from patent application 29.11.2006
IPC-Hauptklasse E04F 19/04(2006.01)A, F, I, 20061129, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A62B 3/00(2006.01)A, L, I, 20061129, B, H, DE   E04B 9/30(2006.01)A, L, I, 20061129, B, H, DE   F21S 8/02(2006.01)A, L, I, 20061129, B, H, DE   
IPC additional class F21Y 101/02  (2006.01)  A,  L,  N,  20061129,  B,  H,  DE
F21Y 105/00  (2006.01)  A,  L,  N,  20061129,  B,  H,  DE
F21W 121/00  (2006.01)  A,  L,  N,  20061129,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fußbodenabschlussleiste oder Deckenabschlussleiste mit den Merkmalen im Oberbegriff von Schutzanspruch 1.

Fußbodenabschlussleisten oder Deckenabschlussleisten mit einem Leistenkörper aus einem Holzwerkstoff sind im Stand der Technik gut bekannt. Diese weisen eine Sichtseite und eine Rückseite auf. Auf der Rückseite ist eine Ausnehmung für wenigstens ein Wandbefestigungselement oder Deckenbefestigungselement vorgesehen. Ferner kann auf der Sichtseite zumindest abschnittsweise eine Aussparung für ein eingeklebtes Dekorelement vorgesehen sein. In derzeit erhältlichen Fußbodenabschlussleisten oder Deckenabschlussleisten ist das Dekorelement als Linoleumeinlegestreifen, Spiegelfeder oder Dekorfeder ausgebildet.

Ferner ist es bekannt nachleuchtende Folien in Fluchtleitsystemen einzusetzen. Diese können beispielsweise in Wand- oder Rammschutzbrettern integriert sein. Als nachteilig an nachleuchtenden Folien wird jedoch angesehen, dass die Leuchtstärke von der vorhergehenden Einstrahlung abhängig ist und schon nach kurzer Zeit stark abnimmt.

Der Erfindung liegt – ausgehend vom Stand der Technik – die Aufgabe zugrunde, eine Fußbodenabschlussleiste sowie eine Deckenabschlussleiste aufzuzeigen, die anwendungstechnisch und in ihrer ästhetischen Gestaltung verbessert sind.

Diese Aufgabe wird durch eine Fußbodenabschlussleiste oder Deckenabschlussleiste mit den Merkmalen von Schutzanspruch 1 gelöst.

Kernpunkt der Erfindung ist, dass das Dekorelement ein bestrombares Lichtband ist, das mit einer Spannungsquelle gekoppelt ist.

Der Vorteil der Erfindung ist, dass das Lichtband mit konstanter Lichtstärke leuchtet und somit unter anderem in dauerhaft dunklen Räumen eingesetzt werden kann. Mit dem Lichtband wird ein optisch dekorativ wirkender Effekt erzeugt, der Wohlbefinden beim Betrachter auslösen kann.

Im Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, Fußbodenabschlussleisten oder Deckenabschlussleisten mit dem Lichtband nachzurüsten.

Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 bis 14.

Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn das Lichtband mit einem Effektlichtgenerator gekoppelt ist. Der Effektlichtgenerator erzeugt hierbei an seinem Ausgang in Abhängigkeit vom Lichtband entweder eine Gleichspannung von sich dynamisch ändernder Stärke oder eine Wechselspannung mit veränderlicher Frequenz, Amplitude und/oder Kurvenform, welche das Lichtband zur Emission von Licht in unterschiedlicher Stärke über die Zeit anregen. Auf diese Weise können Effekte erzeugt werden, die von Betrachtern als angenehm empfunden werden.

Am Leistenkörper ist ein Sensor montiert, der mit dem Steuergerät gekoppelt ist. Diese Ausführungsform ermöglicht es, die Lichtemission des Lichtbands in Abhängigkeit von Umgebungseinflüssen zu steuern. Als Sensoren kommen insbesondere Temperatursensoren, Infrarotsensoren, Ultraschallsensoren, Berührungssensoren, Fotodioden, Mikrofone und Hygrometer in Betracht.

Als vorteilhaft wird es angesehen, wenn durch das Lichtband Symbole illuminiert werden. Derartige Symbole können zur Orientierung von Menschen beispielsweise als Wegweiser oder Notfallsymbole ausgebildet sein. Weiterhin können die Symbole eigenständige Kunstwerke darstellen.

Das Lichtband ist vorzugsweise als Elektrolumineszenzfolie ausgebildet. Elektrolumineszenzfolien werden auch als Lambertstrahler bezeichnet. Die von diesen Leuchtfolien ausgehende Strahlung weist eine konstante Lichtdichte auf. Das Licht ist sehr schmalbandig, gleichmäßig und weithin sichtbar. Lambertstrahler beruhen auf einem Halbleiterphänomen. Eine Schicht Zinksulfid ist mit Gold, Silber, Kupfer, Gallium oder Mangan dotiert. Über Elektroden wird das Zinksulfid mit einer Wechselspannung angeregt. Durch eine geeignete Wahl der Dotierungsstoffe lassen sich Farben im gesamten Spektrum des sichtbaren Lichts erzeugen. Durch Mischungen der unterschiedlichen Dotierungsstoffe kann auch weißes Licht erzeugt werden. Derzeit finden Elektrolumineszenzfolien in der Luftfahrt Anwendung und sind zur Hintergrundbeleuchtung von LCD-Displays weit verbreitet. Zu den Vorteilen von Elektrolumineszenzfolien zählt, dass sie ausgesprochen robust gegen Vibrationen und Stöße sind. Die Elektrolumineszenzfolien sind leicht, flach, flexibel und nach Belieben formbar und haben eine geringe infrarote Emission, so dass die Eigenerwärmung vernachlässigbar gering ist.

Alternativ können in das Lichtband Mini-LEDs eingebettet sein. Derartige Mini-LEDs sind in verschiedenen Farben und Größen erhältlich und eignen sich insbesondere zur dynamisch veränderlichen Darstellung von Symbolen. Vorzugsweise wird mit den Mini-LEDs eine Leuchtschrift auf der Fußbodenabschlussleiste oder Deckenabschlussleiste erzeugt.

Das Lichtband kann hierbei als Leuchtschnur ausgebildet sein, die einen ellipsenförmigen, vorzugsweise kreisrunden, Querschnitt hat. Die Aussparung ist vorteilhaft in Anpassung an die Leuchtschnur kreisabschnittsförmig ausgeführt.

Die Aussparung ist rechteckig gestaltet und weist eine geringere Tiefe als Breite auf. Mithin ist die Aussparung gut an die Form des Lichtbands, insbesondere eine Elektrolumineszensfolie, angepasst.

In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Lichtband bündig mit der Oberfläche des Leistenkörpers abschließt. Auch diese Ausführungsform ist unter ästhetischen Gesichtspunkten äußerst vorteilhaft. Ferner lässt sie sich gut reinigen.

Das Lichtband kann auch aus der Oberfläche des Leistenkörpers herausragen. Dies stellt eine optisch dekorative Form der Fußbodenabschlussleiste oder Deckenabschlussleiste dar.

Endseitig ist ein durch den Leistenkörper verlaufender Kabelkanal vorgesehen. Der Kabelkanal ist vorzugsweise als Bohrung ausgeführt und dient dazu, das Lichtband mit der Spannungsquelle zu verbinden.

Am Leistenkörper sind kopfseitig Kopplungselemente vorgesehen. Über die Kopplungselemente können mehrere Fußbodenabschlussleisten oder Deckenabschlussleisten aneinander gekoppelt werden. In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass an den Leistenkörper kopfseitig ein Eckelement anschließbar ist.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand von drei in den Figuren dargestellten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

1 eine Fußbodenabschlussleiste mit einer Leuchtschnur;

2 eine Fußbodenabschlussleiste mit einer Elektrolumineszenzfolie und

3 eine Deckenabschlussleiste mit einer Elektrolumineszenzfolie.

Die Fußbodenabschlussleisten 1, 2 und die Deckenabschlussleiste 3 der 1 bis 3 weisen jeweils einen Leistenkörper 4 aus einem Holzwerkstoff auf. Der Leistenkörper 4 hat eine wesentlich größere Länge als Breite oder Höhe. Der Leistenkörper 4 ist aus einemr mitteldichten Faserwerkstoff (MDF), einem hochdichten Faserwerkstoff (HDF) oder einem Holz-Plastik-Verbundwerkstoff (Wood Plastic Composite, WPC) hergestellt und hat eine Sichtseite 5 und eine Rückseite 6. Auf der Rückseite 6 ist eine Ausnehmung 7, 8 für wenigstens ein Wandbefestigungselement oder Deckenbefestigungselemente vorgesehen. Es ist vorgesehen, die Wandbefestigungselemente oder Deckenbefestigungselemente als Clips auszuführen, so dass eine formschlüssige Steckverbindung bereitgestellt wird. Auf der Sichtseite 5 ist zumindest abschnittsweise eine Aussparung 9 für ein mit Klebstoff 10 befestigtes Dekorelement 11 vorgesehen. Das Dekorelement 11 erstreckt sich über die gesamte Länge der Fußbodenabschlussleiste 1, 2 oder Deckenabschlussleiste 3 und ist ein bestrombares Lichtband 12, 22, das mit einer Spannungsquelle 16 gekoppelt ist.

Bei der in der 1 dargestellten Fußbodenabschlussleiste 1 ist das Lichtband als Leuchtschnur 12 ausgeführt, die einen kreisrunden Querschnitt hat. In Anpassung an die Leuchtschnur 12 ist im Leistenkörper 4 eine Aussparung 9 mit einem kreisabschnittsförmigen Querschnitt vorgesehen, so dass die Leuchtschnur 12 aus der Oberfläche 13 des Leistenkörpers 4 herausragt. In die Leuchtschnur 12 sind Mini-LEDs eingebettet. Kopfseitig ist im Leistenkörper 4 ein Kabelkanal 14 in Form einer Bohrung vorgesehen. Ein Kabel 15 verbindet die Leuchtschnur 12 mit einem Effektlichtgenerator 16a, der die Spannungsquelle 16 für die Leuchtschnut 12 ist. In vertikaler Richtung unterhalb der Leuchtschnur 12 ist eine Fotodiode 17 angeordnet, die ebenfalls über eine durch den Kabelkanal 14 geführte Signalleitung 18 mit dem Effektlichtgenerator 16a gekoppelt ist. Die Fußbodenabschlussleiste 1 weist eine mit starker Neigung verlaufende Sichtseite 5 auf, die am oberen Ende 19 mit einem großen Radius R zur Rückseite 6 hin abschließt. Auf der Rückseite 6 ist eine Ausnehmung 7 für Befestigungselemente vorgesehen, die vorzugsweise an einer Befestigungsleiste vorgesehen sind, welche an eine Wand dübelbar ist.

Die Ausnehmung 7 weist eine parallel zur Wand verlaufende Vertikalnut 20 auf. Am unteren Ende 21 der Fußbodenabschlussleiste 1 ist die Ausnehmung 7 unter Ausbildung einer Abschrägung 21a verbreitert, damit Stromkabel auf der Rückseite der Fußbodenabschlussleiste 1 geführt werden können.

Die Fußbodenabschlussleiste der 2 weist eine Elektrolumineszenzfolie 22 auf, die in die Aussparung 9 mit einem Klebstoff 10 befestigt ist. Die Elektrolumineszenzfolie 22 ist weniger als 2 mm, vorzugsweise 0,8 mm, dick. Die Aussparung 9 ist rechteckförmig und weist eine größere Breite B als Tiefe T auf. Die Elektrolumineszenzfolie 22 schließt bündig mit der Oberfläche 23 des Leistenkörpers 4 auf der Sichtseite 5 ab. Der Leistenkörper 4 ist im Wesentlichen rechteckig ausgeführt und weist auf der Rückseite 6 eine in der Form analog zur 1 gestaltete Ausnehmung 7 auf. Die äußeren Kanten 24 des Leistenkörpers 4 sind abgerundet.

In der 3 ist die Deckenabschlussleiste 3 dargestellt. Die Deckenabschlussleiste weist auf der Rückseite 6 eine Ausnehmung 8 in Form einer Vertikalnut für Befestigungsclips auf, so dass die Deckenabschlussleiste 3 vorteilhaft über die Befestigungsclips formschlüssig an einer Decke befestigt werden kann. In der Ausnehmung 8 können auch Kabel geführt werden. Auf der Sichtseite 5 ist die Aussparung 9 vorgesehen, in welche eine Elektrolumineszenzfolie 22 eingeklebt ist.

Die Wandabschlussleisten 1, 2 und die Deckenabschlussleiste 3 sind auf der Sichtseite 5 außerhalb der Aussparungen 8 mit einer mehrlagigen Deckschicht 25 beklebt. Die Deckschicht 25 umfasst eine Dekorpapierlage.

1
Fußbodenabschlussleiste
2
Fußbodenabschlussleiste
3
Deckenabschlussleiste
4
Leistenkörper
5
Sichtseite
6
Rückseite
7
Ausnehmung
8
Ausnehmung
9
Aussparung
10
Klebstoff
11
Dekorelement
12
Leuchtschnur
13
Oberfläche v. 4
14
Kabelkanal
15
Kabel
16
Spannungsquelle
16a
Effektlichtgenerator
17
Fotodiode
18
Signalleitung
19
oberes Ende v. 4
20
Vertikalnut
21
unteres Ende v. 4
21a
Abschrägung
22
Elektrolumineszenzfolie
23
Oberfläche v. 4
24
äußere Kanten v. 4
25
Deckschicht
B
Breite
R
Radius
T
Tiefe


Anspruch[de]
Fußbodenabschlussleiste oder Deckenabschlussleiste, mit einem Leistenkörper (4) aus einem Holzwerkstoff, der eine Sichtseite (5) und eine Rückseite (6) aufweist, wobei die Rückseite (6) eine Ausnehmung (7) für wenigstens ein Wandbefestigungselement oder Deckenbefestigungselement aufweist und in der Sichtseite (5) zumindest abschnittsweise eine Aussparung (9) für ein eingeklebtes Dekorelement (11) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dekorelement (11) ein bestrombares Lichtband (12, 22) ist, das mit einer Spannungsquelle (16) gekoppelt ist. Profilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtband (12, 22) mit einem Effektlichtgenerator (16a) gekoppelt ist. Profilleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Leistenkörper (4) ein Sensor (17) montiert ist, der mit dem Effektlichtgenerator (16a) gekoppelt ist. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Lichtband (12, 22) Symbole illuminiert werden. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtband eine Elektrolumineszenzfolie (22) ist. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in das Lichtband (12) Mini-LEDs eingebettet sind. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtband als Leuchtschnur (12) ausgebildet ist, die einen ellipsenförmigen, vorzugsweise kreisrunden, Querschnitt hat. Profilleiste nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (9) kreisabschnittsförmig ist. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (9) rechteckig gestaltet ist und eine geringere Tiefe (T) als Breite (B) aufweist. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtband (22) bündig mit der Oberfläche (23) des Leistenkörpers (4) abschließt. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtband (12) über die Oberfläche (13) des Leistenkörpers (4) herausragt. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass endseitig ein durch den Leistenkörper (4) verlaufender Kabelkanal (14) vorgesehen ist. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Leistenkörper (4) kopfseitig Kopplungselemente vorgesehen sind. Profilleiste nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an den Leistenkörper (4) kopfseitig ein Eckelement anschließbar ist.






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